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DE35074C - Verfahren zur Herstellung von Knöpfen mit vollständigem Stoffüberzug - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Knöpfen mit vollständigem Stoffüberzug

Info

Publication number
DE35074C
DE35074C DENDAT35074D DE35074DA DE35074C DE 35074 C DE35074 C DE 35074C DE NDAT35074 D DENDAT35074 D DE NDAT35074D DE 35074D A DE35074D A DE 35074DA DE 35074 C DE35074 C DE 35074C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
buttons
sheet metal
fabric
button
fabric cover
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35074D
Other languages
English (en)
Original Assignee
GEBR. SEEL in Unter-Barmen
Publication of DE35074C publication Critical patent/DE35074C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A44HABERDASHERY; JEWELLERY
    • A44BBUTTONS, PINS, BUCKLES, SLIDE FASTENERS, OR THE LIKE
    • A44B1/00Buttons
    • A44B1/08Constructional characteristics
    • A44B1/12Constructional characteristics covered by fabric
    • A44B1/126Manufacture not otherwise provided for

Landscapes

  • Slide Fasteners, Snap Fasteners, And Hook Fasteners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Fatenttrt im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1885 ab.
Die Fig. 1 und 2 stellen die Seitenansicht des Knopfes mit Löchern bezw. mit Oese dar, • die Fig. 3 und 4 Durchschnitte der Blechtheile mit Löchern bezw. Oese, Fig. 5 und 6 Durchschnitte des Knopfes mit Löchern bezw. Oese, Fig. 7 den Blechuntertheil mit Stoff lappen und Oese, Fig. 8 und 9 die Vorrichtung zum Ueberziehen der beiden Metalltheile mit den Stofflappen und Fig. 10 die vorgenähte Einlage mit Stoffüberzug und Pappdeckelfüllung.
Der von uns neu erfundene Knopf, Fig. 1 und 2, unterscheidet sich von den bisherigen Knöpfen mit vollständigem Stoffi^berzug dadurch, dafs semlTlfüTTVietallblechen bestehenden Formtheile, Fig. 3 und 4, und die dazu nothwendigen Stofflappen ohne jede vorherige oder gleichzeitige Beihülfe einer Füllung von Pappdeckel oder anderem Material in einer Presse durch einmaligen Druck so zum fertigen Knopf verbunden werden, dafs jeder Formtheil von seinem Stofflappen überzogen ist und gleichzeitig das weitere das engere mit seinem 'Falz dauernd umschliefst, Fig. 5 und 6.
Um diese so construirten Knöpfe, die nirgends eine Unterbrechung des Stoffüberzuges zeigen, annähen zu können, haben wir einmal die Blechtheile durchlocht, Fig. 3, wodurch es möglich wird, die hohlen Knöpfe mit Nadel und Faden zu durchstechen und den Ueberzugsstoff zur Befestigung des Heftfadens zu benutzen; das andere Mal den einen Formtheil mit einer Metallöse, Fig. 4, versehen, die mit ihren Spitzen vor dem Zusammensetzen der Knöpfe durch Stofflappen und Blech gestofsen und mit letzterem durch Vernieten, Löthen, Schrauben oder in anderer Art befestigt, Fig. 7, in dieser Weise eine ganz neue Verwendung der Metallösen bei Knöpfen mit von Stoff überzogenen Untertheilen zeigt.
Dafs die Form unserer neuen Knöpfe unter Umständen mehr als zwei Formtheile und Lappen erfordert, dafs je nach dem beabsichtigten Zwecke der Knöpfe" die Lage der durch den Ueberzugsstoff wieder verdeckten Löcher eine andere sein mufs, als bei dem vorliegenden Muster, ist einleuchtend, ebenso, dafs bei grofsen oder sehr hoch gewölbten Knöpfen, oder bei solchen, von denen eine besondere Widerstandsfähigkeit gegen den Einflufs eines Druckes von aufsen verlangt wird, eine Füllung von Pappdeckel oder anderem Material wünschenswerth erscheint. Eine Füllung, nur zu dem Zwecke angewendet, die Knöpfe vor dem Eindrücken sicher zu stellen, würde das Princip der Construction nicht berühren, da dieselbe als ganz nebensächliche Zuthat eine Veränderung in der von uns erfundenen Herstellungsweise der Knöpfe weder bedingt, noch veranlafst.
Um eine dritte Vorrichtung zum Annähen unserer neu construirten Knöpfe zu erhalten, ersetzen wir die in unserer Zeichnung, Fig. 2, 4, 6 und 7, markirten Metallösen durch Fadenösen, Schlingen von Fäden, die in ähnlicher Weise wie die Metallösen aus dem Ueberzugsstoff hervorragen und durch Knoten oder andere Verdickungen im Innern des Knopfes festgehalten werden.
Unsere Vorrichtung zum Ueberziehen der beiden Metalltheile mit den Stoff lappen ohne Beihülfe einer Pappdeckelfüllung, sowie zum gleichzeitigen Zusammenpressen aller Theile
zum fertigen Knopf in einem Druck besteht im wesentlichen aus zwei Röhren AA und BB, von denen sich die weitere Röhre A A auf dem Zapfen C auf-- und abbewegen Mst, während die entsprechend engere Röhre BB einen' Kolben D umschliefst und diesem zur Führung seiner Bewegung von oben nach unten und umgekehrt dient.
In der Röhre A A, welche auf einer zwischen ihrem Kragen α α und dem Fufs des Zapfens c c angebrachten, schraubenförmig gewundenen Draht- oder einer anderen Feder ruht, wird zuerst der Stofflappen für den Blechuntertheil, dann dieser selbst, oder, wie bei unseren Knöpfen mit Metallöse, der ganze Untertheil (E = Blechtheil mit Stoff lappen und Öese zusammen), Fig. 7 und 8, so eingelegt, dafs der Zapfen C demselben als Stütze dient, während der Stofflappen der Einlage und deren Blechtheil F ihren Platz in der Röhre BB finden und gegen den Kolben D gelegt werden, Fig. 8.
Durch den Druck einer Presse, welche vermittelst eines zweitheiligen, aus Mantel und Kern bestehenden Federstempels zuerst mit dessen Mantel von oben nach unten auf die Röhre B B, darin mit seinem Kern auf den Kolben D wirkt, wird die Röhre A A abwärts bewegt und dadurch zuerst der Stofflappen des Üntertheiles g g und dann der senkrecht stehende Rand des Blechtheiles /; h gezwungen, in die trichterförmige Verengung der Röhre BB einzutreten und die Richtung der Theile b b anzunehmen, während gleichzeitig durch den Niedergang des Kolbens D zuerst der Stofflappen der Einlage i i und dann auch der vorstehende, trichterförmig erweiterte Rand dieses Blechtheiles j j in das Innere des Üntertheiles eindringen, die vorstehenden Theile des Stofflappens g g weiter in den Untertheil hinein mitnehmen und der letzte Druck auf den vorstehenden Rand des Üntertheiles und seines Ueberzuges geübt wird.
Ist die Röhre A A auf dem Fufs des Zapfens C angekommen Und der Kolben D fest auf Rand und Einlage des Knopfes geprefst, so haben die Blechtheile ihren vollständigen Stoffüberzug erhalten und sind alle Theile verbunden; der Knopf ist fertig, Fig. 9.
Die Form der von uns bei unserer neuen Knopfconstruction benutzten Blechtheile ist dieselbe, wie sie zu Knöpfen alter Construction, also solcher mit vorher mit Stoff überzogener Einlage, Fig. 10, nöthig sind, und die von uns benutzte Maschine, Fig. 8 und 9, nach dem System der Knopfmaschinen construirt, welche unter dem Namen »Mitrailleusen« in mancherlei Varianten meistens zur Fabrikation von Knöpfen mit nur einem Stofflappen, seltener auch zu der von Knöpfen mit zwei und mehr Stöfflappen benutzt werden, die aber bisher in einem Druck immer nur das Ueberziehen eines Blechtheiles mit Stoff bewirkten.
Sollte der in unserer Fig. 9 liegende Knopf nach bisheriger Weise selbst in unserer Maschine fabricirt werden, so würde man den Blechtheil der kleineren Einlage zuvor in einer besonderen Maschine mit Stoff überziehen, dann die so vorgemachte Einlage, Fig. 10, in die Röhre B B unter den Kolben D bringen und mit ihr erst den zweiten Stofflappen des Üntertheiles zum Ueberziehen bringen und den Knopf vollenden.
Das durchaus Neue unserer Erfindung ist, dafs wir die Arbeit des vorherigen Ueberziehens eines der Blechtheile mit Stoff und die dazu nothwendige Pappdeckelfüllung als überflüssig erkannten, beides bei unserer Fabrikation dieser Knöpfe fortlassen und in einem Druck und mit einer Maschine das erreichen, was früher nur durch zwei verschiedene Manipulationen in zwei Maschinen erzielt wurde.
Der von uns zu unseren neuen Knöpfen benutzte Untertheil, Fig. 7, also der Blechtheil mit dem durch eine Metallöse damit verbundenen flachen, noch nicht zum Ueberziehen gebrachten Stofflappen ist auf diese Weise noch nicht benutzt worden.
Bei allen früheren Anwendungen der Metallöse bei Knöpfen mit von Stoff überzogenem Untertheil wurde der Lappen des Untertheiles stets lose für sich in die Maschine gebracht, und war nie zuvor, wie dies bei unserem neuen Verfahren der Fall ist, schon vor dem. Einlegen in die Knopfmaschine mit dem Blechtheil durch die hindurchgehende Oese verbunden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung von Knöpfen zum Annähen in beliebiger Form, deren Formtheile, aus Metallblechen oder anderen biegsamen Platten bestehend, ohne vorherige oder gleichzeitige Beihülfe einer das Ueberziehen oder Festhalten des Stoffes bezweckenden Füllung von Pappdeckeln oder anderem Material durch einmalige Pressung nach dem durch Fig. 8 und 9 erläuterten Verfahren so mit einander verbunden werden, dafs die Knöpfe vollständig mit Stoff überzogen sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35074D Verfahren zur Herstellung von Knöpfen mit vollständigem Stoffüberzug Expired - Lifetime DE35074C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE35074C true DE35074C (de)

Family

ID=310951

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT35074D Expired - Lifetime DE35074C (de) Verfahren zur Herstellung von Knöpfen mit vollständigem Stoffüberzug

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE35074C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2520351A (en) * 1947-07-26 1950-08-29 John Dritz & Sons Hand tool for making cloth-covered buttons

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2520351A (en) * 1947-07-26 1950-08-29 John Dritz & Sons Hand tool for making cloth-covered buttons

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