DE3504465C1 - Vorrichtung zum Aufladen eines Verbrennungsmotors - Google Patents
Vorrichtung zum Aufladen eines VerbrennungsmotorsInfo
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Description
und durch die Außenseite 20 des Teils 17 des Verdichtergehäuses begrenzt. Im Fall des in F i g. 4 dargestellten
Ausführungsbeispieles ist ein anderer Aufbau des Verdichtergehäuses gegeben.
Generell, daß heißt unabhängig vom jeweiligen Aufbau des Verdichtergehäuses 6 zweigen vom Druckluftsammeiraum
15 mehrere Düsenkanäle 21 ab, durch die Druckluft in das Verdichtergehäuse 6 gezielt auf das
Verdichterrad 7 gerichtet einspeisbar ist.
Erfindungsgemäß ist am Verdichterrad 7 außer der aus den Verdichterschaufeln 22 bestehenden Normalbeschaufelung
eine Zusatzbeschaufelung mit gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten Hilfsantriebsschaufeln
23 vorgesehen; außerdem sind die Achsen der Düsenkanäle 21 unter einem die Druckluftstrahlwirkung
optimierenden Winkel auf die Hilfsantriebsschaufeln 23 der Zusatzbeschaufelung gerichtet.
Die Hilfsantriebsschaufeln 23 der Zusatzbeschaufelung können am Verdichterrad entweder auf der die
Normalbeschaufelung aufweisenden Vorderseite des Verdichterrades — wie in F i g. 2 und 3 gezeigt-angeordnet
sein. Dabei können je eine Hilfsantriebsschaufel 23, wie beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2 mittig
zwischen zwei Verdichterschaufeln 22 der Normalbeschaufelung angeordnet sein. Wie beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 gezeigt, können alternativ hierzu
jedoch auch zwei oder mehrere Hilfsantriebsschaufeln 23 gleichmäßig verteilt im Winkelbereich zwischen jeweils
zweibenachbarten Verdichterschaufeln 22 der Normalbeschaufelung angeordnet sein. Im Fall des Ausführungsbeispieles
gemäß F i g. 4 mit der auf der Rückseite 24 des Verdichterrades 7 angeordneten Zusatzbeschaufelung
kann die Anzahl von deren Hilfsantriebsschaufeln 23 der Anzahl der auf der Vorderseite des
Verdichterrades 7 angeordneten Verdichterschaufeln 22 entsprechen. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig,
d. h. die Anzahl der an der Rückseite 24 des Verdichterrades 7 angeordneten Hilfsantriebsschaufeln 23 kann
auch ungleich, d. h. sowohl größer als auch kleiner als die Anzahl der an der Vorderseite des Verdichterrades 7
angeordneten Verdichterschaufeln 22 sein.
Die Hilfsantriebsschaufeln 23 sind im Falle ihrer Anordnung an der Vorderseite des Verdichterrades, also
zwischen den dort angeordneten Verdichterschaufeln 22 am äußersten Rand des Verdichterrades 7, so wie in
den F i g. 2 und 3 gezeigt, angeordnet. Im Fall des Ausführungsbeispieles gemäß F i g. 4 mit den an der Rückseite
24 des Verdichterrades 7 angeordneten Hilfsantriebsschaufeln 23 können diese ebenfalls, wie in F i g. 4
gezeigt, am äußersten Rand des Verdichterrades 7 oder auch etwas radial einwärts zur Laufradachse hingerückt
angeordnet sein. Generell sind die Hilfsantriebsschaufeln 23 wesentlich kürzer als die Verdichterschaufeln 22.
Die Hilfsantriebsschaufeln 23 können, wie beispielsweise im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2 gezeigt eben
sein und sich in radialer Richtung erstrecken. Die Hilfsantriebsschaufeln 23 können alternativ hierzu jedoch
auch, wie beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3, gekrümmt und insbesondere nach Art von sogenannten
rückwärtsgekrümmten Schaufeln ausgebildet sein.
Was die Anzahl der Düsenkanäle 21 anbelangt so ist hierzu zu bemerken, daß in jedem Fall mehr als zwei
Düsenkanäle 21 zweckmäßig sind; es hat sich in der Praxis eine ungerade Anzahl von beispielsweise 5, 7
Verdichterrades 7 parallelen Ebene und in dieser Ebene so schräg auf die Hilfsantriebsschaufeln 23 gerichtet,
daß der aus dem jeweiligen Düsenkanal 21 austretende Druckluftstrahl unter einem zur Verdichterradebene
spitzen Winkel oc von etwa 15—25° (siehe F i g. 7, 11)
auf die vorbetriebswirksame Fläche einer Hilfsantriebsantriebsschaufel
23 auftrifft. Alternativ hierzu kann die Achse jedes Düsenkanals 21 jedoch auch in einer zur
Achse des Laufrades 7 nicht parallelen und so geeigneten Ebene liegen, daß die aus ihnen austretenden Druckluftstrahlen
so schräg auf die vortriebswirksame Arbeitsfläche einer Hilfsantriebsschaufel 23 auftreffen, daß
die Druckluft bevorzugt zum Verdichterradumfang hin abströmen kann.
Bei den Ausführungsbeispielen der F i g. 4 und 5 bis 7 sowie 12 sind die Düsenkanäle 21 durch schräge Bohrungen
realisiert. Beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 4, bei dem die Hilfsantriebsschaufeln 23 der Zusatzbeschaufelung
an der Rückseite 24 des Verdichterrades 7 angeordnet sind, sind die durch Schrägbohrungen
gebildeten Düsenkanäle in einem separaten Wandteil 25 des Verdichtergehäuses 6 ausgebildet. Dieses
Wandteil 25 besitzt an seiner Außenseite 26, die den Druckluftsammeiraum 15 begrenzt, im Bereich jedes
Düsenkanales 21 eine Erhebung 27 mit einer im wesentlichen senkrecht zur Achse des jeweiligen Düsenkanales
21 stehenden ebenen Fläche 28. Hierdurch ist ein sicheres Ansetzen eines Bohrwerkzeuges und eine exakte
Ausführung der einen Düsenkanal 21 bildenden Durchgangsbohrung gewährleistet. Die während des Betriebes
im Druckluftsammeiraum 15 anstehende Druckluft gelangt dabei durch die Düsenkanäle 21 in einen Raum
29, in dem sich die Hilfsantriebsschaufeln 23 der Zusatzbeschaufelung
befinden; dieser ringförmige Raum 29 ist radial einwärts durch eine Labyrinthdichtung 30 abgedichtet.
Die Druckluft kann aus dem ringförmigen Raum 29 über einen Ringspalt 31 zwischen dem Verdichterradumfang
und einer Begrenzungsfläche am Wandteil 25 in den Innenraum des Verdichtergehäuses abströmen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 5 bis 7 sind die die Düsenkanäle 21 bildenden Bohrungen im
Teil 17 des Verdichtergehäuses 6 ausgebildet und durchdringen dabei das flanschartige innere Ende 32 desselben.
Das Teil 16 ist ein Gußteil, an dem im Drucklufteintrittsbereich vor jedem Düsenkanal 21 ein Auge 33 mit
einer senkrecht zur Achse des Düsenkanales 21 stehenden ebenen Fläche 34 unmittelbar an das Ende 32 angeformt
ist. Die ebene Fläche 34 ermöglicht auch hier ein sicheres Ansetzen eines Bohrwerkzeuges und eine exakte
Ausführung der die Düsenkanäle 21 bildenden Bohrungen. Gleiche Verhältnisse sind auch beim Ausführungsbeispiel
gemäß F i g. 12 am Teil 17 des Verdichtergehäuses gegeben. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel
gemäß den F i g. 5 bis 7 ist beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 12 am Teil 16 des Verdichtergehäuses
im Anschluß an die Druckluftzuleitung intern ein Kanal 35 ausgebildet, der so gekrümmt ist, daß die in
den ringförmigen Druckluftsammeiraum 15 einströmende Luft in tangentialer Richtung um das Teil 17
eingeleitet und hierdurch die bereits im Druckluftsammeiraum 15 befindliche Luft in Rotation versetzt wird.
Der im Druckluftsammeiraum 15 befindlichen Druckluft wird also eine Richtungskomponente in Richtung
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oder 9 gleichmäßig auf einem Teilkreis verteilt angeord- 65 der Eintrittsöffnungen der Düsenkanäle 21 aufgeprägt,
neten Düsenkanälen 21 als sehr vorteilhaft erwiesen. Die Bewegung und der Richtungsverlauf der Druckluft
Wie in allen Ausführungsbeispielen gezeigt liegt die sind in F ig. 12 durch Pfeile 36 angegeben.
Achse jedes Düsenkanales 21 in einer zur Achse des Beim in den F i g. 8 bis 11 dargestellten Ausführungs-
Achse jedes Düsenkanales 21 in einer zur Achse des Beim in den F i g. 8 bis 11 dargestellten Ausführungs-
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beispiel sind die Düsenkanäle nicht durch Bohrungen, sondern durch Quernuten realisiert, die in das flanschartige
innere Ende 37 des hier etwas anders gestalteten Teiles 17 des Verdichtergehäuses 6 eingearbeitet sind.
Das innere Ende 37 des Teiles 17 besitzt eine kreiszylindrische Außenfläche 38, mit der es in Einbaulage in einer
entsprechend angepaßten zylindrischen Durchgangsbohrung 39 des Teiles 16 des Verdichtergehäuses 6 zentriert
ist. Die Wand der Bohrung 39 deckt in Einbaulage dann auch die die Düsenkanäle 21 bildenden Nuten ab. to
Diese in den F i g. 8 bis 11 mit 40 angezogenen Nuten
sind dabei so in das flanschartige innere Ende 37 des Teiles 17 des Verdichtergehäuses 6 eingearbeitet,, daß
sie sich in Druckluftdurchflußrichtung keilförmig verengen, so daß eine Düsenwirkung erzielbar ist. .
In die Druckluftzuleitung 14 ist ein an eine Steuereinrichtung
42 angeschlossenes Absperrventil 41 eingeschaltet durch das gesteuert durch die Steuereinrichtung
die Druckluftzuleitung absperrbar oder freigebbar ist.
Nachstehend ist die Funktion der erfindungsgemäßen Lösung kurz beschrieben. In Betriebszuständen, in denen
vom Verbrennungsmotor kein oder zu wenig Abgas an die Abgasturbine 5 des Abgasturboladers 1 geliefert
wird, also beim Start, wenn der Abgasturbolader in Betrieb gesetzt werden soll, oder wenn die Brennkraftmaschine
rasch beschleunigt werden und hierzu der Abgasturbolader auf eine höhere als bisher gegebene Drehzahl
gebracht werden soll, wird an die Steuereinrichtung 42 über eine Steuerleitung 43 ein Befehl für das Öffnen
des Absperrventil 4t gegeben, so daß dann Druckluft aus dem Druckluftbehälter 13 in den Druckluftsammelraum
15 im Turbinengehäuse 6 und von dort über die Düsenkanäle 21 ins Innere des Verdichtergehäuses gezielt
auf den Bereich der Zusatzbeschaufelung gerichtet einspeisbar ist. Die aus den Düsenkanälen 21 austretenden
Druckluftstrahlen bewirken eine äußerst rasche Beschleunigung des Abgasturboladers, so daß sehr schnell
der gewünschte Ladeluftversorgungszustand für die angeschlossene Brennkraftmaschine erreichbar ist. Außerdem
wird durch die in das Innere des Verdichtergehäuses eingespeiste Druckluft der das Verdichtergehäuse
durchströmende Luftmassenstrom erhöht. Durch das Vorsehen der Zusatzbeschaufelung sind die Abstände
der Flächen, an denen die Druckluftstrahlen wirksam werden können erheblich verkleinert, so daß deren
Energieinhalt nahezu vollständig in Bewegungsenergie für das Verdichterrad umgesetzt werden kann. Nach
Erreichen des gewünschten Ladeluftliefergrades wird über die Steuerleitung 43 an die Steuereinrichtung 42
wieder ein Befehl zum Schließen des Absperrventil 41 und damit zum Abschalten der Druckluftversorgung des
Abgasturboladers 1 gegeben.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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- Leerseite -
Claims (20)
1. Vorrichtung zum Aufladen eines Verbrennungsmotors mit einem Abgasturbolader, der auf einer
gemeinsamen Welle ein Turbinenrad als Teil einer Abgasturbine und ein in einem Verdichtergehäuse
laufendes Verdichterrad als Teil eines Ladeluftverdichters aufweist, und dem Mittel zur Einspeisung
von Fremdenergie bei Abgasmangel für Start und Beschleunigung zugeordnet sind, bestehend aus einer
Druckluftquelle, einer absperr- und freigebbaren Druckluftzuleitung von letzterer zu einem im Verdichtergehäuse
ausgebildeten Druckluftsammelraum, von dem mehrere Düsenkanäle abzweigen,
durch die Druckluft in das Innere des Verdichtergehäuses gezielt auf das Verdichterrad gerichtet einspeisbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Verdichterrad (7) außer der Normalbeschaufelung
(22) eine Zusatzbeschaufelung mit gleichmäßig am Umfang verteilt angeordneten Hilfsantriebsschaufeln
(23) vorgesehen ist, und daß die Achsen der Düsenkanäle (21) unter einem die Druckluftstrahlwirkung
optimierenden Winkel auf den Bereich der Zusatzbeschaufelung gerichtet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebsschaufeln (23) der Zusatzbeschaufelung
am Verdichterrad (7) auf der auch die Verdichterschaufeln (22) der Normalbeschaufelung
aufweisenden Vorderseite angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Hilfsantriebsschaufel (23) der
Zusatzbeschaufelung mittig zwischen zwei Verdichterschaufeln (22) der Normalbeschaufelung des Verdichterrades
(7) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Hilfsantriebsschaufeln
(23) der Zusatzbeschaufelung gleichmäßig verteilt im Winkelbereich zwischen jeweils zwei benachbarten
Verdichterschaufeln (22) der Normalbeschaufelung des Verdichterrades (7) angeordnet
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebsschaufeln (23) der Zusatzbeschaufelung
an der Rückseite (24) des Verdichterrades (7), die Verdichterschaufeln (22) der Normalbeschaufelung dagegen an der Vorderseite
des Verdichterrades (7) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der auf der Rückseite (24)
des Verdichterrades (7) angeordneten Hilfsantriebsschaufeln (23) der Zusatzbeschaufelung der Anzahl
der auf der Vorderseite des Verdichterrades (7) angeordneten Verdichterschaufeln (22) der Normalbeschaufelung
entspricht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der auf der Rückseite (24)
des Verdichterrades (7) angeordneten Hilfsantriebsschaufeln (23) ungleich der Anzahl der Verdichterschaufeln
(22) der Normalbeschaufelung des Verdichterrades (7) ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der auf der Rückseite
(24) des Verdichterrades (7) angeordneten Hilfsantriebsschaufeln (23) größer als die Anzahl der
Verdichterschaufeln (22) der an der Vorderseite des Verdichterrades (7) angeordneten Normalbeschaufelung
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der auf der Rückseite (24)
des Verdichterrades angeordneten Hilfsantriebsschaufeln kleiner als die Anzahl der Verdichter-Schaufeln
(22) der auf der Vorderseite des Verdichterrades(7) angeordneten Normalbeschaulelung ist.
10. Vorrichtung nach den Anprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebsschaufeln
(23) der Zusatzbeschaufelung wesentlich kürzer sind als die Verdichterschaufeln (22) der Normalbeschaufelung
des Verdichterrades (7).
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8 und
10, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsanlriebsschaufeln
(23) am äußeren Rand des Verdichterrades (7) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die HilFsantriebsschaufeln (23) vom Umfangsrand etwas radial einwärts
gerückt am Verdichterrad (7) angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebsschaufeln
(23) der Zusatzbeschaufelung eben sind und sich in radialer Richtung erstrecken.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebsschaufeln
(23) der Zusatzbeschaufelung gekrümmt ausgebildet sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebsschaufeln (23) der
Zusatzbeschaufelung nach Art von sogenannten rückwärtsgekrümmten Schaufel ausgebildet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei Düsenkanäle (21),
insbesondere in einer ungeraden Anzahl von beispielsweise 5, 7 oder 9 Stück gleichmäßig am Umfang
des Verdichterrades (7) verteilt angeordnet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse jedes Düsenkanales
(21) in einer parallel zur Achse des Verdichterrades (7) verlaufenden Ebene liegt und in dieser Ebene so
schräg auf die Hilfsantriebsschaufeln (23) der Zusatzbeschaufelung gerichtet sind, daß die Druckluftstrahlen
etwa unter einem zur Verdichterradebene spitzen Winkel χ von etwa 15—25° auf die vorbetriebswirksame
Arbeitsfläche einer Hilfsantriebsschaufel (23) auftreffen.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Achse eines Düsenkanales (21) in einer zur Achse des Verdichterrades (7) nicht parallelen Ebene liegt,
die so geneigt ist, daß die Druckluftstrahlen von schräg unter her an die Hilfsantriebsschaufeln (23)
auftreffen und die auftreffende Druckluft bevorzugt zum Verdichterradumfang hin abströmen kann.
19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenkanäle (21) durch Bohrungen realisiert sind, die eine Wand (32)
des Verdichtergehäuses im Bereich vor der Zusatzbeschaufelung durchdringen, und daß an der Wand
(32) im drucklufteintrittsseitigen Bereich jeder Bohrung eine Erhebung (33) mit einer im wesentlichen
senkrecht zur Längsachse der Bohrung verlaufenden, ein sicheres Ansetzen eines Bohrwerkzeuges
sowie eine exakte Ausführung der Bohrung gewährleistenden Fläche (34) vorhanden ist.
20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenkanäle (21)
durch schräge Nuten (40) realisiert sind, die an der Trennstelle eines zweiteiligen Verdichtergehäuses
(6) vor der Zusatzbeschaufelung gegeben sind.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufladen
eines Verbrennungsmotors mit Merkmalen, wie im Oberbegriff des Anspruches 1 angegeben.
Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-PS 15 03 581 bekannt. Um einen von den Motorabgasen, insbesondere
bei Abgasmangel unabhängigen Antrieb des Abgasturboladers beim Start und für eine rasche Beschleunigung
desselben zu erhalten und um ein günstiges Be- ts schleunigungsverhalten des Verbrennungsmotors zu
bekommen, wird dabei von außerhalb bereitgestellte Druckluft in das Verdichtergehäuse des Abgasturbolader
über mehrere Düsenkanäle eingeblasen. Die Düsenkanäle zweigen dabei von einem innerhalb des Verdichtergehäuses
ausgebildeten Druckluftsammeiraum ab und sind dabei so schräg im Bezug auf die Beschaufelung
des Verdichterrades angeordnet, daß die Druekluftstrahlen schräg in Drehrichtung des Verdichterrades
auf die äußeren Endbereiche von dessen Schaufeln gerichtet sind. Die Druckluftstrahlen erzeugen ein die
Drehzahl des Verdichterrades erhöhendes Drehmoment. Aufgrund der gegebenen Fächerung des Verdichterrades
ist aber der Abstand der Laufschaufeln untereinander am äußeren Rand des Verdichterrades
zwangsläufig relativ groß, so daß ein Teil der Energie der Druckluftstrahlen praktisch wirkungslos verpufft.
Dem Wirkungsgrad der bekannten Drucklufteinspeisevorrichtung waren mithin durch die Geometrie des Verdichterrades
Grenzen gesetzt.
Es ist demgegenüber daher Aufgabe der Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen und die Vorrichtung der eingangs
genannten Art dahin gehend auszubilden, daß die Wirkung der in das Verdichtergehäuse eingespeisten
und auf das Verdichterrad gerichteten Druckluftstrahlen erheblich verbesserbar ist.
Diese Aufgabe ist bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am
Verdichterrad außer der Normalbeschaufelung eine Zusatzbeschaufelung mit gleichmäßig am Umfang verteilt
angeordneten Hilfsantriebsschaufeln vorgesehen ist, und daß die Achsen der Düsenkanäle unter einem die
Druckluftstrahlwirkung optimierenden Winkel auf die Zusatzbeschaufelung gerichtet sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Lösung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird im Vergleich zur bekannten Vorrichtung erreicht, daß die
in das Verdichtergehäuse eingeleitete Druckluft am Verdichterrad wesentlich effektiver wirksam werden
kann, so daß letztendlich ein rascheres Beschleunigen des Verdichterrades und damit eine wesentlich raschere
Bereitstellung einer höheren Ladeluftmenge mit höherem Ladeluftdruck am Verbrennungsmotor und somit
letztendlich eine äußerst rasche Beschleunigung des letzteren erzielbar ist.
Nachstehend ist die erfindungsgemäße Lösung an Hand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Beispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 schematisiert einen Querschnitt durch einen Abgasturbolader und Teile der Druckluftversorgung,
F i g. 2 eine teilweise Vorderansicht des Verdichterrades eines Abgasturboladers mit einer Ausführungsform
einer Zusatzbeschaufelung,
F i g. 3 eine Vorderansicht des Verdichterrades eines Abgasturboladers mit einer anderen Ausführungsform
einer Zusatzbeschaufelung,
F i g. 4 einen teilweisen Querschnitt durch den Verdichter eines Abgasturboladers mit einem Verdichterrad
mit einer weiteren Ausführungsform einer Zusatzbeschaufelung,
F i g. 5 einen vergrößerten Teilausschnitt des in F i g. 1 dargestellten Abgasturboladers,
F i g. 6 in Seitenansicht die zuströmseitige Innenwand des in F i g. 5 dargestellten Verdichtergehäuses,
F i g. 7 im Schnitt eine vergrößerte Darstellung eines
der in der zulaufseitigen Verdichterinnenwand gemäß F i g. 5 und 6 vorhandenen Düsenkanäle,
F i g. 8 teilweise im Schnitt dargestellt einen Verdichter
mit einem gegenüber jenem in F i g. 5 dargestellten etwas abgewandelten Verdichtergehäuse,
F i g. 9 eine Seitenansicht der zulaufseitigen Verdichterinnenwand
des in F i g. 8 dargestellten Verdichters,
F i g. 10 einen Teil eines Schnittes durch die Darstellung
von F i g. 9 entlang der Schnittlinie X-X,
F i g. 11 ein Teil eines Schnittes durch den Verdichter von F i g. 8 entlang der dortigen Schnittlinie XI-XI,
F i g. 12 teilweise im Schnitt ein weiteres Verdichtergehäuse.
In den Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
In F i g. 1 ist schematisch in Gesamtanordnung eine Vorrichtung zum Aufladen eines nicht dargestellten
Verbrennungsmotors gezeigt. Diese Aufladevorrichtung besteht aus einem Abgasturbolader 1, der auf einer
gemeinsamen Welle 2 ein in einem Turbinengehäuse 3 laufendes Turbinenrad 4 als Teile einer Abgasturbine 5
und ein in einem Verdichtergehäuse 6 laufendes Verdichterrad 7 als Teil eines Ladeluftverdichters 8 aufweist.
Dem Ladeluftverdichter 8 ist frontseitig ein Luftfilter 9 mit Schalldämpfer vorgeschaltet. An den Ausgang
des Verdichtergehäuses 6 ist eine mit den Einlaßkanälen der Brennkraftmaschine in Verbindung stehende
Ladeluftsammelleitung angeschlossen, während am Einlaufstutzen 10 der Abgasturbine 5 eine Abgassammelleitung
angeschlossen ist, in die die Abgaskanäle der Brennkraftmaschine einmünden. Mit 11 ist der Auslaß
der Abgasturbine 5 bezeichnet. Dem Abgasturbolader 1 sind Mittel zur Einspeisung von Fremdenergie bei Abgasmangel
für Start und Beschleunigung zugeordnet. Im Einzelnen ist hierbei eine Druckluftquelle vorgesehen,
bestehend beispielsweise aus einem von einem Kompressor 12 ladbaren Druckluftbehälter 13. Letzterer liefert
Druckluft über eine Druckluftzuleitung 14 in einen im Verdichtergehäuse 6 ausgebildeten Druckluftsammeiraum
15. Dieser Druckluftsammeiraum 15 ist durch eine hier zweiteilige Ausbildung des Verdichtergehäuses
6 realisiert, wobei das auslaßseitige Teil 16 die Verdichterspirale sowie den nicht dargestellten Anschluß
für die Ladeluftsammelleitung umfaßt, während der koaxial hierzu angeordnete Teil 17 den Einlauftrichter des
Verdichtergehäuses 6 bildet. Beide Teile 16 und 17 des Verdichtergehäuses 6 sind koaxial zueinander angeordnet
und in dieser Lage durch konstruktive Formschlußmaßnahmen gesichert und im Bereich von Anlageflächen
18 miteinander verschraubt. Details dieser Zweiteilung des Verdichtergehäuses 6 sind aus den F i g. 5 bis
7 für das eine Ausführungsbeispiel und in den F i g. 8 bis 11 für das andere Ausführungsbeispiel ersichtlich. Bei
diesen Ausführungsbeispielen ist also der Druckluftsammeiraum 15 durch die Außenseite 19 des Teils 16
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Owner name: MAN B & W DIESEL AG, 8900 AUGSBURG, DE |
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