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Vorrichtung zum >dessen der Verkürzung verkrüppelter Füße. Für diese
Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni ig i i die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Österreich vom 17. November 192o beansprucht. Der Gegenstand der
Erfindung bildet eine Vorrichtung, mit welcher die Verkürzung verkrüppelter Füße
genau gemessen werden kann, um nach den Messungsergebnissen die erforderliche -
Schuheinlage herzustellen. Die Ober-Flächenform der Sohle wird ähnlich wie bei den
bekannten Vorrichtungen mittels gegen den Fuß druckbarer Fühlstäbe gemessen, welche
in mehreren zur Sohlenmittelebene parallelen Reihen angeordnet sind.
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Erfindungsgemäß sind die an die Fußsohle von unten herangeführten Fühlstäbe in einem
die Vorrichtungen zum Bewegen und Feststellen derselben sowie zum Registrieren der
Messungen enthaltenden Kasten untergebracht, dessen mit Durchtrittsöffnungen für
die Stäbe versehene Decke mit der Unterlage für den längeren Fuß auf gleicher Höhe
liegt.
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Um die Messungsergebnisse zu registrieren, sind mit den Fühlern in
Verbindung stehende Merkspitzen derart angeordnet, daß durch ein einmaliges Anpressen
von übereinanderliegenden Merkblättern die Verkürzungsmasse sämtlicher Profile verzeichnet
werden. Zur Betätigung der Vorrichtung ist eine gemeinsame Antriebswelle vorgesehen,
von der aus einerseits die zweckmäßig unter Federwirkung stehenden Fühlstäbe ausgelöst
bzw. nach Einstellung gesperrt werden, anderseits ein Rahmen verschwenkt wird, der
beim Ausschwenken die Merkblätter aufnimmt und sie beim Rückgang gegen die Merkspitzen
der inzwischen eingestellten Fühlstäbe drückt.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt, und zwar ist Abb. = eine Endansicht und Abb. 2 eine Seitenansicht bei
ausgeschobenem Markierrahmen, wobei der Gehäusekasten im Schnitt dargestellt ist.
In Abb. a ist der Rahmen für die1Xerkblätterabgeschnitten, undinderrechten Hälfte
der Abbildung sind einige Teile abgenommen. Abb.3 ist ein senkrechter Querschnitt
und Abb. q. ein wagerechter Schnitt bei eingeschobenem Rahmen in der Markierstellung.
Abb. 5 und 6 sind Schnitte nach zwei zu einander senkrechten Ebenen in natürlicher
Größe. Abb. 7 veranschaulicht eine Einzelheit in größerem Maßstabe.
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Die in einem Gehäuse a eingebaute Vorrichtung weist für jeden Fuß
vier Reihen von Fühlstäben b auf, so daß gleichzeitig auch die Hohlform des unverkürzten
Fußes gemcssen werden kann. In der Zeichnung ist nur die für den linken Fuß bestimmte
Hälfte veranschaulicht, da die rechte Hälfte symmetrisch ausgebildet ist. Die Fühlstäbe
b sind im Gestell c längs feststehender Stangen d geführt. Sie sind außer Gebrauch
ganz im Kasten cz eingeschlossen und treten aus ihm erst hervor, wenn die Vorrichtung
in Betrieb gesetzt wird, d. h. wenn die Person, deren Fußfläche gemessen werden
soll, mit auf den gesunden Fuß verlegtem Schwergewicht auf dem Kasten steht. Die
Stäbe b sind als Zahnstangen ausgebildet, in welche Zahnräder e eingreifen, die
auf ihren festen Achsen f lose drehbar angeordnet sind. Diese Achsen tragen Federn
g (Abb. 3 und 6), die am einen Ende mit einem festen Punkt, z. B. dem Achsenende
selbst, verbunden sind und mit dem anderen Ende an einem Stift der Zahnräder e angreifen.
Die Federn g werden infolgedessen beim Einwärtsgang der Zahnstangen b durch die
Drehung der Zahnräder e gespannt Um die Fühler b in ihrer Stellung festzuhalten,
sind Sperrklinken h vorgesehen, die durch Federn i mit den Zahnrädern in Eingriff
gebracht werden. Am unteren Ende der Fühler b sind Merkstifte k angebracht,
welche zwischen Führungen L bewegbar sind und zugleich als Zeiger dienen, um die
Einstellung auch unmittelbar an zwischen den Führungen L eingesetzten Maßstäben
m (Abb. a) ablesen zu können.
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Im Gestell c ist die Antriebswelle iz gelagert, von der beispielsweise
mit einer Übersetzung i : q. eine zweite Welle o angetrieben wird. Das Zahnrad p
dieser Welle dient gleichzeitig als Kurbelscheibe für die eine Lenkerstange q1 des
Registrierrahmens q, der auf der gegenüberliegenden Seite mit einer am anderen Ende
der Welle o sitzenden Kurbel P 1 durch einen zweiten Lenker q1 verbundenist. Der
Rahmenq ist mittels Stangen y in Führungen am Gestelle
geführt und wird bei
der dargestellten Anordnung bei einer Umdrehung der Welle o bzw. bei vier Umdrehungen
der Welle n einmal nach auswärts bewegt, um die Merkblätter aufzunehmen und dann
wieder zurückgeführt, um die Einstellung der Merkstifte k auf den eingelegten Merkblättern
zu verzeichnen.
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Am Zahnrad P ist eine Daumenfläche s angeordnet, welche mit einem
Hebel i zusammenwirkt, dessen Bewegung durch eine Stange t1 auf einen Hebel t= übertragen
wird, der an der Rückseite der Vorrichtung auf einer Welle zs sitzt. Auf dieser
Welle sind Hebel u1 in der Zahl der Reihen der Fühlstangen b entsprechender Anzahl
angebracht, deren jeder auf eine Schieberstange v wirkt, welche Abschrägungen v1
besitzt, an welchen die Klinken lt der Zahnräder e anliegen. Wenn also das Zahnrad
beim dritten Viertel seiner Umdrehung mit seiner Daumenfläche s den Hebel tzui-ückdrückt,
so werden die Hebel u1 so verstellt, daß sie die Schieb er v entgegen der
Wirkung der Federn w
zurückziehen und dadurch die Sperrklinken lt aus den
ZahnrädErn e ausheben, so daß die Fühlstäbe unter der Wirkung der Federn g aufsteigen
und sich gegen die Sohlenfläche des Fußes anlegen können. Die rund um den Fuß vorstehenden
Fühler b, welche für die Messung nicht weiter in Betracht kommen, können eingeschoben
werden, da der Sperrzahn der Klinken 1z eine Abschrägung (Abb. 7) besitzt und die
Klinken in ihrer eingerückten Stellung infolgedessen nur in einer Richtung gegen
Aufwärtsbewegung der Fühler b sperrend wirken, während sie infolge der Abschrägung
beim Einwärtsdrücken der Fühler b entgegen derWirkung der Federn i zurückgedrückt
wErden. Die übrigen Fühler b werden nach Vorbeigang der Daumenfläche s am Hebel
t und nach
Rückkehr des letzteren sowie der damit verbundenen Hebel
t'- in die Anfangsstellung in ihrer Hochstellung gesperrt, damit dieser Bewegung
die Schieber v wieder in ihre Linksstellung gelangen und die Sperrklinken h in die
Zahnräder e einfallen. Hat die Welle o eine Umdrehung vollzogen, so sind schließlich
die Spitzen der Merkstifte k in die eingelegten Merkblätter eingedrungen und haben
in ihnen ihre Eindrücke angebracht, nach denen die Profile der Fußfläche ge"au bestimmt
werden können.
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Die Vorrichtung kann, wie dies im vorliegenden Falle dargestellt ist,
mit je einem Zählwerk für die Aufnahme des linken und des rechten Fußes und einem
Summierzählwerk versehen sein, um bei Vermietung die Anzahl der Messungen kontrollieren
zu können. Infolge der Sperrung der Fühlstangen bei jeder Messung muß diese vollkommen
durchgeführt werden und das Zählwerk um eine Einheit vorgeschritten sein, ehe eine
neue Messung vorgenommen werden kann.
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DiebeschriebeneAusführungsform stellt selbstverständlich nur ein Beispiel
dar und kann im Rahmen der Erfindung vielfach abgeändert werden. So können die Fühler
anstatt durch Federwirkung durch die Wirkung von Gegengewichten nach aufwärts bewegt
werden. Auch könnte die Einrichtung mit Elektromagneten arbeiten und elektrisch
betätigt werden. Die Fühlstangen können ferner auch im Rahmen geführt oder als Rohre
ausgebildet sein und, anstatt mit Druckfedern verbunden zu sein, mittels auf Zug
beanspruchter Federn bewegt werden. Die Sperrung der Fühler in ihrer Einstellung
kann selbstverständlich auch in irgendeiner anderen Weise erfolgen. Zum Beispiel
kann ein oberer und ein unterer Schieber vorgesehen sein, von denen der erstere
die Fühlstangen in ihrer jeweiligen Einstellung fixiert, während der andere ein
Festhalten der Fühler in ihrer eingeschobenen Stellung bewirkt. Der Registrierrahmen
kann auch durch Daumenscheiben nach auswärts bewegt und dessen Rückbewegung durch
Federn vollzogen werden, welche ihn kräftig zurückschnellen. Auch könnte der Registrierrahmen
feststehend angeordnet sein und von der Antriebswelle zu geeignetem Zeitpunkte eine
Bewegung der verschiebbaren Markierungsstifte gegen denselben erfolgen. Die Markierungsstifte
können auch noch in ihren Führungen eine besondere Abstützung erhalten, um kesseren
Widerhalt beim Eindringen in die Merkblätter zu gewährleisten. An Stelle des einzuschiebenden
Rahmens mit den Merkblättern können auch Papierrollen mit abzutrennenden Merkblättern
zur Verwendung kommen.