DE3538175C2 - Halbleiteranordnung zum Erzeugen eines Elektronenstromes und ihre Verwendung - Google Patents
Halbleiteranordnung zum Erzeugen eines Elektronenstromes und ihre VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Halbleiteranordnung zum
Erzeugen eines Elektronenstromes entsprechend dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 und Verwendungen einer entsprechenden
Halbleiteranordnung.
Die Verwendungen der Halbleiteranordnungen beziehen sich
auf eine Wiedergabe- und auf eine Aufnahmeanordnung mit
einer derartigen Halbleiteranordnung.
Derartige Anordnungen sind aus der niederländischen Offenlegungsschrift
7905470
bekannt.
Darin ist u. a. eine flache Wiedergabeanordnung
mit einem Leuchtschirm beschrieben, der durch Elektronen erregt wird,
die von einer Halbleiteranordnung mit Emissionsgebieten
herrühren, die in einer XY-Matrix gegliedert sind und bei
der, abhängig von der Ansteuerung, von jeweils anderen
Gruppen von Emissionsgebieten wechselnde Muster von
Elektronenemission und dadurch unterschiedliche Leuchtmuster
erzeugt werden.
In dem betreffenden Beispiel werden Halbleiterkathoden
verwendet, deren Wirkung auf Lawinenmultiplikation von
Elektronen bei einer Vorspannung in Sperrichtung eines
pn-Überganges beruht. Der pn-Übergang hat an der
Stelle der emittierenden Oberfläche eine verringerte
Durchbruchspannung und ist dort durch eine n-leitende
Schicht einer derartigen Dicke und einer derartigen
Dotierung von der Oberfläche getrennt, daß bei der Durch
bruchspannung die Verarmungszone sich nicht bis an die
Oberfläche erstreckt, sondern durch eine Oberflächenschicht
getrennt bleibt, die dünn genug ist, um die erzeugten Elektronen
hindurchzulassen.
In der genannten Patentanmeldung wird ebenfalls
eine Verwendungsmöglichkeit dargestellt, bei der eine derartige
Halbleiterkathode in einer Elektronenröhre verwendet
wird, wobei die emittierende Oberfläche nahezu ringförmig
ist. Bei Verwendung einer derartigen Halbleiterkathode in
üblichen Elektronenstrahlröhren wird meistens nicht, wie
in dem dort dargestellten Beispiel, von einer virtuellen
Quelle ausgegangen, sondern es kommen die von der Halbleiter
kathode emittierten Elektronen in einem sog. "cross-over"
zusammen. Die Elektronen bewegen sich dabei hauptsächlich
längs der Oberfläche des erzeugten Strahles, was -
wie in der genannten Patentanmeldung beschrieben - elektronenoptisch
vorteilhaft sein kann.
Dabei liegt im allgemeinen der gewünschte Elektronenstrom
fest, abhängig von dem Typ der Elektronenstrahlröhre,
in der die Halbleiterkathode verwendet wird. Elektronenströme
größer als 100 µA können
beispielsweise mit Hilfe von Halbleiterkathoden mit einer
ringförmigen emittierenden Oberfläche mit einem Durchmesser
von etwa 20 µm erzeugt werden.
Die Elektronenstromdichte kann dabei derart
niedrig werden, daß dadurch in der Praxis Stabilitätsprobleme
auftreten. Etwaige Restgase aus dem Vakuumsystem
(beispielsweise H₂O, CO₂, O₂) werden an der elektronen
emittierenden Oberfläche adsorbiert und können dort mit
einer monoatomaren Schicht Cäsium, die meistens auf dieser
Oberfläche angebracht ist, um das Austrittspotential der
in dem Halbleiterkörper erzeugten Elektronen zu verringern,
und mit der Oberfläche des Halbleiterkristalls wechselwirken.
Unter dem Einfluß aus dem Halbleiterkörper
heraustretender Elektronen können dabei entstandene
Verbindungen aufgebrochen werden und es tritt eine Abfuhr
adsorbierter Atome auf (Desorption). Ebenfalls erfolgt
eine Abfuhr adsorbierter Atome durch Diffusion aus dem
Emissionsgebiet unter dem Einfluß elektrischer Felder
(beispielsweise unter dem Einfluß der Felder, die von dem
Einstellstrom erzeugt werden). Damit diese Mechanismen
einen ausreichenden Einfluß haben, ist es jedoch oft notwendig,
die Elektronenstromdichte durch Einstellung des
Einstellstromes auf einen höheren Wert zu erhöhen, als in der Praxis
möglich oder erwünscht ist.
Ähnliche Halbleiteranordnungen, bei denen Gruppen von
Gebieten der emittierenden Bereiche z. B. zwei für entsprechende
Elemente der Gebiete gemeinsam elektrische
Anschlüsse aufweisen, sind aus den Dokumenten DE-AS
23 40 690 und JP 57-38528 (A)
bekannt.
Die vorliegende Erfindung hat nun zur Aufgabe, eine
Anordnung der eingangs genannten Art mit einer erhöhten
Stabilität zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sowie besonders
geeignete Verwendungen sind in den Unteransprüchen
dargestellt.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die
Stabilität einer Halbleiterkathode mit Hilfe der
erfindungsgemäßen Maßnahme dadurch erhöht wird, daß eine
Gruppe kleiner Emissionsgebiete homogen über die
Oberfläche, die das ursprüngliche Emissionsmuster
definiert, verteilt werden kann, wobei die Gesamtoberfläche
der Emissionsgebiete wesentlich kleiner ist als die
des ursprünglichen Musters. Dies gilt im Prinzip bereits
für äußerst kleine Emissionsmuster mit einer Oberfläche
von etwa 1 µm² und auch für ringförmige Muster mit einem
Durchmesser von etwa 10 µm bei einer Ringbreite von etwa
0,5 µm.
Die dabei vorgesehenen gemeinsamen elektrischen Anschlüsse
sind für alle einer Gruppe zugeordneten Gebiete
nahezu gleich, beispielsweise durch Verwendung
gemeinsamer Metallisierungen für entsprechende
Halbleiterzonen hochdotierter vergrabener Halbleiterzonen,
die alle einer Gruppe zugeordneten Halbleiterzonen
desselben Leitungstyps miteinander verbinden. Wenn der Typ
von Halbleiterkathode verwendet wird, wie diese in der
niederländischen Patentanmeldung 7905470 beschrieben
ist, wobei beispielsweise die Gruppe elektronenemittierender
Gebiete ringförmig oder über ein ringförmiges
Gebiet homogen verteilt ist, sind dann alle
p-leitenden
Gebiete der pn-Übergänge über die Metallisierung auf der
Unterseite des Halbleiterkörpers elektrisch leitend verbunden,
während die n-leitenden Gebiete über tiefe
n-Duffusionen der eigentlichen emittierenden Oberflächen
miteinander verbunden sind. Die dort gezeigte Beschleunigungselektrode
kann jedoch wieder in mehrere Teile aufgeteilt
sein, die auf verschiedene Potentiale gebracht werden
können. Diese Elektrode kann jedoch auch völlig oder teilweise
fortgelassen werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Anordnung ist die
Gruppe von emittierenden Gebieten entsprechend einem annähernd ringförmigen Muster
gegliedert. Eine derartige Ausführungsform ist, wie
oben erwähnt, aus elektronenoptischen Erwägungen
äußerst geeignet.
Auch andere Anordnungen der emittierenden Gebiete
sind möglich, beispielsweise linienförmige für Wiedergabeanordnungen
oder zur Aktivierung von Lasermaterial, wie
in den niederländischen Patentanmeldungen 8300631 und
8400632 beschrieben ist.
Durch die genannte Maßnahme wird eine hohe
örtliche Stromdichte erhalten, die im Grunde zu der gewünschten
Stabilität der Kathode führt. Dennoch ist es
namentlich bei den genannten Kathoden mit gesperrtem
pn-Übergang erwünscht, daß auch die wirksame Stromdichte
möglichst hoch ist. Dies bedeutet u. a., daß der sogenannte
Füllfaktor (der Quotient aus der Summe der Oberflächen
der emittierenden Gebiete zur Gesamtoberfläche) möglichst
hoch sein muß.
Bei diesem Kathodentyp treten bei Erhöhung des
Füllfaktors jedoch Stromzuführungsprobleme auf, und zwar
wegen des Reihenwiderstandes in dem an die Hauptoberfläche
grenzenden, n-leitenden Gebiet. Dies führt seinerseits bei
hohen Strömen durch Potentialunterschiede zu einer ungleichen
Einstellung der pn-Übergänge in den jeweiligen
elektronenemittierenden Gebieten. Außerdem führt durch
den Widerstand in dem n-leitenden Gebiet die Kathode in
der Praxis einen relativ niedrigen Diodenstrom (etwa 10-20%
des maximal zulässigen Stromes, wie er durch den Aufbau
der Kathode, namentlich durch den Reihenwiderstand des
p-leitenden Gebietes bestimmt ist.
Außerdem können etwaige hohe Stromdichten in den
n-leitenden Oberflächengebieten zu hohen elektrischen
Feldern führen, die eine Wanderung von Cäsium-Atomen
und dadurch Instabilität und Inhomogenität der Emission verursachen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen
Halbleiteranordnung,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 das Segment 18 in Fig. 1 in vergrößertem
Maßstab,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform eines derartigen
Segmentes,
Fig. 5, 6 und 7 eine Draufsicht anderer Halbleiter
anordnungen nach der Erfindung,
Fig. 8 einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI
in Fig. 7,
Fig. 9 eine Draufsicht einer Halbleiteranordnung
nach der Erfindung mit einem hohen Füllfaktor,
Fig. 10 einen Schnitt gemäß der Linie X-X in
Fig. 9,
Fig. 11 eine Wiedergabeanordnung, hergestellt mit
einer Halbleiteranordnung nach der Erfindung,
Fig. 12 eine Aufnahmeanordnung, die eine erfindungsgemäße
Halbleiteranordnung aufweist,
Fig. 13 eine Draufsicht einer weiteren Halb
leiteranordnung nach der Erfindung.
Die Figuren sind nicht maßgerecht, wobei deutlichkeitshalber
in den Schnitten insbesondere die Abmessungen
in der Dickenrichtung stark übertrieben sind. Halbleiter
zonen desselben Leitungstyps sind im allgemeinen in derselben
Richtung schraffiert; in den Figuren sind entsprechende
Teile meistens mit denselben Bezugszeichen angegeben.
Die Halbleiteranordnung 1 aus den Fig. 1 und 2
weist einen Halbleiterkörper 2 auf, beispielsweise aus
Silizium mit einer Anzahl Emissionsgebiete 4 an einer
Hauptoberfläche 3, wobei diese Gebiete in diesem Beispiel
entsprechend einem ringförmigen Muster in Fig. 1 durch
strichpunktierten Linien 5 gegliedert sind. Die eigentlichen
Emissionsgebiete 4 befinden sich an der Stelle der Öffnungen
7 in einer Isolierschicht 22 aus beispielsweise
Siliziumoxid.
Die Halbleiteranordnung weist einen pn-Übergang 6
zwischen einem p-leitenden Substrat 8 und einer n-leitenden
Zone 9, 11 aus einer tiefen n-Zone 9 und einer dünnen
Zone 11 auf. An der Stelle der Emissionsgebiete 4 befindet
sich der pn-Übergang zwischen einem implantierten p-leitenden
Gebiet 10 und der dünnen Zone, die dort eine derartige
Dicke und Dotierung hat, daß bei der Durchbruchspannung
des pn-Überganges 6 die Verarmungszone des pn-
Überganges sich nicht bis an die Oberfläche erstreckt,
sondern durch eine Oberflächenschicht davon getrennt bleibt, die dünnn genug ist,
um die infolge des Durchbruches erzeugten Elektronen hindurchzulassen. Durch das hochdotierte
p-leitende Gebiet 10 hat der pn-Übergang innerhalb der
Öffnungen 7 eine niedrigere Durchbruchspannung, so daß die
Elektronenemission nahezu nur in den Gebieten 4 an der
Stelle der Öffnungen 7 erfolgt. Weiterhin ist die Anordnung
noch mit einer Elektrode 12 versehen.
Die Elektrode 12 braucht jedoch nicht immer vorhanden zu
sein. Zum Kontaktieren der n-leitenden Zone 9 ist ein
Kontaktloch 14 in der Oxidschicht 22 vorgesehen und zwar
zwecks einer Kontaktmetallisierung 13, während auf der
Unterseite das Substrat 8 über eine hochdotierte p-leitende
Zone 15 und eine Kontaktmetallisierung 16 angeschlossen
werden kann. Innerhalb der Öffnungen 7 ist auf der Oberfläche
3 eine Monoschicht aus Cäsium vorgesehen, um das
Austrittspotential der Elektronen zu verringern.
Für eine nähere Beschreibung der Struktur, der
Wirkungsweise und der Art der Herstellung der Halbleiteranordnung
nach den Fig. 1 und 2 sei auf die genannte niederländische
Patentanmeldung 7905470 verwiesen. In einem
darin dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein ringförmiges
Emissionsmuster mit Hilfe einer ringförmigen
Öffnung in dem auf der Oberflächen liegenden Oxid erhalten,
in dem der Durchbruch des pn-Überganges gegenüber anderen
Stellen verringert ist. Ein derartiges ringförmiges Muster
ist in Fig. 1 durch strichpunktierte Linien 5 angegeben.
Der dadurch definierte ringförmige Streifen hat eine
Streifenbreite von etwa 3 µm, während der Ring einen Durchmesser
von etwa 200 µm aufweist.
Nach der Erfindung weist die Anordnung kein geschlossenes, ringförmiges
emittierendes Gebiet auf, sondern eine Anzahl
(etwa 25) einzelner Emissionsgebiete 4, die in einem Ring
mit einem Durchmesser von 200 µm gegliedert sind. Die
einzelnen Emissionsgebiete 4 sind vorzugsweise kreisförmig
mit einem Durchmesser von etwa 2 µm. Die gesamte emittierende
Oberfläche ist damit von etwa 1800 µm² auf
etwa 80 µm² verringert.
Bei einem gleichbleibenden Gesamtemissionsstrom
ist nun die Emissionsstromdichte viel größer. Eine derartige
erhöhte Emissionsstromdichte trägt zu einer schnelleren
Desorption an der Cäsiumschicht 17 adsorbierter Ionen,
Atome und Moleküle (H₂O, CO₂, O₂) bei. Gleichzeitig ist
durch die geringeren Abmessungen der Emissionsgebiete 4
die Stromdichte durch die n-leitenden Gebiete 9, 11 größer.
Die damit einhergehenden höheren elektrischen Felder beschleunigen
eine etwaige Diffusion adsorbierter Ionen aus
dem Emissionsgebiet 4. Die Stabilität der Elektronenemission
wird damit daher wesentlich erhöht.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht das Segment 18 aus
Fig. 1, wobei nur die Emissionsgebiete 4 und das durch die
strichpunktierte Linien 5 angegebene Gebiete dargestellt
werden.
Fig. 4 zeigt ein ähnliches Segment 18, wobei
für die Emissionsgebiete 4 ein Durchmesser von etwa 1 µm
gewählt ist. Bei ein und demselben Emissionsstrom nimmt
die Anzahl Emissionsgebiete umgekehrt proportional zu dem
Durchmesser der Emissionsgebiete zu. Bei einem gleichbleibenden
Muster 5 mit einem Durchmesser von etwa 200 µm
enthält die Anordnung mit derartigen kleinen Emissionsgebieten
etwa 50 Emissionsgebiete 4.
Im allgemeinen ist der Gewinn an örtlicher Stromdichte
größer, wenn der Durchmesser der Emissionsgebiete
4 kleiner ist; dieser Durchmesser liegt vorzugsweise
zwischen 10 nm und 10 µm.
Die Emissionsmuster 4 können dabei auch einheitlich
über einen ringförmigen Bereich verteilt sein, wie dies
in Fig. 5 dargestellt ist; bei dem hier gezeigten Segment liegt die
Breite des Gebietes 5
z. B. bei etwa 5 µm und der Durchmesser der
Emissionsgebiete 4 bei etwa 1 µm.
Andererseits kann die Stabilität einer Halbleiterkathode
dadurch erhöht werden, daß auf ähnliche Weise,
wie obenstehend für ein ringförmiges Muster beschrieben,
die gesamte emittierende Oberfläche dadurch verringert wird,
daß eine Anzahl kleinerer Emissionsgebiete einheitlich
über diese gesamte Oberfläche verteilt wird.
Fig. 6 zeigt, wie beispielsweise ein Gebiet 5
mit einem ursprünglichen Durchmesser von etwa 1,5 µm in
3 Emissionsgebiete 4 mit einem Durchmesser von etwa 0,5 µm
aufgeteilt werden kann. Eine derartige Aufteilung eignet
sich insbesondere für Muster, bei denen der Durchmesser des
Gebietes 5 kleiner als etwa 10 µm ist. Für größere
Durchmesser (10-100 µm) kann oft auf vorteilhafte Weise
eine Anordnung ähnlich wie die aus Fig. 5 gewählt werden.
Eine Anordnung nach der Erfindung, bei der diese Maßnahme
auf ein quadratisches Emissionsgebiet, begrenzt durch
die strichpuntierte Linie 5, angewandt wird, ist in den
Fig. 7 und 8 dargestellt. Die Bezugszeichen haben dabei
dieselbe Bedeutung wie in den Fig. 1 und 2, wobei bemerkt sei,
daß die Elektrode 12 nur auf schematische Weise angegeben
ist, wobei nochmals darauf hinzuweisen ist, daß diese nicht
unbedingt immer vorhanden zu sein braucht.
Die Emissionsgebiete 4 können statt kreisförmig
auch längs linienförmiger Muster gegliedert sein, beispielsweise
für Wiedergabeanwendungen oder für Anwendungen,
wie diese in den niederländischen Patentanmeldungen 8300631
und 8400632 beschrieben sind.
Die Halbleiteranordnung 1 aus den Fig. 9 und 10
weist einen Halbleiterkörper 2 auf, beispielsweise aus
Silizium, wobei auf einer Hauptoberfläche 3 eine Anzahl
Emissionsgebiete vorgesehen sind, die in diesem Beispiel
streifenförmig sind und innerhalb eines kreisförmigen
Musters, das in Fig. 9 durch die strichpunktierte Linie 5
angegeben ist, liegen. Die Emissionsgebiete befinden sich
an der Stelle der Öffnungen 7 in einer Schicht 13 aus
leitendem Material, wie beispielsweise Tantal.
Die Halbleiteranordnung weist einen pn-Übergang 6
zwischen einem p-leitenden Substrat 8 und einer n-leitenden
Zone 9, 11 auf, die aus einer tiefen n-leitenden Zone 9
und einer dünnen Zone 11 besteht. An der Stelle der
Emissionsgebiete befindet sich der pn-Übergang zwischen
einem implantierten p-leitenden Gebiet 10 und der dünnen
Zone, die dort eine derartige Dicke und Dotierung hat,
daß bei der Durchbruchspannung des pn-Überganges 6 die Verarmungszone
des pn-Überganges sich nicht bis an die Oberfläche
erstreckt, sondern durch eine Oberflächenschicht getrennt bleibt,
die dünn genug ist, um die durch den Durchbruch erzeugten
Elektronen hindurchzulassen. Durch das
hochdotierte p-leitende Gebiet 10 hat der pn-Übergang
innerhalb der Öffnung 7 eine geringere Durchbruchspannung,
so daß die Elektronenemission nahezu nur in den Gebieten
an der Stelle der Öffnungen 7 erfolgt.
Innerhalb der Öffnungen 7 ist auf der Oberfläche 3
eine Monoschicht aus austrittspotentialverringerndem
Material 17, wie beispielsweise Cäsium, vorgesehen.
In dieser Ausführungsform wird die n-leitende
Zone 9, 11 mittels der leitenden Schicht 13 über ein
Kontaktloch 14 in einer isolierenden Schicht 22. kontaktiert, die die
Oberfläche 3 außerhalb der n-leitenden Zone 9, 11 bedeckt.
Dadurch, daß die Stromzufuhr nun hauptsächlich
über die Schicht 13 erfolgt, kann die wirksame Stromdichte
wesentlich erhöht werden. Auch bleiben die Potentialunterschiede
in der Schicht 13 klein, so daß keine Nebenerscheinungen
infolge von hohen Feldstärken, wie beispielsweise
Wanderung von Cäsium-Atomen, auftreten.
Auf der Unterseite kann das Substrat 8 über eine
hochdotierte p-leitende Zone 15 und eine Kontaktmetallisierung
16 angeschlossen werden.
Die streifenförmigen Öffnungen 7 in Fig. 9 haben
eine Breite von z. B. etwa 1 µm und liegen in einem gegenseitigen
Abstand von etwa 1 µm. Bei der Konfiguration nach Fig. 9
kann dabei ein Füllfaktor von etwa 50% erreicht werden.
Für die leitende Schicht 13 wird vorzugsweise
ein Material gewählt, das nicht oder kaum in das Silizium
diffundiert, wie beispielsweise Tantal.
Die Anordnung nach den Fig. 9 und 10 kann auf
einfache Weise beispielsweise dadurch hergestellt werden,
daß zunächst durch Ionenimplantation die n-leitenden
Zonen 9, 10 vorgesehen werden.
Danach wird dann das Metallmuster 13 vorgesehen,
beispielsweise mit einer "lift-off"-Technik. Mit dem auf
diese Weise erhaltenen Metallmuster als Maske werden dann
an der Stelle der Öffnungen 7 durch Ionenimplantation die
p-leitenden Zonen 10 vorgesehen, wodurch an dieser Stelle
die Durchbruchspannung des pn-Überganges 6 verringert wird.
Die Öffnungen 7 können statt streifenförmig auch
zylinderförmig gewählt werden, wobei dann die emittierenden
Gebiete nahezu homogen über die Gesamtoberfläche verteilt
werden. Eine weitere Verringerung der Breite der Öffnungen 7
und damit der elektronenemittierenden Gebiete erhöht die
Kathodenstabilität.
Fig. 11 zeigt auf schematische Weise
eine Ansicht einer flachen Wiedergabeanordnung, die
außer dem Halbleiterkörper 2 einen Leuchtschirm 23 aufweist,
der durch den von dem Halbleiterkörper herrührenden
Elektronenstrom 19 angeregt wird. Der Abstand zwischen dem
Halbleiterkörper und dem Leuchtschirm beträgt beispielsweise
5 mm, während der Raum, in dem sie sich befinden,
evakuiert ist. Zwischen dem Halbleiterkörper 2 und dem
Schirm 3 wird eine Spannung in der Größenordnung von
5 bis 10 kV über die Spannungsquelle 24 angelegt.
Die Emissionsgebiete 4 sind auf der Oberfläche
des Halbleiterkörpers entsprechend linienförmige Muster 5
gegliedert, die mit Hilfe nötigenfalls auch in dem Halbleiterkörper 2
integrierter, nicht dargestellter Hilfselektronik
erregt werden.
Dabei werden jeweils eine oder mehrere Gruppen,
die entsprechend linienförmigen Mustern emittieren, auf
entsprechende Weise angesteuert, so daß in dem betreffenden
Beispiel abhängig von der Ansteuerung am Schirm 22 Ziffern
dargestellt werden.
In Fig. 12 ist auf schematische Weise eine Elek
tronenstrahlröhre dargestellt, beispielsweise eine Aufnahmeröhre
mit einer hermetisch abgeschlossenen Vakuumröhre 20,
die trichterförmig endet, wobei die Endwand auf der Innenseite
mit einem Leuchtschirm 21 bedeckt ist. Die Röhre
weist weiterhin Fokussierungselektroden 25, 26 und
Ablenkelektroden 27, 28 auf. Der Elektronenstrahl 19 wird
in einer oder mehreren Kathoden, wie obenstehend beschrieben,
erzeugt, wobei sich die Kathoden in einem Halbleiterkörper
2 befinden, der auf einer Halterung 29 angeordnet ist.
Elektrische Anschlüsse der Halbleiteranordnung werden über
Durchführung 30 hinausgeführt.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung
nicht auf die dargestellten Beispiele, sondern im Rahmen
der Erfindung sind für den Fachmann mehrere Ausführungsformen
möglich.
So können in den Emissionsgebieten entsprechend
völlig anderer Prinzipien Elektronen erzeugt werden als
durch Lawinenmultiplikation. Dabei läßt sich an das Prinzip
einer NEA-Kathode oder an die Prinzipien denken, auf denen
die Kathoden beruhen, wie diese in GB 2 109 159
beschrieben sind.
Außerdem brauchen die Emissionsgebiete nicht
immer kreisrund oder quadratisch gewählt zu werden, sondern
können mehrere andere Formen aufweisen, beispielsweise
rechtwinklig oder ellipsenförmig, was namentlich in der
Anordnung nach Fig. 1 und 2 aus elektronenoptischem Gesichtspunkt
günstig ist.
Abhängig von den Möglichkeiten der Halbleitertechnologie
wird man die Durchmesser der Emissionsgebiete
kleiner wählen als die in dem Beispiel nach Fig. 6 genannten
0,5 µm. Einerseits kann das Gebiet 5 dann in mehrere
Emissionsgebiete 4 aufgeteilt werden, während andererseits
bei gleichbleibender Anzahl ein kleinerer Durchmesser für
das Gebiet 5 gewählt werden kann.
Auf dieselbe Art und Weise, wie das kreisrunde
Muster nach Fig. 6 in bestimmten Fällen mit Vorteil durch
ein kreisförmiges Muster ersetzt werden kann, können die
streifenförmigen Muster nach Fig. 7 durch rechtwinklige
Muster ersetzt werden, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist.
Auch können in der Anordnung nach Fig. 8 die
emittierenden Gebiete 4 durch eine einheitliche n-Schicht 11
erhalten werden, die sich an eine Kontaktdiffusion 9 anschließt,
wobei örtlich beispielsweise durch eine Borimplantation
innerhalb der Öffnungen 7 eine verringerte
Durchbruchspannung erhalten worden ist.
Claims (7)
1. Halbleiteranordnung zum Erzeugen eines Elektronenstromes
mittels einer Elektronenquelle, die eine Anzahl
zwischen einer ersten elektrischen Verbindung und einer
zweiten elektrischen Verbindung parallelgeschalteter
emittierender Gebiete (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die emittierenden Gebiete (4) durch eine an eine Hauptoberfläche (3) eines Halbleitergebietes (9) grenzende und einen pn-Übergang (6) mit einem p-leitenden Halbleitergebiet (10) bildende, n-leitende Halbleiterzone (9, 11) gebildet wird,
daß der pn- Übergang (6) örtlich im Bereich der emittierenden Gebiete (4) eine verringerte Durchbruchspannung aufweist,
daß die emittierenden Gebiete (4) durch den restlichen Teil des n-leitenden Gebietes (9) miteinander verbunden sind, wobei dieses Gebiet (9) durch die erste elektrische Verbindung kontaktiert ist, und
daß das p-leitende Gebiet (10) durch die zweite elektrische Verbindung kontaktiert ist.
dadurch gekennzeichnet,
daß die emittierenden Gebiete (4) durch eine an eine Hauptoberfläche (3) eines Halbleitergebietes (9) grenzende und einen pn-Übergang (6) mit einem p-leitenden Halbleitergebiet (10) bildende, n-leitende Halbleiterzone (9, 11) gebildet wird,
daß der pn- Übergang (6) örtlich im Bereich der emittierenden Gebiete (4) eine verringerte Durchbruchspannung aufweist,
daß die emittierenden Gebiete (4) durch den restlichen Teil des n-leitenden Gebietes (9) miteinander verbunden sind, wobei dieses Gebiet (9) durch die erste elektrische Verbindung kontaktiert ist, und
daß das p-leitende Gebiet (10) durch die zweite elektrische Verbindung kontaktiert ist.
2. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptoberfläche (3) mit
einer elektrisch isolierenden Schicht (22) versehen ist,
die an den Stellen des emittierenden Gebietes (4)
Öffnungen (7) aufweist, und daß auf der genannten
isolierenden Schicht (22) um die genannten Öffnungen (7)
herum eine gemeinsame Steuerelektrode (12) vorgesehen ist.
3. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptoberfläche (3) mit
einer elektrisch leitenden Schicht (13) versehen ist, die
an den Stellen der emittierenden Gebiete Öffnungen (7)
aufweist und daß die elektrisch leitende Schicht (13) mit
dem restlichen Teil des n-leitenden Halbleitergebietes (9)
in direktem Kontakt steht und folglich die erste
elektrische Verbindung bildet.
4. Halbleiteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die emittierenden Gebiete (4)
gemäß einem annähernd ringförmigen Muster verteilt sind.
5. Verwendung einer Halbleiteranordnung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4 in einer Kamera mit Mitteln zur
Steuerung eines Elektronenstrahls, der ein Ladungsbild
abtastet, wobei der Elektronenstrahl (19) von der
Halbleiteranordnung (1) erzeugt wird.
6. Verwendung einer Halbleiteranordnung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4 in einer Wiedergabeanordnung mit
Mitteln zur Steuerung eines ein Bild erzeugenden
Elektronenstrahls, wobei der Elektronenstrahl (19) mittels
der Halbleiteranordnung (1) erzeugt wird.
7. Verwendung einer Halbleiteranordnung gemäß
Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedergabeanordnung einen
Leuchtschirm (23) aufweist, der sich im Vakuum in einem
Abstand von einigen Millimetern von der Halbleiteranordnung
(1) befindet, und der Schirm (23) durch den von
der Halbleiteranordnung (1) herrührenden Elektronenstrahl
(19) aktiviert wird.
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