DE3501249A1 - Fluessigkraftstoff - einspritzpumpvorrichtung - Google Patents
Fluessigkraftstoff - einspritzpumpvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Flüssigkraftstoff-Einspritzpumpvorrichtung
zur Lieferung von Kraftstoff an einen Innenverbrennungsmotor, welche eine mit einem
sich hin und her bewegenden Kolben arbeitende Hochdruck-Kraftstoff
einspritzpumpe aufweist mit einem Auslaß, der während des Betriebs mit einer Einspritzdüse eines zugehörigen
Motors verbunden ist, eine Niederdruck-Förderpumpe zur Lieferung von Kraftstoff unter Druck an die Hochdruckpumpe
wähx-end deren Füllperioden, Leitungen, welche die Förderpumpe
mit einem Einlaß der Hochdruckpumpe verbinden, ein elektrisch gesteuertes Überströmventil, welches Kraftstoff
unter hohem Druck von der Hochdruckpumpe während der Einwärtsbewegung des Kolbens ableiten kann, wodurch die
durch diesen Auslaß geförderte Kraftstoffmenge gesteuert wird, Betätigungsmittel zur Verhinderung von Kraftstofffluß
durch das Überströmventil im Falle elektrischen Versagens und ein Ventil, das mit diesen Leitungen verbunden ist und
im Falle elektrischen Versagens eine veränderliche Beschränkung des Kraftstoffflußes durch diese Leitungen zu der
Hochdruckpumpe bewirkt, so daß die Vorrichtung weiterhin Kraftstoff zu einem zugehörigen Motor fördern kann.
Bei einer solchen Vorrichtung dient beim normalen Betrieb das Überströmventil dazu, die Kraftstoffmenge und den
Zeitpunkt ihrer Förderung zu steuern. Im Notfallbetrieb jedoch wird bei geschlossenem Überströmventil die Kraftstofflieferung
solange fortgesetzt, sobald sie begonnen hat, wie der Kolben der Hochdruckpumpe sich in der Pump- oder
Einwärtsrichtung bewegt. Dies bedeutet, daß die Lieferung einer vorbestimmten Kraftstoffmenge beim Einwärtshub des
Kolbens später beginnt, und dies kann zu einem unerwünschten Ausmaß von Qualm im Auspuff des Motors führen.
Ziel dieser Erfindung ist eine Vorrichtung der beschriebenen Art, die einfacher und zweckmäßiger ist als die bekannten
Vorrichtungen.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß erreicht durch eine
Vorrichtung der beschriebenen Art, die eine Überströmableitung von der Pumpkammer der Hochdruckpumpe aufweist, welche
bei einer bestimmten Stellung während der Einwärtsbewegung des Kolbens unbedeckt ist, um die Kraftstofförderung durch
die Vorrichtung zu beenden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist diese Überströmableitung so angeordnet, daß sie während des
Normalbetriebs der Vorrichtung zum Starten des zugehörigen Motors geschlossen ist.
Ein Beispiel einer Kraftstoffeinspritzpumpvorrichtung gemäß der Erfindung wird nachfolgend unter Hinweis auf die
Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 eine zeichnerische Darstellung der Vorrichtung,
Figuren 2
und 3 unterschiedliche Einstellungen eines Teils der Vorrichtung von Figur 1 und
Figur 4 eine Abwandlung eines Teils der Vorrichtung von Figur 1.
Wie die Zeichnungen zeigen, enthalt die Vorrichtung eine
Hochdruck-Kraftstoffeinspritzpumpe 10, welche einen Kolben
11 enthält, der sich in einer Bohrung 12 hin und her bewegt, die eine Austrittsleitung 13 aufweist,
welche durch ein unter Federdruck stehendes Auslaßventil 14 mit einem Kraftstoffverteiler 15 verbunden ist, der ein
rotierendes Verteilerelement 16 besitzt. Das Verteilerelement
verteilt den gelieferten Kraftstoff während aufeinanderfolgender Einwärtsbewegungen des Pumpenkolbens nacheinander
an eine Anzahl von Auslässen 17, die mit Kraftstoffeinspritzdüsen des zugehörigen Motors verbunden sind.
Der Kolben 11 ist verbunden mit einem Anzapfmechanismus 18 und wird aufwärts getrieben mittels einer Nocke 19, die auf
eine Antriebswelle 20 montiert ist, und abwärts getrieben durch einen Hebel und einen weiteren Anzapfmechanismus
(nicht dargestellt), der ebenfalls durch die Nocke betätigt wird. Die Nocke ist vorzugsweise eine mit konstanter Rate.
Die Antriebswelle trägt auch ein Kegelrad 21, das in ein weiteres Kegelrad 22 eingreift, welches mit dem Verteilerelement
16 gekoppelt ist. Die Antriebswelle wird im Takt mit dem zugehörigen Motor angetrieben. Die Welle, von der das
Verteilerelement 16 einen Teil bildet, trägt den Rotor 23 einer Niederdruck- Speisepumpe, die einen Einlaß 24 und
einen Auslaß 25 aufweist. Der Einlaß ist während des Betriebes mit einer Kraftstoffquelle verbunden, und der
Auslaß ist mit einem Kraftstoffreservoir 26 verbunden. Das Kraftstoffreservoir umfaßt einen Kolben 27, der gleitbar in
einem Zylinder 28 montiert ist und mittels einer Spiraldruckfeder 29 gegen das eine Ende des Zylinders gedrängt
wird. In die Wand des Zylinders ist eine Öffnung 30 eingeschnitten, die durch den Kolben nicht bedeckt wird,
wenn der letztere sich um eine vorgegebene Strecke entgegen der Wirkung der Feder 29 bewegt hat. Die Öffnung 30 steht in
Verbindung mit dem Einlaß 24 der Niederdruckpumpe, und der Kolben steuert den Ausgangsdruck der Pumpe. Das Ende des die
Feder 29 enthaltenden Zylinders
28 steht ebenfalls mit dem Einlaß 24 in Verbindung, kann jedoch auch direkt mit dem Kraftstoffvorratstank verbunden
sein.
In die Wand der Bohrung 12, die den Kolben 11 enthält, ist eine Mehrzahl von Öffnungen 33A eingeschnitten, die mit
einer umlaufenden Nut 33 in Verbindung stehen, und dies stellt einen Kraftstoffeinlaß für die Hochdruckpumpe dar.
Die Nut 33 steht mittels Leitungen 34 in Verbindung mit dem Reservoir 26, und ein weiter unten beschriebenes Ventil 35
steuert den Kraftstofffluß durch die Leitungen 34. Das Reservoir steht über eine Leitung 37 auch mit einem
Überströmventil 38 in Verbindung. Das Überströmventil enthält ein unter Federdruck stehendes Ventilelement 39 mit
einem Kopf 40, der an einem Sitz angreifen kann, wenn eine dem Ventil 38 zugeordnete Magnetspulvorrichtung 41 erregt
wird; die Feder drängt den Kopf 40 von seinem Sitz weg und dadurch kann Kraftstoff von der Leitung 13 zu der Leitung 37
fließen.
Wenn der Kolben 11 in seiner maximalen Aufwärts- oder Abwärtsstellung ist, was von der Nocke 19 bestimmt wird,
gibt er die Öffnungen 33A zu der Pumpkammer frei, welche von der Bohrung 12 und dem Kolben begrenzt wird. Es sei
angenommen, daß das Ventil 3 5 offen und daß der Kolben an dem äußersten Punkt seines Hubes ist, wobei die Pumpkammer
voll von Kraftstoff ist. Wenn die Antriebswelle 20 rotiert, wird der Kolben 11 einwärts bewegt und die Öffnungen 33A
werden durch das Ende des Kolbens bedeckt. Der Kraftstoff in der Pumpkammer wird nun entlang der Leitung 13 gefördert,
und wenn das Überströmventil 38 in der Schließposition ist, wird der Kraftstoff durch das Auslaßventil 14 zu dem
Verteiler 15 und dann zu einem Auslaß 17 gefördert. Wenn das Überströmventil 38 während dieser Förderung von Kraftstoff
oder zuvor
— g —
geöffnet wird, fließt der verdrängte Kraftstoff zwischen dem Kopf 40 und dessen Sitz und kehrt über die Leitung 37 zu dem
Reservoir 26 zurück. Infolgedessen fließt kein Kraftstoff zu dem Auslaß 17. Das Überströmventil kann jederzeit betätigt
werden, um den Zeitpunkt der Kraftstofflieferung und die
gelieferte Kraftstoffmenge zu bestimmen. Der Kolben 11 ist
mit einem zentralen Durchgang llA versehen, der eine Überströmableitung bildet, welche sich in eine Nut öffnet,
die in die Oberfläche des Kolbens an einer Stelle eingeschnitten ist, die zu den Öffnungen 33A vor dem Ende der
Einwärtsbewegung des Kolbens freigegeben wird. Im Normalbetrieb jedoch steht der Durchgang HA in Verbindung mit den
Öffnungen 33A, nachdem das Überströmventil 38 zur Beendigung der Kraftstofflieferung geöffnet worden ist, so daß im
Normalbetrieb der Kraftstofffluß entlang des Durchgangs llA
von der Pumpkammer gering ist. Eine Leckage-Nut 42 ist in der Bohrung 12 vorgesehen und ist mit dem Kraftstoffeinlaß
24 verbunden, und eine weitere Nut 43 ist vorgesehen, die mit einer unter Druck stehenden Schmierstoffquelle verbunden
ist. Die Spillage von Kraftstoff durch den Durchgang HA kann zu einem Ausfluß an dem Einlaß der Niederdruckpumpe
erfolgen. Dies wird erreicht, indem eine weitere Öffnung in der Wand der Bohrung 12 vorgesehen wird, mit der die Nut in
dem Kolben kommunizieren kann, anstatt mit den Öffnungen 33A.
Die Aufwärtsbewegung des Kolbens wird durch den genannten weiteren Anzapfmechanismus bewirkt, und wenn das Überströmventil
38 in der Offenstellung bleibt, kann Kraftstoff über
das Überströmventil von der Leitung 37 in die Bohrung 12 fließen. Etwas Kraftstoff fließt in die Bohrung, wenn die
Öffnungen 33A von dem Kolben freigegeben sind, und wenn das Überströmventil während der Abwärtsbewegung des Kolbens
geschlossen wird, fließt der gesamte Kraftstoff
durch die Öffnungen 33A in die Bohrung, wobei dieser Kraftstofffluß nur dann stattfindet, wenn die Öffnungen
unbedeckt sind. Dieser Sammler unterstützt die Niederdruckpumpe beim Füllen der Bohrung 12, die im Normalbetrieb
vollständig mit Kraftstoff gefüllt ist, bevor die Einwärtsbewegung des Kolbens stattfindet. Der Sammler wird durch die
Niederdruckpumpe während des Einwärtshubes des Kolbens wieder beladen.
Im Falle des Versagens des Steuersystems, welches die Magnetspulvorrichtung 41 und/oder die Vorrichtung selbst mit
Strom versorgt, bewegt sich das Überströmventil 38 aufgrund seiner Federvorspannung in die Offenposition und dadurch
kann kein Kraftstoff zu dem zugehörigen Motor gefördert werden. Der Motor wird dadurch geschützt, denn wenn im Falle
des Versagens das Überströmventil in der Schließposition bleiben würde, würde eine maximale Kraftstoffmenge zu dem
Motor befördert werden, was zu einem Überdrehen des Motors und möglicherweise zu einer Beschädigung desselben führen
könnte.
Um zu ermöglichen, daß in einem Notfall eine begrenzte Kraftstoffmenge zu dem Motor gefördert wird, ist das oben
genannte Ventil 35 vorgesehen. Das Ventil 35 steuert, wie bereits erwähnt, den Kraftstofffluß durch die Leitungen 34,
welche tatsächlich aus zwei Leitungen 34A und 34B bestehen. Die Leitung 34A ist von erheblicher Dicke, um beim
Normalbetrieb der Vorrichtung jede Behinderung des Kraftstoffflusses
zu der Bohrung 12 zu minimalisieren. Das Ventil 3 5 enthält ein drehbar bewegliches Ventilelement 44, in das
eine Bohrung 45 eingeschnitten ist, die eine solche Weite hat, daß sie die beiden Teile der Leitung 34A ohne jede
Behinderung miteinander verbindet, wenn sich das Ventilelement in einer normalen Betriebsposition
befindet, wie in Figur 1 dargestellt. Die Leitung 34B ist von verminderter Weite und kann dadurch eine gewisse
Beschränkung des Kraftstoffflusses bewirken. Das Ventilelement
44 hat eine Bohrung 46, die in einer Notfallposition des Ventilelements, wie in Figur 2 dargestellt, die beiden
Teile der Leitung 34B miteinander verbindet. Die Bohrung 46 ist so konstruiert, daß sie eine Drosselstelle bildet,
welche eine Beschränkung des Kraftstoffflusses bewirkt, und zusätzlich öffnet sich die Bohrung an einem Ende zu einer
Abflachung auf dem Umfang des Ventilelements, wodurch eine veränderliche Beschränkung des Kraftstoffflusses durch
Winkelbewegung des Ventilelements erreicht werden kann. In einer Stop-Position des Ventilelements, wie sie in Figur 3
dargestellt ist und die zwischen den oben genannten Positionen liegt, stimmen beide Bohrungen nicht mit ihren
zugehörigen Leitungen überein, und deshalb kann kein Kraftstofffluß stattfinden.
Im Falle eines Versagens des Steuersystems und/oder der Magnetspulvorrichtung 41 wird das Ventil 35 in die in Figur
2 gezeigte Position bewegt. Dies ermöglicht einen begrenzten Kraftstofffluß zu der Bohrung 12. Jedoch muß das Überströmventil
38 geschlossen sein, weil anderenfalls die Bohrung während der Abwärtsbewegung des Kolbens mit Kraftstoff
gefüllt würde; was jedoch wichtiger ist, während der Aufwärtsbewegung des Kolbens würde der gesamte Kraftstoff in
das Reservoir zurückgeleitet. Ein (nicht dargestelltes) mechanisches Gestänge ist deshalb zwischen dem Ventil 35 und
dem Überströmventil 38 vorgesehen, um sicherzustellen, daß dann, wenn das Ventil 35 in seine zweite Position bewegt
wird, das Überströmventil in seine Schließposition bewegt wird. Bei geschlossenem Überströmventil ist der Kraftstofffluß
zu der Pumpkammer der Hochdruckpumpe eingeschränkt.
Außerdem bildet, da das Überströmventil 38 geschlossen ist, der Durchgang HA eine Überströmableitung von der Pumpkammer,
wenn er in Verbindung mit den Öffnungen 33A gebracht wird. Die praktische Auswirkung hiervon ist, daß für eine
gegebene, an den Motor zu liefernde Kraftstoffmenge die
Kraftstofförderung eher stattfinden muß als in dem Falle, in dem die gleiche Kraftstoffmenge ohne den Durchgang HA
gefördert würde. Die frühere Kraftstofflieferung bedeutet,
daß die Bildung von Qualm durch den Motor minimalisiert wird. Obgleich die geförderte Kraftstoffmenge die gleiche
bleibt, muß die zu der Bohrung geförderte Kraftstoffmenge,
wenn der Durchgang HA vorgesehen ist, wegen der Spillage von Kraftstoff durch den Durchgang HA, die die Kraftstof
förderung beendet, erhöht werden.
Wie beschrieben, wird der Kraftstoff durch die durch die Einstellung des Ventilelements 44 und die Leitung 46
hervorgerufene Beschränkung zurückgeleitet, und es wurde gefunden, daß dies aus einem noch nicht völlig verständlichen
Grunde zu einer schnellen Reduzierung der durch die Vorrichtung geförderten Kraftstoffmenge führt, unabhängig
von dem Ausmaß der durch die Stellung des Ventilelements 44 hervorgerufenen Beschränkung, wenn man sich einer bestimmten
Motorgeschwindigkeit nähert. In einem Beispiel fiel die Kraftstofförderung auf eine Motorgeschwindigkeit von 2000
üpm ab. Danach nahm der geförderte Kraftstoff in dem Maße ab, wie die Motorgeschwindigkeit zunahm. Bedauerlicherweise
wurde gefunden, daß die Winkelbewegung des Ventilelements 44 zum Zwecke der Veränderung des Kraftstoffflusses keine sehr
zufriedenstellenden Ergebnisse lieferte und weiterhin, daß
für eine gegebene Einstellung des Ventilelements die durch die Vorrichtung gelieferte Kraftstoffmenge rasch zunahm,
wenn die Motorgeschwindigkeit abfiel.
Um dieses Problem zu lösen, sind, wie in Figur 4 dargestellt ist, Mittel vorgesehen, um den Ausgangsdruck der Niederdruckpumpe
zu verringern, wenn das Ventilelement 44 bewegt wird, um die Kraftstoffmenge zu verringern. Eine Möglichkeit
hierzu besteht darin, für einen veränderlichen Abfluß aus dem Sammler zu dem Einlaß der Niederdruckpumpe zu sorgen. Zu
diesem Zwecke ist eine weitere Leitung 47 vorgesehen, die mit dem Einlaß 24 der Niederdruckpumpe in Verbindung steht
und sich zur Oberfläche des Ventilelements 44 öffnet. Außerdem ist auf dem Ventilelement eine Abflachung 48
angeformt, die eine Verbindung zwischen der Leitung 47 und dem Abschnitt der Leitung 34A herstellen kann, der mit dem
Sammler in Verbindung steht. Eine solche Verbindung bewirkt eine Verringerung des Ausgangsdruckes der Niederdruckpumpe.
In der Stopposition des Ventilelements 44 ist die Verbindung maximal, und wenn das Ventilelement in die Notfallposition
gedreht wird, bewegt sich die Abflachung aus der Übereinstimmung mit dem genannten Abschnitt der Leitung 34A. Auf
diese Weise kann der Ausgangsdruck der Niederdruckpumpe allmählich zunehmen, wenn das Ventilelement 44 in die
Notfallposition bewegt wird, um die von der Vorrichtung gelieferte Kraftstoffmenge zu erhöhen und umgekehrt. Die
sich daraus ergebenden Kraftstoffördercharakteristiken sind stark verbessert und erlauben dem Betreiber des Motors eine
verbesserte Steuerung.
Das Ventilelement 44 kann in eine andere Position bewegt werden, um den zugehörigen Motor unter normalen Umständen zu
starten, wenn die Magnetspulvorrichtung 41 und deren Steuerschaltung korrekt arbeiten. Zum Starten sollte, wenn
der Motor kalt ist, die Kraftstofflieferung während des
Kompressionshubs so spät wie möglich stattfinden, um sicherzustellen, daß die Luft in den Zylindern des
Motors so heiß wie möglich ist. Die während der Startphase geförderte Kraftstoffmenge wird durch das Überströmventil 38
geregelt. Der Durchgang HA, der die Wirkung hat, daß eine frühe Kraftstofförderung in der Notsituation gewährleistet
ist, würde jedoch die Kraftstofförderung zu dem am meisten
gewünschten Zeitpunkt verhindern, nämlich dann, wenn der Motor gestartet wird. Das Ventilelement 44 wird deshalb in
eine Position bewegt, in welcher die Leitungen 34A und 34B geschlossen sind. Außerdem ist die mechanische Verbindung
zwischen dem Ventilelement 44 und dem Überströmventil so beschaffen, daß in dieser Position des Ventilelements das
Überströmventil ohne Behinderung arbeiten kann.
Beim Arbeiten in der Ausfallmode, wenn die Position des Ventilelements 44 wie in Figur 2 gezeigt ist, ist das
Ventilelement auf seine maximale Kraftstoffposition eingestellt, um den Motor starten zu können. Selbst bei niedriger
Drehgeschwindigkeit wird genügend Kraftstoff in die Pumpkammer gesaugt, um ein Starten des zugehörigen Motors zu
ermöglichen.
Verschiedene andere Leitungen sind in Figur 1 dargestellt, von denen eine Leitung mit 49 bezeichnet ist, die einen
Kraftstofffluß von dem Reservoir 26 über die Leitung 37
bewirkt, damit die Magnetspulvorrichtung 41 gekühlt wird. Die Leitung 49 weist eine Drosselstelle 50 an der Stelle
ihres Eintritts in die Vorrichtung 41 auf, um den Kraftstoff fluß einzuschränken, und der die Magnetspulvorrichtung
verlassende Kraftstoff fließt zu einem Abfluß, zweckmäßigerweise zu dem Vorratstank über eine Austrittsleitung 51.
Figur 4 zeigt eine Abwandlung des Sammlers, dank welcher Anlaßkraftstoff in die Vorrichtung eingespritzt werden kann.
Die Abwandlung weist eine zusätzliche Öffnung 52 auf, die in die Seitenwand des Zylinders eingeschnitten und mit dem
Auslaß 25 der Niederdruckpumpe verbunden ist. Die Öffnung 52 ist bei normalem Betrieb der Vorrichtung durch den Kolben 27
bedeckt; wenn jedoch Kraftstoff unter Druck in die Leitung 53 gefördert wird, die mit dem Einlaß der Pumpe verbunden
ist, bewegt sich der Kolben 27 durch unter Druck stehenden, in den Zylinder fließenden Kraftstoff von dem unteren Ende
des Zylinders weg. Die Öffnung 52 wird hierzu freigegeben, und Kraftstoff kann dann in die mit dem Auslaß der
Niederdruckpumpe verbundenen Leitungen fließen. Dieser Fluß wird durch eine hinter der Öffnung liegende Drosselstelle
eingeschränkt, und eine erhebliche Menge der in der Sammlerkammer und in der Leitung 37 enthaltene Luft kann
über die Öffnung in das Gehäuse der Vorrichtung 41 entweichen.
Claims (12)
- LUCAS INDUSTRIES p.I.e. LUC 52Birmingham, EnglandFlüssigkraftstoff-EinspritzpumpvorrichtungPatentansprüche:ι IJ Flüssigkraftstoff-Einspritzpumpvorrichtung zur Förderung von Kraftstoff zu einem Innenverbrennungsmotor, enthaltendeine mit einem sich hin- und herbewegenden Kolben arbeitende Hochdruck-Kraftstoffeinspritzpumpe mit einem Auslaß, der während des Betriebs an eine Einspritzdüse eines zugehörigen Motors angeschlossen ist,eine Niederdruck-Speisepumpe zur Lieferung von Kraftstoff unter Druck an die Hochdruckpumpe während deren Füllperioden,die Speisepumpe mit einem Einlaß an der Hochdruckpumpe verbindende Leitungen,ein elektrisch gesteuertes Überströmventil, welches Kraftstoff bei hohem Druck von der Hochdruckpumpe während der Einwärtsbewegung des Kolbens abzieht und auf diese Weise die durch diesen Auslaß geförderte Kraftstoffmenge regelt,Betätigungsmittel zur Verhinderung von Kraftstofffluß durch das Überströmventil im Falle elektrischen Versagens,ein mit diesen Leitungen zusammenhängendes Ventil, welches im Falle elektrischen Versagens in Tätigkeit tritt, um eine veränderbare Beschränkung des KraftStoffflusses durch diese Leitungen zu der Hochdruckpumpe zu bewirken, wodurch die Vorrichtung den zugehörigen Motor weiterhin mit Kraftstoff versorgen kann,gekennzeichnet durch eine Überstromableitung (HA) von der Pumpkammer der Hochdruckpumpe, wobei diese Überstromableitung in einer vorgegebenen Position während der Einwärtsbewegung des Kolbens freigegeben wird, um die Kraftstofflieferung durch die Vorrichtung zu beenden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch diese Überstromableitung fließende Kraftstoff entlang dieser Leitungen fließt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie Mittel aufweist, die im Falle elektrischen Versagens den Ausgangsdruck der Niederdruckpumpe reduzieren.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese Mittel mit dem mit diesen Leitungen zusammenhängenden Ventil (35) zusammenarbeiten, wodurch der Ausgangsdruck der Niederdruckpumpe zunimmt, wenn dieses Ventil in einer Weise bewegt wird, daß es die durch die Vorrichtung geförderte Kraftstoffmenge erhöht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Überstromableitung während des Normalbetriebs der Vorrichtung geschlossen ist, damit der zugehörige Motor gestartet werden kann.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Bohrung (12) aufweist, in welcher der Kolben (11) der Hochdruckpumpe montiert ist, wobei dieser Auslaß mit dem einen Ende dieser Bohrung verbunden ist, unddaß eine Öffnung (33A) in die Wand dieser Bohrung eingeschnitten ist, die durch den Kolben während der anfänglichen Einwärtsbewegung desselben in Richtung zu diesem einen Ende der Bohrung bedeckt ist,daß diese Überströmableitung eine Passage bildet, die von dem Kolben gebildet wird und in dieses eine Ende der Bohrung und auf die Umfangsoberfläche des Kolbens an einer solchen Stelle mündet, daß sie mit dieser Öffnung nach einer vorgegebenen Bewegung des Kolbens in Richtung zu diesem einen Ende der Bohrung in Verbindung kommt, wobei der entlang dieser Überströmableitung verdrängte Kraftstoff zu dieser Speisepumope über dieses Ventil zurückgeführt wird.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß diese Passage (llA) in den Kolben eingeschnitten ist und mit. einer umlaufenden Nut auf der Oberfläche des Kolbens in Verbindung steht.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zu dieser Passage gehörende Ventil ein Ventilelement aufweist, welches zwischen drei Positionen bewegbar ist, wobei in der ersten Position im wesentlichen keine Beschränkung des Kraftstoffflusses entlang dieser Passage besteht, in der zweiten Position der Kraftstofffluß entlang dieser Passage verhindert wird, und in der dritten Position der Kraftstofffluß entlang dieser Passage in beschränktem Umfang erfolgt.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Ventilelement in der dritten Position eine Verbindung herstellt zwischen dem Ausgang der Niederdruckpumpe und einem Auslaß, wodurch der Ausgangsdruck der Niederdruckpumpe reduziert wird.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Ventilelement während des Normalbetriebs der Vorrichtung in eine Position bewegbar ist, in welcher der Kraftstofffluß entlang dieser Überströmableitung verhindert wird, so daß Kraftstoff während der gesamten Einwärtsbewegung des Kolbens durch diesen Ausgang verdrängt werden kann.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Sammler zum Zurückhalten von Kraftstoff aufweist, der eine Kammer umschließt, zu welcher Kraftstoff von der Niederdruckpumpe geliefert wird, wobei diese Passage mit dieser Kammer in Verbindung steht und eine Leitung diese Sammlerkammer in dieser Hochdruckpumpe über dieses Überströmventil verbindet.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Sammler einen unter Federdruck stehenden Kolben enthält, welcher in dieser Kammer gleitet und unter der Wirkung des Kraftstoffdrucks gegen die Wirkung der Feder bewegt wird, und daß eine Öffnung in die Wand dieser Kammer eingeschnitten ist, welche von dem Kolben freigegeben wird, wenn dieser gegen die Wirkung der Feder bewegt wird, wodurch der Ausgangsdruck der Niederdruckpumpe gesteuert wird.
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