DE3538461A1 - Naehmaschine - Google Patents
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Description
Nähmaschine
Die Erfindung betrifft im allgemeinen eine Nähmaschine und insbesondere eine zum Steppen von Bettzeug oder dergleichen
geeignete Nähmaschine.
Einige der Industrienähmaschinen zum Abnähen von Steppdecken oder dergleichen sind mit einem Nähmaschinenkopf
versehen, der eine Nadel, eine Spuleneinheit und einen
Arbeitstisch hat, der unterhalb des Maschinenkopfes angeordnet
ist, um ein Werkstück wie z.B. eine Steppdecke oder dergleichen so abzustützen, daß es zwischen dem Maschinenkopf
und der Spuleneinheit angeordnet ist. Eine derartige Nähmaschine ist so ausgebildet, daß verschiedene Arten von
Ziermustern durch horizontales Bewegen des Arbeitstisches in X- und Y-Richtung gesteppt werden können. Einige
dieser Maschinen weisen eine hervorragende Nähleistung auf, wenn die Richtung des Maschinenkopfes und der Spuleneinheit
so gesteuert wird, daß sie mit der Nährichtung immer zusammenfallen, um ein kompliziertes Muster schön
zu nähen.
Ein Beispiel für einen solchen Maschinenkopf und eine solche Spuleneinheit wird mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben.
In Fig. 1 ist ein Maschinenkopf Ta an einem horizontal
verlaufenden hohlen Armteil 2a eines Maschinengehäuses 2 drehbar gelagert, wobei der Armteil 2a einen quadratischen
Querschnitt hat. Eine Riemenscheibe 3a .ist an einer Hohlwelle 4a fest angeordnet, die an dem Maschinenkopf 1a fest angebracht
und an dem Armteil 2a durch ein Lager 5a und einen Ring 6a drehbar gelagert ist. Eine Antriebskraft eines
Kopfantriebsmotors (in Fig. 1 nicht gezeigt) wird über einen Riemen 7a auf die Riemenscheibe 3a übertragen, um den
Maschinenkopf 1a um eine Achse der Hohlwelle 4a zu drehen.
Eine Welle 8a, die einen kleineren Durchmesser als die
Welle 4a hat, ist koaxial und drehbar auf der Hohlwelle 4a angeordnet. An dem oberen Ende der inneren Welle 8a ist
eine Riemenscheibe 9a fest angeordnet, die durch einen
Riemen 10a von einem Nadelantriebsmotor (in Fig. 1 nicht
gezeigt) gedreht wird. Die Drehbewegung der inneren Welle 8a wird durch eine an ihrem unteren Ende angeordnete Riemenscheibe
(nicht gezeigt) und einen Riemen 11 auf eine Riemenscheibe
12 übertragen, die fest auf einer Welle 13 angeordnet ist, die senkrecht zu der Welle 8a verläuft. Die
Drehbewegung dieser horizontal angeordneten Welle 13 wird auf eine Eingangswelle eines allgemein bekannten Kurbelgetriebes
übertragen, das eine gleitbar an dem Maschinenkopf 1a angeordnete Nadel 14 vertikal hin- und herbewegt.
Eine Spulenantriebseinheit 1b ist unterhalb des Maschinenkopfes 1a vorgesehen. Die Spulenantriebseinheit 1 b ist
an einem weiteren horizontal verlaufenden Armteil 2b des Gehäuses 2 drehbar gelagert. Die Spulenantriebseinheit 1b
wird um eine Achse einer äußeren Welle 4b über einen Riemen 7b und eine Riemenscheibe 3b von dem Kopfantriebsmotor
synchron mit dem Maschinenkopf 1a gedreht. Die innere Mechanik der Spulenantriebseinheit 1b wird über einen
Riemen 10b, eine Riemenscheibe 9b und innere Welle 8b von dem Nadelantriebsmotor angetrieben. Ein Werkstück wie z.B.
Bettzeug, das zu steppen ist, wird zwischen dem Maschinenkopf 1a und der Spulenantriebseinheit 1b angeordnet, wobei
dessen äußerer Randabschnitt an einem Arbeitstisch, der die Form eines Rahmens hat, (in Fig. 1 nicht gezeigt) befestigt
wird.
Die Nähmaschine mit dem vorgenannten Aufbau hat den Nachteil, daß wenn die Richtung des Maschinenkopfes 1a durch
Einschalten des Kopfantriebsmotors geändert wird, wobei der Nadelantriebsmotor angehalten ist, daß sich dann die
Nadel 14 infolge der Relativdrehung der inneren Welle 8a gegenüber der äußeren Welle 4a vertikal bewegt. Anders
ausgedrückt, die Nadel 14 bewegt sich im Einklang mit der Differenz zwischen den Drehungen der inneren Welle 8a und
der äußeren Welle 4a vertikal hin und her.
Andererseits, wenn der Nähvorcjnncj von einem Nähvorgang für
ein bestimmtes Ziermuster zu einem solchen für ein anderes Ziermuster, das mit dem vorhergehenden Muster nicht fortlaufend
ist (was als Intervallnähen bezeichnet wird) gewechselt wird, oder im Falle eines Kopiervorganges, bei
dem ein Nähprogramm getestet wird, indem der Maschinenkopf 1a und der Arbeitstisch auf diesselbe Art und Weise wie
beim tatsächlichen Nähvorgang bewegt werden, ohne den Nadelantriebsmotor zu betreiben, daß dann die Nadel 14 in
ihrer oberen Lage unabhängig von der Drehbewegung des Kopfes 1a gehalten werden muß, um eine Beschädigung des
Werkstücks zu verhindern.
Um diese Bewegung der Nadel 14 zu verhindern, ist die herkömmliche
Nähmaschine mit einer Kupplungseinrichtung ausgerüstet worden, um die Antriebskraft des Kopfantriebs—
motors auf die innere Welle 8a zu übertragen, so daß die innere Welle 8a synchron mit dem Maschinenkopf 1a gedreht
wird. Auf diese Weise ist eine Relativdrehung der inneren Welle 8a gegenüber dem Maschinenkopf la verhindert worden.
Jedoch wird durch die Verwendung der Kupplungseinrichtung die Zuverlässigkeit der Nähmaschine infolge eines möglichen
Schlupfes der Kupplung, der aus der altersbedingten Verschlechterung der Kupplung resultieren kann, herabgesetzt.
Auch kann die Verwendung der Kupplungseinrichtung die Gefahr
hervorrufen, daß ein Werkstück beschädigt werden kann, wenn der Arbeitstisch bei eingerückter Kupplung, wenn die Nadel
nicht genügend angehoben ist, bewegt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Nähmaschine, bei der eine Nadel in ihrer oberen Totpunktlage unabhängig von der Drehung ihres Maschinenkopfes gehalten
werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in einer Nähmaschine mit einem Gehäuse, einem Maschinenkopf, an dem eine Nadel
hin- und herbeweglich angeordnet ist, koaxial angeordneten Wellen, nämlich eine innere und eine äußere, wobei eine
der Wellen an ihrem einen Ende mit dem Maschinenkopf fest verbunden und an ihrem anderen Ende an dem Gehäuse um eine
Achse von ihr drehbar gelagert ist und wobei die andere der Wellen an ihrem einen Ende wirkmäßig mit der Nadel verbunden
ist, so daß sich die Nadel innerhalb eines Hubes im Einklang mit der Drehung der anderen der Wellen hin- und herbewegt,
einer Spulenantriebseinheit, die im Abstand zu und gegenüber dem Maschinenkopf drehbar an dem Gehäuse gelagert ist,
wobei die Spulenantriebseinheit wirkmäßig mit dem Maschinenkopf verbunden ist, um sich synchron mit ihm zu drehen,
einer ersten Motoreinrichtung, die an dem Gehäuse angeordnet und wirkmäßig mit der einen der Wellen für deren
Drehung verbunden ist, einer zweiten Motoreinrichtung, die an dem Gehäuse angeordnet und wirkmäßig mit der anderen
der Wellen für deren Drehung verbunden ist, einer Wahrnehmungseinrichtung zum Wahrnehmen der Hin- und Herbewegung
der Nadel zum Ausgeben eines Wahrnehmungssignals und einer Steuereinrichtung, die zum einzelnen Antreiben der ersten
und zweiten Motoreinrichtung zum Bewirken eines Nähvorgangs programmiert ist, wobei die Steuereinrichtung auf das
Wahrnehmungssignal zum Antreiben der zweiten Motoreinrichtung
ansprechen kann, so daß die Nadel in einer vorbestimmten Lage innerhalb des Hubes gehalten wird, wenn der Nähvorgang
nicht bewirkt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Maschinenkopfes und einer
Spulenantriebseinheit, die an einem Maschinengehäuse drehbar angeordnet sind,
Fig. 2 ein Blockdiagramm einer Nähmaschine gemäß der Erfindung,
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Fig. 3 eine Vorderansicht des Maschinenkopfes und der Spulenantriebseinheit der Nähmaschine von Fig. 2,
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Fig. 4 ein Flußdiagramm, das den Betrieb der Nähmaschine von Fig. 2 zeigt,
Fig. 5 eine Darstellung, welche die Bewegung der Nadel 14 der Nähmaschine von Fig. 2 zeigt, und
Fig. 6 eine Darstellung, welche die Beziehung zwischen dem
Inhalt des Zählers und dem Drehwinkel der Welle 13
der Nähmaschine von Fig. 2 zeigt. 10
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun im einzelnen
mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen mit den gleichen Bezugsziffern sich entsprechende
Teile in den verschiedenen Ansichten bezeichnet sind. 15
In Fig. 2 ist eine Steuereinheit 15 gezeigt, die eine Zentraleinheit (GPU), einen Lesespeicher (ROM), in dem
ein Steuerprogramm gespeichert ist, und einen Randomspeicher (RAM) zum zeitweiligen Speichern von Daten aufweist. Diese
Steuereinheit 15 kann aus einem allgemein bekannten Mikroprozessor gebildet sein und steuert verschiedene Teile
dieser Nähmaschine, wie im folgenden ausführlicher beschrieben
wird. In einem Nahprogramm RAM 16 sind Nähprogrammdaten
gespeichert, die von einer Bedienungsperson aufgestellt sind und Daten beinhalten, die verschiedene Nähmuster und
Nähvorgänge betreffen. Eine Eingabevorrichtung 17 weist eine Zehnertastatur und verschiedene Funktionstasten zum
Wählen einer aus einer Vielzahl von Betriebsweisen der Steuereinheit 15 auf. Die Betriebsweisen beinhalten 1) eine
Kopierbetriebsweise, 2) eine automatische Nähbetriebsweise, bei der ein automatischer Nähvorgang gemäß den in dem Nähprogramm
RAM 16 gespeicherten Nähprogrammdaten durchgeführt wird, und 3) eine Handbetriebsweise, bei der die Bewegung
eines Arbeitstisches 18, der die Form eines Rahmens hat, die Richtung eines Maschinenkopfes 1a und die Hin- und Herbewegung
einer Nadel 14 Schritt um Schritt gesteuert wird. Ein Steuerkreis 20 für einen Nadelantriebsmotor treibt
einen Nadelantriebsmotor 21 unter der Kontrolle der Steuer-
einheit 15 an, und die Drehung des Motors 21 wird über einen Riemen 10a auf eine Riemenscheibe 9a sowie über einen
Riemen 10b auf eine Riemenscheibe 9b übertragen, wie in
Fig. 3 gezeigt ist. Der Aufbau des Maschinenkopfes 1a und der Antriebseinheit 1b unterscheidet sich von dem in Fig.
gezeigten Aufbau darin, daß eine Drehkodiereinrichtung 2*2 eines Typs mit einer Zweiphasenausgabe in dem Maschinenkopf
1a vorgesehen ist. Die Drehkodiereinrichtung 22 ist mit der horizontalen Welle 13 des Maschinenkopfes 1a verbunden,
um die Drehbewegung der Welle 13 wahrzunehmen. Die Drehung der Welle 13 entspricht der Vertikalbewegung der
Nadel 14, so daß die Anzahl der Zweiphasen- (Phasen A und B) Ausgabeimpulse der Kodiereinrichtung 22 die vertikale Lage
der Nadel 14 darstellt. Der A-Phasenimpuls und der B-Phasenimpuls
sind um 180° gegeneinander versetzt. Die Kodiereinrichtung 22 ist auch so ausgebildet, daß ein Impuls ZP erzeugt
wird, wenn die Nadel 14 in ihrer oberen Totpunktlage
angeordnet ist. Ein Richtungsermittlungsschaltkreis 23 ermittelt die Richtung der Drehung der Welle 13 im Einklang
mit der Beziehung der A-Phasen-und B-Phasenimpulse. Wenn
festgestellt wird, daß die Drehrichtung vorwärts ist (die Vorwärt s drehung wird bei dem normalen Nähvorgang ausgeführt) ,
gibt der Richtungsermittlungsschaltkreis 23 einen Impuls PU an ein Eingabeterminal U eines Zählers 24 ab. Wenn dagegen
ermittelt wird, daß die Drehrichtung rückwärts ist, gibt der Richtungsermittlungsschaltkreis 2 3 einen Impuls
PD an ein Eingabeterminal D des Zählers 24 ab. Der Zähler 24 zählt den Impuls PU hoch und den Impuls PD herunter.
Dem Zähler 24 wird an seinem Rückstellterminal der Impuls ZP von der Kodiereinrichtung 22 zugeführt, so daß die Inhalte
des Zählers 24 jedesmal, wenn die Nadel 14 durch den oberen Totpunkt geht, gelöscht werden. Somit stellen die
Inhalte des Zählers 24 immer die gegenwärtige Vertikalstellung der Nadel 14 dar.
Ein Steuerkreis 25 für einen Kopfantriebsmotor treibt einen
Kopfantriebsmotor 2 6 unter der Kontrolle der Steuereinheit 15 an. Der Drehwinkel des Maschinenkopfes 1a wird von.
einem Detektor 30 wie einer Drehkodiereinrichtung, die der
Kodiereinrichtung 22 ähnlich ist, erfaßt, und die Ausgangssignale des Detektors 30 werden durch eine Schnittstelle 31,
die im Aufbau dem Richtungsermittlungsschaltkreis 2 3 und
dem Zähler 24 ähnlich ist, in Digitaldaten umgewandelt. Die Digitaldaten werden von dort der Steuereinheit 15 zugeführt,
um eine Rückführsteuerschleife zu bilden. Ein Antriebsschaltkreis 28 für einen Arbeitstisch treibt ein Paar Motoren 29
und 30 unter der Kontrollo der Steuereinheit 15 an. Im vorliegenden
Fall bewegt der Motor 29 den Arbeitstisch 18 in X-Richtung, während der Motor 3 0 den Tisch 18 in Y-Richtiing
bewegt.
Der Betrieb dieser Nähmaschine wird nun unter Bezugnahme auf ein Flußdiagramm, das in Fig. 4 gezeigt ist, beschrieben.
Wenn die Nähmaschine in Betrieb gesetzt wird, wird zuerst
die Betriebsart durch Lesen des Ausgabesignals der Eingabevorrichtung
17 (Block SPI und SP2) gewählt. Beim Block SP3 wird festgestellt, ob ein Befehl zum Drehen des Maschinenkopfes
1a besteht. Wenn die Antwort "JA" ist, geht der Ablauf
zum Block SP4 weiter. Wenn dagegen das Ermittlungsergebnis "NEIN" ist, geht der Ablauf zum Block SP6 weiter.
Beim Block SP4 wird die Richtung des Maschinenkopfes Ta
auf die folgende Art und Weise berechnet. Wenn beispielsweise
angenommen wird, daß das zu steppende Muster ein Kreis ist, wird die Richtung des Maschinenkopfes 1a wiederholt
in Übereinstimmung mit der Bewegung des Arbeitstisches
18 derart berechnet, daß die Richtung des Maschinenkopfes 1a immer mit der Tangente des Kreises an der momentanen
Nähstellung übereinstimmt. Wenn dagegen die Winkeldaten direkt von der Eingabevorrichtung 17 eingegeben werden,
.wird die oben genannte Berechnung nicht durchgeführt, und
die eingegebenen Winkeldaten werden gespeichert. Beim nächsten Block SP5 beginnt sich der Maschinenkopfantriebsmotor
26 in Übereinstimmung mit den oben genannten Rechenergebnissen
oder den gespeicherten Winkeldaten zu drehen. Im einzelnen führt die Steuereinheit 1.5 dem Steuer schalt-
-ΊΟ-
kreis 2 5 für den Maschinenkopfmotor Steuersignale zu, die
für die beim Block SP4 erhaltenen Ergebnisse charakteristisch sind, so daß der Steuerschaltkreis 25 den Motor 26 in Übereinstimmung
mit den Steuersignalen antreibt. Beim nächsten Block SP6 wird der Arbeitstisch 18 in Übereinstimmung mit
dem Steppmuster, das von dem Nähprogramm RAM 16 ausgegeben wird,oder in Übereinstimmung mit von der Eingabevorrichtung
17 eingegebenen Daten angetrieben. Im einzelnen führt die Steuereinheit 15 dem Arbeitstischantriebsschaltkreis 28
Steuersignale zu, die für die Musterdaten oder die Daten von der Eingabevorrichtung 17 charakteristisch sind, so daß
der Antriebsschaltkreis 28 die Motoren 29 und 30 in Übereinstimmung mit den Steuersignalen antreibt. Beim Block SP7
wird ermittelt, ob ein Nähbefehl besteht. Wenn das Ermittlungsergebnis "JA" ist, wird ein automatischer Nähvorgang
beim Block SP8 durchgeführt, und der Nadel antriebsmotor 21 wird mit einer dem Nähabstand entsprechenden Geschwindigkeit
angetrieben. Wenn dagegen das Ermittlungsergebnis am Block SP7 "NEIN" ist, geht der Ablauf zu den Blöcken SP9
bis SP12 weiter, in denen ein Synchronisationsvorqanq durchaeführt
wird. Das Ermittlungsergebnis beim Block SP7 ist in jedem der folgenden Fälle "NEIN", nämlich 1) bei der
Kopierbetriebsweise, 2) beim Intervallnähen und 3), wenn der Befehl zum Drehen des Maschinenkopfes 1 ohne einen
Nähvorgang durchzuführen, von der Eingabevorrichtung 17 erzeugt wird.
Der Synchronisationsvorgang bei den Blöcken SP9 bis SP12
wird nun beschrieben.
Beim Block SP9 wird ermittelt, ob der Inhalt des Zählers 24 "0" ist, d.h. ob die Nadel 14 in ihrem oberen Totpunkt
ist. Wenn das Ermittlungsergebnis "NEIN" ist, geht der Ablauf zum Block SP10 weiter, an dem der Motor 21 so angetrieben
wird, daß der Inhalt des Zählers 24 zu "0" wird. Es wird angenommen, daß wenn die Nadel 14 vom oberen Totpunkt
(in Fig. 5 bei (i) gezeigt) zu dem unteren Totpunkt (in Fig. 5 bei (ii) .gezeigt) und von dort zu dem oberen
Totpunkt (in Fig. 5 bei iii gezeigt) bewegt wird, daß sich
dann der Drehwinkel der Welle 13 und die Inhalte des Zählers 24 wie in Fig. 6 ändern, in der sich die Inhalte des Zählers
24 von "0" bis "99" ändern. In diesem Fall, wenn festgestellt
wird, daß die Nadel 14 gegenwärtig in einer vertikalen Lage
ist, die einer Winkelstellung a_ der Welle 13, wie in
Fig. 6 gezeigt ist, entspricht, daß dann der Motor 21 angetrieben wird, so daß die Welle 13 in der Vorwärtsrichtung
gedreht wird, um die Nadel 14 zu dem oberen Totpunkt anzuheben. Dagegen wenn festgestellt wird, daß die Nadel 14
gegenwärtig in einer vertikalen Lage ist, die einer Winkelstellung b der Welle 13 ist, wie in Fig. 6 gezeigt ist,
daß dann der Motor 21 angetrieben wird, so daß die Welle 13 in der Rückwärtsrichtung gedreht wird, um die Nadel 14
zum oberen Totpunkt anzuheben. Somit wird der Motor 21 angetrieben, so daß die Nadel 14 auf dem kürzesten Weg zu dem
oberen Totpunkt bewegt wird. Nach Beendigung des Verfahrens beim Block SP10 kehrt der Ablauf zum Block SP9 zurück,
an dem wieder ermittelt wird, ob die Inhalte des Zählers
24 gleich "0" sind. Der Ablauf wird wiederholt ausgeführt,
wie durch eine Schleife L1 im Flußdiagramm angegeben ist,
bis das Ermittlungsergebnis am Block SP9 "JA" ist. Wenn
das Ermittlungsergebnis am Block SP9 "JA" ist, geht der Ablauf zum Block SP11 weiter, an dem ermittelt wird, ob
die Richtung des Maschinenkopfes 1a mit der beim Block SP4 errechneten oder gespeicherten Richtung übereinstimmt. Wenn
das Ermittlungsergebnis beim Block SPI1 "NEIN" ist, kehrt
der Ablauf zum Block SP9 zurück. Der Grund dafür besteht darin, daß selbst wenn der Inhalt des Speichers 24 einmal
"0" wird, währenddessen sich der Maschinenkopf 1a weiterdreht,
daß dann der Inhalt des Zählers danach von "0" abweichen kann. Wenn der Inhalt des Speichers 24 somit von
"0" abweicht, wird der Motor 21 wieder angetrieben, so daß
die innere Welle 8a synchron mit dem Maschinenkopf 1a gedreht wird, um dadurch die Nadel 14 in der oberen Totpunktlage
zu halten. Wenn das Ermittlungsergebnis beim Block SP11 "JA" ist, geht der Ablauf zum Block SP12 weiter, an
dem der Motor 26 angehalten wird. Dann kehrt der Ablauf
zum Block SP3 zurück, bei dem wieder ermittelt wird, ob der Befehl zum, Drehen des Maschinenkopfes 1a besteht. Danach
wird der oben genannte Vorgang wiederholt.
Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbexspiel wird die
vertikale Lage der Nadel 14 durch die Drehkodiereinrichtung 22 ermittelt. Jedoch kann anstelle der Kodiereinrichtung
ein Wahrnehmungsteil an dem äußeren Rand der Welle 13 befestigt
sein, so daß ein kontaktloser Schalter, ein Fotomeßfühler oder dergleichen das Wahrnehmungsteil wahrnimmt,
um die vertikale Lage der Nadel 14 zu ermitteln.
Claims (4)
- Patentansprücheb) einem Maschinenkopf (1a), an dem eine Nadel (14) hin- und herbeweglich angeordnet ist,c) koaxial angeordneten Wellen (8a,4a), nämlich eine äußere und eine innere, wobei eine (4a) der Wellen (8a,4a) an ihrem einen Ende mit dem Maschinenkopf (1a) fest ver- " bunden und an ihrem anderen Ende an dem Gehäuse (2) um eine Achse von ihr drehbar gelagert ist und wobei die andere (8a) der Wellen (8a,4a) an 'ihrem einen Ende mit der Nadel (14) wirkmäßig verbunden ist, so daß sich die Nadel (14) innerhalb eines Hubes im Einklang mit der Drehung der anderen (8a) der Wellen (8a,4a) hin- und herbewegt,d) einer Spulenantriebseinheit (1b) , die an dem Gehäuse (2) im Abstand zu und gegenüber dem Maschinenkopf (1a) drehbar angeordnet ist, wobei die Spulenantriebseinheit (1b) wirkmäßig mit dem Maschinenkopf (1a) verbunden ist, um sich synchron mit ihm zu drehen,e) einer ersten Motoreinrichtung (26), die an dem Gehäuse (2) angeordnet und wirkmäßig mit der einen (4a) der Wellen (8a,4a) für deren Drehung verbunden ist,f) einer zweiten Motoreinrichtung (21), die an dem Gehäuse (2) angeordnet und wirkmäßig mit der anderen (8a) der Wellen (8a,4a) für deren Drehung verbunden ist, gekennzeichnet durch,g) eine Wahrnehmungseinrichtung (22) zum Wahrnehmen der Hin- und Herbewegung dor Nndol (14) zum Ausgeben eines Wahrnehmungssignals undh) eine Steuereinrichtung (15), die zum einzelnen Antreiben der ersten und der zweiten Motoreinrichtung (26,21), um einen Nähvorgang zu bewirken, programmiert ist, wobei die Steuereinrichtung (15) auf das Wahrnehmungssignal ansprechen kann, um die zweite Motoreinrichtung (21) anzutreiben, so daß die Nadel (14) in einer vorbestimmten Lage innerhalb des Hubes gehalten wird, wenn der Nähvorgang nicht bewirkt wird.
- 2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorbestimmte Lage der Nadel (14) diejenige Lage innerhalb des Hubes ist, die von der Spulenantriebseinheit (1b) am weitesten entfernt ist.
- 3. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahrnehmungseinrichtung eine Drehkodiereinrichtung (22) ist, die an dem Maschinenkopf (1a) angeordnet und mit der anderen (8a) der Wellen (8a,4a) wirkmäßig verbunden ist.
- 4. . Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (15) einen Mikroprozessor aufweist.
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