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DE3521561A1 - Hydraulischer radialkolbenmotor - Google Patents

Hydraulischer radialkolbenmotor

Info

Publication number
DE3521561A1
DE3521561A1 DE19853521561 DE3521561A DE3521561A1 DE 3521561 A1 DE3521561 A1 DE 3521561A1 DE 19853521561 DE19853521561 DE 19853521561 DE 3521561 A DE3521561 A DE 3521561A DE 3521561 A1 DE3521561 A1 DE 3521561A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
bearing
star cylinder
star
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19853521561
Other languages
English (en)
Inventor
Des Erfinders Auf Nennung Verzicht
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ernst Pfau & Co KG GmbH
Original Assignee
Ernst Pfau & Co KG GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Pfau & Co KG GmbH filed Critical Ernst Pfau & Co KG GmbH
Priority to DE19853521561 priority Critical patent/DE3521561A1/de
Publication of DE3521561A1 publication Critical patent/DE3521561A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03CPOSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
    • F03C1/00Reciprocating-piston liquid engines
    • F03C1/02Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders
    • F03C1/04Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders with cylinders in star or fan arrangement
    • F03C1/047Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders with cylinders in star or fan arrangement the pistons co-operating with an actuated element at the outer ends of the cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydraulic Motors (AREA)

Description

  • Hydraulischer Radialk6lbenmo-tor
  • Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Radialkolbenmtor mit einem Sternzylinder, der auf einer in einem Gehäuse drehfest angeordneten Verteilerachse drehbar gelagert ist, wobei in im wesentlichen radialen Zylinderbohrungen des Sternzylinders Kolben angeordnet sind, deren äußeres Ende an der Innenfläche eines Lagerringes anliegt, die im Längsschnitt mit der Längsrichtung des Kolbens einen von 90" verschiedenen Winkel einschließt, und wobei die Verteilerachse Kanäle zum Zuführen eines Druckmittels von einem Zuflußstutzen zu dem zentrumsnahen Bereich mindestens einer Bohrung und zum Ableiten des Druckmittels aus dem zentrumsnahen Bereich mindestens einer anderen Bohrung zu einem Abflußstutzen aufweist.
  • Hydraulische Geräte mit einer derartigen Konstruktion sind bekannt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Radialkolbenmotor der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sich prinzipiell dazu eignet, in kleiner Baugröße hergestellt zu werden, und der dabei einen hohen Wirkungsgrad hat.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Sternzylinder an einem gehäusefesten Teil durch ein Lager abgestützt ist, das die durch die Neigung der Innenfläche des Lagerringes auf den Sternzylinder in Längsrichtung erzeugten Kräfte aufnimmt.
  • Die zur Längsrichtung der Kolben unter einem von 90" erschiedenen Winkel verlaufende Fläche des Lagerringes dient bekanntlich dazu, eine gleitende Reibung zwischen dem äußeren Ende des Kolbens und dem Lagerring zu vermeiden, weil der Berührungspunkt am Kolben exzentrisch zur Längsachse des Kolbens ist und der Kolben zusätzlich zu seinen Längsbewegungen Drehbewegungen um seine Längsachse ausführen kann.
  • Während bei einer bekannten hydraulischen- Pumpe, deren Konstruktion mit der eingangs beschriebenen Anordnung übereinstimmt, jeweils zwei Kolben parallel auf gegenläufig zueinander geneigte Flächen des Lagerringes einwirken, wodurch die Kräfte, die bestrebt sind, den Sternzylinder zu verschieben, sich gegenseitig aufheben, ist bei der Erfin dung vorgesehen, das Entstehen derartiger Kräfte in Kauf zu nehmen, diese Kräfte jedoch durch ein Lager, insbesondere Wälzlager, aufzunehmen. Der Vorteil besteht darin, daß der Sternzylinder weniger Kolben aufnehmen muß als die bekannte Anordnung, wodurch die Baugröße verkleinert werden kann.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist das Lager ein Radialkugellager, durch das der Sternzylinder an der Verteilerachse gelagert ist. Ein derartiges Radialkugellager reicht zumindest bei dem im Ausführungsbeispiel beschriebenen Hydromotor zum Abstützen der in Längsrichtung auf den Sternzylinder wirkenden Kräfte völlig aus. Dieses Radialkugellager bewirkt gleichzeitig die leicht drehbare Lagerung des Sternzylinders auf der Verteilerachse, wodurch Reibungsverluste extrem niedrig gehalten werden Die Anordnung des Wälzlagers auf der Verteilerachse erlaubt es, ein Wällager mit relativ kleinem Außendurchmesser zu verwenden, was einer kleinen Baugröße ebenfalls zugute kommt.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der Sternzylinder an seiner mit einer Abtriebswelle verbundenen Seite durch ein Wälzlager im Gehäuse abgestützt. Die Abtriebswelle verläßt das Gehäuse an derjenigen Seite, die der Verankerung der Verteilerachse im Gehäuse gegenüberliegt. Durch die Lagerung des Sternzylinders im genannten Bereich wird eine besonders reibungsarme Lagerung des Sternzylinders und dadurch ein hoher Wirkungsgrad sichergestellt. Die Anordnung ist dabei zweckmäßig so getroffen, daß bei solchen Ausfüh rungsformen der Erfindung, bei denen der Sternzylinder durch insgesamt zwei Wälzlager abgestützt ist, in Achsrichtung gesehen sich die Bohrungen des Sternzylinders zwischen den beiden Wälzlagern befinden, wobei die oben erwähnte, mit den äußeren Kolbenenden zusammenwirkende schräge Anlagefläche des Lagerringes, der zweckmäßigerweise Teil eines Wälzlagers ist, so gerichtet ist, daß das auf der Verteilerachse angeordnete Wälzlager die in Längsrichtung des Sternzylinders wirkenden Kräfte aufnimmt.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht der Sternzylinder zumindest im Bereich der Zylinderbohrungen aus einem Gleitlagermetall wie Lagerbronze oder einem anderen geeigneten Buntmetall, und die Kolben bestehen aus Stahl, zumindest im Bereich ihrer Kolbenfläche. Der Vorteil liegt darin, daß die Kolben äußerst leichtgängig verschiebbar geführt sind, und insbesondere dann, wenn der gesamte Sternzylinder aus dem genannten Gleitlagermetall besteht, auch in der einfachen Herstellung aus einem einzigen einheitlichen Metallstück. Zu dem Reibungskoeffizienten, der zwischen der Wandung der Zylinderbohrungen des Sternzylinders und den Kolben wirksam ist, trägt das verwendete Druckmittel, bei dem es sich im allgemeinen um ein Mineralöl handelt, bei.
  • Die Verwendung eines Gleitlagermetalls zur erstellung des Sternzylinders ermöglicht es auch, obwohl dies im Ausfiihrungsbeispiel nicht vorgesehen ist, den Sternzylillder unmittelbar auf der Verteilerachse drehbar zu lagern. Das obengenannte Wälzlager, das die durch die Schrägfläche erzeugten, auf den Sternzylinder in Längsrichtung wirkenden Kräfte aufnimmt, könnte dann ein lediglich zur Abstützung dieser Kräfte dienendes Lager, beispielsweise ein Axialkugellager, sein. Es wäre aber auch möglich, diese in Langsriehtung wirkenden Kräfte durch eine unmittelbare Anlage einer Fläche des Sternzylinders an einer Gegenfläche des Gehäuses reibungsarm aufzunehmen. Eine derartige Abstützung der in Längsrichtung des Sternzylinders wirkenden Kräfte könnte bei Ausführungsformen der Erfindung auch verwirklicht werden, wenn der Sternzylinder, wie bei einer oben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, auf der Verteilerachse selbst durch ein Wälzlager drehbar gelagert ist.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß alle Zylinder im wesentlichen in einer einzigen Ebene angeordnet sind. Sie verlaufen somit vorzugsweise genau radial und nehmen in Längsrichtung des Hydromotors nur relativ wenig Platz ein, so daß hierdurch die Baulänge und dadurch die Baugröße des Hydromotors kleingehalten werden kann.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind im wesentlichen rechtwinklig zur Achse des Sternzylinders verlaufende Innenflächen des Gehäuses dicht benachbart angeordnet zu dazu parallelen Flächen des Sternzylinders. Hierdurch wird das Volumen des gesamten Motors kleingehalten; außerdem wird der Innenraum des Gehäuses, in den die äußeren Enden der Kolben ragen, klein gehalten. Dieser Innenraum ist während des Betriebes mit dem Druckmittel, das im folgenden der Einfachheit halber immer als Öl bezeichnet wird, gefüllt. Ist die Ölmenge klein, so entstehen auch nur kleine Verluste durch Flüssigkeitsreibung und etwaige Wirbelbildung.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der genannte Innenraum des Gehäuses mit dem Abflußstutzen für das Druckmittel in Verbindung steht. Dadurch wird der Druck im Innenraum begrenzt, beim Ausführungsbeispiel etwa auf 2 bar, und es ist ein ständiger Ölstrom möglich, der die Gleitflächen der Kolben ständig schmiert und Abrieb ständig entfernt.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung scklließen die Längsrichtungen der Zylinderbohrungen mit der Achse des Sternzylinders einen von 90" verschiedenen Winkel ein und die Innenfläche des Lagerrings ist eine Kreiszylinderfläche.
  • Diese Ausführungsform ist deswegen besonders einfach, weil ein handelsübliches einfaches Kugellager, dessen Innenring den Lagerring bildet, verwendet werden kann.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der Lagerring, auf den die Kolben wirken, an demjenigen Gehäuseteil radial nach-außen abgestützt, in dem die Verteilerachse befestigt ist. Dies bietet den Vorteil, daß der Lagerring oder das diesen enthaltende Lager, insbesondere Wälzlager, bezüglich der zu den Zylindern führenden Kanäle der Verteilerachse die von der Konstruktion vorgesehene Stellung einnimmt, ohne daß ein anderes Gehäuseteil eine genau definierte Stellung einnehmen muß. Bei einer Weiterbildung der soeben beschriebenen Ausführungsform ist daher vorgesehen, daß der Randbereich des Gehäuseteils, in dem der Lagerring angeordnet ist, rotationssymmetrisch relativ zur Achse des Sternzylinders ausgebildet ist, wohingegen der Lagerring exzentrisch zu der genannten Achse liegt, und daß ein weiteres, mindestens im Verbindungsbereich mit dem erstgenannten Gehäuseteil bezüglich der Achse des Sternzylinders rotationssymmetrisches Gehäuseteil mit dem erstgenannten Gehäuseteil den Innenraum des Gehäuses, in dem der Sternzylinder angeordnet ist, begrenzt. Der Vorteil liegt darin, daß als weiteres Gehäuse teil ein völlig rotationssymmetrischer Teil verwendet werden kann, das daher besonders einfach herstellbar ist. Dieses weitere Gehäuseteil kann bei den im Ausführungsbeispiel beschriebenen Baugrößen auch durch Tiefziehen aus Stahlblech hergestellt werden, wobei beim speziellen Ausführungsbeispiel die Sitzfläche für das Kugellager zweckmäßigerweise durch Schleifen gebildet wird.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Ausführungsform der Erfindung verwirklicht sein. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Hydromotor eines ersten Beispiels, im linken Bereich teilweise außerhal einer Durchmesserebene gezeichnet, Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie II-II in Fig. 3, gegenüber Fig. 1 etwas verkleinert, Fig. 3 einen Schnitt entsprechend der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Verteilerachse, teilweise in Ansicht, gegenüber dem Maßstab der Fig. 2 geringfügig vergrößert, Fig. 5 eine Endansicht des Sternzylinders von links in Fig. 1, teilweise aufgebrochen, wobei ein Teil der Verteiler;ichse ebenfalls im Schnitt dargestellt ist, Fig. 6 einen Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Hydromotors, wobei im Gegensatz zur Fig. 1 der Schnitt so gelegt ist, daß keiner der Anschlüsse für die Hydraulikölleitungen sichtbar ist.
  • In Fig. 1 bilden ein Gehäuseteil 2 und ein Anschlußdeckel 4 gemeinsam das Gehäuse eines iiydromotors 1. Der Anschlußdekkel 4 weist einen Zuflußstutzen 5 und einen Abflußstutzen 6 für das Öl auf. In einer Bohrung 7 des Anschlußdeckels 4 ist eine Verteilerachse 8 von außen eingesetzt, die im wesentlichen die Gestalt eines zylindrischen Bolzens hat, an dessen äußerem Ende eine mit dem bolzenförmigen Teil einstückige Platte 9 angeordnet ist, die an einer Endfläche 10 des Anschlußdeckels 4 anliegend mit diesem durch Schrauben 11 verbunden ist, wodurch die Verteilerachse 8 im Anschlußdekkel 4 unverrückbar und drehfest angeordnet ist. In eine Nut 12 der Verteilerachse 8 ist ein 0-Ring 18 als Dichtung eingelegt. Die Verteilerachse 8 enthält zwei Längskanäle 13 und 14, deren in Fig. 1 und 4 linke Enden mit je einem der Stutzen 5 und 6 in Verbindung stehen. Die rechten Enden münden in je einen einen Umfangswinkelbereich des bolzenförmigen Teiles von etwa 140° einnehmenden Schlitz 15 bzw. 16, so daß das Öl gleichzeitig mehreren nachfolgend beschriebenen Zylinderbohrungen zugeführt und von mehreren Zylinderbohrungen abgeführt wird.
  • Im Inneren des durch die Teile 2 und 4 gebildeten Gehäuses ist ein Sternzylinder 20 gelagert, in den von außen sieben radiale Zylinderbohrungen 22 eingebracht sirid, in denen jeweils ein Kolben 24 in Form eines geraten lsolzerl an.ireolninet ist. Der Sternzylinder 20 hat im Bereich der Kolben 24 seinen gröbsten Außendurchmesser, und ist dann in der Ansicht der Fig. 1 nach rechts stufenförmig abgesetzt, wobei auf der ersten kreiszylindrischen Stufe 26 der Innenring eines Kugellagers 28 sitzt, dessen Außenring sich im Gehäuseteil 2 in radialer Richtung und nach rechts in Fig. 1 abstützt.
  • Eine zweite kreiszylindrische Stufe 30, deren Durchmesser gegenüber der ersten Stufe 26 abermals verringert ist, trägt einen Ring 32 aus gehärtetem Stahl, an dessen Außenseite eine ins Gehäuseteil 2 eingelegte Dichtung 34 anliegt.
  • Der Sternzylinder 20 weist eine durchgehende Bohrung 35 au£, in die in Fig. 1 von rechts her eine Abtriebswelle 36 eingepreßt ist. Diese ragt nach außen über das Gehäuse hinaus.
  • Innerhalb des Gehäuses ragt die Abtriebswelle 36 etwa bis.
  • zum Ubergang zwischen der ersten Stufe und dem die Kolben enthaltenden Teil des Sternzylinders 20.
  • An seinem in Fig. 1 an den die Kolben tragenden Teil links anschließenden Bereich weist der Sternzylinder 20 ebenfalls eine Schulter auf, deren Außendurchmesser jedoch größer. is.t als bei der ersten Stufe 26 auf der anderen Seite. In diesem Bereich ist in den Sternzyli.nder 20 eine zylindrische Ausdrehung 40 eingebracht, in die ein Kugellager 42 eingesetzt ist, dessen Außenring durch den Sternzylinder 20 radial nach außen und in Pig. 1 nach rechts abgestützt ist. Der Innenring des Kugellagers 42 sitzt auf der Verteilerachse 8 und kann sich in Fig. 1 nach links an einer Stützfläche 44 ds Anschlußdeckels 4 abstützen.
  • Im Gehäuseteil 2 ist exzentrisch zur Drehachse des Sternzylinders 20 ein Kugellager 50 mit seinem Außen ring 51 radial nach außen und in Fig. 1 nach rechts abgestützt, wobei die Innenfläche 52 des Innenringes 53 nicht die Form eines geraden Kreiszylinders, sondern eines Kegelstumpfes hat, dessen Spitzenwinkel nur wenige Grad beträgt. An dieser Innenfläche 52 liegen die balligen Endflächen 54 der Kolben 24 an. Die Spitze des Kegels des genannten Kegelstumpfes weist zu der Seite der Abtriebswelle 36. Werden beim Betrieb des Hydromotors die Kolben 24 nach außen gedrückt, so wird hierdurch eine Kraft erzeugt, die bestrebt ist, den Sternzylinder 20 in Fig. 1 nach links zu bewegen. Diese Kraft wird durch das Kugellager 42 aufgenommen. Durch die Exzentrität des Kugellagers 50 wird bekanntlich die Drehbewegung des Motors hervorgerufen.
  • Der Anschlußdeckel 4 übergreift die radial außerhalb des Kugellagers 42 liegende Schulter 55 des Sternzylinders 20 nahezu vollständig mit einer Fläche 59 mit geringem Abstand und es schließt sich eine rechtwinklig zur Rotationsachse des Sternzylinders 20 verlaufende Fläche 60 des Anschlußdekkels 4 an, die einen geringen Abstand von etwa 1 mm von der dazu parallel verlaufenden Fläche 62 des die Kolben tragenden Teiles des Sternzylinders 20 hat. Zu der zur Fläche 62 parallelen Fläche 64 des Sternzylinders auf der anderen Seite der Kolben 24 verläuft ebenfalls eine Fläche 65 des Gehäuses, hier des Gehäuseteiles 2, parallel und in kleinem Abstand. Dadurch wird der mit Öl anfüllbare Raum 68 innerhalb des Gehäuses 2, 4, der außerhalb der Zylinderbohrungen 22 liegt, kleingehalten.
  • Der Sternzylinder 20 sitzt nicht unmittelbar auf der Außenfläche der Verteilerachse 8 auf, sondern es besteht hier ein geringes Spiel, das jedoch so klein ist, daß der Zwischenraum eine Spaltdichtung bildet, wodurch verhindert wird, daß Öl in unerwünschtem Ausmaß von den gerade unter Druck stehenden Zylindern zu den gerade drucklosen Zylindern strömen kann.
  • Während des Betriebs füllt sich der Raum 68 im Ausführungsbeispiel innerhalb weniger Minuten mit Öl. Damit der Öldruck in diesem Raum nicht allzu sehr ansteigt, wodurch die Stabilität des Gehäuses beeinträchtigt werden könnte, steht dieser Raum über eine Bohrung 70, siehe Fig. 2 und 3, mit dem Abflußstutzen 6 in Verbindung.
  • Der Anschlußdeckel 4 und das Gehäuseteil 2 sind mittels Schrauben 74 miteinander fest verbunden. Ein 0-Ring 76, der in eine Außennut eines rohrförmigen Ansatzes 78 eingesetzt ist, der mit einer Zylinderfläche 80 des Gehäuseteiles 2 zusammenwirkt, dichtet den Raum 68 nach außen zuverlässig ab.
  • Der Motor 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel hat einen maximalen Durchmesser des Gehäuses von 115 mm und des Sternzylinders 20 von 63 mm. Die übrigen Abmessungen können der mabstäblichen Zeichnung entnommen werden. Der Motor ist für einen Öldruck von 200 bar (200 000 hPa) bei einem Restdruc-k vom Ablaufstutzen von etwa 2 bar (2000 hPa) vorgesehen. Die Schluckmenge, das ist der Ölverbrauch pro Umdrehung, beträgt 1,89 cm3/Umdrehung. Die Drehzahl beträgt bis zu 4000 Umdrehungen pro Minute und die Leistung bis zu 2 kW. Der Motor ist für Antriebe von Hilfsgeräten in Kraftfahrzeugen gedacht; daher ist eine kleine Baugröße wichtig und die Tatsache, daß der Motor praktisch absolut dicht gegen das Austreten von Öl ist.
  • Der Motor 101 in Fig. 6 unterscheidet sich von dem oben beschriebenen Motor im wesentlichen nur durch die nachfolgend beschriebenen Einzelheiten. Während beim Ausführungsbeispiel nach Fig 1 das Gehäuseteil 2 das exzentrisch zur Verteilerachse 8 angeordnete Kugellager 50 radial nch außen abstützt und daher in einer genau bestimmten Drehstellung mit dem als Gehäusedeckel 4 bezeichneten Gehäuseteil verbllnden werden muß, was durch Schrauben 74 erfolgt, dient beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 bei dem dort gezeigten Motor 101 das Gehäuseteil 104 sowohl zur drehfesten Halterung der Verteilerachse 8 als auch zur definierten Lagerung, inbesondere zur Abstützung radial flach außen, für das Kugellager 150, dessen Innenring 153 eine kreiszylindrische Innenfläche aufweist, an der sich die Kolben 124 mit ihren nach außen gerichteten Endflächen abstützen. Im Gegensatz zu Fig. 1 verläuft die Längsrichtung der Kolben 124 nicht genau radial bezüglich der Längsrichtung der Verteilerachse 8 bzw.
  • der Achse des Sternzylinders 120, sondern unter einem Winkel von wenigen Grad, im Beispiel von etwa 4" nach der der Abtriebswelle 36 zugewandten Seite (von innen nach außen) geneigt.
  • Das Gehäuseteil 104 ist als Gußteil aus Aluminium hergestellt und in seinem nach rechts weisenden Randbereich, der das Kugellager 150 nach rechts überragt, genau rotationssymmetrisch bezüglich der Achse des Sternzylinders 120. Das Gehäuseteil 102 ist im Gegensatz zum Gehä3teil 2 der Fig. 1 genau rotationssymmetr isch ausgebildet und ebenfalls als Gußteil aus Aluminium hergestellt. Ein Vorsprung 103 des Gehäuseteils 102 wird von dem oben erwähnten Randbereich 195 des Gehäuseteils 104 übergriffen, und ein in eine Nut des Vorsprungs 103 eingelegter 0-Ring 176 bewirkt die Abdichtung des Innenraums 168 nach außen. Es kommt beim Montieren des Motors 101 nicht auf die Drehstellung des Gehäuseteils 102 an, da es rotationssymmetrisch ist. Die beiden Gehäuseteile sind daher im Ausführungsbeispiel nicht mit Schrauben verbunden, sondern durch eine Umbördelung 174 aus Blech miteinander verbunden. Ein Vorteil liegt darin, daß für die Verbindung in radialer Richtung nur wenig Platz benötigt wird.
  • Ein weiterer Vorteil besteht in der Reduktion des Gewichts und in geringeren Herstellungskosten. Wenn die Umbördelung mit einem elastischen Kunststoff oder einem anderen geeigneten Dichtmaterial ausgekleidet ist, kann sie zusätzlich eine Dichtfunktion übernehmen. Abweichend vom Ausführungsbeispiel der Fig. 6 kann der Gehäusedeckel 102 durch Tiefziehen aus einem Stahlblechteil mit einer Dicke von etwa 1,5 mm hergestellt werden. Die Stützflächen für das Kugellager 128 werden dabei zweckmäßigerweise geschliffen. Bei einem derart tigen Gehäusedeckel aus Blech kann der Randbereich so ausgebildet sein, daß er durch Umbördeln unmittelbar die Verbindung mit dem Gehäuseteil 104 herstellt, so daß für die Bördelverbinung kein separates Teill benötigt wird.
  • Im Beispiel der Fig. 6, die im gleichen Maßstab wie Fig. 1 gezeichnet ist, ist der Motor 101 etwa 92 mm lang und daher etwas kürzer als der Motor 1. Der Durchmesser der Kolben 124 beträgt 8,6 mm, es sind insgesamt fünf Kolben vorgesehen; die Schluckmenge beträgt etwa 2 cm3/Umdrehung und ist daher etwas größer als bei dem Motor 1.
  • Im übrigen stimmen die Punktionen des linken Gehäuseteils 4 in Fig. 1 und 104 in Fig. 6 sowie des rechten Gehäuseteils 2 in Fig. 1 bzw. 102 in Fig. 6 überein; insbesondere bildet das rechte Gehäuseteil 102 die radial nach außen wirkende Abstützung für das Kugellager 128, dessen Funktion mit dem Kugellager 28 übereinstimmt.
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Claims (10)

  1. Patentansprüche 1. Hydraulischer Radialkolbenmotor mit einem Sternzylinder, der auf einer in einem Gehäuse drehfest angeordneten Verteilerachse drehbar gelagert ist, wobei in im wesentlichen radialen Zylinderbohrungen des Sternzylinders Kolben angeordnet sind, deren äußeres Ende an der Innenfläche eines Lagerrings anliegt, die im Längsschnitt mit der Längsrichtung des Kolbens einen von 90" verschiedenen Winkel einschließt, wobei die Verteilerachse Kanäle zum Zuführen eines Druckmittels von einem Zuflußstutzen zu dem zentrumsnahen Bereich mindestens einer Bohrung und zum Ableiten des Druckmittels aus dem zentrumsnahen Bereich mindestens einer andern Bohrung zu einem Abflußstutzen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternzylinder (20, 120) an einem gehäusefesten Teil durch ein Lager, vorzugsweise Wälzlager (42, 142) abgestützt ist, das die durch die Neigung der Innenfläche (52, 152) des Lagerringes (Innenring 53, 153) auf den Sternzylinder (20, 120) in Längsrichtung erzeugten Kräfte aufnimmt.
  2. 2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager ein Radialkugellager ist, durch das der Sternzylinder (20, 120) an der Verteilerachse (8) gelagert ist.
  3. 3. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternzylinder (20, 120) an seiner mit einer Abtriebswelle (36) verbundenen Seite durch ein Wälzlager (28, 128) im Gehäuse abgestützt ist.
  4. 4. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sternzylinder (20, 120) zumindest im Bereich der Zylinderbohrungen (22, 122) aus einem Gleitlagermetall wie Lagerbronze oder dgl.
    besteht, und daß die Kolben (24, 124) aus Stahl bestehen.
  5. 5. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Zylinder (22) im wesentlichn in einer einzigen Ebene angeordnet sind.
  6. 6. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen rechtwinklig zur Achse des Sternzylinders (20, 120) verlaufende Innenflächen (60, -65, 160, 165) des Gehäuses (2, 4, 102, 104) dicht benachbart zu dazu im wesentlichen parallel len Flächen (62, 64) des Sternzylinders (20, 120) sind.
  7. 7. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet., daß der Innenraum (68, 168) des Gehaù ses (2, 4, 102, 104) in dem der Sternzylinder (20, 120) angeordnet ist, mit dem Abflußstutzen (6) In Verbindung steht.
  8. 8. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsrichtung der Zylinderbols rungen (122) mit der Achse des Sternzylinders (1293 einen von 90O verschiedenen Winkel einschließt und daß die Innenfläche (152) des Lagerrings (153) eine Kre zylinderfläche ist.
  9. 9. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerring (153), auf den die Kolben (124) wirken, an demjenigen Gehäuseteil (104) radial nach außen abgestützt ist, in dem die Verteilerachse (8) befestigt ist.
  10. 10. Motor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Randbereich des Geäuseteils (104) rotationssymmetrisch relativ zur Achse des Sternzylinders (120) ausgebildet ist, und daß ein weiteres, mindestens im Verbindungsbereich mit dem erstgenannten Gehäuseteil (104) bezüglich der Achse des Sternzylinders rotationssymmetrisches Gehäuseteil (102) mit dem erstgenannten Gehäuseteil (104) den Innenraum des Gehäuses, in dem der Sternzylinder (120) angeordnet ist, begrenzt.
DE19853521561 1985-06-15 1985-06-15 Hydraulischer radialkolbenmotor Ceased DE3521561A1 (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2103314A (en) * 1935-12-31 1937-12-28 Elek K Benedek Variable delivery pump or motor
DE2031624A1 (de) * 1969-06-30 1971-01-07 S.I.E.R.M.E.C.A., S.r.l., Villeneuve-la Garenne (Frankreich) Hydraulikmotor
DE2254834B2 (de) * 1972-01-10 1979-05-17 Veb Industriewerke Karl-Marx-Stadt, Ddr 9030 Karl-Marx-Stadt Hydrostatische Radialkolbenmaschine

Patent Citations (3)

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