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DE357324C - Apparat zum Auswaschen von Organstuecken menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Koerper fuer histologische Untersuchungen - Google Patents

Apparat zum Auswaschen von Organstuecken menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Koerper fuer histologische Untersuchungen

Info

Publication number
DE357324C
DE357324C DES52928D DES0052928D DE357324C DE 357324 C DE357324 C DE 357324C DE S52928 D DES52928 D DE S52928D DE S0052928 D DES0052928 D DE S0052928D DE 357324 C DE357324 C DE 357324C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
container
concentration
capillary
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES52928D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANZ SIGMUND DR
Original Assignee
FRANZ SIGMUND DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRANZ SIGMUND DR filed Critical FRANZ SIGMUND DR
Priority to DES52928D priority Critical patent/DE357324C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE357324C publication Critical patent/DE357324C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/483Physical analysis of biological material

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Urology & Nephrology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Apparat zum Auswaschen von Organstücken menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Körper für histologische Untersuchungen. Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ap- parat, welcher zum Auswaschen von Organstücken aus menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Körpern mittels in der Konzentration zunehmender Flüssigkeit bestimmt ist, wie dies histologische (mikroskopische oder makroskopische) Untersuchungen erfordern.
  • Bei derartigen Untersuchungen sollen die Körper aus Wasser bzw. aus schwachem Al- kohol o. dgl., in dem sie sich ursprünglich befinden, nach und nach in Konzentrationsflüssigkeit gebracht werden. Eine solche Behandlung mit Flüssigkeiten von immer höherer Konzentration, wie z. B. von Alkohol, Säure, Chloroform usw., war bisher nicht nur ganz außerordentlich zeitraubend und umständlich, sondern technisch auch insofern nicht einwandfrei, als die Erhöhung der Konzentration nur stufenweise vorgenommen werden konnte, wozu überdies eine große Sorgfalt aufgewendet werden mußte und Erfahrung gehörte. Trotzdem kam es immer wieder vor, daß die Präpaxate einschrumpften, was eben in der stufenweisen Zunalune der Konzentration seine Ursache hatte. Außerdem ging die verwendete Flüssigkeit bisher verloren, was einen wesentlichen Verlust bedeutete.
  • Der Apparat vorliegender Erfindung ermöglicht nun, das Verfahren in ungemein kurzer Zeit, gewissermaßen mechanisch, sowie ohne Fachkenntnis durchzuführen, wobei zudem die Konzentration ganz allmählich gesteigert wird. Um dies zu ermöglichen, sind im wesentlichen zwei Aufgaben *zu lösen: einmal muß eine gewisse Menge Flüssigkeit in beliebig vorbestimmbarer Zeit abtropfen, und sodann sollen die abfallenden Tropfen eine stetige Zunahme an -Konzentration oder an Gehalt einer anderen Flüssigkeit aufweisen.
  • Der Apparat besteht im wesentlichen aus drei Teilen.-. einem Gefäß zur Aufnahme der Konzentrationsflüssigkeit, einem Msch- oder Konzentrationsgefäß und einem Auswaschapparat.
  • Das Gefäß zur Aufnahme der Konzentrationsflüssigkeit ist unter Benutzung des Piinzips der Mariotteschen Flasche derart eingerichtet, daß die abtropfende Menge in gleichen Zeiträumen und unabhängig vom Flüssigkeitsstand immer dieselbe bleibt. Die Flüssigkeit wird mit Hilfe von Kapillartropfern dem Konzentrationsgefäß zugeführt, in dem sich die zu konzentrierende Flüssigkeit befindet und eine Einrichtung be- sitzt, mit welcher eine allmähliche Konzentration durchgeführt werden kann. - Die Kapillartropfer bilden eine Batterie und haben verschiedene Abmessungen, so daß durch Kombination von Tropfern die jeweils gewünschte Tropfenmenge abtropft.
  • Die Kapillaren der Tropfer sind spiralig gewunden, so daß ermöglicht ist, sie trotz großer Länge und lichter Weite auf einen kleinen Raum zusammenzudrängen und die feinsten Abstufungen in der Tropfenzahl zu erzielen, ohne daß Verstopfungen eintreten könnten, Der Konzentrationsbehälter arbeitet im übrigen ebenfalls nach dem Prinzip der Mariottesehen Flasche und die mit steigernder Konzentration durch Bodenöffnungen austretenden Tropfen gelangen wieder in Kapillartropfer. Von hier aus werden sie unmittelbar dem Auswaschapparat zugeführt, in dessen Behälter sich die zu behandelnden Präparate befinden, durch welche in vorbestimmter Zeit eine Flüssigkeit von steigender Konzentration hindurchgehen soll.
  • Der Behälter ist mit einem Ablauf bzw. zur Erhaltung des Flüssigkeitsspiegels mit einem Überlauf versehen, der sich bei Behandlung mit Flüssigkeiten, deren spezifisches Gewicht mit zunehmender Konzentration abnimmt, im Boden befindet, im andern Fall in Höhe des zu erhaltenden Flüssigkeitsspiegels.
  • Dieser Behälter des Auswaschapparates ist zweckmäßig doppelwandig ausgeführt, wobei dann der Überlauf in dem Raum zwischen den beiden Wandungen mündet. Die aus den Stückchen austretende Körperflüssigkeit fließt bei dieser Anordnung regelmäßig durch den Überlaufheber ab, während die Flüssigkeit selbst zurück-bleibt und bei genügendem Luftabschluß wieder verwendet werden kann.
  • Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform im Achsenschnitt näher erläutert.
  • Zur Aufnahme der Flüssigkeit, mit welcher konzentriert werden soll, dient ein Behälter i, der nach dem Prinzip der Mariotteschen Flasche eingerichtet ist. Zu diesem Zweck geht von dem abnehmbaren und luftdicht abgeschlossenen Deckel z eine bis nahe zum Boden 3 reichende Röhre 4 aus, so daß der Bodendruck der darin stehenden Flüssigkeitsmenge unabhängig von ihrem Stand immer derselbe bleibt, d. h. immer dem Druck der Flüssigkeitsmenge entspricht, welche zwischen dem Boden 3 und dem unteren Rand der Röhre 4 steht. Zum Einfüllen der Flüssigkeit ist eine verschließbare Öffnung 5 im Deckel 2 vorgesehen.
  • Im Boden 3 des Behälters i befindet sich eine Anzahl Austrittsöffnungen 6, in welche Kapillartropfer eingesetzt sind, die zusammen eine Kapillaibatterie bilden.
  • jeder Kapillartropfer besteht aus einer oben engen und unten weiten Glasröhre 7, die am Ende zu einer langen Kapillare 8 ausgezogen ist. Um eine große Länge derselben auf einem möglichst geringen Raum unterzub--ingen, ist sie spiralig aufgewunden, wobei dann das oben befindliche freie Ende 9 nach unten abgebogen ist. Zum Schutz der Kapillare 8 ist um diese ein Mantel io gelegt, der nach unten trichterförmig verläuft und durch dessen Öffnung ii die aus der Kapillare 8 kommenden Tropfen austreten. Zur Sicherung gegen das Eindringen grober Fremdkörper ist das Innere der Glasröhre 7 mit Glaswolle o. dgl. gefüllt. Zwischen Boden 3 und Kapillartropfer ist in dem engen Durchgang der Röhre 7 ein Glashahn 12 angebracht, so daß jeder Tropfen für sich abschließbar bzw. benutzbar ist. An der Einschmelzungsstelle der Kapillartropfer in den Boden 3 ist ein winziges, nicht dargestelltes Loch gelassen, wodurch beim Öffnen des Hahnes 12 die Luft entweichen und die Flüssigkeit eintreten kann.
  • Die Kapillartropfer münden über einer gemeinsamen Auffangschale 13, welche nach der Mitte zu trichterföimig gestaltet und dort mit einem Auslaufstutzen 14 versehen ist.
  • Von hier fallen die Tropfen in ein datunter angeordnetes Gefäß 15 des Konzentrationsapparates, in dem sich die zu konzentrierende Flüssigkeit befindet. Dieses Gefäß 15 ist gleichfalls nach dem Prinzip der MaTiotteschen -Flasche ausgebildet, d. h. es befindet sich an dessen Deckel 16 wieder eine Röhre 1-7, die nahe über dem Boden 18 endet, in der in der nämlichen Weise, wie oben beschrieben, wieder eine gleichartige zweite Kapillaxbatterie eingesetzt ist.
  • Die Hohlraumwandung des Gefäßes 15 ist bei dem Ausführungsbeispiel kegehg, wobei die Verengung unten liegt. In diesem Gefäß 15 liegt eine Schraube:ig mit glatten, schwach ansteigenden Flächen (der Achsenwinikel. beträgt etwa io bis 15 0), welche an der als Spindel dienenden Röhre 17 befestigt sind. Die Fläche der Schraube ig steigt auch gegen den Rand zu an und schließt an der Wandung des Gefäßes 15 dicht ab, wobei sich hier mit einem nach unten eingebogenen flanschenartigen Rand 2o versehen ist.
  • Dcr Appa-at, wie oben beschrieben und dargestellt, ist für solche Flüssigkeiten bestimmt, welche spezifisch leichter sind, als die im Gefäß 15 befindliche zu konzentrierende Flüssigkeit. Ist die Konz#ritrationsflüssigke#t dagegen die schwerere, so sind die Flächen der Schraube ig abwärts geneigt und ihr Rand 2o ist aufwärts gebogen, in welchem Fall die Tropfen nicht durch das mittlere Rohr, sondern durch die seitliche Öffnung einfallen dürfen.
  • Unter der zweiten Kapillarbatterie 7' bis i?' ist wieder eine gemeinsame Auffangschale qi angebracht, in der die Tropfen steigender Konzentration aufgefangen und durch deren Austrittsstutzen23 dem darunter angeordnetenAuswaschapparat zugeleitet werden.
  • Die Objekte liegen in diesem Apparat auf einem in das doppelwandige Gefäß 23 eingehängten Siebboden 25 beliebiger Ausführung. Von der Mitte des Gefäßbodens 24 geht ein Überlaufheber 26 aus, der stets eine bestimmte Flüssigkeitshöhe hält und in dem Zwischenraum zwischen den beiden Wandungen des Gefäßes 23 mündet, welcher im unteren Teil trichterförmig gestaltet ist. Unter dem Auslauf 27 des Gefäßes --3 kann eine Auffangschale 28 aufgestellt sein.
  • Der Diffusionsapparat vorliegender Erfindung arbeitet in folgender Weise: Die im Behälter i befindliche Flüssigkeit gelangt tropfenweise in gleichen Mengen und regelbar in die Auffangschale 13, wird hier gesammelt und tropft nun in das Mischgefäß 15 ab, in welchem sich die zu konzentrierende Flüssigkeit befindet. Ist diese spezifisch schwerer als die Konzentrationsflüssigkeit, so tropfen die Tropfen durch die Mittelröhre 17 ab. Auf dem Boden 18 des Gefäßes 15 angelangt, steigen sie ihres geringeren spezifischen Gewichtes halber nach oben. Sie bewegen sich dabei auf der Unterfläche der Schraubengänge ig und infolge der auch nach außen ansteigenden Neigung außerdem gegen den Rand zu, woran sie z. B. durch auf der Unterfläche noch versetzt angebrachte Einzelerhöhungen o. dgl. behindert werden können, so daß sie sich mit der zu konzentrierenden Flüssigkeit gründlich mischen.
  • Praktisch wird die Konzentrati * on in folgender Weise durchgeführt: Es soll beispielsweise aus dem Apparat innerhalb 48 Stunden Alkohol von Prozentgehalt 2o bis 96 kontinuierlich abtropfen. Man füllt zu diesem Zweck das untere Gefäß 15 z. B. mit ioo ccm :zoprozentigen Al- kohols, das obere, i, mit 5o ccm 96prozentigen Alkohols. Werden nun die beiden Kappillar-Batterien in der der Zeit und der Menge entsprechenden, erfahrungsgemäß festgesetzten Weise geöffnet, so tropft der goprozentige Al- kohol in die Röhre 17 des unteren Apparates, verdrängt nach einiger Zeit den 2oprozentigen Alkohol aus dem Lumen der Röhre und gelangt an den unteren Rand derselben. Die dort austretenden Tropfen haben das Bestreben, infolge ihres geringeren spezifischen Gewichtes sofort aufzusteigen, sind ab2r gezwungen, den Weg über die ganze Spirale des Schraubenblattes zu nehmen. Dadurch tritt eine rasche und ,gleichmäßige Mischung des unteren Alkohols ein. Sein Gehalt nimmt stetig zu und die dir ch Hahn 12' abfallenden Tropfen zeigen gleichfalls eine stetige Zunahme des Alkoholgehalts. Wie sich mathematisch feststellen läßt, ist die Steigerung des Alkoholgehalts im unteren Gefäß 15 eine wechselnde, je nachdem - aus dem oberen Gefäß i die gleiche oder eine geringere Menge zutropft, als im unteren abtropft. Man kann die Konzentration auf diese Weise als gerade Linie oder als flache oder steile Kurve erhalten.
  • Die abtropfende Flüssigkeit der Schale 2o gelangt nun in die im Behälter 23 mit den Ob- jekten b.-findliche Flüssigkeit, wobei die aus den Stückchen austretende Flüssigkeit durch den Üb3rIaufheber 26 abzieht, so daß sich da-in allmählich nur noch die konzentrierte Flüssigkeit befindet, die infolge des, z. B. durch einen Deckel:28, erzielten Luftabschlusses erhalten bleibt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Apparat zum Auswaschen von Organstücken menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Körper für histologische Untersuchungen mittels in der Konzentration zunehmender Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß unter einem mit Einrichtung zum gleichmäßigen Abtropfen versehenen Behälter (i)' für die Konzentrationsflüssigkeit ein mit gleicher Einrichtung, sowie einer solchen zum Vermischen versehener Behälter (15) für die zu konzentrierende Flüssigkeit und unter diesem ein Auswaschapparat (23) vorgesehen ist.
  2. 2. Apparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablauföffnungen des Behälters (i) für die Konzentrationsflüssigkeit zu mit diesem fest verbundenen oder auswechselbaren Kapillartropfern füh- ren, welche verschiedene Abmessungen hab 2n und je für sich abschließbar sind. 3. Apparat nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapillartropfer aus einem senkrechten, an die Auslauföffnungen angeschlossenen Rohr (7) bestehen, deren unteres Ende in eine das Zulaufrohr (7) in spiraligen Windungen (8) umgebende Kapillare ausgezogen ist. 4. Apparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswaschbehälter eine doppelte Wandung besitzt und von seinem Boden ein Ablaufheber (26) ausgeht, der in dem Raum zwischen den beiden Gefäßwandungen mündet, und wobei die äußere Gefäßwandung unten mit einem Auslauf versehen ist.
DES52928D 1920-04-30 1920-04-30 Apparat zum Auswaschen von Organstuecken menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Koerper fuer histologische Untersuchungen Expired DE357324C (de)

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