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DE368935C - Verfahren zur Herstellung von Natriumsulfat und Natriumthiosulfat aus Glauberit oderAstrakanit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Natriumsulfat und Natriumthiosulfat aus Glauberit oderAstrakanit

Info

Publication number
DE368935C
DE368935C DESCH62413D DESC062413D DE368935C DE 368935 C DE368935 C DE 368935C DE SCH62413 D DESCH62413 D DE SCH62413D DE SC062413 D DESC062413 D DE SC062413D DE 368935 C DE368935 C DE 368935C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glauberite
astrakanite
sodium sulfate
mixture
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH62413D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KARL SCHNUCK
Original Assignee
KARL SCHNUCK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KARL SCHNUCK filed Critical KARL SCHNUCK
Priority to DESCH62413D priority Critical patent/DE368935C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE368935C publication Critical patent/DE368935C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Natriumsulfat und Natriumthiosulfat aus Glauberit oder Astrakanit. Die Zerlegung des Doppelsalzes Glauberit = Ca S 04, Nag S O, auf nassem Wege ist nicht ausführbar.
  • Glüht man das Doppelsalz, so geht ein Teil des Na2 S 04 beim. Auslaugen mit Wasser in Lösung, .dabei bilden sich aber wieder so bedeutende Mengen des Doppelsalzes, daß dadurch die Gewinnung von Natronsulfat illusorisch wird.
  • Die Zerlegung des Doppelsalzes Astrakanit = Mg S O, Na, S O, + 4 H 2 O auf nassem Wege ist möglich in Nag S O, und Mg S 04, bietet aber nicht unerhebliche, umständliche Operationen, die nur auf Kosten von Kohlenverbrauch und Löhnen durchführbar sind.
  • Wir haben nun gefunden, daß man beide Doppelsalze in einfacher Weise dadurch zerlegen kann, daß man sie innig mit einer zur Reduktion der gesamten Schwefelsäure unzureichenden Menge minderwertigen Kohlenstoffs, so namentlich aschenarmer Braunkohle, mischt, und dieses Gemisch, möglichst nicht über Rotglut, verbrennt. Es setzen sich dann die Doppelsalze nach folgenden Gleichungen um: I. Glauberit Ca S O4, Na, S O4 + 4 C = Na, S O, + Ca S + 4 C O, 2. Astrakanit Mg ₧ S O4, Na2, S O4 + 4 H2 O + C = Mg O + Na2 S O4 + S O2 + C O, unter gleichzeitiger Bildung von mehrfach Schwefelcalcium, da die S 02, im status nascendi, weiter durch C O zu S reduziert wird. Die so reduzierten Doppelsalze werden mit Wasser von- 35 bis 50° C in Shankschen Kasten gelaugt und ergeben eine Lauge von 3I bis 32° Baume, aus der das Natronsulfat in prachtvollen Kristallen von Nag S O, + Io H 2 O beim Erkalten auskristallisiert. Die Kristalle im eigenen Kristallwasser entwässert, geben nach dem Kalzinieren ein Natronsulfat von folgender Zusammensetzung:
    99,70 Prozent Na2SO4
    0,08 - Ca S O4
    0,0I - Mg S O4
    o, Io - Na, C 03
    o, I I - Verlust
    I00,00
    ,Die wasserklaren Laugen von der Laugerei, frei von Nag S, lassen sich daher direkt auf Natronsulfat verdampfen. Bewährt zur Reduktion der Doppelsalze haben sich folgende Mischungsverhältnisse: Von 2 bis 2,5 Teilen Braunkohle auf je I Teil Glauberit je I Teil Astrakanit, von 4 bis 5 Teilen Braunkohle auf je I Teil Glauberit einschl. je I Teil Astrakanft.
  • je nach (der Beschaffenheit 'der Braunkohle kann natürlich das Mischungsverhältnis sich ändern.
  • Die Mischung von Braunkohle mit Glau-:berit oder Astrakan'it oder *mit beiden Doppelsalzen zusammen, kann durch ein Gemisch von Steinkohle oder durch ein solches von -Steinkohle und Braunkohle ersetzt werden, hat jedoch den großen Übelstand, daß die Reduktion nur in Retortenöfen, unter Mehrverbrauch von Kohle, ausführbar ist. Benötigt wird dann etwas mehr als die theoretische Menge an Reduktionskohle.
  • Wird das Reaktionsgemisch nicht in vorbeschriebener Weise ausgelaugt, sondern im Freien in etwa I bis 45 m hohe Haufen gebracht, auf undurchlässigem Boden (aus Ton oder Asphalt) gelagert, mit Wasser befeuchtet und von Zeit zu Zeit umgeworfen und wieder mit Wasser behandelt, so treten im Verlauf von 4 bis 6 Wochen an sich bekannte Reaktionen ein.
  • I. Ca S2 + 3 0 = Ca S2 0g, z. Nag S O4 + Ca S2 Os = Nag SZ O3 + Ca S O4.
  • Vorteilhaft stellt man das Gemisch von Natronsulfat und Mehrfachschvefelcalcium so her, daß auf Ioo Teile des letzteren 75 Teile Natronsulfat kommen. Man laugt die reifen Rückstände mit Wasser von 35 bis 50° C aus (flache Eisenkasten mit Siebboden haben sich dabei bewährt).
  • Nachdem die Laugen mit S O2 behandelt sind, um die Polysulfide abzuspalten (Gegenstromverfahren), werden sie filtriert, um den abgespaltenen S zu entfernen, mit dem zusammen sich Gips ausscheidet, um dann auf 37 bis 38° Baume ausgedampft zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Natriumsulfat aus den Doppelsalzen Glauberit oder Astrakanit, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Doppelsalze entweder einzeln oder zusammen mit einer zur Reduktion der gesamten Schwefelsäure unzureichenden Menge minderwertiger Re-@duktionskohle, z. B. aschenarmer Braunkohle, Steinkohle oder einem Gemisch von Stein- und Braunkohle, innig mischt, idiese Mischung, möglichst nicht über Rotglut, verbrennt und das Reaktionsgemisch nach beendeter Reaktion auslaugt. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, -daß man das Reaktionsgemisch zwecks Gewinnung von Natriumthiosulfat nach erfolgter Verbrennung im Freien in Haufen lagert, längere Zeit unter öfteren Mischen mit Wasser behandelt und schließlich .auslaugt.
DESCH62413D 1921-07-24 1921-07-24 Verfahren zur Herstellung von Natriumsulfat und Natriumthiosulfat aus Glauberit oderAstrakanit Expired DE368935C (de)

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