DE3600189A1 - Diamantbohrkrone - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Gesteins
zerstörung, insbesondere auf diamantbesetzte Bohr
kronen zum Erkundungsbohren.
Es ist höchst zweckmäßig, die vorliegende Erfindung
bei der Diamant-Kernbohrung von Bohrlöchern in harten
Gesteinen zu verwenden.
Zur Zeit sind mehrere Formen von Diamantbohrkronen
zum Erkundungs-Kernbohren bekannt.
Allbekannt ist eine diamantbesetzte Bohrkrone, die
einen Körper und eine mittels Anschweißschicht damit
verbundene, durch Spülkanäle in Sektoren unterteilte
diamantenführende Matrix aufweist. Das Verhältnis von
Sektorlänge zu Spülkanallänge beträgt 5 : 1.
Ein Nachteil der bekannten Bohrkrone ist die niedri
ge Effektivität beim Bohren von harten, schwach ab
nutzenden Gesteinen, die mit dem Zusetzen der Diaman
ten zusammenhängt, das dadurch bedingt ist, daß die
Abkühlung der Diamanten bei langen Sektoren schlech
ter und der Bohrschlamm unterhalb der Stirnfläche der
Bohrkrone zusammengepreßt wird.
Bekannt ist ebenfalls eine diamantbesetzte Bohrkrone
(s. UdSSR-Urheberschein Nr. 5 94 291), die einen Kör
per und eine mittels Anschweißschicht damit verbunde
ne diamantenhaltige Sektorenmatrix mit Spülkanälen auf
weist. Beim Arbeiten mit dieser Bohrkrone wird eine
Leistungssteigerung durch Verringerung der Sektoren
längen in ihr erzielt. Das Verhältnis der Länge ei
nes Sektors zur Länge eines Spülkanals beträgt 3 : 1.
Einen Nachteil der bekannten diamantbesetzten Bohr
krone bilden die Festigkeitserniedrigung bei der Auf
nahme der Matrixsektoren im Körper und damit zusammen
hängende Abbrüche und Abspaltungen der Sektoren beim
Bohren.
Bekannt ist auch eine Bohrkrone (gemäß US-Patent
schrift Nr. 28 18 233) zum Kernbohren von harten Ge
steinen, deren Bauform einen Körper und eine diaman
tenhaltige Zahnmatrix einschließt, deren Verzahnung
mit Diamanten, bei geneigter Schneidekante, bewehrt
und mit einer schrägen Stirnfläche ausgebildet ist,
die Spülkanäle bildet.
Ein Nachteil der bekannten Bohrkrone ist ihre gerin
ge Sollbetriebszeit, die dadurch beschränkt wird,
daß nur bis zum Verschleiß der Schneidenkanten der
Diamanten wirksam gebohrt werden kann. Das Selbst
schärfen der Diamanten ist also ausgeschlossen.
Ein weiterer Nachteil besteht in der geringen Festig
keit der Verzahnung.
Bekannt ist auch eine diamantbesetzte Bohrkrone
(SU-Urheberschein Nr. 4 48 266), die einen Körper
aufweist, an dessen einer der Stirnflächen eine Ma
trix befestigt ist, die durch Spülkanäle in Arbeits
sektoren unterteilt ist, welche eine diamantenführende
Schicht und eine Anschweißschicht sowie eine daran
anschließende abgefederte Einlage aus leichtbrüchi
gem Schleifstoff einschließt. Bei ihrem Verschleiß
bildet die Einlage aus leichtbrüchigem Schleifstoff
auf der Bohrsohle gemeinsam mit dem Bohrschlamm ei
nen Schleifstoffbelag, der die Matrix zerstört. Da
durch wird ein optimales Herausragen der Diamanten aus
dem Matrixmaterial erzielt, was zum effektiven Betrieb
des Werkzeugs beiträgt.
Einen Nachteil der bekannten Bohrkrone bildet ihre
komplizierte Konstruktion sowie geringe Befesti
gungssicherheit der Sektoren, die durch deren be
trächtliche Höhe und geringe Länge bedingt ist.
Es ist das Ziel der Erfindung, die erwähnten Nachtei
le der oben beschriebenen diamantbesetzten Bohrkro
nen zu beseitigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kon
struktion der Bohrkrone zu vereinfachen und ihren
Arbeitswirkungsgrad durch Erhöhung der Befestigungs
sicherheit der diamantenführenden Schicht und der Ein
lage an der Anschweißschicht zu erhöhen.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei
einer Diamantbohrkrone, die einen Körper aufweist,
an dessen einer der Stirnflächen eine Matrix befestigt
ist, die durch Spülkanäle in Arbeitssektoren unter
teilt ist, welche eine diamantenführende Schicht und
eine Anschweißschicht sowie eine daran anschließen
de Einlage aus leichtbrüchigem Schleifstoff enthal
ten, die diamantenführende Schicht in Form eines Pa
rallelepipeds mit schräger Vorder- und Hinterfläche
und die Einlage in Form eines dreieckigen Prismas aus
gebildet ist, dessen eine Seitenfläche mit der An
schweißschicht und eine andere mit der schrägen Hin
terfläche der diamantenführenden Schicht starr ver
bunden ist.
Eine derartige Ausführung der Konstruktion der diamant
besetzten Bohrkrone bietet die Möglichkeit, das
Zusetzen der Diamanten zu vermeiden, Brandspuren der
Bohrkronen und Abspaltungen der Arbeitssektoren zu
reduzieren, die mechanische Bohrgeschwindigkeit zu er
höhen und einen wirkungsvollen Bohrvorgang in rissi
gen Gesteinen unter gleichzeitiger Vereinfachung der
Bauart der Bohrkrone zu sichern.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung besteht in
einer Verringerung der Berührungsfläche der Arbeits
sektoren mit der zuzubauenden Bohrsohle, die durch
die Ausbildung der diamantenhaltigen Schicht in Form
eines Parallelepipeds mit schräger Vorder- und Hinter
fläche erzielt wird. Und die Sicherheit der Befesti
gung des diamantenhaltigen Parallelepipeds am Körper
wird durch die Ermittlung von optimalen Maßen der An
schweißschicht nach den bekannten Verfahren und das
Anbringen einer Einlage, die den Arbeitsteil des Sek
tors in der erforderlichen Stellung aufrecht erhält,
zwischen der diamantenführenden und Anschweißschicht
gewährleistet. Die Einlage ist mit den oben erwähn
ten Schichten starr verbunden (beispielsweise ange
schweißt oder gemeinsam mit einem Imprägniermittel
getränkt), wodurch die unerwünschte Verformung der
diamantenhaltigen Schicht beim Bohren vermieden wird.
Um ein besseres Bloßlegen von Diamanten beim Bohren
zu gewährleisten, ist die Einlage aus einem leicht
brüchigen Schleifstoff ausgeführt. Die geneigte Ausfüh
rung der Vorderfläche der diamantenhaltigen Schicht
trägt zu einer Herabsetzung der dynamischen Beanspru
chungen der Arbeitssektoren in rissigen Gesteinen bei.
Die Anwendung der Erfindung gestattet es, die mecha
niche Bohrgeschwindigkeit um 15 bis 25% zu steigern,
den spezifischen Verbrauch an Diamanten um 10 bis
15% herabzusetzen und beim Einsatz von synthetischen
Diamanten den Bereich von bohrbaren harten Gesteinen
auszudehnen.
Nachstehend wird die Erfindung durch Beschreibung ei
nes konkreten Ausführungsbeispiels unter Bezug auf
Zeichnungen näher erläutert;
es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Bohrkrone
Fig. 2 eine Ansicht der Arbeitsstirnfläche;
Fig. 3 einen in Fig. 2 dargestellten Schnitt ge
mäß Linie III-III;
Fig. 4 einen Teil des Sektors in axonometrischer
Darstellung.
Die Bohrkrone (Fig. 1, 2) weist einen Körper 1 und
eine aus Sektoren 2 bestehende Matrix auf. Jeder
Matrixsektor (Fig. 3) besteht aus einer diamantenfüh
renden imprägnierten Schicht 3 und einer Einlage 4, die mittels ei
ner Anschweißschicht 5 mit dem Kronenkörper 1 ver
bunden sind.
Die diamantenführende imprägnierte Schicht 3 jedes
Sektors 2 ist in Form eines geneigten Parallelepipeds
ausgebildet (Fig. 3, 4). Die obere Parallelepiped
fläche ist mit der Anschweißschicht 5 des Sektors 2
verbunden, während die gegenüberliegende Fläche ei
ne Schneidfläche darstellt. Die hintere geneigte Sei
tenfläche des Parallelepipeds steht mit der Einlage 4
in Verbindung. Die ihr gegenüberliegende Fläche
stellt eine geneigte Wand eines trapezförmigen Spül
kanals 6 (Fig. 1) dar. Die durch die geneigte Anord
nung der diamantenführenden imprägnierten Schicht 3
erzeugte Konstruktion des Sektors 2 erlaubt es, die
Haftfläche der Matrix am Kronenkörper 1 zu vergrößern
und somit eine höhere imprägnierte Schicht auszunut
zen, wodurch die Sollbetriebszeit der Bohrkrone er
höht wird.
Die Einlagen 4 haben die Form eines dreieckigen Pris
mas, wobei eine seiner Seitenflächen mit der An
schweißschicht 5 und eine andere mit der schrägen
hinteren Seitenfläche der diamantenführenden Schicht 3
starr verbunden ist. Die Einlagen 4 bestehen aus leicht
brüchigem Schleifstoff.
Die Bohrkrone arbeitet wie folgt.
Je nach Verschleiß der Diamanten der Schneidfläche
werden die Diamanten der nachfolgenden Schichten durch
die geneigte Anordnung der diamantenführenden imprä
gnierten Schicht 3 gleichförmig in Betrieb genommen.
Neben einer Verbesserung des Wärmezustandes auf der
Bohrsohle trägt der gebildete trapezförmige Kanal 6
zur Geschwindigkeitsverminderung der zugeführten
Spülflüssigkeit bei. Dadurch wird der Austrag von
kleineren Teilchen der zerstörten Gesteine gewähr
leistet. Schwerere Schleifstoffteilchen, die beim
Verschleiß der leichtbrüchigen Schleifeinlage 4 ent
stehen, bleiben dagegen auf der Bohrsohle und gelan
gen unter die Stirnfläche der Bohrkrone, wobei sie
zum Selbstschärfen der diamantenführenden imprägnier
ten Schicht 3 beitragen. Die Schleifstoffteilchen
der Einlage 4 sind derart bemessen, daß ein optima
les Hinausragen der Diamantkörner der imprägnierten
Schicht 3 aus dem Matrixkörper gewährleistet ist.
Neben dem wirkungsvollen Bohren in harten Gesteinen
gestattet es die Verwendung der erfindungsgemäßen
Konstruktion der Diamant-Bohrkrone, die Diagnostik
des Bohrvorgangs, dessen Regelbarkeit und Automati
sierungsgerechtheit zu verbessern.
Claims (1)
- Diamantbohrkrone, die einen Körper (1) aufweist, bei dem an einer seiner Stirnflächen eine Matrix befestigt ist, die durch Spülkanäle (6) in Arbeitssektoren (2) unterteilt ist, welche eine diamantenführende Schicht (3) und eine Anschweißschicht (5) sowie eine daran anschließende Einlage (4) aus leicht brüchigem Schleif stoff enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die diamantenführende Schicht (3) in Form eines Parallelepipeds mit schräger Vorder- und Hinterflä che und die Einlage (4) in Form eines dreieckigen Prismas ausgebildet ist, dessen eine Seitenfläche mit der Anschweißschicht (5) und eine andere mit der schrägen Hinterfläche der diamantenführenden Schicht (3) starr verbunden ist.
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