DE3640409A1 - Aeusserlich anwendbare komposition - Google Patents
Aeusserlich anwendbare kompositionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine äußerlich anwendbare Komposition
und insbesondere eine äußerlich anwendbare Komposition, welche
Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol enthält und
antibakterielle und antifungale Wirkung gegen pathogene
Bakterien und Pilze zeigt, welche der Grund für infektiöse
Hauterkrankungen sind.
Bisher wurde Ratanhia aufgrund seiner adstringierenden Wirkung
für hemostatische Arzneimittel sowie für Arzneimittel gegen
Durchfall verwendet. Ratanhia wird in den offiziellen
Compendien vieler Länder beschrieben, wie beispielsweise in
der Japanischen Pharmacopeia (3. Revision); im Deutschen
Arzneibuch, 8. Ausgabe; in der Pharmacop´e Francaise, 8.
Edition; und in der Pharmacopoea Helvetica, Editio Quinta.
Ratanhia wird seit langem für Arzneimittel verwendet. So gibt
es Patente wie beispielsweise das rumänische Patent 83 061
für die Mundmedizin und das holländische Patent 64 090 für
Suppositorien. Alle diese Schutzrechte basieren auf der
adstringierenden Wirkung von Tannin, welches in Rathania
enthalten ist.
Andererseits wurde in neuerer Zeit festgestellt, daß
infektiöse Hauterkrankungen gemischte infektiöse Erkrankungen
sind, welche durch aerobe und anaerobe Bakterien verursacht
werden.
So setzen sich beispielsweise die hauptsächlichen pathogenen
Bakterien bei Akne aus Corynebakterium acnes als anerobe
Bakterien und Staphylococcus epidermis als aerobe Bakterien
zusammen, und im Brennpunkt von Dekubitus wurden Bacteroides
fragiles und Fusobacterium nucleatum als anerobe Bakterien
und Staphylococcus aureus als aerobe Bakterien festgestellt.
Während es sich außerdem bei den hauptsächlichen pathogenen
Pilzen bei Dermatomykose wie beispielsweise Ringelflechte,
bei Favus und Tinea pedis um aerobe pathogene Pilze wie
beispielsweise Trichophyton mentagrophytes, Trichophyton
rubrum, Trichophyton canis, Microsporsum gypseum und dgl.
handelt, wurden als pathogen Bakterien bei infektiösen
Sekundärerkrankungen Staphylococcus aureus als aerobe Bakterien,
Candida albicans als aerobe Hefepilze und Bacteroides fragilis
als anerobe Bakterien festgestellt. Um daher eine
therapeutische Wirkung für jede spezielle infektiöse Erkrankung
zu erzielen, ist es auch erforderlich, Ingredienzen zu
kombinieren, welche eine antibakterielle Wirkung sowohl
gegenüber aeroben wie aneroben Bakterien besitzen. In dieser
Hinsicht wurden noch keine zufriedenstellenden äußerlich
anwendbaren Präparate gefunden. Außerdem wurde das
Vorhandensein einer Ingredienz erwartet, welche antibakterielle
und antifugale Wirkung gegen alle pathogenen Bakterien bei
sogenannten infektiösen Hauterkrankungen von Akne und Dekubitus
bis zu Dermatomykose besitzt und außerdem in der Anwendung
sehr sicher ist.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein
äußerlich anwendbares Präparat zu schaffen, welches sehr
sicher ist und außerdem ein weitreichendes antibakterielles
Spektrum gegenüber pathogenen Bakterien besitzt, welche
infektiöse Hauterkrankungen verursachen.
Bei der Suche nach einer natürlichen Quelle unter
verschiedenen Pflanzen und nach Aussiebung vieler Spezien
wurde festgestellt, daß ein äußerlich anwendbares Präparat,
welches mit Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol kombiniert
wird, bei denen es sich um eine der Ingredienzen in Ratanhia
handelt, ausgezeichnete antibakterielle Wirkungen, ein breites
antibakterielles Spektrum gegenüber pathogenen Bakterien bei
infektiösen Hauterkrankungen wie beispielsweise Akne,
Dekubitus, Dermatomycose und dgl. besitzt.
Gekennzeichnet ist eine erfindungsgemäße äußerlich anwendbare
Komposition, bei der es sich um äußerlich anwendbare
Flüssigkeiten, Lotionen, Salben, Suppositorien, feste
Gesichtswaschmittel, flüssige Gesichtswaschmittel, kremige
Gesichtswaschmittel Kataplasmen, Pflaster und dgl. handeln
kann, im wesentlichen dadurch, daß derartige Mittel mit
Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol kombiniert sind.
Bei der Pflanze, aus welcher der erfindungsgemäß zu
verwendende Ratanhiaextrakt oder das Ratanhiaphenol erhalten
wird, handelt es sich um Rathania, deren Ursprungspflanzen
die Krameria triandra Ruitz et Pavon und/oder die Krameria
argentea Martius (Leguminose-Caesalpinioideae) sind.
Vorzugsweise wird die Pflanze in pulverisierter Form ihrer
Wurzel verwendet.
Der Ratanhiaextrakt wird aus der Ratanhiapflanze mit einem
Lösungsmittel wie beispielsweise Wasser, Äthanol, Methanol,
Hexan, Äther, Azeton, Äthylazetat, Toluol, Benzol,
Propylenglykol, Glycerin und dgl. oder einer Mischung
derselben extrahiert. Je nach dem Zzustand der Extraktfraktion
wird beispiesweise eine Extraktion vom Lösungsmittel durch
Verdampfung getrennt und dann direkt als Extrakt mit
antibakteriellen Eigenschaften verwendet, oder eine
Extraktfraktion wird mehrmals mit den vorgenannten
Lösungsmitteln extrahiert, um den Gehalt einer derartigen
wirksamen Ingredienz zu erhöhen, und die auf diese Weise
sekundäre Extraktfraktion wird dann vom Lösungsmittel
beispielsweise durch Verdampfung getrennt, um einen Extrakt
zu ergeben, welcher antibakterielle Eigenschaften besitzt.
Ratanhiaphenol wird beispielsweise derart erhalten, daß ein
Ratanhiaextrakt der vorgenannten Art mit einer Mischung von
verdünnter Salzsäure und Äthyläther extrahiert wird, dann
die Ätherschicht verdampft wird, alsdann der Rest in
Chloroform gelöst wird, die Lösung aus Silicagel (74 bis 149 µ)
mit Chloroform und Hexan 7 : 3 als Eluat fraktioniert wird,
woraufhin die Ratanhiaphenolfraktion aufgefangen und dann
aus Petroläther rekristallisiert wird. Bei dem auf diese Weise
Ratanhiaphenol handelt es sich um farblose, nadelartige
Kristalle. Auf diese Weise erhaltenes Ratanhiaphenol besitzt
drei Strukturarten des nachstehenden Aufbaues.
Zur Herstellung von Ratanhiaextrakt oder Ratanhiaphenol kann
übrigens auch irgenein anderes Verfahren als das vorgenannte
Extraktionsverfahren angewendet werden, ohne daß dadurch die
Erfindung beeinflußt würde.
Erfindungsgemäß kann entweder ein Produkt oder können
derartige Produkte zusammen verwendet werden, welche als
Ratanhiaextrakt oder Ratanhiaphenol bei einem Verfahren der
vorbeschriebenen Art erhalten werden.
Die Menge von Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol, welche
mit äußerlich anwendbaren Kompositionen kombiniert werden
sollen, liegt zwischen 0,00005 bis 5 Gew.-%, und vorzugsweise
zwischen 0,005 bis 2 Gew.-%.
Als weitere Bestandteile der erfindungsgemäßen äußerlich
anwendbaren Komposition können alle Bestandteile verwendet
werden, welche für äußerlich anwendbare Präparate geeignet
sind. So wird beispielsweise bei Anwendung an einem erkrankten
Teil einer infektiösen Hauterkrankung unter Beachtung des
jeweiligen Falles die Mischung gelöst, dispergiert oder mit
einer geeigneten Grundlage gemischt und alsdann
erforderlichenfalls mit Emulgatoren, Stabilisatoren,
Sprühmitteln, Eindringungsmitteln, die Hornhaut aufweichenden
Mitteln, entzündungshemmenden Mitteln und anderen versetzt,
um ein Medikament zu erhalten.
Außerdem können die erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren
Kompositionen auch in Kombination mit antibakteriellen
Substanzen verwendet werden. Bei Untersuchung der Wirkungen
bei Verwendung in Kombination mit anderen antibakteriellen
Substanzen wurde festgestellt, daß bei einer Verwendung in
Kombination mit Cefalexin, Novobiocin, Tetracyclin, Nalidinsäure
und Tolnaftat die erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren
Kompositionen keinen Antagonismus, sondern zusätzlichen Effekt
zeigten. Dies bedeutet, daß eine Verwendung der
erfindungsgemäßen Kompositionen in Kombination mit anderen
antibakteriellen Substanzen die individuelle antibakterielle
Aktivität nicht beeinträchtigt und sich dazu eignet, das
antibakterielle Spektrum der Kompositionen weiter auszudehnen.
Zu 100.0 g an Ratanhia-Trockenpulver wurden 500 ml Äthanol
zugesetzt und die Mischung wurde unter Rückfluß bei 60 bis
70°C 3 h lang erhitzt und gefiltert. Dem Rückstand wurden
dann nochmals 250 ml Äthanol zugesetzt und der gleiche Rückfluß
wurde zweimal wiederholt, um aus der insgesamt dreimaligen
Extraktion den Äthanolextrakt zu erhalten. Der Äthanolextrakt
wurde bei 12 000 U/min 10 min unter Kühlung zentrifugiert, das
auf diese Weise erhaltene Filtrat wurde ausgetrocknet und
ergab 16,2 g. Die gleichen Extraktionen mit anderen
Lösungsmitteln wurden nach dem gleichen Verfahren wie
vorbeschrieben durchgeführt, um Extrakte zu erhalten.
Nachstehende Tabelle 1 zeigt die Ausbeute (w/w%) an
Ratanhiaextrakt bei jedem Extraktionsmittel.
Der aus dem flüssigen Äthanolextrakt erhaltene Ratanhiaextrakt
wurde nochmals mit einer Mischung von verdünnter Salzsäure
und Äthyläther extrahiert. Die Ätherschicht des Extraktes wurde
ausgetrocknet und der Rückstand in Chloroform gelöst und dann
auf Silikatgel (Teilchendurchmesser: 74-149 µ) mit einem Eluat
aus Chloroform und n-Hexan 7 : 3 fraktioniert. Die
Ratanhiaphenolfraktion wurde aufgefangen und anschließend
zu Ratanhiaphenolkristallen rekristallisiert.
Die inhibierenden Mindestkonzentrationen (MIC) der im Beispiel
1 erhaltenen Ratanhiaextrakte (A-E) und Ratanhiaphenole (F)
wurden für zehn Spezies von 10 Standardstämmen und drei
Spezies von 79 klinisch isolierten aneroben Stämmen bestimmt.
Die Resultate zeigen die Tabellen 2-1 bzw. 2-2 bzw. 3.
MIC wurde nach der Agar-Verdünnungsmethode in zweimaliger
Verdünnung bestimmt.
Die Einimpfung von Bakterien wurde mit einer Flüssigkeit
durchgeführt, welche Bakterien in 106-7 Zellen/ml enthielt,
wobei ein Mikroplanter (Sakuma Seisakusho) verwendet wurde.
Hinsichtlich der Zuchtbedingungen wurden anerobe Bakterien
in einem anaeroben Behälter gezüchtet, wobei ein Gasgemisch
(CO2:H2:N2 = 1:1:8) bei 37°C 60 Stunden lang unter Luftabschluß
zugeführt wurde. Aerobe Bakterien wurden bei 37°C 48 Stunden
lang gezüchtet, ausgenommen pathogene Pilze, welche 168
Stunden lang unter aeroben Bedingungen gezüchtet wurden.
Anaerobe Bakterien:
Bacteriodes fragilis RIMD 023001
Fusobacterium nucleatum ATCC 25586
Corynebacterium acnes ATCC 11828
Bacteriodes fragilis RIMD 023001
Fusobacterium nucleatum ATCC 25586
Corynebacterium acnes ATCC 11828
Aerobe Bakterien:
Staphylococcus aureus ATCC 6538P
Staphylococcus epidermidis ATCC 12228
Staphylococcus pyogenes ATCC 10389
Staphylococcus aureus ATCC 6538P
Staphylococcus epidermidis ATCC 12228
Staphylococcus pyogenes ATCC 10389
Dermatophyten: (pathogene Pilze)
Trichophyton mentagrophytes IFO 5466
Trichophyton rubrum IFO 5467
Microsporum gypseum IFO 8231
Trichophyton mentagrophytes IFO 5466
Trichophyton rubrum IFO 5467
Microsporum gypseum IFO 8231
Hefepilze:
Candida albicans ATCC 10261
Candida albicans ATCC 10261
Anaerobe Bakterien:
Bacteriodes fragilis48 isolierte Stämme Peptostreptococcus sp.22 isolierte Stämme clostridium perfringens9 isolierte Stämme
Bacteriodes fragilis48 isolierte Stämme Peptostreptococcus sp.22 isolierte Stämme clostridium perfringens9 isolierte Stämme
Medien:
GAM-Nährlössng für anaerobe Bakterien,
BHI-Medium für aerobe Bakterien,
Sabouraud-Medium für Dermatophyten und Hefepilze.
GAM-Nährlössng für anaerobe Bakterien,
BHI-Medium für aerobe Bakterien,
Sabouraud-Medium für Dermatophyten und Hefepilze.
Kontrolle:
Als antibakterielle Kontrollsubstanzen wurden verwendet Ticarcillin, Tetracyclin, Cefalexin und Apalcillin, welche bei anaeroben Bakterien wirksam sind, ferner Isopropylmethylphenol, welches bei aeroben Bakterien wirksam ist, ferner Tolnaftat, Undezinxäure und Griseofulvin, welche bei Dermatophytes wirksam sind.
Als antibakterielle Kontrollsubstanzen wurden verwendet Ticarcillin, Tetracyclin, Cefalexin und Apalcillin, welche bei anaeroben Bakterien wirksam sind, ferner Isopropylmethylphenol, welches bei aeroben Bakterien wirksam ist, ferner Tolnaftat, Undezinxäure und Griseofulvin, welche bei Dermatophytes wirksam sind.
Aus den Resultaten der Tabellen 2-1 und 2-2 zeigt sich, daß
eine Kombination von Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol
eine ausgezeichnete antibakterielle Aktivität gegenüber
allen anaeroben Bakterien, aeroben Bakterien und
Dermatophytes besitzt.
Ferner zeigen die Resulate der antibakteriellen Aktivität
(MIC) bei klinisch isolierten anaeroben Bakterien gemäß
Tabelle 3, daß Ratanhiaphenol einen kleinen Bereich an
effektiver Konzentration im Vergleich zu Tetracyclin und
Cefalexin sowie 100%-ige Wirksamkeit bei 79 isolierten
Stämmen der getesteten Bakterien bei 1,56 bis 12,5 µg/ml
besitzt.
Bei 48 isolierten Stämmen von Bacteriodes fragilis zeigte
Ratanhianphenol eine 100%-ige Wirksamkeit bei 1,56 bis
6,25 µg/ml. Andererseits zeigten Tetracyclin und Cefalexin
ihre antibakterielle Wirkung über einen weiten
Konzentrationsbereich, wie beispielsweise von 1,56 bis
400 µg/ml für Tetracyclin und bei 3,13 bis 400 µg/ml für
Cefalexin.
In gleicher Weise zeigte Ratanhiaphenol eine 100%-ige
Wirksamkeit bei 22 isolierten Stämmen von Peptostreptococcus
sp. und 9 isolierten Stämmen von clostridium perfringens bei
3,13 bis 12,5 µg/ml.
Die Tatsache, daß die antibakterielle Wirkung von
Ratanhiaphenol in einem kleinen Konzentrationsbereich
wirksam ist im Vergleich zu der antibakteriellen Wirkung
von Tetracyclin und Cefalexin, welche über einen großen
Konzentrationsbereich wirksam sind, zeigt, daß es weniger
arzneimittelresistente Bakterien für Ratanhiaphenol gibt, was
daher bedeutet, daß Ratanhiaphenol eine ausgezeichnete
antibakterielle Aktivität besitzt.
Die antifungale Aktivität von 1%-iger Lösung von
Ratanhiaextrakt (B) und Ratanhiaphenol (F) bei experimentieller
Trichophytose von Guineaschweinen wurde im Vergleich mit den
positiven Kontrollen von 1%-iger Clotrimazol-Lösung und
1%-iger Thimerosal-Lösung geprüft.
Für den Versuch verwendete Tiere: Männliche Hartley′s white
Guineaschweine; Körpergewicht 400-500 g; 20 Guineaschweine
für eine Dosisgruppe.
Gemäß der Kakenmethode von Sakai und al. (Japanisches Journal
der Medical Mycology, 1(3)252-257 (1960)) wurde ein
Guineaschwein an 4 bis 5 Stellen seines Rückens jeweils in
einer Größe von 2 cm Durchmesser mit Klebestreifen depiliert
und mit Sandpapier an den Stellen abgerieben. Auf die ganze
Fläche wurde mit einer kleinen Bürste eine Flüssigkeit
aufgetragen, welche einen Pilz (Trichophyton mentagrophytes
IFO 5810, 1,6 × 107 Sporen/ml) enthielt. Zwei Tage (48 Stunden)
nach der Pilzinfektion wurde das Arzneimittel 8 Tage lang
jeweils einmal pro Tag mit jeweils 0,1 ml aufgetragen.
Einen Tag (24 Stunden) nach der letzten Verabreichung des
Arzneimittels wurde das Tier getötet und 4 Scheiben von
jeweils 0,5 cm2 wurden von der Körperfläche abgetrennt und
auf ein Sabouraud Agarmedium übertragen, welches mit 400 µg/ml
von Cycloheximid und 50 µg/ml von Chloromycetin versetzt war.
Nach 2-wöchiger Züchtung bei 25°C wurde jede der Scheiben in
Bezug auf das Pilzwachstum untersucht.
Aus der Anzahl von fungal negativen Scheiben und der Anzahl
von fungal negativen Herden wurden der fungale Negativindex
und der Heilungsindex gemäß nachstehender Formel berechnet.
Aus den Resultaten der Tabelle 4 zeigt sich, daß die
Heilwirkung von 1%-iger Ratanhiaphenollösung die gleiche
ar wie die mit 1%-iger Clotrimazollösung.
Heilungsindex: Fisher′s direkte Wahrscheinlichkeitsberechnung
P 0,05.
Fungaler Negativitätsindex: K2 Untersuchung P 0,05.
Fungaler Negativitätsindex: K2 Untersuchung P 0,05.
Ratanhiaextrakt (B) und Ratanhiaphenol (F) wurden als
Suspension in 0,5%-iger Natriumcarboxymethyl Zellulose
hergestellt.
Eine einzige Dosis jeder Komposition wurden oral oder subkutan
an 5 Wochen alte männliche Mäuse eines ddy-Stammes verabreicht.
Die Tiere wurden am Tage der Verabreichung des öfteren und
dann täglich 16 Tage lang nach Verabreichung auf irgendwelche
Zeichen von Toxizität oder Sterblichkeit beobachtet.
Es wurden dann 50%-ige Lethaldosen (LD50), wie die Tabellen 5
und 6 zeigen, geschätzt.
Alle am Ende der 16-tägigen Beobachtung überlebenden Tiere
wurden getötet und auf mögliche Restschädigungen untersucht.
Das Resultat ergab keinerlei abnormale Anzeichen. Die
Toxizität von Ratanhiaextrakt (B) und Ratanhiaphenol (F)
waren gering.
Einige Beispiele von Medikamenten unter Verwendung der
erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren Komposition folgen
nachstehend.
Eine lipophile Salbe wurde in normaler Weise entsprechend
nachstehender Formel mit Ratanhiaextrakt hergestellt, wobei
dieser durch Extraktion mit Äthanol erhalten wwrde.
%
Polyoxyäthylengehärtetes Kastoröl 1,0
Polyoxyäthylen Lauryläther 2,0
Diäthylsebazat 5,0
Ratanhiaextrakt 1,0
Äthanol 0,5
Parfüm 0,1
weißes PetrolatAusgleich
100,0%
100,0%
Ein kremiges Gesichtwaschmittel wurde in normaler Weise
entsprechend nachstehender Formel mit Ratanhiaphenol
hergestellt.
%
Beagum 1,0
Natriumlaurylsulfat 28,0
Parfüm 0,1
Diäthylenglykolstearat 2,0
Ratanhiaphenol 0,005
Zetylalkohol 2.0
Lecithin 2,0
WasserAusgleich
100,0%
100,0%
Eine Lotion wurde in normaler Weise gemäß nachstehender Formel
hergestellt, wobei Ratanhiaphenol und ein durch Extraktion
mit n-Hexan hergestellter Ratanhiaextrakt verwendet wurden.
%
Karboxyvinylpolymer 0,5
Zetanol 3,0
Lauromakrogol 2,0
Betain Lauryldimethylaminoazetat 3,0
Ratanhiaextrakt 1,0
Ratanhiaphenol 1,0
Polyoxyäthylen sorbitan monolaurat 1,0
WasserAusgleich
100,0%
100,0%
Ein Suppositorium wurde in normaler Weise gemäß nachstehender
Formel hergestellt und enthielt einen Ratanhiaextrakt, welcher
mittels Methanol und n-Hexan (1:1) estrahiert worden war.
%
Monostearin 6,0
Zinkoxid 5,0
Äthylaminobenzoat 3,0
Ratanhiaextrakt 2,0
Medium chain FettsäureglyzeridAusgleich
100,0%
100,0%
Eine Flüssigkeit für äußerliche Anwendung wurde in normaler
Weise gemäß der nachstehenden Formel hergestellt und enthielt
Ratanhiaphenol.
%
Diphenhydramin Hydrochlorid 1,0
Dikalium glycyrrhizinat 0,5
Polyoxyäthylen sorbitan monooleat 3,0
Ratanhiaphenol 0,1
Parfüm 0,1
Lauromakrogol 0,5
WasserAusgleich
100,0%
100,0%
Ein Pflaster wurde in normaler Weise gemäß der nachstehenden
Formel hergestellt und enthielt Ratanhiaextrakt, der unter
Verwendung von 70 Vol.% Äthanol extrahiert worden war.
%
Polyoxyäthylen Oktyl phenyl äther 2,0
Äthanol 0,5
Terpentinester 4,0
Silikonöl 5,0
1-Methanol 3,0
Ratanhiaextrakt 1,5
Paraffin 5,0
Sucrose fettsäure ester 1,0
Polyurethan AkrylpolymerAusgleich
100,0%
100,0%
Claims (4)
1. Äußerlich anwendbare Komposition, dadurch
gekennzeichnet, daß sie als Hauptbestandteil
Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol enthält.
2. Äußerlich anwendbare Komposition nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß Ratanhiaphenol aus der Gruppe mit einer
der nachstehenden Strukturformeln ausgewählt wird.
3. Äußerlich anwendbare Komposition nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß es 0,00005 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
0,005 bis 2 Gew.-% an Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol
enthält.
4. Äußerlich anwendbare Komposition nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ratanhiaextrakt aus Ratanhia mittels
Wasser, Äthanol, Methanol, Hexan, Äther, Azeton, Äthylazetat,
Toluol, Benzol, Propylenglykol, Glyzerin und deren Mischungen
hergestellt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP60264993A JPS62126128A (ja) | 1985-11-27 | 1985-11-27 | 抗菌剤 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3640409A1 true DE3640409A1 (de) | 1987-06-04 |
| DE3640409C2 DE3640409C2 (de) | 1989-07-20 |
Family
ID=17411076
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863640409 Granted DE3640409A1 (de) | 1985-11-27 | 1986-11-26 | Aeusserlich anwendbare komposition |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4886667A (de) |
| JP (1) | JPS62126128A (de) |
| CH (1) | CH670047A5 (de) |
| DE (1) | DE3640409A1 (de) |
| FR (1) | FR2593396B1 (de) |
| GB (1) | GB2184353B (de) |
| SE (1) | SE8605044L (de) |
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1986
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Non-Patent Citations (1)
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