DE3667C - Neuerungen an Maschinen zum Spinnen und Dupliren - Google Patents
Neuerungen an Maschinen zum Spinnen und DuplirenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
- D01H1/14—Details
- D01H1/36—Package-shaping arrangements, e.g. building motions, e.g. control for the traversing stroke of ring rails; Stopping ring rails in a predetermined position
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Description
1878.
SAMUEL BROOKS in GORTON bei MANCHESTER (England). Neuerungen an Maschinen zum Spinnen und Dupliren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25· Januar 1878 ab.
Diese Erfindung besteht erstens in der Vereinigung aller oder einer Anzahl Fadenführerschienen
und Führungsdrähte auf beiden Seiten derWaterspinn- und Duplirmaschine oder Drosselmaschine,
so dafs sie gleichzeitig gehoben und niedergelassen werden können.
Zweitens in der Anwendung eines sich selbsttätig verkleinernden Hebels am Bewegungsmechanismus
der Spulenbank bei Spinn- und Duplirmaschinen, bei welchen das Garn in kegelförmigen Lagen auf Spulen oder Kötzer
aufgewickelt wird, welche unten eine Flantsche oder Rand besitzen. Der Zweck dieses sich
verkleinernden Hebels oder Daumens ist, den Hub der Spulenbank allmälig zu vergröfsern,
wenn der Boden der Kötzer voll ist.
Drittens in einem Apparat zur Verhütung der Anhäufung loser Fasern auf der Spulenbank
und den Läufern der Spinnmaschine mit Ringoder Läuferspindeln (Niagaraspindeln).
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist eine
Ansicht der wesentlichen Theile eines gewöhnlichen Drosselspinn- und Duplirstuhles mit Ringünd
Läuferspindel. Fig. 2 ist eine obere Ansicht der Anordnung und Verbindung der Fadenfübrerschienen
und der Fadenführungen mit einander.
α α sind die Cylinderbäume, welche einen
Theil des Drosselstuhles bilden, b b sind die
Träger, welche an die untere Seite der Cylinderbäume befestigt und in welchen die beiden
Seitenwellen c c gelagert sind. An diesen sind schmale Tatzen befestigt, welche die Schiene
oder Stange d d tragen und an welchen mittelst eines Gelenkes die gewöhnlichen Fadenführerschienen
e e und Führungsdrähte befestigt sind. Beide Seitenwellen c c sind durch eine Querwelle
ci und konische Rädchen mit einander verbunden, wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen
ist. Mittelst einer auf dem Viereck der Querwelle aufgesteckten Handkurbel können beide
Wellen c c gleichzeitig gedreht und d und e in die Stellung gebracht werden, die in Fig. 1 in
punktirten Linien angedeutet ist. Dies hat den Zweck, das Abnehmen der Kötzer oder Bobinen
zu erlauben. Da die Fadenführerschienen e an den Schienen oder Stangen d d jede durch ein
besonderes Gelenk befestigt sind, so ist es klar, dafs jede Fadenführerschiene wie gewöhnlich,
wenn nöthig, gehoben werden kann. Statt der vierkantigen Schiene oder des Stabes d kann
auch ein Winkeleisen angewendet werden, welches an der Welle c befestigt ist. Ebenso
können die beiden Wellen c c durch andere, als die gezeichneten Mechanismen, gleichzeitig
gedreht werden.
Fig. ι ist eine Seitenansicht und Fig. 2 eine obere Ansicht eines Theiles des gewöhnlichen
Drosselstuhles mit Ring- oder Läuferspindeln, an welchen der verbesserte Contractionshebel
angewendet ist. Die Herzscheibe J1 ist auf der Welle J befestigt und wirkt gegen eine
Reibungsrolle in dem Hebel k.
Am Ende des letzteren ist ein Stift k' befestigt,
auf welchem das Sperrrad k* aufgesteckt ist.
Bei jedem durch die Umdrehung der Herzscheibe_/'
verursachten Niedergang des Hebels k kommt das Sperrrad k 2 mit einem Sperrhaken/
in Berührung und wird etwas gedreht.
In Fig. 4 ist das Sperrrädchen und der Sperrhaken von vorn gesehen gezeichnet. Der Sperrhaken
sitzt auf einem Bolzen, der auf einer am Gestell befestigten Platte fest ist. Die Platte
ist in einem länglichen Schlitz nach oben oder unten verschiebbar, der Zapfen ist ebenso nach
rechts oder links verschiebbar, um den Sperrhaken in den richtigen und gewünschten Eingriff
mit dem Rädchen zu bringen.
Beim Aufwärtsgang des Hebels k drückt das Sperrrädchen den Sperrhaken zurück, ohne eine
Drehung zu erleiden.
An der Nabe dieses Sperrrades befindet sich das Stirnrädchen k3, Fig. 1, und ist mit dem
Rädchen /' in Eingriff. /' ist fest auf einer
kurzen Welle /, die sich in zwei Bohrungen des Hebels k drehen kann. Ein Wurmrad /2 auf
der Welle / greift in ein Rad m \ dessen Wellzapfen
m sich ebenfalls in zwei Bohrungen des Hebels k dreht. Auf dem Ende des Wellenzapfens m, Fig. 3, sitzt eine Rolle ?w2, die mittelst
der Kette m3 mit der Rolle /' in Verbindung steht. Diese letztere sitzt auf der
Welle /. Die Enden der Kette sind an der Rolle fl bezw. m3 befestigt. An der Rolle
oder Scheibe /' ist ferner eine Platte /2 angegossen
oder geschraubt, Fig. 3 und 1; in dieser ist eine Nuth eingearbeitet, worin sich
ein Schiebstück/3 schieben kann, über welches die Kette gelegt ist.
Das Schiebstück/3 reicht mit seinem hinteren Theil durch den'·Schlitz der Platte/2 hindurch
und ist hier durchbohrt. In die Bohrung ist Gewinde geschnitten, in welches die Schraube/4
eingreift. Das obere Ende der Schraube trägt einen konischen Trieb /5. Die Platte /2 und
das durch die Schraube/4 verschiebbare Stück/3 bilden zusammen den sogenannten Contractiorishebel,
d. h. einen Hebel, welcher selbsttätig länger oder kürzer gemacht wird, je nachdem
das Schiebstück vom Mittelpunkt der Welle / entfernt oder ihr genähert wird. Die Kette m3
greift, weil sie an dem beweglichen Stück /3 anfafst, an einem selbstthätig in seiner Länge
veränderlichen Hebel an. Wie diese selbstthätige Verstellung erfolgt, d. h. in welcher
Weise die Schraube /4 gedreht wird, ist weiter unten erklärt.
Die Welle/ ist mit der Welle z, Fig. i, durch
eine Kette ζ' verbunden. Beide Wellen wirken
in der gewöhnlichen Weise auf die Spulenbänke z2 ein, indem sie dieselben durch über
eine Rolle gehende Ketten z3, Fig. i, und durch die verticalen Stangen zA heben. Die Spindeln
werden wie gewöhnlich durch die Trommeln A A getrieben.
In einer Linie mit der Welle /, der Hebelwelle der Spulenbank, dreht sich eine Welle g
in einer Büchse, die am Gestell der Maschine angeschraubt ist, Fig. 3 und 1. Auf der Welle ^
sitzt ein Sperrrädchen ^1 und das konische
Rädchen g2, welches in das Rädchen /5 eingreift
und dadurch die Schraube /4 dreht.
Auf der Welle m sitzt der in das Rädchen^1
eingreifende Sperrhaken h, Fig. 1, ein anderer Sperrhaken Ax dient zum Festhalten des Sperrrädchens
und ist an dem Stück befestigt, welches der Welle g zum Lager dient, Fig. 3. Bei
jeder Schwingung des Hebels k dreht der Sperrhaken h beim Abwärtsgehen das Rädchen^1
in der Richtung des Pfeiles um seine Axe, Fig. i.
Das auf dieser Axe ebenfalls festsitzende Rädchen g- veranlafst daher jedesmal eine gewisse
Umdrehung der Schraube /4, da der konische Trieb /5 in g2 eingreift, Fig. 3.
Durch diese Drehung der Schraube wird aber der Block /3 der Axe/ genähert. Bei Beginn
der Operation ist dieser Block am weitesten von der Axe / entfernt und nähert sich derselben
allmälig in dem Maafse, als der Boden des Kötzers gebildet wird. Die durch das Wurmrad I- herumgedrehte Kettenscheibe m2
wickelt die Kette auf (hält sie also gespannt), und da diese über dem Block/3 läuft, welcher
allmälig dem Mittelpunkte g sich nähert, so verkürzt sich der Hebelarm, an dem die Kette
angreift. Da aber der Hebelarm der Kette z3,
d. h. der Hebelmesser ihrer Rolle sich gleichbleibt, so vergröfsert sich der Hub der Spulenbank
in dem Maafse, als das Hebelverhältnifs sich ändert. Nämlich da, wo die Spule dick
ist, mufs der Faden länger aufgewickelt werden, als oben, wo die Spule dünn ist, deshalb ist es
nöthig, dafs der Spulenschub anfangs langsam und gegen das Ende schneller erfolge.
Durch diese Mittel wird der Spulenschub stufenweise vergröfsert, wie der Boden des
Kötzers sich füllt. Sobald der Boden voll ist, wird der Sperrhaken h selbstthätig aus dem
Eingriff in gl gezogen, so dafs der Rest des Kötzers in auf einander folgenden konischen
Lagen gebildet wird.
Dies geschieht folgendermaafsen:
Die unrunde Scheibe »z4, Fig. 3 und 1,
fest verbunden mit der Kettenrolle m2, hebt nämlich das eine Ende der doppelten Falle i
in die Höhe. Diese Falle ist in Fig. 5 von der Seite gesehen gezeichnet. Das andere Ende
mit der Schraube rl geht daher nieder, drückt gegen einen vorstehenden Arm des Sperrhakens h
und zieht letzteren aus den Zähnen des Sperrrades g2, wie in Fig. 3 und 1 zu sehen ist.
Wenn die Kötzer voll sind, bringt der Wärter das Schiebstück/3 mittelst des Handrädchens g3
wieder in seine äufserste Stellung zurück.
Fig. 6 und 7 stellen den verbesserten Apparat zur Verhinderung der Ansammlung loser Fasern
an den Läufern und der Spulenbank an Spinnmaschinen mit Ring- und Läuferspindeln dar.
Zwischen jedem Paar von Ringen ist eine doppelte Tatze y angebracht, deren Stellung
durch Schrauben genau regulirt werden kann. Jede Seite dieser Tatze ist bestimmt, die Ringe
der Läufer zu reinigen und steht denselben deshalb nahe genug, um die losen Fäden, die
dieselben mitführen, abzustreifen.
Die oben erwähnte Tatze dient jedesmal für zwei Läufer, doch könnten auch einfache Tatzen
für jeden Ring angewendet werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Die oben beschriebene und in Fig. 1 und 2 dargestellte Einrichtung, alle oder eine Anzahl der Fadenführerschienen von Drosselmaschinen zu vereinigen und dadurch das Abnehmen zu erleichtern.
- 2. Die Anwendung des oben beschriebenen, sich allmälig verkleinernden Hebels zur Vergröfserung des Spulenschubes, wenn der Boden der Kötzer gebildet wird, wie in den Fig. i, 3, 4 und 5 dargestellt ist.
- 3. Die Vorrichtung zur Verhütung der Ansammlung loser Fäden, Spinnstaub an Spinnmaschinen mit Ringspindeln, wie oben beschrieben und in Fig. 6 und 7 dargestellt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3667C true DE3667C (de) |
Family
ID=282615
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3667D Active DE3667C (de) | Neuerungen an Maschinen zum Spinnen und Dupliren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3667C (de) |
-
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- DE DENDAT3667D patent/DE3667C/de active Active
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