DE3530073A1 - Torabdichtung, insbesondere verladetorabdichtung - Google Patents
Torabdichtung, insbesondere verladetorabdichtungInfo
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Description
Es sind Torabdichtungen bekannt, die aus einzelnen Streifen oder Lamellen aus
nachgiebigem, vorzugsweise elastisch nachgiebigem Material bestehen, wobei die
Streifen in einer Leiste am einen Ende zu einer Baueinheit zusammengefaßt sind,
die mit der Leiste am oberen Torquerbalken befestigt sind. In südlichen Ländern
dienen solche Torabdichtungen als einfache sichthemmende, lufdurchlässige Türab
dichtungen vor Wohnräumen. Im industriellen Bereich dienen sie dem Verschluß von
Hallentoren und haben den Vorteil, daß ein- und ausfahrende Fahrzeuge an den
Lamellen anstoßen können und durch das Tor fahren können, ohne daß hierzu ein
besonderer manueller oder mechanischer Aufwand erforderlich wäre. Dabei soll
aber gerade die Luftdurchlässigkeit vermieden werden, was dadurch geschieht, daß
zwei Lamellenreihen auf Lücken hintereinander angeordnet sind und relativ
hochwertiges Material für die Lamellen verwendet wird. Letzteres ist Anlaß dafür,
daß das Bedürfnis besteht, einzelne Lamellen auszuwechseln. Durch die Technik
des Durchfahrens von derart abgedichteten Toren mit Fahrzeugen liegt ein sehr
rauher Betrieb vor und es kommt relativ häufig vor, daß einzelne oder mehrere
Lamellen schadhaft werden. Infolge des verwendeten hochwertigen Materiales
verlangt die Wirtschaftlichkeit, daß nicht wegen einzelner, schadhaft gewordener
Lamellen eine komplette Abdichtung ausgebaut und durch eine neue Abdichtung mit
durchweg unbeschädigten Lamellen ersetzt wird.
Bei bisherigen Lösungen sind die einzelnen Lamellen jeder Lamellenreihe in einer
gemeinsamen Schiene eingehängt. Wird eine mittlere Lamelle schadhaft, so werden
vom einen Ende her alle Lamellen bis einschließlich der schadhaft gewordenen
Lamelle ausgebaut und wieder eingebaut, wobei an der Stelle der schadhaft
gewordenen Lamelle eine unbeschädigte Lamelle zum Einsatz kommt. Dieses zeit-
und demzufolge kostenaufwendige Verfahren findet heute allgemein Anwendung,
obwohl relativ häufig schadhaft gewordene Lamellen ausgewechselt werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige Torabdichtung derart auszugestalten,
daß einzelne, schadhaft gewordene Lamellen ohne großen Aufwand ausgewechselt
werden können.
Demzufolge geht die Erfindung aus von einer Torabdichtung mit mehreren,
vertikalen Lamellen, aus vorzugsweise elastisch nachgiebigem Material, die in zwei
Reihen auf Lücken hintereinanderliegend, über die Torbreite nebeneinander an
ihren oberen Enden aufgehängt sind.
Insbesondere ist die Erfindung zur Lösung der gestellten Aufgabe dadurch gekenn
zeichnet, daß bei einer Torabdichtung mit diesen gattungsgemäßen Merkmalen in
jeder Reihe jede Lamelle einzeln oder mehrere Lamellen zu Gruppen zusammen
gefaßt in einer Klemmleiste gehalten ist bzw. sind und mehreren dieser Klemm
leisten eine gemeinsame Klemmleiste zugeordnet ist, wobei die erste Reihe der
Klemmleisten sich mit iherer vorderen Stirnseite an einem festen Widerlager
abstützt und die Klemmleisten beider Reihen in Anlage aneinander gehalten werden
durch die zwangsweise gegenüber der Rückseite der Klemmleisten der zweiten
Reihe verstellbare diesen Kleimmleisten gemeinsame Klemmleiste.
Hierdurch ist es möglich, zum Auswechseln einer schadhaft gewordenen Lamelle
die Klemmleiste auszubauen, um anschließend jede beliebige Lamelle der hinteren,
zweiten Lamellenreihe einzeln auswechseln zu können oder um jede beliebige
Lamelle der vorderen, ersten Lamellenreihe auswechseln zu können, nachdem
lediglich die beiden diese Lemelle jeweils teilweise überdeckenden Lamellen der
zweiten, hinteren Lamellenreihe vorübergehend ausgebaut worden sind. Es müssen
also in keinem Fall auch beim Auswechseln einer mittleren Lamelle mehr als
äußerstenfalls drei Lamellen aus- und wieder eingebaut werden.
Mit den Merkmalen der Unteransprüche wird die Erfindung insbesondere dahin
gehend weiter ausgestaltet, daß der Aus- und Einbau jeder einzelnen Lamelle in
einfacher Weise ohne besondere Hilfsmittel möglich ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In der
Zeichnung zeigen
Fig. 1 in sehr schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße Torabdichtung als
Draufsicht von dem oberen Torquerbalken aus und
Fig. 2 eine Stirnansicht auf eine erfindungsgemäße Torabdichtung.
Die Toröffnung wird nach oben begrenzt von einem im Querschnitt U-förmigen,
nach unten offenen oberen Torquerbalken 1, an den Seiten von vertikalen seitlichen
Begrenzungspfosten 2 und 3 und nach unten von der nicht gezeichneten Fahr-
und/oder Gehbahn. An der Innen- oder Rückseite des vorderen Schenkels 1 a des
oberen Torquerbalkens 1 ist eine schräg nach oben gerichtete Schiene 4 angeformt,
die von einem zum anderen der seitlichen Begrenzungspfosten 2, 3 reicht und von
ihren Stirnseiten her nicht zugänglich sein muß. Auf dieser Schiene 4 sind
Klemmleisten 5 mit entsprechenden Nuten 6 aufgehängt, wobei in jeder Klemm
leiste 5 eine Lamelle 7 aus Gummi oder einem entsprechenden Werkstoff gehalten
ist. Die Anzahl der Klemmleisten und entsprechend die Anzahl der Lamellen ist
abhängig von der Torbreite und der für zweckmäßig erachteten Länge der
Klemmleisten 5 bzw. Breite der Lamellen 7. Die Klemmleisten 5 sollen mit ihren
Stirnseiten spiellos aneinanderliegen, so daß sie die aneinanderliegenden Teile einer
ersten oder vorderen Klemmleistenreihe bilden. Entsprechendes gilt für die in
diesen Klemmleisten eingesetzten Lamellen 7. Zur besseren Festlegung der
Lamellen 7 in den Nuten 8 der Klemmleisten 5 sind die vertikalen Seiten der Nuten
mit reibungserhöhenden Mitteln versehen. Diese sind in Längsrichtung der Klemm
leisten 5 verlaufende zahnförmige Rippen 9, die sich beim Einbau der Lamellen in
diese eingraben. Die Lamellen werden von der Stirnseite der Klemmleisten 5, also
in Längsrichtung der Rippen 9, ein- und gegebenenfalls in der entsprechenden
Richtung ausgebaut. Hinter dieser vorderen, ersten Lamellenreihe ist eine zweite
Lamellenreihe mit Lamellen 10 und Klemmleisten 11 eingebaut und zwar in
grundsätzlich gleichem Aufbau und gleicher Anordnung wie die Lamellen 7 und
Klemmleisten 5 der vorderen, ersten Lemellenreihe mit der Besonderheit, daß die
Lamellen 10 der hinteren, zweiten Lamellenreihe die möglichst klein gehaltenen
Spalte zwischen den Lamellen 7 der ersten Lamellenreihe überdecken, die Lamel
len 7 und 10 also auf Lücken aufgehängt sind. Jede Klemmleiste 11 der zweiten,
hinteren Reihe ist mit, wie die Nuten 6, schräg nach oben verlaufenden Nuten 12
auf entsprechend schgräg nach oben verlaufenden Schienen 13 auf der Rückseite
zweier nebeneinanderliegender Klemmleisten 5 der ersten, vorderen Lamellenreihe
aufgehängt. Ist dieser Einbauzustand erreicht, so wird auf schräg nach oben
weisenden Schienen 14 auf den Rückseiten aller Klemmleisten 11 der zweiten
Lamellenreihe eine Klemmleiste 15 mit einer weit bemessenen Längsnut 16 zur
Anlage gebracht, die die Klemmleisten 5 und 11 beider Lamellenreihen spiellos mit
ihren Vorder- und Rückseiten aneinanderlegt und die Klemmleisten 5 der vorderen,
ersten Lamellenreihe mit ihren Vorderseiten spiellos an der Innenseite des vorderen
Schenkels 1 a des oberen Torquerbalkens 1 anlegt. Die notwendige Anpreßkraft wird
mit Gewindestiften 17 erzeugt, die in den hinteren Schenkel 1 b des oberen
Torquerbalkens 1 entsprechend weit eingedreht sind. Eine angemessene Anzahl von
Gewindestiften 17 ist auf die Länge der Klemmleiste 15 verteilt vorgesehen.
Soll eine einzelne Lamelle 10 der zweiten, hinteren Lamellenreihe ausgebaut
werden, so wird die Klemmleiste 15 nach Lösen der Gewindestifte entfernt und
dann kann ohne weiteres diese einzelne Lamelle 10 mit ihrer Klemmschiene 11
ausgebaut werden und eine neue Lamelle mit ihrer Klemmschiene auf die Leiste 14
aufgesetzt werden, worauf die Klemmleiste 15 wieder eingebaut und mit den
Gewindestiften 17 festgelegt wird. Ist eine Lamelle 7 der ersten, vorderen
Lamellenreihe auszuwechseln, so wird wiederum zunächst die Klemmschiene 15
nach Lösen der Gewindestifte 17 ausgebaut, dann werden die beiden hinter der
auszuwechselnden Lamelle 7 der ersten Lamellenreihe liegenden Lamellen 10 aus
gebaut, darauf die Lamelle 7 der vorderen Lamellenreihe ausgewechselt, die vorher
eingebauten beiden Lamellen 10 aus der zweiten Reihe wieder eingebaut und
schließlich die Klemmschine 15 wieder eingebaut und durch Anziehen der Gewinde
stifte 17 wieder fixiert.
Gemäß einer vorzugsweisen Materialpaarung bestehen die Leisten 5, 11 und 15 aus
Aluminium, während die Lamellen 7 und 10 aus Gummi bestehen.
Bei der bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß jede Lamelle 7 bzw. 10
eine eigene Klemmleiste 5 bzw. 11 hat und die Klemmleiste 15 allen Klemm
leisten 5 und 11 gemeinsam ist. Bei entsprechend anderen Anforderungen können
jedoch auch mehrere Klemmleisten 5 bzw. 11 zu längeren Klemmleisten für jeweils
mehrere Lamellen 7 bzw. 10 zusammengefaßt werden, und es können statt der
einen Klemmleiste 15 mehrere Klemmleisten vorgesehen sein, wobei es jedoch nach
wie vor wesentlich ist, daß jeder Abschnitt der Klemmleiste 15 mehrere der
Klemmleisten 5, 11, unabhängig von deren Länge relativ zur Breite der Lamellen 7
bzw. 10, überdeckt.
Claims (8)
1. Torabdichtung, insbesondere Verladetorabdichtung mit mehreren vertikalen
Lamellen aus vorzugsweise elastisch nachgiebigem Material, die in zwei Reihen
auf Lücken hintereinanderliegend, über die Torbreite nebeneinander an ihren
oberen Enden aufgehängt sind, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Reihe jede
Lamelle (7, 10) einzeln oder mehrere Lamellen zu Gruppen zusammengefaßt in
einer Klemmleiste (5, 11) gehalten ist bzw. sind und mehreren dieser Klemm
leisten eine gemeinsame Klemmleiste 15 zugeordnet ist, wobei die erste Reihe
der Klemmleisten (5) sich mit iherer vorderen Stirnseite an einem festen
Widerlager (1 a) abstützt und die Klemmleisten beider Reihen in Anlage
aneinander gehalten werden durch die zwangsweise gegenüber der Rückseite den
Klemmleisten (11) der zweiten Reihe verstellbare diesen Klemmleisten gemein
same Klemmleiste (15).
2. Torabdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmlei
sten (5) der ersten Reihe mit einer schräg nach oben verlaufenden Nut (6) auf
einer entsprechend schräg nach oben verlaufenden Schiene (4) des festen
Widerlagers (1 a) eingehängt sind.
3. Torabdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klemmleisten (11) der zweiten Reihe mit einer schräg nach oben verlaufenden
Nut (12) auf entsprechend schräg nach oben verlaufenden Schienen (13) auf den
Rückseiten der Klemmleisten (5) der ersten Reihe, die Lücken zwischen
einzelnen Klemmleisten der Klemmleistengruppen der ersten Reihe über
deckend, eingehängt sind.
4. Torabdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die den Klemmleisten (5, 11) beider Reihen gemeinsame Klemmleiste (15) mit
einer Nut (16) auf der Vorderseite über schräg nach oben verlaufenden
Schienen (14) der Klemmleisten (11) der zweiten Reihe greift.
5. Torabdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der zwangsweisen Verstellen der mehreren Klemmleisten (5, 11) beider Reihen
gemeinsamen Klemmleisten (15) Gewindestifte (17) dienen, die auf die Länge
dieser Klemmleiste zumindest etwa gleichmäßig verteilt und im hinteren
Teil (1 b) der Umrandung (1) eines Schlitzes an der Toroberkante gehalten sind,
dessen vorderer Teil (1 a) das feste Widerlager bildet.
6. Torabdichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch
Schlitze (8) der den Lamellen (7, 10) zugeordneten Klemmleisten (5, 11) zur
Aufnahme der Lamellen, wobei die Schlitzwände mit reibungserhöhenden
Mitteln (9) versehen sind.
7. Torabdichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die reibungs
erhöhenden Mittel quer zur Längsrichtung der Lamellen (7, 10) verlaufende
Zahnleisten (9) sind.
8. Torabdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leisten (5, 11, 15) aus Aluminium, die Lamellen (7, 10)
aus Gummi bestehen.
Priority Applications (3)
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| DE19853530073 DE3530073A1 (de) | 1985-08-22 | 1985-08-22 | Torabdichtung, insbesondere verladetorabdichtung |
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Publications (1)
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| DE19853530073 Withdrawn DE3530073A1 (de) | 1985-08-22 | 1985-08-22 | Torabdichtung, insbesondere verladetorabdichtung |
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Family Applications After (1)
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| DE (2) | DE3530073A1 (de) |
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|---|---|---|---|---|
| DE202010001562U1 (de) | 2010-01-31 | 2010-05-27 | Nani Verladetechnik Gmbh & Co. Kg | Torabdichtung mit Dichtung eines LKW-Türspaltes |
| DE102010022057A1 (de) | 2010-01-31 | 2011-08-04 | Nani Verladetechnik GmbH & Co. KG, 39365 | Torabdichtung mit Dichtung eines LKW-Türspaltes |
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1985
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- 1986-08-21 DE DE8686111583T patent/DE3662929D1/de not_active Expired
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| EP0212639B1 (de) | 1989-04-19 |
| DE3662929D1 (en) | 1989-05-24 |
| EP0212639A2 (de) | 1987-03-04 |
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