[go: up one dir, main page]

DE358627C - Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen - Google Patents

Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen

Info

Publication number
DE358627C
DE358627C DEG54128D DEG0054128D DE358627C DE 358627 C DE358627 C DE 358627C DE G54128 D DEG54128 D DE G54128D DE G0054128 D DEG0054128 D DE G0054128D DE 358627 C DE358627 C DE 358627C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fatty acids
oils
lime
fats
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG54128D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NICOLAAS GOSLINGS DR
Original Assignee
NICOLAAS GOSLINGS DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NICOLAAS GOSLINGS DR filed Critical NICOLAAS GOSLINGS DR
Application granted granted Critical
Publication of DE358627C publication Critical patent/DE358627C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction
    • C11B3/06Refining fats or fatty oils by chemical reaction with bases

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entsäuern von Fetten und Ölen. Im Patent 357694 ist ein Verfahren beschrieben zum Entsäuern von Fetten und ölen durch Neutralisation der freien Fettsäuren mit Erdalkalien, Metallhydroxyden oder anderen Basen, unter Zusatz einer solchen Menge eines beliebigen Salzes, wie nötig ist, um das zur Lösung oder Suspension der Basen gebrauchte Wasser ungefähr damit zu sättigen, wobei die Basen unlösliche Seifen mit ider Fettsäure bilden. Nach idiesem Verfahren wird die Seife als grobkörnige und poröse Masse ausgeschieden, von der nahezu -das ganze Neutralfett oder -öl leicht abgetrennt werden kann.
  • Dieses Verfahren läßt sich mit Erfolg anwenden auf Fette, die eine harte Kalkseife bilden, jedoch nicht auf flüssige Öle, wie z. B. Leinöl, Rüböl, Baumwollsamenöl, Sesamöl u. dgl. Diese Öle erzeugen beim Entsäuern Erdalkali- oder Metallseifen, welche ziemlich weich, zäh oder flüssig und .daher nur sehr schwer zu pressen sind.
  • :Es wurde nun gefunden, @daß bei Zusatz einer bestimmten Menge höherer Fettsäuren zu den flüssigen Ölen bei der Neutralisation mit Kalk, anderen Erdalkalien :oder Metallhydroxyden sich Verbindungen bilden, die genügend leicht gepreßt werden können. Dieser Zusatz höherer Fettsäuren war bis jetzt unbekannt; trotz aller Versuche, die man bislang in der Praxis angestellt hat, waren (ohne solchen Zusatz) gute Erfolge nicht zu erreichen.
  • Die Neutralisation und, Entwässerung des Gemisches der flüssigen nie und Fettsäuren unter Zusatz von Salzen wird zweckmäßig im Vakuum ausgeführt, um zu verhüten, daß die Masse über 9o° erhitzt wird. Man erhält eine grobkörnige, nicht zusammengeschmolzene, leicht filtrierbare Kalkseife. Bei Apparaten, in denen eine Evakuierung nicht möglich. ist, wird die Wasserentziehung am besten durch Zusatz von Chlorcalciuin oder gleichartigen Stoffen bewerkstelligt. Beispiel r. ro ooo kg Baumwollsamenöl seit 5 Prozent freien Fettsäuren werden mit 5o kg @älgfettsäuren, 16o kg Kallanilch (mit 67 Prozent Ca0) und :2o kg Kochsalz (Na Cl) gemischt. Die Mischung wird ständig gerührt, bis alle freien Fettsäuren durch den Kalk neutralisiert sind, Die, Temperatur wird in stimmung .mit dem Vakuum geregelt und bis auf 85 bis 9o° C erhöht; daraufhin wird die Masse filtriert, zentrifugiert oder auf andere Art gef199rint. -.
  • Beispiel e.
  • io ooo kg Sesamöl mit 4 Prozent freien Fettsäuren wenden mit 5o kg Palmöl-, Talg-oder Stearinfettsäuren gemischt. Diese Mischung wird unter fortwährendem Rübren mit i5o kg Kalkmilch (mit 6o Prozent Ca0) und 5o kg Kochsalz (Na Cl) behandelt.
  • Beispiel 3.
  • io ooo kg Sojabohnenöl mit 3 Prozent freien Fettsäuren und 5o kg Talgfettsäuren werden mit 118 kg Ätzbaryt, Ba (0H)2, unter gleichmäßigem Rühren mit i-o kg warmem Wasser gemischt unter Zusatz von 15 kg Kaliumchlorid oder Kaliumsulfat, bis alle freien Fettsäuren vom Baryt gebunden worden sind. Die Temperatur wird bis auf 8o bis 13o° C gesteigert.
  • Durch den Zusatz höherer Fettsäuren, wie vorstehend beschrieben, entstehen Erdalkaliseifen oder Seifen anderer Metalle, die ziemlich hart .sind -und leicht gepreßt -werden können; das Verfahren ist daher sehr geeignet für flüssige Fette und Öle, wie Leinöl, Rüböl, Sesamöl u..dgl.
  • Es wurde nun weiter gefunden, daß ein Zusatz von Kalkseife aus gehärteten Ölen oder Fetten noch vorteilhafter ist als der Zusatz von höheren.Fettsäuren. Einer -dieser Vorteile ist, daß die raffinierten flüssigen Öle zu gleicher Zeit beträchtlich gebleicht «erden, wodurch eine besondere Behandlung mit Fullererde u. dgl. überflüssig wird. Der Zusatz der harten Kalkseifen, wie z. B. Kokosnußöl-I#Calkseife und Palmöl-Kalkseife, Talg-Kalkseife von gehärteten Fetten, Ölen und Tran, bewirkt eine grobkörnigere Beschaffenheit der beirr Entsäuern mit Kalkhydrat o.,dgl. gebildeten Kalkseifen.
  • Im übrigen ist die Anwendung von Kalkseifen auch viel einfacher als die von harten Fettsäuren, welche letzteren bei der -Anwendung des Verfahrens jedesmal wieder .durch Mineralsäuren aus den Kalkseifen gewonnen werden müssen.
  • Die folgenden Beispiele seien zum besseren Verständnis der Erfindung und zur Ausführung des Verfahrens gegeben: Beispiel 4..
  • Zu io ooo kg Rüböl mit 5 Prozent freien Fettsäuren werden 85 kg Kalkmilch (mit annähernd 70 Prozent Ca0) und 25 kg Kochsalz (Na Cl) oder 3o kg kalziniertes Glaubersalz allmählich unter ständigem Rühren zugegeben, Abis alle freien Fettsäuren ,durch den Kalk neutralisiert worden sind. Die Temperatur wird langsam bis auf go° C gesteigert. Daraufhin werden 5oo kg zerkleinerte Kokosnußöl -Kalkseife zugesetzt, worauf die Masse filtriert, zentrifugiert oder auf andere Art getrennt wird. Beispiel 5. Zu io ooo kg Sesamöl mit 4 Prozent freien Fettsäuren werden 75 kg Kalkmilch (mit annähernd 6o Prozent Ca0) und 2o kg Kochsalz oder 30 kg kalziniertes Glaubersalz allmählich unter ständigem Rühren zugegeben und weiter behandelt, wie vorstehend beschrieben. Beispiel 6. io ooo kg rohes Rüböl mit 4 Prozent freien Fettsäuren werden mit 70 kg hochprozentigem Zinkoxyd und 50 kg Wasser unter gleichmäßigem Rühren gemischt unter Zusatz von 1,2 kg Kal.iumehlorid oder 15 kg Kaliumsulfat, bis alle freien Fettsäuren gebunden worden sind, .und daraufhin ioo kg fein zerkleinerte Palmöl-4Zinkseife zugesetzt. Die Temperatur wird j e nach dem Vakuum oder Druck bis .auf 85 bis 13o° C gesteigert, worauf die Masse weiter behandelt wird, wie vorstehend beschrieben.
  • Selbstverständlich können die in den Beispielen angegebenen Verhältnisse in weiten Grenzen abgeändert werden, die Erfindung ist nicht auf .diese Beispiele beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Abänderung .des Verfahrens zum Entsäuern von Fetten .und Ölen gemäß Patent 357694, dadurch gekennzeichnet, daß man den Basen außer den Salzen noch höhere Fettsäuren zusetzt. 2.. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den Basen außer .den Salzen noch wasserunlösliche Seifen höherer Fettsäuren zusetzt, .
DEG54128D 1920-08-03 1921-06-18 Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen Expired DE358627C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL29858X 1920-08-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE358627C true DE358627C (de) 1922-09-12

Family

ID=19755099

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG54122D Expired DE357694C (de) 1920-08-03 1921-06-18 Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen
DEG54128D Expired DE358627C (de) 1920-08-03 1921-06-18 Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen

Family Applications Before (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG54122D Expired DE357694C (de) 1920-08-03 1921-06-18 Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen

Country Status (4)

Country Link
DE (2) DE357694C (de)
DK (2) DK29778C (de)
FR (1) FR554209A (de)
GB (2) GB167463A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755660C (de) * 1937-08-26 1953-08-17 Hahn & Co Verfahren zur Entschleimung von fetten OElen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755660C (de) * 1937-08-26 1953-08-17 Hahn & Co Verfahren zur Entschleimung von fetten OElen

Also Published As

Publication number Publication date
DK29778C (da) 1922-06-19
DK29858C (da) 1922-07-03
FR554209A (fr) 1923-06-07
GB167463A (en) 1922-08-10
GB167462A (en) 1922-08-10
DE357694C (de) 1922-08-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE358627C (de) Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen
AT92650B (de) Verfahren zur Entsäuerung von Ölen.
DE879137C (de) Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten
AT92649B (de) Verfahren zur Entsäuerung von Ölen.
DE385283C (de) Verfahren zur Umwandlung bituminisierbarer Kohlenwasserstoffe aus Rohoelen in Bitumen
DE708117C (de) Verfahren zur Herstellung von Eiweissabbauprodukten von der Art der Lysalbin- und Protalbinsaeure
DE561715C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureverbindungen von OElen und Fetten
DE602372C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von entwaessertem Alkohol und hydratisiertem Kalk
DE387890C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE518390C (de) Verfahren zur Darstellung von Oxyfettsaeuregemischen
DE634043C (de) Verfahren zum Bleichen und Entsaeuern fettsaeurehaltiger OEle und Fette
DE971003C (de) Verfahren zur Herstellung emulgierbarer OEle und Fette
DE426712C (de) Verfahren zur Gewinnung von OElen und Fetten aus trockenen, feuchten, feinkoernigen, staubfoermigen oder kolloiden oel- und fetthaltigen Produkten
DE414612C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmiermitteln
DE864590C (de) Verfahren zur Reinigung von pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten
AT87797B (de) Verfahren zur Herstellung eines konsistenten Schmierstoffes.
DE660736C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen sulfonierten Phosphatiden
CH104936A (de) Verfahren zur Entsäuerung von fetten Ölen.
CH104714A (de) Verfahren zur Entsäuerung von fetten Ölen.
AT125240B (de) Verfahren zur Herstellung von türkischrotölartigen Produkten von besonders hoher Kalk-, Magnesia- und Säurebeständigkeit.
AT60087B (de) Verfahren zur Herstellung eines Lösungsmittels für Schießbaumwolle und andere Stoffe.
DE355492C (de) Verfahren zur vollkommenen Entseifung von kohlensaurem Kalkschlamm
DE385476C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Kieserit
DE27316C (de) Verfahren zum Bleichen von Ozokerit und zur Herstellung eines Wachsersatzes aus demselben
DE320620C (de) Verfahren zur Herstellung harzartiger Koerper aus Holzteer