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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung
zum Kompensieren von Drehstößen, insbesondere
von Drehmomentschwankungen einer Brennkraftmaschine, mittels mindestens
zweier koaxial zueinander angeordneter, entgegen der Wirkung einer
Dämpfungseinrichtung
zueinander verdrehbarer Schwungmassen, von denen die eine mit der
Brennkraftmaschine und die andere mit dem Eingangsteil eines Getriebes verbindbar
ist, die Dämpfungseinrichtung
in Umfangsrichtung wirksame Kraftspeicher und/oder Reib- oder Gleitmittel
umfasst.
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Derartige Einrichtungen sind beispielsweise durch
die
DE 29 31 423 A1 bekannt.
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Der vorliegenden Erfindung lag die
Aufgabe zugrunde, derartige Einrichtungen zu verbessern, insbesondere
hinsichtlich der Konstruktion bzw. des Aufbaues, der Verschleißfestigkeit
und der Funktion, weiterhin das mögliche Einsatzgebiet derartiger
Einrichtungen zu vergrößern. Außerdem soll
eine kostengünstige
Herstellung derartiger Einrichtungen gewährleistet sein.
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Gemäß der Erfindung wird dies bei
einer Einrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch erzielt,
dass ein gegenüber
beiden Schwungmassen verdrehbares Zwischenteil (Flansch) vorgesehen
ist, das mit jeder der Schwungmassen über einen Dämpfer gekoppelt ist, und das
nur über
seine radial äußeren Bereiche
an einer der Schwungmassen konzentrisch geführt ist.
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Besonders vorteilhaft kann es sein,
wenn das Zwischenteil an der mit der Brennkraftmaschine verbindbaren
Schwungmasse konzentrisch geführt ist.
Das Zwischenteil kann dabei über
seine Außenperipherie
konzentrisch geführt
sein. Weiterhin kann das Zwischenteil an der inneren Mantelfläche eines axialen
Fortsatzes einer der Schwungmassen konzentrisch geführt sein,
wobei es von Vorteil sein kann, wenn der axiale Fortsatz mit einer
der Schwungmassen einstöckig
ausgeführt
ist.
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Weiterhin kann es bei einer Einrichtung
gemäß der Erfindung
vorteilhaft sein, wenn sowohl die erste Dämpfungseinrichtung als auch
die weitere Dämpfungseinrichtung
jeweils mindestens zwei im axialen Abstand angeordnete Scheiben
aufweisen und jede Scheibengruppe an einer anderen der Schwungmassen
drehfest ist und ein zwischen beiden Paaren von Scheiben wirksamer
gemeinsamer Zwischenflansch zur Drehmomentübertragung zwischen erster
Dämpfungseinrichtung
und weiterer Dämpfungseinrichtung
vorgesehen ist. Angebracht kann es dabei sein, wenn der Zwischenflansch
radial beide Scheibenpaare überdeckt,
wobei, um eine in axialer Richtung besonders geringe Baulänge sicherzustellen,
es besonders zweckmäßig sein
kann, wenn die eine Scheibengruppe zumindest im wesentlichen radial
innerhalb der anderen vorgesehen ist und der Flansch beide Scheibengruppen
radial überdeckt.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der
Einrichtung kann gegeben sein, wenn das Eingangsteil der weiteren
Dämpfungseinrichtung
durch die mit der ersten Schwungmasse verbundene Scheibengruppe
gebildet ist, das Ausgangsteil durch den Zwischenflansch, der auch
das Eingangsteil der ersten Dämpfungseinrichtung
bildet, deren Ausgangsteil durch die beiden mit der zweiten Schwungmasse
verbundenen Scheiben gebildet ist.
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Besonders vorteilhaft kann es dabei
sein, wenn zur möglichen
Verdrehung beider Schwungmassen zueinander zwischen dem Zwischenflansch und
der radial inneren Scheibengruppe und/oder dem Zwischenflansch und
der radial äußeren Scheibengruppe
eine formschlüssige
Verbindung herstellbar ist. Eine solche formschlüssige Verbindung kann durch
Bildung von Anschlagkonturen am Flansch sowie an der bzw. an den
Scheibengruppen, welche miteinander zusammenwirken, sichergestellt
werden.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung kann es angebracht sein, wenn das Paar von Scheiben der
ersten Dämpfungseinrichtung
mit der zweiten Schwungmasse, welche mit dem Eingangsteil eines
Getriebes verbindbar ist, drehfest ist und das Paar von Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
mit der ersten, welche mit der Brennkraftmaschine verbunden ist.
Vorteilhaft kann es jedoch auch sein, wenn das Paar von Scheiben
der ersten Dämpfungseinrichtung
mit der ersten Schwungmasse drehfest ist und das Paar von Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
mit der zweiten Schwungmasse.
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Ein besonders einfacher Aufbau der
weiteren Dämpfungseinrichtung
kann sichergestellt werden, wenn der Zwischenflansch axial zwischen
dem Paar von Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung zur Erzeugung
eines Rutschmomentes eingespannt ist. Dabei kann es je nach Größe des erforderlichen
Rutschmomentes vorteilhaft sein, wenn der Flansch und die beiden
Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
unmittelbar aneinander reiben. Für
die weitaus meisten Anwendungsfälle
wird es jedoch angebracht sein, wenigstens zwischen einer der Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
und dem Flansch ein Reib- oder Gleitbelag vorzusehen, so daß durch
entsprechende Reib- bzw. Gleitbeläge das Rutschmoment an den
jeweiligen Anwendungsfall angepaßt werden kann.
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Die axiale Verspannung des Flansches
zwischen dem Paar von Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung kann in
besonders einfacher Weise dadurch sichergestellt werden, daß eine Scheibe
der weiteren Dämpfungseinrichtung
axial an einer der Schwungmassen festgelegt und die andere Scheibe gegen- über dieser
axial verlagerbar ist. Dabei kann zweckmäßigerweise die axial festgelegte
Scheibe die andere gegen Verdrehung sichern. Diese Verdreh sicherung
zwischen beiden Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung kann in
vorteilhafter Weise dadurch erfolgen, daß mindestens eine der Scheiben
axiale Vorsprünge
aufweist, die in Ausschnitte der anderen Scheibe eingreifen. Dabei
kann sich ein besonders einfacher Aufbau ergeben, wenn diese Vorsprünge durch
einstöckig
an mindestens eine der Scheiben angeformte, in Achsrichtung sich
erstreckende Lappen gebildet sind, die in am Außenumfang der anderen Scheibe
vorgesehene Ausschnitte axial hineinragen. Je nach Anwendungsfall
kann es angebracht sein, wenn diese Vorsprünge die axial festgelegte Scheibe
und/oder die axial verlagerbare Scheibe der weiteren Dämpfungseinrichtung
trägt. Weiterhin
kann es von Vorteil sein, wenn die axialen Vorsprünge am radial äußeren Umfang
mindestens einer der Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung vorgesehen
sind, so daß diese
den Zwischenflansch außen
axial übergreifen
können.
Die axiale Festlegung mindestens einer der Scheiben der weiteren
Dämpfungseinrichtung
an einer der Schwungmassen kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
durch eine Nietverbindung erfolgen.
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Zur Erzeugung eines Rutschmomentes
zwischen dem Paar von Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung und dem
Zwischenflansch kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die axial
verlagerbare Scheibe der weiteren Dämpfungseinrichtung durch einen
Kraftspeicher axial in Richtung der anderen Scheibe beaufschlagt
wird. Durch entsprechende Auslegung des Kraftspeichers kann somit
das Rutschmoment der weiteren Dämpfungseinrichtung variiert
und an den jeweiligen Einsatzfall angepaßt werden. Angebracht kann
es dabei sein, wenn der die axial verlagerbare Scheibe beaufschlagende Kraftspeicher
sich an der Schwungmasse abstützt, an
der auch die axial festgelegte Scheibe befestigt ist.
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In vorteilhafter Weise kann der Kraftspeicher durch
ein tellerfederartiges Element gebildet sein, wobei dieses am Umfang
geschlitzt bzw. offen sein kann und der Außenumfang desselben von einer Schulter
der Schwungmasse, an der das tellerfederartige Element sich abstützt, umfaßt werden.
Solche am Umfang geschlitzte bzw. offene, tellerfederartige Elemente
lassen sich in besonders einfacher Weise durch Rollen eines Materialstreifens
herstellen. Weiterhin kann ein solches tellerfederartiges Element
in einfacher Weise in die es umfassende Nut bzw. Schulter montiert
werden.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung können
die an mindestens einer der Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
zu Verdrehsicherung vorgesehenen axialen Vorsprünge durch Freischnitte im Flansch
hindurchragen. Diese Freischnitte können in vorteilhafter Weise
am Außenumfang
des Flansches eingebracht und gegebenfalls nach außen hin
offen sein. Besonders zweckmäßig kann
es dabei sein, wenn zwischen den Freischnitten und den Vorsprüngen in
Umfangsrichtung zumindest in dem möglichen Verdrehwinkel der weiteren
Dämpfungseinrichtung
entsprechendes Spiel vorhanden ist. Weiterhin kann es angebracht
sein, wenn zumindest einzelne der axialen Vorsprünge zur Begrenzung des Verdrehwinkels
der weiteren Dämpfungseinrichtung
an den Konturen der Freischnitte des Flansches zur Anlage kommen.
Diese Anschlagkonturen für
die Vorsprünge
mindestens einer der Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung können in vorteilhafter
Weise durch radiale Ausleger gebildet sein, die der Flansch an seiner äußeren Peripherie angeformt
hat. Somit kann der Verdrehwinkel der weiteren Dämpfungseinrichtung durch Anlage
der Ausleger des Flansches an axialen Vorsprüngen mindestens einer der Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
begrenzt werden.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann
es zweckmäßig sein,
wenn in dem Paar von Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung in Achsrichtung
fluchtende Ausnehmungen zur Aufnahme von zwischen diesen Scheiben
und dem Flansch zusammendrückbaren
Kraftspeichern vorgesehen sind. Angebracht kann es dabei sein, wenn
diese Kraftspeicher in den Endbereichen des Verdrehwinkels der weiteren
Dämpfungseinrichtung
wirksam werden.
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Derartige Kraftspeicher können in
vorteilhafter Weise als Anschlagkörper zur Begrenzung des Verdrehwinkels
der weiteren Dämpfungseinrichtung dienen.
Dadurch wird vermieden, daß zum
Beispiel zwischen den Auslegern des Flansches und den beiden Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
in den Endbereichen des Verdrehwinkels dieser weiteren Dämpfungseinrichtung
ein harter Aufprall entsteht, und es können somit Geräusche vermieden werden.
Zweckmäßig kann
es sein, wenn die Kraftspeicher durch Schraubenfedern und/oder Gummiblöcke gebildet
sind. Zweckmäßig kann
es dabei sein, wenn die Kraftspeicher, in Umfangsrichtung zwischen
den Auslegern des Flansches gesehen, durch diese unmittelbar beaufschlagbar
sind.
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Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung
kann es besonders kostengünstig
sein, wenn der zwischen dem Flansch und Mindestens einer der Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
wirksame Reibbelag durch einzelne, auf den Auslegern des Flansches
befestigte Segmente aus Reib- oder Gleitwerkstoff gebildet ist.
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Weiterhin kann es vorteilhaft sein,
wenn der Flansch durch zumindest eine der Schwungmassen konzentrisch
geführt
wird.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der
Einrichtung kann gegeben sein, wenn zumindest eine der Schwungmassen
einen ringartigen, axial in Richtung der anderen Schwungmasse sich
erstreckenden Fortsatz aufweist, radial innerhalb dessen die weitere
Dämpfungseinrichtung
und die erste Dämpfungseinrichtung
angeordnet sind. Zweckmäßig kann
es dabei sein, wenn der Fortsatz die weitere Dämpfungseinrichtung axial übergreift,
da dann für manche
Anwendungsfälle
in vorteilhafter Weise das tellerfederartige Element, welches die
axial verlagerbare Scheibe der weiteren Dämpfungseinrichtung beaufschlagt,
in einer im offenen Endbereich des Fortsatzes vorgesehenen Nut axial
und radial abgestützt
werden kann. Für
andere Anwendungsfälle kann
es jedoch auch angebracht sein, wenn auf der Stirnseite des die
weitere Dämpfungseinrichtung
axial übergreifenden
Fortsatzes die axial festgelegte Scheibe der weiteren Dämpfungseinrichtung
befestigt ist, so daß zwischen
der den Fortsatz aufweisenden Schwungmasse und dieser Scheibe ein
ringförmiger
Raum gebildet werden kann, in dem der Flansch radial hineinragen
und in dem die axial verlagerbare Scheibe der weiteren Dämpfungseinrichtung
aufgenommen werden kann. Zweckmäßig kann es
dabei sein, wenn die erste, mit der Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine
verbundene Schwungmasse den Fortsatz aufweist. Bei dem zuletzt beschriebenen
Aufbau kann es weiterhin angebracht sein, wenn das tellerfederartige
Element der weiteren Dämpfungseinrichtung
zwischen der ersten Schwungmasse und der axial verlagerbaren Scheibe
der weiteren Dämpfungseinrichtung
verspannt ist.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können zur
konzentrischen Führung
des Flansches die am Außenumfang
des Flansches angeformten Ausleger sich am axialen Fortsatz der
Schwungmasse radial abstützen.
Durch einen derartigen Aufbau kann vermieden werden, daß die Funktion
der ersten Dämpfungseinrichtung
durch Fremdreibung beeinträchtigt
wird. Dies ist insbesondere für
diejenigen Verdrehbereiche der ersten Dämpfungseinrichtung, in denen
das zwischen den beiden Schwungmassen übertragene Moment verhältnismäßig klein
ist, besonders vorteilhaft. Zweckmäßig kann es weiterhin sein,
wenn zwischen dem Fortsatz der entsprechenden Schwungmasse und den
Auslegern des Flansches ein Reib- oder Gleitbelag vorgesehen ist,
der zur radialen Führung
des Flansches herangezogen wird. Ein besonders vorteilhafter Aufbau
der Einrichtung kann gegeben sein, wenn zumindest einzelne Ausleger
des Flansches jeweils von einer aus Reib- und/oder Gleitmaterial
bestehenden Kappe umgriffen sind, die einerseits die radiale Führung des
Flansches sicherstellt und andererseits zur Erzeugung eines Reibmomentes
zwischen den Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung und dem
Flansch eingespannt ist. Dabei können
die Kappen in vorteilhafter Weise – in Umfangsrichtung betrachtet – an ihren Endbereichen
elastisch verformbare Anschlagbereiche angeformt haben, die mit
Anschlägen
zur Begrenzung des Verdrehwinkels der weiteren Dämpfungseinrichtung zusammenwirken
können.
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Entsprechend einem zusätzlichen
Merkmal der Erfindung können
zur Zentrierung des Flansches zumindest einzelne seiner Ausleger – in Umfangsrichtung
betrachtet – von
einem sich am axialen Fortsatz der entsprechenden Schwungmasse abstützenden
bügelartigen
Füh rungsschuhe
umgriffen werden, wobei in vorteilhafter Weise die Seitenschenkel
der bügelartigen
Führungsschuhe
bzw. Führungsbügel mit
Anschlägen
zur Begrenzung des Verdrehspieles der weiteren Dämpfungseinrichtung zusammenwirken
können.
Diese Anschläge
können
beispielsweise durch zwischen den beiden Scheiben sich axial erstreckende
Verbindungsmittel, oder aber, wie bereits beschrieben, durch in
Ausnehmungen der beiden Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung aufgenommene
Kraftspeicher, oder aber auch durch am Fortsatz der entsprechenden
Schwungmasse vorgesehene Anschläge
gebildet sein. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn zwischen
den Seitenschenkeln der Führungsbügel und
den Auslegern des Flansches in Umfangsrichtung Spiel vorhanden ist.
Angebracht kann es auch sein, wenn zwischen den Seitenschenkeln
der Führungsbügel und
den Auslegern des Flansches ein Kraftspeicher vorgesehen ist. Derartige
Kraftspeicher können
in vorteilhafter Weise durch einen elastischen Werkstoff, wie Gummi,
gebildet sein. Diese Kraftspeicher vermeiden einen zu harten Anschlag
in den Endbereichen der weiteren Dämpfungseinrichtung, wodurch
Geräusche
vermieden werden können.
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Zur Begrenzung der zwischen den beiden Schwungmassen
möglichen
Verdrehwinkels kann es weiterhin vorteilhaft sein, wenn zwischen
Flansch und der zweiten Schwungmasse Anschläge zur Begrenzung des Winkelausschlages
der ersten Dämpfungseinrichtung
vorgesehen sind. Angebracht kann es dabei sein, wenn die Anschläge durch
Abstandsbolzen gebildet sind, die einerseits die Scheiben der ersten
Dämpfungseinrichtung
untereinander und andererseits mit der zweiten Schwungmasse verbinden und
die durch Ausschnitte des Flansches axial hindurchragen. Zweckmäßig kann
es dabei sein, wenn durch Anschlag der Abstandsbolzen an den Endbereichen
der Ausschnitte im Flansch der Verdrehwinkel der ersten Dämpfungseinrichtung
begrenzt wird. In vorteilhafter Weise können dabei die Ausschnitte im
Flansch derart angeordnet und ausgebildet sein, daß der Flansch
an seiner Innenperipherie radiale Zähne aufweist, die zwischen
die Abstandsbolzen greifen. Vorteilhaft kann es dabei sein, wenn
die Zähne
durch die Einbringung von Ausschnitten in die radial inneren Bereiche
des Flansches gebildet sind. Durch Anschlag der die beiden Scheiben
der ersten Dämpfungseinrichtung
verbindenden Abstandsbolzen an den Zähnen des Flansches kann somit
die Verdrehung des Flansches gegenüber der entsprechenden Schwungmasse
begrenzt werden.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit
der Erfindung können
die Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung über Abstandsmittel,
wie Abstandsbolzen zueinander axial festgelegt sein und mindestens
eine der Scheiben zwischen den Abstandsbolzen eine in Umfangsrichtung
verlaufende federnd vorgespannte Wellung aufweisen, die den Flansch
in Richtung der anderen Scheibe verspannt. Bei einem derartigen
Aufbau der weiteren Dämpfungseinrichtung
ist ein spezieller Kraftspeicher zur Verspannung der beiden Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
aufeinander zu nicht erforderlich. Bei einem derartigen Aufbau ist
es weiterhin vorteilhaft, wenn die zwischen den beiden Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung
vorgesehenen Abstandsbolzen gleichzeitig zur, Befestigung der Scheiben
an einer der Schwungmassen dienen.
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Weiterhin kann es vorteilhaft sein,
wenn die weitere Dämpfungseinrichtung
derartig ausgebildet ist, daß die
beidseits des Flansches vorgesehenen Scheiben mittels über den
Umfang verteilter Federbügel
bzw. Klammern gegen den Flansch verspannt werden. Angebracht kann
es dabei sein, wenn die Bügel
bzw. Klammern den Flansch und die beiden Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
axial übergreifen
und mit radial verlaufenden Schenkeln die Scheiben axial hintergreifen
und in Richtung des Flansches beaufschlagen. Die Schenkel der Bügel bzw.
Klammern können
sich dabei in vorteilhafter Weise radial nach innen hin erstrecken.
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Weiterhin kann es vorteilhaft sein,
wenn eine der Schwungmassen axiale Vorsprünge aufweist, die in Ausschnitte
der den Flansch flankierenden Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
eingreifen, zu deren Drehsicherung. Dabei kann es besonders vorteilhaft
sein, wenn – in
Umfangsrichtung betrachtet – zwischen
die axialen Vorsprünge
am Umfang des Flansches angeformte Ausleger radial eingreifen und
Kraftspeicher in Ausnehmungen der Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
aufgenommen sind, die als Endanschlag zur Begrenzung des Verdrehwinkels
der weiteren Dämpfungseinrichtung
für die
Ausleger des Flansches dienen. Weiterhin kann es zweckmäßig sein,
wenn zumindest einzelne Ausnehmungen zur Aufnahme der Kraftspeicher
der einen Scheibe gegenüber
den ihnen axial gegenüberliegenden
Ausnehmungen der anderen Scheibe in Umfangsrichtung derart versetzt
sind, daß die
in den sich axial gegenüberliegenden
Ausnehmungen aufgenommenen Kraftspeicher die Scheiben gegen die sich
durch Ausschnitte der Scheiben hindurchragenden Vorsprünge in Umfangsrichtung
verspannen. Dadurch werden Geräusche
vermieden. Angebracht kann es sein, wenn die axialen Vorsprünge durch Bolzen
oder Stifte gebildet sind, die an einer der Schwungmassen befestigt
sind.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung
der Erfindung kann es vorteilhaft sein, wenn der Flansch im Bereich
zwischen den Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung axiale Ausnehmungen
aufweist, in denen Reibblöcke
bzw. Reibbeläge
aufgenommen sind, die zwischen den Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
verspannt sind. Für
manche Anwendungsfälle
kann es dabei angebracht sein, wenn die Ausnehmungen im Flansch
axial durchgehend sind und durch diese jeweils ein Reibblock mit
einer größeren Dicke
als die des Flansches sich hindurch erstrecken. Vorteilhaft kann
es dabei sein, wenn die Reibblöcke
in ihren Ausnehmungen axial verschiebbar sind, in radialer und/oder
Umfangsrichtung jedoch geführt
werden.
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Für
manche Anwendungsfälle
kann es jedoch auch zweckmäßig sein,
wenn die axialen Ausnehmungen ein Paar von hintereinander angeordneten
Reibblöcken
aufnehmen, zwischen denen ein Kraftspeicher, wie zum Beispiel eine
Tellerfeder, vorgesehen ist, der die Reibblöcke gegen die Scheiben der
weiteren Dämpfungseinrichtung
verspannt. Um eine einfache Montage der Einrichtung zu ermöglichen,
kann es dabei vorteilhaft sein, wenn das Paar von Reibblöcken und
der zwischengelegte Kraftspeicher über Verbindungsmittel axial
zusammengehalten sind, wobei jedoch die Verbindungsmittel eine begrenzte
axiale Verlagerung der beiden Reibblöcke zueinander, entgegen der
Wirkung des dazwischen vorgesehenen Kraftspeichers ermöglichen.
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Bei Verwendung von Reibblöcken in
der weiteren Dämpfungseinrichtung
kann es besonders vorteilhaft sein, wenn der Flansch aufeinander
zu gerichtete Sacklochbohrungen aufweist zur Aufnahme von Reibblöcken, wobei
die zwischen jeweils zwei axial aufeinander zu gerichteten Sacklochbohrungen
vorhandene Zwischenwandung des Flansches einen Durchbruch ausweist,
durch welchen ein, das Paar von sich axial gegenüberliegenden Reibblöcken zusammenhaltendes
Verbindungsmittel hindurchragt, wobei zwischen mindestens einem
der Reibblöcke und
der Zwischenwandung ein Kraftspeicher, wie eine Tellerfeder, angeordnet
ist, der die Reibblöcke zwischen
den Scheiben der weiteren Dämpfungseinrichtung
verspannt und weiterhin die Verbindungsmittel eine begrenzte axiale
Verlagerung der sich gegenüberliegenden
Blöcke
entgegen der Wirkung des Kraftspeichers ermöglichen.
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Entsprechend einem weiteren Merkmal
der Erfindung kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die erste
Dämpfungseinrichtung
radial innerhalb der weiteren Dämpfungseinrichtung
vorgesehen ist.
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Anhand der 1 bis 11 sei
die Erfindung näher
erläutert
Dabei zeigt:
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1 eine
im Schnitt dargestellte Einrichtung gemäß der Erfindung,
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2 eine
teilweise Ansicht gemäß dem Pfeil
II, der in 1 dargestellten
Einrichtung,
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3 eine
im Schnitt dargestellte Ausgestaltungsmöglichkeit einer weiteren Dämpfungseinrichtung
für eine
erfindungsgemäße Einrichtung,
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4 und 5 eine andere Ausgestaltungsmöglichkeit
einer weiteren Dämpfungseinrichtung
für eine
erfindungsgemäße Einrichtung,
wobei 5 einen Schnitt
gemäß der Linie
V-V der 4 darstellt,
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6 eine
andere mögliche
Ausgestaltungsmöglichkeit
einer weiteren Dämpfungseinrichtung
für eine
erfindungsgemäße Einrichtung,
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die 7 und 8 sowie 9 und 10 weitere Konstruktionsmöglichkeiten
von weiteren Dämpfungseinrichtungen
für eine
erfindungsgemäße Einrichtung, wobei 8 eine Scheibe des Scheibenpaares
der weiteren Dämpfungseinrichtung
im nichtmontierten Zustand zeigt und 9 einen
Schnitt gemäß der Linie
IX-IX der 10 darstellt,
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11 eine
zusätzliche
Ausführungsmöglichkeit
einer weiteren Dämpfungseinrichtung
für eine erfindungsgemäße Einrichtung.
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Die in den 1 und 2 dargestellte
Einrichtung 1 zum Kompensieren von Drehstößen besitzt ein
Schwungrad 2 welches in zwei Schwungmassen 3 und 4 aufgeteilt
ist. Die erste Schwungmasse 3 ist auf einer Kurbelwelle 5 einer
nicht näher
dargestellten Brennkraftmaschine über Befestigungsschrauben 6 befestigt.
Auf der zweiten Schwungmasse 4 ist eine Reibungskupplung 7 über nicht näher dargestellte
Mittel befestigt. Zwischen der Druckplatte 8 der Reibungskupplung 7 und
der Schwungmasse 4 ist eine Kupplungsscheibe 9 vorgesehen,
welche auf der Eingangswelle 10 eines nicht näher dargestellten Getriebes
aufgenommen ist. Die Druckplatte 8 der Reibungskupplung 7 wird
in Richtung der Schwungmasse 4 durch eine am Kupplungsdeckel 11 schwenkbar
gelagerte Tellerfeder 12 beaufschlagt. Durch Betätigung der
Reibungskupplung 7 kann die Schwungmasse 4 und
somit auch das Schwungrad 2 der Getriebeeingangswelle 10 zu-
und abgekuppelt werden. Zwischen der Schwungmasse 3 und
der Schwungmasse 4 ist eine erste Dämpfungseinrichtung 13 sowie
eine mit dieser in Reihe geschaltete weitere Dämpfungseinrichtung 14 vorgesehen,
welche eine begrenzte Relativverdrehung zwischen den beiden Schwungmassen 3 und 4 ermöglichen.
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Die beiden Schwungmassen 3 und 4 sind
relativ zueinander über
eine Lagerung 15 verdrehbar gelagert. Die Lagerung 15 umfaßt ein Wälzlager
in Form eines zweireihigen Schrägkugellagers 16 mit geteiltem
Innenring 17. Der äußere Lagerring 16a des
Wälzlagers 16 ist
in einer Bohrung 18 der Schwungmasse 4 und der
innere geteilte Lagerring 17 des Wälzlagers 16 ist auf
einem zentralen sich axial von der Kurbelwelle 5 weg erstreckenden
zylindrischen Zapfen 19 der Schwungmasse 3 angeordnet.
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Die beiden Teilringe 17a, 17b des
Innenringes 17 werden durch einen Kraftspeicher in Form
einer Tellerfeder 20 axial verspannt. Zur Sicherung des Teilringes 17b ist
aus der Stirnseite 19a des Zapfens 19 eine Sicherungsscheibe 21 mittels
Schrauben 21a befestigt, die sich radial nach außen über den
Zapfen 19 hinauser streckt und an der der Teilring 17b axial abgestützt ist.
Die zwischen Teilring 17a und Schwungmasse 3 angeordnete
Tellerfeder 20 beaufschlagt den Teilring 17a axial
in Richtung des Teilringes 17b indem sie sich mit radial äußeren Bereichen an
der Schwungmasse 3 abstützt
und mit radial inneren Bereichen gegen den Teilring 17a wirkt.
Infolge dieses Aufbaues werden die Wälzkörper des Lagers 16 zwischen
den ihnen zugeordneten Abwälzbahnen verspannt.
Um sicherzustellen, daß auch
bei Betätigung
der Reibungskupplung 7 das Lager verspannt bleibt, bringt
die Tellerfeder 20 eine Kraft auf, die größer ist
als die zum Betätigen
der Reibungskupplung 7 erforderliche Maximalkraft. Als
vorteilhaft hat es sich erwiesen, die von der Tellerfeder 20 erzeugte Kraft
zumindest annähernd
doppelt so hoch zu wählen
als die zum Ausrücken
der Reibungskupplung 7 erforderliche Maximalkraft.
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Die Schwungmasse 3 besitzt
radial außen
einen axialen, ringförmigen
Fortsatz 22, der eine Kammer 23 bildet, in der
die erste Dämpfungseinrichtung 13 sowie
die weitere Dämpfungseinrichtung 14 im wesentlichen
aufgenommen sind. Das Eingangsteil der weiteren Dämpfungseinrichtung 14 ist
durch eine Scheibengruppe, nämlich
die zwei im axialen Abstand voneinander vorgesehenen Scheiben 24, 25 gebildet,
die drehfest mit der Schwungmasse 3 sind. Die ringförmige Scheibe 25 ist
auf der Stirnfläche 22a des
Fortsatzes 22 mittels Niete 26 befestigt und begrenzt
axial mit nach innen reichenden Bereichen 25a die Kammer 23.
Die in der Kammer 23 aufgenommene Scheibe 24 besitzt
axiale Vorsprünge,
die durch am Außenumfangeinstückig angeformte
Lappen 24a gebildet sind. Zur Drehsicherung der Scheibe 24 gegenüber der
Scheibe 25 greifen die Lappen 24a in Ausnehmungen 27 der
Scheibe 25 ein. Die Ausnehmungen 27 und die Lappen 24a sind
derart ausgestaltet, daß eine
axiale Verlagermöglichkeit
der Scheibe 24 gegenüber
der Scheibe 25 gegeben ist. Axial zwischen den beiden Scheiben 24 und 25 sind radiale
Ausleger 28 des Flansches 29 eingespannt, indem
ein axial zwischen der Scheibe 24 und der Schwungmasse 3 vorgesehener
Kraftspeicher in Form einer Tellerfeder 30 die Scheibe 24 in
Richtung der Scheibe 25 beaufschlagt. Hierfür stützt sich
die Tellerfeder 30 mit radial äußeren Bereichen an der Druckplatte 3 und
mit radial inneren Bereichen an der Scheibe 24 ab. Die
Tellerfeder 30 ist an ihrem Umfang offen bzw. geschlitzt,
d. h. daß ihr
ringförmiger Grundkörper an
einer Stelle getrennt ist, und stützt sich mit ihrer radial äußeren Peripherie
an einer kreisringförmigen
Schulter 31 der Schwungmasse 3 radial ab. Zwischen
den Auslegern 28 des Flansches 29 und den beiden
Scheiben 24 und 25 sind jeweils Reibbeläge in Form
von einzelnen, auf die Ausleger 28 aufgeklebten Belagsegmenten 32 vorgesehen.
Im Bereich zwischen den Auslegern 28 des Flansches 29 sind
in den Scheiben 24 und 25 Ausnehmungen 33, 34 eingebracht,
die axial fluchten und Kraftspeicher 35 aufnehmen. Im dargestellten
Beispiel sind diese Kraftspeicher durch Schraubenfedern 35 gebildet,
es könnten
jedoch auch z. B. Hartgummifedern verwendet werden. Die Kraftspeicher 35 dienen
als Endanschläge
für die
Ausleger 28 des Flansches 29 und begrenzen somit
den Verdrehwinkel der weiteren Dämpfungseinrichtung 14.
Durch die Dämpfungswirkung
der Kraftspeicher 35 wird ein zu harter Anschlag in den
Endbereichen des Verdrehwinkels der weiteren Dämpfungseinrichtung vermieden.
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Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, in der die weitere Dämpfungseinrichtung
in einer Zwischenposition dargetellt ist, ist zwischen den Kraftspeichern 35 und
den Auslegern 28 ein Spiel 36+36a vorhanden,
welches vergrößert um
den Betrag, um den die Kraftspeicher 35 zusammengedrückt werden können, den
möglichen
Verdrehwinkel zwischen den das Eingangsteil bildenden Scheiben 24, 25 und
dem das Ausgangsteil der weiteren Dämpfungseinrichtung 14 bildenden
Flansches 21 definiert.
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Der das Ausgangsteil der weiteren
Dämpfungseinrichtung 14 bildende
Flansch 29 stellt gleichzeitig das Eingangsteil für die erste
Dämpfungseinrichtung 13 dar.
Die erste Dämpfungseinrichtung 13 besitzt
eine weitere Scheibengruppe, nämlich
die zwei beidseits des Flansches 29 angeordneten Scheiben 37, 38,
die über
Abstandsbolzen 39 in axialem Abstand miteinander drehfest
verbunden und an der Schwungmasse 4 angelenkt sind. Die
beiden Scheiben 37, 38 werden radial außen von
den ringförmigen
Scheiben 24, 25 der weiteren Dämpfungseinrichtung 14 umgriffen.
Weiterhin sind bei dem dargestellten Beispiel die Scheiben 37 und 24 sowie 38 und 25 zumindest
annähernd
in einer gleichen Ebene angeordnet. In den Scheiben 37 und 38 sowie
in den radial innerhalb der Ausleger 28 liegenden Bereichen des
Flansches 29 sind Ausnehmungen 37a, 38a sowie 29a eingebracht,
in denen Kraftspeicher in Form von Schraubenfedern 40 aufgenommen
sind. Die Kraftspeicher 40 wirken einer relativen Verdrehung zwischen
dem Flansch 29 und den beiden Scheiben 37, 38 entgegen.
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Die erste Dämpfungseinrichtung 13 besitzt weiterhin
eine Reibeinrichtung 13a, welche über den gesamten möglichen
Verdrehwinkel zwischen den beiden Schwungmassen 3 und 4 wirksam
ist.
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Die Reibeinrichtung 13a ist
axial zwischen der Scheibe 37 und der Schwungmasse 3 angeordnet
und besitzt einen durch eine Tellerfeder gebildeten Kraftspeicher 41,
der zwischen der Scheibe 37 und einem Druckring 42 verspannt
gehalten wird, wodurch der zwischen dem Druckring 42 und
der Schwungmasse 3 angeordnete Reibring 43 eingespannt
wird. Die durch die Tellerfeder 41 auf die Scheibe 37 ausgeübte Kraft
wird über
das Lager 16 abgefangen. Der Druckring 42 ist
mit Auslegern 42a versehen, die den Kopf der Niete 39 umgreifen,
wodurch der Druckring drehfest ist mit der Schwungmasse 4.
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An seiner radial inneren Peripherie
weist der Flansch 29 nach innen hin offene Ausschnitte 44 auf, durch
welche die Abstandsbolzen 39 axial hindurchragen. Diese
Ausschnitte bilden radial nach innen weisende Zähne 45, die – in Umfangsrichtung
betrachtet – zwischen
die Abstandsbolzen 39 eingreifen und mit diesen als Anschläge zur Begrenzung
des Winkelaussschlages der ersten Dämpfungseinrichtung 13 zusammenwirken.
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Die Ausnehmungen 37a, 38a der
beiden Scheiben 37, 38 und die Ausnehmungen 29a des Flaschen 29 sowie
die darin vorgesehenen Schraubenfedern (40) sind über den
Umfang der ersten Dämpfungseinrichtung 13 derart
angeordnet und bemessen, daß eine
mehrstufige Dämpfungskennlinie entsteht.
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Zur zumindest annähernd konzentrischen Führung des
Flansches 29 gegenüber
der Drehachse 47 und somit auch gegenüber den Schwungmassen 3 und 4 stützt sich
der Flansch 29 mit seinen radialen Auslegern 28 an
der inneren Mantelfläche 22b des
axialen Fortsatzes 22 des Schwungrades 3 ab.
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Die Einrichtung gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist derart ausgebildet, daß,
ausgehend von einer in 2 dargestellten
Ruhestellung-, beim Auftreten einer Momentenänderung zunächst die erste Schwungmasse 3 mitsamt
dem Scheibenpaar 24, 25 und dem Flansch 29 gegenüber der
zweiten Schwungmasse 4 und dem Scheibenpaar 37, 38 verdreht
wird, und zwar entgegen der Wirkung der Federn 40, wobei
infolge der verschieden großen
Fensteröffnungen
im Flansch 29 und in dem Scheibenpaar 37, 38 ein
progressiver Anstieg der Dämpfungswirkung
erfolgt. Diese Relativverdrehung findet so lange statt, bis das
durch die Verspannung dieser Federn erzeugte Drehmoment das durch die
weitere Dämpfungseinrichtung 14 übertragbare Reibmoment
erreicht. Bei der Fortsetzung der Relativbewegung in dieser Richtung
beginnt sodann die weitere Dämpfungseinrichtung
durchzurutschen, wobei keine Relativverdrehung des Flansches 29 gegenüber der
zweiten Schwungmasse erfolgt, bis die Federn 35 an den
Flanken der Ausleger 28 anschlagen. Die Ausleger 28 bewirken
eine weitere Relativverdrehung des Flansches mitsamt der ersten Schwungmasse 3 gegenüber der
zweiten Schwungmasse 4, wobei die Federn weiterkomprimiert
werden, bis die Zähne 45 an
den Bolzen 39 zur Anlage kommen. Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, sind bei der
dargestellten Ausführungsform
die Ausleger 28 derart ausgebildet, daß sie zur Begrenzung des maximalen
Verdrehwinkels der heiteren Dämpfungseinrichtung 14 an
den Federn 35 zur Anlage kommen. Durch entsprechende Abänderung
der Anschlagkonturen der Ausleger 28 könnten jedoch noch zusätzlich die
Lappen 24a herangezogen werden. Bei einer solchen Ausführungsform
müßten die
jeweiligen Anschlagkonturen der Ausleger 28 gegenüber den
Kraftspeichern 35 und den Lappen 24a – in Umfangsrichtung
gesehen – derart
angeordnet sein, daß die
Kraftspeicher zunächst
die Drehmomentstöße abfangen
und dann gemeinsam mit den Lappen 24a die Verdrehung zwischen
den beiden Scheiben 24, 25 und dem Flansch 29 begrenzen.
Weiterhin wäre
es möglich,
die Kraftspeicher 35 entfallen zu lassen und lediglich
die Lappen 24a zur Begrenzung des Verdrehwinkels zwischen
Eingangsteil und Eingangsteil der weiteren Dämpfungseinrichtung heranzuziehen.
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Bei der in 3 dargestellten Ausführungsvariante besitzt die
mit der ersten Schwungmasse 103 über eine Nietverbindung 126 drehfest
verbundene Scheibe 125 radial außen angeformte und sich axial
erstreckende Lappen 125a. Die Lappen 125a erstrecken
sich in Richtung der zweiten Schwungmasse 104 und greifen
axial in Ausschnitte 127, die am äußeren Umfang der Scheibe 124 vorgesehen sind.
Die Ausschnitte 127 und die Lappen 125a sind derart
aufeinander abgestimmt, daß die
Scheibe 124 gegenüber
der Scheibe 125 in Umfangsrichtung festgelegt ist, in axialer
Richtung jedoch eine Nachstellmöglichkeit
besitzt. Zwischen den beiden, das Eingangsteil der weiteren Dämpfungseinrichtung 114 bildenden
Scheiben 124 und 125 ist ein Flansch 129, der
das Ausgangsteil der weiteren Dämpfungseinrichtung 114 bildet,
eingespannt. Zwischen dem Flansch 129 und den Scheiben 124, 125 ist
jeweils ein Reibbelag 132 angeordnet. Der Flansch 129 bildet
gleichzeitig das Eingangsteil für
die erste Dämpfungseinrichtung 113,
deren Ausgangsteil wiederum durch zwei über Abstandsbolzen 139 untereinander sowie
mit der Schwungmasse 104 drehfest verbundenen Scheiben 137, 138 gebildet
ist. Die weitere Dämpfungseinrichtung 114 und
die erste Dämpfungseinrichtung 113 sind
wiederum radial innerhalb eines axialen Fortsatzes 122 der
Schwungmasse 103 angeordnet. In die radial innere Mantelfläche des Fortsatzes 122 ist
im Bereich des freien Endes eine Blut 131 eingebracht,
an der sich sowohl in axialer als auch in radialer Richtung eine
Tellerfeder 130 abstützt.
Zur besseren Montage ist diese Tellerfeder 130 an ihrem
Umfang geschlitzt bzw. offen. Mit ihren radial inneren Bereichen
beaufschlagt die Tellerfeder 130 die Scheibe 124 axial
in Richtung der Scheibe 125, wodurch der Flansch 129 zwischen
diesen beiden Scheiben axial eingespannt und über die axiale Kraft und die
Reibwerte zwischen den Reibbeläge 132 und
dem Flansch das übertragbare
Rutschmoment der weiteren Dämpfungseinrichtung
definiert ist.
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Bei der in den 4 und 5 dargestellten
Ausführungsvariante
einer weiteren Dämpfungseinrichtung 214 sind
zwischen der radial inneren Mantelfläche 222b des axialen
Fortsatzes 122 der Schwungmasse 203 und den Auslegern 228 des
Flansches 221 Reib- bzw. Gleitbeläge 248 angeordnet. Über diese
Reib- bzw. Gleitbeläge 248 wird
der Flansch 229 konzentrisch zur Schwungmasse 203 geführt. Die
Reib- bzw. Gleitbeläge 248 bilden
im dargestellten Ausfüh rungsbeispiel
den Boden von Kappen 249, welche auf die Ausleger 228 aufgesetzt
sind und diese umgreifen. Die seitlichen Bereiche 250, 251 der Kappen 249 sind
zwischen den Auslegern 228 des Flansches 229 und
den beidseits des Flansches angeordneten Scheiben 224, 225 der
weiteren Dämpfungseinrichtung 214 axial
eingespannt zur Erzeugung eines Reibmomentes. Die axiale Einspannung wird
durch eine Tellerfeder 232 sichergestellt, die die Scheibe 225 axial
beaufschlagt und sich an der Schwungmasse 203 axial abstützt. Zur
radialen Sicherung der Kappen 249 entgegen der Fliehkrafteinwirkung
weisen die seitlichen Bereiche 250, 251 auf ihrer
den Auslegern 228 zugewandten Seite bogenförmige Wulste 250a, 251a auf,
die in entsprechend angepaßte,
bogenförmige
Nuten 152 der Ausleger 228 eingreifen. Um ein
Aufschieben der Kappen 249 aufgrund ihrer Eigenelastizität auf die
Ausleger 228 zu ermöglichen,
erstrecken sich – in
Umfangsrichtung gesehen – die
Wulste 250a, 251a lediglich über einen Teilbereich der Erstreckung
der Nuten 252 bzw. der Ausleger 228. Die in Umfangsrichtung
betrachteten Bereiche 253, 254 der Kappen 249 bilden
elastische bzw. stoßdämpfende
Anlagebereiche, die zur Begrenzung des Verdrehwinkels der weiteren
Dämpfungseinrichtung 214 mit
Anschlägen 255,
welche mit der Schwungmasse 203 drehfest sind, zusammenwirken.
Die Anschläge 255 sind
durch Stifte oder Bolzen gebildet, die in der Schwungmasse 203 verankert
sind und zur Drehsicherung der Scheiben 224, 225 letztere
durch Ausnehmungen 256 axial durchgreifen.
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Bei der in 6 dargestellten
Ausführungsvariante
sind zur Zentrierung des Flansches 329 gegenüber der
Schwungmasse 303 auf den Auslegern 328 des Flansches 329 bügelartige
Führungsschuhe 349 vorgesehen.
Die Führungsbügel 349 umgreifen die
Ausleger 328, wobei die radial verlaufenden Seitenschenkel
der Führungsbügel mit
Anschlägen 355 zur
Begrenzung des Verdrehwinkels der weiteren Dämpfungseinrichtung 314 zusammenwirken,
welche mit der Schwungmasse 303 drehfest sind. Wie bei
der in 4 und 5 dargestellten Ausführungsvariante
sind die Anschläge 355 durch
Stifte bzw. Bolzen, die in der Schwungmasse 303 verankert
sind und die beidseits des Flansches 329 angeordneten Scheiben
der weiteren Dämpfungseinrichtung 314 axial
durchgreifen, gebildet. Der die beiden Schenkel 353 und 354 der
Führungsbügel 349 verbindende Bereich 349a ist
zwischen der radial inneren Mantelfläche 322b des axialen
Fortsatzes 322 der Schwungmasse 303 und der radial äußeren Mantelfläche der
Ausleger 328 geführt.
Die Führungsbügel 349 weisen – in Umfangsrichtung
betrachtet – eine größere Erstreckung
auf als die der Ausleger 328, so daß beidseits dieser Ausleger 328 zwischen
diesen und den Seitenschenkeln 353, 354 der Führungsbügel 349 ein
Spiel X vorhanden ist. In den durch das Spiel X gebildeten Freiräumen sind
Kraftspeicher in Form von Hartgummiblöcken 357 vorgesehen.
Diese Hartgummiblöcke 357 bewirken
eine Dämpfung
des Anschlages zwischen den Seitenschenkeln 353, 354 und
den Anschlägen 355.
Die Schuhe 349 können aus
Metall oder Reib- oder Gleitmaterial bestehen.
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In den 7 und 8 sind die beiden Scheiben 424, 425 mittels
Abstandsmitteln in Form von Abstandsbolzen 455, sowohl
miteinander, als auch mit der Schwungmasse 403 fest verbunden.
Zwischen die beiden Scheiben 424, 425 greifen
radiale Ausleger 428 eines Flansches 429, wobei
zwischen den Auslegern 428 und den beiden Scheiben 424, 425 ein
Reibbelag 432 vorgesehen ist.
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Wie aus 8 hervorgeht, besitzt die Scheibe 425 zwischen
den Befestigungslöchern 455a für die Abstandsbolzen 455 eine
in Umfangsrichtung verlaufende Wellung 425a, welche im
montierten Zustand der Scheibe 425 vorgespannt ist, wie
dies aus 7 hervorgeht.
Aufgrund dieser Vorspannung wird der Flansch 429 bzw. dessen
Ausleger 428 axial zwischen den Scheiben 424, 425 eingespannt,
so daß bei
einer Relativverdrehung ein entsprechendes Reibmoment entsteht.
Zur Begrenzung des Verdrehwinkels der weiteren Dämpfungseinrichtung 414 sind in
Ausnehmungen der Scheiben 424, 425 wiederum Kraftspeicher 435 vorgesehen,
an denen die Ausleger 428 des Flansches 429 zur
Anlage kommen.
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Bei der in den 9 bis 11 gezeigten
Ausführungsform
sind die beidseits des Flansches 529 vorgesehenen Scheiben 524, 525 der
weiteren Dämpfungseinrichtung 514 mittels über den
Umfang verteilter Federbügel
bzw. Federklammern 530 gegen den Flansch 529 unter
Dazwischenlegung eines Reibringes 532 verspannt. Die Bügel bzw.
Klammern 530 übergreifen
den Flansch 529 sowie die beiden Scheiben 524 und 525 axial
und beaufschlagen mit radial nach innen gerichteten Federschenkeln 530a, 530b die
Scheiben 524, 525. Zur Drehsicherung der Scheiben 524, 525 sind
an der Schwungmasse 503 axiale Vorsprünge in Form von Bolzen 555 vorgesehen,
welche axial durch an sie angepaßte Löcher 555a, 555b der
Scheiben 524, 525 hindurchragen.
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In den Scheiben 524, 525 sind
Ausnehmungen 533, 534 zur Aufnahme von Kraftspeicher 535 vorgesehen,
die zur Begrenzung des Verdrehwinkels der weiteren Dämpfungseinrichtung 514 mit
den Auslegern 528 des Flansches 529 zusammenwirken.
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Wie aus 10 hervorgeht, sind im montierten Zustand
der Scheiben 524 und 525 die Ausnehmungen 533 der
Scheibe 524 gegenüber
den Ausnehmungen 534 der Scheibe 525 in Umfangsrichtung
um einen Betrag Y versetzt, wodurch die Kraftspeicher 335 zwischen
den Scheiben 524, 525 einseitig bzw. unsymmetrisch
axial verspannt werden. Diese unsymmetrische Verspannung der Kraftspeicher 335 bewirkt
wiederum, daß die
Scheiben 524, 525 gegen die durch die Löcher 555a, 555b hindurchragenden
Bolzen 555 in Umfangsrichtung verspannt werden. Die Funktion
der weiteren Dämpfungseinrichtung 514 wird
aufgrund dieser Verspannung wesentlich verbessert, da durch die
Verspannung ein Spiel z. B. zwischen den Löchern 555a, 555b der
Scheiben 524, 525 und den Bolzen 555 ausgeglichen
werden kann, so daß bei
einer Relativverdrehung stets eine Dämpfungswirkung vorhanden ist.
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Bei der in 11 dargestellten Ausführungsform einer weiteren Dämpfungseinrichtung 614 weist der
Flansch 629 im Bereich zwischen den Scheiben 624 und 625,
welche das Eingangsteil der weiteren Dämpfungseinrichtung 614 bilden,
axial aufeinander zu gerichtete Sacklochbohrungen 656, 657 auf,
in denen jeweils ein scheibenförmiger
Reibbelag 658, 659 aufgenommen ist. Die zwischen
den beiden Sacklochbohrungen 656 und 657 verbleibende
Zwischenwandung 660 des Flansches 629 weist einen
Durchbruch 661 auf, durch den ein Ver bindungsmittel in Form
eines Nietes 662 hindurchragt, der das Paar von sich axial
gegenüberliegenden
Reibbelägen 658, 659 axial
verbindet. Axial zwischen dem Reibbelag 658 und der Zwischenawandung 660 ist
eine verspannte Tellerfeder 663 vorgesehen, die ein axiales Verspreizen
bzw. ein axiales Auseinanderdrücken der
beiden Reibbeläge 658 und 659 bewirkt,
wodurch diese Reibbeläge 658, 659 gegen
die entsprechende Scheibe 624, 625, mit der sie
in Reibverbindung stehen, gedrückt
werden.
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Der Verbindungsniet 662 ist
derart bemessen, daß er,
ausgehend von der in 11 dargestellten
Einbauposition der beiden Reibbeläge 658, 659, eine
begrenzte axiale Verlagerung dieser Reibbeläge 658, 659 voneinander
weg ermöglicht.
Diese begrenzte axiale Verlagerbarkeit der beiden Reibbeläge 658, 659 ermöglicht einerseits
einen Verschleißausgleich
der Reibbeläge 658,,659
und stellt andererseits sicher, daß bei noch nicht montierter
weiterer Dämpfungseinrichtung 614 die
Reibbeläge 658, 659 sowie
die Tellerfeder 663 auf dem Flansch 629 axial festgelegt
sind, wodurch die Montage der Einrichtung bzw. der weiteren Dämpfungseinrichtung 614 wesentlich
erleichtert wird. Bei der Montage der Einrichtung bzw. der weiteren
Dämpfungseinrichtung 614 werden
die beiden Reibbeläge 658 und 659,
entgegen der Wirkung der Tellerfeder 663, zwischen den beiden
Scheiben 624, 625 axial verspannt.
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Wie aus 11 weiterhin zu entnehmen ist, stützt sich
der Reibbelag 659 an der Zwischenwandung 660 unmittelbar
axial ab, wohingegen zwischen dem Reibbelag 658 und der
Zwischenwandung 660 ein axialer Freiraum vorhanden ist,
so daß der
Reibblock 658, entgegen der Wirkung der Tellerfeder 663, axial
in der Sacklochbohrung 656 verlagert werden kann.