[go: up one dir, main page]

DE3640409A1 - Aeusserlich anwendbare komposition - Google Patents

Aeusserlich anwendbare komposition

Info

Publication number
DE3640409A1
DE3640409A1 DE19863640409 DE3640409A DE3640409A1 DE 3640409 A1 DE3640409 A1 DE 3640409A1 DE 19863640409 DE19863640409 DE 19863640409 DE 3640409 A DE3640409 A DE 3640409A DE 3640409 A1 DE3640409 A1 DE 3640409A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ratanhiaphenol
ratanhia
extract
bacteria
externally applicable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19863640409
Other languages
English (en)
Other versions
DE3640409C2 (de
Inventor
Kanshiro Kitagaki
Keiko Ebihara
Shigeo Morioka
Takao Nakamura
Taizo Okada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sato Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Sato Pharmaceutical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sato Pharmaceutical Co Ltd filed Critical Sato Pharmaceutical Co Ltd
Publication of DE3640409A1 publication Critical patent/DE3640409A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3640409C2 publication Critical patent/DE3640409C2/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/335Heterocyclic compounds having oxygen as the only ring hetero atom, e.g. fungichromin
    • A61K31/34Heterocyclic compounds having oxygen as the only ring hetero atom, e.g. fungichromin having five-membered rings with one oxygen as the only ring hetero atom, e.g. isosorbide
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P17/00Drugs for dermatological disorders
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P31/00Antiinfectives, i.e. antibiotics, antiseptics, chemotherapeutics
    • A61P31/04Antibacterial agents

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Natural Medicines & Medicinal Plants (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Alternative & Traditional Medicine (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Communicable Diseases (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Oncology (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Furan Compounds (AREA)
  • Pyrane Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine äußerlich anwendbare Komposition und insbesondere eine äußerlich anwendbare Komposition, welche Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol enthält und antibakterielle und antifungale Wirkung gegen pathogene Bakterien und Pilze zeigt, welche der Grund für infektiöse Hauterkrankungen sind.
Bisher wurde Ratanhia aufgrund seiner adstringierenden Wirkung für hemostatische Arzneimittel sowie für Arzneimittel gegen Durchfall verwendet. Ratanhia wird in den offiziellen Compendien vieler Länder beschrieben, wie beispielsweise in der Japanischen Pharmacopeia (3. Revision); im Deutschen Arzneibuch, 8. Ausgabe; in der Pharmacop´e Francaise, 8. Edition; und in der Pharmacopoea Helvetica, Editio Quinta. Ratanhia wird seit langem für Arzneimittel verwendet. So gibt es Patente wie beispielsweise das rumänische Patent 83 061 für die Mundmedizin und das holländische Patent 64 090 für Suppositorien. Alle diese Schutzrechte basieren auf der adstringierenden Wirkung von Tannin, welches in Rathania enthalten ist.
Andererseits wurde in neuerer Zeit festgestellt, daß infektiöse Hauterkrankungen gemischte infektiöse Erkrankungen sind, welche durch aerobe und anaerobe Bakterien verursacht werden.
So setzen sich beispielsweise die hauptsächlichen pathogenen Bakterien bei Akne aus Corynebakterium acnes als anerobe Bakterien und Staphylococcus epidermis als aerobe Bakterien zusammen, und im Brennpunkt von Dekubitus wurden Bacteroides fragiles und Fusobacterium nucleatum als anerobe Bakterien und Staphylococcus aureus als aerobe Bakterien festgestellt.
Während es sich außerdem bei den hauptsächlichen pathogenen Pilzen bei Dermatomykose wie beispielsweise Ringelflechte, bei Favus und Tinea pedis um aerobe pathogene Pilze wie beispielsweise Trichophyton mentagrophytes, Trichophyton rubrum, Trichophyton canis, Microsporsum gypseum und dgl. handelt, wurden als pathogen Bakterien bei infektiösen Sekundärerkrankungen Staphylococcus aureus als aerobe Bakterien, Candida albicans als aerobe Hefepilze und Bacteroides fragilis als anerobe Bakterien festgestellt. Um daher eine therapeutische Wirkung für jede spezielle infektiöse Erkrankung zu erzielen, ist es auch erforderlich, Ingredienzen zu kombinieren, welche eine antibakterielle Wirkung sowohl gegenüber aeroben wie aneroben Bakterien besitzen. In dieser Hinsicht wurden noch keine zufriedenstellenden äußerlich anwendbaren Präparate gefunden. Außerdem wurde das Vorhandensein einer Ingredienz erwartet, welche antibakterielle und antifugale Wirkung gegen alle pathogenen Bakterien bei sogenannten infektiösen Hauterkrankungen von Akne und Dekubitus bis zu Dermatomykose besitzt und außerdem in der Anwendung sehr sicher ist.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein äußerlich anwendbares Präparat zu schaffen, welches sehr sicher ist und außerdem ein weitreichendes antibakterielles Spektrum gegenüber pathogenen Bakterien besitzt, welche infektiöse Hauterkrankungen verursachen.
Bei der Suche nach einer natürlichen Quelle unter verschiedenen Pflanzen und nach Aussiebung vieler Spezien wurde festgestellt, daß ein äußerlich anwendbares Präparat, welches mit Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol kombiniert wird, bei denen es sich um eine der Ingredienzen in Ratanhia handelt, ausgezeichnete antibakterielle Wirkungen, ein breites antibakterielles Spektrum gegenüber pathogenen Bakterien bei infektiösen Hauterkrankungen wie beispielsweise Akne, Dekubitus, Dermatomycose und dgl. besitzt.
Gekennzeichnet ist eine erfindungsgemäße äußerlich anwendbare Komposition, bei der es sich um äußerlich anwendbare Flüssigkeiten, Lotionen, Salben, Suppositorien, feste Gesichtswaschmittel, flüssige Gesichtswaschmittel, kremige Gesichtswaschmittel Kataplasmen, Pflaster und dgl. handeln kann, im wesentlichen dadurch, daß derartige Mittel mit Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol kombiniert sind.
Bei der Pflanze, aus welcher der erfindungsgemäß zu verwendende Ratanhiaextrakt oder das Ratanhiaphenol erhalten wird, handelt es sich um Rathania, deren Ursprungspflanzen die Krameria triandra Ruitz et Pavon und/oder die Krameria argentea Martius (Leguminose-Caesalpinioideae) sind. Vorzugsweise wird die Pflanze in pulverisierter Form ihrer Wurzel verwendet.
Der Ratanhiaextrakt wird aus der Ratanhiapflanze mit einem Lösungsmittel wie beispielsweise Wasser, Äthanol, Methanol, Hexan, Äther, Azeton, Äthylazetat, Toluol, Benzol, Propylenglykol, Glycerin und dgl. oder einer Mischung derselben extrahiert. Je nach dem Zzustand der Extraktfraktion wird beispiesweise eine Extraktion vom Lösungsmittel durch Verdampfung getrennt und dann direkt als Extrakt mit antibakteriellen Eigenschaften verwendet, oder eine Extraktfraktion wird mehrmals mit den vorgenannten Lösungsmitteln extrahiert, um den Gehalt einer derartigen wirksamen Ingredienz zu erhöhen, und die auf diese Weise sekundäre Extraktfraktion wird dann vom Lösungsmittel beispielsweise durch Verdampfung getrennt, um einen Extrakt zu ergeben, welcher antibakterielle Eigenschaften besitzt.
Ratanhiaphenol wird beispielsweise derart erhalten, daß ein Ratanhiaextrakt der vorgenannten Art mit einer Mischung von verdünnter Salzsäure und Äthyläther extrahiert wird, dann die Ätherschicht verdampft wird, alsdann der Rest in Chloroform gelöst wird, die Lösung aus Silicagel (74 bis 149 µ) mit Chloroform und Hexan 7 : 3 als Eluat fraktioniert wird, woraufhin die Ratanhiaphenolfraktion aufgefangen und dann aus Petroläther rekristallisiert wird. Bei dem auf diese Weise Ratanhiaphenol handelt es sich um farblose, nadelartige Kristalle. Auf diese Weise erhaltenes Ratanhiaphenol besitzt drei Strukturarten des nachstehenden Aufbaues.
Zur Herstellung von Ratanhiaextrakt oder Ratanhiaphenol kann übrigens auch irgenein anderes Verfahren als das vorgenannte Extraktionsverfahren angewendet werden, ohne daß dadurch die Erfindung beeinflußt würde.
Erfindungsgemäß kann entweder ein Produkt oder können derartige Produkte zusammen verwendet werden, welche als Ratanhiaextrakt oder Ratanhiaphenol bei einem Verfahren der vorbeschriebenen Art erhalten werden.
Die Menge von Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol, welche mit äußerlich anwendbaren Kompositionen kombiniert werden sollen, liegt zwischen 0,00005 bis 5 Gew.-%, und vorzugsweise zwischen 0,005 bis 2 Gew.-%.
Als weitere Bestandteile der erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren Komposition können alle Bestandteile verwendet werden, welche für äußerlich anwendbare Präparate geeignet sind. So wird beispielsweise bei Anwendung an einem erkrankten Teil einer infektiösen Hauterkrankung unter Beachtung des jeweiligen Falles die Mischung gelöst, dispergiert oder mit einer geeigneten Grundlage gemischt und alsdann erforderlichenfalls mit Emulgatoren, Stabilisatoren, Sprühmitteln, Eindringungsmitteln, die Hornhaut aufweichenden Mitteln, entzündungshemmenden Mitteln und anderen versetzt, um ein Medikament zu erhalten.
Außerdem können die erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren Kompositionen auch in Kombination mit antibakteriellen Substanzen verwendet werden. Bei Untersuchung der Wirkungen bei Verwendung in Kombination mit anderen antibakteriellen Substanzen wurde festgestellt, daß bei einer Verwendung in Kombination mit Cefalexin, Novobiocin, Tetracyclin, Nalidinsäure und Tolnaftat die erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren Kompositionen keinen Antagonismus, sondern zusätzlichen Effekt zeigten. Dies bedeutet, daß eine Verwendung der erfindungsgemäßen Kompositionen in Kombination mit anderen antibakteriellen Substanzen die individuelle antibakterielle Aktivität nicht beeinträchtigt und sich dazu eignet, das antibakterielle Spektrum der Kompositionen weiter auszudehnen.
1. Herstellung von Ratanhiaextrakt und Ratanhiaphenol. Ratanhiaextrakt.
Zu 100.0 g an Ratanhia-Trockenpulver wurden 500 ml Äthanol zugesetzt und die Mischung wurde unter Rückfluß bei 60 bis 70°C 3 h lang erhitzt und gefiltert. Dem Rückstand wurden dann nochmals 250 ml Äthanol zugesetzt und der gleiche Rückfluß wurde zweimal wiederholt, um aus der insgesamt dreimaligen Extraktion den Äthanolextrakt zu erhalten. Der Äthanolextrakt wurde bei 12 000 U/min 10 min unter Kühlung zentrifugiert, das auf diese Weise erhaltene Filtrat wurde ausgetrocknet und ergab 16,2 g. Die gleichen Extraktionen mit anderen Lösungsmitteln wurden nach dem gleichen Verfahren wie vorbeschrieben durchgeführt, um Extrakte zu erhalten.
Nachstehende Tabelle 1 zeigt die Ausbeute (w/w%) an Ratanhiaextrakt bei jedem Extraktionsmittel.
Tabelle 1. Ausbeute an Ratanhiaextrakt
Ratanhiaphenol.
Der aus dem flüssigen Äthanolextrakt erhaltene Ratanhiaextrakt wurde nochmals mit einer Mischung von verdünnter Salzsäure und Äthyläther extrahiert. Die Ätherschicht des Extraktes wurde ausgetrocknet und der Rückstand in Chloroform gelöst und dann auf Silikatgel (Teilchendurchmesser: 74-149 µ) mit einem Eluat aus Chloroform und n-Hexan 7 : 3 fraktioniert. Die Ratanhiaphenolfraktion wurde aufgefangen und anschließend zu Ratanhiaphenolkristallen rekristallisiert.
2. Antibakterielle Aktivität. 1) Antibakterielle Aktivität in vitro.
Die inhibierenden Mindestkonzentrationen (MIC) der im Beispiel 1 erhaltenen Ratanhiaextrakte (A-E) und Ratanhiaphenole (F) wurden für zehn Spezies von 10 Standardstämmen und drei Spezies von 79 klinisch isolierten aneroben Stämmen bestimmt. Die Resultate zeigen die Tabellen 2-1 bzw. 2-2 bzw. 3.
Verfahren
MIC wurde nach der Agar-Verdünnungsmethode in zweimaliger Verdünnung bestimmt.
Die Einimpfung von Bakterien wurde mit einer Flüssigkeit durchgeführt, welche Bakterien in 106-7 Zellen/ml enthielt, wobei ein Mikroplanter (Sakuma Seisakusho) verwendet wurde.
Hinsichtlich der Zuchtbedingungen wurden anerobe Bakterien in einem anaeroben Behälter gezüchtet, wobei ein Gasgemisch (CO2:H2:N2 = 1:1:8) bei 37°C 60 Stunden lang unter Luftabschluß zugeführt wurde. Aerobe Bakterien wurden bei 37°C 48 Stunden lang gezüchtet, ausgenommen pathogene Pilze, welche 168 Stunden lang unter aeroben Bedingungen gezüchtet wurden.
Stämme 1) Standardstämme (ATCC, RIMD, IFO)
Anaerobe Bakterien:
Bacteriodes fragilis RIMD 023001
Fusobacterium nucleatum ATCC 25586
Corynebacterium acnes ATCC 11828
Aerobe Bakterien:
Staphylococcus aureus ATCC 6538P
Staphylococcus epidermidis ATCC 12228
Staphylococcus pyogenes ATCC 10389
Dermatophyten: (pathogene Pilze)
Trichophyton mentagrophytes IFO 5466
Trichophyton rubrum IFO 5467
Microsporum gypseum IFO 8231
Hefepilze:
Candida albicans ATCC 10261
2) Klinisch isolierte Stämme.
Anaerobe Bakterien:
Bacteriodes fragilis48 isolierte Stämme Peptostreptococcus sp.22 isolierte Stämme clostridium perfringens9 isolierte Stämme
Medien:
GAM-Nährlössng für anaerobe Bakterien,
BHI-Medium für aerobe Bakterien,
Sabouraud-Medium für Dermatophyten und Hefepilze.
Kontrolle:
Als antibakterielle Kontrollsubstanzen wurden verwendet Ticarcillin, Tetracyclin, Cefalexin und Apalcillin, welche bei anaeroben Bakterien wirksam sind, ferner Isopropylmethylphenol, welches bei aeroben Bakterien wirksam ist, ferner Tolnaftat, Undezinxäure und Griseofulvin, welche bei Dermatophytes wirksam sind.
Aus den Resultaten der Tabellen 2-1 und 2-2 zeigt sich, daß eine Kombination von Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol eine ausgezeichnete antibakterielle Aktivität gegenüber allen anaeroben Bakterien, aeroben Bakterien und Dermatophytes besitzt.
Ferner zeigen die Resulate der antibakteriellen Aktivität (MIC) bei klinisch isolierten anaeroben Bakterien gemäß Tabelle 3, daß Ratanhiaphenol einen kleinen Bereich an effektiver Konzentration im Vergleich zu Tetracyclin und Cefalexin sowie 100%-ige Wirksamkeit bei 79 isolierten Stämmen der getesteten Bakterien bei 1,56 bis 12,5 µg/ml besitzt.
Bei 48 isolierten Stämmen von Bacteriodes fragilis zeigte Ratanhianphenol eine 100%-ige Wirksamkeit bei 1,56 bis 6,25 µg/ml. Andererseits zeigten Tetracyclin und Cefalexin ihre antibakterielle Wirkung über einen weiten Konzentrationsbereich, wie beispielsweise von 1,56 bis 400 µg/ml für Tetracyclin und bei 3,13 bis 400 µg/ml für Cefalexin.
In gleicher Weise zeigte Ratanhiaphenol eine 100%-ige Wirksamkeit bei 22 isolierten Stämmen von Peptostreptococcus sp. und 9 isolierten Stämmen von clostridium perfringens bei 3,13 bis 12,5 µg/ml.
Die Tatsache, daß die antibakterielle Wirkung von Ratanhiaphenol in einem kleinen Konzentrationsbereich wirksam ist im Vergleich zu der antibakteriellen Wirkung von Tetracyclin und Cefalexin, welche über einen großen Konzentrationsbereich wirksam sind, zeigt, daß es weniger arzneimittelresistente Bakterien für Ratanhiaphenol gibt, was daher bedeutet, daß Ratanhiaphenol eine ausgezeichnete antibakterielle Aktivität besitzt.
2) Antifungale Aktivität in vivo bei Trichophytose von Guineaschweinen.
Die antifungale Aktivität von 1%-iger Lösung von Ratanhiaextrakt (B) und Ratanhiaphenol (F) bei experimentieller Trichophytose von Guineaschweinen wurde im Vergleich mit den positiven Kontrollen von 1%-iger Clotrimazol-Lösung und 1%-iger Thimerosal-Lösung geprüft.
Für den Versuch verwendete Tiere: Männliche Hartley′s white Guineaschweine; Körpergewicht 400-500 g; 20 Guineaschweine für eine Dosisgruppe.
Versuchsmethoden:
Gemäß der Kakenmethode von Sakai und al. (Japanisches Journal der Medical Mycology, 1(3)252-257 (1960)) wurde ein Guineaschwein an 4 bis 5 Stellen seines Rückens jeweils in einer Größe von 2 cm Durchmesser mit Klebestreifen depiliert und mit Sandpapier an den Stellen abgerieben. Auf die ganze Fläche wurde mit einer kleinen Bürste eine Flüssigkeit aufgetragen, welche einen Pilz (Trichophyton mentagrophytes IFO 5810, 1,6 × 107 Sporen/ml) enthielt. Zwei Tage (48 Stunden) nach der Pilzinfektion wurde das Arzneimittel 8 Tage lang jeweils einmal pro Tag mit jeweils 0,1 ml aufgetragen.
Einen Tag (24 Stunden) nach der letzten Verabreichung des Arzneimittels wurde das Tier getötet und 4 Scheiben von jeweils 0,5 cm2 wurden von der Körperfläche abgetrennt und auf ein Sabouraud Agarmedium übertragen, welches mit 400 µg/ml von Cycloheximid und 50 µg/ml von Chloromycetin versetzt war. Nach 2-wöchiger Züchtung bei 25°C wurde jede der Scheiben in Bezug auf das Pilzwachstum untersucht.
Aus der Anzahl von fungal negativen Scheiben und der Anzahl von fungal negativen Herden wurden der fungale Negativindex und der Heilungsindex gemäß nachstehender Formel berechnet.
Tabelle 4
Aus den Resultaten der Tabelle 4 zeigt sich, daß die Heilwirkung von 1%-iger Ratanhiaphenollösung die gleiche ar wie die mit 1%-iger Clotrimazollösung.
Untersuchung:
Heilungsindex: Fisher′s direkte Wahrscheinlichkeitsberechnung P 0,05.
Fungaler Negativitätsindex: K2 Untersuchung P 0,05.
3. Akute Toxizität.
Ratanhiaextrakt (B) und Ratanhiaphenol (F) wurden als Suspension in 0,5%-iger Natriumcarboxymethyl Zellulose hergestellt.
Eine einzige Dosis jeder Komposition wurden oral oder subkutan an 5 Wochen alte männliche Mäuse eines ddy-Stammes verabreicht.
Die Tiere wurden am Tage der Verabreichung des öfteren und dann täglich 16 Tage lang nach Verabreichung auf irgendwelche Zeichen von Toxizität oder Sterblichkeit beobachtet.
Es wurden dann 50%-ige Lethaldosen (LD50), wie die Tabellen 5 und 6 zeigen, geschätzt.
Alle am Ende der 16-tägigen Beobachtung überlebenden Tiere wurden getötet und auf mögliche Restschädigungen untersucht.
Das Resultat ergab keinerlei abnormale Anzeichen. Die Toxizität von Ratanhiaextrakt (B) und Ratanhiaphenol (F) waren gering.
Tabelle 5
Beispiel 2 Pharmazeutisches Präparat.
Einige Beispiele von Medikamenten unter Verwendung der erfindungsgemäßen äußerlich anwendbaren Komposition folgen nachstehend.
1) Salben:
Eine lipophile Salbe wurde in normaler Weise entsprechend nachstehender Formel mit Ratanhiaextrakt hergestellt, wobei dieser durch Extraktion mit Äthanol erhalten wwrde.
   % Polyoxyäthylengehärtetes Kastoröl  1,0 Polyoxyäthylen Lauryläther  2,0 Diäthylsebazat  5,0 Ratanhiaextrakt  1,0 Äthanol  0,5 Parfüm  0,1 weißes PetrolatAusgleich
100,0%
2) Kremige Gesichtswaschmittel:
Ein kremiges Gesichtwaschmittel wurde in normaler Weise entsprechend nachstehender Formel mit Ratanhiaphenol hergestellt.
   % Beagum  1,0 Natriumlaurylsulfat 28,0 Parfüm  0,1 Diäthylenglykolstearat  2,0 Ratanhiaphenol  0,005 Zetylalkohol  2.0 Lecithin  2,0 WasserAusgleich
100,0%
3) Lotionen:
Eine Lotion wurde in normaler Weise gemäß nachstehender Formel hergestellt, wobei Ratanhiaphenol und ein durch Extraktion mit n-Hexan hergestellter Ratanhiaextrakt verwendet wurden.
   % Karboxyvinylpolymer  0,5 Zetanol  3,0 Lauromakrogol  2,0 Betain Lauryldimethylaminoazetat  3,0 Ratanhiaextrakt  1,0 Ratanhiaphenol  1,0 Polyoxyäthylen sorbitan monolaurat  1,0 WasserAusgleich
100,0%
4) Suppositorien:
Ein Suppositorium wurde in normaler Weise gemäß nachstehender Formel hergestellt und enthielt einen Ratanhiaextrakt, welcher mittels Methanol und n-Hexan (1:1) estrahiert worden war.    % Monostearin  6,0 Zinkoxid  5,0 Äthylaminobenzoat  3,0 Ratanhiaextrakt  2,0 Medium chain FettsäureglyzeridAusgleich
100,0%
5) Flüssigkeiten:
Eine Flüssigkeit für äußerliche Anwendung wurde in normaler Weise gemäß der nachstehenden Formel hergestellt und enthielt Ratanhiaphenol.    % Diphenhydramin Hydrochlorid  1,0 Dikalium glycyrrhizinat  0,5 Polyoxyäthylen sorbitan monooleat  3,0 Ratanhiaphenol  0,1 Parfüm  0,1 Lauromakrogol  0,5 WasserAusgleich
100,0%
6) Pflaster:
Ein Pflaster wurde in normaler Weise gemäß der nachstehenden Formel hergestellt und enthielt Ratanhiaextrakt, der unter Verwendung von 70 Vol.% Äthanol extrahiert worden war.    % Polyoxyäthylen Oktyl phenyl äther  2,0 Äthanol  0,5 Terpentinester  4,0 Silikonöl  5,0 1-Methanol  3,0 Ratanhiaextrakt  1,5 Paraffin  5,0 Sucrose fettsäure ester  1,0 Polyurethan AkrylpolymerAusgleich
100,0%

Claims (4)

1. Äußerlich anwendbare Komposition, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Hauptbestandteil Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol enthält.
2. Äußerlich anwendbare Komposition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ratanhiaphenol aus der Gruppe mit einer der nachstehenden Strukturformeln ausgewählt wird.
3. Äußerlich anwendbare Komposition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es 0,00005 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,005 bis 2 Gew.-% an Ratanhiaextrakt und/oder Ratanhiaphenol enthält.
4. Äußerlich anwendbare Komposition nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ratanhiaextrakt aus Ratanhia mittels Wasser, Äthanol, Methanol, Hexan, Äther, Azeton, Äthylazetat, Toluol, Benzol, Propylenglykol, Glyzerin und deren Mischungen hergestellt ist.
DE19863640409 1985-11-27 1986-11-26 Aeusserlich anwendbare komposition Granted DE3640409A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP60264993A JPS62126128A (ja) 1985-11-27 1985-11-27 抗菌剤

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3640409A1 true DE3640409A1 (de) 1987-06-04
DE3640409C2 DE3640409C2 (de) 1989-07-20

Family

ID=17411076

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19863640409 Granted DE3640409A1 (de) 1985-11-27 1986-11-26 Aeusserlich anwendbare komposition

Country Status (7)

Country Link
US (1) US4886667A (de)
JP (1) JPS62126128A (de)
CH (1) CH670047A5 (de)
DE (1) DE3640409A1 (de)
FR (1) FR2593396B1 (de)
GB (1) GB2184353B (de)
SE (1) SE8605044L (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6541042B1 (en) * 1999-10-27 2003-04-01 Bogar Ag Therapeutically effective combination

Families Citing this family (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPH0248524A (ja) * 1988-08-10 1990-02-19 Sato Seiyaku Kk 細菌および真菌感染症治療剤
EP0464297B1 (de) * 1990-07-05 1995-05-17 INDENA S.p.A. Neolignanderivatkomplexen mit Phospolipiden, deren Verwendung und sie enthaltende pharmazeutische und kosmetische Zusammensetzungen
JP3249747B2 (ja) * 1995-08-21 2002-01-21 日研化学株式会社 野菜・果物類の青臭み、酸味等の抑制方法
IT1284971B1 (it) * 1996-10-17 1998-05-28 Indena Spa Formulazioni farmaceutiche e cosmetiche ad attivita' antiacne
IT1284970B1 (it) * 1996-10-17 1998-05-28 Indena Spa Formulazioni farmaceutiche e cosmetiche ad attivita' antimicrobica
US6267996B1 (en) 1996-10-17 2001-07-31 Indena S.P.A Pharmaceutical and cosmetic formulations with antimicrobial activity
GB9716244D0 (en) * 1997-07-31 1997-10-08 Electrophoretics International Pharmaceutical compounds
AU2009240294B2 (en) * 2008-04-24 2014-04-10 Indena S.P.A. Compositions for the treatment and prevention of infections of the oral cavity
CZ307980B6 (cs) * 2011-05-06 2019-10-02 Výzkumný ústav rostlinné výroby, v. v. i. Přípravek na ochranu před houbami a jeho použití

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1281526A (en) * 1968-10-25 1972-07-12 Lawson Tait Medical And Scient Therapeutic compositions
HU184410B (en) * 1981-03-17 1984-08-28 Human Oltoanyagtermelo Process for producing skin conditioning, regenerating or protecting composition facilitating epithelization

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
LIST, P.H. und HÖRHAMMER, L.: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, 5.Bd., 1976, S.409-412 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6541042B1 (en) * 1999-10-27 2003-04-01 Bogar Ag Therapeutically effective combination
EP1095660A3 (de) * 1999-10-27 2004-01-14 Bogar AG Therapeutisch wirksame Kombination welche Terpinen-4-ol und Arzneipflanzen enthalt

Also Published As

Publication number Publication date
FR2593396B1 (fr) 1989-02-03
JPH0255404B2 (de) 1990-11-27
CH670047A5 (de) 1989-05-12
SE8605044D0 (sv) 1986-11-25
GB8628115D0 (en) 1986-12-31
SE8605044L (sv) 1987-05-28
JPS62126128A (ja) 1987-06-08
FR2593396A1 (fr) 1987-07-31
GB2184353B (en) 1990-05-16
DE3640409C2 (de) 1989-07-20
GB2184353A (en) 1987-06-24
US4886667A (en) 1989-12-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2192911B1 (de) Pflanzenextrakt aus thc-armen cannabis zur behandlung von erkrankungen
EP0854726B1 (de) Stabiler extrakt aus hypericum perforatum l., verfahren zu seiner herstellung und pharmazeutische zubereitungen
EP1007060B1 (de) Stabiler extrakt aus hypericum perforatum l., verfahren zu seiner herstellung und pharmazeutische zubereitungen
DE69818806T2 (de) Antimikrobielle kosmetische präparate
EP0240829A2 (de) Cancerostatisches Mittel
DE69819443T2 (de) Antimikrobielle mittel zur topische verwendung
DE69619052T2 (de) Feste, wasserfreie, pharmazeutische Zubereitungen für vaginale Verwendung
DE102005045145A1 (de) Verwendung von Octenidindihydrochlorid in halbfesten Zubereitungen
DE3784695T2 (de) Gebrauch von Gramineenextrakten als Arzneimittel.
DE3640409C2 (de)
DE60033383T2 (de) Verwendung von tetrahydrocurcuminoiden zur regulation von physiologischen und pathologischen fällen in der haut und mucosa
DE69019517T2 (de) Neolignanderivatkomplexen mit Phospolipiden, deren Verwendung und sie enthaltende pharmazeutische und kosmetische Zusammensetzungen.
EP1591125A1 (de) Pharmazeutische Zusammensetzung enthaltend Extrakte aus Flechten und Johanniskraut
DE102007026156B4 (de) Kosmetische Zusammensetzung mit einem Limnocitrus Littoralis-Extrakt
DE19716660C2 (de) Zubereitungen, insbesondere pharmazeutische, und Arzneiformen auf pflanzlicher Basis zur Bekämpfung von Helicobacter pylori-Infektionen
DE4032972A1 (de) Verwendung von aus gramnegativen bakterien extrahierten glykoproteinen fuer die herstellung kosmetischer oder dermatologischer zusammemsetzungen und diese enthaltende zusammensetzungen
DE2515594A1 (de) Verfahren zur herstellung einer grundlage fuer topisch aktive steroide
DE19619512C5 (de) Stabiler Extrakt aus Hypericum perforatum L., Verfahren zu seiner Herstellung und pharmazeutische Zubereitungen
DE68918280T2 (de) Kosmetische zusammensetzung auf der basis von chromo-carboxylaten.
EP3299026B1 (de) Extrakte aus samen von aframomum-arten und deren verwendung
DE2939778A1 (de) P-tolyl-dijodmethyl-sulfon enthaltende pharmazeutische zusammensetzung
LU87312A1 (de) Pharmazeutische praeparate fuer die topische anwendung
WO1997006769A2 (de) Pharmazeutisches präparat mit trypanoziden eigenschaften enthaltend diminazen, pentamidin und phenazon
WO2000025763A2 (de) Phenolderivaten enthaltendes mittel mit proliferationshemmender wirkung auf tumorzellen
DE1915019C3 (de) Mittel und Verfahren zur Behandlung von Dermatophytose

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition