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DE369316C - Verfahren und Vorrichtung zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen

Info

Publication number
DE369316C
DE369316C DED36848D DED0036848D DE369316C DE 369316 C DE369316 C DE 369316C DE D36848 D DED36848 D DE D36848D DE D0036848 D DED0036848 D DE D0036848D DE 369316 C DE369316 C DE 369316C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotary kiln
fuel
gases
degassing
sucked
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED36848D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OTTO DORMANN DR
Original Assignee
OTTO DORMANN DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OTTO DORMANN DR filed Critical OTTO DORMANN DR
Priority to DED36848D priority Critical patent/DE369316C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE369316C publication Critical patent/DE369316C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/10Rotary retorts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Ent- und Vergasung von Brennstoff im Drehofen.
  • Für den Einlaufteil des Drehofens, indem der Entgasungsvorgang sich vollziehen soll, ist es notwendig, die Oberfläche -des Brennstoffes, welche mit den heißen Gasen in Berührung kommt, möglichst zu vergrößern, gegebenenfalls auch dafür Sorge zu tragen, daß der in dünne Schichten verteilte Brennstoff häufig ,gewendet wird.
  • Die größte Oberfläche bietet der Brennstoff, wenn die Erzeugergase, wie dies im Schachtgaserzeuger selbsttätig der Fall ist, zwangläufig durch den zu entgasenden Brennstoff hirndurchgeführt wenden.
  • Am Auslaufende des Drehofens, in welchem durch idie Vergasung des Brennstoffes sich dessen Rauminhalt fortschreitend vermindert, muß eine Stauung des Brennstoffes hervorgerufen werden. Dabei soll gleichzeitig ,die Luft, ähnlich wie das 'bei dem Schachtgaserzeuger selbstverständlich ist, bei dem Dreh.-Ofen zwangläufig durch den Brennstoff gedrÜckt werden. Das wird durch eine Verengung ,des Ofenauslaltfes und mittels Durchblasens :der Luft durch den im verengten Ofenauslauf angestauten Brennstoff verwirklicht.
  • Im Drehofen ist ein stets freier Raum vorhanden, aus welchem unerwünschte Wärmemengen jeder Zeit abgeführt werden können, wodurch die Entgasung jedes Brennstoffes bei niedrigen Wärmegraden gewährleistet wird.
  • Die Luftzuführungs- und Gasabführungsmundstücke sollen nur dann geöffnet sein, wenn sie vom Brennstoff gedeckt sind. Die einzelnen Luftzuführungs- und Gasabführungsmundstücke können einzeln abgestimmt werden.
  • Die .das Anstauen des Brennstoffes bewirkende Verengung am Auslaufende des Gutes wird in Stufen ausgeführt, damit über jeder Mundstücköffnung eine möglichst gleichmäßige Schütthöhe an Brennstoff vorhanden ist.
  • Die Entnahme gegebenenfalls überschüssigei Gas- und Wärmemengen kann durch ein Mittelrohr erfolgen, welches verschiebbar sein kann.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung versinnbildlicht.
  • Abb. i zeigt einen Drehofen in mittlerem Längsschnitt.
  • Abb. 2 ist ein Querschnitt nach .der Linie A-B der Abb. i. w Abb.3 stellt einen gleichen Schnitt wie Abb, i dar, aber bei anderer Ausführung des vorderen Drehofenteiles, indem die Brennstoffe aufgegeben und zunächst bei möglichst großer Oberfläche entgast werden.
  • Abb. 6 ist ein Querschnitt nach der Linie C-D der Abb. 3. .v Abb.4 stellt im Längsschnitt eine weitere Ausführung des vorderen Drehofenteiles dar. Bei .dieser werden die Erzeugergase durch den Brennstoff hindurchgesaugt.
  • Abb. 5 stellt einen Querschnitt nach Abb. 4 nach der Linie A-B dar.
  • Die Anstauung des Brennstoffes findet im Ausgangsteil des Drehofens, wo die Brennstoffe vergast werden, statt. Die dazu erforderliche Verengung des freien Ofeninnenraumes kann stufenweise, aber auch anders gewählt werden.
  • Der Drehofen i ist in dem Teil, aus dem die Brennstoffrückstände austreten, durch drei Stufen 2, 3, 4 verengt. An .den Stirnseiten 5 dieser Stufen münden die Eintrittskanäle 6, 7, 8 für die Verbrennungsluft. Sie stehen mit der äußeren Luftzuleitung 9 in Verbindung und sind mit einem Absperrmittel io versehen. Diese halben die Eintrittskanäle 6, 7, 8 verschlossen, wenn letztere nicht vom Gut überdeckt sind.
  • Durch die Schleifringe 12 werden die auf den Rollen i i laufenden und durch die Federn 13 gespannten Ventile gesteuert.
  • Der vergaste Brennstoff, d. h. die Schlacke, wandert dauernd durch den Austrittskanal 15 ab. Die Verbrennungsluft wird durch den Brennstoff hindurch in den freien Ofeninnenraum getrieben und streicht in diesem in Pfeilrichtung x im Gegenstrom zum Brennstoff weiter.
  • . Die Ausführung nach Abb. i bezweckt eine getrennte Absaugung von Erzeuger- und Schwelgasen. Erstere werden aus dem freien Ofenraum durch den Kanal 14 abgesaugt, letztere aus dein Kammerring 16, in welchen sich die Brennstoffe bewegen.
  • Das gemeinschaftliche Abziehen der Erzeuger- und Schwelgase ist bei den Ausführungen nach Abb. 3 und 6 und im gewissen Grade auch bei der Ausführung nach Abb.4 vorgesehen. Gemäß Abb. 3 und 6 ist der Drehofen in eine Anzahl von Kammern 17 geteilt, in deren jeder sich der Brennstoff, der durch die Schnecke i9 in den Drehofen eintritt, in,dünner Schicht bewegt. Die Gase werden gemeinsam in Richtung x durch Iden Kanal 18 abgesaugt.
  • Gemäß Abb. 4 werden die Erzeugergase durch die Brennstoffe hindurch abgesaugt. Dies wird in ähnlicher Weise wie beim Eintritt der Verbrennungsluft dadurch sichergestellt, daß die Absaugungsöffnungen 2i, 22, 23 mittels zweckmäßig zwangläufig gesteuerter Absperrmittel 2o nur dann offen gehalten werden, wenn sie vom Gut bedeckt sind. Die Weiterleitung der abgesaugten Gase erfolgt durch die Rohre 24, welche durch eine mit stopfb@uchsenartiger Abdichtung versehenen Hauptsammelleitung 25 abgeführt werden. Gesteuert werden die Ventile 2o durch die Schleifringe 27.
  • Ein Überschuß an Erzeugergase, @d. h. an Wärme, kann durch das Rohr 28 abgesaugt werden. Außerdem kann,das Rohr achsial verschiebbar sein. Im letzteren Falle ist es möä lieh, das Gas an beliebigen Stellen des Ofens abzusaugen. Durch die Son.d;erabsaugung kann man auch einen Teil der Erzeugergase ziemlich rein erhalten, getrennt von den Schwelgasen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungsluft durch .die Kanäle (6, 7, 8) in der Drehofenwand und durch den aufgestauten Brennstoff (xx) hindurchgedrückt wird, und daß die heißen Klargase durch das Mittelrohr einer durch Längswände in Fächer unterteilten Schwelringtrommel (16) zum Ableitkanal (14) gesaugt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die heißen Klargase durch den Brennstoff und -die Drehofenwand in den Kanälen (21, 22 und 23) hindurch abgesaugt werden, während ein Überschuß an heißen Gasen durch eine Rohrleitung (28) unmittelbar aus dem Drehofen abgeführt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehofen nach dem Auslaufende (15) allmählich oder in Stufen (2, 3, 4) verengt wird.
DED36848D 1919-12-14 1919-12-14 Verfahren und Vorrichtung zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen Expired DE369316C (de)

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DED36848D DE369316C (de) 1919-12-14 1919-12-14 Verfahren und Vorrichtung zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen

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DE369316C true DE369316C (de) 1923-02-17

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DED36848D Expired DE369316C (de) 1919-12-14 1919-12-14 Verfahren und Vorrichtung zum Ent- und Vergasen von Brennstoffen im Drehofen

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DE (1) DE369316C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032550B (de) * 1956-03-29 1958-06-19 Eisen & Stahlind Ag Verfahren zur Reduktion von Eisenoxyden und anderen Metalloxyden im Drehrohrofen
DE1227599B (de) * 1962-06-08 1966-10-27 Haniel & Lueg Gmbh Verbrennungsofen fuer Muell, insbesondere fuer chemische Rueckstaende, mit rotierender Trommel
DE3539956A1 (de) * 1985-11-11 1987-05-21 Johannes Dipl Ing Linneborn Verfahren und aggregat zur vergasung brennbaren gutes
EP0360052A1 (de) * 1988-09-05 1990-03-28 Siemens Aktiengesellschaft Pyrolysereaktor zur thermischen Abfallentsorgung

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DE3539956A1 (de) * 1985-11-11 1987-05-21 Johannes Dipl Ing Linneborn Verfahren und aggregat zur vergasung brennbaren gutes
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