DE3528830A1 - Daempfungsvorrichtung fuer ein zylinderaggregat, das als teil eines federungssystems zwischen den gefederten und ungefederten massen eines fahrzeuges angeordnet ist - Google Patents
Daempfungsvorrichtung fuer ein zylinderaggregat, das als teil eines federungssystems zwischen den gefederten und ungefederten massen eines fahrzeuges angeordnet istInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Dämpfungsvorrichtung für ein
Zylinderaggregat, das als Teil eines Federungssystems zwi
schen den gefederten und ungefederten Massen eines Fahr
zeuges angeordnet ist, mit den Merkmalen des Oberbegriffes
von Anspruch 1.
Eine Dämpfungsvorrichtung dieser Art ist bereits bekannt
(DE-OS 15 05 497 - Fig. 1 -). Bei dieser Konstruktion erfolgt
die Verstellung des an einer von mehreren Ventilfederschei
ben anliegenden Abstützgliedes zur Steigerung des Durchfluß
widerstandes am Dämpfungsventil durch eine in der Kolben
stange des Arbeitskolbens axial verstellbar angeordnete und
mit ihrem oberen Stangenende an einer membrangehaltenen Zug
stange.
Zur Erhöhung des Ventilschließdruckes bzw. einer gewünschten
Veränderung der Kennlinie des Zylinderaggregates wird dabei
die Membran durch ein von einer externen Druckquelle geliefer
tes Druckmedium beispielsweise mit Druckflüssigkeit entsprechend
beaufschlagt. Bei diesem Zylinderaggregat ist somit die Schließ
kraft des Dämpfungsventils im Gegensatz zu einer Konstruktion
gemäß dt. Patentanmeldung B 81 235 II/63c nicht mehr ab
hängig von den im Zylinderaggregat herrschenden hydraulischen
Verhältnissen; vielmehr ist eine unabhängige stufenlose Dämpfungs
einstellung möglich.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei einem kurzzeitigen An
stieg des Druckes in der Druck- und/oder Zugstufe eines
Stoßdämpfers oder bei einer Anwendung dieser bekannten Däm
pfungsregelung bei einem hydropneumatischen Federbein bei
einer Erhöhung des Druckes in den Zylinderräumen infolge ei
ner Zuladung des Fahrzeuges dieser erhöhte Druck gegen den
an den Ventilschließgliedern wirksamen Anpreßdruck
für die regelbare Dämpfungsverstellung wirkt und dadurch die
Dämpfkraft verringert wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Dämp
fungsvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes von An
spruch 1 anzugeben, bei der sichergestellt ist, daß die durch
das Abstützglied auf das Ventilschließglied ausgeübte Schließ
kraft bei einem sich gegebenenfalls kurzzeitig erhöhenden
Druck im Zylinderaggregat ohne Beteiligung einer externen
Druckquelle so ansteigt, daß die Dämpfkraft im wesentlichen
erhalten bleibt oder definiert erhöht wird. Außerdem soll es
die Erfindung ermöglichen, auf einfachem Wege die Dämpfkraft
zusätzlich regelbar zu gestalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Konstruktion ermöglicht damit ohne großen
technischen Aufwand beilspielsweise einen gewünschten Dämpfkraft
verlauf im wesentlichen aufrechtzuerhalten, in dem die Anpreß
kraft des Abstützgliedes vom Ausgangsdruck des Druckverstärkers
erzeugt wird, der stets
entsprechend dem Verhältnis der Kolbenflächen des Stufenkol
bens zueinander höher ist als der von einem Dämpfungsflüssig
keit enthaltenden Raum abgenommene Eingangsdruck des Druckver
stärkers.
Die Dämpfungsvorrichtung kann dabei gemäß Anspruch 2 vom
getrennt vorgesehen oder gemäß Anspruch 3
in das Zylinderaggregat integriert sein.
Ferner kann das Zylinderaggregat als Schwingungsdämpfer aus
gebildet oder ein Teil einer hydropneumatischen Feder sein.
Druckverluste, beispielsweise durch Leckage bedingt, lassen
sich im System Dämpfungsvorrichtung - Zylinderaggregat gemäß An
spruch 4 vermeiden.
Eine lastunabhängige regelbare Dämpfung läßt sich vorteilhaft
nach Anspruch 5 erzielen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen einer für eine hydropneumatische
Feder bestimmten Dämpfungsvorrichtung sind Gegenstand der An
sprüche 7 und 8.
An den oder die Druckverstärker können ein Zylinderaggregat,
ein Teil der Zylinderaggregate oder sämtliche Zylinderaggre
gate eines Federungssystems, insbesondere von Kraftfahrzeugen,
angeschlossen sein.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer
Dämpfungsvorrichtungen dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 einen Teillängsschnitt des Stoßdämpfers einer
hydropneumatischen Feder, in welchen ein Teil
der Dämpfungsvorrichtung integriert ist, die
sowohl für die Zug- als auch für die Druckstu
fe eine Dämpfkraftverstärkung bewirkt,
Fig. 2 ein Blockschaltbild, das zwei hydropneumatische
Federn einer Fahrzeugachse in Verbindung mit
zwei Druckverstärkern zeigt, wobei die Dämpfungs
vorrichtungen der Stoßdämpfer beider hydropneu
matischen Federn gemäß Fig. 1 ausgebildet sind,
Fig. 3 in schematischer Darstellung einen Längsschnitt
durch eine in eine hydropneumatische Fahrzeug
feder zwischengeschaltete, außerhalb deren
Stoßdämpfer vorgesehene Dämpfungsvorrichtung,
die eine Dämpfkrafterhöhung lediglich für die
Zugstufe bewirkt.
Der in Fig. 1 ausschnittweise gezeigte Stoßdämpfer 10 einer
hydropneumatischen Feder weist ein äußeres Schutzrohr 12 so
wie ein in diesem koaxial angeordnetes zylindrisches Innen
rohr 14 auf. 16 bezeichnet als Ganzes einen im Innenrohr 14
abgedichtet geführten Arbeitskolben, der für die Zug- und
Druckstufe von sich parallel zu dessen Längsachse erstrecken
den Strömungsmittel-Durchtrittskanälen durchdrungen ist.
In Fig. 1 ist ein Strömungsmittel-Durchtrittskanal 18 für
die Zugstufe und ein diesem gegenüberliegender Strömungs
mittel-Durchtrittskanal 20 für die Druckstufe gezeigt. Im Ar
beitskolben können auf einem zur Kolbenachse konzentrischen
Kreis auch mehrere Strömungsmittel-Durchtrittskanäle für
die Zug- und für die Druckstufe verteilt vorgesehen sein.
Den für die Zug- und für die Druckstufe vorgesehenen Strö
mungsmittel-Durchtrittskanälen 18 und 20 ist austrittsseitig
jeweils ein als Ganzes mit 22 bzw. 24 bezeichnetes Ventil
schließglied zugeordnet, die zusammen mit den ihnen zuge
ordneten Strömungsmittel-Durchtrittskanälen 18 bzw. 20
Dämpfungsventile bilden. Diese Ventilschließglieder 22, 24
sind in bekannter Weise jeweils durch eine Anzahl von auf
einer den Arbeitskolben 16 durchsetzenden Kolbenstange 26
angeordneten Federscheiben 28 bzw. 29′ gebildet, die ver
schieden große Außendurchmesser aufweisen, wobei die Feder
scheibe mit dem größten Außendurchmesser die Austrittsöffnung
der für die Zug- bzw. Druckstufe vorgesehenen Strömungsmittel-
Durchtrittskanäle 18 bzw. 20 überdeckt, die aus jeweils einer
der Kolbenstirnflächen 30 bzw. 32 ausmündet.
Den Ventilschließgliedern 22 und 24 ist jeweils ein Abstütz
glied zugeordnet, mit dessen Hilfe sich auf deren Federscheiben
28 bzw. 29 ein Druck ausüben läßt, um die Schließkraft der Dämpfungs
ventile bei einem sich in den Zylinderräumen 34 und 36 er
höhenden Druck so zu verstärken, daß die Dämpfkraft des
Stoßdämpfers auch bei sich aufgrund von Federbewegungen er
höhendem Druck im Stoßdämpfer im wesentlichen erhalten bleibt
oder definiert erhöht wird.
Die beiden Abstützglieder sind jeweils durch einen ring
förmigen Preßkolben 38 bzw. 40 gebildet, die jeweils in ei
ner Stirnringnut 42 bzw. 43′ eines auf der Kolbenstange 26
abgestützten Führungskörpers 44 bzw. 46 in axialer Rich
tung aufeinander zu verschiebbar geführt sind.
Die Preßkolben 38, 40 bilden zusammen mit den sie aufnehmen
den Stirnringnuten 42, 43 an der von den Ventilschließglie
dern 22, 24 abgekehrten Seite der Preßkolben jeweils einen
ringförmigen Druckraum 48 bzw. 50, die jeweils über einen
Verbindungskanal 52 bzw. 54 mit einem Zuführkanal 56 verbun
den sind, der sich in dem den Arbeitskolben 16 tragenden frei
en Endstück der Kolbenstange 26 axial erstreckt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist die Kolbenstange oberhalb des oberen
Führungskörpers 44 im Durchmesser vergrößert und auch ent
sprechend aufgebohrt, wobei an dem im Durchmesser größeren
Kolbenstangenkanal 58 ein Druckspeicher der hydropneumati
schen Feder angeschlossen sein kann. Über eine oder mehrere
Radialbohrungen 60 steht der Kolbenstangenkanal 58 mit den
Zylinderräumen 34 und 36 in Verbindung, so daß die Räume 34,
36, 58 mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllt sind.
Im Kolbenstangenkanal 58 ist koaxial eine Verbindungsleitung
62 angeordnet, die den mit den Druckräumen 48 und 50 in Ver
bindung stehenden Zuführkanal 56 mit einem oder mehreren
Druckverstärkern verbindet.
Gemäß Fig. 2 sind die Druckräume 48, 50 beispielsweise mit
zwei als Ganzesmit 64 und 66 bezeichneten Druckverstärkern ver
bunden, die einzeln zuschaltbar sind. Im Unterschied zur Dar
stellung gemäß Fig. 1, die eine bevorzugte Ausführungsform
des Stoßdämpfers 10 zeigt, sind bei den beiden zu einer Fahr
zeugachse gehörenden Stoßdämpfern 10 des Blockschaltbildes
der Fig. 2 die zu jedem Stoßdämpfer gehörenden Druckspei
cher 68 der hydropneumatischen Federung der einfacheren
Darstellung wegen an einem dem Arbeitskolben 16 gegenüber
liegenden Zylinderstirnende angeschlossen.
Beide Anschlußleitungen 70, 72 der Druckspeicher sind über
eine Verbindungsleitung 74 mit einer Versorgungsleitung 76
verbunden, der über eine Pumpe 78 Druckflüssigkeit, beispiels
weise Hydrauliköl, zuführbar ist. Von der Versorgungsleitung
76 führen zwei Anschlußleitungen 80 und 82 weg, die jeweils
an der Niederdruckseite eines der beiden Druckverstärker 64
und 66 angeschlossen sind.
Jedem Druckverstärker ist ein 3/2 Wege-Sitzventil 84 bzw. 86 mit
Magnetbetätigung vorgeschaltet, das in der Anschlußlei
tung 80 bzw. 82 liegt.
Die beiden Druckverstärker 64, 66 sind in bekannter Weise jeweils
mit einem Stufenkolben 88 ausgestattet, die niederdrucksei
tig unterschiedlich große Kolbenflächen aufweisen. Hoch
druckseitig sind die Druckverstärker 64, 66 an einer ge
meinsamen Steuerleitung 90 angeschlossen, die zu einer an
den Verbindungsleitungen 62 der beiden Stoßdämpfer 10 an
geschlossenen Verteilerleitung 92 führt. Die Stufenkolben
88 der beiden Druckverstärker werden durch über die
Anschlußleitungen 80 und 82 an deren Niederdruckseite zu
geführte Dämpfungsflüssigkeit jeweils gegen die Wirkung einer
Rückstellfeder 94 verschoben, wobei dann an deren Hoch
druckseite anstehende Druckflüssigkeit über die Steuerleitung
90 in die Druckräume 48, 50 der Führungskörper 44, 46 zur
Betätigung der Preßkolben 38, 40 mit entsprechendem Druck
verdrängt wird.
Die beiden hydropneumatischen Federn 10 dienen zum Niveauaus
gleich des betreffenden Kraftfahrzeuges, weshalb zwischen
Pumpe 78 und 3/2 Wege-Sitzventilen 84, 86 ein Niveau
regelventil 96 zwischengeschaltet ist, das in üblicher Wei
se über eine mit der Hinterachse in Verbindung stehende He
belanordnung betätigbar ist. Die als Hochdruckölpumpe ausge
bildete Pumpe 78 wird durch den Fahrzeugmotor angetrieben
und saugt Druckflüssigkeit von einem Flüssigkeitsvorratsbe
hälter 98 an. Die beiden hydropneumatischen Federn 10 können
ebensogut die Hauptfederung bilden, wobei sie teil- o. volltragend sein können.
Wird durch eine Zuladung am Fahrzeug ein Niveauausgleich er
forderlich, so wird über das Niveauregelventil 96 die Pumpe
78 mit der Versorgungsleitung 76 verbunden, so daß den Zylin
derräumen 34, 36 zusätzlich Druckflüssigkeit zugeführt wird
und dadurch der Gesamtdruck im Federungssystem erhöht wird.
Sofern nun die Anpreßkraft der Preßkolben 38, 40, mit der
sie an die Ventilschließglieder 22 und 24 anpreßbar sind,
durch eine Flüssigkeit aufgebracht würde, deren
Druck regelbar wäre, hätte dies zur Fol
ge, daß der in den Zylinderräumen 34, 36 ansteigende Druck auch
gegen die Preßkolben und damit gegen den Steuerdruck für
die regelbare Dämpfungsverstellung wirken würde, mit der
Folge, daß sich dadurch die Dämpfkraft vermindern würde.
Die beschriebene Konstruktion gewährleistet nun, daß die
durch die Preßkolben 38, 40 auf die Ventilschließglieder
22, 24 ausgeübte Schließkraft bei Druckerhöhung im Stoß
dämpfer in einem solchen Maße ansteigt, daß die Dämpfung
lastunabhängig erhalten bleibt. Wie aus Fig. 2 ersicht
lich ist, befinden sich, sofern ein Niveauausgleich nicht
erforderlichist, die 3/2 Wegeventile 84, 86 in ihrer Null
stellung, in welcher die Niederdruckseite beider Druck
verstärker 64, 66 mit einer zum Vorratsbehälter 98
führenden Abflußleitung 100 verbunden sind. Dadurch ist
gewährleistet, daß durch die Dämpfungsvorrichtung in den
Stoßdämpfern eine weiche Grunddämpfung aufrecht erhalten
wird, wobei die zuvor zur Niederdruckseite geströmte
Dämpfungsflüssigkeit durch die auf den Stufenkolben 88
wirkende Rückstellfeder 94 aus den Druckverstärkern ver
drängt werden kann. Die weiche Grunddämpfung wird hier
bei ausschließlich durch die Elastizität der Federschei
ben 28 der beiden Ventilschließglieder 22, 24 bestimmt.
Bei der Rückstellung der Stufenkolben 88 kann jeweils über
eine Leitung 91 Luft in die Druckverstärker 64, 66 nach
strömen bzw. bei deren Beaufschlagung aus diesen entweichen.
Ebenso kann von der Niederdruckseite auf die andere Kolben
seite gelangende Dämpfungsflüssigkeit über die Leitung 91
in den Vorratsbehälter 98 abfließen.
Von der Steuerleitung 90 geht noch eine zum Vorratsbehäl
ter 98 führende Verbindungsleitung 93 ab. In diese ist ein
Überdruckventil 95 zwischengeschaltet, um in der Steuer
leitung 90 einen Druckanstieg über einen gewünschten Ar
beitsdruck der Druckflüssigkeit zu vermeiden.
Mit 97 ist eine sowohl an der Steuerleitung 90 als auch an
der Verbindungsleitung 93 angeschlossene weitere Leitung
bezeichnet, in welche ein entgegen dem Überdruckventil 95
arbeitendes und zu diesem parallel liegendes Rückschlag
ventil 99 zwischengeschaltet ist. Über dieses Rückschlag
ventil 99 (Schnüffelventil) können in der Steuerleitung 90
entstehende, durch Leckage bedingte Flüssigkeitsverluste
ausgeglichen werden, indem über die Stufenkolben 88 bei
deren durch die Rückstellfedern 94 bewirkten Rückstellung
aus dem Vorratsbehälter 98 Flüssigkeit angesaugt werden
kann.
Bei einem fälligen Niveauausgleich besteht die Möglich
keit, die Niederdruckseite eines Druckverstärkers oder bei
der Druckverstärker über die Leitung 76 mit dem entsprechen
den Zylinderraum der Stoßdämpfer 10 zu verbinden, so daß
bei einem infolge Niveauausgleich in den Stoßdämpfern an
steigenden Druck der Dämpfungsflüssigkeit zugleich auch
der Stufenkolben 88 des einen oder beider Druckverstärker
64, 66 niederdruckseitig beaufschlagt und dadurch die am
Stufenkolben hochdruckseitig anstehende Druckflüssigkeit
mit entsprechend erhöhtem Druck über die Leitungen 90, 92
in die Druckräume 48, 50 der Führungskörper 44, 46 hinein
gedrückt wird. Dadurch werden die Preßkolben 38, 40 mit ent
sprechend erhöhter Kraft an die ihnen zugeordneten Ventil
schließglieder 22, 24 angelegt, wodurch lastunabhängig die
Dämpfung so geregelt wird, daß sich die Anpreßkraft im
wesentlichen proportional zu dem sich innerhalb der Stoß
dämpfer ändernden Druckverhältnis erhöht und dadurch die
gewünschte Dämpfkraft, bezogen auf sich einstellende Innen
drücke der Stoßdämpfer, erhalten bleibt und zwar ihne Ein
satz einer zusätzlichen Druckquelle.
Durch die Ausstattung der Dämpfungsvorrichtungen mit mehreren,
einzeln zuschaltbaren Druckverstärkern mit unterschiedlichen
Flächenverhältnissen an ihrer Niederdruckseite ist es möglich,
die Dämpfung mehrstufig regelbar auszulegen. Die Zuschaltung
einzelner Druckverstärker kann manuell oder automatisch in
Abhängigkeit bestimmter Betriebsparameter des Fahrzeuges er
folgen.
Die durch die Pumpe 78 über eine Ansaugleitung 102 ständig ge
förderte Dämpfungsflüssigkeit wird nach Durchführung eines
Niveauausgleiches über das Niveauregelventil 96 und eine Ab
flußleitung 104 in den Vorratsbehälter 98 zurückgeleitet.
Wird ein Niveauausgleich notwendig, so wird zwangsläufig
eines der beiden 3/2 Wegeventile 84 oder 86 elektromag
netisch in die Durchlaßstellung gesteuert, um den betreff. Druckver
stärker 84 oder 86 zwangsläufig auch mit einem der bei
den Zylinderräume 34 oder 36 der Stoßdämpfer zu verbinden.
In Fig. 3 ist ein Stoßdämpfer in Verbindung mit einer er
findungsgemäßen Dämpfungsvorrichtung 108 gezeigt, wobei die
se außerhalb eines einseitig mit Dämpfungsflüssigkeit be
aufschlagten Stoßdämpfers 110 einer hydropneumatischen Feder
und zwar zwischen diesem und einem Druckspeicher 112 ange
ordnet ist. Die Dämpfungsvorrichtung 108 weist ein vorzugs
weise kugelförmiges Gehäuse 114 auf, dessen Innenraum durch
eine als Ventilträger dienende Trennwand 116 in zwei Teil
räume 118, 120 unterteilt ist, von denen der Teilraum 120
über eine Verbindungsleitung 122 mit dem mit Dämpfungsflüs
sigkeit beaufschlagten Raum 124 des Stoßdämpfers verbunden
ist, während vorzugsweise der Teilraum 118 am Druckspeicher
112 angeschlossen ist. Die Trennwand 116 ist für die Zug
stufe von Strömungsmittel-Durchtrittskanälen 126 und für die
Druckstufe von Strömungsmittel-Durchtrittskanälen 128 durch
drungen und diesen ist an jeder Seite der Trennwand 116 je
weils ein Ventilschließglied in 130 bzw. 132 zugeordnet.
Von den beiden durch jeweils eine Gruppe von Strömungsmittel-
Durchtrittskanälen 126 bzw. 128 und einem der Ventilschließ
glieder 130 bzw. 132 gebildeten Dämpfungsventilen ist z. B. ledig
lich dasjenige für die Zugstufe lastunabhängig regelbar. Zu
diesem Zweck ist dem durch mehrere Federscheiben gebildeten
Ventilschließglied 130, analog zu den Ventilschließgliedern
22 und 24 der Fig. 1, ein Preßkolben 134 zugeordnet, der
in einem an der Wand 116 befestigten Führungskörper 136 axial
verschiebbar geführt und mittels einer Druckflüssigkeit an
das Ventilschließglied 130 anpreßbar ist. Die Druckflüssig
keit wird in einer aus dem Gehäuse 114 herausgeführten und
an der Hochdruckseite eines nicht dargestellten Druckverstär
kers angeschlossenen Verbindungsleitung 138 geführt. Die Nieder
druckseite des Druckverstärkers liegt an einer Verbindungs
leitung 140 an, die z. B. an einer Anschlußleitung 142 ange
schlossen ist, die den Raum 118 der Dämpfungsvorrichtung 108
mit dem Druckspeicher 112 verbindet.
Da lediglich eine externe Anordnung einer zu einem Stoßdäm
pfer 110 einer hydropneumatischen Feder gehörenden Dämpfungs
vorrichtung 108 veranschaulicht werden soll, wurde der Ein
fachheithalber auf die Darstellung der übrigen funktionswesent
lichen Komponenten, insbesondere eines oder mehrerer Druckver
stärker somit Magnetventil verzichtet.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß den Ventilschließ
gliedern anstelle von Preßkolben auch Abstützglieder zuge
ordnet sein können, die zur lastunabhängigen Regelung der
Dämpfung auch mechanisch an die Ventilschließglieder angepreßt
werden können. Dies ist beispielsweise möglich, wenn inner
halb der Kolbenstange des Stoßdämpfers eine oder zwei Be
tätigungsstangen geführt sind, die über durch eine Druck
flüssigkeit betätigbare Steuermittel betätigbar sind, wo
bei die Druckflüssigkeit an der Hochdruckseite eines oder
mehrerer Druckverstärker ansteht.
Ebenso ist es möglich, einen üblichen Schwingungsdämpfer mit
einer in diesen integrierten oder extern vorzusehenden Däm
pfungsvorrichtung einzustatten, der lediglich ein oder mehre
re, ggf. zuschaltbare Druckverstärker zugeordnet sein können.
Claims (8)
1. Dämpfungsvorrichtung für ein Zylinderaggregat, das als
Teil eines Federungssystems zwischen den gefederten und un
gefederten Massen eines Fahrzeuges angeordnet ist und einen
Arbeitskolben aufweist, mit einem Ventilträger, der zwei
Dämpfungflüssigkeit enthaltende Räume voneinander trennt
und der für jede Bewegungsrichtung (Druck- und Zugstufe)
des Arbeitskolbens ein Dämpfungsventil aufweist, von denen
jedes durch einen im Ventilträger angeordneten Flüssigkeits-
Durchtrittskanal und mindestens eine diesen austrittsseitig
abdeckende, am Ventilträger gehaltene Federscheibe gebildet
ist, wobei zumindest der Federscheibe des einen Dämpfungsven
tils ein Abstützglied zugeordnet ist, das mittels von außen
durch einen Druckerzeuger zugeführter Druckflüssigkeit mit
veränderbarer Kraft an die Federscheibe anpreßbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckerzeuger mindestens ein Druckverstärker (64
oder 66) mit einem Stufenkolben (88) ist, dessen Niederdruck
seite an einem der beiden Räume (34 oder 36) angeschlossen
ist und an dessen Hochdruckseite die Druckflüssigkeit an
steht.
2. Dämpfungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilträger (116) in einem vom Zylinderaggregat
(110) getrennten Gehäuse (114) angeordnet ist und daß einer
der Dämpfungsflüssigkeit enthaltenden Gehäuseräume (118 oder
120) mit einem Dämpfungsflüssigkeit enthaltenden Zylinder
raum (124) des Zylinderaggregates (110) verbunden ist.
3. Dämpfungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilträger durch den Arbeitskolben (16) des Zylin
deraggregates (10) gebildet ist und daß die Zylinderkammern
(34, 36) die Dämpfungsflüssigkeit enthaltenden Räume bilden.
4. Dämpfungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß niederdruckseitig Dämpfungsflüssigkeit zupumpbar ist.
5. Dämpfungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit wenigstens zwei Druckverstärkern,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufenkolben (88) der Druckverstärker (64, 66) nieder
druckseitig unterschiedlich große Kolbenflächen aufweisen.
6. Dämpfungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützglied einen ringförmigen Preßkolben (38 bzw.40)
bildet, der in einer Stirnringnut (42 bzw. 43) eines auf der
Kolbenstange (26) abgestützten Führungskörpers (44 bzw. 46)
axial verschiebbar geführt ist und daß der zwischen dem Boden
der Stirnringnut (42 bzw. 43) und dem Preßkolben (38 bzw. 40)
vorhandenen Ringraum (48 bzw. 50) des Führungskörpers (44
bzw. 46) über einen in der Kolbenstange (26) vorgesehenen
und mit der Hochdruckseite des Druckverstärkers (64 oder
66) verbundenen Zuführkanal (56) in Verbindung steht.
7. Dämpfungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An
sprüche 1 sowie 3-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zylinderaggregat (10) Teil einer hydropneumatischen
Feder mit einer Pumpe (78) und einem Niveauregelventil (96)
ist, daß das Niveauregelventil (96) zwischen der Pumpe (78)
und dem Druckverstärker (64 oder 66) liegt und daß dem Druck
verstärker (64 oder 66) niederdruckseitig eine Ventilvorrich
tung (84 oder 86) zum Herstellen oder Unterbrechen der Ver
bindung zwischen Druckverstärker (64 oder 66) und Zylinder
aggregat (10) zugeordnet ist, wobei in deren Schließstellung
die Niederdruckseite des Verstärkers (64 oder 66) mit dem
Flüssigkeitsvorrat (98) verbunden ist.
8. Dämpfungsvorrichtung nach Anspruch 7, bei der den beidsei
tig am Arbeitskolben des Zylinderaggregates vorgesehenen Fe
derscheiben der Dämpfungsventile jeweils ein Abstützglied
zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß beide Abstützglieder (38, 40) durch die über die Kolben
stange (26) des Arbeitskolbens (16) zugeführte Druckflüssig
keit an die ihnen zugeordnete Federscheibe (28 bzw. 29) an
preßbar sind.
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| DE19853528830 DE3528830A1 (de) | 1985-08-10 | 1985-08-10 | Daempfungsvorrichtung fuer ein zylinderaggregat, das als teil eines federungssystems zwischen den gefederten und ungefederten massen eines fahrzeuges angeordnet ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853528830 DE3528830A1 (de) | 1985-08-10 | 1985-08-10 | Daempfungsvorrichtung fuer ein zylinderaggregat, das als teil eines federungssystems zwischen den gefederten und ungefederten massen eines fahrzeuges angeordnet ist |
Publications (1)
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| DE3528830A1 true DE3528830A1 (de) | 1987-02-19 |
Family
ID=6278283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853528830 Withdrawn DE3528830A1 (de) | 1985-08-10 | 1985-08-10 | Daempfungsvorrichtung fuer ein zylinderaggregat, das als teil eines federungssystems zwischen den gefederten und ungefederten massen eines fahrzeuges angeordnet ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3528830A1 (de) |
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1985
- 1985-08-10 DE DE19853528830 patent/DE3528830A1/de not_active Withdrawn
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