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Fenstersprosse für Einfach-, Doppel- oder Drei-
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fachgla ss che iben.
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Die Erfindung betrifft eine Fenstersprosse gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 sowie einen Fensterrahmen, in den eine derartige Fenstersprosse
eingesetzt sind.
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Insbesondere bei Altbausanierungen ersetzt man Einscheibenfenster,
die nur relativ geringe Wärmeisolation bieten, durch Doppel-oder Dreifachglasscheibenfenster,
weil mit diesen Fenstern eine erheblich verbesserte Wärmedämmung und zusätzlich
auch Schalld-ämmung erreicht werden kann.
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Wenn in großflächige Fensteröffnungen derartige Doppel- oder Dreifachglasscheiben
eingebaut werden sollen, besteht häufig das Problem, daß zum Ausfüllen der gesamten
Fensteröffnung zwei oder mehr Doppel- bzw. Dreifachglasscheibeneinheiten verwendet
werden müssen.
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Damit werden Fenstersprossen erforderlich, um die Glasscheiben an
den Stoßfugen zu verbinden bzw. zu überdecken.
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Bekannte Fenstersprossen besitzen eine Normalbreite von 40 mm; daher
sehen Fenster mit derart Fenstersprossen häufig nicht sehr gut aus und sind insbesondere
bei Altbauten nicht stilgerecht.
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Aus der DE-OS 34 23 127 ist ein Bausatz für eine Halteschiene für
Fenstersprossen bekannt geworden, die eine Doppelglasscheibe zeigt, mit einer speziellen
Ausgestaltung einer Fenstersprosse, die zwei sich gegenüberliegende, in Abstand
zueinander angeordnete Holzleisten aufweist, durch die eine Doppelglasscheibe hindurchgreift.
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An Stößen, an denen die Doppelglasscheiben stirnseitig aneinander
stoßen, sind zwischen den die Fenstersprosse bildenden Leisten Stege vorgesehen,
die in die Leisten teilweise eingreifen und die Stirnebenen der Doppelglasscheiben
überdecken. Die Halterung der einzelnen Sprossen an den Fensterrahmenteilen erfolgt
mittels winkelartig gebogener Halteprofile, die an den Fensterrahmenteilen befestigt
sind und in die Haltestege zur Halterung der Leisten eingreifen.
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Bei diesen Ausgestaltungen sind nachträgliche Umrüstungen von Fenstern
beispielsweisen von Einfach- auf Doppel- oder Dreifachleisten relativ kompliziert.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fenstersprosse der eingangs genannten
Art zu schaffen, die schmaler und deren Festigkeit und Hal tbarkeit verbessert ist,
sowie eine Lösung anzugeben, wie eine derartige Fenstersprosse an den Rahmenteilen
optimal und einfach befestigt werden kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruches 1 gelöst.
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Wesentlicher Teil der erfindungsgemäßen Fenstersprosse ist das T-förmige
Profil, das im wesentlichen das Gewicht der Glasscheiben aufnimmt; die außen bzw.
innen aufgebrachten Leisten haben daher im Gegensatz zu den bekannten Fenstersprossen
keine tragende Funktion, weswegen sie erheblich schmaler gebaut werden können als
die bekannten.
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Wenn gemäß Anspruch 3 eine der Leisten zweiteilig ausgebildet ist,
wird die Montage der Fenstersprosse erheblich erleichtert.
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Die Stirnkante jeder Glasscheibe schlägt an die Seitenfläche des
Längssteges des T-förmigen Profiles an und um Beschädigungen des Vorlegebandes bzw.
der einzelnen Glasscheiben zu vermeiden, ist gemäß Anspruch 4 eine aus Holz gebildete
Verklotzung vorgesehen, so daß nicht die Glasscheiben, sondern die Verklotzung gegen
die Seitenflächen des Längssteges des T-Profiles anschlagen.
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Zur Verbesserung der Dichtigkeit sind in an sich bekannter Weise
die zwischen den Leisten und den Außenflächen der Glascheiben vorhandenen Spalte
mittels eines Weichkunststoffes ausgespritzt; ein derartiger Weichkunststoff ist
vorzugsweise Silikon, das mittels einer Kartuschenspritzpistole in die Spalte eingespritzt
werden kann.
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Dieses Silikon dichtet einerseits ab und läßt andererseits auch Bewegungen
zwischen den Leisten und den den Doppelglasscheiben zu.
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In zweckmäßiger Weise befindet sich gemäß dem kennzeichnenden Teil
des Anspruches 6 die Fuge zwischen den beiden Teilleisten der
den
Längssteg umfassenden Leiste im Innenraum und diese Fuge kann daher als sogenannte
Schattenfuge mdkant gekennzeichnet sein, was eine deutliche Verbesserung des ästhetischen
Eindruckes mit sich bringt. Es besteht die Möglichkeit, gemäß kennzeichnendem Merkmal
des Anspruches 8,die zur Außenseite des Fensters hingelegene Leiste stufig auszubilden,
wodurch eine Absetzung entsteht, die die Sprosse in der Außenansicht besser aussehen
läßt. Im übrigen sind Leisten im wesentlichen trapezförmig im Querschnitt ausgebildet.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den
weiterem Unte ran sprüchen hervor.
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Erfindungsgemäß also wird eine leicht zu montierende Fenstersprosse
geschaffen, deren tragendes Teil das T-förmige Profil ist. Aufgrund dieses Trägers
bzw. tragenden Teiles kann die Breite der Fenstersprosse erheblich reduziert werden
und zwar auf einer Breite von 25 mm. Darüber hinaus dient die erfindungsgemäße Fenstersprosse
zur Verstärkung von großflächigen Fensterverglasungen und aufgrund ihrer äußeren
Gestaltung ist die Fenstersprosse optisch gut anzusehen.
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Der T-profilartige Träger besteht zweckmäßiger Weise aus Aluminium;
er kann natürlich auch aus anderem metallischem Materialien gebildet sein. Die Leisten
bestehen vorzugsweise aus Holz.
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Natürlich können sie auch aus einem geeignetem Kunststoff gebildet
sein.
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Die Erfindung kann auch bei kreuzweise angeordneten Fenstersprossen
angewandt werden. Zweckmäßiger Weise könnte der Träger der horizontal angeordneten
Sprosse durchgehend über die gesamte Fensterbreite verlaufen; die senkrecht dazu
angeordneten Träger
stoßen an diesen Träger an. Umgekehrt würden
dann die Leisten der vertikal angeordneten Träger durchgehend verlaufen und die
Leisten der horizontalen Fenstersprosse im Bereich des Kreuzungspunktes unterteilt
sein. Natürlich geht dies auch umgekehrt.
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Eine Lösung, wie eine derartige Fenstersprosse an einem Fensterrahmen
befestigt werden kann, geht aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 11
bzw. des Anspruches 12 hervor.
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Dabei wird die Tragplatte in dem Fensterrahmenteil , der auch als
Fensterfalz bezeichnet werden kann, flächenbündig eingelassen. Die Ausfräsung bzw.
Vertiefung im Fensterrahmen wird dabei größer hergestellt als die Plattenabmessungen,
damit die Tragplatte innerhalb dieser Vertiefung einjustiert werden kann.
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Die erfindungsgemäße Fenstersprosse bzw. die Halterung und Befestigung
der Fenstersprosse in den Rahmenteilen eines Fensterrahmens kann natürlich vorteilhaft
nicht nur bei Doppel- oder Dreifachglasscheiben verwendet werden, sondern es besteht
auch die Möglichkeit, das gleiche "System" auch bei Einfachglasscheiben zu benutzen.
Wegfallen würden dann lediglich diejenigen Teile, die im montierten Zustand der
Scheibe zwischen den Glasscheiben vorzusehen sind. Derartige Einfachglasscheiben
kommen beispielsweise dann in Frage, wenn spezielle Glasscheiben eingesetzt werden
sollen, beispielsweise schlag- und stoßsichere Glasscheiben, die aus Verbundglas
bestehen und eine bestimmte Dicke aufweisen. Natürlich können auch Normalglasscheiben
eingesetzt werden; dann würde lediglich der Längssteg des T-Profils kürzer werden.
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In der Tragplatte, die als Aluminiumplatte ausgebildet sein kann,
sind bei Doppelglasscheiben drei Ausnehmungen und bei Dreifachglasscheiben vier
Ausnehmungen, um eine ausreichende Festigkeit zu erzielen.
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Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
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Es zeigt: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Fenstersprosse mit Doppelglasscheibe,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Fenstersprosse mit E infachgla ss che ibe, Fig.
3 einen Querschnitt durch eine Fenstersprosse mit Dreifachglas scheibe, Fig. 4 eine
perspektifische Ansicht eines Fensterrahmenteiles mit einem T-Profil vor der Montage
und Fig. 5 die Ausführung gemäß Fig. + nach der Montage.
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Eine Fenstersprosse 10 dient zur Führung und Halterung zweier Doppelglasscheiben
11 und 12, die aus zwei in Abstand zueinander angeordneten und auf Abstand gehaltenen
Glasscheiben 13, 14 bzw.
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15, 16 gebildet sind. Die beiden Glasscheiben 13 und 14 bzw. 15 und
16 sind jeweils mittels umlaufender Hohlkastenprofile 17 und 18 auf Abstand gehalten;
im Inneren der Hohlkastenprofile 17 und 18 befindet sich Silicagel 19, welches zur
Trockenhaltung des Raumes zwischen den beiden Glasscheiben 13 und 14 bzw. 15 und
16 dient. Natürlich müssen die beiden Hohlkastenprofile gelocht sein, damit das
Silicagel 19 seine Wirkung entfalten kann.
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Die Fensterprosse 10 umfaßt einen Träger 20, der als T-Profil mit
einem Quersteg 21 und einem Längssteg 22 ausgebildet ist.
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Im Quersteg 21 befinden sich beidseitig zu dem Längssteg 22 Bohrungen
23 und 24; im Längssteg selbst sind Bohrungen 25 vorgesehen, deren Funktion weiter
unten erläutert wi rd. Beidseitig zu den beiden Doppelglasscheiben besitzt die Fenstersprosse
10 Leisten 26 und 27, wobei die Leiste 27 aus zwei Teilleisten 28 und 29 gebildet
ist.
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Die Leiste 26 besitzt auf ihrer zu den Doppelglasscheiben hingerichteten
Seite eine Vertiefung 30, die in ihren Abmessungen, in ihrer Tiefe und Breite, dem
Quersteg 21 angepaßt ist, so daß der Quersteg 21 bündig in die Leiste 26 eingefügt
werden kann. Die beiden
Teilleisten 28 und 29 besitzen im Bereich
ihrer beiden Berührungs# flächen je eine Hinterschneidung 31 und 32 , die so bemessen
sind, daß zwischen den beiden Teilleisten 28 und 29 eine Haltenut 33 gebildet ist,
in die der Längssteg 22 im montierten Zustand eingreifen kann.
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Die Montage der Fenstersprosse 10 geht wie im folgenden beschrieben
vor sich: Zunächst wird in die Vertiefung 30 der Leiste 26 der Quersteg 21 des Trägers
20 eingesetzt und mittels die Bohrungen 23 und 24 durchdringender Holzschrauben
34 und 35 daran befestigt. Damit bildet die Leiste 26 mit dem Träger 20 eine erste
Grundeinheit. Danach werden die beiden Doppelglasscheiben 11 und 12 , die an ihren
Stirnkanten mit jeweils einem U-förmigen Vorlegeband 36 und 37 umgeben sind, gegen
die beiden Seitenflächen des Längssteges 22 angefahren, wobei zwischen den beiden
Glasscheiben 13 und 14 bzw. 15 und 16 außerhalb der Hohlkastenprofile 17 und 18
Holz streifen 38 und 39 eingelegt sind, die als Verklotzung dienen und dafür sorgen,
daß die Stirnkanten der Glasscheiben 13, 14 und 15 und 16 nicht direkt auf den Seitenflächen
des Längssteges 22 aufliegen. In jedem Falle werden die beiden Doppelglasscheiben
11 und 12 möglichst dicht an den Längssteg 22 und an den Quersteg 21 herangeführt.
Man erkennt, daß dann der Längssteg 22 die Doppelglasscheiben 11 und 12 deutlich
überragt. Nunmehr werden die beiden Teilleisten 28 und 29 gegen die Doppelglasscheiben
herangebracht und zwar derart, daß der überstehende Bereich des Längssteges 22 in
die Nut 33 , die ja durch die beiden Hinterschneidungen 31 und 32 gebildet ist,
eingreift. Sodann werden Holzschrauben 40 quer zu dem Längssteg 22 so durch die
beiden Teilleisten 28 und 29 hindurchgeschraubt, daß die Holzschrauben 40 durch
die Bohrungen 25 in dem Längssteg hindurchgreifen.
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Zuletzt werden die zwischen den Leisten 26, 28 und 29 und den Außenflächen
der Glasscheiben 13 und 14 bzw. 15 und 16 befindlichen Spalte mit einem Silikonkautschuk
41 ausgespritzt, um eine Abdichtung dieser Spalte zu bewirken.
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Zur Verbesserung des Aussehens sind an der Leiste 26, die im Quersteg
trapezförmig ist, wobei die breite Seite zu den Doppelglasscheiben 11 und 12 hingerichtet
ist, mit Abstufungen 41 versehen.
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Im Bereich der Fuge zwischen den beiden Teilleisten ist eine Vertiefung
42 vorgesehen, die eine rundumlaufende Schattenfuge bildet, was als Zierde des Fensters
anzusehen ist.
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Die beiden Leisten 26 und 27 bestehen vorzugsweise aus Holz; die
Verklotzung 38 und 39 ist ebenfalls aus Holz gebildet, wobei die Dicke annähernd
1 bis 2 mm beträgt. Die Tiefe der Vertiefung ist so gewählt, daß das Ende des Längssteges
frei liegt und keine Spannungen erzeugt.
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Der wesentliche Teil der Sprosse 10 ist al der Träger 20, der vorzugsweise
aus Aluminium gebildet ist, wobei die Abmessungen des Profiles 40 x 20 x 2 mm betragen.
Dadurch kann erreicht werden, daß die Breite der Leisten 25 mm nicht überschreiten
muß. Aufgrund der konstruktiven Ausgestaltung der Fenstersprosse ist der Träger
von außen nicht zu sehen, Er ist an allen Seiten, die beidseitig der Doppelglasscheiben
liegen, von den Leisten 26 und 27 abgedeckt.
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Die Fenstersprosse wird mittels des Quersteges 21 des Trägers fest
mit dem Rahmenteil eines Fensterflügels verschraubt, wodurch eine optimale Stabilität
an der Außenseite des Fensters erzielt wird, wogegen auf der anderen, gegenüberliegenden
Seite die Stabilität durch die feste Verschraubung der beiden als Glashalteleisten
dienenden Leisten 28 und 29 mit dem Längssteg des Trägers und dem Rahmen -teil des
Fensterflügels erzielt wird.
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Die Fenstersprosse kann natürlich auch kreuzförmig angeordnet werden,
dergestalt, daß der Träger der vertikal oder horizontal verlaufenden Fenstersprosse
durchgehend ausgebildet ist, wogegen umgekehrt die senkrecht dazu verlaufenden Leisten
durchgehend sind.
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Die Fenstersprosse kann natürlich auch bei einer Einfachglasscheibe
benutzt werden. Eine derartige Ausführung ist der Fig. 2 zu entnehmen.
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Zwei sich gegenüberliegende Einfachglasscheiben 45 und 46 stoßen mit
ihren Kanten aneinander und um sie ist beidseitig jeweils ein Vorlegeband 47 und
48 herumgelegt. Dazwischen befindet sich der T-förmige Träger 20; im übrigen ist
die Konstruktion genau wie diejenige der Fig. 1.
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Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist der T-Träger 20 lediglich länger
ausgeführt, weil der Längssteg 22 drei Glasscheiben je einerDreifachglas scheibe
47 bzw. 48 überdecken muß. Im übrigen ist die Konstruktion die gleiche wie diejenige
gemäß Fig. 1, lediglich insoweit unterschiedlich, als zu den beiden Scheiben 13,
14 bzw. 15, 16 eine dritte Glasscheibe beigefügt ist. Eine nähere Beschreibung der
Ausführung gemäß Fig. 3 ist daher nicht erforderlich.
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Die Fig.## 4 und 5 zeigen nun, wie ein T-Träger seitlich an den Rahmenteilen
80 befestigt werden kann. Die Rahmenteile 80 eines Fensterrahmens besitzen eine
Vertiefung 84, in die eine Tragplatte 81 eingesetzt und mittels Schrauben 85 darin
befestigt ist. Die Tragplatte 81 besitzt drei nebeneinander liegende rechteckige
Ausnehmungen 82.
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Der Längssteg 22 des T-Träger-Profils 20 besitzt an seinen Stirnkanten
bzw. an seinen stirnseitigen Enden Vorsprünge 83, deren Form und Anzahl den Ausnehmungen
82 exakt entspricht. Der Quers teg 21 ist im Bereich der stirnseitigen Enden des
T-Trägers 20 mit einem Rücksprung 86 versehen, dessen Abstand vom Ende des T-Trägers
20 der Höhe H eines leistenartigen Vorsprunges 87 des Fensterrahmenteils 80 entspricht.
Dieser Rücksprung 88 ist aber dann nicht erforderlich, wenn die Tragplatte 81 entsprechend
in dem Fensterrahmen teil 80 eingesetzt bzw. befestigt ist.
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Wenn, wie in Fig. 5 dargestellt, die Vorsprünge 83 in die Ausnehmungen
82 hineingesetzt sind, dann kann mittels einer Schraube 88 der Quersteg 21 mit dem
Rücksprung 86 an dem leistenartigen Vorsprung 87 festgeschraubt werden.