DE3538197C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gefäß zum Sammeln und Bevorraten ei
ner fließfähigen Masse wie insbesondere einer Flüssigkeit, das
an einer ortsfesten Stelle die Messung einer physikalischen
Größe der fließfähigen Masse wie insbesondere des elektrischen
Leitwerts oder der Wasserstoffionenkonzentration durch eine an
der ortsfesten Stelle befindliche elektronische Meßeinrichtung
unter Verwendung einer ein- oder mehrteiligen Meßsonde gestat
tet.
Das Aufnehmen und Bevorraten vor allem von Flüssigkeiten, an
die hinsichtlich bestimmter physikalischer Eigenschaften beson
dere Anforderungen gestellt werden, kommt auf den verschieden
sten Gebieten nicht nur in Industrie und Gewerbe, sondern auch
auf dem privaten Sektor häufig vor. Ein besonders wichtiges Ge
biet ist dabei die Bereitstellung von Trinkwasser mit Geräten,
welche dessen Qualität durch Ionenaustauscher, Aktivkohle oder
dgl. verbessern. Viele der bekannten größeren Geräte hierfür
messen zwar bereits die Eigenschaften des hindurchfließenden
Wassers am Ende der Behandlungsphase. Bei einfacheren Geräten,
wie sie vor allem für den privaten Bereich bestimmt sind, feh
len jedoch solche Durchflußmeßeinrichtungen und sind ohne er
heblichen konstruktiven Aufwand und entsprechende Kosten auch
schwer zu realisieren. Dadurch besteht im Gebrauch weitgehende
Unsicherheit über die Funktionsfähigkeit des behandelnden Ge
rätes wie beispielsweise den Erschöpfungszustand des Ionenaus
tauschermaterials oder der Aktivkohle. Darüber hinaus können sich
in vielen Fällen die physikalischen Eigenschaften von Flüssig
keiten nach einer solchen Behandlung durch atmosphärische Ein
flüsse erneut ändern.
Grundsätzlich können natürlich die fehlenden Einbauten solcher
Geräte durch getrennte Meßgeräte ersetzt werden, deren Sonden
jedesmal dann, wenn eine Messung für erforderlich gehalten wird,
in das zur Aufnahme und Bevorratung der Flüssigkeit verwendete
Gefäß eingetaucht werden. Zum anderen bedarf dies jedoch des
Vorhandenseins und dadurch der vorausgegangenen Anschaffung ei
nes solchen Meßgeräts und zum anderen der regelmäßigen Anwen
dung desselben, was, wie die Erfahrung gezeigt hat, beides in
vielen Fällen insbesondere auf dem privaten Sektor nicht gewähr
leistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hiergegen Vorsorge zu
treffen und zu gewährleisten, daß der Benutzer des Gerätes zu
gegebener Zeit ohne eigenes Hinzutun und unübersehbar auf den
Erschöpfungszustand der Patronenfüllung hingewiesen wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Meß
sonde an dem Gefäß dauerhaft angebracht ist und beim Positinie
ren des Gefäßes an der ortsfesten Stelle von selbst mit der Meß
einrichtung verbunden wird.
Ein Gefäß, an dem eine Meßsonde zum Messen einer physikalischen
Größe, nämlich des Salzgehaltes von Wasser oder sonstigen Flüs
sigkeiten dauerhaft angebracht und mit der Meßeinrichtung ver
bunden ist, ist als solches bereits aus der DE-PS 9 03 868 be
kannt. Das dortige Gefäß dient jedoch nicht zum Sammeln und Be
vorraten des Wassers bzw. der sonstigen Flüssigkeit, sondern
ausschließlich nur zur Aufnahme derselben für den Meßvorgang und
stellt damit einen essentiellen Teil des Meßgerätes selbst dar,
der zu einer anderen Verwendung weder geeignet noch bestimmt
ist.
Demgegenüber dient das erfindungsgemäße Gerät primär zum Sam
meln und Bevorraten einer fließfähigen Masse wie insbesondere
einer Flüssigkeit, das normalerweise hin- und herbewegt wird
und nur an einer bestimmten ortsfesten Stelle die Messung der
physikalischen Eigenschaft dieser Masse wie insbesondere des
elektrischen Leitwerts oder der Wasserstoffionenkonzentration
gestatten soll, an der sich eine entsprechende elektrische Meß
einrichtung befindet. Derartige Gefäße hatten bisher ausschließ
lich Aufnahme- bzw. Speicherfunktion, während sich die in Ver
bindung mit der Meßeinrichtung zu verwendenden Meßsonden mehr
oder weniger ortsfest am Aufstellungsort befanden und dort in
das Gerät gesondert eingetaucht werden mußten.
Ähnlich wie die DE-PS 9 03 868 war auch aus der US-PS 39 38 035
bereits ein Gefäß zum Messen einer physikalischen Größe in Ge
stalt eines Erlenmeyerkolbens bekannt, dessen Öffnung durch
einen Deckel mit Schraubkappe verschließbar ist, durch dessen
verdickten zentralen Teil sich zwei beim Aufsetzen des Deckels
auf den Erlenmeyerkolben in diesen hineinerstreckende elektri
sche Meßelektrode erstrecken, deren herausragende Enden Löcher
zum manuellen Anschluß an ein Meßgerät enthalten. Der äußere
Teil des Deckels hat eine dünnere Wandstärke und gestattet das
Durchstechen mit einer Kanüle zum Einfüllen der zu untersuchen
den Flüssigkeit. Auch dieses Gerät ist ersichtlich zum Sammeln
und Bevorraten fließfähiger Massen ungeeignet.
Die Erfindung läßt sich auf verschiedene Weise verwirklichen.
Nach einem ersten Merkmal zur vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist die Meßsonde in unmittelbarer Nähe des Gefäßbodens
angeordnet, um auch bei nur geringen Flüssigkeitsmengen inner
halb des Gefäßes eine zuverlässige Messung der intermittierenden
physikalischen Eigenschaft zu gewährleisten.
Ein anderes Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung sieht vor, daß
die Meßsonde innerhalb des Gefäßes schwenkbar ausgebildet ist,
um hierdurch die Reinigungsmöglichkeit des Gefäßes zu verbes
sern.
Die Meßeinrichtung selbst kann am Gefäß flüssigkeitsdicht, ins
besondere innerhalb einer hohl ausgebildeten Handhabe gekapselt
angeordnet sein, wodurch sich die Herstellung besonderer Ver
bindungen zwischen Meßsonde und Meßgerät erübrigt und dennoch
eine Naßreinigung des Gefäßes ohne Gefahr für die Meßeinrich
tung vorgenommen werden kann.
Im Gegensatz hierzu sieht ein anderes Ausgestaltungsmerkmal der
Erfindung vor, daß das Gefäß außenseitig eine Kontaktvorrich
tung aufweist, durch welche die Meßsonde beim Absetzen des Ge
fäßes auf eine bestimmte Unterlage selbsttätig mit der daran
oder darin angeordneten elektrischen Meßeinrichtung verbindbar
ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer in der Zeichnung
dargestellte Ausführungsbeispiele näher erläutert, die überein
stimmend im Vertikalschnitt wiedergegeben sind. Dabei sind in
den verschiedenen Ausführungsbeispielen für gleichwirkende Tei
le dieselben Bezugszeichen verwendet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 hat ein Gefäß 10 eine
griffartige Handhabe 12, mit deren Hilfe es auf einem Unterge
stell 14 anstellbar ist. Das Gefäß 10 ist an seinem Boden 16
mit nach unten gerichteten Vorsprüngen 18 versehen, die beim
Aufstellen auf das Untergestell 14 mit örtlichen Vertiefungen
20 in Eingriff gelangen und dadurch die Lage des Gefäßes 10
auf dem Untergestell 14 genau bestimmen.
An der Seitenwand 22 des Gefäßes 10 ist in geringem Abstand zu
dessen Boden 16 eine parallel zu diesem erstreckende Son
de 24 angeordnet, die beispielsweise aus zwei im Abstand zu
einander parallelen Elektroden besteht. Die Sonde 24 ragt
durch die Seitenwand 22 des Gefäßes hindurch und bildet außer
halb derselben Kontakte 26, die bei aufgestelltem Gefäß mit
Kontakten 28 in leitende Berührung gelangen, die an einem seit
lich des Gefäßes 10 aufragenden Teil 30 des Untergestells 14
angeordnet sind. Die Kontakte 28 führen zu einer im Teil 30
des Untergestells 14 angeordneten elektrischen oder elektronischen
Meßeinrichtung 32, die entweder batteriebetrieben oder durch
ein Kabel 34 an ein (nicht gezeigtes) elektrisches Netz an
schließbar ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist die Sonde 24 im Bo
den 16 des Gefäßes 10 angebracht und erstreckt sich von die
sem senkrecht nach aufwärts. Die von dem aus dem Gefäßboden
16 nach unten herausragenden Sondenenden gebildeten Kontakte
26 gelangen bei auf dem Untergestell 14 abgestelltem Gefäß
10 mit an diesem angeordneten Gegenkontakten 28 in Berührung,
und die Meßeinrichtung 32 ist unterhalb der Abstellfläche im
Untergestell 14 angeordnet.
Auch hier kann die Meßeinrichtung 32 batteriebetrieben oder
über ein Kabel 34 an ein Versorgungsnetz anschließbar sein.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 unterscheidet sich von
dem nach Fig. 1 nur dadurch, daß die Sonde 24 ein Gelenk 36
aufweist, mit welchem der Hauptteil 24 a der Sonde zur Frei
gabe des Gefäßbodens 16 für die Reinigung nach aufwärts klapp
bar ist. Dabei kommt einer auch in Fig. 1 gezeigten Stütze
38 am Gefäßboden 16 die besondere Aufgabe zu, die Klappbe
wegung des Sondenteils 24 a nach unten zu begrenzen.
Während bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen nach
den Fig. 1 bis 3 die Meßeinrichtung in einem besonderen
Untergestell vorgesehen ist und durch die Kontakte 26, 28
erst beim Aufstellen des Gefäßes 10 auf dem Untergestell
14 mit der Sonde 24 leitend verbunden wird, benötigt das
Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 kein besonderes Untergestell,
indem dort die Meßeinrichtung 42 in einer besonderen Kammer
40 der griffartigen Handhabe 12 des Gefäßes 10 gekapselt an
geordnet ist. Die Sonde 24 ist ähnlich wie beim Ausführungs
beispiel nach Fig. 3 mit einem Gelenk 36 zum Hochklappen ihres
Hauptteils 24 a ausgebildet und ragt durch die Seitenwand 22
des Gefäßes in das Innere der Kammer 40, wo sie fest an die
Meßeinrichtung 32 angeschlossen ist.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist die Meßeinrich
tung innerhalb einer Handhabe 12 in einer Kammer 40 gekapselt
angeordnet. Im Unterschied zu Fig. 4 erstreckt sich die Hand
habe 12 mit der Kammer 40 über den Gefäßrand hinaus nach oben
und trägt dort ein Lager 42 für die auf diese Weise in das Ge
fäß hineinklappbare Sonde 24. Diese Ausbildung hat den beson
deren Vorteil, daß das Gefäß beim Reinigen völlig frei von der
Sonde ist.
Die Meßeinrichtungen bei den Ausführungsbeispielen nach den
Fig. 4 und 5 sind vorzugsweise immer batteriebetrieben, um das
Gefäß insbesondere auch in einer Geschirrspülmaschine reinigen
zu können.
Die dargestellten Gefäße können außer Flüssigkeiten auch an
dere fließfähige Massen aufnehmen, deren physikalische Eigen
schaften von Sonden erfaßbar sind. Auch können die Sonden und
die zugehörigen Meßeinrichtungen so ausgebildet sein, daß mit
ihnen gleichzeitig mehrere Eigenschaften überwacht werden.
Claims (6)
1. Gefäß zum Sammeln und Bevorraten einer fließfähigen Masse
wie insbesondere einer Flüssigkeit, das an einer ortsfesten
Stelle die Messung einer physikalischen Größe der fließ
fähigen Masse wie insbesondere des elektrischen Leitwerts
oder der Wasserstoffionenkonzentration durch eine an der
ortsfesten Stelle befindliche elektrische Meßeinrichtung
unter Verwendung einer ein- oder mehrteiligen Meßsonde ge
stattet, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßsonde (24) an dem Gefäß (10) dauerhaft ange
bracht ist und beim Positionieren des Gefäßes (10) an der
ortsfesten Stelle von selbst mit der Meßeinrichtung (32)
verbunden wird.
2. Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Meßsonde (24) in unmittelbarer
Nähe des Gefäßbodens (16) angeordnet ist.
3. Gefäß nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Meßsonde (24) innerhalb des Ge
fäßes (10) schwenkbar ausgebildet ist.
4. Gefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Meßein
richtung (32) am Gefäß (10) flüssigkeitsdicht angeordnet
ist.
5. Gefäß nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Meßeinrichtung (32) innerhalb
einer hohl ausgebildeten Handhabe (12) gekapselt angeordnet
ist.
6. Gefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gefäß (10) außensei
tig eine Kontaktvorrichtung (26) aufweist, durch welche die
Meßsonde (24) beim Absetzen des Gefäßes auf eine bestimmte
Unterlage (14) selbsttätig mit der daran oder darin ange
ordneten elektrischen Meßeinrichtung (32) verbindbar ist.
Priority Applications (1)
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| DE19853538197 DE3538197A1 (de) | 1985-10-26 | 1985-10-26 | Gefaess zur aufnahme einer fliessfaehigen masse mit einer messbaren physikalischen eigenschaft |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853538197 DE3538197A1 (de) | 1985-10-26 | 1985-10-26 | Gefaess zur aufnahme einer fliessfaehigen masse mit einer messbaren physikalischen eigenschaft |
Publications (2)
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| DE3538197A1 DE3538197A1 (de) | 1987-04-30 |
| DE3538197C2 true DE3538197C2 (de) | 1989-03-30 |
Family
ID=6284585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3538197A1 (de) |
Families Citing this family (3)
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Family Cites Families (2)
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-
1985
- 1985-10-26 DE DE19853538197 patent/DE3538197A1/de active Granted
Also Published As
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