DE3530119A1 - Vorrichtung fuer webmaschinen und verfahren zu deren betrieb - Google Patents
Vorrichtung fuer webmaschinen und verfahren zu deren betriebInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D47/00—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
- D03D47/28—Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein the weft itself is projected into the shed
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- D03D47/3026—Air supply systems
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Webmaschinen mit
pneumatischem Schußeintrag mit mindestens zwei Schußfäden, bei denen
der Speisedruck der Eintragselemente in Abhängigkeit vom Schußfaden-
Eintragsprogramm gesteuert wird.
Bei Webmaschinen mit pneumatischem Schußeintrag ist der Speisedruck
der Eintragselemente den speziellen Erfordernissen des Schußfadens
anzupassen. Arbeitet eine solche Maschine mit mehr als einem
Schußfaden, so ist es vorteilhaft die Eintragselemente von Schuß zu
Schuß mit dem jeweils zutreffenden Speisedruck zu versorgen. Die dazu
erforderliche Information kann zusammen mit dem Schußfadenprogramm
gespeichert sein.
Es sind Vorrichtungen bekannt (D-OS 34 44 161), die diese Aufgabe
dadurch lösen, daß den Absperrventilen, welche vor den
Eintragselementen liegen, diese unterschiedlichen Speisedrücke
bereitgestellt werden. Es sind zwei Lösungswege beschrieben worden.
Bei der ersten Lösung stehen an der Maschine Druckbehälter mit den
entsprechenden Drücken dauernd zur Verfügung. die Steuerung sorgt
dafür, daß die Speisung aus dem richtigen Behälter erfolgt.
Bei der zweiten Lösung wird der den Ventilen vorgschaltete Behälter
über ein Druckregelventil versorgt, welches entsprechend der
Information des Schußfadenprogrammes gesteuert wird.
Beide Lösungen sind mit Nachteilen verbunden. Bei der ersten Lösung
führt der Aufwand für die mehrfache Bereitstellung und Verteilung des
Speisedruckes zu überproportionaler Verteuerung der Mehrschuß-
gegenüber den Einschußmaschinen.
Bei der zweiten Lösung gibt es Beschränkungen bezüglich der maximalen
Schußfrequenz. Um die dem Druckregelventil nachgeschalteten Behälter
und Leitungen, ja selbst die Eingangskammern der Absperrventile mit
dem neuen Druck zu füllem, vergeht eine bestimmte Zeit. Diese Zeit
bestimmte den Abstand von einem Schuß bis zum nächsten, also die
Schußfrequenz.
Es ist die Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung anzugeben, welche
bei mehrschüssigem Schußeintrag ohne die genannten Nachteile
auskommt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1
beschriebene Vorrichtung gelöst.
Die Webmaschine der beschriebenen Art enthält nicht mehr
Druckluftelemente pro Schußfaden als eine einschüssige Maschine. Es
genügt ein gemeinsamer Behälter mit einem Druck und ein Absperventil
je Eintragselement oder -Gruppe. Der Versorgungsdruck aus dem
Behälter steht dauernd bis zur Dichtstelle des Absperrventiles an.
Der Speisedruck wird lediglich in der Leitung zwischen Absperrventil
und Eintragselement aufgebaut. Das bedeutet geringen Geräteaufwand
und geringe Zeitverzögerung, somit hohe Schußfrequenzen.
Zur Verwirklichung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine
Steuereinheit benutzt, welche am Eingang ein Signal für den
erforderlichen Druck empfängt und daraus ein pulsierendes
Aus-Ein-Signal für die Absperrventile bildet. Dieses pulsierende,
digitale Signal bewirkt unter Nutzung von ansonsten nachteiliger
Eigenschaften von Ventilen und Leitungen einen Druckaufbau am
Eintragselement, der von der Pulsfrequenz und der Pulsbreite abhängig
ist.
Die an der Umsetzung des Digitalsignales in einen bestimmten Druck
beteiligten Effekte sind unterschiedlicher Art. Sie können je nach
technischer Auslegung einzeln bevorzugt werden.
Da ist einmal der induktive Widerstand der Spule von Magnetventilen,
der mit zunehmender Pulsfrequenz ansteigt. Das kann dazu führen, daß
das Ventil langsamer und weniger weit öffnet und ein geringerer
Speisedruck entsteht. Ein anderer Effekt ist die integrierende
Wirkung des Volumens der Leitung zwischen Ventil und Eintragselement.
Wird nämlich das Ventil so ausgelegt, daß es die "Auf-ZU"-Signale
mitmacht, so stellt sich hinter dem Ventil ein Speisedruck ein, der
umsohöher ist, je länger die "Ein"-Phasen im Verhälntnis zu den
"Aus"-Phasen sind. In der Praxis ergibt sich aus der Ueberlagerung
des erst- und des zweitgenannten Effektes eine Vielzahl von
Auslegungsmöglichkeiten.
Entscheidend für diese Lösung ist, daß das gewünschte Ergebnis über
die Signalcharakteristik des Ventil-Steuersignales erreicht wird.
Damit liegt diese Lösung ganz auf dem heute angestrebten Wege der
software- gesteuerten Maschineneinstellung.
Eine weitere Verbesserung bringt die in Anspruch 2 beschriebene
Ausführung. Dabei wir durch Messung des Speisedruckes mittels eines
Sensors mit anschließendem Soll-Ist-Vergleich die Genauigkeit des
erzielten Speisedruckes erhöht. Diese Ausführung ist dort besonders
sinnvoll, wo empfindliche Schußfäden eingetragen werden, die zwecks
hoher Eintragsleistung mit einem Druck ganz an der Grenze Ihrer
Beschädigung beaufschlagt werden. Insgesamt ist ein solcher
Druckregelkreis ohne Schwierigkeiten realisierbar, da entsprechend
schnelle Sensoren und Ventile zur Verfügung stehen.
Die Erfindung betrifft weiter das in den Ansprüchen 3 und 4
beschriebene Verfahren.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Die
Figuren zeigen:
Fig. 1 ein Schema einer Vorrichtung der Erfindung
Fig. 2a ein rechteckiges Ausgangssignal der Steuereinheit
Fig. 2b den resultierenden Speisedruck
Fig. 3a ein pulsierendes Ausgangssignal der Steuereinheit
für reduzierten Speisedruck
Fig. 3b den resultierenden Speisedruck
Fig. 4a das Ausgangssignal mit erhöhter Frequenz
Fig. 4b den resultierenden Speisedruck
Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht im pneumatischen
Teil aus dem Behälter 1, den Leitungen 2 zu den Ventilen 3 a bis c und
den Leitungen 4 a bis c zwischen den Ventilen 3 a bis c und den
Beschleunigungsdüsen 6 a und 6 b sowie den Transportdüsen 7. Die
Schußvorratsspulen 8 a und 8 b mit den Schußfäden 5 a und 5 b sind neben
den dazugehörigen Beschleunigungsdüsen 6 a und 6 b dargestellt.
Der Steuerungsteil enthält die Steuereinheit 9 und die
Ventilsteuerleitungen 10 a bis e, sowie die Programmeinheit 11 für
das Schußfadenprogramm. Entsprechend einer nicht dargestellten
Einrichtung zur Synchronisierung mit der Webmaschine übergibt die
Programmeinheit 11 die Druckwerte für den nächsten Schußfaden
entsprechend dem Schußfadenprogramm an die Steuereinheit 9.
Die Steuereinheit 9 bildet daraus digitale Steuersignale und sendet
diese über die Steuerleitungen 10 a oder b und 10 c bis e an die
Ventile 3 a oder 3 b und 3 c. Die Ventile 3 c der Transportdüsen 7 werden
so bei Schußfadenwechsel jedesmal mit dem entsprechenden Signal für
den Speisedruck beaufschlagt.
Dagegen erhalten die Ventile 3 a oder 3 b, wenn immer sie aktiviert
werden, ein für den zugehörigen Faden 5 a oder 5 b programmiertes
Signal. Es kann aber, was in der Figur nicht dargestellt ist, in
herkömmlicher Weise den Ventilen 3 a und 3 b ein von Hand einstellbares
Druckminderventil vorgeschaltet werden. In diesem Fall gibt die
Steuereinheit 9 an diese Ventile lediglich ein Rechtecksignal aus,
wie in Fig. 2a dargestellt.
Als Zusatzeinrichtung zeigt Fig. 1 einen Sensor 13 für der Speisedruck
der Beschleunigungsdüse 6 a. Dessen Ausgangssignale gehen zue einem
Eingang 14 der Steuereinheit 9. Dort werden diese mit den
Eingangssignalen für den Speisedruck aus der Programmeinheit 11
verglichen und entsprechend der Abweichung wird das Ausgangssignal
der Steuereinheit 9 nachgeregelt. Diese Darstellung ist
stellvertretend für die anderen Eintragselemente 6 d, 7. Eine solche
Regelung mit Drucksensor 13 kann an einer Stelle des Systems erfolgen
oder es können mehrere Speisedrücke über mehrere Sensoren überwacht
werden.
In den Fig. 2 bis 4 sind die Ausgangssignale der Steuereinheit 9 und
die daraus resultierenden Speisedrücke dargestellt.
Fig. 2a zeigt ein Rechtecksignal, welches in der Zeit von t 0 bis t 3
dem Ventil den Befehl "Ein" gibt. In der zugehörigen Fig. 2b ist der
Speisedruck dargestellt, wie beispielsweise am Eingang der
Beschleunigungsdüsen 3 a oder b oder der Transportdüsen 7 ergibt. Der
Druckaufbau erfolgt von t 0 bis t 1 wo maximaler Druck erreicht wird.
Von t 1 bis t 3 bleibt der Druck konstant. Mit den Ende des
"Ein"-Befehles bei t 3 beginnt der Druckabfall und bei t 4 ist der
Ueberdruck wieder abgebaut.
Ein pulsierendes Ausgangssignal, wie in Fig. 3a dargestellt, führt
dazu, daß der Druck p 1 nicht mehr erreicht wird. Der Druck steigt
beim Einschalten t 0 an und erreicht beim ersten Ausschalten bei t 5
sein Maximum. Anschließend sinkt der Druck infolge der Strömung zur
Düse 3 a, oder b oder c ab und beginnt erst bei erneuten Einschalten
bei t 6 wieder zu steigen. Bei t 7 entsprechen die Verhältnisse wieder
denen von t 5 und so weiter. Insgesamt ergibt sich dabei der mittlere
Druck p 2.
In Fig. 4a ist ein Signal dargestellt, welches zwar gleiches
Verhältnis der "Ein"-Zeiten zu den "Aus -Zeiten aufweist wie Fig. 3a,
das jedoch eine höhere Frequenz aufweist. Daher ergibt sich nicht wie
zu vermuten in Fig. 4b der gleiche mittlere Druck wie in Fig. 3b
sondern ein geringerer Druck p 3. Diese Darstellung soll den Effekt
verdeutlichen der mit der Zunahme des induktiven Widerstandes bei
elektromagnetischen Wandlern auftritt und der für die Zwecke der
Erfindung genutzt werden kann. Die Ventile zeigen dabei ein gewisses
frequenzproportionales Steuerverhalten. Erhöhter induktiver
Widerstand wirkt sich ähnlich aus wie das Senken der
Betätigungsspannung und daraus kann sich zusammen mit der
Rückstellfeder des Ventils ein geringerer Öffungshub ergeben. Dieser
wiederum führt zu einer geringeren Durchströmung des Ventils und
somit zu niedrigerem Speisedruck.
Claims (4)
1. Vorrichtung für Webmaschinen mit pneumatischem Schußeintrag mit
mindestens zwei Schußfäden mit Eintragselementen wie
Beschleunigungsdüsen und Transportdüsen, mit Ventilen, mit einer
Druckluftquelle, mit einer Steuereinheit für die Ventile welche in
Abhängigkeit vom Schußfaden- Eintragsprogramm arbeitet,
gekennzeichnet durch:
Ventile (3 a, b, c) welche eine geschlossene und eine offene Stellung annehmen können und auf die Eingangssignale "zu" oder "auf" ansprechen,
eine Steuereinheit (9) mit einem Signaleingang (12) für die Höhe des Speisedruckes, digitalen Steuerausgängen (10 a bis e) für die Ventile (3 a, b, c) mit einer Einrichtung zum Umwandeln des Eingangssignales in digitale, Ausgangssignale, wobei die Frequenz und/oder das Tastverhältnis der Ausgangssignale entsprechend der Information der Eingangssignale gestaltet werden.
Ventile (3 a, b, c) welche eine geschlossene und eine offene Stellung annehmen können und auf die Eingangssignale "zu" oder "auf" ansprechen,
eine Steuereinheit (9) mit einem Signaleingang (12) für die Höhe des Speisedruckes, digitalen Steuerausgängen (10 a bis e) für die Ventile (3 a, b, c) mit einer Einrichtung zum Umwandeln des Eingangssignales in digitale, Ausgangssignale, wobei die Frequenz und/oder das Tastverhältnis der Ausgangssignale entsprechend der Information der Eingangssignale gestaltet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Eintragselement (6 a, b, 7) und Ventil (3 a, b, c) ein Sensor (13) für
den Speisedruck angebracht ist und das Sensorsignal an einen
weiteren Eingang (14) der Steuereinheit (9) angeschlossen ist.
3. Verfahren für Webmaschinen mit pneumatischem Schußeintrag mit
mindestens zwei Schußfäden mittels Eintragselementen wie
Beschleunigungsdüsen und Transportdüsen, die gemäß eines
vorgegebenen Programmes über Ventile mit Druckluft gespeist
werden, wobei die Eintragselemente mit mindestens zwei
unterschiedlichen Drücken speisbar sind, die in Abhängigkeit vom
Schußfaden- Eintragsprogramm wählbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß am Eingang eines Ventiles (3 a, b, c) Druckluft eines Druckes P 1
zur Verfügung steht, die während der Speisung des betreffenden
Eintragselementes (6 a, b, 7) durch pulsierendes Einschalten und
Ausschalten des Ventiles in einen Druck P 2 am Eintragselement
(6 a, b, 7) umgewandelt wird, wobei das Verhältnis von Einschaltzeit
zu Ausschaltzeit, sowie die Frequenz des Pulsierens von einer
Steuereinrichtung (9) entsprechend dem vom der Programmeinheit
(11) vorgegebenen Soll-Druck gesteuert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ausgangssignal der Steuereinheit (9) unter Berücksichtigung des
Ist-Druck- Sensorsignales vom Speisedruck gebildet wird,
dergestalt, daß im Sinne einer Regelung die Differenz zwischen
Soll- und Ist-Druck ein Minimum wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853530119 DE3530119A1 (de) | 1985-08-23 | 1985-08-23 | Vorrichtung fuer webmaschinen und verfahren zu deren betrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853530119 DE3530119A1 (de) | 1985-08-23 | 1985-08-23 | Vorrichtung fuer webmaschinen und verfahren zu deren betrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3530119A1 true DE3530119A1 (de) | 1987-02-26 |
Family
ID=6279162
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853530119 Withdrawn DE3530119A1 (de) | 1985-08-23 | 1985-08-23 | Vorrichtung fuer webmaschinen und verfahren zu deren betrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3530119A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4132696A1 (de) * | 1990-10-02 | 1992-04-09 | Draper Corp | Steuerungsvorrichtung fuer eine webmaschine |
| BE1016197A3 (nl) * | 2004-09-14 | 2006-05-02 | Picanol Nv | Inrichting en werkwijze voor het toevoeren van perslucht aan een hoofdblazer. |
| EP3819413A1 (de) * | 2019-11-05 | 2021-05-12 | Kabushiki Kaisha Toyota Jidoshokki | Steuervorrichtung für eine luftdüsenwebmaschine |
-
1985
- 1985-08-23 DE DE19853530119 patent/DE3530119A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4132696A1 (de) * | 1990-10-02 | 1992-04-09 | Draper Corp | Steuerungsvorrichtung fuer eine webmaschine |
| BE1016197A3 (nl) * | 2004-09-14 | 2006-05-02 | Picanol Nv | Inrichting en werkwijze voor het toevoeren van perslucht aan een hoofdblazer. |
| EP3819413A1 (de) * | 2019-11-05 | 2021-05-12 | Kabushiki Kaisha Toyota Jidoshokki | Steuervorrichtung für eine luftdüsenwebmaschine |
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