DE3531991A1 - Verfahren zur rbertragung von digitalen daten - Google Patents
Verfahren zur rbertragung von digitalen datenInfo
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- H04L25/4906—Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems using binary codes
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Description
Die Erfindunge bezieht sich auf ein Verfahren zur Übertragung von
digitalen Daten, die in Form eines aus Bits bestehenden Datenstroms über
Lichtwellenleiter von einem Sender zu einem Empfänger übertragen werden,
bei welchem
- der Datenstrom auf der Senderseite in Datenblöcke mit jeweils n Bits unterteilt wird,
- die Datenblöcke in einem Festwertspeicher mit vorher festgelegter Zuordnung in Sendeblöcke mit (n + 1) Bits umgesetzt werden,
- die Sendeblöcke auf die Übertragungsstrecke gegeben und mit erhöhter Geschwindigkeit übertragen werden,
- die Sendeblöcke auf der Empfängerseite in einem Festwertspeicher mit gleicher Zuordnung wie auf der Senderseite wieder in Datenblöcke mit n Bits umgesetzt werden und
- Sendeblöcke, die wegen Verfälschung ihrer Binärinformation nicht in Datenblöcke umgesetzt werden können zur Fehlererkennung ausgewertet werden (Zeitschrift "Frequenz 34 (1980) 2", Seiten 45 bis 52).
- der Datenstrom auf der Senderseite in Datenblöcke mit jeweils n Bits unterteilt wird,
- die Datenblöcke in einem Festwertspeicher mit vorher festgelegter Zuordnung in Sendeblöcke mit (n + 1) Bits umgesetzt werden,
- die Sendeblöcke auf die Übertragungsstrecke gegeben und mit erhöhter Geschwindigkeit übertragen werden,
- die Sendeblöcke auf der Empfängerseite in einem Festwertspeicher mit gleicher Zuordnung wie auf der Senderseite wieder in Datenblöcke mit n Bits umgesetzt werden und
- Sendeblöcke, die wegen Verfälschung ihrer Binärinformation nicht in Datenblöcke umgesetzt werden können zur Fehlererkennung ausgewertet werden (Zeitschrift "Frequenz 34 (1980) 2", Seiten 45 bis 52).
Bei Übertragung von digitalen Daten über Lichtwellenleiter - im
folgenden kurz "LWL" genannt - können Fehler auftreten. Die sogenannten
"Bitfehler" können beispielsweise dann entstehen, wenn der Sendepegel zu
niedrig ist, wenn der sendende Laser defekt ist, wenn die Leitungsdämpfung
zu hoch ist oder wenn die Empfängerseite nicht empfindlich
genug ist. Damit sichergestellt werden kann, daß die Übertragung
einwandfrei ist, muß dieselbe ständig überwacht werden. Dazu kann
beispielsweise ein Verfahren verwendet werden, wie es eingangs beschrieben
ist. Bei diesem Verfahren werden binäre Blockcodes verwendet, die
unter Einsatz eines Codealphabets zur Überwachung des Übertragungssystems
benutzt werden. Ein bei diesem bekannten Verfahren verwendeter
Code mit gutem Wirkungsgrad ist der sogenannte 5B6B-Code, bei dem ein
Datenblock mit n = 5 Bits in einen Sendeblock mit (n + 1) = 6 Bits umgesetzt
wird. Das Verfahren läßt sich mit unterschiedlichen Wirkungsgraden auch
für andere Werte von "n" durchführen. Stellvertretend für alle Möglichkeiten
wird im folgenden auf den 5B6B-Code mit n = 5 eingegangen.
Bei diesem Code müssen 25 möglichen Datenblöcken mit 5 Bits geeignete
Sendeblöcke mit jeweils 6 Bits zugeordnet werden. Es wird dabei ein aus
einem positiven Mode und einem negativen Mode bestehendes Codealphabet
gebildet. Der positive Mode enthält nur ausgewogene und positive Wörter,
wobei die Anzahl der Einsen im Wort größer als die Anzahl der Nullen
ist, während der negative Mode lediglich ausgewogene und negative Wörter
enthält, wobei die Anzahl der Nullen größer als die Anzahl der Einsen
ist. Die gewünschte Blockstruktur wird bei diesem Verfahren als Codealphabet
in Festwertspeichern abgelegt. Wenn bei der Übertragung der Daten
am Festwertspeicher der Empfängerseite ein Sendeblock ankommt, dessen
binäre Information dort nicht abgelegt ist, dann kann dieser Sendeblock
nicht in einen Datenblock zurückgewandelt werden. Es liegt dann ein
Fehler im Übertragungssystem vor, der ausgewertet wird. Dieses Verfahren
hat sich bei der Fehlerüberwachung von digitalen Übertragungssystemen
bewährt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Überwachungsverfahren
zur Übertragung zusätzlicher Information auszunutzen, ohne
dabei die Qualität der Fehlerüberwachung negativ zu beeinflussen.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs geschilderten Art
gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
- daß auf der Senderseite in gleichbleibenden Abständen unter Umgehung des Festwertspeichers anstelle eines Sendeblocks ein Informationblock mit (n + 1) Bits in den Datenstrom eingefügt wird.
- daß der Informationsblock aus einem der Datenblöcke mit n Bits besteht, dem ein aus mindestens einem Hilfsdatenstrom entnommenes Informationsbit hinzugefügt wird,
- daß das Informationsbit den Datenblöcken immer an der gleichen Position hinzugefügt wird,
- daß die Frequenz des Hilfsdatenstroms mindestens um den Faktor "2" niedriger als die Frequenz des Datenstroms ist,
- daß das Informationsbit auf der Empfängerseite aus dem Informationsblock herausgefiltert wird und
- daß der n Bits aufweisende Datenblock des Informationsblocks unter Umgehung des Festwertspeichers wieder in den Datenstrom eingefügt wird.
- daß auf der Senderseite in gleichbleibenden Abständen unter Umgehung des Festwertspeichers anstelle eines Sendeblocks ein Informationblock mit (n + 1) Bits in den Datenstrom eingefügt wird.
- daß der Informationsblock aus einem der Datenblöcke mit n Bits besteht, dem ein aus mindestens einem Hilfsdatenstrom entnommenes Informationsbit hinzugefügt wird,
- daß das Informationsbit den Datenblöcken immer an der gleichen Position hinzugefügt wird,
- daß die Frequenz des Hilfsdatenstroms mindestens um den Faktor "2" niedriger als die Frequenz des Datenstroms ist,
- daß das Informationsbit auf der Empfängerseite aus dem Informationsblock herausgefiltert wird und
- daß der n Bits aufweisende Datenblock des Informationsblocks unter Umgehung des Festwertspeichers wieder in den Datenstrom eingefügt wird.
Das Wort "Hilfsdatenstrom" wurde gewählt, um den Datenstrom, aus dem das
Informationsbit entnommen wird, gegenüber dem eigentlichen Datenstrom im
Beschreibungstext abgrenzen zu können. Tatsächlich handelt es sich aber
ebenso um einen digitalen Datenstrom wie bei dem eigentlichen Datenstrom.
Der Faktor "2", um den die Frequenz des Hilfsdatenstroms niederiger ist
als die des Datenstroms, gilt für den Fall, daß die Datenblöcke aus nur
einem Bit bestehen und daß jeder zweite Sendeblock durch einen Informationsblock
ersetzt wird. Wegen der dazu erforderlichen hohen Übertragungsgeschwindigkeit
ist ein solches Verfahren allerdings nur mit sehr
großem Schaltungsaufwand realisierbar. Bei Einsatz eines dem 5B6B-Code
entsprechenden Verfahrens ergibt sich bereits ein Faktor "12", wenn auch
bei diesem Verfahren jeder zweite Sendeblock durch einen Informationsblock
ersetzt wird. Der Faktor wird um so größer, je größer die Anzahl
der verbleibenden Sendeblöcke ist, bevor anstelle eines Sendeblocks ein
Informationsblock eingefügt wird.
Durch Einfügen des das Informationsbit enthaltenden Informationsblocks
anstelle eines Sendeblocks ist es möglich, neben dem eigentlichen
Datenstrom mindestens einen weiteren als Hilfsdatenstrom bezeichneten
Datenstrom gleichzeitig im gleichen System zu übertragen. Der jeweils
wievielte Sendeblock durch einen Informationsblock ersetzt wird, hängt
von der geforderten Genauigkeit bei der Ermittlung der Bitfehlerrate ab.
So kann vorzugsweise jeder 11. Sendeblock durch einen Informationsblock
ersetzt werden. Dementsprechend ist auch die Frequenz des Hilfsdatenstroms
zu wählen, dem das Informationsbit entnommen wird.
Der Datenstrom wird durch dieses Verfahren in keiner Weise beeinflußt
bzw. verfälscht. Es werden nur auf der Senderseite in festen Abständen
Datenblöcke speziell codiert, ohne daß dabei ihre binären Informationen
verändert werden. Diese spezielle Codierung wird auf der Empfängerseite
rückgängig gemacht und die Datenblöcke in ihrer ursprünglichen
Form weitergegeben.
Das Verfahren nach der Erfindung wird im folgenden als Ausführungsbeispiel
anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine senderseitige Schaltung zur Realisierung des Verfahrens nach
der Erfindung.
Fig. 2 die entsprechende empfängerseitige Schaltung.
Fig. 3 einen möglichen Zusatz zur Schaltung nach Fig. 1,
Fig. 4 einen möglichen Zusatz zur Schaltung nach Fig. 2.
In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand des bekannten
5B6B-Codes erläutert. Der Buchstabe "n" beträgt damit "5". Jeder
Datenblock hat also 5 bits und jeder Sendeblock hat 6 Bits. Prinzipiell
kann die Erfindung aber auch bei anderen Blockcodeverfahren angewendet
werden. Der Wirkungsgrad der einzelnen Verfahren gibt hier sinnvolle
Grenzen an.
An welcher Stelle das Informationsbit dem jeweiligen Datenblock hinzugefügt
wird, ist beliebig. Vorzugsweise wird das Informationsbit an
letzter Stelle hinzugefügt.
Das Senden der Datenblöcke (Fig. 1) mit einer um 6/5 erhöhten Bitrate
macht es erforderlich, zwei unterschiedliche Taktfrequenzen bereitzustellen,
deren Verknüpfungsverhältnis 6/5 in bekannter Schaltungstechnik,
z. B. PLL, realisiert werden kann. Der Takt mit der niedrigeren
Frequenz - beispielsweise 138 MHz - liest den bei E 1ankommenden
Datenstrom in ein Schieberegister 1 ein. Das Schieberegister 1 setzt
sich beispielsweise aus fünf Flip-Flops zusammen. Ein Taktteiler 2
erzeugt nach jeweils fünf Taktperioden einen Impuls, der einen Zwischenspeicher 3
veranlaßt, die im Schieberegister 1 enthaltene Information
zu übernehmen.
Die Ausgänge des Zwischenspeichers 3 steuern einen Festwertspeicher 4 -
im folgenden kurz "PROM 4" genannt - der jeweils einem Datenblock mit
5 Bits einen Sendeblock mit 6 Bits und eine Information über den
Folgemode zuweist.
Die Information über den Folgemode wird in einem
Flip-Flop 7 zwischengespeichert. Das Flip-Flop 7 wird von dem gleichen
Impuls getriggert, der auch den Zwischenspeicher 3 ansteuert. Damit
erhält jeder Datenblock eine Information, aus welchem Mode (positiv oder
negativ) der zuzuweisende Sendeblock entnommen werden soll.
Der Takt mit der höheren Frequenz - hier also 167 MHz - steuert einen
Taktteiler 8 an, der nach jeweils sechs Taktperioden einen Impuls
erzeugt. Für die Dauer dieses Impulses wird ein Schieberegister 9 auf
Einlesen geschaltet. Hierbei wird dann der jeweils zugewiesene Sendeblock
eingelesen, sofern die Umschalter 10 (Multiplexer) den Sendeblock
des PROMs 4 ausgeben. Mit dem ausgangsseitigen Takt von 167 MHz wird
dann der Sendeblock bei A 1 aus dem Schieberegister 9 ausgelesen und auf
die Übertragungsstrecke gegeben.
Damit ist in Kurzfassung das bekannte Überwachungsverfahren nach dem
5B6B-Code auf der Sender- bzw. Codierseite beschrieben. Dieses Verfahren
wird gemäß der Erfindung zur zusätzlichen Übertragung von Informationen
ausgenutzt, indem in gleichbleibenden Abständen ein Sendeblock durch
einen Informationsblock ersetzt wird. Welcher Sendeblock dabei fortgelassen
wird, hängt von zwei Grenzen ab, zwischen denen einerseits die
Fehlerüberwachung noch gewährleistet ist und andererseits die Übertragungsqualität
der zu übertragenden Information noch ausreicht. In diesem
Sinne kann der 5. Sendeblock als untere Grenze angesehen werden, während
der 15. Sendeblock die obere Grenze sein kann. Die folgenden Ausführungen
gelten für den 11. Sendeblock, so daß jeder 11. Sendeblock durch
einen Informationsblock ersetzt wird, der ein Informationsbit enthält.
Dies geschieht beispielsweise wie folgt:
Der Ausgangsimpuls des Taktteilers 8 triggert auch einen Impulsteiler 12,
der nach jeweils elf Eingangsimpulsen einen Ausgangsimpuls
liefert. Für die Dauer dieses Ausgangsimpulses schalten die Umschalter
10 um. Die Verbindungen zum PROM 4 sind dadurch unterbrochen,
während fünf der sechs Umschalter 10 jetzt direkt mit dem Zwischenspeicher
3 verbunden sind. Von dort wird unter Umgebung des PROMs 4 ein
Datenblock mit 5 Bits direkt übernommen und anstelle eines vom PROM 4
codierten Sendeblocks in das Schieberegister 9 eingelesen. An 6. Stelle
wird dabei über den freigebliebenen 6. Umschalter (in Fig. 1 ganz links)
ein frei verfügbares Informationsbit IB hinzugefügt, das eine zusätzliche
Nutzinformation trägt. Dieses Informationsbit wird dem Hilfsdatenstrom
entnommen. Der Ausgangsimpuls des Impulsteilers 12 verriegelt
dabei über ein logisches Gatter 13 (ODER-Verknüpfung) und das
Flip-Flop 7 den Zwischenspeicher 3 für den Folgemode für die Dauer eines
Datenblocks. Es wird damit bewirkt, daß der nächste zu codierende
Datenblock in den Mode gewiesen wird, der eigentlich für den vorherigen
Datenblock vorgesehen war.
Die Frequenz des Hilfsdatenstroms soll entsprechend obigen Ausführungen
deutlich unterhalb der Frequenz des Datenstroms liegen. Wenn zur
Übertragung beispielsweise das bekannte 140-Mbit-System verwendet wird,
dann wird wegen der Umwandlung des Datenblocks mit 5 Bits in einen
Sendeblock mit 6 Bits die Übertragungsgeschwindigkeit auf 167 Mbit/s
gesteigert. Wird jetzt jeder 11. Datenblock durch einen Informationsblock
ersetzt, dann darf die Frequenz des Hilfsdatenstroms nicht über
2,53 Mbit/s (167 : 66) liegen.
Wird für den Hilfsdatenstrom das ebenfalls bekannte 256-kbit-System
eingesetzt, dann könnte bei den oben geschilderten Bedingungen jedes
Informationsbit dieses Hilfsdatenstroms 9- bis 10mal übertragen werden.
Es könnten dann also problemlos auch Informationsbits aus mehr als einem
Hilfsdatenstrom hinzugefügt werden.
Das gilt auch, wenn statt des 140-Mbit-Systems beispielsweise das
ebenfalls bekannte 34-Mbit-System unter den gleichen Bedingungen für den
Datenstrom verwendet wird. Als oberen Grenze für die Frequenz des
Hilfsdatenstroms ergäben sich hier 621,2 Kbit/s (41.000 : 66), so daß
ein Informationsbit des 256-kbit-Systems 2- bis 3mal übertragen werden
könnte.
Der aus Sendeblöcken und Informationsblöcken bestehende Datenstrom wird
über den Ausgang A 1 ausgelesen und über die angeschlossene Übertragungsstrecke
übertragen. Der Datenstrom gelangt am Ende der Übertragungsstrecke
zum Empfänger (Fig. 2) und wird diesem über den Eingang E 2
zugeführt. Anhand von Fig. 2 wird zunächst die an sich bekannte Fehlererkennung
bei Verwendung des 5B6B-Codes erläutert:
Ein Schieberegister 14 liest den bei E 2 ankommenden Datenstrom ein. Das
Schieberegister 14 setzt sich aus sechs Flip-Flops zusammen, die hier
mit einer Frequenz von 167 MHz getaktet werden. Der Takt kann mit
bekannter Schaltungstechnik aus dem ankommenden Datenstrom gewonnen
werden. Ein Taktteiler 16 erzeugt nach jeweils sechs Taktperioden einen
Impuls, der einen Zwischenspeicher 17 veranlaßt, die im Schieberegister 14
enthaltene Information zu übernehmen. Die im Zwischenspeicher 17
gespeicherten Sendeblöcke mit 6-Bits werden in einen Festwertspeicher
18 - im folgenden kurz "PROM 18" genannt - gegeben und von
diesem wieder in einen Datenblock mit 5 Bits zurückgewandelt. Über die
Umschalter 19 steht ein solcher Datenblock nunmehr vor einem Schieberegister 20.
Die Empfängerschaltung wird - wie im Sender - außer mit dem Takt 167 MHz
zusätzlich mit einem zweiten Takt versorgt, dessen Frequenz jedoch um
den Faktor 5/6 niedriger liegt - hier also mit 139 MHz. Ein von diesem
Takt gesteuerter Taktteiler 21 erzeugt nach jeweils fünf Taktperioden
einen Impuls, für dessen Dauer das aus fünf Flip-Flops bestehende
Schieberegister 20 auf "Einlesen" geschaltet wird. Hierbei wird der an
den Ausgängen der Umschalter 19 bereitgestellte Datenblock in das
Schieberegister 20 übernommen.
Bei der Decodierung der Sendeblöcke durch das PROM 18 gibt es bei
fehlerhafter Übertragung des Datenstroms Decodierzustände, die wegen
ihrer verfälschten Binärinformation nicht in einen Datenblock zurückgewandelt
werden können. Erkennt das PROM 18 einen solchen verfälschten
Sendeblock, dann wird ein Fehlerimpuls F abgegeben. Häufen sich solche
Fehler, dann liegt am Ausgang X eine hohe Fehlerquote vor. Es wird dann
angenommen, daß die Schaltung nicht im Raster der gesendeten Datenblöcke
liegt. Die Schaltung läuft dann nicht synchron. Über den der Synchronisierung
dienenden Eingang S 1 wird dann ein Impuls auf den Taktteiler 16
gegeben, der bewirkt, daß der eingangsseitige Takt (167 MHz) für eine
Periodendauer unwirksam wird. Damit wird das Einlesen der Daten um ein
Bit versetzt. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis die Schaltung
synchron läuft, d. h. bis das PROM 18 die Sendeblöcke auch tatsächlich
im Blockraster einliest. Die Fehlerquote am Ausgang X ist dann auf einen
deutlich verminderten Wert gesenkt.
Wenn die Überwachungsschaltung einen LDS-Zähler 32 enthält, der die
laufende digitale Summe zählt, dann wird der bei E 2 ankommende Datenstrom
auch zu diesem Zähler geführt. Der LDS-Zähler 32 gibt dann einen
Fehlerimpuls ab, wenn die dem jeweiligen System zugeordnete Summe -
beispielsweise ± 3 - über- oder unterschritten ist. Es erfolgt dadurch
eine Einzelfehlermarkierung EF, aus welcher bei diesem bekannten
Blockcodeverfahren die Bitfehlerrate abgeleitet werden.
Die Rückgewinnung des Informationsbits aus dem Datenstrom geschieht wie
folgt:
Die Ausgangsimpulse des Taktteilers 16 triggern einen Impulsteiler 22,
der nach jeweils elf Eingangsimpulsen einen Ausgangsimpuls erzeugt.
Durch diesen Ausgangsimpuls werden für seine Dauer die fünf Umschalter 19
umgeschaltet. Es wird dadurch eine direkte Verbindung zum
Zwischenspeicher 17 hergestellt. Dadurch wird der im Zwischenspeicher 17
anstehende Informationsblock unter Umgebung des PROMs 18 direkt zu den
Umschaltern 19 geführt. Der ursprüngliche Datenblock mit 5 Bits wird von
den Umschaltern 19 an das Schieberegister 20 weitergereicht. Der ausgangsseitige
Takt liest die Daten insgesamt aus dem Schieberegister 20
aus. Am Ausgang A 2 haben die Daten dann wieder ihre ursprüngliche Form.
Das an 6. Stelle des Informationsblocks hinzugefügte Informationsbit
steht an 6. Stelle im Zwischenspeicher 17. Es wird vom Ausgangsimpuls
des Impulsteilers 22 in einem Flip-Flop 23 abgespeichert. Am Ausgang A 3
steht damit wieder die binäre Information des Informationsbits IB zur
Verfügung.
Zur Rückgewinnung des Informationsbits IB auf dem geschilderten Wege muß
zunächst der das Informationsbit aufweisende Informationsblock auf der
Empfängerseite gefunden werden. Das geschieht wie folgt:
Da der Informationsblock für die Fehlerüberwachung nicht mit verwendet
werden darf, wird der Fehlerausgang des PROMS 18 über ein Gatter 33 und
eine Inverterstufe 35 bei jedem 11. Sendeblock gesperrt - der Informationsblock
ersetzt im hier geschilderten Ausführungsbeispiel jeden
11. Sendeblock. Dabei wird zu Beginn der Informationsblock nur zufällig
erfaßt. In diesem Falle wäre der am Ausgang X ermittelte Fehler gleich
Null. Wenn der Fehlerausgang des PROMS 18 - was zu Beginn der Fall sein
wird - während des Sendeblocks gesperrt wird, dann stellt sich am
Ausgang X eine konstante Fehlerquote mit dem oben erwähnten verminderten
Wert ein. Der Synchronisierimpuls S 2 hält dann den Taktteiler 22 für die
Dauer einer Periode eines Steuerimpulses an. Das wird so oft wiederholt,
bis der Informationsblock gefunden ist, also solange, bis am
Ausgang X kein Fehler mehr angezeigt wird.
Der ausgewogene Code kann bei der geschilderten Übertragung im System
des 5B6B-Codes durch das Einfügen des Informationsblocks gestört werden.
Diese Tatsache muß auch für den LDS-Zähler 32 berücksichtigt werden. Für
die Dauer des Informationsblocks muß der LDS-Zähler 32 also gesperrt
werden. Das kann wie folgt geschehen:
Der LDS-Zähler 32 wird von der höheren Frequenz (167 MHz) getaktet. Er
erhält - nach Synchronisierung der Schaltung - vom Taktteiler 22
außerdem über das Gatter 34 immer dann einen Impuls, wenn der Informationsblock
im Schieberegister 14 steht und wird durch diesen Impuls für
die Dauer des Informationsblocks, also für 6 Takte, gesperrt. Gleichzeitig
ist auch der Fehlerausgang des PROMS 18 - wie oben beschrieben -
durch einen Steuerimpuls des Taktteilers 22 über das Gatter 33 gesperrt.
Für die in Zwischen-Regeneratoren der Übertragungsstrecke vorhandenen
LDS-Zähler gilt das gleiche wie für den LDS-Zähler 32 der Empfängerseite.
Auch diese LDS-Zähler müssen für die Dauer der Informationsblöcke
gesperrt werden. Die in den Zwischen-Regeneratoren erforderliche
Synchronisierung erfolgt über eine Auswertung des Einzelfehlers EF.
Die vorangehende Beschreibung gilt für das Hinzufügen eines Informationsbits
aus nur einem Hilfsdatenstrom zu einem Datenblock, so daß
vorzugsweise anstelle jedes 11. Sendeblocks ein Informationsblock tritt.
Bei entsprechender Frequenz und davon abhängiger Abtastgeschwindigkeit
können auch Informationsbits aus mehr als einem Hilfsdatenstrom hinzugefügt
werden, so wie es weiter oben schon erwähnt wurde. So ist es
beispielsweise möglich, entsprechend der Schaltung nach Fig. 3 Informationsbits
aus vier Hilfsdatenströmen zu Datenblöcken hinzuzufügen.
Zur Durchführung dieses Verfahrens wird an den Taktteiler 12 ein
weiterer Taktteiler 24 angeschlossen, der nach jeweils vier Taktperioden
einen Impuls abgibt, der als Steuersignal auf einen Umschalter 25
gegeben wird. An den Umschalter 25 sind außerdem vier Hilfsdatenströme
D 1 bis D 4 angeschlossen. Nach Maßgabe des Steuersignals des Taktteilers
24 wird vom Umschalter 25 jeweils ein Informationsbit IB eines
der Hilfsdatenströme auf den 6. Umschalter 10 gegeben und dort, wie
schon für Fig. 1 beschrieben, einem Datenblock hinzugefügt, so daß sich
ein Informationsblock mit 6 Bits ergibt.
Solange nur Informationsbits eines Hilfsdatenstromes verwendet werden,
reicht die oben beschriebene Synchronisierung zur Rückgewinnung der
binären Information aus. Bei mehr als einem Hilfsdatenstrom ist eine
zusätzliche Synchronisierung der unterschiedlichen Hilfsdatenströme
erforderlich. Dazu kann beispielsweise der Anschluß D 4 des Umschalters
25 verwendet werden, der mit dem Ausgang eines Taktteilers 26
verbunden ist. Der Taktteiler 26 ist mit dem Taktteiler 24 verbunden und
liefert nach je zwei Takten einen Impuls. Es erfolgt dadurch die
richtige Zuordnung der Informationsbits aus den einzelnen Hilfsdatenströmen.
Auf der Empfängerseite werden die Informationsbits der vier Hilfsdatenströme
nach Fig. 4 beispielsweise wie folgt getrennt zurückgewonnen:
Der Taktteiler 22 steuert einen zusätzlichen Taktteiler 27, der nach
jeweils vier Eingangsimpulsen einen Ausgangsimpuls liefert, der einem
Decoder 28 zugeführt wird. Über einen Zwischenspeicher 29 werden die
Informationsbits an die zugehörigen Ausgänge der Hilfsdatenströme
gegeben. Im Zwischenspeicher 29 wird immer nur die Information gespeichert,
die dem betreffenden Decodierzustand entspricht.
D 4 ist wie schon für die Senderseite beschrieben der Synchronisierkanal.
Er wird vorzugsweise mit der Bitfolge 010101.... belegt. Die an D 4
liegende Signalfolge wird mit einer von einem Taktteiler 30 erzeugten
Signalfolge als Referenz verglichen. Der Taktteiler 30 liefert nach je
zwei Eingangsimpulsen einen Ausgangsimpuls. Der Vergleich erfolgt
mittels eines EXOR-Gatters 31. Wenn am Ausgang A 4 ein Fehler festgestellt
wird, dann stimmt die Synchronisierung nicht. Über S 3 wird der
Taktteiler 27 dann solange veranlaßt, jeweils einen Raster bzw. Takt
weiterzugehen, bis bei A 4 kein Fehler mehr vorliegt. Die Informationsbits
werden dann den Ausgängen D 1 bis D 3 richtig zugeordnet.
Die Erfindung wurde im Vorangehenden zum Teil mit speziellen Zahlenangaben
von Frequenzen bzw. Bitraten erläutert. Dabei werden nur international
genormte Übertragungssysteme erwähnt. Selbstverständlich ist das
Verfahren auch anwendbar, wenn nicht genormte Übertragungssysteme
eingesetzt werden.
Der Synchronisierkanal D 4 enthält keine eigentliche Dateninformation, da
er nur der Synchronisierung der anderen Datenströme D 1 bis D 3 dient.
Prinzipiell ist es möglich, auch über den Synchronisierkanal noch eine
Information zu übertragen, die dann allerdings wesentlich niederfrequenter
als die anderen Datenströme sein muß. Diese Zusatzinformation
kann beispielsweise aus einem Datenstrom von 300 Bit/s entnommen werden.
Das wäre beispielsweise ein digitalisiertes Telemetriesignal, das auch
die Bezeichnung "ISM"-Signal hat.
Claims (5)
1. Verfahren zur Übertragung von digitalen Daten, die in Form eines aus
Bits bestehenden Datenstroms über Lichtwellenleiter von einem Sender
zu einem Empfänger übertragen werden, bei welchem
- der Datenstrom auf der Senderseite in Datenblöcke mit jeweils n Bits unterteilt wird,
- die Datenblöcke in einem Festwertspeicher mit vorher festgelegter Zuordnung in Sendeblöcke mit (n + l) Bits umgesetzt werden,
- die Sendeblöcke auf die Übertragungsstrecke gegeben und mit erhöhter Geschwindigkeit übertragen werden,
- die Sendeblöcke auf der Empfängerseite in einem Festwertspeicher mit gleicher Zuordnung wie auf der Senderseite wieder in Datenblöcke mit n Bits umgesetzt werden und
- Sendeblöcke, die wegen Verfälschung ihrer Binärinformation nicht in Datenblöcke umgesetzt werden können zur Fehlererkennung ausgewertet werden,
dadurch gekennzeichnet,
- daß auf der Senderseite in gleichbleibenden Abständen unter Umgebung des Festwertspeichers (4) anstelle eines Sendeblocks ein Informationsblock mit (n + 1) Bits in den Datenstrom eingefügt wird,
- daß der Informationsblock aus einem der Datenblöcke mit n Bits besteht, dem ein aus mindestens einem Hilfsdatenstrom entnommenes Informationsbit hinzugefügt wird,
- daß das Informationsbit den Datenblöcken immer an der gleichen Position hinzugefügt wird,
- daß die Frequenz des Hilfsdatenstroms mindestens um den Faktor "2" niedriger als die Frequenz des Datenstroms ist,
- daß das Informationsbit auf der Empfängerseite aus dem Informationsblock herausgefiltert wird und
- daß der n Bits aufweisende Datenblock des Informationsblocks unter Umgehung des Festspeichers (18) wieder in den Datenstrom eingefügt wird.
- der Datenstrom auf der Senderseite in Datenblöcke mit jeweils n Bits unterteilt wird,
- die Datenblöcke in einem Festwertspeicher mit vorher festgelegter Zuordnung in Sendeblöcke mit (n + l) Bits umgesetzt werden,
- die Sendeblöcke auf die Übertragungsstrecke gegeben und mit erhöhter Geschwindigkeit übertragen werden,
- die Sendeblöcke auf der Empfängerseite in einem Festwertspeicher mit gleicher Zuordnung wie auf der Senderseite wieder in Datenblöcke mit n Bits umgesetzt werden und
- Sendeblöcke, die wegen Verfälschung ihrer Binärinformation nicht in Datenblöcke umgesetzt werden können zur Fehlererkennung ausgewertet werden,
dadurch gekennzeichnet,
- daß auf der Senderseite in gleichbleibenden Abständen unter Umgebung des Festwertspeichers (4) anstelle eines Sendeblocks ein Informationsblock mit (n + 1) Bits in den Datenstrom eingefügt wird,
- daß der Informationsblock aus einem der Datenblöcke mit n Bits besteht, dem ein aus mindestens einem Hilfsdatenstrom entnommenes Informationsbit hinzugefügt wird,
- daß das Informationsbit den Datenblöcken immer an der gleichen Position hinzugefügt wird,
- daß die Frequenz des Hilfsdatenstroms mindestens um den Faktor "2" niedriger als die Frequenz des Datenstroms ist,
- daß das Informationsbit auf der Empfängerseite aus dem Informationsblock herausgefiltert wird und
- daß der n Bits aufweisende Datenblock des Informationsblocks unter Umgehung des Festspeichers (18) wieder in den Datenstrom eingefügt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem
Bereich zwischen dem 5. Sendeblock und dem 15. Sendeblock des
Datenstroms jeweils ein Sendeblock durch einen Informationsblock
ersetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
11. Sendeblock durch einen Informationsblock ersetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
das Informationsbits von drei oder mehr Hilfsdatenströmen hinzugefügt
werden, von denen ein Hilfsdatenstrom der Synchronisierung dient.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein auf der Empfängerseite vorhandener LDS-Zähler (32) während
der Dauer jedes auf der Empfängerseite anstehenden Informationsblocks
gesperrt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531991 DE3531991A1 (de) | 1985-08-06 | 1985-09-07 | Verfahren zur rbertragung von digitalen daten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3528149 | 1985-08-06 | ||
| DE19853531991 DE3531991A1 (de) | 1985-08-06 | 1985-09-07 | Verfahren zur rbertragung von digitalen daten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3531991A1 true DE3531991A1 (de) | 1987-02-12 |
Family
ID=25834774
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853531991 Withdrawn DE3531991A1 (de) | 1985-08-06 | 1985-09-07 | Verfahren zur rbertragung von digitalen daten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3531991A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0367093A3 (de) * | 1988-11-02 | 1991-07-31 | Hewlett-Packard Company | Gleichstromfreier Leitungscode zur Übertragung von willkürlichen Daten |
| US5438621A (en) * | 1988-11-02 | 1995-08-01 | Hewlett-Packard Company | DC-free line code and bit and frame synchronization for arbitrary data transmission |
| DE4410563B4 (de) * | 1993-04-02 | 2005-04-28 | Thomson Consumer Electronics | Vorrichtung zum nicht-additiven Kombinieren von ersten und zweiten Datensignalen |
-
1985
- 1985-09-07 DE DE19853531991 patent/DE3531991A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0367093A3 (de) * | 1988-11-02 | 1991-07-31 | Hewlett-Packard Company | Gleichstromfreier Leitungscode zur Übertragung von willkürlichen Daten |
| US5438621A (en) * | 1988-11-02 | 1995-08-01 | Hewlett-Packard Company | DC-free line code and bit and frame synchronization for arbitrary data transmission |
| DE4410563B4 (de) * | 1993-04-02 | 2005-04-28 | Thomson Consumer Electronics | Vorrichtung zum nicht-additiven Kombinieren von ersten und zweiten Datensignalen |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |