DE3522997A1 - Durchflussmesser zum messen einer zeitlichen durchflussrate bei fluiden - Google Patents
Durchflussmesser zum messen einer zeitlichen durchflussrate bei fluidenInfo
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Description
Durchflußmesser zum Messen einer zeitlichen Durchflußrate bei Fluiden
Die Erfindung bezieht sich auf einen Durchflußmesser zur Messung einer zeitlichen Durchflußrate bei Fluiden (Gase und
Flüssigkeiten) mit einem Fluidic-Element, das folgende Elemente umfaßt: einen sich verengenden Durchlaß, eine Strahldüse,
die stromabwärts zu dem sich verengenden Durchlaß liegt, einen sich erweiternden Durchlaß, der stromabwärts zu
der Strahldüse liegt, ein Paar Steuerdüsen, die zwischen der Strahldüse und dem sich erweiternden Durchlaß angeordnet sind
und sich einander gegenüberliegen in einer Ausrichtung, die im wesentlichen senkrecht zu einer Richtung liegt, in der ein
Fluid-Jet aus der Steuerdüse schießt, und Rücklaufkanäle, die
einen stromabwärts gelegenen Bereich des sich erweiternden Durchlasses mit den Steuerdüsen verbinden.
Diese Art von Durchflußmessern macht Gebrauch vom Coanda-Effekt.
Der Coanda-Effekt ist ein Phänomen, bei dem ein Fluid-Jet, der aus einer Düse herausschießt, sich zu einem
Fluß entlang einer der geneigten Wände eines sich erweiternden Durchlasses stabilisiert. Weiterhin tritt das Phänomen
auf, daß der Fluid-Jet, der aus einer Strahldüse herausschießt, alternierend entlang den Wänden des sich erweiternden
Durchlasses entlangfließt, wobei dies aufgrund des Vor-
. 6-
handenseins von Fluid-Jets geschieht, die alternierend aus zwei Steuerdüsen herausschießen. Der Durchflußmesser mißt
Durchflußraten auf der Basis der Frequenzänderungen, die sich aus der Änderung der Richtung ergeben, in der der Fluid-Jet
aus den Strahldüsen herausschießt.
Bekannte Durchflußmesser der beschriebenen Art umfassen nur
ein Fluidic-Element, das eine Strahldüse umfaßt, die nur eine Auslaßöffnung besitzt. Wenn die Auslaßöffnung nur sehr klein
ist, um eine hohe Meßgenauigkeit zu erreichen, d. h. eine kleine Durchflußmenge mit hoher Präzision zu messen, wird ein
großer Druckverlust beobachtet, der bei hohen Durchflußraten die Messung unmöglich macht. Soll umgekehrt eine große Durchflußrate
mit hoher Präzision gemessen werden, ist es erforderlich, die Auslaßöffnung mit einer großen lichten Weite zu
versehen. In diesem Falle wird die Meßgenauigkeit bei kleinen Durchflußmengen sehr schlecht.
Es stellt sich demnach die Aufgabe, die bekannten Durchflußmesser dahingehend zu verbessern, daß sie für einen großen
Meßbereich der Durchflußrate eine gute Meßgenauigkeit ergeben.
Dies gilt auch für Variationen der Durchflußmenge während4der
Messung.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen Durchflußmesser anzugeben, der den Fluid-Durchfluft aufrecht erhält, auch wenn
sich plötzliche Änderungen in der Durchflußrate ergeben. Der Durchflußmesser soll weiterhin Schwierigkeiten der Gestalt
vermeiden, daß eine Pilot-Flamme bei einem Gas-Haushaltsgerät unbeabsichtigt verlöscht. Diese Aufgaben werden gelöst durch
einen Durchflußmesser der eingangs genannten Art, der zwei derartige Fluidic-Elemente besitzt, nämlich ein erstes Fluidic-Element
und eine zweites Fluidic-Element, die sich im wesentlichen nur in den offnungsguerschnitten der Steuerdüsen
unterscheiden. Weiterhin ist ein Bypass vorgesehen, der mit dem ersten Fluidic-Element mit der Steuerdüse großen Querschnittes
in Verbindung steht, wobei zu dem Bypass das zweite Fluidic-Element mit der Steuerdüse kleinen Querschnittes
parallel angeordnet ist und der Bypass weiterhin ein Steuerventil erfaßt, das öffnet, wenn die zeitliche Durchflußmenge
einen vorbestimmten Wert überschreitet.
Der Durchflußmesser gemäß Erfindung hat damit folgenden Funktionseffekt:
Ist eine große Durchflußmenge vorhanden, so ist das Ventil
geöffnet, so daß eine große Durchflußrate durch das erste Fluidic-Element und den Bypass fließen kann. Ist die Durchflußrate
gering, so fließt das Fluid durch die beiden Fluidic-Elemente, ohne den Bypass zu durchströmen.
" r"
Entsprechend werden bei einer großen Durchflußrate die Signale vom ersten Fluidic-Element zur Messung der großen Durchflußrate
verwendet. Die Messung kann mit hoher Präzision und ohne wesentlichen Druckverlust durchgeführt werden, da das
erste Fluidic-Element eine Steuerdüse mit großer öffnungsweite umfaßt. Ist die Durchflußrate klein, so werden Signale
vom zweiten Fluidic-Element verwendet, um eine kleine Durchflußrate zu messen. Das zweite Fluidic-Element, das eine
Steuerdüse mit kleiner öffnungsweite umfaßt, gestattet es, daß die Messung einer kleinen Durchflußrate mit hoher
Empfindlichkeit und hoher Präzision durchgeführt wird. Dementsprechend ergibt die Erfindung einen Durchflußmesser, der
verwendbar ist, wenn große Durchflußraten-Variatiönen ständig auftreten und doch eine präzise Messung erforderlich ist.
Dementsprechend ist ein Durchflußmesser gemäß Erfindung beispielsweise
geeignet als Verbrauchsmeßgerät für Stadtgas oder für Haushaltstrinkwasser.
Nebenbei gesagt, dort, wo der Druckverlust unterhalb 15 mm Wassersäule gehalten wird, kann mit dem Durchflußmesser gemäß
Stand der Technik nur bei Durchflußraten-Variationen im Bereiche von 50 - 3000 l/h gearbeitet werden, während die
Messung gemäß Erfindung mit Durchflußraten-Variationen im Bereich zwischen 10 bis 3000 l/h oder mehr genau genug
bleibt. Demnach hat ein Durchflußmesser gemäß Erfindung eine ausreichend hohe Meßqualität, um als Stadtgas-Meßgerät für
• 3 ·
Haushaltsverbräuche verwendet zu werden.
Das Ventil umfaßt vorzugsweise ein Membran-Steuerventil. In diesem Falle tritt bei großen Durchflußraten eine große
Druckdifferenz oberhalb und unterhalb des zweiten Fluidic-Elementes auf. In diesem Falle wird das Steuerventil geöffnet, um die Druckdifferenz in einem vorbestimmten Bereich zu halten. Das Fluid fließt in großen Mengen durch das erste
Fluidic-Element und den Bypass. Ist die Durchflußrate nur
klein, dann ist auch die Druckdifferenz oberhalb und unterhalb des zweiten Fluidic-Elementes gering. Diese Differenz
bleibt innerhalb eines vorbestimmten Bereiches, während das Steuerventil völlig geschlossen bleibt. Entsprechend fließt das Fluid in kleinen Mengen durch die beiden Fluidic-Elemente, ohne durch den Bypass zu fließen. Da der Bypass automatisch geöffnet und geschlossen wird durch eine Membran, wird die Meßgenauigkeit auch bei großen Durchflußraten-Variationen beibehalten.
Druckdifferenz oberhalb und unterhalb des zweiten Fluidic-Elementes auf. In diesem Falle wird das Steuerventil geöffnet, um die Druckdifferenz in einem vorbestimmten Bereich zu halten. Das Fluid fließt in großen Mengen durch das erste
Fluidic-Element und den Bypass. Ist die Durchflußrate nur
klein, dann ist auch die Druckdifferenz oberhalb und unterhalb des zweiten Fluidic-Elementes gering. Diese Differenz
bleibt innerhalb eines vorbestimmten Bereiches, während das Steuerventil völlig geschlossen bleibt. Entsprechend fließt das Fluid in kleinen Mengen durch die beiden Fluidic-Elemente, ohne durch den Bypass zu fließen. Da der Bypass automatisch geöffnet und geschlossen wird durch eine Membran, wird die Meßgenauigkeit auch bei großen Durchflußraten-Variationen beibehalten.
Darüber hinaus sei angemerkt, daß deshalb, weil das Steuerventil die Druckdifferenz aufrecht erhält, der Bypass in
verläßlicher und stabiler Art und Weise geöffnet wird, ohne daß es zu Störungen wie Flattern oder Knattern kommt. Dadurch wird die Durchflußrate verläßlich gemessen, auch wenn diese sich in einem kritischen Bereich befindet, bei der von einer Meßart zur anderen umgeschaltet wird. Zwar wird das Steuer-
verläßlicher und stabiler Art und Weise geöffnet wird, ohne daß es zu Störungen wie Flattern oder Knattern kommt. Dadurch wird die Durchflußrate verläßlich gemessen, auch wenn diese sich in einem kritischen Bereich befindet, bei der von einer Meßart zur anderen umgeschaltet wird. Zwar wird das Steuer-
ventil automatisch geöffnet und.geschlossen entsprechend den
Druck-Variationen. Andererseits wird der Druck, der das öffnen und Schließen des Steuerventiles hervorruft, auch
stark geändert, wenn das Steuerventil sich öffnet oder sich schließt. Hierdurch wiederum wird das Steuerventil veranlaßt,
zu öffnen und zu schließen, wobei diese ständigen Wiederholungen die Meßgenauigkeit senken. Die vorliegende Erfindung
vermeidet diese Nachteile.
Vorteilhaft wird weiterhin gemäß Erfindung das Steuerventil mit einem Hauptventilkörper und einem Hilfsventilkörper ausgerüstet,
wobei letzterer von einer Feder in eine Schließstellung relativ zum Hauptventilkörper gedrückt wird. Der
Hilfsventilkörper öffnet bei einem Stromaufwärts-Fluiddruck dann, wenn der Hauptventilkörper in Schließstellung ist.
Wenn beispielsweise ein Hauptbrenner durch eine Pilotflamme bei einem Gasgerät entzündet wird, so erhöht sich die Durchflußrate
unterhalb des Durchflußmessers plötzlich. Dementsprechend ist die Druckdifferenz über dem Hauptventilkörper
vergrößert, so daß der Hauptventilkörper öffnet. Sogar in diesem Falle ergibt sich eine Verzögerung bei der öffnung des
Hauptventilkörpers, die dadurch ermöglicht wird, daß die Kraft zur öffnung des Ventiles durch die Membran mitgeteilt
wird. Der Hilfsventilkörper wird ohne Verzögerung durch die Druckdifferenz geöffnet, die direkt auf diesen wirkt. Demnach
■Μ-
ist die vorliegende Konstruktion nicht nur dazu geeignet, die
Durchflußrate auch bei großen Variationen zu messen, sondern auch dazu geeignet, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen,
wenn eine plötzliche Variation auftritt. Die vorliegende Konstruktion hat demnach auch nicht den Nachteil, daß
es bei Gas-Haushaltsgeräten zum Erlöschen der Flamme kommt, beruhend auf einem Abfall des Gasdruckes dann, wenn der
Hauptbrenner durch die Pilotflamme entzündet wird.
Weitere Vorteile und Besonderheiten der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen im einzelnen:
Figur 1 eine Schnittansicht eines Durchflußmessers gemäß Erfindung;
Figur 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II - II der Figur 1;
Figur 3 zeigt eine graphische Darstellung der Druck-Variationen, die zusammen mit Durchflußraten-Variationen
auftreten und
Figur 4 zeigt die Schnittansicht eines modifizierten Fluidic-Elementes.
Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform eines Durchflußmessers gemäß Erfindung, der einen oberen Abschnitt
(stromaufwärts gelegenen Teil) und einen unteren Abschnitt (stromabwärts gelegenen Teil) umfaßt, die in einem Rohr 1
eingeschlossen sind. Der obere Abschnitt ist durch eine Trennwand 9 aufgeteilt in einen schmalen Durchlaß 13 und
einen weiten Bypass 15. Der schmale Durchlaß 13 enthält das stromaufwärts, also erstdurchströmte Fluidic-Element A, das
später beschrieben werden wird. Der Bypass 15 enthält ein Membran-Steuerventil C, das den Bypass 15 öffnet und
schließt. Der stromabwärts gelegene Abschnitt des Rohres 1, der mit dem schmalen Durchlaß 13 und mit dem Bypass 15 in
Verbindung steht, enthält ein stromabwärts gelegenes, zweitdurchströmtes
Fluidic-Element B, das später beschrieben werden wird.
Das erstdurchströmte und zweitdurchströmte Fluidic-Element A und B haben eine ähnliche Konstruktion. Beide Fluidic-Elemente
enthalten ein Paar erster Durchlässe, die von den Kanalwandungen 4a und 4b symmetrisch begrenzt werden, und zwar um
eine Längsachse P des Rohres 1 herum. Damit werden ein sich verengender Durchlaß 2 und eine Strahldüse 3 festgelegt. Der
sich verengende Durchlaß 2 leitet das Fluid geglättet zu der Strahldüse 3. Aus dieser schießt das Fluid in einem Strahl
(Jet) heraus, der im wesentlichen parallel zu der Längsachse P liegt. Jedes Fluidic-Element umfaßt weiterhin ein Paar von
Trennwänden 8a und 8b, die symmetrisch um die Längsachse P angeordnet sind und einen sich erweiternden Durchlaß 5 begrenzen.
Weiterhin ergeben sich durch die Trennwände 8a und 8b ein Paar von Steuerbohrungen.6a und 6b und die beiden
Rücklaufbohrungen 7a und 7b, die einen stromabwärts gelegenen Bereich des sich erweiternden Durchlasses mit den .Steuerbohrungen
6a und 6b verbinden. Die Steuerbohrungen 6a und 6b sind zwischen der Strahldüse 2 und dem sich erweiternden
Durchlaß 5 angeordnet. Sie liegen einander gegenüber in einer Ausrichtung im wesentlichen senkrecht zu der Richtung, in der
der Fluid-Jet aus der Strahldüse 3 herausschießt. Weiterhin ist ein Paar von zweiten Kanalbegrenzungswänden 12a und 12b
vorgesehen, die symmetrisch um die Längsachse P angeordnet sind und einen sich verengenden Durchlaß stromabwärts zu dem
sich erweiternden Durchlaß 5 definieren.
Wenn der Fluid-Jet beginnt, aus der Strahldüse 3 herauszuschießen,
fließt das Fluid entlang den Trennwänden 8a bzw. 8b durch den sogenannten Coanda-Effekt. Dies erzeugt eine große
fluidische Energie, die durch die Rücklaufbohrung 7a der Steuerbohrung 6a mitgeteilt wird, die durch die Trennwand 8a
begrenzt wird. Hierdurch wird der Fluid-Jet gezwungen, entlang der gegenüberliegenden Trennwand 8b zu fließen. Anschließend
steuert die Fluid-Energie die gegenüberliegende Steuerbohrung 6b, die wiederum den Fluid-Jet dazu bringt,
wieder entlang der Trennwand 8a zu fließen. Auf diese Weise
fließt der Fluid-Strahl von der Strahldüse 3 alternierend
entlang den beiden Trennwänden 8a und 8b. Die Plugrichtung des Fluid-Jets ändert sich um so schneller, je größer die
Durchflußrate des Fluid-Jet-Stroms ist und zwar mit quantitativer Korrelation.
Ein Prallelement 14 ist stromabwärts innerhalb des sich erweiternden Durchlasses 5 angeordnet, um den Jet-Strahl in
beiden Richtungen zu stabilisieren.
Das stromaufwärts gelegene Fluidic-Element A besitzt z. B. eine Höhe von 5 mm, eine lichte Weite von 0,5 mm in der
Strahldüse und einen Querschnitt von 2,5 mm Öffnungsquerschnittsfläche.
Im Vergleich dazu besitzt das stromabwärts gelegene Fluidic-Element B beispielsweise eine Höhe von 35
mm, eine Strahldüsen-Weite von 2 mm und eine Querschnittsfläche
2
von 70 mm . Dementsprechend hat also die Strahldüse 3 des stromaufwärts gelegenen Fluidic-^Elementes A eine kleinere öffnungsweite als die Strahldüse 3 des stromabwärts gelegenen Fluidic-Elementes B. Die Querschnittsweite des ersteren beträgt 1/28 der öffnungsweite des zweiten. Dementsprechend ist das Verhältnis der Durchflußraten und die Frequenz der Flugrichtungsänderung des Fluid-Jets von hoher Präzision bei dem stromaufwärts gelegenen Fluidic-Element A bei niedriger Durchflußrate und entsprechend beim Fluidic-Element B, wenn die Durchflußrate groß ist.
von 70 mm . Dementsprechend hat also die Strahldüse 3 des stromaufwärts gelegenen Fluidic-^Elementes A eine kleinere öffnungsweite als die Strahldüse 3 des stromabwärts gelegenen Fluidic-Elementes B. Die Querschnittsweite des ersteren beträgt 1/28 der öffnungsweite des zweiten. Dementsprechend ist das Verhältnis der Durchflußraten und die Frequenz der Flugrichtungsänderung des Fluid-Jets von hoher Präzision bei dem stromaufwärts gelegenen Fluidic-Element A bei niedriger Durchflußrate und entsprechend beim Fluidic-Element B, wenn die Durchflußrate groß ist.
Der Durchfluftmesser gemäß Erfindung umfaßt weiterhin Sensoren
10, die in den Rücklaufbogen 7a eines jeden der beiden Fluidic-Elemente
Ά und B angeordnet sind, um die Druck- oder Durchflußraten-Variationen zu fühlen. Weiterhin ist eine
Mengenanzeigevorrichtung 11 vorgesehen, die die Frequenzsignale von den genannten Sensoren 10 aufnehmen kann und die
bestimmten Druck- oder Durchflußratenvariationen entsprechen. Die Vorrichtung 11 leitet entsprechende Durchflußraten aus
den Frequenzsignalen ab und zeigt die Durchflußraten an.
Das Steuerventil C spricht an, wenn die Durchflußrate einen vorher bestimmten Wert überschreitet, so. daß die Druckdifferenz
Pl - P2 zwischen einem Druck Pl stromaufwärts und einem Druck P2 stromabwärts zu diesem Ventil innerhalb eines vorbestimmten
Bereiches gehalten wird. Das Steuerventil C umfaßt einen Hauptventilkörper 16, der den Bypass 15 öffnet und
schließt, sowie eine Membran 17, die wirkungsweise verbunden ist mit dem Hauptventilkörper 16. Die Membran 17 liegt zwischen
einer Druckkammer 18a, die mit dem Bypass 15 stromaufwärts
zum Hauptventilkörper 16 in Verbindung steht, und einer Druckkamer 18b, die durch einen Kanal 19 mit der Einlaßseite
des stromabwärts gelegenen Fluidic-Elementes B in Verbindung steht. Die Membran 17 ist mit einer Feder 20 versehen, die
die Membran 17 gegen ihre Schließposition zu drücken sucht, sowie mit einem Magnet 22, der die Membran 17 in der Ventil-
Schließposition durch Zusammenarbeit mit einem Magnet 21 hält. Ein Schließelement D ist vorgesehen zwischen einer
Stange 23, die vom Hauptventilkörper 16 zu einem Schließelement 24 reicht, das mit der Membran 17 verbunden ist. Dieses
Schließelement.D erlaubt es der Membran, sich in ihr Ventil-Öffnungsposition
zu bewegen in einem gewissen Maße, während der Hauptventilkörper 16 in der vollkommen geschlossenen
Position verbleibt. Weiterhin erstreckt sich eine Feder 25 zwischen dem Hauptventilkörper 16 und dem Schließelement 24.
Die Feder 25 veranlaßt den Hauptventilkörper 16 sich zu bewegen von einer offenen in eine geschlossene Stellung in
Übereinstimmung mit der Bewegung der Membran 17 in Schließstellung des Ventils.
Die Druckdifferenz Pl - P2, die sich mit den Durchflußraten-Variationen
ändert, ist in einem Beispiel in der Figur 3 dargestellt.
Nimmt man an, daß die Durchflußrate von 0 an langsam zunimmt, so ist zunächst die Druckdifferenz Pl - P2 im Anfangsstadium
klein. Das Fluid fließt vom erstdurchströmten Fluidic-Element A zum zweitdurchströmten Fluidic-Element B bei geschlossenem
Steuerelement C. Die Druckdifferenz nimmt vom Punkt Dl zum Punkt D2 zu. Dies entspricht der ersten vorbestimmten Druckdifferenz
Pl. Sie nimmt weiterhin zu von Punkt D2 zu Punkt D3, wobei das Steuerventil C in der Schließstellung verbleibt
entsprechend der Wirkung des Magnetes 22. Wenn die Druckdifferenz die zweite festgelegte Druckdifferenz P2 erreicht,
bewegt sich die Membran 17 in eine Stellung, so daß der Magnet 21 sich vom Magneten 22 entfernt. Daraufhin öffnet der
Hauptventilkörper 16; entsprechend fällt die Druckdifferenz Pl - P2 von Punkt D3 zu Punkt D4 und bringt die Druckdifferenz
wieder auf den ersten festgelegten Druckdifferenz-Wert Pl. Danach wird die Druckdifferenz Pl - P2 konstant gehalten,
indem die Öffnungsweite des Steuerventils C entsprechend dem
Anstieg der Durchflußrate vergrößert wird. Nachdem das Steuerventil 10 die voll geöffnete Position erreicht hat, wird
die Druckdifferenz sich etwas vergrößern, ausgehend von Punkt D4, und schließlich den Punkt D5 erreichen, der der maximalen
Durchflußrate entspricht.
Das Steuerventil C enthält einen Hilfsventilkörper 26, der
durch eine Feder 27 in eine Schließstellung relativ zum Hauptventilkörper 16 gedrückt wird. Der Hilfsventilkörper 26
dient dazu, bei einem Stromaufdruck Pl zu öffnen, wenn der
Hauptventilkörper 16 völlig geschlossen ist. Ist der Hauptventilkörper 16 völlig geschlossen und fällt der Stromabwärtsdruck
P2 abrupt ab, so ist der Hilfsventilkörper 26 zeitweise geöffnet, bis der Hauptventilkörper 16 öffnet.
Hierdurch wird der Abfall des Stromabwärtsdruckes P2 beherrscht.
3S22Ö97
Die Mengenanzeigevorrichtung 11 umfaßt eine Rechnerkomponente
lla, die entscheidet, ob die Frequenz in einem ersten Signal
vom Sensor 10 im ersten Fluidic-Element B unter einem Sollwert ist, sowie eine Datenverarbeitungsvorrichtung lib, die
auf Instruktion der Rechnerkomponente 11a die Durchflußraten aus einem zweiten Signal ableitet, das vom Sensor 10 des
zweiten Fluidic-Elementes A kommt, wenn die Frequenz des ersten Signales unterhalb des Sollwertes ist. Die Datenverarbeitungsvorrichtung
11b leitet die Durchflußrate aus dem ersten Signal ab, wenn die Frequenz im ersten Signal einen
Sollwert überschreitet. Eine Anzeige lic dient weiterhin dazu, die Durchflußraten anzuzeigen. Der Durchflußmesser
gemäß Erfindung besitzt demnach eine Mengenanzeigevorrichtung, die in der Lage ist, genaue Messungen über einen Meßbereich
von 10 - 3000 l/h durchzuführen, wobei die Druckdifferenz unterhalb von 15 mm Wassersäule gehalten wird. Diese
Werte sind nur als Beispiele zu verstehen.
Der genannte Sollwert ist im wesentlichen mitten zwischen der Minimumfrequenz des ersten Signales und einer Frequenz unmittelbar
vor öffnung des Steuerventiles C definiert. Mit anderen Worten, wenn die Durchflußrate zunimmt, beginnt die Rechnereinheit
11a mit der Frequenzmessung des ersten Signales, bevor der Hauptventilkörper 16 sich öffnet. Umgekehrt, wenn
die Durchflußrate abfällt, mißt die Rechnereinheit 11a weiter die Frequenz des ersten Signales, nachdem der Hauptventil-
körper 16 schließt. Dementsprechend ist die Messung der
Durchflußrate/ die auf dem ersten Signal beruht, mit keinen oder nur minimalen Fehlern behaftet, wobei dies auf der
Linearität zwischen der Durchflußrate und der Frequenz beruht. Sie ist auch frei von Fehlern, die auf der öffnung des
Hauptventiles 16 beruhen könnten.
Figur 4 zeigt ein modifiziertes Fluidic-Element. Bei dieser
Konstruktion erstrecken sich die zweiten Kanalbegrenzungswände 12a1 und 12b1 in einen Raum hinein, der zwischen den
Trennwänden 8a und 8b liegt, in eine Position, die in kurzer Entfernung I2 von dem Prallelement 14 liegt, wobei die Trennwände
8a1 und 8b1 entsprechend einer Distanz I3 überlappt
werden. Diese Konstruktion hat den Vorteil, daß die Frequenz-Variationen im Signal vom Sensor 10, die mit Mengen-Variationen
der Durchflußrate entstehen, gemessen werden können. Durch Festlegung einer passenden Überlappungsdistanz 1- wird
damit erreicht, daß die Trennwände 8a1, 8b' eine große Länge
I1 besitzen. Die Rücklaufbohrungen 7a und 7b sind so geformt,
daß sie eine Vergleichmäßigung ermöglichen, so daß irreguläre Impulse in dem Signal vom Sensor 10 herausgefunden werden
können. Die zweiten Kanalbegrenzungswände 12a1 und 12b1 haben
eine ausreichende Länge, so daß ein verengender Durchlaß, der von ihnen begrenzt wird, eine ausreichende Länge 1. hat, so
daß Variationen in der Weite d gemildert werden können. Wie zu erkennen, konturieren die zweiten Kanalbegrenzungswände
12a1 und 12b1 auf ihren Innenwänden nach innen. Diese Konstruktion
der zweiten Kanalbegrenzungswände dient zur Elimination von irregulären Impulsen.
Während in der ersten Ausführungsform des Fluid-Elementes die
kleine Strahldüse und der Bypass stromaufwärts gegenüber dem Fluidic-Element mit der großen Düse angeordnet sind, kann
gemäß Erfindung auch eine Umkehrung dieser Stromabwärts-Stromaufwärts-Position
eingesetzt werden.
Weiterhin kann der Durchflußmesser abweichend von den beschriebenen Ausführungsformen angefertigt sein, ohne daß
vom Rahmen der Erfindung abgewichen wird.
Beispielsweise kann der Hilfsventilkörper 26 in seiner Konstruktion
und Anbringungsstelle modifiziert werden.
Das Membran-Steuerventil C kann ebenfalls in seiner Konstruktion abweichend gestaltet sein. Es sei auch angemerkt, daß
das Steuerventil durch verschiedene andere Ventilkonstruktionen ersetzt werden kann, die entsprechend den Durchflußraten
sich öffnen und schließen.
Weiterhin kann die Arbeitsweise und Konstruktion des Sensors 10 sowie deren Anzahl variiert werden. Beispielsweise können
Sensoren sowohl in der Rücklaufbohrung 7a als auch in der
• ΛΑ -
Bohrung 7b jedes Fluidic-Elementes vorgesehen sein. Auch die
Mengenanzeigevorrichtung kann variiert werden.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen von Durchflußmessern
sind in erster Linie bestimmt für die Messung von Haushaltsverbräuchen von Brenngas oder Trinkwasser. Die Anwendungsgebiete
seien aber nicht auf diese zwei Beispiele beschränkt.
Claims (10)
1. Durchflußmesser zur Messung einer zeitlichen Durchflußrate
bei Fluiden (Gase und Flüssigkeiten) mit einem Fluidic-Element,
das folgende Einzelheiten umfaßt: einen sich verengenden Durchlaß, eine Strahldüse, die stromabwärts zu
dem sich verengenden Durchlaß liegt, einen sich erweiternden Durchlaß, der stromabwärts zu der Strahldüse liegt,
ein Paar Steuerdüsen, die zwischen der Strahldüse und dem sich erweiternden Durchlaß angeordnet sind und sich einander
gegenüberliegen in einer Ausrichtung, die im wesentlichen senkrecht zu einer Richtung liegt, in der ein Fluid-Jet
aus der Steuerdüse schießt, und Rücklaufkanäle, die
einen stromabwärts gelegenen Bereich des sich erweiternden Durchlasses mit den Steuerdüsen verbinden,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwei derartiger Fluidic-Elemente, nämlich ein erstes Fluidic-Element
(B) und ein zweites Fluidic-Element (A) vorgesehen sind, die sich im wesentlichen nur in den
öffnungsguerschnitten der Steuerdüsen unterscheiden, und dadurch, daß ein Bypass (15) vorgesehen ist, der mit
dem ersten Fluidic-Element (B) mit der Strahldüse (3) großen Querschnittes in Verbindung steht, und daß zu dem
Bypass (15) das zweite Fluidic-Element (A) mit der Strahldüse (3) kleinen Querschnittes parallel angeordnet ist,
wobei der Bypass (15) weiterhin ein Steuerventil (C) um-
faßt, das öffnet, wenn die zeitliche Durchflußmenge einen vorbestimmten Wert überschreitet.
2. Durchfluftmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Fluidic-Element (A) und der Bypass (15) stromaufwärts gegenüber dem ersten Fluidic-Element (B)
angeordnet sind.
3. Durchflußmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (C) ein Membran-Steuerventil ist.
4. Durchflußmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (C) einen Hauptventilkörper (16) und
einen Hilfsventilkörper (26) umfaßt, der von einer Feder
(25) in eine Schließstellung relativ zum Hauptventilkörper (16) gedrückt ist, wobei der Hilfsventilkörper (26) bei
einem Fluid-Stromaufwärtsdruck dann öffnet, wenn der Hauptventilkörper (16) in Schließstellung ist.
5. Durchflußmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem Sensoren (10) vorgesehen sind, die jeweils in
einer der Rücklaufbohrungen (7a, 7b) des ersten und zweiten Fluidic-Elementes (B, A) angeordnet sind, um
Änderungen der Durchflußrate zu fühlen, und daß eine Durchflußmengen-Anzeigevorrichtung. (11)
vorhanden ist, die von den Sensoren (10) Frequejizsignale
entsprechend den Durchflußmengenänderungen empfängt, Durchflußraten errechnet und anzeigt.
6. Durchflußmesser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchflußmengen-Anzeigevorrichtung (11) Rechnerkomponenten
(lla) enthält, die entscheiden, ob die Frequenz in einem ersten Signal vom Sensor (10) im ersten
Fluidic-Element (B) unter einem Sollwert ist sowie Datenverarbeitungsvorrichtungen
(Hb) umfaßt, die auf Instruktion der Rechnerkomponenten (Ha) die Durchflußraten aus
einem zweiten Signal ableiten, das von Sensoren (10) kommt, wenn die Frequenz des ersten Signales unterhalb des
Sollwertes ist und die Durchflußraten aus dem ersten Signal ableiten, wenn die Frequenz des ersten Signals ihren
Sollwert überschreitet,
und dadurch, daß Anzeigevorrichtungen (lic) angeschlossen
sind.
7. Durchflußmesser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mengenanzeigevorrichtung (11) geeignet ist, die
Frequenz des ersten Signales auch dann zu messen, wenn das Steuerventil (C) geschlossen ist, wobei der genannte
Sollwert kleiner ist als die Frequenz des ersten Signals zur Zeit des öffnen und Schließen des Ventiles (C).
8. Durchfluftmesser nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sollwert im wesentlichen zwischen der Minimum-Frequenz des ersten Signales und einer Frequenz unmittelbar
vor Öffnen des Ventiles (C) liegt.
9. Durchfluftmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daft das erste und zweite Fluidic-Element (B, A) einen sich verengenden Durchlaßkanal (2) einhält, der stromabwärts zu
dem sich erweiternden Durchlaß (5) liegt und teilweise den Rücklaufkanal überlappt.
10. Durchfluftmesser nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der sich verengende Durchlaß (2) eine ausreichende Länge hat, um Abweichungen der Weite abzumildern, sowie
Innenwandungen besitzt, die sich nach innen vorwölben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6634585A JPS61223517A (ja) | 1985-03-28 | 1985-03-28 | フルイデイツク流量計 |
Publications (1)
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| DE3522997A1 true DE3522997A1 (de) | 1986-10-02 |
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ID=13313171
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19853522997 Ceased DE3522997A1 (de) | 1985-03-28 | 1985-06-27 | Durchflussmesser zum messen einer zeitlichen durchflussrate bei fluiden |
Country Status (3)
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- 1985-06-27 FR FR8509803A patent/FR2579746A1/fr not_active Withdrawn
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Also Published As
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|---|---|
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| JPS61223517A (ja) | 1986-10-04 |
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