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DE730234C - Bodenverbesserung - Google Patents

Bodenverbesserung

Info

Publication number
DE730234C
DE730234C DEP80965D DEP0080965D DE730234C DE 730234 C DE730234 C DE 730234C DE P80965 D DEP80965 D DE P80965D DE P0080965 D DEP0080965 D DE P0080965D DE 730234 C DE730234 C DE 730234C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soil
minerals
soil improvement
hydrothermally treated
mixtures
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP80965D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Habil Fra Meier-Grolman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DOTTERNHAUS PORTLAND ZEMENT
Original Assignee
DOTTERNHAUS PORTLAND ZEMENT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DOTTERNHAUS PORTLAND ZEMENT filed Critical DOTTERNHAUS PORTLAND ZEMENT
Priority to DEP80965D priority Critical patent/DE730234C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE730234C publication Critical patent/DE730234C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G1/00Mixtures of fertilisers belonging individually to different subclasses of C05

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description

  • Bodenverbesserung Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung von hydrothermal behandelten Minerahen oder Mineralgemischen, die Kieselsäume und/oder Kalk und/oder Tonerde und/oder Eisenoxyd und/oder Gemische und/oder Verbindungen von diesen Stoffen enthalten, zurr Bodenverbesserung. Durch eine geeignete hydrothermale Behandlung werden .nicht murr die für den Pflanzenhaushalt als Nähr- und Aufbaustoffe wichtigen chemischen Bestandteile der Mineralien aktiviert und aufgeschlossen, sondern es wird gleichzeitig eine physikalische Veränderung der Struktur erzielt, was sich in gier auffallenden Mikroporosität zeigt, die wichtig ist für die Möglichkeit, den Boden zu lüften und Wasser zu speichern.
  • Als besonders geeignet zurr Bodenverbesse:-rung haben sich :die bei der hydrothermalen Schwelung von Ölshiefer anfallenden Schwel,-rückstände erwiesen, welche als Hauptbestandteile Kieselsäure und insbesondere auch Kalk in einem für den Boden geeigneten Chemischen Zustand und Verhältnisenthalten. Es ist zwar bereits voggeschlagen worden, gewöhnliche Öls heiferabbrände zur Bodenverbesserung zu c i verwenden. Diesen bekannten Abbränden fehlen jedoch die als wichtig erkannten Verbindungen. A1203 und Fee 03 in einer besonders aktiven Form, in der sie Überhaupt erst in der Lage sind, wichtige pflanzenphysiologische Vorgänge katalytisch zu beeinflussen. Außer den obengenannten, auf Ölschieferbiasis beruhenden Stoffen haben sich auch hydrothermal behandelte Tone aller Art, Kaolin, Traß, Mergel usw. im Sinne der Erfindung bewährt.
  • Es ist für den vorliegenden Zweck erforderlich,- die zur Boidenverbesserung bestimmten Mineralien oder Mineraliengemenge zwischen 600 und 900°, vorzugsweise zwischen ; 00 und 800', hydrothermal, d. h. in Gegenwart von Wasserdampf, zu behandeln. Für° bestimmte Zwecke empfiehlt .es sich, die bei der hydrothermalen Behandlung zur Anwendung kommende Temperatur bis unterhalb des Schmelzpunktes bzw. der Schmelzpunkte zu steigern, z. B. bis zu etwa 1000-'. Je nach der gewählten Temperatur kann das vorhandene CaCO3 hierbei mehr oder minder in Ca0 oder Ca(OH)2 umgewandelt und damit eine weitere Verbesserung der Düngeeigenschaften der Mineralien erzielt werden, ohne daß die beim gewöhnlichen Brennen von Ölschiefer die Wirkung beeinträchtigenden Schmelz- oder Sintererscheinungen eintreten. Außerdem enthält das Mineral kennen Sulfidschwefel mehr, was sich ,günstig .auswirkt. Ebenso ist die Zuführung von Kieselsäure in pflanzenphysiologisch wirksamer Form für das Viehfutter vorteilhaft, da hierdurch Mangelerscheinum; en und Kranhheitsanfälligkeit günstig beeinflußt werden, die durch kieselsäurearmes Futter hervorgerufen werden können.
  • Durch die hydrothermale Behandlung werden, wie schon ;gesagt, die Mineralien nicht nur weitestgehend chemisch aufgeschlossen und aktiviert, sondern. es wird auch eine weitgehende Mikroporosität erzielt, die nicht nur für eine Lüftung der Ackerkrume günstig ist, sondern auch den Angrif=f der Atmosphärilien und der Pflanzenwvurzeln bedeutend erleichtert und außerdem das Ansiedeln und das Wachstum der B-odenba.kterien und damit eine Humusbildung begünstigt und teilweise überhaupt erst ermöglicht.
  • Während die bisher zur Bodenmelioration dienenden Stoffe und Mittel entweder aus dem reinen Gesichtspunkt der Düngeeigenschaften (Pflanzennahrung ) nach Art der mineralischen Düngemittel bzw. auf zeolithischer Grundlage oder aus dem reinen Gesichtspunkt der Bodenauflockerung mittels organischer Beimengungen ausgewählt wurden, wird erfindungsgemäß ein Mittel verwendet, welches auf anorganischer Grundlabe einerseits die rein physikalische Auflockerung, Belüftung und Wasserhaltung des Bodens ermöglicht, anderseits aber durch seine hohe Aktivität und seine den Pflanzen in geeigneten Zustandsformen und Mengenverhältnissen zur Verfügung stehenden chemischen Bestandteile auch .als Düngemittel bzw. Aufbaumittel wirkt.
  • Die Anwendung der hydrothermal behandelten Mineralien kann sowohl in gekörnter wie auch in pulverisierter Form erfolgen. Die erfindungsgemäße Verwendung der hydrothermal behandelten Mineralien wird noch durch folgende Ausführungsbeispiele näher erläutert i. All Stelle einer Kalkung mit Ätzkalk ($o bis 90% Ca0) wird alle 4. Jahre auf normalen Böden eine Menge von 9o dz ha im Herbst gegeben und möglichst sofort eingeeggt, damit das in den Rückständen eilthaltene, für den Boden besonders wertvolle Ca O keine Zeit hat, sich unter dem Einfluß der atmosphärischen Luft in das weniger wirksame CaC 03 zu verwandeln.
  • Auf schwerem Boden werden zu Kartoffeln im Herbst oder im März 20 bis 25 dz/ha gleichmäßig :ausgestreut und sofort oberflächlich untergebracht.
  • Der Kalk, soweit er als Ca0 vorliegt, wird in feuchtem Boden rasch löslich und dringt bis zur Krumentiefe ein, während die mineralischen Anteile durch das spätere Pflügen in die tieferen Boldenschichten eingebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von hydrothermal behandelten, d. h. auf Temperaturen zwischen 600 und- 900°, vorzugsweise zwischen 700 und 800, in Gegenwart von Wasserdampf erhitzten Mineralien oder Mineralgemischen, die Kieselsäure und -oder Tonerde und `oder Eisenoxyd und /oder Kalk oder Gemische und "oder Verbindungen dieser Stoffe eilthalten, insbesondere von hydrothermal behandeltem ölschiefer oder Ölschieferschwelrückstand, als Bodenverbesserungsmittel.
DEP80965D 1940-07-06 1940-07-06 Bodenverbesserung Expired DE730234C (de)

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DEP80965D DE730234C (de) 1940-07-06 1940-07-06 Bodenverbesserung

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DEP80965D DE730234C (de) 1940-07-06 1940-07-06 Bodenverbesserung

Publications (1)

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DE730234C true DE730234C (de) 1943-01-08

Family

ID=7393827

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP80965D Expired DE730234C (de) 1940-07-06 1940-07-06 Bodenverbesserung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE730234C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE917073C (de) * 1952-08-08 1954-08-23 Kurt Hentzschel Jun Verfahren zur Herstellung eines Bodenverbesserungsmittels fuer schwere, zaehe Kulturboeden
DE1001295B (de) * 1954-06-15 1957-01-24 Ernst Seifert Synthetische Zeolithe zur Bodenverbesserung und Verbesserung des Potentials von Handelsduengemitteln

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE917073C (de) * 1952-08-08 1954-08-23 Kurt Hentzschel Jun Verfahren zur Herstellung eines Bodenverbesserungsmittels fuer schwere, zaehe Kulturboeden
DE1001295B (de) * 1954-06-15 1957-01-24 Ernst Seifert Synthetische Zeolithe zur Bodenverbesserung und Verbesserung des Potentials von Handelsduengemitteln

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