DE3513C - Aenderungen an dem Verfahren zur Herstellung gereinigter und imprägnirter Schlackenwolle - Google Patents
Aenderungen an dem Verfahren zur Herstellung gereinigter und imprägnirter SchlackenwolleInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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Description
PATENTSCHRIFT
1877.
Klasse 29.
ALEXANDER DANIEL ELBERS in NEW-YORK. Aenderungen an dem Verfahren zur Herstellung gereinigter und imprägnirter Schlackenwolle.
Zusatz-Patent zu No. 2119 vom 11. Juli 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. December 1877 ab.
Längste Dauer: 10. Juli 1892.
Bezugnehmend auf die Beschreibung, welche zum Haupt-Patente gehört, wird hier kurz bemerkt,
dafs das Verfahren zur Herstellung gereinigter und imprägnirter Schlackenwolle auf
der Anwendung zweier Dampfstrahlgebläse beruht, von denen das eine die flüssige Schlacke
zu Wolle zerbläst, während das andere den vorüberfliegenden Schlackenwollenstrom zwingt,
von seiner Richtung abzuweichen und schräg aufwärts zu steigen; hierbei werden die schweren
Theile niederfallen und die relativ leichteren Fasern der Richtung der zweiten Strömung
folgen. Die also gereinigte Wolle wird in Kästen aufgefangen und nachdem sie sich abgelagert,
geprefst, so dafs sie einen Filz bildet. Um diesen wattenartigen Filzen mehr Compactheit
oder Festigkeit zu geben, werden dieselben mit gewissen Mischungen bestrichen. Dürfen die
Filze steif bleiben, so wird reiner,Leim benutzt; müssen dieselben jedoch biegsam sein, so bedient
man sich einer Mischung von Leim und Glycerin oder auch einer äquivalenten Substanz,
welche den Schlackenfilzen Biegsamkeit verleiht.
Wünscht man die Schlackenwolle in ihrem lockeren nicht comprimirten Zustande, sei es
für Filter oder andere Zwecke zu verwenden, so wird sie weder geprefst, wie vorhin beschrieben,
noch mit Leim bestrichen, sondern in lockerem Zustande mit bituminösen harzigen oder gummiartigen Substanzen, wie später
beschrieben, behandelt. Soll jedoch die Schlackenwolle als Filz benutzt werden, so wird sie zunächst
mit den bituminösen, harzigen oder gummiartigen Substanzen imprägnirt und dann erst geprefst und bestrichen, wie oben erwähnt.
Die bituminösen, harzigen oder gummiartigen Stoffe können entweder in pulverförmigem oder
flüssigem Zustande, je nach der Verwendung des Filzes, angewendet werden und geschieht die
Imprägnirung wie folgt: Da der oben erwähnte Schlackenwollenstrom rothglühend ist, wird die
Wärme in dem Raum, in welchem sich die Auffangkästen befinden, hinreichend sein, um
die bituminösen, harzigen oder gummiartigen Stoffe, welche sich in demselben Raum befinden,
zu schmelzen und theilweise in Dampfform überzuführen, welcher Dampf sich an den
Fasern niederschlägt, bevor jene die Kästen erreicht haben. Oder jene Materialien werden
schichten- oder lage.nweise auf die Schlackenwollenschichten gebracht, und die Kästen darauf
erhitzt. Die Stoffe schmelzen, werden theilweise dampfförmig bei einer verhältnifsmäfsig
niedrigen und verbrennen bei einer höheren Temperatur und hinterlassen dann einen
schwammigen, kohligen Rückstand. «4-
Sind es Kohlenwasserstoffe, so durchdringen ihre Dämpfe, indem sie sublimiren, die ganze
Masse der Fasern und verdichten sich auf letzteren, so dafs sie dieselben gegen Feuchtwerden,
den Einflufs der Atmosphäre und der Kohlensäure schützen.
Für Filze, welche zur Auskleidung von Eisschränken oder zu ähnlichen Zwecken dienen, wo
die Unverbrennlichkeit der Filze nicht weiter in Betracht kommt, genügt es, obige Substanzen
nur zu schmelzen, und werden dieselben dann nach der Abkühlung mit den Fasern einen
steifen Filz bilden. Sollen die Filze dem Feuer widerstehen können, so müssen die bituminösen,
harzigen oder gummiartigen Stoffe erhitzt werden, so dafs der in den Filzen verbleibende
Rückstand nicht mehr brennbar ist.
Diese Art Filze ist weich, weniger fest, läfst sich falten, was jedoch auch besser erreicht '
werden kann durch die oben erwähnte Mischung von Leim und Glycerin oder einer ähnlichen Substanz.
Die verschiedenen Operationen, welche mit den bituminösen, harzigen oder gummiartigen
Stoffen vorgenommen werden, als das Schmelzen, Verflüchtigen und Verbrennen derselben, würde
ganz oder theilweise die Zersetzung des sehr oft in der Hohofenschlacke und demnach auch
in der Schlackenwolle enthaltenen schwefelsauren Calciumoxyds, welche sich durch Bildung
von Schwefelwasserstoff kundgiebt, verhindern.
Kommt nämlich dieses Salz mit Kohlensäure und Wasserstoff oder mit gewissen aufgelösten
Säuren in Berührung, so verwandelt sich das schwefelsaure Calciumoxyd in kohlensauren
Kalk, wobei sich Schwefelwasserstoff bildet, welches Gas der Gesundheit sehr schädlich ist.
Um dieses zu verhindern, schmilzt, brennt oder verflüchtigt der Erfinder die oben erwähnten
Kohlenwasserstoffe, deren Dämpfe theilweise auf die Kalksulphate in vorbeschriebener Weise
wirken und dieselben auflösen, und welche aufserdem die Fasern derart überziehen, dafs
sie dieselben gegen weitere Einwirkungen der Gase, Feuchtigkeit und jeglichen Niederschlag
ähnlicher schädlicher Stoffe schützen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das Verfahren, Schlackenwolle herzustellen, welche in erhitztem Zustande mit bituminösen, gummiartigen oder harzigen in Dampfform übergeführten Stoffen vermischt wird, wie beschrieben.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3513C true DE3513C (de) |
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ID=282500
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3513D Active DE3513C (de) | Aenderungen an dem Verfahren zur Herstellung gereinigter und imprägnirter Schlackenwolle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3513C (de) |
-
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- DE DENDAT3513D patent/DE3513C/de active Active
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