DE3525161A1 - Verfahren und vorrichtung zur verschleissarmen zerstaeubung von fluessigen hochviskosen und/oder suspensiven brennstoffen fuer die verbrennung oder vergasung in brennerflammen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur verschleissarmen zerstaeubung von fluessigen hochviskosen und/oder suspensiven brennstoffen fuer die verbrennung oder vergasung in brennerflammenInfo
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Description
. £. Ca./Al.
suspensiven Brennstoffen für die Verbrennung
oder Vergasung in Brennerflammen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbrennung oder Vergasung von hochviskosen und/oder suspensiven
Brennstoffen in einer Brennerflamme, bei dem der Brennstoff in einer Düse in einer ringartig geschlossenen
dünnen Schicht in einen Zerstäubungsmediumstrom eingeführt wird und mit dessen Hilfe zerstäubt wird.
Ein solches Verfahren ist aus "Fifth International Symposium on Coal Slurry Combustion and Technology",
Tampa, Florida, April 1983, Seite 625 ff, insbesondere Fig. IV auf Seite 636 bekannt. Bei der bekannten Verfahrensführung
wird der in einer Ringschicht austretende Brennstoff von zwei ebenfalls ringförmigen Zerstäubungsluftströmen
umfaßt und tritt zusammen mit diesen unter Verringerung seiner Schichtdicke aus einem" Ringsp"alt
aus. Das den inneren Rand dieses Ringspaltes begrenzende Hitzeschild bedarf einer besonderen Kühlung. Darüber
hinaus besteht die Gefahr, daß infolge von Instabilitäten die dünne Ringschicht auf die den Ringspalt begrenzenden
Wandungsteile auftrifft und dort zu erhöhtem Verschleiß führt. Darüber hinaus tritt zwar das Zerstäubungsgut
mit relativ langsamer Geschwindigkeit aus dem konisch aufgerichteten Ringspalt aus, jedoch strömt die
Zerstäubungsluft mit hoher überkritischer Geschwindigkeit aus, so daß die relativ langsame Geschwindigkeit
nicht so klein sein darf, daß infolge von Scherkräften eine Zerstäubung in der Düse eintritt. Dieses Verfahren
liefert für die Vergasung oder Verbrennung eine vergleichsweise schlechte Zerstäubungsqualität, insbesondere
gestaltet sich die Flammenstabilisierung für niederkalorische Brennstoffe schwierig. Wegen der notwendigen
kritischen Ausströmung ist darüber hinaus beim Einsatz für die Druckvergasung für das Zerstäubungsmedium ein
sehr hoher Düsenvordruck zu wählen.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
für die Verbrennung oder Vergasung flüssiger, hochviskoser und/oder suspensiver Brennstoffe anzugeben,
bei der ein geringerer Verschleiß des Düsenwerkstoffes auftritt und die Zerstäubung mit einem relativ niedrigen
Düsenvordruck erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Brennstoff als geschlossener Film mit einer im Hinblick auf eine
Verschleißwirkung niedrigen Geschwindigkeit auf der Innenwandung der Düse geführt wird und an deren schneidenartig
ausgebildeten Endabschnitt zerstäubt wird, wobei der Brennstoff und der innerhalb des Ringfilms
strömende Zerstäubungsmediumstrom mit unterkritischer Geschwindigkeit ausströmen.
Da der BrennstoffiIm mit einer hinsichtlich einer Verschleißwirkung niedrigen Geschwindigkeit über die Wandung
geführt wird und eine Zerstäubung erst an der Kante des schneidenartig ausgebildeten Endabschnitts auftritt,
kann kein erhöhter Verschleiß auftreten. Da der Zerstäubungsmediumstrom als Strom mit vollem Kreisquerschnitt
aus der Düse austritt, ist ein besonderes Hitzeschild, was einem Verschleiß unterliegen könnte, nicht erforderlich.
Vorzugsweise wird das Zerstäubungsmedium vor überströmen
des Brennstoffs durch eine Venturi-Einrichtung geführt, um ihm die für die Zerstäubung gewünschte Geschwindigkeit
aufzuprägen.
Im Hinblick auf die Ausnutzung der am Einsatzort vorhandenen Versorgungssysteme für das Zerstäubungsmedium kann
das Verfahren derart modifiziert werden, daß das Zerstäubungsmedium vor überströmen des Films von einem
hohen Druck auf einen für die Zerstäubung ausreichenden niedrigen Vordruck entspannt wird. Somit kann das Zerstäubungsmedium
von einem vorhandenen Produktions- und/oder Verteilungssystem - z. B. für Dampf, Sauerstoff
od. dgl. - beim hohem Druck entnommen werden, auch wenn der in dem Verteilungssystem herrschende Druck um ein
Vielfaches größer ist als in dem Raum, in dem die Brennerflamme brennt.
Um bei der erfindungsgemäßen Verfahrensführung die Flammenstabilität
weiter zu verbessern, ist es von Vorteil, wenn das Zerstäubungsmedium vor überströmen des Films
verdrallt wird. Damit wird erreicht, daß nicht nur die aus der vorstehenden Literaturstelle, S. 635, Fig. III
bekannte Rezirkulation auftritt, sondern auch eine interne Rezirkulation der Flammengase bis in die Düsenmündung
hinein auftritt, wodurch die verbesserte Stabilisierung erreicht wird.
Bei der Verbrennung oder Vergasung eines hochviskosen Brennstoffes wird zweckmäßigerweise erwärmtes Zerstäubungsmedium
über den Film geführt. Durch die Verwendung von Dampf oder einem anderen vorgewärmten Zerstäubungsmedium wird beim Überströmen des Films der Brennstoff
auf eine für die Zerstäubung günstige Temperatur vorgewärmt. Dabei kann die'Überströmlänge auf der Düsenwand
entsprechend der erforderlichen Vorwärmung ausgelegt sein.
Im Hinblick auf die apparatetechnische Auslegung des Verfahrens ist es weiterhin zweckmäßig, daß bei der
Vergasung oder Verbrennung des Brennstoffes mit Luft unter atmosphärischem Druck oder geringem überdruck ein
Teil der unter Druck stehenden Verbrennungsluft als Zerstäubungsmedium verwendet wird.
In besonders vorteilhafter Weise für die Zerstäubungsqualität in einem weiten Lastbereich wirkt sich aus, daß
das Massenstromverhältnis zwischen Zerstäubungsmedium und Brennstoff vorzugsweise auf einen Wert^i eingestellt
wird.
Im Hinblick auf die Auslegung der für die Durchführung des Verfahrens verwendeten Vorrichtung ist es von Vorteil,
wenn bei atmosphärischem Druck in der Brennerflamme die Relativgeschwindigkeit des Zerstäubungsmediums
beim überströmen des Brennstoffilms auf einen Wert im
Bereich von 60 - 150 m/s eingestellt wird.
Bei höheren Drücken in der Brennerflamme wird die Relativgeschwindigkeit
des Zerstäubungsmediums proportional 1/flTeingestelIt, wobei $ die Dichte des Zerstäubungsmediums
ist. Zur weiteren Verbesserung der Zerstäubung, insbesondere zur Vermeidung von Rückwirbeln an der
Außenfläche des schneidenartigen Abschnittes ist es zweckmäßig, wenn von außen über die Kante der Schneide
ein weiterer Zerstäubungsmediumstrom - vorzugsweise geneigt - geführt wird. Dabei kann wiederum bevorzugt
dasselbe Zerstäubungsmedium verwendet werden, das den Brennstoffilm überströmt.
Schließlich kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
eine unabhängige Mengeneinstellung der Einzelströme voneinander erfolgen.
Das Verfahren ist in besonders vorteilhafter Weise anzuwenden, wenn als filmbildendes abrasives Zer-
stäubungsgut flüssige und suspensive Rückstände der Mineralölverarbeitungs- und Veredelungsprozesse, flüssige
und suspensive Rückstände und Zwischenprodukte der Petrochemie sowie Suspensionen von Kohle mit Wasser oder
Öl verwendet werden.
Als Zerstäubungsmedium können im Fall der Verbrennung Verbrennunsluft und/oder zurückgeführtes Rauchgas oder
Dampf und im Fall der Vergasung das Vergasungsmedium, z. B. Luft, Sauerstoff und/oder Dampf verwendet werden.
Die Erfindung ist auch auf einen Brenner zur Durchführung des Verfahrens gerichtet, der mit einer Brennkammer
und einer am Ende der Brennkammer angeordneten Brennstoffzerstäubungsvorrichtung
versehen ist, die an eine Brennstoffzufuhr und an mindestens eine Zerstäubungsmediumleitung
angeschlossen ist, wobei die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung einen Ringspalt für den Austritt
des Brennstoffes und eine den Ringspalt umschließende rotationssymmetrische Düse aufweist.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Brennstoffzufuhr
über mindestens einen Brennstoffzufuhrkanal mit einem
die Düse an ihrem einen Ende umgebenden und über den Ringspalt mit ihr verbundenen Ringkanal verbunden ist
derart, daß der Spalt von der Innenwandung der Düse begrenzt ist, und daß am anderen Ende der Düse eine die
Düsenwandung fortsetzende Ringschneide vorgesehen ist und daß die Zerstäubungsmediumleitung mit einer mit dem
einen Ende der Düse in Verbindung stehenden Vorkammer verbunden ist.
Aus der DE-OS 30 20 398 ist zwar ein Brenner bekannt,
bei dem flüssiger Brennstoff, nämlich öl, auf einer Schneide geführt wird. Hierbei handelt es sich jedoch um
eine als gesondertes Bauteil mittig in der Düse angeordnete Flachschneide, deren Kante in der Öffnung der Düse
liegt. Dieser Brenner ist weder für hochviskose noch für suspensive Brennstoffe geeignet oder geplant, wie insbesondere
der Einsatz eines länglichen Sintermaterialkörpers zeigt. Weiterhin wird auch hier der Film wie beim
weiter oben beschriebenen Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung beidseitig von zusammen mit ihm aus der Düsenöffnung
austretenden Teilströmen umströmt.
Dabei ist es zweckmäßig, wenn diese Verbindung über einen zur Düse konzentrischen Venturi-Einlauf erfolgt.
Hierbei wird ein besonders kompakter Aufbau erreicht, wenn der Venturi-Einlauf mit seinem Austrittsabschnitt
in das eine Ende der Düse hineinragt und der zwischen diesem Austrittsabschnitt und der Innenwandung der Düse
gebildete Ringraum an seinem vorderen Ende mit dem Ringkanal verbunden ist. Dabei ist wiederum bevorzugt der
Ringraum geradzylindrisch ausgebildet. Um eine Aufweitung des zerstäubten Strahls zu erreichen, ist in vorteilhafter
Ausgestaltung vorgesehen, daß die Innenwandung des Austrittsabschnitts des Venturi-Einlaufs und
zumindest die Innenwandung der Ringschneide in Strömungsrichtung gesehen im wesentlich unter demselben
Winkel konisch aufgeweitet sind. Um den durch die Verdrallung erreichbaren Vorteil der verbesserten
Zündstabilisierung zu erreichen, ist die Vorkammer zylinderartig ausgebildet und die Zerstäubungsmediumleitung
mit mindestens einer tangentialen Komponente mit der Vorkammer verbunden. Zur Vermeidung der Rückwirbel
ist die Düse an ihrem anderen Ende von einem mit einem Strömungsmittel, vorzugsweise dem Zerstäubungsmedium,
beaufschlagbaren Ringkanal umgeben, der sich über einen die Kante der Ringschneide umgebenden Ringspalt nach
außen hin öffnet.
Um einen Zerstäubungsmediumdruck abzubauen, der größer ist als der für die Zerstäubung erforderliche Druck, ist
die Zerstäubungsmediumleitung als Stufenbohrung mit kritischem Austrittsquerschnitt zur Vorkammer hin ausgebildet.
Schließlich wird ein besonders einfacher Aufbau des Brenners erreicht, wenn der Venturi-Einlauf an einem die
Vorkammer aufnehmenden ersten zylindrischen Bauteil befestigt ist, der von dem Brennstoff beaufschlagte Ringkanal
zwischen der einen Stirnfläche des ersten Bauteils und dem Venturi-Einlauf einerseits und der zugewandten
Stirnfläche der Düse andererseits ausgebildet ist und wenn an der anderen Stirnfläche der Düse ein mit der
Düse den zweiten Ringkanal aufbauender Düsenkopf befestigt ist.
Zwei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Brenners
sollen nun anhand der beigefügten Fig. 1 und 2 beschrieben werden. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Zerstäubungsvorrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Zerstäubungsvorrichtung gemäß Fig. 1 längs der Linie H-II,
Fig. 3 einen mit der Fig. 1 vergleichbaren Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 die Darstellung der Geschwindigkeitsverteilung über die in den Fig. 1 und 3 gezeigte
Düsenaustrittsöffnung A zur Erläuterung der internen Rückzirkulationszone.
Bei der in der Fig. 1 gezeigten rotationssymmetrischen Zerstäubungsvorrichtung 1 ist in einem Vorkammerbauteil
2 eine kreiszylindrische Düsenvorkammer 3 ausgebildet, die sich zur einen Stirnfläche hin öffnet und über Zuleitungen
4 mit einer nicht gezeigten Zerstäubungsmediumquelle verbunden ist. Wie insbesondere aus der Fig.
ersichtlich ist, sind die Zufuhrkanäle 4 tangential zur Düsenvorkammer 3 angeordnet, so daß das in die Kammer
eintretende Zerstäubungsmedium verdrallt wird. In die Öffnung der Stirnseite ist ein Venturi-Einlauf 5 eingeschraubt,
der aus dem eigentlichen Venturi-Abschnitt 5a und dem Auslauf 5b besteht. Der Auslauf 5b mit konisch
erweiterter Innenfläche und geradzylindrischer Außenwandung erstreckt sich in den Düsendurchgang 6a einer Düse
hinein, wobei zwischen der Außenwandung des Auslaufabschnitts und der Düse ein Ringraum 7 verbleibt.
Zwischen der Stirnfläche des Bauteils 2 und dem Venturi-Einlauf 5 einerseits und der Stirnfläche 6b der Düse 6
andererseits wird - wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich - ein sich im wesentlichen radial erstreckender Ringkanal
8 aufgebaut, der an seinem radial innenliegenden Ende mit dem Ringkanal 7 verbunden ist. Parallel zur
Symmetrieachse erstrecken sich durch das Vorkammerbauteil Brennstoffzufuhrkanäle 9, die in den Ringkanal 8
einmünden.
Die Düsenwandung läuft in eine Schneide 6c aus, wobei die Düsenwandung unter im wesentlich demselben Winkel
wie der Auslauf 5b aufgeweitet ist.
Auf die freie Stirnfläche der Düse 6 ist unter Aufspannen eines Ringkanals 10 ein Düsenkopf 11 aufgeschraubt,
so daß der Ringkanal 10 über sich radial erstreckende Zurfuhrleitungen 12 mit einem Zerstäubungsmedium beaufschlagt
werden kann, das über einen zwischen der Schneidekante und dem Düsenkopf vorgesehenen Ringspalt 10a in
den Zerstäubungsstrahl eintreten kann. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 werden sowohl die Vorkammer
3 als auch der Kanal 10 mit demselben Zerstäubungsmedium beaufschlagt.
Die Ausführungsform gemäß den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von der bisher beschriebenen Ausführungsform dadurch,
daß anstelle der geradzylindrischen Zufuhrkanäle Zufuhrkanäle 13 in Form von sich zur Vorkammer 3 hin
verengenden Stufenbohrungen mit kritischem Austritts-.querschnitt zur Vorkommer vorgesehen sind. Diese Zerstäubungsvorrichtung
kann mit einem höheren Druck als dem für die Zerstäubung erforderlichen Druck beaufschlagt
werden, da beim übergang von den Kanälen 13 in die Vorkammer 3 hinein ein Druckabbau erfolgt.
Bei Betrieb der Zerstäubungsvorrichtung wird der Ringkanal 8 mit flüssigem Brennstoff beaufschlagt; der
Brennstoff tritt in den Ringraum 7 ein und strömt als geschlossener Film an der Innenwandung der Düse 6 bis
zur Schneidenkante, wo er unter dem Einfluß des aus der Düsenvorkammer über den Venturi-Einlauf in die Düse
einströmenden Entstäubungsmediumstrom zerstäubt wird. Die Geschwindigkeiten, mit der die beiden Stoffströme
austreten, sind unterkritische Geschwindigkeiten. Infolge der Verdrallung des in die Düse eintretenden
Zerstäubungsmediumstroms wird diesem in der Düsenaustrittsöffnung 14 das aus der Fig. 5 ersichtliche Geschwindigkeitsprofil
(v) aufgeprägt. Aus diesem Profil ist ersichtlich, daß im mittigen Bereich der Düsenöffnung
eine interne Rückströmung auftritt, die die Brennerflamme stabilisiert.
Bei den erfindungsgemäßen Brennern kann eine Verbrennung
oder Vergasung flüssiger, hochviskoser und/oder suspensiver Brennstoffe mit geringem Verschleiß des Düsenwerkstoffes
erfolgen. Eine gute Flammenstabilisierung wird bereits allein durch den Zerstäubungsvorgang des an der
Innenfläche der Ringschneide anliegenden Films erreicht. Diese Stabilisierung kann durch die Verdrallung noch
verbessert werden. Mit der erfindungsgemäßen Verfahrensführung und dem Brenner wird ein gutes Teillastverhalten
erreicht und auch im Falle eines hohen Druckes im Brennraum (Feuerraum oder Vergasungsreaktor) hängt der Düsenvordruck vom Zerstäubungsgut und Zerstäubungsmedium
nicht von einem kritischen Druckverhältnis am Düsenaustritt ab.
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- Leerseite -
Claims (19)
- L. S C. Steinmüller GmbH 5270 GuiMtePsbacfc. dan 12.07.Postfach 10 08 55/10 08 65 Pa 8502Ca./Al.PatentansprücheVerfahren zur Verbrennung oder Vergasung von hochviskosen und/oder suspensiven Brennstoffen in einer Brennerflamme, bei dem der Brennstoff in einer Düse in einer ringartig geschlossenen dünnen Schicht in einem Zerstäubungsmediumstrom eingeführt wird und mit dessen Hilfe zerstäubt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff als geschlossener Film mit einer im Hinblick auf eine Verschleißwirkung niedrigen Geschwindigkeit auf der Innenwandung der Düse geführt wird und an deren schneidenartig ausgebildeten Endabschnitt zerstäubt wird, wobei der Brennstoff und der innerhalb des Ringfilms strömende Zerstäubungsmediumstrom mit unter kritischer Geschwindigkeit ausströmen.
- 2. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e kennzei chnet, daß das Zerstäubungsmedium vor überströmen des Brennstoffs durch eine Venturi-Einrichtung geführt wird, um ihm die für die Zerstäubung gewünschte Geschwindigkeit aufzuprägen.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zerstäubungsmedium vor überströmen des Films von einem hohen Druck auf einen für die Zerstäubung ausreichenden niedrigen Vordruck entspannt wird.INSPECTED
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zerstäubungsmedium vor überströmen des Films verdralIt wird.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verbrennung oder Vergasung eines hochviskosen Brennstoffes erwärmtes Zerstäubungsmedium über den Film geführt wird.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vergasung oder Verbrennung des Brennstoffes mit Luft unter atmosphärischem Druck oder geringem Überdruck ein Teil der unter Druck stehenden Verbrennungsluft als Zerstäubungsmedium verwendet wird.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Massenstromverhältnis zwischen Zerstäubungsmedium und Brennstoff auf einen Wert« 1 eingestellt wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei atmosphärischem Druck in der Brennerflamme die Relativgeschwindigkeit des Zerstäubungsmediums beim überströmen des Brennstoffilms auf einen Wert im Bereich von 60 - 150 m/s eingestellt wird.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei höheren Drücken in der Brennerflamme die Relativgeschwindigkeit des Zerstäubungsmediums proportional i/TT'eingestellt wird, wobei § die Dichte des Zerstäubungsmediums ist.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß von außen über die Kante der Schneide ein weiterer Zerstäubungsmediumstrom - vorzugsweise geneigt - geführt wird.
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine unabhängige Mengeneinstellung der Einzelströme voneinander erfolgt.
- 12. Brenner zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11 mit einer Brennkammer und einer am Ende der Brennkammer angeordneten Brennstoffzerstäubungsvorrichtung, die an eine Brennstoffzufuhr und an mindestens eine Zerstäubungsmediumleitung angeschlossen ist, wobei die Brennstoffzerstäubungsvorrichtung einen Ringspalt für den Austritt des Brennstoffes und eine den Ringspalt umschließende rotationssymmetrische Düse aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzufuhr über mindestens einen Brennstoffzufuhrkanal (9) mit einem die Düse (6) an ihrem einen Ende umgebenden und über den Ringspalt (7) mit ihr verbundenen Ringkanal (8) verbunden ist derart, daß der Spalt (7) von der Innenwandung (6a) der Düse (6) begrenzt ist, daß am anderen Ende der Düse eine die Düsenwandung (6a) fortsetzende Ringschneide (6c) vorgesehen ist und daß die Zerstäubungsmediumleitung (4) mit einer mit dem einen Ende der Düse (6) in Verbindung stehenden Vorkammer (3) verbunden ist.
- 13. Brenner nach Anspruch 12, dadurch g e -kennzei chnet, daß die Verbindung übereinen zur Düse konzentrischen Venturi-Einlauf (5) erfolgt.
- 14. Brenner nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Venturi-Einlauf (5) mit seinem Austrittsabschnitt (5b) in das eine Ende der Düse (6) hineinragt und der zwischen diesem Austrittsabschnitt und der Innenwandung der Düse gebildete Ringraum (7) an seinem vorderen Ende mit dem Ringkanal (8) verbunden ist.
- 15. Brenner nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum geradzylindrisch ausgebildet ist.
- 16. Brenner nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwandung des Austrittsabschnittes (5b) des Venturi-Einlaufs (5) und zumindest die Innenwandung der Ringschneide (6c) in Strömungsrichtung gesehen im wesentlich unter demselben Winkel konisch aufgeweitet sind.
- 17. Brenner nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorkammer (3) zylinderartig ausgebildet ist und die Zerstäubungsmediumleitung (4; 13) mit mindestens einer tangentialen Komponente mit der Vorkammer (3) verbunden ist.
- 18. Brenner nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (6) an ihrem anderen Ende von einem mit einem Strömungmittel, vorzugsweise dem Zerstäubungsmedium, beaufschlagbaren Ringkanal (10) umgeben ist, der sich über einen die Kante der Ringschneide (6c) umgebenden Ringspalt (10a) nach außen hin öffnet.
- 19. Brenner nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß dieZerstäubungsmediumleitung als Stufenbohrung (13) mit kritischem Austrittsquerschnitt zur Vorkammer (3) hin ausgebildet ist.
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