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DE3642329A1 - Verfahren zur acylierung von aromaten - Google Patents

Verfahren zur acylierung von aromaten

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DE3642329A1
DE3642329A1 DE19863642329 DE3642329A DE3642329A1 DE 3642329 A1 DE3642329 A1 DE 3642329A1 DE 19863642329 DE19863642329 DE 19863642329 DE 3642329 A DE3642329 A DE 3642329A DE 3642329 A1 DE3642329 A1 DE 3642329A1
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DE
Germany
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alkyl
aromatics
friedel
metal
metal alkyl
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DE19863642329
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English (en)
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Manfred Dr Eggersdorfer
Jochem Dr Henkelmann
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Priority to EP87108066A priority patent/EP0248423B1/de
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C51/347Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups
    • C07C51/373Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reactions not involving formation of carboxyl groups by introduction of functional groups containing oxygen only in doubly bound form
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    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/45Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by condensation
    • C07C45/46Friedel-Crafts reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C49/00Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
    • C07C49/76Ketones containing a keto group bound to a six-membered aromatic ring

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Acylierung von Aromaten nach Friedel-Crafts, insbesondere zur Herstellung von alkylsubstituierten aromatischen Ketonen durch Umsetzung von Carbonsäurehalogeniden oder Carbonsäureanhydriden mit Alkylaromaten in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators.
Die Friedel-Craft-Acylierung von Aromaten, d. h. die Einführung einer Acylgruppe in aromatische Verbindungen durch Einwirkung eines Acylierungsmittels auf Aromaten in Gegenwart bestimmter Metallhalogenide wie beispielsweise Aluminiumchlorid, ist allgemein bekannt, z. B. aus Houben-Weyl, Methoden der org. Chem. Bd. VII/2a, 1973, Seiten 15-39 und 311-325. Nachteilig an diesem Verfahren ist das Auftreten von Nebenreaktionen, insbesondere wenn alkylsubstituierte Aromaten acyliert werden. So kommt es zur Bildung harziger Nebenprodukte, sowie zur Abspaltung der Alkylgruppe und zu Isomerisierungen, vor allem wenn Aromaten mit sekundären oder tertiären Alkylresten umgesetzt werden. Wie aus verschiedenen Veröffentlichungen hervorgeht, sollen diese Nebenreaktionen durch ein Zusammenwirken von AlCl₃ und Chlorwasserstoff der, sofern er nicht im Katalysator gegenwärtig ist, während der Friedel-Crafts-Acylierung entsteht (s. C. A. Olah, Friedel-Crafts and Related Reactions, Bd. I, Seite 207 und Bd. III, Teil I, S. 550 ff, Intersience 1964) verursacht werden. Um die Nebenreaktionen zurückzudrängen, wird empfohlen, frisch sublimierte Katalysatoren zu verwenden und den entstehenden Halogenwasserstoff durch Anlegen von vermindertem Druck oder Durchleiten von Inertgasen aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen (s. C. A. Olah, Friedel-Crafts and Related Reactions, Bd. III, S. 549 und dort zitierte Literatur). Durch diese Maßnahmen kann, wie auch aus der DE-AS 27 20 294 hervorgeht, die Isomerisierung in gewissem Maße zurückgedrängt werden, jedoch ist das Ergebnis noch unbefriedigend; die weitere Auftrennung der anfallenden Produktgemische ist aufwendig und in vielen Fällen nicht wirtschaftlich möglich, so daß die entsprechenden Gemische für Folgeumsetzungen eingesetzt werden müssen. Weiterhin ist nachteilig, daß erhebliche Mengen der Reaktanten aus dem Reaktionsgemisch entfernt werden, wodurch schlechte Ausbeuten resultieren.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, die Friedel-Crafts-Acylierung von Aromaten so zu verbessern, daß Nebenreaktionen weitgehend vermieden werden und die Produkte in hohen Ausbeuten anfallen. Insbesondere sollte bei der Umsetzung von Alkylaromaten die Abspaltung und Isomerisierung der Alkylgruppen unterdrückt werden. Gemäß der älteren Anmeldung P 36 19 169.8 (O. Z. 0050/38479) vom 06. 06. 86 wurde diese Aufgabe gelöst, indem man die Acylierung in Gegenwart von Aluminiumalkylen oder Alkylaluminium­ halogeniden durchführte.
Es wurde nun ein Verfahren zur Acylierung von Aromaten nach Friedel-Crafts gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Acylierung in Gegenwart von Metallalkylen oder Metallalkylhalogeniden von Metallen oder Halbmetallen der zweiten bis fünften Hauptgruppe und/oder Metallen der zweiten oder vierten Nebengruppe des Periodensystems, ausgenommen von Aluminium, durchführt.
Besonders vorteilhaft können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Carbonsäurehalogenide oder -anhydride mit Alkylaromaten zu alkylsubstituierten Ketonen umgesetzt werden. Bei Verwendung von a) Acetylchlorid bzw. b) Phthalsäureanhydrid und tert.-Butylbenzol als Ausgangsstoffe und einem Gemisch aus Metallalkyl bzw. Metallalkylhalogenid und Aluminiumchlorid als Katalysator läßt sich die Umsetzung durch folgende Reaktionsgleichungen beschreiben:
R= Alkylrest X= Halogen M= Metall bzw. Halbmetall n= 1 bis 4 m= 0 bis 4
wobei m + n = Wertigkeit des Metalls
Erfindungsgemäß wird die Friedel-Crafts Acylierung in Gegenwart wirksamer Mengen an Metallalkylen bzw. Metallalkylhalogeniden von Metallen oder Halbmetallen der zweiten bis fünften, insbesondere der dritten Hauptgruppe des Periodensystems sowie Metallen der zweiten und/oder vierten Nebengruppe durchgeführt. Sie lassen sich durch die allgemeine Formel
R n MX m (I)
wiedergeben, worin R für gleiche oder verschiedene Alkylgruppen mit jeweils 1 bis 12, vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1 bis 4 Kohlenstoffatomen z. B. Methyl-, Ethyl-, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl- oder iso-Butylgruppen bedeutet, Metalle bzw. Halbmetalle der genannten Gruppen, z. B. Beryllium, Magnesium, Bor, Gallium, Indium, Thallium, Silicium, Zinn, Blei, Antimon, Zink, Cadmium, Quecksilber und Titan darstellt, X für Fluor, Chlor, Brom oder Jod steht, wobei aus Kostengründen häufig Chlor bevorzugt ist, n die Zahlen 1 bis 4 und m die Zahlen 0 bis 4 bedeuten, wobei die Summe n plus m die Wertigkeit des Metalls ergibt.
Die Herstellung der metallorganischen Verbindungen I kann in an sich bekannter Weise, z. B. wie in Brockhaus ABC Chemie, Bd. 2, S. 867-869, 1971 beschrieben, erfolgen.
Für das erfindungsgemäße Verfahren besonders vorteilhaft sind metallorganische Verbindungen von Magnesium wie Dialkylmagnesium oder Grignardverbindungen (RMgX), Bor wie Trialkylbor, Dialkylborhalogenid oder Alkylbordihalogenid, Zinn wie Tetraalkylzinn oder Trialkylzinnhalogenide, Titan wie Alkyltitantrihalogenid oder Dialkyltitandihalogenid sowie zink- und cadmiumorganische Verbindungen wie Dialkylzink oder Dialkylcadmium. Besonders bevorzugt können insbesondere zinkorganische Verbindungen verwendet werden.
Auch Gemische verschiedener Verbindungen sind möglich.
Beispielsweise seien folgende Verbindungen aufgeführt:
Methylmagnesiumchlorid, Ethylmagnesiumbromid, Diethylmagnesium, Trimethylbor, Triethylbor, Diethylborchlorid, Diethylborbromid, Ethylbordichlorid, Tetramethylzinn, Triethylzinnchlorid, Methyltitantrichlorid, Diethyltitandichlorid, Dimethylcadmium und insbesondere Dimethylzink, Diethylzink, Dipropylzink sowie Dibutylzink und Ethylzinkchlorid.
Als Friedel-Crafts-Katalysatoren können die an sich üblichen Verbindungen wie FeCl₃, BF₃, ZnCl₂ oder TiCl₄ verwendet werden. Besonders geeignet sind Aluminiumhalogenide, bevorzugt Aluminiumbromid und insbesondere Aluminiumchlorid.
Als Aromaten kommen die üblicherweise für Friedel-Crafts-Reaktionen verwendeten Verbindungen wie isocyclische und heterocyclische aromatische Kohlenwasserstoffe in Betracht. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich besonders vorteilhaft Alkylaromaten, z. B. alkylsubstituierte Benzole, Naphthaline, Anthracene, Furane, Benzofurane, Thiophene usw. umsetzen. Alkylreste sind z. B. solche mit 1 bis 20, insbesondere 1 bis 12, vorzugsweise 1 bis 8 Kohlenstoffatomen. Der Alkylrest sowie der aromatische Kern können noch weitere Substituenten wie Halogen, z. B. Chlor oder Brom oder C₁-C₄-Alkylreste tragen. Vorzugsweise werden Alkylbenzole mit 1 oder 2 verzweigten oder unverzweigten Alkylresten umgesetzt. Beispielsweise seien folgende Alkylbenzole genannt:
Toluol, Ethylbenzol, n-Propylbenzol, iso-Propylbenzol, n-Butylbenzol, sek.-Butylbenzol, tert.-Butylbenzol, n-Pentylbenzol, (2-Methylbutyl)-benzol, (3-Methylbutyl))benzol, (1-Methylbutyl)-benzol, (1,1-Dimethylpropyl)benzol, n-Hexylbenzol, (1-Ethyl-1-methylpropyl)benzol, (1,1-Dimethylbutyl)benzol, (1-Methylpentyl)-benzol, (1-Ethyl-1-methyl)benzol, (1-Ethylhexyl)benzol, (4-Octyl)-benzol, 1,2-Dimethylbenzol oder 1,4-Diethylbenzol.
Als Acylierungsmittel dienen die üblicherweise verwendeten Verbindungen, insbesondere Carbonsäurehalogenide und -anhydride.
Hinsichtlich der umzusetzenden Carbonsäurehalogenide bzw. Carbonsäureanhydride bestehen keine Beschränkungen, so lassen sich die Säurefluoride, -iodide und insbesondere -bromide und -chloride umsetzen. In der Regel wird man die Säurechloride aliphatischer, cycloaliphatischer, araliphatischer, aromatischer und heterocyclischer Carbonsäuren umsetzen. Beispielsweise seien Säurechloride der Formel R¹COCl aufgeführt, in der R¹ Wasserstoff oder einen aliphatischen Rest, z. B. einen Alkylrest mit 1 bis 20, insbesondere 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest, vorzugsweise Phenylrest, der, wenn er substituiert ist, insbesondere 1 bis 2 Substituenten wie C₁- bis C₄-Alkylreste, Aryloxy- wie Phenoxy-, Halogen- wie Fluor, Chlor oder Brom oder Nitrogruppen tragen kann. Darüber hinaus kann R¹ einen Aralkylrest wie Benzylrest oder einen heterocyclischen Rest, vorzugsweise einen Sauerstoff- oder Schwefel enthaltenden heterocyclischen Rest mit 5 oder 6 Ringgliedern, z. B. einen Furanyl-, Pyranyl- oder Thiophenrest bedeuten.
Beispielsweise seien folgende Säurechloride genannt:
Formylchlorid, Acetylchlorid, Propionylchlorid, n-Butyrylchlorid, n-Octadecansäurechlorid, 3,3-Dimethylacrylsäurechlorid, Benzoylchlorid, 3-Phenoxybenzoylchlorid, o-Chlorbenzoylchlorid, 3-Chlor-5-methylbenzoylchlorid, 2,6-Dichlorbenzoylchlorid, m-Brombenzoylchlorid, o-Brombenzoylchlorid, p-Methylbenzoylchlorid, p-tert.-Butyl-benzoylchlorid, p-Nitrobenzoylchlorid, Phenylessigsäurechlorid, 4-Chlorphenylessigsäurechlorid, Zimtsäurechlorid, 4-Chlorzimtsäurechlorid, Furan-2-carbonsäurechlorid, Thiophen-2-carbonsäurechlorid.
Als Säureanhydride können Anhydride von aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Mono- oder Dicarbonsäuren eingesetzt werden. Anhydride von Monocarbonsäuren sind beispielsweise solche von Alkylcarbonsäuren wie Acetanhydrid, Propionsäureanhydrid, n-Buttersäureanhydrid oder Benzoesäureanhydrid, Anhydride von Dicarbonsäuren sind beispielsweise solche der Formel
in der R² die Bedeutung von R¹ hat und darüberhinaus R¹ und R² miteinander ringförmig zu einem gegebenenfalls substituierten aromatischen System, z. B. einen Benzolring verbunden sein können. Beispielsweise seien Maleinsäureanhydrid, Bernsteinsäureanhydrid, Methylmaleinsäureanhydrid, Tetraethylbernsteinsäureanhydrid oder Phthalsäureanhydrid genannt.
Zweckmäßigerweise können stöchiometrische Mengen an aromatischer Verbindung und Acylierungsmittel verwendet werden. Es ist aber auch möglich, eine der beiden Komponenten gegenüber der anderen im Überschuß einzusetzen, so kann man beispielsweise 1 bis 1,5 mol Aromat je Mol Acylierungsmittel verwenden.
Die für Friedel-Crafts-Reaktionen üblicherweise verwendeten Katalysatormengen können auch im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden, wobei sich die Gesamtkatalysatormenge aus der Summe der Lewis-Säure wie Aluminiumhalogenid und der metallorganischen Verbindung I ergibt.
Der Zusatz der aluminiumorganischen Verbindung bewirkt, daß der im Reaktionsgemisch vorhandene bzw. entstehende Chlorwasserstoff gebunden wird. Die wirksame Menge richtet sich daher nach der Anzahl der im Molekül vorhandenen Alkylreste. Durch den Anteil an Metallalkyl oder Metallalkylhalogenid kann das Verhältnis der Isomerisierungsprodukte (z. B. im Falle tert.-amylsubstituierter Aromaten, das tert./sek.-Alkyl­ verhältnis) und weiterhin die Menge an Nebenprodukten beeinflußt werden. In der Regel können pro Äquivalent Carbonsäurehalogenid 0,1 bis etwa 1,5 mol Friedel-Crafts-Katalysatoren, z. B. Aluminiumhalogenid zugesetzt werden, wobei es vorteilhaft ist, bis 1 mol des Friedel-Crafts-Katalysators, z. B. Aluminiumhalogenid, entsprechend einem 10%igen Überschuß, bezogen auf Carbonsäurehalogenid, zu verwenden. Höhere Überschüsse können eingesetzt werden, bringen aber keinen Vorteil. Bei Carbonsäureanhydriden oder Carbonsäurehalogeniden, die Substituenten tragen, welche mit Friedel-Crafts-Katalysatoren, z. B. Aluminiumhalogeniden und metallorganischen Verbindungen stabile Komplexe bilden, werden pro Substituent ein Äquivalent an Katalysator zusätzlich benötigt.
Die Reaktion kann ohne oder vorteilhaft in Gegenwart eines Lösungsmittels ausgeführt werden, wobei als Lösungsmittel die konventionellen Lösungsmittel für Friedel-Crafts-Reaktionen in Betracht kommen, z. B. Chlorbenzol, Dichlorbenzol, 1,2-Dichlorethan, Schwefelkohlenstoff, Nitromethan oder Nitrobenzol. Die Lösungsmittelmenge ist nicht kritisch, im allgemeinen können 200 bis 1000 g Lösungsmittel je Mol Alkylbenzol verwendet werden.
Die Durchführung der Reaktion kann in an sich bekannter Weise erfolgen, wobei man die Ausgangsstoffe bei Temperaturen von -20 bis 100, vorzugsweise 0 bis 60, insbesondere 10 bis 40°C und bei erhöhtem oder vermindertem Druck, vorzugsweise bei Normaldruck umsetzen kann.
Zweckmäßigerweise legt man das Carbonsäurehalogenid bzw. -anhydrid zusammen mit dem Lösungsmittel vor und gibt das Aluminiumhalogenid sowie anschließend den Alkylaromaten im Gemisch mit dem Metallalkyl oder Metallalkylhalogenid hinzu.
Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches und Isolierung der Produkte erfolgt in üblicher Weise, z. B. indem man das Reaktionsgemisch auf Wasser und/oder Eis gießt und nach Abtrennung der wäßrigen Phase das Keton durch Destillation oder Kristallisation gewinnt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es überraschend möglich, die aromatischen Ketone, die wertvolle Zwischen- und Endprodukte beispielsweise für Farbstoffe, Hilfsstoffe, Pflanzenschutzmittel und Pharmaka sind, in gegenüber dem Stand der Technik höheren Ausbeuten herzustellen. Weiterhin können alkylsubstituierte, insbesondere tert.-alkylsubstituierte Aromaten acyliert werden, ohne daß eine starke Isomerisierung des Alkylrestes auftritt, was insbesondere im Fall der Synthese von (tert.-Amybenzoyl)benzoesäure von Interesse ist, da diese ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung von tert.-Amyanthrachinon darstellt, das für die Produktion von Wasserstoffperoxid (s. DE-OS 20 13 299) benötigt wird.
Beispiel 1
74 g (0,5 mol) Phthalsäureanhydrid wurden in 200 ml o-Dichlorbenzol vorgelegt und 128 g (1,05 mol) AlCl₃ in Portionen bei 15 bis 20°C zugegeben. Im Verlaufe von 5 Stunden wurde bei dieser Temperatur ein Gemisch von 8,3 g (0,07 mol) Diethylzink und 74 g (0,5 mol) tert.-Amylbenzol zur Reaktionslösung getropft. Anschließend wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt.
Nach beendeter Reaktion wurde der Reaktionsaustrag auf ein Gemisch von 1 l Wasser mit 300 g Eis und 30 ml H₂SO (konz.) gegossen, die organische Phase mit verdünnter Natronlauge extrahiert und die Amylbenzoyl-benzoesäuren aus der wäßrigen Phase mit Schwefelsäure ausgefällt und getrocknet. Man erhält 133 g (90%) eines Gemisches aus 4-tert.-Amyl- und 4-sek.-Iso-amyl- benzoyl-benzoesäure (Verhältnis tert./sek. = 79 : 21).
Beispiel 2
74 g (0,5 mol) Phthalsäureanhydrid wurden analog Beispiel 1 mit 128 g (1,05 mol) AlCl₃ und 25 g (0,2 mol) Diethylzink in 74 g tert.-Amylbenzol zur Reaktion gebracht. Nach der Aufarbeitung erhält man 118 g (80%) reine 4-tert.-Amylbenzoyl-benzoesäure.
Beispiel 3
74 g (0,5 mol) Phthalsäureanhydrid und 134 g (1,10 mol) AlCl₃ wurden, wie unter Beispiel 1 beschrieben, mit 20 g (0,2 mol) Triethylbor in 74 g tert.-Amylbenzoyl in 8 Stunden zur Reaktion gebracht. Man erhält nach der üblichen Aufarbeitung 127 g (86%) eines Gemisches aus 4-tert.-Amyl- und 4-sek.-Isoamylbenzoyl-benzoesäure (Verhältnis tert./sek. = 60 : 40).
Vergleichsbeispiel 1 4-(tert.-Amyl-benzoyl)-benzoesäure
74 g (0,5 mol) Phthalsäureanhydrid wurden in 150 ml Dichlorbenzol vorgelegt und 145 g (1,1 mol) AlCl₃ in Portionen zugegeben. Im Verlaufe von 5 Stunden wurden in diese Lösung bei 15 bis 20°C 74 g tert.-Amylbenzol getropft und anschließend wurde 1 Stunde bei 30°C nachgerührt. Nach der Aufarbeitung erhält man 120 g (81%) eines Gemisches aus 4-tert.- und 4-sek.-Isoamylbenzoyl-benzoesäure (Verhältnis tert./sek. = 43 : 57).

Claims (7)

1. Verfahren zur Acylierung von Aromaten nach Friedel-Crafts, dadurch gekennzeichnet, daß man die Acylierung in Gegenwart von Metallalkylen oder Metallalkylhalogeniden von Metallen oder Halbmetallen der zweiten bis fünften Hauptgruppe und/oder Metallen der zweiten oder vierten Nebengruppe des Periodensystems, ausgenommen von Aluminium, durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Carbonsäurehalogenide oder Carbonsäureanhydride mit Alkylaromaten zu alkylsubstituierten aromatischen Ketonen umsetzt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Metallalkyle oder Metallalkylhalogenide von Magnesium, Bor, Zinn, Zink oder Titan verwendet.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Metallalkylhalogenide Metallalkylchloride oder -bromide verwendet.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Friedel-Crafts-Katalysator Aluminiumchlorid oder -bromid verwendet.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Aromaten Alkylbenzole verwendet.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man pro Äquivalent Säurehalogenid 1 bis 1,5 mol bzw. pro Äquivalent Säureanhydrid 2 bis 3 mol des Friedel-Crafts-Katalysators und 0,1 bis 1,1 Metallalkyläquivalente als Metallalkyl oder Metallalkylhalogenid verwendet.
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