DE3521579A1 - Steuerventil - Google Patents
SteuerventilInfo
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Description
P 4196 J. M. VOITH GMBH
«3- Heidenheim
Kennwort: Simultan-Steuerventil
Steuerventil
Die Erfindung bezieht sich auf ein kompaktes Ventil zur Abstimmung der Drücke
zweier (Hydraulik)-Drucksysteme nach einer Regel geraden entsprechend der
folgenden Gleichung I):
P2- p4 = a + b (P1 - p3) I)
Setzt man p» gleich Null, dann reduziert sich die Gleichung auf die Form:
P2 = a + b (P1 - p3) . II)
Auch p3 kann im Spezialfall einmal Null werden, so daß sich die Gleichung dann
auf die Form
P2 = a + b · p. III)
reduziert.
Die in der Gleichung festgelegte Beziehung der Drücke soll auch im instationären
Fall stets aufrechterhalten werden, beispielsweise wenn sich die Druckdifferenz
P1 - P3 ändert, soll die Druckdifferenz p2 - pd sofort mitgehen und umgekehrt.
Insbesondere soll auch im Falle eines Defektes im System, beispielsweise dem
plötzlichen Ausfall von Steuerluft, einer Hydraulikpumpe oder dem Bruch einer
Leitung mit geringstmöglicher zeitlicher Verzögerung die Wiederherstellung des
Regel Verhaltens nach obiger Gleichung erfolgen.
Ein: solches Regel verhalten ist z.B. erwünscht bei schwimmenden Walzen in Pressen
von Papiermaschinen zur richtigen Abstimmung des wirksamen Druckes auf die Kolben
äußerer Hydraulikzylinder, die die eine Walze gegen eine andere Walze andrücken um
dem Innendruck (den Innendrücken) von Druckkammern zwischen feststehendem "Joch"
und rotierendem Mantel einer hydraulisch gestützten Preßwalze (schwimmende Walze)
bzw. zwischen den Druckkammern gegeneinander gepreßter Walzen.
Wenn sich die Drücke bei instationären Vorgängen nicht simultan in dem gewünschten
Verhältnis verändern, kann es zu Beschädigungen an den Walzen oder an den Bespannungen
oder am zu behandelnden Produkt kommen. Diese Beschädigungen sind leider
allzu häufig in der Vergangenheit aufgetreten, weil es fast nie gelingt genügend
genaue simultane Druckverläufe im gewünschten Druckverhältnis auch bei instationären
Betriebs zuständen herzustellen. COPY
P 4196 Sei te
λ 352Ί579
Heute gebräuchliche Systeme verwenden elektrisch oder pneumatisch vorgesteuerte
Hydraulikventile, die den Soll druck in den hydraulischen Druckkammern herstellen.
Selbst wenn bei instationären Zuständen, also beim Erhöhen bzw. Verringern der Betriebsdrücke die Regel ventile verzögerungsfrei arbeiten würden, ist eine
simultane Änderung der Drücke in den verschiedenen Druckkammern nicht zu erwarten,
weil sich die Maschinenteile elastisch verformen und zur Erzeugung der Verformung
erst gewisse ülmengen durch die Regelventile gepumpt werden müssen. Es ist aus
konstruktiven Gründen ausgeschlossen bei dieser alten Bauart der Regelung in
beiden hydraulischen Systemen bei Be- und Entlastungsvorgängen immer die gleichen
Zeitkonstanten für das Füllen bzw. Entleeren der sich aus der Verformung ergebenden
hydraulischen Arbeitsvolumina zu gewährleisten. Am Beispiel der hydraulisch
gestützten Walze nach Fig. 1 der DOS 3338779 kann dies unter Zugrundelegung einer
gebräuchlichen Dimensionierung belegt werden.
Bei einer Druckänderung z.B. dem Anpressen der beiden Walzen gegeneinander von
Null bis auf den Maximaldruck verformen sich einerseits die in der Figur nicht gezeigten Seitengestelle um 2 mm, das Joch ti der Walze hingegen biegt sich in
der Mitte um 30 mm durch.
Die Pumpe für die äußere Hydraulik, die den Druck in den Druckräumen 32 und 33
der äußeren Anpreßhydraulik erzeugt, hat eine Förderleistung von 40 l/min. Die
Kolben haben 300 mm Durchmesser.
Wenn man von Leck- und Drossel Verlusten absieht, beträgt die Zeit zur Erreichung
des vollen Druckes im äußeren System
2 r^
_ 0,02 · 2 · 3 · // · 60
sec.
Das Verdrängungsvolumen bei der Durchbiegung des Joches betrage 140 1 , die Fördermenge
der Pumpe 90 l/min.
Die Zeit zur Erreichung des vollen Druckes im inneren System beträgt dann
tB = ^- -60 = 93 see.
= 222 statt 1 !
P 4196 Seite
Das äußere Anpreßsystem genau so träge wie das innere zu machen, ist unerwünscht,
weil man z.B. bei Störungen die Presse schnell öffnen will. Außerdem treten im
inneren System druck- und öl temperaturabhängige Leckverluste auf, die sich mit der Betriebszeit (Einlaufen der Dichtleisten) ändern können. Mit herkömmlichen
Mitteln ist also die gewünschte simultane, stets genaue Druckänderung in beiden Systemen nicht möglich.
Die europäische Patentanmeldung 0 112 625 zeigt ein für ähnliche Zwecke vorgesehenes
Proportionalsteuerventi1, bei dem die wesentliche Neuerung darin besteht,
daß der z.B. pneumatisch vorgesteuerte Ventilkolben des einen Hydrauliksystems
und das als Schwebekolben ausgebildete Steuerventil für das zweite Hydrauliksystem
in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind.
Im stationären Betrieb ist dieses Ventil geeignet eine Regelgerade zwischen zwei
Drücken gemäß der Gleichung Pg = b · p* zu erzeugen. Es ist mit diesem Ventil
allerdings nicht möglich mehr als zwei Drücke in Beziehung zu bringen, wie dies
in der Regel erwünscht ist. Der Erfinder des oben beschriebenen Ventils hat auch
erkannt, daß im Störfali mit diesem Ventil das gewünschte Druckverhältnis Po/Pi = b
verlorengeht und hat darum in einer weiteren europäischen Patentanmeldung 0 109 zusätzlich zum beschriebenen Steuerventil ein weiteres Sicherheitsventil zwischen
den beiden Hydrauliksystemen mit ρ ^. und p2 vorgesehen, das so beschaffen ist, daß,
sobald der Druck in einem der beiden Systeme um ein bestimmtes Maß höher sein
sollte als es der Regel geraden entspricht, ein Ventil öffnet und den Überdruck
abbaut. Weil zum öffnen des Ventils Federkraft überwunden werden muß und in den
Leitungen und Ventilkörpern Reibungsverluste entstehen, kann mit dieser Einrichtung
kein genaues Regel verhalten erreicht werden. Das System ist außerdem umständlich
und wegen der Integration der beiden Hydrauliksteuerventile in einem Block in seiner
räumlichen Positionierung in unerwünschter Weise beschränkt. Ein weiterer Nachteil
des Systems nach europäischer Patentanmeldung 0 112 625 und 0 102 220 besteht darin,
daß es nur zur Herstellung einer Regel geraden p~ = b · p« geeignet ist, es ist in
der beschriebenen Form nicht geeignet die in der Einleitung beschriebene, gewünschte
Regel gleichung I) zu erfüllen. Ein System nach Gleichung I) ist aber z.B. nötig,
wenn man das Eigengewicht einer vertikal anzupressenden Walze im Regelvorgang
berücksichtigen muß und um bei einer schwimmenden Walze unter Berücksichtigung nicht
nur des Kammerdruckes p., sondern auch des mit der ülviskosität und den Ablaufbedingungen
veränderlichen Gegendruckes p3 auf der anderen Seite des Joches ein
genaues Regelverhalten zu erreichen.
P 4196 Seite ξ/
Die Erfindung hat das Ziel,Mängel und Einschränkungen bekannter Systeme zu beseitigen,
die Genauigkeit der Einhaltung gewünschter Druckverhältnisse zwischen
den beiden Drucksystemen im stationären und instationären Betriebszustand zu verbessern,
die Kosten für das Regelsystem zu senken und die Komplexität des Systems so zu verringern, daß Justierungsfehler und Defekte der Geräte praktisch ausgeschlossen
werden. Die Steigung "b" der Regel geraden soll unter Verwendung von Standardgeräten stufenweise dem aktuellen Bedarf anpaßbar sein.
Der Erfinder hat erkannt, daß entgegen der heutigen Praxis mit hohem Aufwand an
elektronischen oder pneumatischen Regel elementen alle wesentlichen Forderungen
durch die Schaffung einer kompakten, neuartigen Ventil einheit in verblüffend einfacher
Weise erfüllt werden können.
Nach dem Hauptgedanken der Erfindung wird dieses Ziel bereits weitgehend dadurch
erreicht j daß in der Nähe der korrespondierenden Druckkammern, im Falle einer
schwimmenden Walze z.B. an der Einleitung des Drucköls in den Zapfen des Jochs, ein Steuerventil eingebaut wird, das einen besonderen Aufbau besitzt, und zwar
Druck p. - p3 drückt auf einen Kolben t mit den wirksamen Flächen A1, jA3 und
schließt dabei den Überströmspalt S2 zwischen Ventilgehäuse und Kolben 2, wodurch
P2 so lange ansteigt, bis der Kolben 2 mit dem Kolben 1 nach unten gedrückt wird,
bis S2 gerade so viel Fluid vom Druck p2 auf einen Druck p* abläßt, daß die auf
die Kolben wirkenden Kräfte F1 und F2 im Gleichgewicht sind. Dabei sind die Kräfte F1 = A1 -P1-AS- p3 und F2 = A2 · p2 - A4 · p4 im Gleichgewicht.
Wird F2 jedoch trotz geschlossenem Spalt S2 kleiner als F1, dann öffnet sich ein
Überströmspalt S1 zwischen dem Druckraum mit Druck p, und einem Druckraum mit geringerem
Druck ρ,, wodurch der Druck p, so lange absinkt, bis die Kräfte F1 und F2
wieder im Gleichgewicht sind.
Nach einem weiteren Gedanken der Erfindung wird erreicht, daß sich die Druckdifferenz
p^ - p3 zu p2 exakt linear verhält. Zu diesem Zweck werden die wirksamen
Kolbenflächen A1 und A3 gleich groß gemacht.
Es ist weiter vorgesehen, eine Zusatzkraft F5 auf die Kolbenstange wirken zu
lassen zwecks Einstellung der gewünschten Nullpunktverschiebung an der Regelgeraden.
Diese Nullpunktverschiebung erfolgt über eine Feder mit fixer oder einstellbarer
Federkraft.
P 4196 Seite
Nach einem weiteren Gedanken wird die Zusatzkraft F5 durch fluidischen Druck
auf einen weiteren Kolben 5 mit der Fläche A5 erzeugt, der ebenfalls auf die
gemeinsame Kolbenstange drückt.
In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, den Querschnitt der Kolbenstange A3
beim Übergang vom Druckraum p3 zum Druckraum p* flächengleich mit dem Querschnitt
Aq des Kolbens 2 zu machen. Dadurch entsteht bei Druckänderungen p*
keine Beeinflussung der vorgegebenen Regelfunktion p. - ρ, = a + b (Po ~ P4)·
Weiterhin ist vorgesehen, die Kolbenfläche A5 ebenfalls gleich Aq auszuführen,
dadurch entsteht bei Änderung von P3 ebenfalls keine Beeinflussung der
Regel funktion gemäß obiger Gleichung.
Ein weiterer Gedanke sieht vor, die wirksame Kolbenfläche AE des Kolbens 2 unabhängig
vom Kolbendurchmesser D zu machen. Dies wird dadurch erreicht, daß
am Ende der Kolbenstange über dem Kolben 2 ein weiterer Kolben 6 mit dem Durchmesser D befestigt ist, der im Gehäuse dichtend gleitet und mit dem
Druck P2 beaufschlagt eine Gegenkraft-F2 zur Kolbenkraft +F2 erzeugt, so daß
sich beide Kräfte aufheben. Auf diesen Kolben 6 ist ein weiterer Kolben 7 mit
der wirksamen Kolbenfläche F7 aufgesetzt, der in Richtung zum Kolben ΐ hin mit
dem Druck p,, beaufschlagt wird. Zwischen den Kolben 6 und 7 befindet sich ein
Raum vorzugsweise mit konstantem Druck, z.B. Atmosphärendruck.
Ein weiterer Gedanke beinhaltet, daß der Kolben 7 abnehmbar auf die Kolbenstange
aufgesetzt ist und zusammen mit einer passenden Zylinderbüchse ausgewechselt werden
kann. Durch Auswechseln dieser KoIben-Zylinder-Einheit gegen eine solche mit
anderem Kolbendurchmesser läßt sich die Steigund b der Regel geraden nach Bedarf
verändern.
Bei der weiter oben beschriebenen Ausführung des RegelventiIs mit einer Zusatzkraft
F5 auf die gemeinsame Kolbenstange, die durch einen Druck Pr auf eine
Kolbenfläche A5 erzeugt wird, wird der Druckraum unter dem Kolben mit der Fläche A5 durch Leitungen mit jenem Druckraum verbunden, der mit dem Druck p,
beaufschlagt ist, so daß sich die Zusatzkraft F5 durch Änderung des Druckes p.
einstellen läßt.
Es ist weiterhin vorgesehen eine weitgehend reibungsfreie Verschieb!ichkeit
der Kolben 6 und 7 durch Einbau eines Hydrostatikelements zu schaffen. Dieses
Hydrostatikelement besteht aus einem äußeren Ringspalt um einen Druckraum, der
über eine Kapillare mit dem Druck p2 gespeist wird. Das Hydrostatikelement
kann entweder starrer Bestandteil der Kolben 6 und 7 sein oder aber lose und gegen den Kolben 7 kippbar abgestützt zwischen den Kolben 6 und 7 liegen.
Wenn in den Druckräumen mit den Drücken p~ und p» dasselbe Fluid zur Anwendung
kommt (oder auch bei Luft im einen System und Flüssigkeit im anderen System),
ist eine absolute Dichtigkeit zwischen dem Raum mit Druck p, und dem mit Druck p»
nicht nötig. In diesem Fall kommt eine reibungsarme Spaltringdichtung zur Anwendung,
die einen mit kleinem Spiel der Kolbenstange angepaßten losen metallischen
Dichtring besitzt, der quer zur Achsrichtung im Gehäuseteil verschieblich ist,
sich aber axial ans Gehäuseteil dichtend anlegt, sobald eine Druckdifferenz p» - p3
wirksam wird. Die Dichtung wird dadurch reibungsarm gemacht, daß die ringförmige
Dichtfläche zwischen Dichtung und Gehäuseteil durch Hinterdrehung von außen minimiert wird.
Ein weiterer Gedanke beinhaltet die Anwendung des beschriebenen Steuerventils
zur Proportionierung der äußeren Anpreßkraft (Lagerhebelkraft) einer Preßwalze
gegenüber dem Innendruck in der Druckkammer (den Druckkammern) zwischen Joch und Walzenmantel einer hydraulisch gestützten Walze (schwimmende Walze).
In einem letzten Gedanken ist die Anwendung des beschriebenen Steuerventils zur
Steuerung fluidischer Anpreßdrücke zweier gegeneinander gedrückter Preßkörper vorgesehen, die beliebig als Walzen, Gleitschuh, rotierende Mäntel etc. ausgebildet
sind und einen Preßspalt zwischen sich bilden bzw. unter Zwischenschaltung
weiterer Preßkörper mehrere Preßspalte zwischen sich bilden.
P 4196 Seite/'
Die Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 4 näher erläutert.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Ventil gemäß Anspruch 1 und
Anspruch 3.
Figur 2 zeigt im Teillängsschnitt eine Variante gemäß Anspruch 4.
Figur 3 zeigt eine weitere Variante im Längsschnitt, die auch den übrigen
Ansprüchen gerecht wird.
Figur 4 zeigt ein Anwendungsbeispiel für das beschriebene Steuerventil
nach Figur 3 zur Steuerung einer 3-Walzenpresse bzw. eines
3-Walzenglättwerks.
P 4196 Seite >cT
In Figur 1 ist 1 ein unterer Kolben und 2 ein oberer Kolben, verbunden durch.eine
Kolbenstange 3 in einem Gehäuse 4 mit oberem Deckel 9 und unterem Deckel 10. Die Unterseite des Kolbens 1 mit der wirksamen Fläche A1 wird mit dem Druck p.
beaufschlagt und die Oberseite des Kolbens 1 mit der wirksamen Kolbenfläche A3 wird mit dem Druck p., beaufschlagt, der im allgemeinen niedriger als p. ist.
Ein Dichtring 11 dichtet den Druckraum 3a mit Druck Po gegen den Druckraum 4a mit
Druck p* ab. Die Kolbenstange 3 ist einerseits in der Gehäusebohrung 12 und andererseits
mit dem Zapfen 13 in der Gehäusebohrung Ϊ4 gelagert. Der Zapfen 13 besitzt
Verbindungsbohrungen 16 zwischen Raum 2a und Raum 15. Der Kolben 1 ist über eine
Schraubenfeder 17 nach oben vorspannbar, wobei die Vorspannkraft durch Verdrehen
des Gewindestöpsels 18 einstellbar ist. Die Gewindebohrung im Deckel 10 ist durch
Stopfen 19 verschlossen.
Aus einem Ölbehälter 20 fördert eine Pumpe 21 öl in ein hydraulisches Anpreßelement
mit einer Verbindung 23 in den Druckraum Ta. Ein Druckbegrenzungsventil 24 in einer
Oberlaufleitung 25 hält den Druck p. im Druckraum 1a aufrecht. Aus einem Ölbehälter
fordert Pumpe 27 öl zu einem hydraulischen Anpreßelement 28. über die Zweigleitung
gelangt öl in den Raum 2a über dem Kolben 2 und drückt diesen so lange nach unten,
bis durch den Spalt S2 gerade so viel öl entweicht, daß im Raum 2a ein Druck p2
entsteht, der gerade so groß ist, daß sich die Kräfte F1 auf den unteren Kolben und
F2 auf den oberen Kolben das Gleichgewicht halten.
In Figur 2 sind gleiche Teile mit den gleichen Symbolen identifiziert wie in Figur
über eine Leitung 30 wird Fluid vom Druck p5 in den Raum 5a geleitet und drückt
gegen den Kolben 5, der in der Bohrung 31 gleiten kann. Durch Veränderung des Druckes p5 kann die Zusatzkraft F5 auf den gewünschten Wert eingestellt werden.
Alle anderen Teile des Ventils entsprechen jenen von Figur 1.
In Figur 3 sind wieder alle Teile mit denselben Symbolen wie in Figur 1 und Figur
gekennzeichnet. Im Prinzip ist die Funktion die gleiche wie bei den Beispielen der
Figuren 1 und 2, jedoch m.it folgenden Abweichungen bzw. Ergänzungen:
- über Bohrungen 32 ist Druckraum 5a mit 4a verbunden. In der Leitung 33 befindet
sich ein Druckbegrenzungsventil 50 zur Regelung des Druckes p^ = P5.
CXDPY
P 4196 Seite
- Im Kopf des Gehäuses 4 befindet sich ein Zwischenflansch 34 und in diesen eingesetzt
eine Zylinderbüchse 35 mit Kolben 7. Der Raum 7a oberhalb Kolben 7 ist über
Bohrungen 36, Ringraum 37 und Bohrung 38 mit Kammer 2a verbunden, so daß in der
Kammer 7a ebenfalls der Druck p2 wirkt. Der Kolben 7 hat eine Zentral bohrung 39,
in die ein Führungsstift 40 hineinragt, der über Bund 41 am Hydrostatikteller 42
befestigt ist. Kammer 8a ist mit einem niedrigen Druck, vorzugsweise konstantem
Druck, beispielsweise Atmosphärendruck, über Leitung 43 beaufschlagt. Der Druckraum 44 unter dem Hydrostatikteller 42 wird über Querbohrung 45 und Kapillare 46
vom Raum 2a aus mit Drucköl versorgt.
- Ein Toser Dichtring 47 zwischen Gehäusering 48 und Zwischenwand 49 verhindert den
Übergang größerer öl mengen zwischen den Räumen 3a und 4a im Falle ungleichen Druckt
in diesen Räumen. Die Druckelemente 22 und 28 sind nur beispielsweise als Zylinder
mit beweglichen Kolben 22a und 28a gezeichnet. Es kann sich bei diesen Druckelemen
ten um jede andere Art von druckbeaufschlagter Kammer handeln, insbesondere um
eine Druckkammer zwischen einem rotierenden Mantel und einem feststehenden Joch einer schwimmenden Walze.
Die einzelnen Anschlußöffnungen des Ventils der Figur 3 sind mit den Buchstaben
(R), (S), (T), (U), (V) gekennzeichnet.
In Figur 4 stellt 50 das Steuerventil gemäß Figur 3 dar mit seinen Anschlußöffnungen
(R), (S), (T), (U), (V). Dieses Ventil 50 ist über ein Zwischenstück 51 mit dem Joch
52 einer schwimmenden Walze S3 verbunden. Auf der Walze 53 liegt die starre Walze
und auf dieser die schwimmende Walze 153 mit Joch 152. Die schwimmenden Walzen 53, 1
haben zylindrische Walzenmäntel 55, 155, die über Wälzlager 56, 156 auf den Jochen E
152 drehbar gelagert sind. Druckräume 57, 157 werden durch Stirndichtungen 58, 158
und Längsdichtungen 59, 159 zwischen Jochen 52, 152 und Mänteln 55, 155 abgegrenzt.
Die schwimmende Walze 53 ist über kugelige Lagerbüchsen 60 mit den Gestellen 61 verbunden.
Die Zwischenwalze 54 wird durch in den Gestellen längsverschieblichen Gleitlager
62 geführt. Die obere S-Walze 153 ist über kugelige Lagerbüchsen 60 direkt
oder auch über nicht gezeigte zwischengeschaltete Lagerhebel mit den Kolbenstangen 6
der beiden Hydraulikzylinder 64 verbunden. Die Zylinder 64 stützen sich ebenfalls
am Gestell 61 ab, über Gelenke 65.
Eine Druckluftleitung 66 führt einem Druckminderventil 67 Steuerluft zu.
Der im Druckminderventil eingestellte Ausgangsdruck ist am Manometer 68 angezeigt
und stellt am Differenzdruckregel ventil 169 den gewünschten hydraulischen Differenzdruck
zwischen der Druckkammer 157 und der Leckkammer 17.0 ein.
COPY
ORfQiMAL
P 4196 Seite tf
Ein Additionsventil 71 erhöht den vom Druckminderventil 67 vorgegebenen Betrag um
eine additive Konstante. Der Ausgangsdruck des Additionsventils ist am Manometer 72
ablesbar. Mit diesem Druck wird der gewünschte hydraulische Differenzdruck ρ, - pder
schwimmenden Walze 53 mit Hilfe des DifferenzdruckregelventiIs 69 gesteuert.
Die genannten pneumatisch vorgesteuerten hydraulischen Differenzdruckventile sind
aus der Literatur über schwimmende Walzen bekannt.
Voraussetzung für die hydraulischen Drücke in den Walzen 53 und 153 ist der Betrieb
der Hydraulikpumpen 71 und 171, die über Leitungen 72, 73 und 172, 173 öl in die
Druckkammern 57 und 157 der Walzen 53 und 153 pumpen. Die in die Druckkammern 57,
gepumpten ülmengen durchlaufen die Walzen und gelangen über Leitungen 74, 174,
DifferenzdruckregelventiIe 69, 169, sowie Leitungen 75, 175 in die Leckkammern 70,
und von dort über Leitungen 76, 176 und 77, 177 wieder zurück in den öltank 78.
Druckbegrenzungsventile 79, 179 sind lediglich als Sicherheit gedacht und im Normalbetrieb
geschlossen.
Pumpe 80, mit Druckbegrenzungsventil 81 sorgt für Druckölzufluß zum Strömungsverteiler
82. Die Hälfte der Fördermenge von Pumpe 80 gelangt über Leitung 83 zum Gehäuseanschluß
(T) des Steuerventils 50, das den Druck p2 in dieser Leitung einstellt,
der über die Leitungen 84, 85, 85 die Druckräume über den Kolben 87 der Zylinder 64
mit Druck p2 beaufschlagt.
Die andere Hälfte des von Pumpe 80 geförderten Öls gelangt über Leitung 88, gesichert
durch Druckbegrenzungsventil 89 zu den pneumatisch vorgesteuerten Druckregel ventil en
90, 91 und beaufschlagen über diese die Unterseiten der Kolben 87 der Zylinder 64.
Die DruckregelventiIe 90, 91 werden über pneumatische Druckregler 92, 93 vorgesteuert.
Die Vorsteuerdrücke sind an den Manometern 94, 95 ablesbar. In der Rücklaufleitung 96
vom Gehäuseanschluß (LJ) des Steuerventils 50 sitzt ein Druckbegrenzungsventil 97,
das den gewünschten Druck p, im Steuerventil 50 einstellt. Der Gehäuseanschluß (V)
des Steuerventils 50 ist über eine Leckölleitung 98 mit dem Öltank 78 verbunden.
Dieses Regelschema zeigt die große Einfachheit des neuen Regel systems.
Mit dem Druckregel ventil 67 wird die Linienkraft der Oberwalze 153 eingestellt,
Druckerhöhungsventil 71 besorgt eine Erhöhung des Mittelkammerdruckes der Unterwalze
um den Betrag, der der Wirkung des Eigengewichtes der Zwischenwalze 54 samt eventueller
Zusatzlasten entspricht.
P 4196 Seite
Die Unterseiten der Kolben 87 sind mit einem bestimmten Vordruck beaufschlagt,
dem bei Linienkraft "Null" zwischen den Walzen 54 und 153 ein entsprechender Gegendruck Über den Kolben 87 entspricht. Dieser Gegendruck wird durch den Druck p
am Druckbegrenzer 97 eingestellt.
Man kann nun durch Betätigung des Druckreglers 67 jede gewünschte Linienkraft
einstellen und Steuerventil 50 sorgt immer für die entsprechende Relation
zwischen Walzeninnendrücken und äußeren Anpreßdrücken an den Zylindern 64.
Durch Betätigung der Druckregler 92, 93 können einseitig oder beidseitig die äußeren Anpreßkräfte zwecks Korrektur nach + oder - beliebig verändert werden.
pe 3029 CS
13.06.85 BSp
13.06.85 BSp
Claims (13)
1. Steuerventil zur Abstimmung der Drücke zweier Drucksysteme nach einer
Regel geraden gemäß der Beziehung
P2 - p4 = a + b (P1 - P3) I)
bzw. einer daraus reduzierten Gleichung,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
a) auf einer gemeinsamen Kolbenstange ein mit p, - p3 beaufschlagter
Kolben sitzt, der gegen einen mit p2 oder p~ - ρ λ beaufschlagten
Kolben drückt und dabei einen den Druck p2 regelnden überlaufspalt S2
so lange schließt bis dieser Druck so weit angestiegen ist, daß alle
wirkenden Kolbenkräfte im Gleichgewicht sind, und daß
b) bei zu niedrigem Druck p- trotz geschlossenem überlaufspalt S2 sich ein
weiterer Überlaufspalt S1 öffnet, über den der Druck p. bis zur Wiederherstellung
des Kräftegleichgewichts gemäß der Regel gleichung I) abgebaut wird.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksamen
Kolbenflächen A1 und A3 im Steuerventil, auf welche die Drücke p. und p3
wirken, gleich groß gemacht werden.
3. Steuerventil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
zusätzliche Kraft F5 zur Nullpunktverschiebung mittels einer vorgespannten
Feder in die Kolbenstange eingeleitet wird.
4. Steuerventil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
zusätzliche Kraft F5 über fluidischen Druck pr, der auf der Fläche A5 auf
die Kolbenstange einwirkt, zur Nullpunktverschiebung der Steuergeraden eingesetzt
wird.
P 4196 Seite
5. Steuerventil nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Durchmesser der Kolbenstange am Durchgang vom Druckraum p~ nach Druckraum p.
gleich groß ist wie der Durchmesser D des Steuerkolbens, der den Druck p~
steuert.
6. Steuerventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche A5
gleich groß mit der Fläche AO der Kolbenstange gemacht wird.
7. Steuerventil nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am
oberen Ende der Kolbenstange ein weiterer Kolben mit dem Durchmesser D befestigt
ist, der die nach unten wirkende Kraft F2 aufhebt und daß ein weiterer Kolben 7 mit dem Druck p~ beaufschlagt von oben nach unten auf die
Kolbenstange einwirkt. Zwischen den Kolben 6 und 7 befindet sich ein Raum
niedrigen konstanten Druckes.
8. Steuerventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben 7
abnehmbar auf die Kolbenstange 3 bzw. auf den Kolben 6 aufgesetzt ist.
9. Steuerventil nach den Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenfläche A5 mit dem Druck p* beaufschlagt ist.
10. Steuerventil nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Kolben 6 und 7 ein vorzugsweise kippbar gelagertes Hydrostatikelement angeordnet ist, das vom Druckraum y~ über eine Kapillare mit Druckmittel
versorgt wird.
11. Steuerventil nach den Ansprüchen t bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Druckräumen p3 und p^ eine reibungsarme Spaltdichtung aus metallischem
oder anderem Hartwerkstoff vorgesehen ist.
12. Anwendung des Steuerventils nach den Ansprüchen 1 bis 11 zur Proportionierung
äußerer Anpreßkräfte zwischen Auflager und Walze und innerer Anpreßkraft zwischen
Joch und Walzenmantel einer schwimmenden Walze.
13. Anwendung des Steuerventils nach den Ansprächen 1 bis 11 zur Steuerung
fluidischer Anpreßdrücke zweier gegeneinandergedrückter Preßkörper, die zur Druckbehandlung einer Papierbahn eingesetzt sind.
13.06.85 BSp
pe 3029 CS
pe 3029 CS
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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