DE35087C - Maschine zur Herstellung von Bindedrahtlitzen - Google Patents
Maschine zur Herstellung von BindedrahtlitzenInfo
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- DE35087C DE35087C DENDAT35087D DE35087DA DE35087C DE 35087 C DE35087 C DE 35087C DE NDAT35087 D DENDAT35087 D DE NDAT35087D DE 35087D A DE35087D A DE 35087DA DE 35087 C DE35087 C DE 35087C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
- B21F45/00—Wire-working in the manufacture of other particular articles
- B21F45/04—Wire-working in the manufacture of other particular articles of elements, e.g. levers or links, for bottle stoppers
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Ropes Or Cables (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in NEW-YORK (V. S. A.).
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Bindedrahtlitzen
zum Verschnüren von Packeten, Kisten u. dergl. Diese Maschine liefert solche Drähte in der
Weise, dafs auf eine gewisse Länge zwei oder mehrere Drähte um einander geflochten werden,
alsdann ein Auge oder eine Schleife gebildet wird und nun die Drähte wieder, diesmal aber
in der entgegengesetzten Drehrichtung, bis zur Bildung des nächstfolgenden Auges geflochten
werden und so fort in beliebiger Länge. Die Augen dienen zur Aufnahme der in die
Packung oder Kiste einzuschlagenden Nägel Oder Schrauben.
Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 der eigentliche Litzendrehkopf mit einem Stück des
geflochtenen Drahtes dargestellt, während Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 eine obere Ansicht
und Fig. 4 eine Hinteransicht der vollständigen Maschine zeigen.
Der Drehkopf besteht, Fig. 1, aus einer hohlen Welle a, welche durch eine Längsscheidewand
in zwei von einander unabhängige Kanäle geschieden ist. Die Welle α ist vorn mit einem
■gegabelten Kopf α1 versehen, durch dessen mit
Stahlbüchsen ausgefütterte Löcher die zu verflechtenden Drähte i i ein- und alsdann durch
■die hohle Welle α hindurchgeführt werden.
Am anderen Ende ist die Welle a mit einem !kleineren ähnlichen Kopf α 2 versehen, der
■ebenfalls mit Stahlaugen ausgerüstete Löcher enthält, durch welche die Drähte nach dem
Verlassen der Welle α hindurchgehen.
Diese Welle α mit den Köpfen α1 und a 2
irotirt in den Lagern b b eines Gestelles b\ und
zwar mittelst eines auf der Welle aufgekeilten Kegelrades c, welches durch ein anderes d angetrieben
wird. Auf der kurzen, im Gestell gelagerten Welle des Rades d sitzt das Stirnrad
e, in welches der Zahnkranzbogen/ eingreift. Dieser, bei f1 am Gestell drehbar, wird
angetrieben durch eine Pleuelstange /2 und einen Kurbelzapfen g an dem Zahnrade g1,
das auf dem Ende der Antriebswelle h befestigt ist. Am anderen Ende dieser im Gestell
gelagerten Welle h sitzt die Antriebsriemscheibe h *. Wenn daher die Maschine von
einer Transmission aus in Bewegung versetzt wird, so wird die Welle α mit den Köpfen a1
und Λ2 mehrere Drehungen in abwechselnden
Richtungen vollführen. Die Zahl dieser Drehungen hängt von den Gröfsen der Räder c d
und ef ab. Für den vorliegenden Zweck ist es nothwendig, dafs die Welle vor jeder Aenderung
der Drehrichtung eine kurze Pause macht; deshalb erhält das eine Ende der Pleuelstange
/2 einen. Längsschlitz, der auf dem Zapfen/3 des Zahnbogens/ frei gleiten kann.
Der Kurbelzapfen g wird deshalb von seinen beiden Endstellungen aus erst einen gewissen
Bogen durchlaufen, ehe die Stange /2 den Zahnbogen / bewegt. Selbstredend kann dieser
Schlitz auch an dem anderen Ende der Stange/2 angebracht sein, so dafs dieser Schlitz nicht
auf dem Zapfen/3, sondern auf dem Kurbelzapfen g gleitet, ehe die Verschiebung des
Zahnbogens beginnt.. An der Art der Bewegung der Welle α wird dadurch nichts gerändert.
Zum Durchziehen der Drähte i i durch die
hohle Welle α und die Köpfe al und a1 während
der Rotation der letzteren dient der Schieber _/, welcher sich auf dem mit dem Gestell
bl befestigten Schlitten k hin- und herverschieben
kann.
Diese Verschiebung erfolgt von dem Zahnrade o1 aus, welches mit dem Zahnrade g1 in
Eingriff steht, jedoch nur halb so grofs ist als letzteres. Auf der im Gestell b1 gelagerten
Welle des Zahnrades o1 ist eine Kurbel mit
Kurbelzapfen ο befestigt, welch letzterer in dem Längsschlitz eines Hebels η sich verschiebt.
Der Hebel η ist an seinem unteren Ende um einen Zapfen am Gestell drehbar und an seinem
oberen Ende mit der Pleuelstange n1 verbunden. Letztere greift an den unteren Arm eines Winkelhebels
I ll an , der in seiner Biegung sich um
einen an dem Schieber j befindlichen Zapfen drehen kann. Der Ausschlag des Hebelarmes Z
wird durch die Stifte J1/2 begrenzt.
Der waagrechte Hebelarm Z1 des Hebels Z/1
trägt an seinem vorderen Ende einen kurzen Stift m von der Gröise des in den Drähten zu
erzeugenden Auges. Der Arm Z1 drückt ferner bei seinem Niedergange eine Klemmvorrichtung
für den bereits geflochtenen Draht zusammen, um während des Rückganges des Schiebers j
neue Drahtlängen zum Verflechten durch die hohle Welle α hindurchzuziehen. Diese Klemmvorrichtung
besteht aus einer am Schieber j angebrachten Platte ρ, auf welche eine zweite
Platte p1 von dem Arm Z1 niedergedrückt wird.
Beide Platten pp1 werden durch kurze Spiralfedern
aus einander gehalten. Der zu klemmende Draht läuft zwischen den Platten pp1
hindurch.
. Bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens (von links nach rechts) wird zunächst die Zugstange
M1 den Hebel Z an den Anschlag^'1 anlegen,
wodurch auch der zwischen den Platten pp1 befindliche Draht festgeklemmt wird, und
bei der nun folgenden Rückwärtsbewegung des Schiebers wird so viel Draht durch die hohle
Welle α nachgezogen, wie zur nächsten Verarbeitung
nöthig ist. Die beiden Räder ο1
und g1 sind derart zu einander eingestellt, dafs
während des Rückganges des Schiebers j die Welle α in Ruhe verbleibt, dafs also der
Kurbelzapfen g gerade denjenigen Kreisbogen vom todten Punkte aus durchläuft, bei welchem
der Schlitz in der Stange f2 auf dem Zapfen/3
gleitet und daher keine Bewegung des Zahnbogens/ und der Welle α stattfindet.
Während des kurzen Augenblicks der Ruhe, in welcher der Arm Z von dem Anschlag j1
nach dem Anschlag j2 übergeht, hat auch schon die Drehung der Welle begonnen, und die
beiden Drähte i i wickeln sich zunächst um den Zapfen m am Hebelarm Z1, und auf diese
Weise wird das Auge il in der Litze gebildet. Während die Drehung der Drähte i i fortgesetzt
wird, geht der Schieber j zurück, wobei die Klemmbacken pp1 offen bleiben, so dafs sie
über die dazwischen befindliche bereits gedrehte Litze hinweggehen. In dem Augenblick,
wo der Schieber j in -seiner äufsersten Linksstellung angelangt ist, hat auch die Welle a
ihre Drehungen vollendet und bleibt in Ruhe, weil nunmehr der Kurbelzapfen g von der
zweiten Todtpunktstellung aus dasjenige Kreisbogenstück durchläuft, bei welchem der Schlitz
in der Stangef2 über den Zapfen/3 gleitet.
Während dieses Stillstandes der Welle α gehen aber zunächst die Klemmbacken pp1 zusammen,
indem der Hebel Z von j2 nach j1 hinübergezogen
wird, und die Rückwärtsbewegung des Schiebers erfolgt, wobei wieder Draht durch die Welle α hindurchgezogen wird. Ehe die
Vorwärtsbewegung des Schiebers wieder erfolgt, so lange also noch der Hebelarm Z1 mit dem
Stift m unten liegt, beginnt schon wieder die Drehung der Welle a, wodurch zuerst das
Auge i1, dann die übrige Litze gebildet wird.
Bei dieser zweiten Drehung der Drähte läuft die Welle α in der entgegengesetzten Richtung
herum, daher erfolgt die Drehung der Drähte einmal rechts, das nächste Mal links herum.
Die zu verarbeitenden Drähte i i werden durch eine Oese in einem Gestell q geführt, welches
sich in einem gröfseren Abstande vor dem Kopf α1 der Welle α befindet. Wenngleich
bei der erstmaligen Drehung der Welle a die Drähte zwischen Gestell q und Kopf a * ebenfalls
eine Drehung erleiden (s. Fig. i), so wird diese Drehung doch bei der zweiten Rückwärtsdrehung
der Welle α wieder aufgehoben, und es ist daher nicht nöthig, eine besondere
Drehvorrichtung für die Drähte bei q anbringen zu lassen.
Bei der hier beschriebenen Maschine werden sämmtliche gebildeten Augen in einer Ebene
liegen, wie stark auch die zur Verwendung gelangenden Drähte sind. Diese Eigenschaft
der gefertigten Bindelitzen, zu welcher noch die Eigenschaft kommt, dafs diese Litzen nicht
das Bestreben haben, sich aufzuwickeln, giebt dem Fabrikate einen grofsen Vorzug vor ähnlichen
für denselben Zweck hergestellten Drähten dieser Art.
Claims (1)
- Pate nt-An Sprüche:i. Eine Maschine zur Herstellung von Drahtlitzen für Verpackungszwecke, gekennzeichnet durch Einrichtungen, mittelst welcher zwei Drähte nach einer Richtung, sodann nach Einsetzung eines Dornes zwischen die Drähte in der anderen Richtung um einander gedreht werden, welches Zusammendrehen der Drähte demnach abwechselnd nach einer und der anderen Richtung jedesmal nach Einsetzung des Dornes erfolgt, so dafs eine mit Löchernzum Eintreiben von Nägeln u. dergl. versehene Drahtlitze entsteht, deren einzelne Theile nach entgegengesetzten Richtungen gedreht sind (Fig. i).
2. Bei der unter ι. gekennzeichneten Maschine:a) der hohle, durch eine Längsscheidewand in zwei Hälften getheilte Drehkopf α mit den Armen a' und α2 behufs Führung der Drähte;b) der Mechanismus zur Drehung des Drehkopfes α abwechselnd nach der einen und der anderen Richtung, bestehend aus den Kegelrädern c d und Trieb e, welche von dem Zahnbogen/, der Zugstange/2 und dem Zahnrade gl angetrieben werden, wobei behufs Herbeiführung von Hubpausen die Zugstange/2 mit einem Längsschlitz/3 versehen ist;c) der Mechanismus zum Durchziehen der Drähte durch den Kopf a, bestehend aus dem Schieber/, welcher auf dem Schlitten k mittelst des Hebels II1, Zugstange w1, Kurbelschleife e und Zahnradübersetzung ο1 gl bewegt wird;d) die Klemmvorrichtung für den geflochtenen Draht in Verbindung mit dem zur Bildung der Löcher dienenden Dorn m, bestehend aus den Klemmplatten ρ ρ 1J zwischen welchen der Draht beim Niedergehen des Hebelarmes / l und Anschlagen des Armes I an Stifte jx festgeklemmt wird, so dafs bei der Rückwärtsbewegung des Schiebers die Drähte durch den Kopf hindurchgezogen werden;
die Combination der vorgenannten Theile derart, dafs ein einheitliches Zusammenspiel ermöglicht wird, und zwar zunächst die Drähte bei einem halben Umgange des Rades gl in einer Richtung zusammengedreht werden, worauf nach dieser Drehung durch den Schlitz/3 der Zugstange/2 eine kurze Pause herbeigeführt wird, während welcher der Schieber/ mit zusammengeprefsten Klemmplatten ρ ρ1 die Drähte durch den Kopf α hindurchzieht, die Drähte sich um den niedergegangenen Dorn m legen und nun bei Vollendung der Drehung des Rades g' der Drehkopf in umgekehrter Richtung rotirt und die Drähte zusammendreht, während inzwischen der Schieber/ mit geöffneten Klemmbacken zurückgegangen ist, bei der nächsten Pause zwischen zwei Drehungen abermals die Drähte durch den Kopf α hindurchzieht, worauf sich das Spiel wiederholt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35087C true DE35087C (de) |
Family
ID=310964
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35087D Expired - Lifetime DE35087C (de) | Maschine zur Herstellung von Bindedrahtlitzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35087C (de) |
-
0
- DE DENDAT35087D patent/DE35087C/de not_active Expired - Lifetime
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