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Die Erfindung bezieht sich auf eine Hintersitz-Rücken-
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lehne für ein Kraftfahrzeug, welche eine aus der Ebene der Hintersitz-Rückenlehne
nach vorn herausklappbare Mittelarmlehne hat, die mit Führungsbolzen in offene Schlitzführungen
zweier beidseitig der Mittelarmlehnen an der Hintersitz-Rückenlehne vorgesehenen,
über die Mittelarmlehne greifenden Wangen gehalten ist und bei der zumindest ein
Führungsbolzen in einer Schlitzführung durch einen manuell betätigbaren, an der
Wange angelenkten Einrasthaken verrastet ist. Hintersitz-Rückenlehnen dieser Art
sind in gegenwärtigen Kraftfahrzeugen eingebaut und allgemein bekannt.
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Die bekannten Mittelarmlehnen haben zusätzlich zu ihrer üblichen Funktion
als Armstütze noch die Funktion, im heruntergeklappten Zustand eine Öffnung in der
Hintersitz-Rückenlehne freizugeben. Dadurch wird es möglich, Skier oder andere lange
Gegenstände vom Kofferraum aus teilweise durch diese Öffnung in den Fahrgastraum
zu schieben, so daß der ansonsten notwendige Transport auf dem Fahrzeugdach mit
allen seinen Nachteilen unnötig wird. Da die Mittelarmlehnen wegen ihrer Polsterung
relativ dick sind, vermögen sie im heruntergeklappten Zustand nur eine verhältnismäßig
kleine Öffnung freizugeben, was oftmals unzureichend ist. Deshalb sind solche Mittelarmlehnen
aus der Hintersitz-Rückenlehne herausnehmbar ausgebildet. Aus sicherheitstechnischen
Gründen dürfen sich im Falle eines Unfalls Mittelarmlehnen nicht von selbst von
der Hintersitz-Rückenlehne lösen können.
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Das macht den Einbau einer manuell betätigbaren Verriegelungsvorrichtung
erforderlich. Bei der bekannten Hintersitz-Rückenlehne sind beidseitig der Mittelarmlehne
an den über die Mittelarmlehne greifenden, die Schlitzführungen aufweisenden Wangen
jeweils solche Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen. Um die Mittelarmlehne zu entriegeln,
muß man die Rückenlehnen-Polsterung auf
beiden Seiten neben der
Mittelarmlehne zur Seite drücken und dann auf beiden Seiten einen Verriegelungshaken
nach hinten bewegen. Erst anschließend kann die Mittelarmlehne nach oben aus ihren
Schlitz führungen herausgehoben werden. Es ergibt sich, daß für diesen Ausbau der
Mittelarmlehne eigentlich drei Hände erforderlich sind. Man kann zwar die Verriegelungshaken
so ausbilden, daß sie in Entriegelungsstellung stehenbleiben, um die Hände zum Herausheben
der Mittelarmlehne frei zu bekommen, muß dann jedoch in Kauf nehmen, daß die Mittelarmlehne
auch unverriegelt mitgeführt werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hintersitz-Rückenlehne
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß der Aus- und Einbau der Mittelarmlehne
von einer einzigen Person möglichst bequem erfolgen kann und im eingebauten Zustand
eine zwangsläufige Verriegelung erfolgt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittelarmlehne
einen manuell betätigbaren Entriegelungsarm zum Entriegeln des Einrasthakens hat.
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Dadurch, daß gemäß der Erfindung der Einrasthaken von einem in der
Mittelarmlehne angeordneten Entriegelungsarm entriegelbar ist, muß man zum Entriegeln
einen Mechanismus an der Mittelarmlehne und nicht an der feststehenden Hintersitz-Rückenlehne
betätigen. Dies ermöglicht es, gleichzeitig sowohl den Mechanismus zu betätigen,
als auch die Mittelarmlehne nach oben zu ziehen.
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Bei einer Hintersitz-Rückenlehne mit einem Führungsbolzen an jeder
Seite vermögen die Einrasthaken die Mittelarmlehne in dem jeweiligen Schlitz der
jeweiligen Wange zu halten, so daß die Mittelarmlehne nicht aus ihrer Anlenkung
gelangen kann. Nicht gesichert ist die Mittelarmlehne jedoch gegen ein Herunterklappen
aus
ihrer hochgeklappten Position während eines scharfen Bremsens.
Wenn gemäß einer vorteilhaften Ausgestältung der Erfindung die Mittelarmlehne an
jeder Seite jeweils einen zum ersten Führungsbolzen höhenversetzten zweiten Führungsbolzen
hat, die Wangen entsprechend jeweils eine vordere und hintere Schlitzführung haben
und der Einrasthaken an der tiefsten Stelle der hinteren Schlitzführung bzw. an
beiden hinteren Schlitzführungen vorgesehen ist, dann ist die Mittelarmlehne auch
in ihrer hochgeklappten Position gesichert. Die Mittelarmlehne kann deshalb bei
einem scharfen Bremsen nicht mehr nach vorn klappen.
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Zum Vorklappen der erfindungsgemäßen Mittelarmlehne muß diese entriegelt
werden, damit sich der untere Führungsbolzen in der hinteren Schlitzführung nach
oben bewegen kann. Um trotzdem sicherstellen zu können, daß die Mittelarmlehne beim
Vorklappen oder im vorgeklappten Zustand nicht aus den Schlitz führungen gelangen
kann, ist es zweckmäßig, daß die vordere Schlitzführung jeweils schräg in die Wange
hinein und dann unter Bildung einer Spitzkehre bis nahe des Randes der Wange zurückgeführt
ist. Bei dieser Ausgestaltung dient der in die Wange hineinführende Bereich der
vorderen Schlitz führung jeweils nur zum Einsetzen der Mittelarmlehne. Beim Schwenken
der Mittelarmlehne bewegen sich die oberen Führungsbolzen in den zurückführenden,
hinter den Spitzkehren liegenden Bereichen der vorderen Schlitzführungen. Da diese
nicht aus den Wangen hinaus führen, können die oberen Führungsbolzen weder während
des Klappens, noch im heruntergeklappten Zustand aus den Schlitzführungen gelangen.
Da die Lage der vorderen Führungsbolzen festgelegt ist, kann man auch die hinteren
Schlitzführungen so ausbilden, daß diese beim Vorklappen und in vorgeklappter Position
der Mittelarmlehne nicht aus diesen Schlitzführungen gelangen können.
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Konstruktiv besonders zweckmäßig ist es, wenn der zweite Führungsbolzen
oberhalb des anderen Führungsbolzens in den jeweiligen Seitenflächen der Mittelarmlehne
vorgesehen ist.
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Die erfindungsgemäße Hintersitz-Rückenlehne ist besonders kostengünstig
herstellbar, wenn die beiden Führungsbolzen jeweils durch die Enden eines U-förmigen
Bügels gebildet sind.
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Eine andere günstige Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß
die hintere Schlitzführung nahe ihres offenen Endes eine nach hinten gerichtete
Verbreiterung hat. Gegen diese Verbreiterung vermag sich der untere Führungsbolzen
bei heruntergeklappter Mittelarmlehne anzulegen.
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Dadurch ist die Mittelarmlehne im heruntergeklappten Zustand fest
gegen einen Anschlag gehalten. Sie bewegt sich auch dann nicht weiter nach unten,
wenn man sich fest auf ihr abstützt, was beispielsweise beim Aussteigen der Fall
ist. Bekannte Mittelarmlehnen stützen sich vielfach nur auf der Polsterung des Hintersitzkissens
ab und geben nach, wenn man sich auf ihnen abstützen will.
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Der Einrasthaken kann als einfache federbelastete Klinke ausgebildet
sein, wenn die hintere Schlitzführung an ihrem unteren Ende eine Verbreiterung hat
und der in ihr geführte Führungsbolzen durch den Einrasthaken in einer vorderen
Stellung innerhalb der Verbreiterung gehalten ist.
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Der Einrasthaken muß von einer Feder in Einraststellung vorgespannt
sein und mittels des Entriegelungsarmes in Ausraststellung bewegt werden können.
Diese Funktionen sind mit sehr geringem Aufwand zu erreichen, wenn der Einrasthaken
von der Seite aus gesehen bogenförmig verläuft, wobei an einem Ende des Bogens seine
Schwenkachse und darunter seine Rastnase vorgesehen sind und das
andere
Ende des Bogens zusätzlich zu seinem bogenförmigen Verlauf quer dazu gekrümmt ist,
eine Betätigangsfläche für den Entriegelungsarm bildet und an seinem freien Ende
mit einer den Einrasthaken in Einraststellung vorspannenden Zugfeder verbunden ist.
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Die Betätigung des Entriegelungsarmes und damit auch des Einrasthakens
erfolgt ergonometrisch optimal, wenn der Entriegelungsarm als zweiarmiger, um eine
Achse in der Mittelarmlehne schwenkbarer Hebel ausgebildet ist, welcher mit einer
Entriegelungsnase an einem Hebelende gegen den Einrasthaken und mit seinem anderen
Hebelende an einem durch die Mittelarmlehne nach oben geführten Zugglied befestigt
ist. Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung zieht man zum Vorklappen der Mittelarmlehne
an dem Zugglied und kann ohne dieses Zugglied loszulassen durch weiteren Zug an
dem Zugglied die Mittelarmlehne zugleich nach vorn ziehen und damit in ihre vorgeklappte
Stellung bewegen. Das Entriegeln und Vorklappen erfolgt somit mit einem einzigen
Griff.
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Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß der Entriegelungsarm mit einem Langloch auf einer Schwenkachse gehalten ist.
Durch dieses Langloch wird erreicht, daß der Entriegelungsarm sich beim Verschwenken
nach dem Betätigen des Einrasthakens in die Mittelarmlehne hineinbewegt. Der Entriegelungsarm
behindert deshalb nicht das Einsetzen der Mittelarmlehne in die Hintersitz-Rückenlehne.
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Ergonometrisch ist es sinnvoll, durch Zug an dem Zugglied ein Entriegeln
der Mittelarmlehne zu bewirken.
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Dies kann auf besonders einfache Weise erreicht werden, wenn das Zugglied
durch eine über das Zugglied geschobene Druckfeder, welche einerseits am Zugglied
andererseits gegen einen ortsfesten Anschlag in der Mittelarmlehne gehalten ist,
in einer Verriegelungsstellung vor-
gespannt ist, in der der Entriegelungsarm
die Einraststellung des Einrasthakens zuläßt.
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Vorteilhafterweise wird man die Mittelarmlehne an beiden Seiten verriegeln.
Das kann leicht dadurch erfolgen, daß an beiden Seiten der Mittelarmlehne die zwei
Führungsbolzen, die Schlitzführungen und jeweils ein Einrasthaken an jeder Wange
vorgesehen sind und daß das Zugglied zwei spiegelbildlich zueinander nach beiden
Seiten der Mittelarmlehne hin ausgerichtete Entriegelungsarme hat.
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Der Einbau des Zuggliedes in die Mittelarmlehne ist besonders einfach,
wenn das Zugglied im unteren Bereich biegesteif und im oberen Bereich leicht biegsam
ausgebildet ist. Man kann dann das Zugglied mit seinem oberen Bereich leicht in
einen Schacht im oberen Bereich der Mittelarmlehne einfädeln.
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Besonders einfach kann die Betätigung des Zuggliedes erfolgen, wenn
dieses oberhalb der Mittelarmlehne mit einer Schlaufe endet.
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Klappergeräusche des Zuggliedes in der Mittelarmlehne können auf einfache
Weise vermieden werden, wenn das Zugglied im nicht betätigten Zustand durch die
Druckfeder mit einer Erweiterung auf einem feststehenden Bauteil der Mittelarmlehne
aufsitzt.
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Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Eine davon ist
in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. In ihr zeigen
Fig.
1 eine räumliche Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Hintersitz-Rückenlehne mit
vorgeklappter Mittelarmlehne, Fig. 2 die Hintersitz-Rückenlehne nach Figur 1 mit
herausgenommener Mittelarmlehne, Fig. 3 einen Blick von vorn auf die in zwei Wangen
der Hintersitz-Rückenlehne eingesetzte Mittelarmlehne, Fig. 4 einen parallel zur
Seitenfläche verlaufenden Schnitt durch die Hintersitz-Rückenlehne im Bereich einer
die Mittelarmlehne halternden Wange, Fig. 5 einen parallel zur Vorderfläche verlaufenden
Schnitt durch die Hintersitz-Rückenlehne im Bereich der Mittelarmlehne, Fig. 6 einen
weiteren, parallel zur Seitenfläche verlaufenden Schnitt durch die Hintersitz-Rückenlehne,
Fig. 7 eine Ansicht von der Seite auf einen Einrasthaken der Hintersitz-Rückenlehne,
Fig. 8 eine Vorderansicht des Einrasthakens gemäß Figur 6, Fig. 9 eine Draufsicht
auf den Einrasthaken gemäß Figuren 6 und 7.
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Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Hintersitz-Rückenlehne 1 mit einer
nach vorn geklappten Mittelarmlehne 2, welche im hochgeklappten Zustand eine Öffnung
3 in der Hintersitz-Rückenlehne 1 zu verschließen vermag. Um zum Transport sperriger
Gegenstände die Öffnung 3 möglichst vollständig nutzen zu können, kann die Mittelarmlehne
2 aus der Öffnung 3 herausgenommen werden, was in Figur 2 zu erkennen ist. Gezeigt
ist weiterhin in beiden Figuren 1 und 2 eine oben aus der Mittelarmlehne 2 ragende
Schlaufe 4, an der man zu ziehen hat, wenn man die Mittelarmlehne 2 aus ihrer hochgeklappten
Position in die vorgeklappte Position schwenken oder die Mittelarmlehne 2 vollständig
aus der Öffnung 3 entfernen will.
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Die Figur 3 läßt erkennen, daß beidseitig aus der Mittelarmlehne 2
jeweils zwei übereinander angeordnete Führungsbolzen 5, 6; 7, 8 ragen. Diese Führungsbolzen
5 - 8 greifen in später noch genauer zu beschreibende Schlitze zweier Wangen 9,
10, die an der Hintersitz-Rückenlehne 1 befestigt sind und seitlich über die Mittelarmlehne
greifen.
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Figur 4 zeigt, gegenüber den vorangehenden Figuren stark vergrößert,
eine Wange 10. In diese Wange 10 führen von oben hinein eine hintere Schlitz führung
11 und eine vordere Schlitzführung 12. Der Verlauf dieser Schlitzführungen 11, 12
ist für die vorliegende Erfindung von großer Wichtigkeit. Die vordere Schlitzführung
12 hat zunächst einen vom oberen Rand der Wange 10 schräg in sie hineinführenden
Bereich 13, dann eine Spitzkehre 14 und anschließend einen schräg nach vorn zurückführenden
Bereich 15, der kurz vor dem oberen Rand der Wange 10 endet. Die vordere Schlitzführung
12 hat daher V-förmige Gestalt. Nach vorn hin ist der hineinführende Bereich 13
der vorderen Schlitz führung 12 durch eine Einlaufschräge 16 erweitert.
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Die hintere Schlitzführung 11 verläuft ebenfalls vom oberen Rand der
Wange 10 zunächst schräg nach hinten in die Wange 10 hinein, wird dann aber in einem
stumpfen Winkel schräg nach vorn umgelenkt. Im Bereich dieser Umlenkung hat die
hintere Schlitz führung 11 eine Verbreiterung 17, wodurch eine in etwa waagerecht
verlaufende Anschlagfläche 18 entsteht. Auch an ihrem unteren Ende weist die hintere
Schlitzführung eine Verbreiterung 19 auf. Im Bereich dieser Verbreiterung 19 wirkt
ein von der Seite aus gesehen bogenförmiger Einrasthaken 20, der mittels einer Schwenkachse
21 an der Wange 10 schwenkbar angelenkt ist und eine Rastnase 22 hat, mit der er
in Sperrstellung über den Führungsbolzen 8 zu greifen vermag und diesen dadurch
unten in der hinteren Schlitzführung 11 hält. Die entrastete Stellung des Einrasthakens
20 ist in Figur 4 mit durchgezogenen Linien, die verrastete Position gestrichelt
dargestellt. In der verrasteten Position befindet sich die Mittelarmlehne 2 in hochgeklappter
Stellung und verdeckt die Öffnung 3.
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Der obere Führungsbolzen 7 befindet sich dann im vorderen Bereich
der Spitzkehre 14. Soll die Mittelarmlehne 2 vorgeklappt werden, so ist mittels
eines später noch zu erläuternden Mechanismus der Einrasthaken 20 und natürlich
auch der entsprechende Einrasthaken an der anderen Seite der Mittelarmlehne 2 zu
entrasten. Anschließend kann die Mittelarmlehne 2 nach vorn geklappt werden, wobei
der obere Führungsbolzen 7 im zurückführenden Bereich 15 der vorderen Schlitz führung
12 nach oben und der untere Führungsbolzen 8 in der hinteren Schlitzführung 11 ebenfalls
nach oben bis gegen die Anschlagfläche 18 gelangt. Dadurch wird die Mittelarmlehne
2 in waagerechter Gebrauchsstellung fixiert und kann durch den beschriebenen Verlauf
der Schlitz führungen 11, 12 auch nicht nach oben aus diesen heraus gelangen.
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Will man die Mittelarmlehne 2 der Hintersitz-Rückenlehne entnehmen,
so muß man nach dem Entriegeln des Einrasthakens 20 die Mittelarmlehne 2 zunächst
etwas nach hinten drücken. Dadurch gelangt der obere Führungsbolzen 7 in den hinteren
Bereich 13 der vorderen Schlitzführung.
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Danach ist die Mittelarmlehne 2 nach vorn zu schwenken, wodurch sich
beide Führungsbolzen 7, 8 in den Schlitzführungen 11, 12 nach oben bewegen und zunächst
der Führungsbolzen 7 aus der vorderen Schlitz führung 12 und anschließend der hintere
Führungsbolzen 8 aus der hinteren Schlitz führung 11 gelangen und damit die Mittelarmlehne
2 freikommt.
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Beim Einsetzen der Mittelarmlehne 2 ist umgekehrt zunächst der hintere
Führungsbolzen 8 bei waagerechter Position der Mittelarmlehne 2 -in die hintere
Schlitzführung 11 und dann nach einem Aufwärtsschwenken der Mittelarmlehne 2 der
vordere Führungsbolzen 7 in die vordere Schlitzführung 12 einzuführen. Dann ist
die Mittelarmlehne 2 so weit herunterzudrücken, bis der Führungsbolzen 7 im Bereich
13 auf Anschlag gelangt.
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Anschließend ist die Mittelarmlehne 2 ein wenig nach vorne umzulegen,
damit der Führungsbolzen 7 in den zurückführenden Bereich 15 gelangt. Als nächstes
wird die Mittelarmlehne 2 in die Öffnung 3 zurückgedrückt, bis daß der Einrasthaken
20 über den Führungsbolzen 8 schnappt und damit die Mittelarmlehne verrastet ist.
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Die Figur 5 veranschaulicht den Aufbau und die Funktion desjenigen
Mechanismus, mit dem die beiden Einrasthaken 20 manuell um die jeweilige Schwenkachse
21 verschwenkt werden können. Diese Figur 5 zeigt einen Teilbereich der Hintersitz-Rückenlehne
1 und einen Teilbereich der Mittelarmlehne 2. Ebenfalls dargestellt ist die an der
Hintersitz-Rückenlehne 1 befestigte Wange 9, in welche die Führungsbolzen 5 und
6 greifen. Gestrichelt dargestellt ist, daß die Führungsbolzen 5, 6 als Bügel 34
ausgebildet
sind, was natürlich auch für die beiden anderen, in dieser Figur nicht gezeigten
Führungsbolzen gilt. Der Einrasthaken 20 greift über den Führungsbolzen 6 und wird
in dieser Einraststellung durch eine Zugfeder 23 gehalten, die einerseits in den
Einrasthaken 20, andererseits in einem feststehenden Teil der Hintersitz-Rückenlehne
2 eingehangen ist.
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Mittig in der Mittelarmlehne 2 führt von oben her ein Zugglied 24
hinein, welches in Höhe des unteren Führungsbolzens 6 endet und an dem dort zwei
Entriegelungsarme 25, 26 schwenkbar angelenkt sind. Wie am Entriegelungsarm 26 zu
erkennen ist, greifen die Verriegelungsarme jeweils mit einem nach oben bogenförmig
gekrümmten Langloch 27 über einen Bolzen 28, der fest in der Mittelarmlehne 2 befestigt
ist. Dieser Bolzen 28 bildet für den Entriegelungsarm 26 eine Schwenkachse. Zieht
man an dem Zugglied 24 nach oben, so schwenkt der rechte Entriegelungsarm 26 im
Uhrzeigersinn und der linke Entriegelungsarm 25 entgegengesetzt. Durch diese Schwenkbewegung
streift der rechte Entriegelungsarm 26 mit einer Nase 29 über den Einrasthaken 20
und bewegt ihn dadurch in seine entrastete Stellung. Anschließend gleitet der Entriegelungsarm
26 mit seinem Langloch 27 über den Bolzen 28 und bewegt sich dadurch in die Mittelarmlehne
2 hinein.
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Diese eingezogene Stellung ist in Figur 5 strichpunktiert dargestellt.
Der Entriegelungsarm 25 führt natürlich eine entsprechende Bewegung aus und entrastet
den anderen Einrasthaken.
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Das Zugglied 24 ist im unteren Bereich biegesteif ausgebildet und
wird von einer Druckfeder 30 in eine untere Stellung vorgespannt, in der die Entriegelungsarme
25, 26 die Einrasthaken 20 in verrasteter Stellung belassen.
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Diese Druckfeder 30 stützt sich einerseits auf einem Absatz 31 des
Zuggliedes 24, andererseits gegen einen Vorsprung 32 innerhalb der Mittelarmlehne
2 ab. Im obe-
ren Bereich ist das Zugglied 24 elastisch. Es kann
deshalb nach dem Einbau seines unteren Bereiches durch ein Führungsstück 33 am oberen
Ende der Mittelarmlehne 2 eingefädelt werden, so daß es mit der bereits zu anfangs
erwähnten Schlaufe 4 aus der Mittelarmlehne 2 zu ragen vermag. Um Klappergeräusche
zu vermeiden, sitzt das Zugglied 24 mit einer Erweiterung 38 auf einem feststehenden
Bauteil 39 der Mittelarmlehne 2 auf und wird von der Druckfeder 30 in dieser Position
gehalten.
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Zum weiteren Verständnis der Erfindung sei nunmehr die Aufmerksamkeit
auf die Figur 6 gelenkt. Diese zeigt die Hintersitz-Rückenlehne 1 von der Seite.
Die Mittelarmlehne 2 ist in beiden Endstellungen eingezeichnet. Ebenfalls wurde
für beide Endstellungen die Lage der Führungsbolzen 5, 6 in den Schlitzführungen
11, 12 dargestellt. Um die Mittelarmlehne 2 aus der hochgeklappten Position in die
vorgeklappte Lage bringen zu können, muß man an der Schlaufe 4 ziehen, so daß das
Zugglied 24 mittels der zuvor beschriebenen, in Figur 5 gezeigten Entriegelungsarme
24, 25 den Einrasthaken 20 aus seiner durchgezogen dargestellten Verriegelungsposition
in die gestrichelt dargestellte Entriegelungsposition bewegen kann. Danach ist das
bereits anhand der Figur 4 beschriebene Verschwenken der Mittelarmlehne 2 möglich.
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Die genaue Ausbildung der Einrasthaken 20 sei nunmehr anhand der Figuren
7, 8 und 9 beschrieben. Wie Figur 7 zeigt, ist der Einrasthaken 20 von der Seite
aus gesehen bogenförmig. Eine Bohrung 35 dient zur Durchführung der bereits erwähnten
Schwenkachse 21 und damit zur Anlenkung des Einrasthakens 20 an der jeweiligen Wange
9, 10.
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In der Innenseite des Bogens ist die Rastnase 22 des Einrasthakens
20 vorgesehen. In der in Figur 9 gezeigten Draufsicht auf den Einrasthaken 20 ist
zu erkennen, daß dieser dort T-förmig erscheint, was durch einen quer zu dem Bereich
mit der Bohrung 35 und der Rastnase 22 ver-
laufenden Federangriffsarm
36 bedingt ist. Dieser Federangriffsarm 36 verläuft von vorn gesehen, was Figur
8 zeigt, schräg nach oben und hat nahe seines Endes ein Loch 37, in welches die
in Figur 5 gezeigte Zugfeder 23 einzuhängen ist. Die ebenfalls in Figur 5 dargestellte
Nase 29 des Entriegelungsarmes 26 streicht zum Entriegeln des Einrasthakens 20 in
Figur 8 gesehen von oben über diesen Federangriffsarm 36.
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