DE3538469C2 - Gerät zum Öffnen des verstopften Ablaufkopfes eines Zentrifugalseparators - Google Patents
Gerät zum Öffnen des verstopften Ablaufkopfes eines ZentrifugalseparatorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Öffnen
des verstopften Ablauf- bzw. Spuckstoffkopfes eines Zentrifugalseparators
ohne den Lauf des Zentrifugalseparators zu unterbrechen.
Zentrifugalseparatoren (auch Hydro- bzw. Flüssigkeitszyklon)
werden am häufigsten in der Zellstoff- und Papierindustrie
zum Entfernen von Verunreinigungen wie Sand, Rinden- und
Holzpartikeln sowie Metallpartikeln, den sogenannten Spuckstoff, aus Faserstoffsuspensionen
benutzt. Die zu reinigende Fasersuspension wird unter Druck
in den Zentrifugalseparator in der Richtung seiner Tangente
geführt, wobei die Masse in eine schnelle Drehbewegung kommt
und die durch diese Drehbewegung bewirkte Zentrifugalkraft
die ihrem spezifischen Gewicht oder ihrer Form nach
unterschiedlichen Ingredienzen auf Drehungskreise mit jeweils
unterschiedlichem Radius voneinander separiert. Schwerere
Ingredienzen wie Sand werden auf den Außenkreis separiert
und bewegen sich einer einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser
aufweisenden Ablauf- bzw. Austrittsöffnung zu, die sich an der Spitze des
Sortierkegels befindet. Die gereinigte Faserstoffsuspension,
der Akzeptfluß, wird um einen sich im Zentrifugalseparator
bildenden Vakuumkern herum in ein koaxiales Abflußrohr im
Akzeptkopf des Zentrifugalseparators abgeführt.
Weil Zentrifugalseparatoren beim Entfernen kleiner
Schmutzpartikel effektiver werden, wenn der Durchmesser des
Zentrifugalseparators verkleiner wird, ist die Industrie
dazu übergegangen, eine größere Zahl kleinerdimensionierte
Zentrifugalseparatoren zu benutzen. Besonders in den heutigen,
kleindimensionierten Zentrifugalseparatoren ist das
Verstopfen der Austrittsöffnung des Spuckstoffs ein Problem.
Verstopfungen werden von übergroßen Partikeln und sich langsam
in der Nähe der Austrittsöffnung bildenden Ablagerungen
verursacht. Wenn die Austrittsöffnung verstopft wird, verliert
der Zentrifugalseparator sein Sortiervermögen und die
Verunreinigungen werden mit dem weiter zu verarbeitenden Medium
(Aktzeptfluß) in spätere Phasen
des Prozesses geführt.
Herkömmliche Lösungen zu diesem Problem sind in ihren
charakteristischen Merkmalen mannigfaltig. Die ältesten
Zentrifugalseparatoren mußten beim Reinigen der verstopften
Austrittsöffnung des Spuckstoffs teilweise abgebaut werden.
Sonstige Lösungen waren größenmäßig einstellbare
Austrittsöffnungen des Spuckstoffs, in die Austrittsöffnungen
gerichtete Wasser- oder Druckluftstrahlen, an den
Austrittsöffnungen des Gerätes angeordnete Ventile, sowie
Kombinationen dieser Lösungen.
Gemeinsam für die erwähnten Lösungen ist die Anwendung von
Kraft oder Druck zum Abbauen der Verstopfung, wobei
Verunreinigungen leicht mit in den Akzeptfluß kommen und
durch das Akzeptrohr des Zentrifugalseparators austreten und
die Akzeptmasse verunreinigen. Ventillösungen bedeuten feste
Installationen und werden teuer, da der Ablaufkopf jedes
Zentrifugalseparators mit einem Ventil zu versehen ist.
Im finnischen Patent Nr. 65 458
bzw. in der DE 33 19 812 A1 ist eine gut funktionierende
Lösung zur Reinigung des Ablaufstoffkopfes eines
Zentrifugalseparators dargestellt. Darin wird dem Ablaufstoffkopf
ein separates Reinigungsgerät angeschlossen, mit dem der
Bodenzapfen des Zentrifugalseparators geöffnet wird. Der
Ablauf wird durch eine im Gerät befindliche
Austrittsöffnung an einen gewünschten Ort geführt, ohne den
Lauf des Zentrifugalseparators zu stören und den Akzeptfluß
zu verunreinigen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, dieses Reinigungsgerät so
weiter zu entwickeln, daß sogar die schwierigsten Verstopfungen
leicht und schnell geöffnet werden können.
Diese Aufgabe wird durch ein Gerät mit einer Öffnungs
einrichtung zur Abnahme des Bodenzapfens des Spuckstoff
kopfes des Zentrifugalseparators und mit einer Austrittsöffnung
zum Abführen des Spuckstoffs des Zentrifugalseparators,
wobei der Körper des Geräts für die Zeit des Öffnens des
Zapfens am Ablaufkopf befestigbar ist und ein
die Verstopfung lösbares Reinigungselement vorgesehen ist,
dadurch gelöst, daß der Körper des Gerätes aus einem
Ventil besteht, und die durch
das Ventil hindurch reichende
Öffnungseinrichtung abnehmbar ist und durch ein
Reinigungselement ersetzt werden kann, mit dessen Hilfe die
im Ablaufkopf trotz der Abnahme des Bodenzapfens verbliebene
Verstopfung geöffnet werden kann.
Vorteilhafterweise ist das als Körper des
Gerätes dienende Ventil ein Dreiwegekugelventil mit T-Bohrung,
bei dem der Abzweigteil des Ventils die Austrittsöffnung der
Spuckstoffverstopfung bildet.
Eine andere günstige Anwendungsform eines der Erfindung
entsprechenden Gerätes ist dadurch gekennzeichnet, daß das
als Körper des Gerätes dienende Ventil ein gewöhnliches Ventil
ist, das mit einem Ansatz versehen ist, wobei der auf der
Seite des Kegels des Zentrifugalseparators angeordnete Ansatz
die Austrittsöffnung der Spuckstoffverstopfung bildet.
Eine günstige Anwendungsform eines der Erfindung entsprechenden
Gerätes ist auch dadurch gekennzeichnet, daß das
Reinigungselement aus einem starren Rohr besteht, das in den
Kegel des Zentrifugalseparators geschoben und durch welches
zur Intensivierung der Lösung der Verstopfung Druckluft oder
Preßflüssigkeit geführt werden kann.
Im folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren
Verständnis der Erfindung ein Ausführungsbeispiel
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben und erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines der Erfindung entsprechenden
Öffnergerätes und der mit ihm verbundenen sonstigen Geräte,
Fig. 2 ein betriebsfertiges Öffnergerät am Ablaufkopf
eines Zentrifugalseparators in am Zentrifugalseparator befestigtem Zustand,
Fig. 3 eine Darstellung des erfindungsgemäßen Geräts
nach der Abnahme des Bodenzapfens, so daß
die Verstopfung gelöst und aus dem Kegel herausfließen kann,
Fig. 4 eine Darstellung des erfindungsgemäßen Geräts, bei dem
die Bodenzapfenabnahmeeinrichtung
abgenommen und durch ein Reinigungselement ersetzt ist.
Am obersten in der Fig. 1 ist der Ablaufkopf eines
Zentrifugalseparators 7, in welchem Ablaufkopf die
Ausgangsöffnung 1 des Spuckstoffs und der Zapfen 3 der
Reinigungsöffnung zu sehen sind. Das Öffnergerät besteht bei dem
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem
Kugelventilkörper 5 mit T-Bohrung, an dem Spannelemente 6
zum Anbringen des Ventils an das Ende des Ablaufkopfkegels
des Zentrifugalseparators 7, Spannelemente 18 zum Anbringen
der Öffnungseinrichtung 8 des Bodenzapfens 3 oder des
Reinigungsrohres 17 der Verstopfung an den Ventilkörper 5
sowie eine Austrittsöffnung 11 für die Schmutzpartikel vorgesehen sind.
Der Öffnerkopf 4 der Öffnungseinrichtung 8 bildet eine eigene
Einheit, in der Arretierelemente 15 des Achsenkopfes 9
und der Rohrwelle 10 sind zur Befestigung im Zapfen 3
auf die in der DE 33 19 812 A1 dargestellten Weise.
In der Fig. 2 ist das Öffnergerät an einen Zentrifugalseparator
mittels eines Gewindes oder einer sonstigen Schnellkupplung
6 angeschraubt. Die am Öffnerkopf 4 befindlichen Rippen 15
arretieren die Rohrwelle 10 im Zapfen 3 des Zentrifugalseparators
auf solche Weise, daß der Zapfen 3 in beiden Richtungen drehbar
ist. Der mit der Spannschraube 13 der Welle 9 und mittels
der Flansche 14 zu pressende Reibring 17 preßt den Öffnerkopf
4 fest in den Zapfen 3 auf solche Weise, daß sich der Zapfen
von dem Öffnerkopf beim Herausziehen des Zapfens 3 nicht löst.
In der Fig. 2 ist außerdem als Beispiel eine von der Fig. 1
etwas abweichende Anwendungsform dargestellt, bei der das Ventil
5 als ein gewöhnliches Kugelventil ausgebildet ist, an dessen einem Ende ein
Ansatz angeformt ist, der als Austrittsöffnung 11 für die Verstopfung
dient.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Darstellung ist der Zapfen 3 des Zentrifugalseparators
herausgezogen, und die in der Reinigungsöffnung 2 des
Ablaufkopfes befindliche Verstopfung kann nach unten gegen
die Austrittsöffnung 11 ausströmen. Das Kugelventil 5 kann
jetzt geschlossen und geöffnet werden, wodurch die Verstopfung
im allgemeinen sich löst und durch das Ventil und die
Austrittsöffnung 11 herausströmt.
Falls die Verstopfung im Kegel 7 trotz der Abnahme des Zapfens 3 sich nicht löst,
kann das Ventil 5 hinsichtlich der Durchströmung
geschlossen werden, die Öffnungseinrichtung 8 samt Bodenzapfen
abgenommen werden, indem der Gewindeanschluß 18 geöffnet
wird, und die Öffnungseinrichtung 8 durch ein in dasselbe Gewinde
des Ventilkörpers 5 passendes Reinigungselement ersetzt werden,
das mit einem in den Kegel 7 zu schiebendes Reinigungsrohr
17 versehen ist. Dieser Zustand ist in der Fig. 4 dargestellt.
Durch das Schließen des Ventils wird der Vorteil erreicht,
daß auf den Bediener der Öffnungseinrichtung 8 kein Spuckstoff
gespritzt wird, obwohl die Verstopfung während des Abnehmens
der Öffnungseinrichtung sich lösen sollte. Der Gewindeanschluß
18 ist am günstigsten abgedichtet, und durch das Reinigungsrohr
17 kann gegen die Verstopfung Druckluft oder Druckwasser
gerichtet werden, um sie zu lösen und aus dem Kegel 7
auszuwaschen.
Das Öffnen des Ablaufkopfes stört den normalen Lauf der Zentrifugalseparatoren
und der ganzen Anlage nicht. Das Ergebnis der Reinigung kann
nach der Befestigung des Zapfens beobachtet werden, und die
Öffnungsmaßnahmen können bei Bedarf wiederholt werden, z. B.
indem mehrere Öffnungsbewegungen hin und her mit dem Zapfen
3 oder dem Reinigungsrohr 17 durchgeführt werden.
Es ist für einen Fachmann offensichtlich, daß sich die Erfindung
nicht auf das oben angeführte Beispiel beschränkt, sondern
daß ihre verschiedenen Anwendungsformen im Rahmen der
nachstehenden Patentansprüche variieren können. So können
die Konstruktionen der Ausziehelemente und des Reinigungselements
variieren, und die Austrittsöffnung 11 kann auch aus einem
separaten T-Ansatz bestehen, der zwischen dem Ventilkörper
und dem Kegel des Zentrifugalseparators angeschlossen ist.
Claims (4)
1. Gerät zum Öffnen des verstopften Ablaufkopfes
eines Zentrifugalseparators, ohne den Lauf des
Zentrifugalseparators zu unterbrechen, mit einer
Öffnungseinrichtung (8) zur Abnahme des Bodenzapfens
(3) des Ablaufkopfes (7) des
Zentrifugalseparators, einer Austrittsöffnung (11) zum
Abführen des Spuckstoffs des Zentrifugalseparators,
wobei der Körper des Geräts für die Zeit des Öffnens
des Zapfens am Ablaufkopf (7) des Kegels des
Zentrifugalseparators befestigbar ist und ein die
Verstopfung lösbares Reinigungselement vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Körper des Geräts aus einem Ventil (5) besteht, und
- - die durch das Ventil (5) hindurch verlaufende Öffnungseinrichtung (8) abnehmbar und durch das Reinigungselement (17) ersetzbar ist.
2. Gerät nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das als Körper des Gerätes
dienende Ventil (5) ein Dreiwegekugelventil mit
T-Bohrung ist, und daß der Abzweigteil des Ventils die
Austrittsöffnung (11) für die Verstopfung
bildet.
3. Gerät nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das als Körper des Gerätes
dienende Ventil (5) ein gewöhliches Ventil ist, das
mit einem Ansatz versehen ist, wobei der auf der Seite
des Kegels des Zentrifugalseparators angeordnete An
satz die Austrittsöffnung (11) für die Ver
stopfung bildet.
4. Gerät nach Patentanspruch 1, 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reinigungsele
ment aus einem steifen Rohr (17) besteht, das in den
Kegel (7) des Zentrifugalseparators geschoben und
durch welches zur Intensivierung der Lösung der Ver
stopfung Druckluft oder Preßflüssigkeit führbar ist.
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