DE3531654A1 - Atemgeraet - Google Patents
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Description
PATENTANWÄLTE
A 7 P 113 Frankfurt am Main
03.09.1985
Interspiro AB
S 181 81 Lidingö
Schweden
Schweden
Atemgerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Atemgerät für Rettungszwecke mit einer Haube, welche über den Kopf des Benutzers zu
ziehen ist, einem Behälter für Atmungsgas und Verbindungen und Steuerungen für das Atmungsgas, welche zwischen dem Behälter
und der Haube angeordnet sind.
Atemgeräte diese Art haben bisher eine Atmungsmaske, welche über Schläuche teilweise mit einem Gasbehälter und teilweise
mit einem Filter für die Absorption von Kohlendioxid in Verbindung stehen. Das Atmungsgas zirkuliert in einem Kreislauf
über den Filter und die Maske, wobei eine geringe Strömung von Atmungsgas von dem Behälter zu der Maske geführt wird, um den
Sauerstoffgehalt auf einem annehmbaren Wert zu halten.
Das Problem bei solchen Atemgeräten ist die Schaffung einer
befriedigenden Abdichtung zwischen der Maske und dem Gesicht des Benutzers. Die Gefahr des Eindringens schädlicher Gase aus
der Umgebung ist daher beachtlich.
Die Benutzung einer Haube, welche über den Kopf eines Benutzers gezogen wird und in welche Atmungsgas von einem Behälter
geführt wird, ist ebenfalls bekannt. Um zu Erreichen, daß der
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Kohlendioxidgehalt nicht übermäßig hoch wird, ist es jedoch wesentlich, daß eine relativ kräftige Gasströmung aufrechterhalten
wird, so daß der Behälter groß sein muß, wenn die Benutzungszeit nicht zu kurz sein soll. Es ist erwünscht, ein
derartiges Atemgerät etwa 15 Minuten benutzen zu können.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Atemgerätes für Rettungszwecke, bei welchem die vorgenannten
Nachteile vermieden sind. Dies wird mit einem Atemgerät der gattungsgemäßen Art erreicht, welches sich erfindungsgemäß von
bekannten Geräten wesentlich dadurch unterscheidet, daß die Haube eine Gesichtsmaske und/oder ein Filter für die Absorption
von Kohlendioxid aufweist bzw. umschließt.
Die Unteransprüche sind auf vorteilhafte Weiterbildungen dieses Erfindungsgedankens gerichtet.
Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung auch unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung
.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittdarstellung eines ersten
Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäßen Atemgerätes
,
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Fig . 2 eine entsprechende Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispieles
, und
Fig. 3 eine entsprechende Darstellung eines dritten Ausführungsbeispieles
.
In den Figuren sind entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Das Atemgerät nach Fig. 1 hat eine Haube 1 mit einem Volumen von etwa 6 Litern, welche über den Kopf des Benutzers gezogen
werden kann. Die Haube 1 besteht aus flexiblem, gasdichtem und vorzugsweise feuerbeständigem Material, beispielsweise Polyamidgewebe,
welches mit Kunststoff oder Gummi beschichtet und mit einem Sichtfenster (nicht dargestellt) ausgestattet ist.
In der Haube 1 befindet sich eine Gesichtsmaske 2, welche mit einem Einatmungsventil 3 und einem Ausatmungsventil 4 ausgestattet
ist. Eine äußere, d. h. sich außerhalb der Haube 1 befindliche Atmungsblase 5 ist mit der Gesichsmaske 2 über ein
Rückschlagventil 6 verbunden. Ein Behälter 7 für Atmungsgas steht über eine Leitung 8, welche ein Drosselventil 9 und ein
Regulierventil 10 enthält, mit der Atmungsblase 5 in Strömungsverbindung
.
Bei Benutzung des Atemgerätes erfolgt eine kontinuierliche Gasströmung von dem Behälter 7 über die Leitung 8 zu der Blase
5, derer. Volumen geringer ist, als ein normaler Atemzug. Die Ventile 3 und 6 sind so ausgestaltet und angeordnet, daß das
Ventil 6 bei einem geringen Unterdruck bzw. Vakuum in der Gesichtsrraske 2 öffnet, während das Ventil 3 einen etwas größe-
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ren Unterdruck bzw. Vakuum benötigt, um geöffnet zu werden. Somit wird die Blase 5, welche frisches Atmungsgas enthält,
während des ersten Teils der Inhalationsphase geleert. Nach Leerung der Blase 5 und Anstieg des Unterdrucks in der Gesichtsmaske
2 öffnet das Ventil 3, so daß der restliche Teil des Gases, welcher während eines Atemzuges eingeatmet wird,
aus dem Innenraum der Haube 1 entnommen wird, abgesehen von der Frischgasmenge, welche kontinuierlich von dem Behälter 7
nachströmt. Beim Ausatmen schließen die Ventile 3 und 6 und das Ausatmungsventil 4 öffnet. Die Blase 5 wird von dem Behälter
7 aus mit frischem Gas gefüllt und das Ausatmungsgas strömt in die Haube 1 , worauf eine entsprechende Menge an Gas
an den Verbindungen zwischen der Haube 1 und dem Hals des Benutzers in die Umgebung entweicht.
Ein Teil des ausgeatmeten Gases wird somit während des nächsten Atemzuges wieder benutzt. Trotzdem kann der Gehalt an
Sauerstoff und Kohlendioxid auf annehmbarem Wert gehalten werden, weil das frische Atmungsgas während der ersten Einatmungsphase
zugeführt wird und somit am längsten in den Lungen verbleibt. Das schon einmal benutzte Gas, welches anschließend
über das Ventil 3 eingeatmet wird, bleibt nur für eine kürzere Zeit in den Lungen und der letzte Teil des Gases,
welches eingeatment wird, erreicht die Lungen überhaupt nicht ,
sondern verbleibt in den Respirationsgängen, um anschließend wieder ausgeatment zu werden.
Bei denn Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ist eine Gesichtsmaske
12 mit einem Einatmungsventil 13 und einem Filter 14 für die Absorption von Kohlendioxid versehen. Atmungsgas wird von dem
Behälter 7 geliefert, und zwar entweder in die Haube 1 oder
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unmittelbar in die Maske 12, was mit gestrichelten Linien in der Zeichnung veranschaulicht ist.
Die Einatmung findet über das Ventil 13 statt. Das Atmungsgas wird dann von dem Raum in der Haube 1 entnommen, abgesehen von
dem frischen Gas, welches möglicherweise zu der Gesichtsmaske
12 unmittelbar von dem Behälter 7 zugeführt wird. Die Ausatmung findet über den Filter 14 statt, wobei das Ausatmungsgas von Kohlendioxid gereinigt wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel braucht die Menge an frisch zugeführtem Gas nur so
groß zu sein, daß ein hinreichender Sauerstoffgehalt in der
Haube 1 aufrechterhalten wird, was voraussetzt, daß der beim
Atmen verbrauchte Sauerstoff ersetzt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist ein Filter 24 in
der Haube 1 für die Absorption von Kohlendioxid vorgesehen. Der Filter 24 hat die Form eines Hohlzylinders mit einem
axialen Durchlaß 24A. Frisches Gas wird von dem Behälter 7 über einen Ejektor aufweisenden Zirkulationsmittel 25 zugeführt
, wodurch das frisch zugeführte Gas als Treibgas fungiert
und eine Gasströmung in den Durchlaß 24A hervorruft, so daß das Gas in der Haube 1 durch den Filter 24 zirkuliert. Auf
diese Weise wird der Kohlendioxid-Gehalt in der Haube 1 auf einem annehmbaren Pegel gehalten und außerdem für einen hinreichenden
Sauerstoffgehalt durch Zufuhr von frischem Gas gesorgt . Die Zufuhrleitung von dem Behälter 7 ist mit einen
Steuerventil 26 ausgestattet, welches unabhängig von Druckänderungen
in dem Behälter 7 für eine konstante Gasströmung sorgt. Derartige Steuerventile können auch bei den beiden
zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen eingesetzt werden.
Bei allen drei Ausführungsbeispielen kann das Atmungsgas Luft,
*» PATENTANWÄLTE
mit Sauerstoff angereicherte Luft oder Sauerstoffgas selbst
sein, abhängig davon, welches Gas im Einzelfall am praktischsten ist.
Bezugszeichenlsite
| 1 | Haube |
| 2 | Gesichtsmaske |
| 3 | Einatmungsventil |
| 4 | Ausatmungsventil |
| 5 | Atmungsblase |
| 6 | Rückschlagventil |
| 7 | Behälter |
| 8 | Leitung |
| 9 | Drosselventil |
| 10 | Ventil |
| 12 | Gesichtsmaske |
| 13 | Einatmungsventil |
| 14 | Filter |
| 24 | Filter |
| 24A | Durchlaß |
| 25 | Zirkulationsmittel |
| 26 | Steuerventil |
PATENTANWÄLTE
- Leerseite -
Claims (6)
1. Atemgerät für Rettungszwecke mit einer Haube (1), welche über den Kopf des Benutzers zu ziehen ist, einem Behälter (7)
für Atmungsgas sowie Verbindungsleitungen und Steuerelemente (8, 9, 10, 26) für das Atmungsgas, welche zwischen dem Behälter
(7) und der Haube (1 ) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Haube (1) eine Gesichtsmaske (2, 12)
und/oder einen Filter (14, 24) für die Absorption von Kohlendioxid enthält.
2. Atemgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Haube (1) eine Gesichtsmaske (2) eingeschlossen ist,
welche mit einem Einatmungsventil (3) und einem Ausatmungsventil (4) ausgestattet ist und über ein Rückschlagventil (6)
mit einer Atmungsblase (5) in Strömungsverbindung steht, in welche frisches Atmungsgas von dem Behälter (7) geführt wird,
wobei das Rückschlagventil (6) so angeordnet und ausgebildet ist, daß es bei niedrigerem Vakuum in der Gesichsmaske (.2)
öffnet, als das Inhalationsventil (3).
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Keil&Schaafhausen
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3. Atmungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Haube (1) eine Gesichtsmaske (12) angeordnet
ist, welche mit einem Inhalationsventil (13) versehen ist, über welches Atmungsgas von dem Raum in der Haube (1) und
einem Filter (14) für die Absorption von Kohlendioxid geführt wird, durch welches Filter (14) die Ausatmung in den Raum
stattfindet, wonach frisches Atmungsgas von dem Behälter (7)
in diesem Raum oder die Gesichtsmaske (12) geführt wird.
4. Atemgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Haube (1) ein Filter (24) für die Absorption von Kohlendioxid und Zirkulationsmittel (25) eingeschlossen
sind, mit welchen das Gas in der Haube (1 ) in Berührung mit dem Filter (24) gebracht wird.
5. Atemgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zirkulationsmittel (25) einen Ejektor enthalten, wobei das Treibgas aus frischem Atmungsgas besteht, welches von dem
Behälter (7) geliefert wird.
6. Atmungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Leitung (8) von dem Behälter (7) ein Steuerventil (26) angeordnet ist, welches eine konstante
Strömung von frischem Atmungsgas von dem Behälter (7) aus gewährleistet.
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
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