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Beschreibung
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Die Erfindung betrifft ein Streckwerk für Spinnereimaschinen mit
von Trag- und Belastungsarmen gehaltenen, sich nur über eine Streckwerksposition
erstreckenden Oberwalzen und mit angetriebenen, sich über die gesamte Länge des
Streckwerks erstrekkenden Unterwalzen und mit jeweils eine Oberwalze umschlingenden
Oberriemchen und mit Unterriemchen, die jeweils nur um eine einer Oberwalze gegenüberliegende
und etwa deren Länge entsprechende Umlenkwalze geschlungen und von außen über einen
einen durchlaufenden Antriebszylinder enthaltenden Friktionsantrieb angetrieben
sind.
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Bei den bekannten, in der Praxis angewandten Streckwerken wird vorgesehen,
daß das Unterriemchen um einen durchgehenden Unterzylinder geschlungen und von diesem
angetrieben wird. Falls ein derartiges Unterriemchen verschlissen ist oder zerstört
wird, erfordert der Austausch einen erheblichen Aufwand, da die als durchgehender
Zylinder ausgebildete Unterwalze in Teilstücke zerlegt und teilweise ausgebaut werden
muß, damit ein Unterriemchen gewechselt werden kann.
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Dies bedeutet einen erheblichen Zeit- und Montageaufwand mit einer
entsprechenden Stillstandszeit der Spinnereimaschine.
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Um diesen Nachteil zu vermeiden, sind vielfältige Versuche unternommen
worden, die jedoch alle in der Praxis bisher nicht erfolgreich waren. Beispielsweise
wurde versucht, anstelle von endlosen Unterriemchen offene Riemchen vorzusehen,
die bei dem Einlegen an ihren Stoßkanten miteinander verklebt werden. Auch wenn
das Kleben noch so genau vorgenommen wird, so bilden diese Klebstellen dennoch eine
Fehlerquelle.
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Es ist auch bekannt geworden (DE-OS 33 25 519), das Unterriemchen
auf einer Walzenbrücke aus einer Vielzahl von Walzen zu führen, die jeweils nur
etwa der Länge der zugehörigen Oberwalze entsprechen. Bei dieser Bauart wird ein
von außen an das Unterriemchen angreifender Friktionsantrieb vorgesehen, der einen
Antriebszylinder enthält. Dieser Friktionsantrieb besteht aus einem weiteren Antriebsriemen,
der entlang der Walzenbrücke von außen an dem Unterriemchen anliegt und dieses antreibt.
Diese Bauart erfordert einen erheblichen Aufwand, ohne jedoch zu einer wirklichen
Lösung des Problems zu führen. Zwar ist es bei dieser Bauart relativ einfach möglich,
das Unterriemchen auszutauschen. Es besteht jedoch die Gefahr, daß auch der Antriebsriemen
verschlissen oder beschädigt wird, so daß dann dieser ausgetauscht werden muß, der
um einen durchlaufenden Zylinder geführt ist. Wenn dann das Einkleben eines Antriebsriemens
vermieden werden
soll, so wird hierfür wenigstens der gleiche Aufwand
erforderlich, wie bei dem Austausch eines eine Unterwalze umschlingenden Unterriemchens.
Wenn nämlich ein Antriebsriemchen ausgetauscht werden soll, so ist es notwendig,
das gesamte Streckwerk und somit die gesamte Maschine stillzusetzen.
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Bei einer anderen Bauart (SU-PS 9 18 348) ist vorgesehen, daß die
Unterriemchen um Umlenkwalzen geschlungen sind, die eine für eine zwischen zwei
Stanzen befindliche Sektion gemeinsame Achse aufweisen. Die Umlenkwalzen sind mit
Zahnrädern versehen, die mit Zahnrädern kämmen, die von einem in Maschinenlängsrichtung
durchlaufenden Antriebszylinder angetrieben werden. Zum Austausch eines verschlissenen
Unterriemchens muß somit bei dieser Bauart nur die zwischen den beiden Stanzen befindliche
Sektion stillgesetzt werden. Der Montageaufwand läßt sich dadurch etwas reduzieren.
Der konstruktive Aufwand ist jedoch erheblich, da es notwendig ist, daß die Umlenkwalzen
und der Antriebszylinder unter Einhaltung von engen Toleranzen exakt zueinander
angeordnet werden müssen, damit die Zahnräder einwandfrei miteinander kämmen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Streckwerk der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß ein einzelnes Unterriemchen leicht ausgewechselt
werden kann, wobei dennoch ein exakter Antrieb der Unterriemchen gewährleistet ist,
ohne daß enge Toleranzen von einzelnen Bauteilen zueinander eingehalten werden müssen.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Antriebszylinder in Richtung
des Riemchenlaufs derart versetzt zu der durch die Achse der Umlenkwalze und der
gegenüberliegenden Oberwalze führenden Ebene angeordnet ist, daß die Unterriemchen
den Antriebszylinder von außen teilweise umschlingen.
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Da die Unterriemchen den Antriebszylinder teilweise umschlingen wobei
der Umschlingungswinkel zwischen 30° und 60° beträgt, ergibt sich eine ausreichend
große Mitnahmekraft von dem Antriebszylinder zu den Unterriemchen, so daß ein sicherer
Antrieb erhalten wird. Da die Umlenkwalzen unter Zwischenlage der Unterriemchen
sich an den Antriebszylinder unter dem Einfluß der Belastungskraft der Oberwalze
anlegen, erfolgt eine gewisse Selbstzentrierung, so daß das Einhalten von engen
Toleranzen nicht notwendig ist. Ein einzelnes Unterriemchen kann dennoch in einfacher
Weise ausgebaut und ausgetauscht werden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß parallel
zu dem Antriebszylinder eine Stützwalze angeordnet ist, die mit dem Antriebszylinder
einen Keilspalt zur Aufnahme der von den Oberwalzen belasteten Umlenkwalzen bildet.
Damit wird eine weitere Verbesserung der Lageeinhaltung der Umlenkwalzen erzielt,
die sich gegen die Belastungskraft der Oberwalzen in dem Keilspalt sowohl gegen
den Antriebszylinder als auch gegen die Stützwalze abstützen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß die
Stützwalze ein in Längsrichtung durchlaufender Stützzylinder ist. Da der Stützzylinder
ebenso wie der Arbeitszylinder außerhalb der Unterriemchen laufen, wird der Austausch
eines Unterriemchens nicht behindert. Um erhöhte Antriebskräfte auf das Unterriemchen
übertragen zu können, was in Sonderfällen erforderlich sein kann, wird in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Stützwalze an einen Antrieb angeschlossen
ist Wenn die Stützwalze nicht angetrieben wird, so können einzelne Sektionen von
Stützwalzen vorgesehen werden, die sich jeweils zwi-
schen zwei Stanzen erstrecken.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß jede
Umlenkwalze in Wirkungsrichtung der Belastung der gegenüberliegenden Oberwalze beweglich
gehalten ist. Dadurch werden die Belastungskräfte der Oberwalze vorteilhaft mit
zu der Übertragung der Antriebskräfte auf das Unterriemchen ausgenutzt. Außerdem
läßt sich dadurch in besonders vorteilhafter Weise ein Ausrichten der Umlenkwalze
gegen den Antriebszylinder und gegebenenfalls gegen die Stützwalze erzielen.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß jede
Umlenkwalze mit einem Lager federnd nachgiebig an einem Halter angebracht ist. Eine
derartige federnde Halterung erlaubt in besonders einfacher Weise eine Selbstzentrierung
der Umlenkwalzen zu dem Antriebszylinder und gegebenenfalls der Stützwalze. Bei
dieser Ausführungsform ist es weiter vorteilhaft, wenn die Lager der Umlenkwalzen
als in Richtung zu dem Antriebszylinder oder zu dem von dem Antriebszylinder und
der Stützwalze gebildeten Keilspalt offene Gabeln ausgebildet sind.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß jede
Umlenkwalze länger als die Breite des Unterriemchens ist und sich außerhalb des
Unterriemchens gegen den Antriebszylinder abstützt. Dadurch wird es möglich, auch
Reibungskräfte zwischen dem Antriebszylinder und der Umlenkwalze für die Übertragung
der Antriebskräfte auf die Unterriemchen auszunutzen. Besonders vorteilhaft ist
es dabei, wenn der Antriebszylinder oder die Umlenkwalze mit einem wenigstens etwa
der Stärke des Unterriemchens entsprechenden Belag versehen ist. Dieser Belag, der
eine erhöhte Reibkraftübertragung bewirkt, verbessert weiter die übertragbare Antriebsleistung.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird vorgesehen,
daß ein Paar der Oberwalzen als von jeweils einem Trag- und Belastungsarm gehaltener
Druckwalzenzwilling ausgebildet ist und daß die Umlenkwalze jeweils einem Paar von
Oberwalzen gegenüberliegt, wobei die Umlenkwalze nur im Bereich einer Oberwalze
ein Unterriemchen führt und im Bereich der anderen Oberwalze direkt gegen den Antriebszylinder
und gegebenenfalls die Stützwalze abgestützt ist. In weiterer Ausgestaltung wird
dabei vorgesehen, daß der Antriebszylinder und die Stützwalze oder die Umlenkwalze
in dem kein Unterriemchen führenden Bereich mit einem der Stärke eines Unterriemchens
entsprechenden Belag versehen sind. Diese Ausführungsform eignet sich besonders
für Spinnereimaschinen, beispielsweise Umwindegarnspinnmaschinen, bei welchen aufgrund
der Breite der Spinnaggregate jeweils nur eine Hälfte der Druckwalzenzwillinge und
der zugehörigen Unterwalzen für ein Verstrecken eines Faserbandes ausgenutzt wird,
während die andere Hälfte leer mitläuft.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen.
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Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein erfindungsgemäß
ausgebildetes Streckwerk, Fig. 2 eine Ansicht in Längsrichtung eines Streckwerkes
auf einen Halter für eine ein Unterriemchen führende Umlenkwalze und Fig.3 eine
Ansicht in Richtung des Pfeiles II Der Fig. 1 auf ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Streckwerk, das mit Druckwalzenzwillingen ausgerüstet ist, die von einem gemeinsamen
Trag- und Belastungsarm
aufgenommen werden.
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In Fig. 1 ist schematisch ein vertikal ausgerichtetes Streckwerk
dargestellt, das aus einer Vielzahl von Streckwerkspositionen, die jeweils einer
Spinnstelle zugeordnet sind. Jede Streckwerksposition enthält drei Oberwalzen 2,3
und 4, die von einem nur strichpunktiert angedeuteten schwenkbaren und in der Betriebsposition
verriegelbaren Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 gehalten werden. Die Oberwalzen
2, 3 und 4 werden in dem Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 in bekannter Weise
mit ihren Achsen 5,6 und 7 gehalten, wobei auf diese Achsen 5, 6 und 7 Andrückkräfte
A, B und C ausgeübt werden. Die mittlere Oberwalze 3 wird von einem Oberriemchen
8 umschlungen, das in Transportrichtung G eines zu verziehenden Faserbandes 25 um
eine Führungsschiene 9 läuft, die in nicht näher dargestellter Weise gehalten wird,
vorzugsweise in einem an der Oberwalze 3 abgestützten Käfig.
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Der in Transportrichtung G ersten Oberwalze 2, der sogenannten Eingangsoberwalze,
liegt eine Unterwalze 10 gegenüber. Ebenso liegt der Oberwalze 4 eine Unterwalze
11 gegenüber. Die Unterwalzen 10 und 11 erstrecken sich über die ganze Länge des
Streckwerkes und werden im Bereich des Maschinenendes in einem Headstock in Richtung
der Pfeile D und F angetrieben.
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Die Oberwalzen 2,3 und 4 erstrecken sich dabei jeweils nur über eine
Streckwerksposition.
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Dem Oberriemchen 8 ist ein Unterriemchen 12 zugeordnet, das in Transportrichtung
G für das Faserband 25 zwischen der Oberwalze 3 und der Oberwalze 4 parallel zu
dem ebenfalls in Transportrichtung G gerichteten Oberriemchen 8 verläuft. Das Unterriemchen
12 ist um eine Umlenkwalze 13 geschlungen, die der Oberwalze 3 gegenüberliegt Es
ist dann um eine Führungsschiene 14 geführt, deren dem Oberriemchen 8 zugewandte
Fläche parallel zur Transportrichtung G verläuft. Die Führungsschiene 14, die aus
Kunststoff besteht, wird von einem Halter 15 getragen, der in nicht näher dargestellter
Weise mittels einer oder mehreren Schrauben an dem Maschinengestell befestigt ist.
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Die Umlenkwalze 13 ist gegen die Belastungskraft B der Oberwalze
3 in einem Keilspalt 18 abgestützt, der von einem parallel zu der Umlenkwalze 13
und den Walzen 10 und 11 angeordneten Antriebszylinder 16 und einer dazu ebenfalls
parallel angeordneten Stützwalze 17 gebildet wird. Der Antriebszylinder 16 ist in
entsprechender Weise wie die Unterwalzen 10 und 11 aus einzelnen Teilstücken zu
einem durchgehenden Zylinder ausgebildet, der am Maschinenende in einem Headstock
angetrieben wird, jedoch mit umgekehrtem Drehsinn (Pfeilrichtung E) wie die Unterwalzen
10 und 11. Der Antriebszylinder 16 ist gegenüber der durch die Achse der Umlenkwalze
13 und der Oberwalze 3 gelegten Ebene in Transportrichtung G versetzt angeordnet,
so daß das Unterriemchen 12 den Umfang des Antriebszylinders 16 außen umschlingt
und zwar mit einem Winkel zwischen 30° und 60". Die Abstützwalze 17 besteht bei
einer ersten Ausführungsform aus einzelnen Sektionen, die in den Stanzen des Streckwerkes
gelagert sind.
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Bei einer anderen Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Stützwalze
17 entsprechend dem Antriebszylinder 16 als durchgehender Zylinder ausgebildet und
an einen Antrieb angeschlossen ist. Dieser Antrieb wird dann zweckmäßigerweise so
ausgelegt, daß die Stützwalze 17 die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweist wie
der Antriebszylinder 16.
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Die Umlenkwalze 13, deren axiale Länge etwa der Länge der Oberwalze
3 entspricht, wird von der Bela-
stungskraft B der Oberwalze 3 in den Keilspalt 18
hineingedrückt. In Verbindung mit dem Umschlingungswinkel des Unterriemchens 12
um den Antriebszylinder 16 ergibt sich dabei eine hohe Antriebskraft auf das Unterriemchen
12, die gegebenenfalls noch durch das Antreiben der Stützwalze 17 unterstützt werden
kann.
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Die Umlenkwalze 13 ist in Richtung der Kraft B und auch quer dazu
beweglich gehalten, so daß sie sich selbst in dem Keilspalt 18 zwischen dem Antriebszylinder
16 und der Stützwalze 17 zentriert. Eine vorteilhafte Halterung der Umlenkwalze
13 ist in Fig. 2 dargestellt. Die Führungsschiene 14 ist an dem am Maschinengestell
in nicht näher dargestellter Weise befestigten Halter 15 befestigt. An der Führungsschiene
14 ist seitlich neben dem Unterriemchen 12 eine Blattfeder 26 angebracht, die ein
gabelförmiges Lager 27 trägt, das zu dem Keilspalt 18 hin offen ist. Das gabelförmige
Lager 27, das bevorzugt in eine umlaufende Nut der Umlenkwalze 13 eingreift, besitzt
an seinem offenen Ende eine leichte Verengung, so daß die Umlenkwalze 13 durch Einklipsen
in dem Lager 27 gehalten ist. Nach Abschwenken des Trag- und Belastungsarmes 1 und
nach Lösen der Befestigungsschrauben des Halters 15 läßt sich dieser zusammen mit
dem Lager 27 und der Umlenkwalze 13 in einfacher Weise ausbauen, um einen Austausch
eines Unterriemchens 12 vorzunehmen.
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In Abweichung von der Ausführungsform nach Fig. 1 wird bei einer
anderen Ausführungsform auf die Stützwalze 17 verzichtet. In diesem Fall ist es
zweckmäßig, die Umlenkwalze 13 so mittels eines abgewandelten Halters in einem Lager
zu lagern, das eine Wegbegrenzung entgegen der Belastungskraft B der Oberwalze 3
gewährleistet ist. In diesem Fall wird die Umlenkwalze 13 in einem gabelförmigen
Lager gelagert, das zu der Oberwalze 3 hin offen ist.
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Wie in Fig. 3 dargestellt ist, werden die Oberwalzen 2, 3 und 4 als
sogenannte Druckwalzenzwillinge in einem Trag- und Belastungsarm 1 angeordnet. Der
Trag- und Belastungsarm 1, der ebenso wie die Oberwalzen 2, 3 und 4 sowie deren
Achsen 5,6 und 7 nur strichpunktiert dargestellt ist, nimmt die Achsen 5, 6 und
7 auf, die auf der gegenüberliegenden Seite eine spiegelbildlich angeordnete Oberwalze
19, 20 und 21 tragen. Wie in Fig. 3 dargestellt ist, ist es bei einer derartigen
Ausführungsform zweckmäßig, auch die Umlenkwalzen 13 für das Unterriemchen 12 so
auszubilden, daß sie den Längen eines Druckwalzenzwillings entsprechen, d.h. dem
Druckwalzenzwilling mit den Druckwalzen 3 und 20.
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Derartige Druckwalzenzwillinge werden von den Herstellerwerken in
Großserien hergestellt und vertrieben, so daß es sich auch in vielen Fällen als
sinnvoll erweist, Druckwalzenzwillinge einzusetzen, auch wenn tatsächlich nur eine
Streckwerksposition zum Verstrecken eines Streckwerkes benötigt wird, wie dies in
Fig. 3 angedeutet ist. In Fig. 3 wird nur die linke Hälfte der Druckwalzenzwillinge
zum Verstrecken eines Faserbandes 25 benutzt. In diesem Fall wird die nicht benötigte
Streckwerksposition, die in Fig. 3 rechts dargestellt ist, weder mit einem Oberriemchen
noch mit einem Unterriemchen ausgerüstet.
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Die bei der Ausführungsform nach Fig. 3 leer mitlaufenden Oberwalzen
19 und 21 liegen auf den Unterwalzen 10 und 11 auf. Die Oberwalze 20 stützt sich
auf der bis in diesen Bereich 24 verlängerten Umlenkwalze 13 ab. Es ist möglich,
diesen Bereich noch dadurch auszunutzen, daß Antriebskräfte auf die Umlenkwalze
13 von dem Antriebszylinder 16 übertragen werden. Bei einer ersten Ausführungsform
der Erfindung wird vorgesehen,
daß der Antriebszylinder 16 mit einem
Belag 23 und die Stützwalze 17 mit einem Belag 22 versehen werden, der wenigstens
etwa der Stärke des Unterriemchens 12 entspricht. Diese Beläge 22 und 23 werden
so ausgewählt, daß sie hohe Friktionskräfte auf die Umlenkwalze 13 übertragen, die
von der Oberwalze 20 in den Keilspalt zwischen den Belägen 22 und 23 hineingedrückt
wird. Bei einer anderen Ausführungsform wird zu dem gleichen Zweck vorgesehen, daß
die Umlenkwalze 13 in dem Bereich 24 mit einem etwa der Stärke des Unterriemchens
12 entsprechenden Belag versehen ist, der eine hohe Reibkraft zu dem Antriebszylinder
16 und der Abstützwalze 17 ermöglicht.
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