DE3505623A1 - Hydraulisches wegeventil fuer eine lastdruckkompensierte steuerung - Google Patents
Hydraulisches wegeventil fuer eine lastdruckkompensierte steuerungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F15B13/02—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors
- F15B13/04—Fluid distribution or supply devices characterised by their adaptation to the control of servomotors for use with a single servomotor
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Description
R. 19869
13.2.1985 My/Pi
13.2.1985 My/Pi
ROBERT BOSCH GMBH, TOOO STUTTGART 1
Hydraulisches Wegeventil für eine lastdruckkompensierte
Steuerung
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem hydraulischen Wegeventil
für eine lastdruckkompensierte Steuerung nach der Gattung des Hauptanspruchs. Es ist schon eine solches Wegeventil
aus der US-PS 3 722' 5U3, insbesondere Figur 7 bekannt, bei
dem ein Steuerschieber zwischen zwei Meßdrosselkaramern eine Meßdrosselstelle bildet, in deren Bereich für eine lastdruckkompensierte
Steuerung der jeweilige Lastdruck abgegriffen wird. Dieses lastdruckfühlende Wegeventil ist zudem
für ein System für geschlossenen Kreis ausgebildet und weist für jeden Steuerschieber einen zugeordneten
Druckwaagekolben auf. Während der Lastdruck für ein gemeinsames, in der Anschlußplatte liegendes Druckkompensationsventil
aus der stromaufwärts liegenden Meßdrosselkammer abgegriffen wird, ist die stromabwärts liegende Meßdrosselkammer
über eine in Neutralstellung offene Steuerverbindung des Steuerschiebers zum Tank entlastet. Nachteilig
bei diesem Wegeventil ist nicht nur, daß der Lastdruck stromaufwärts von der Meßdrosselstelle abgegriffen
wird, sondern daß der Steuerschieber dieses Wegeventils
vor allem mit einer Rücklaufvoreilung ausgerüstet ist, wonach die den Hydromotor zum Tank entlastende Steuerkante
am Steuerschieber ihre Verbindung früher aufsteuert, bevor
die Meßdrosselstelle auf der Zulaufseite öffnet. Ein solches Wegeventil mit Rücklaufvoreilung eignet sich jedoch
nur zum Steuern von Hydromotoren bei bremsenden Lastverhältnissen. Für antreibende Lastbedingungen sind derartige
Steuerkantenuberdeckungen nicht geeignet.
Um einen Hydromotor bei antreibenden Lastbedingungen sicher zu steuern, ist es erforderlich, daß die Last durch ablaufseitige
Drosselung vom Wegeventil geführt wird. Um dies auch bei ungünstiger Toleranzlage der Steuerkanten am
Steuerschieber für Zulaufbeginn und Ablaufbeginn gerade
auch im Feinsteuerbereich sicherzustellen, muß der Steuerschieber auf eine sogenannte Zulaufvoreilung ausgelegt werden,
bei der also die zulaufseitige Meßdrosselstelle öffnet, bevor die Ablaufkante öffnet. Die Anwendung einer derartigen
Zulaufvoreilung bei einem normalen lastdruckkompensierten Wegeventil führt jedoch dazu, daß in diesem Steuerbereich
der Zulaufvoreilung der Pumpendruck bis zu dem am Druckbegrenzungsventil eingestellten, maximalen Druckwert
ansteigt. Solche Druckspitzen sind jedoch in keiner Steuerung erwünscht und müssen daher vermieden werden.
Ferner ist aus der DE-OS 27 23 279 ein hydraulisches Wegeventil für eine lastdruckkompensierte Steuerung und in einer
Ausbildung für geschlossenes System bekannt. Bei diesem'Wegeventil
soll das Durchsacken einer Last infolge von Rückströmung von Steuerdruckmittel über eine Meßleitung
verhindert werden, wozu beim Auslenken des Steuerschiebers
aus seiner Neutralstellung in eine Hebenstellung der Druck der verstellbaren Pumpe um einen vorbestimmten Betrag über
den jeweiligen Lastdruck hochgefahren wird. Auch dieses Wegeventil ist mit einer Rücklaufvoreilung ausgerüstet und
bei brem-
eignet sich daher nur zum Steuern von Hydromotoren "bei
senden Lastverhältnissen. Darüber hinaus ist von Nachteil, daß bei diesem Wegeventil die Steuerdruck-Meßleitung über
eine Drosselstelle ständig zum Tank entlastet ist. Dadurch
ergibt sich ein zum Tank abfließender Steuerölstrom, dessen Größe abhängig ist von der Größe der jeweiligen Last. Der
Steuerölstrom seinerseits beeinflußt den zum Hydromotor fließenden Arbeitsstrom, so daß eine lastdruckkompensierte
Steuerung, insbesondere im Bereich der Feinsteuerung, störend beeinflußt wird.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Wegeventil mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß es sich für eine lastdruckkompensierte Steuerung in
einem System für geschlossenen Kreis bei antreibenden Lastbedingungen am Hydromotor besonders gut eignet. Während
lastdruckkompensierte Wegeventile für geschlossenen Kreis zu einem relativ steifen System infolge ihrer starren
Strom-Steuerung führen, kann mit dem erfindungsgemäßen Wegeventil eine Druck-Steuerung erreicht werden, wie dies bei
Offenkreis-Wegeventilen möglich ist und somit ein weicher arbeitendes System erzielt werden. Dabei kann dieser Vorteil
sowohl über einen Teilbereich des Steuerschieberhubes als auch über den gesamten Hub erzielt werden. Trotz
der Zulaufvoreilung werden Druckerhöhungen bis zum maximal am Druckbegrenzungsventil eingestellten Wert vermieden.
Zudem läßt sich die erfindungsgemäße Bauart auf einfache, kostengünstige und platzsparende Weise realisieren.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des
im Hauptanspruch angegebenen Wegeventils möglich. Besonders vorteilhaft sind Ausbildungen nach den Ansprüchen 2
bis 5j da sie mit einfachsten Mitteln besonders weich arbeitende
Systeme erlauben.
Zeichnung
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen Figur 1 eine Steuereinrichtung für einen Stapler mit dem erfindungsgemäßen Wegeventil in vereinfachter
Darstellung, Figur 2 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Wegeventil nach Figur 1, die Figuren
3 und k Diagramme für den Druck- und Stromverlauf beim Vorneigen
abhängig vom Schieberhub, Figur 5 den entsprechenden Druckverlauf beim Rückneigen und Figur β einen Teilschnitt
durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wegeventils.
Figur T zeigt einen Teilschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Die Figur 1 zeigt eine hydraulische Steuereinrichtung 10 in einer Ausbildung als Staplerventil, das für eine Hebenfunktion
ein erstes Wegeventil 11, für eine Neigenfunktion ein zweites, erfindungsgemäßes Wegeventil 12 und für eine zusätzliche
Funktion ein drittes Wegeventil 13 aufweist. Die Wegeventil 11, 12, 13 sind in einer Bauart für geschlossenen
Kreis ausgebildet und eignen sich zudem für eine lastdruckkompensierte
Steuerung. Zu diesem Zweck sind alle Wegeventile 11 bis 13 parallel an eine Zulaufleitung lh angeschlossen,
die von einem Eingang 15 in einer Anschlußplatte
16 ausgeht. In entsprechender Weise stehen alle Wegeventile 11 bis 13 mit einer Rücklauf leitung IJ in "Verbindung,
die zu einem Ausgang 18 in der Anschlußplatte i6
führt. In der Anschlußplatte 16 ist zwischen Eingang 15 und Ausgang 18 ein Druckkompensationsventil 19 geschaltet,
das über -ein Steuerleitungssystem 21 mit Wechselventilen
Ί-
mit dem maximalen Lastdruck eines der Wegeventile 11 bis ansteuerbar ist. Ein vorsteuerndes Druckbegrenzungsventils
23 in dem Steuerleitungssystem 21 arbeitet mit dem Druckkompensationsventil 19 zusammen.
Das zweite.Wegeventil 12 nach Figur 1 ist in Figur 2 in
konstruktiver Form im Längsschnitt dargestellt. Das zweite Wegeventil 12 hat ein Gehäuse 2k, das in einer durchgehenden
Längsbohrung 25 einen Steuerschieber 26 aufnimmt. Im
Gehäuse 2k durchdringt die Längsbohrung 25 eine Reihe von Kammern, die in an sich bekannter Weise von rechts nach
links gesehen als erste (27) und zweite Meßdrosselkammer 28, als erste Rücklaufkammer 29, als erste Motorkammer 31,
als Zulaufkammer 32, als zweite Motorkammer 33 sowie als zweite Rücklaufkammer 3^ ausgebildet sind. Die erste Meßdrosselkammer
27 steht mit der Zulaufleitung Ik in Verbindung.
Von der zweiten Meßdrosselkammer 28 führt ein Querkanal 35 zur Zulaufkammer 32. In diesem Querkanal 35
sind in Strömungsrichtung gesehen hintereinander eine mit dem Steuerleitungssystem 21 verbundene Steuerdruck-Abgriffsöffnung
37 sowie ein die Zulaufkammer 32 absicherndes Rückschlagventil 38 angeordnet.
An einem in der gezeichneten Neutralstellung des Steuerschiebers 26 zwischen den beiden Meßdrosselkammern 27,
liegenden Steuerbund 39 sind erste Steuerausnehmungen kl
angeordnet, die Teile einer sogenannten Meßdrosselstelle k2 bilden.
An einem an dem ersten Steuerbund 39 angrenzenden zweiten Steuerbund k3 sowie einem nachfolgenden, dritten Steuerbund
kk sind Bypaß-Drosseln U 5 ausgebildet, welche zur Steuerung
der Verbindung zwischen der zweiten Meßdrosselkammer 28 und der ersten Rücklaufkammer 29 dienen. Ferner weist der drit-
*V.7 S^ "LJ "^33/
te Steuerbund 44 noch exne ablaufseitige, erste Drosselausnehmung
i+6 auf. Zur Steuerung der Verbindungen zwischen der Zulaufkammer 32 und den beiden Motorkammern 31 und 33 sind
an einem vierten Steuerbund 47 des Steuerschiebers 26 zwei
Steuerkerben k£> angeordnet. Ein einer doppeltwirkenden
Rückholeinrxchtung 49 zugewandter Kolbenabschnitt 51 am
Steuerschieber 26 trägt an seiner Steuerkante eine zweite,
ablaufseitige Drosselausnehmung 52.
Die verschiedenen Steuerausnehmungen am Steuerschieber 26
sind nun so aufeinander abgestimmt, daß der Steuerschieber 26 auf eine sogenannte Zulaufvoreilung ausgelegt ist. Dies
bedeutet, daß der Steuerschieber 26 beim Auslenken aus seiner
gezeichneten Neutralstellung in Arbeitsstellungen mit seinen ersten Steuerausnehmungen 41 zuerst die Druckmittel-Verbindung
in der Meßdrosselstelle 42 öffnet und erst danach die jeweiligen ablaufseitigen Drosselausnehmungen 52
bzw. 46 die Entlastung zum Tank aufsteuern. Damit wird
sichergestellt, daß bei antreibenden Lastbedingungen die Last durch ablaufseitige Drosselung im Wegeventil 12 geführt
wird. Dieser Sachverhalt muß auch noch bei ungünstiger Toleranzlage der Steuerkanten für Zulaufbeginn
bzw. Ablaufbeginn vorliegen, insbesondere muß er auch im Feinsteuerbereich sichergestellt sein.
Die erste Motorkammer 31 steht über ein erstes Sperrventil 53 mit einem ersten Motoranschluß 5^ und weiter mit
einem Zylinderraum 55 eines Neigezylinders 56 in Verbindung.
Ein Kolbenstangenraum 57 am Neigezylinder 56 hat über einen zweiten Motoranschluß 58 sowie ein zweites
Sperrventil 59 mit der zweiten Motorkammer 33 Verbindung. Beide Sperrventile 53, 59 sind als vorgesteuerte
Ventile ausgebildet und durch einen koaxial zu ihnen liegenden Entsperrkolben 61 hydraulisch entsperrbar.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Wegeventils 12
für die Neigenfunktion in der Steuereinrichtung 10 wird
wie folgt erläutert, wobei auf deren Funktion nur insoweit eingegangen wird, als zum Verständnis der Erfindung
notwendig ist. Heben den Figuren 1 und 2 wird auch auf die Figuren 3 bis 5 Bezug genommen, welche verschiedene
Kennlinienverläufe zeigen, auf die im einzelnen noch eingegangen wird.
Es wird davon ausgegangen, daß sämtliche Steuerschieber der Wegeventile 11 bis 13 die in Figur 1 gezeichneten Neutralstellungen
einnehmen, so daß die von der Feder beaufschlagte Stirnseite des Druckkompensationsventils 19 über
das Steuerleitungssystem 21 zur Rücklaufleitung 17 entlastet
ist. Die in den Eingang 15 fördernde Druckmittelpumpe wird somit bei einem relativ niedrigen Druck durch das
Druckkompensationsventil 19 zum Ausgang 18 entlastet. Wie
aus Figur 2 näher ersichtlich ist, steht in Neutralstellung des Steuerschiebers 26 im zweiten Wegeventil 12 die
Steuerdruck-Abgriffsöffnung 37 über den Querkanal 35 und
die zweite Meßdrosselkammer 28 mit der zweiten Rücklaufkammer 29 in Verbindung.
Soll nun im Stapler mit Hilfe des zweiten Wegeventils der Mast vorgeneigt werden, so muß im Neigezylinder 56 die Kolbenstange
ausfahren. Die Hubrichtung gemäß Pfeil s sowie die Kraft auf die Kolbenstange des Neigezylinders 56 gemäß
Pfeil F zeigen somit in dieselbe Richtung; am Neigezylinder 56 herrschen antreibende Lastbedingungen. Zum Vorneigen
wird der Steuerschieber 26 etwas in das Gehäuse 2U
hineingedrückt. Hierbei öffnen die ersten Steuerausnehmungen 1*1 die Meßdrosselstelle k2t so daß aufgrund der lastkompensierenden
Steuereinrichtung 10 ein Ö'lstrom von der Druckmittelquelle kommend über die Zulaufleitung 1U und
die geöffnete Meßdrosselstelle h2 in die zweite Meßdrosselkammer-28
strömt. Der Druck in der zweiten Meßdrossel-
kammer 28 kann sich über den Querkanal 35, das Rückschlagventil 38, die ebenfalls aufgesteuerte Steuerkerbe k8 auch
in der ersten Motorkammer 31 und weiter über das Sperrventil 53 und den ersten Motoranschluß 5^ im Zylinderraum
des Neigezylinders 56 aufbauen. Infolge des mit Zulaufvoreilung
ausgerüsteten Steuerschiebers 26 ist hierbei die Verbindung von der zweiten Motorkammer 33 über die
zweite Drosselausnehmung 52 zur zweiten Rücklaufkammer
3k immer noch gesperrt. Der Druck im Querkanal 35 wirkt über die Steuerdruck-Abgriffsöffnung 37 und das Steuerleitungssystem
21 auch auf die von einer Feder belastete Stirnseite des Druckkompensationsventils 19. Gleichzeitig
ist bei dem gedrückten Steuerschieber 26 über die gerade wirksame Bypaß-Drossei U5 die zweite Meßdrosselkammer 28
zur zweiten Rücklaufkammer 29 entlastet. In dieser Betriebsphase
der Zulaufvoreilung fließt der gesamte über die Meßdrosselstelle k2 zugemessene Ölstrom über die offene
Bypaß-Drossel h5 zur zweiten Rücklaufkammer 29 ab;
durch den jeweils aufgesteuerten Querschnitt der Bypaß-Drossel U5 läßt sich somit der Druck in der zweiten Meßdrosselkammer
28 und dementsprechend der Pumpendruck bestimmen. Um hierbei eine feinfühlige und genaue Drucksteuerung
in der zweiten Meßdrosselkammer 28 zu erzielen, sind die ersten Steuerausnehmungen hl und die Bypaß-Drosseln
i+5 entsprechend aufeinander abgestimmt und arbeiten
zudem in gegensinniger Weise zusammen. Wird der Steuerschieber 26 noch weiter in Richtung Vorneigenstellung, gedruckt,
so öffnet schließlich die zweite Drosselausnehmung 52 die Verbindung von der zweiten Motorkammer 32 zur
zweiten Rücklaufkammer 3^. Bei aufgesteuerter ablaufseitiger
Drossel 52 kann nun ein Teilölstrom über den Neigezylinder
56 fließen. Dazu ist das vorsteuerte Sperrventil 59 vom Entsperrkolben 61 weich geöffnet worden, auf dessen
der ersten Motorkammer 31 zugewandten Stirnseite der in der zweiten Meßdrosselkammer 28 angestaute Zwischendruck
\1
wirkt. Wird der Steuerschieber 26 noch weiter in Richtung
Stellung Vorneigen gedruckt, so schließt ab einem bestimmten Hub die Bypaß-Drossel i+5 ihre zugehörige Tankverbindung
vollständig und der gesamte über die Meßdrosselstelle k2 zugemessene Ölstrom fließt zum Neigezylinder 56. Die
verstellbare Bypaß-Drossel U5 ist somit abgeschaltet, wie dies auch aus dem Schaltsymbol des Wegeventils 12 in Figur 1 erkennbar ist.
verstellbare Bypaß-Drossel U5 ist somit abgeschaltet, wie dies auch aus dem Schaltsymbol des Wegeventils 12 in Figur 1 erkennbar ist.
Die bei dem geschilderten Vorneigen auftretenden Druek-
und Stromverläufe sind in Figur 3 und Figur h näher dargestellt. Während die Figur 3 den Verlauf des Druckes ρ
über dem Schieberhub s zeigt, ist in Figur 1+ der über
die Meßdrosselstelle h2 fließende Strom Q in Abhängigkeit vom Schieberhub s dargestellt.
und Stromverläufe sind in Figur 3 und Figur h näher dargestellt. Während die Figur 3 den Verlauf des Druckes ρ
über dem Schieberhub s zeigt, ist in Figur 1+ der über
die Meßdrosselstelle h2 fließende Strom Q in Abhängigkeit vom Schieberhub s dargestellt.
In Figur 3 ist mit p1 der am Druckbegrenzungsventil 23
eingestellte, maximale Druckwert angegeben. Die durchgezogene Kennlinie 62 veranschaulicht den Verlauf des Pumpendrucks für den Fall, daß keine Bypaß-Dros sein h<j vorgesehen sind, wodurch der Pumpendruck im Bereich der Zulaufvoreilung 63 bis zu dem Maximalwert p1 ansteigt, und erst nach dem Übersteuern der Zulaufvoreilung wieder auf ein Druckniveau p2 abfällt, der bei einer normalen lastdruckkompensierten Steuerung auftritt. Demgegenüber zeigt die gestrichelte Kennlinie Gh den Verlauf des Pumpendrucks beim erfindungsgemäßen Wegeventil 12 mit vorhandenen Bypaß-Drosseln U5. Aus der Kennlinie Gh geht hervor, daß relativ lang andauernde Druckspitzen mit ansprechendem Druckbegrenzungsventil vermieden werden und der Pumpendruck mit zunehmendem Hub s ohne sprunghafte Änderungen ausgehend vom Druck Null relativ gleichmäßig ansteigt bis zum Druckniveau p2. In Figur 1; ist der zugehörige Stromverlauf dargestellt, wobei der Druckmittelstrom über die Meßdrosselstelle U2 abhängig vom Hub des Steuerschiebers 26 auf einen maximalen Strom Q1 .stetig ansteigt.
eingestellte, maximale Druckwert angegeben. Die durchgezogene Kennlinie 62 veranschaulicht den Verlauf des Pumpendrucks für den Fall, daß keine Bypaß-Dros sein h<j vorgesehen sind, wodurch der Pumpendruck im Bereich der Zulaufvoreilung 63 bis zu dem Maximalwert p1 ansteigt, und erst nach dem Übersteuern der Zulaufvoreilung wieder auf ein Druckniveau p2 abfällt, der bei einer normalen lastdruckkompensierten Steuerung auftritt. Demgegenüber zeigt die gestrichelte Kennlinie Gh den Verlauf des Pumpendrucks beim erfindungsgemäßen Wegeventil 12 mit vorhandenen Bypaß-Drosseln U5. Aus der Kennlinie Gh geht hervor, daß relativ lang andauernde Druckspitzen mit ansprechendem Druckbegrenzungsventil vermieden werden und der Pumpendruck mit zunehmendem Hub s ohne sprunghafte Änderungen ausgehend vom Druck Null relativ gleichmäßig ansteigt bis zum Druckniveau p2. In Figur 1; ist der zugehörige Stromverlauf dargestellt, wobei der Druckmittelstrom über die Meßdrosselstelle U2 abhängig vom Hub des Steuerschiebers 26 auf einen maximalen Strom Q1 .stetig ansteigt.
/β,
Bei umgekehrter Bewegungsrichtung am Neigezylinder 56 während
des Rückneigens des Staplermastes treten beim Einfahren der Kolbenstange bremsende Lastbedingungen auf. Die
Steuerkanten-Zulaufvoreilung im Wegeventil 12 ist beim Rückneigen nicht mehr wegen der Lastbedingungen erforderlich,
sondern soll ein weiches Öffnen der Sperrventile 53, 59 und damit eine ruckfreie Steuerung ermöglichen. Zum
Rückneigen wird der Steuerschieber 2.6 aus der gezeichneten Neutralstellung nach Figur 2 aus dem Gehäuse 2U herausgezogen.
Hierbei arbeiten die ersten Steuerausnehmungen h"\ in der Meßdrosselstelle k2 und die Bypaß-Drosseln U5
zur Drucksteuerung in entsprechender Weise zusammen. Auch
beim Rückneigen kann die Bypaß-Drossel ^5 nach einem vorbestimmten
Hub abgeschaltet werden, wie dies in Figur 1 aus dem Schaltsymbol des Wegeventils 12 erkenntlich ist.
Der Verlauf des Pumpendrucks beim Rückneigen mit dem Wegeventil 12 ist in Figur 5 näher dargestellt, wobei die
Drücke p1 und p2 in entsprechender Weise wie in Figur 3
angegeben sind. Die durchgezogene Kennlinie 65 zeigt
wiederum den Druckverlauf des Pumpendruckes für den Fall, daß keine Bypaß-Drosseln vorhanden sind. Dabei ergibt
sich im Bereich der Zulaufvoreilung eine schlagartige, starke Drucküberhöhung, deren Größe stark von der Betätigungsgeschwindigkeit
des Steuerschiebers im Wegeventil
abhängt. Demgegenüber zeigt die gestrichelte Kennlinie 66 den Verlauf des Pumpendruckes bei der erfindungsgemäßen
Steuereinrichtung 12 mit vorhandenen Bypaß-Drosseln !+5.
Trotz Zulaufvoreilung wird hierbei ein wesentlich flacherer Druckanstieg und eine geringere Drucküberhöhung erreicht,
bevor der Pumpendruck auf das Lastdruckniveau p2 abfällt. Die Funktion des Rückneigens erfolgt damit gemäß
Kennlinie 66 erheblich weicher.
Mit dem Wegeventil 12 lassen sich somit in einer Steuereinrichtung
für geschlossenen Kreis und bei lastdruckkom-
pensierter Arbeitsweise selbst bei antreibenden Lastbedingungen
Eigenschaften erreichen, wie sie nur mit Steuereinrichtungen
für offenen Kreis und mit Drucksteuerung erzielbar sind. Anstelle eines steifen Systems mit einer
primären Stromsteuerung wird ein weich arbeitendes System mit Drucksteuerung erzielt. Besonders begünstigt wird dies
beim Wegeventil 12 dadurch, daß die Meßdrosselstelle k2t
die Bypaß-Drosseln ^5 sowie auch die Steuerdruck-Abgriffsöffnung
37 alle stromaufwärts vom Rückschlagventil 38 liegen. Die Funktion der Bypaß-Drosseln k^ kann dabei über
einen Teil oder auch über den gesamten Hub des Steuerschiebers 26 wirksam sein.
Die Figur 6 zeigt als zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Wegeventils einen teilweisen Längsschnitt durch ein viertes Wegeventil TO. Das vierte Wegeventil 70
unterscheidet sich vom zweiten Wegeventil 12 nach Figur 2
wie folgt, wobei für gleiche Bauelemente gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Die Bypaß-Drosseln k^ am Steuerschieber
71 entfallen. Der Steuerschieber 71 nimmt an deren Stelle in seinem Innern ein Sekundär-Druckbegrenzungsventil
72 auf, das die erste Motorkammer 31 absichert. Mit Hilfe des Sekundär-Druckbegrenzungsventils 72 kann im
Steuerkantenbereich der Zulaufvoreilung das Problem der
Druckreduzierung gelöst werden. Es läßt sich dadurch ein Verlauf des Pumpendruckes erreichen, wie er in Figur 3
mit der strichpunktierten Kennlinie 73 dargestellt ist.
Die Figur 7 zeigt einen Teil eines fünften, erfindungsgemäßen
Wegeventils 75» bei dem die Funktion von Sekundär-Druckbegrenzungsventilen in den Entsperrkolben 76 integriert
ist. Die Druckfunktion ist hier für beide Motoranschlüsse
5^ und 58 wirksam. Die Entlastung der Sekundär-Druckbegrenzungsventile
erfolgt hier zu einem Rücklaufkanal 78 zwischen den Motorkammern 31 und 33.
4t
Selbstverständlich sind an den aufgezeigten Wegeventilen
12, 70, 75 Änderungen möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. So kann der Steuerschieber nur in
einer Bewegungsrichtung Zulaufvoreilung und in der anderen Bewegungsrichtung mit Rücklaufvoreilung ausgerüstet
werden. Auch ist es möglich, die Zulaufvoreilung mit
Hilfe der Sperrventile zu erzielen.
Ebenso ist es möglich, die Sekundär-Druckbegrenzungsventile
77 für unterschiedliche Ansprechdrücke zu gestalten. Außerdem ist es auch möglich, anstelle des gezeigten Wegeventils
mit einer einzigen Meßdrosselstelle die Erfindung bei einer Wegeventil-Bauart mit zwei Meßdrosselstellen anzuwenden,
wobei jeweils die die zulaufseitigen Verbindungen nach den Motoranschlüssen A und B übernehmenden Steuerkanten
zugleich auch die Funktion der Druckmittel-Zumessung übernehmen.
Ferner ist der Erfindungsgegenstand auch auf Wegeventile
mit Hohlschieber anwendbar, wobei dann die Rücklaufkammer nicht mehr unmittelbar neben der zweiten Meßdrosselkammer
28 liegen muß, wie dies Figur 2 zeigt.
Claims (8)
1. Hydraulisches Wegeventil für eine lastdruckkompensierte
Steuerung mit einem Gehäuse, in dessen Längsbohrung ein Steuerschieber angeordnet ist, der eine erste Steuerausnehmung
zur Bildung wenigstens einer Meßdrosselstelle aufweist, welche in den von der Pumpe zum Motor fließenden Druckmittelstrom
geschaltet ist, und mit einer Zulaufkammer, die in
zwei Arbeitsstellungen des Steuerschiebers wahlweise mit
einem von zwei Motoranschlüssen verbindbar ist, während der
andere Motoranschluß zum Rücklauf entlastbar ist und mit '"-/
einer stromabwärts der Meßdrosselstelle liegenden, zweiten "*
Meßdrosselkammer, und einer Rücklaufkammer, deren Verbindung
zur zweiten Meßdrosselkammer von einer zugeordneten Steuerkante des Steuerschiebers beeinflußbar ist und mit
einer Steuerdruck-Abgriffsöffnung im Bereich der Meßdrosselstelle
für die lastdruckkompensierte Steuerung, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (26; 7-1) mit einer
Zulaufvoreilung ausgebildet ist, bei welcher die zulaufseitige Meßdrosselstelle (U2) öffnet bevor die zugehörige,
ablaufseitige Drosselausnehmung (52) am Steuerschieber (26;
71) öffnet, daß die Steuerdruck-Abgriffsöffnung (37) stromabwärts
der Meßdrosselstelle (U2) liegt und deren Entlastung zum Tank (l8) über vom Steuerschieber (26; 71) beeinflußbare,
drucksteuernde Mittel (U5; 72; 77) geführt ist.
2. Wegeventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drucksteuernden Mittel als Bypaß-Drosseln (^5) ausgebildet
sind, welche an den der Verbindung zwischen zweiter
ORIGINAL INSPeCTED
- 3*5g5623
Meßdrosselkammer (28) und insbesondere angrenzender Rücklaufkammer
(29) zugeordneten Steuerbunden (U3S ^h) so angeordnet
sind, daß sie gegensinnig zu den Steuerausnehmungen (U1) der Meßdrosselstelle {k2) arbeiten.
3. Wegeventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bypaß-Drosseln (U5) im Steuerbereich der Zulaufvoreilung
wirksam sind, insbesondere noch teilweise offen sind.
h. Wegeventil nach einem der Ansprüche 1 bis 35 dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerdruck-Abgriffsöffnung (37)
im Bereich zwischen zweiter Meßdrosselkammer (28) und Zulaufkammer (32) liegt.
5. Wegeventil nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis k, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßdrosselstelle
(1;2), die Bypaß-Drosseln (Uj?) und die Steuerdruck-Abgriff
soffnungen (37) stromaufwärts von einem die Zulaufkammer
(32) absichernden Rückschlagventil (38) liegen.
6. Wegeventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die drucksteuernden Mittel als Sekundär-Druckbegrenzungsventil (72) ausgebildet sind, das eine zugeordnete Arbeitskammer
(31) absichert.
7. Wegeventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sekundär-Druckbegrenzungsventil (72) im Steuerschieber (71) angeordnet ist. -
8. Wegeventil nach Anspruch 6, mit einem zwischen zwei Motoranschlüssen
und zwei Arbeitskammern geschalteten Sperrventil mit zugehörigem Entsperrkolben, dadurch gekennzeichnet,
daß der Entsperrkolben (76) wenigestens ein Sekundär-Druckbegrenzungsventil
(77) aufnimmt.
Priority Applications (3)
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