DE3545021A1 - Elektro-pneumatische bremsanlage - Google Patents
Elektro-pneumatische bremsanlageInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer elektro-pneumatischen
Bremsanlage für mit Anhänger koppelbare Zugfahrzeuge
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
Unter Anhänger werden hier auch sog. Sattelauflieger
verstanden.
Bei solchen Bremsanlagen hat das Notentlüftungsventil die
Aufgabe, bei einer Störung in der Bremsleitung zum Anhän
ger, z.B. Unterbrechung der Bremsleitung, die Druck
luftversorgungsleitung zum Anhänger vom fahrzeugseitigen
Druckluftspeicher abzusperren und möglichst schlagartig
zu entlüften. Durch den damit in der Versorgungsleitung
auftretenden Druckabfall wird ein in der Anhängerbrems
einrichtung vorhandenes Notbremsventil geschaltet, das
eine Notbremsung durch Belüften der Anhänger-Radbrems
zylinder auslöst.
Bei einer bekannten Bremsanlage mit einer pneumatischen
Bremssignalleitung zum Anhänger dieser Art
(DE-OS 33 44 252) wird das Notentlüftungsventil von
der Steuerelektronik des elektrischen Betätigungskrei
ses dann angesteuert und in seine die Druckluftversor
gungsleitung entlüftende Arbeitsstellung umgeschaltet,
wenn das Bremspedal betätigt ist und in der pneumati
schen Bremsleitung zum Anhänger kein oder nur ein ge
ringer Bremsdruck auftritt. Durch das umgeschaltete Not
entlüftungsventil wird damit eine automatische Bremsung
des Anhängers dann ausgelöst, wenn bei defekter Brems
leitung zum Anhänger der Zugwagen abgebremst wird. Die
Anhängernotbremsung wird dann wieder aufgehoben, wenn
das Bremspedal freigegeben wird, da nunmehr das Notent
lüftungsventil wieder in seine Grundstellung zurückfällt
und die Druckluftversorgungsleitung wieder mit dem Druck
luftspeicher verbindet.
Der Vorteil dieser bekannten Bremsanlage liegt darin, daß
bei defekter Bremsverbindung zum Anhänger eine Notbrem
sung des Anhängers erst und nur mit Abbremsen des Zug
wagens ausgelöst wird. Nachteilig ist allerdings, daß
die Notbremsung dann versagt, wenn der elektrische Be
tätigungskreis bzw. die Steuerelektronik ausfällt. Dann
wird das Notentlüftungsventil bei Bremsung nicht mehr
angesteuert und der Anhänger im Störungsfall nicht mehr
notgebremst.
Die erfindungsgemäße Bremsanlage mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil,
daß bei Ausfall des elektrischen Betätigungskreises die
Funktion des Notentlüftungsventils durch den anderen Be
tätigungskreis aufrechterhalten wird. Die Wahrscheinlich
keit, daß beide Betätigungskreise gleichzeitig ausfallen,
ist äußerst gering. Dabei kann der zweite Betätigungs
kreis gemäß dem Ausführungsbeispiel in Anspruch 2 ein
an sich bekannter pneumatischer Rückhaltekreis mit einem
mit dem Bremspedal gekoppelten pneumatischen Bremssignal
geber oder gemäß dem Ausführungsbeispiel in Anspruch 6
ein weiterer elektrischer Betätigungskreis sein, wobei
allerdings die Stromversorgungsquelle, die Steuerelek
tronik und der mit dem Bremspedal gekoppelte elektrische
Bremswertgeber für jeden elektrischen Betätigungskreis
getrennt voneinander vorhanden sind.
Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maß
nahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesse
rungen der im Anspruch 1 angegebenen Bremsanlage möglich.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt
sich dabei aus Anspruch 3. Durch diesen Aufbau des Not
entlüftungsventils für eine elektrische Bremssignalver
bindung zu der Anhängerbremseinrichtung wird nicht nur
dann eine Notbremsung ausgelöst, wenn die elektrische
Bremssignalverbindung zum Anhänger unterbrochen ist, son
dern auch dann, wenn der elektrische Betätigungskreis bzw.
die in diesem angeordnete Steuerelektronik ausfällt. In
beiden Fällen wird aber erst dann eine Notbremsung ausge
löst, wenn der Zugwagen durch Betätigen des Bremspedals
abgebremst wird. Nach dem Lösen der Fahrzeug-Betriebs
bremse wird auch die Anhängerbremseinrichtung wieder
frei und der Druckluftvorratsbehälter der Anhänger
bremseinrichtung wird über die Druckluftversorgungs
leitung wieder aus dem zugwagenseitigen Druckluftspei
cher aufgefüllt.
Eine preiswerte Ausführung des in dem Notentlüftungs
ventil vorhandenen Magnetventils ist in der Ausfüh
rungsform der Erfindung gemäß Anspruch 4 angegeben.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des in Anspruch 1
im Aufbau beschriebenen Notentlüftungsventils ergibt
sich auch aus Anspruch 5. Bei dieser Ausführungsform
wird das Notentlüftungsventil dazu benutzt, auch noch
bei weiteren Fehlern in der Zugwagenbremsanlage immer
dann mit der Zugwagenbremsung eine Notbremsung des
Anhängers auszulösen, wenn die elektrische Bremsleitung
zum Anhänger nicht gesteckt oder gerissen ist oder die
Steuerelektronik ausfällt. Selbst wenn zusätzlich noch
ein Bremskreis im Nutzfahrzeug ausfällt oder die Verbin
dung des Rückhaltekreises zum Notentlüftungsventil unter
brochen wird, wird zuverlässig bei Bremspedalbetätigung
eine Entlüftung der Druckluftversorgungsleitung zum An
hänger eingeleitet und damit die Notbremsung des Anhängers
durch die Anhängerbremseinrichtung ausgelöst.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt
sich aus Anspruch 7. Bei einer Zugwagenbremsanlage mit
zwei elektrischen Betätigungskreisen und einer elektri
schen Bremsleitung zum Anhänger wird durch den Aufbau des
Notentlüftungsventils und die logische Verknüpfung in der
Steuerelektronik in gleicher Weise erreicht, daß bei nicht
gesteckter oder gerissener elektrischer Bremsleitung zur
Anhängerbremseinrichtung auch bei Ausfall einer der beiden
unabhängigen Steuerelektroniken eine Notbremsung
des Anhängers dann ausgelöst wird, wenn das Bremspedal
zum Abbremsen des Zugwagens betätigt wird.
Bei der Ausgestaltung der logischen Verknüpfung der
Steuerelektronik und der Ausbildung des Notentlüf
tungsventils gemäß der Ausführungsform in Anspruch 8
wird bei der ansonsten in gleicher Weise wie in dem
Ausführungsbeispiel zu Anspruch 7 ausgebildeten Brems
anlage eine Notbremsung auch dann ausgelöst, wenn die
elektrische Leitung zum Notentlüftungsventil gerissen
ist. In diesem Fall wird allerdings die Notbremsung mit
Reißen der elektrischen Verbindungsleitung zum Notent
lüftungsventil ausgelöst, unabhängig davon, ob der Zug
wagen abgebremst wird oder nicht.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt
sich auch aus Anspruch 9. Durch diesen Aufbau des Not
entlüftungsventils entfällt die logische ODER-Verknüp
fung am Schaltsignalausgang der Steuerelektroniken, so
daß auch hier noch eine Notentlüftung eingeleitet wird,
wenn einer der elektrischen Verbindungsleitungen von den
Steuerelektroniken zu dem Notentlüftungsventil unterbro
chen ist. Zur schnellen Entlüftung der Druckluftversor
gungsleitung ist diese in ihrem Zulauf angedrosselt. Ge
mäß dem Ausführungsbeispiel nach Anspruch 10 ist dabei die
Drossel im Notentlüftungsventil integriert. Sie kann
aber auch dem speicherseitigen Eingang des Notentlüf
tungsventils vorgeschaltet sein.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt
sich auch aus Anspruch 11. Bei dieser Bremsanlage wird
das Anhängerbremssignal pneumatisch über die pneumati
sche Bremsleitung in die Anhängerbremseinrichtung einge
steuert. Während der Bremssignaleinsteuerung ist die
Druckluftversorgungsleitung durch das Anhängerbrems
ventil mit der pneumatischen Bremsleitung verbunden.
Ist letztere defekt, so tritt an der Drossel ein
Druckabfall auf, der über die Druckluftversorgungs
leitung in der Anhängerbremseinrichtung eine Bremsung
auslöst. Die Drossel kann dabei im Anhängerbremsven
til selbst integriert sein oder an dem speicherseitigen
Eingang des Anhängerbremsventils angeordnet sein. In
dieser Ausführungsform ist die Funktion des Notentlüf
tungsventils und die des Anhängerbremsventils in einem
einzigen Ventil zusammengefaßt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt
sich auch aus Anspruch 12, insbesondere in Verbindung
mit Anspruch 13. Bei dieser Ausbildung des gleichzei
tig als Notsteuerventil wirkenden Anhängerbremsventils
ist die Notbremsfunktion sowohl dann gegeben, wenn
der Anhänger eine pneumatisch ansteuerbare Anhänger
bremseinrichtung aufweist als auch dann, wenn der An
hänger eine elektrisch ansteuerbare Anhängerbremsein
richtung aufweist. In beiden Fällen ist der Anhänger
über die Druckluftversorgungsleitung mit dem Zugwagen
verbunden. Im ersten Fall ist die pneumatische Bremslei
tung und im zweiten Fall die elektrische Bremsleitung
gesteckt, so daß eine pneumatische bzw. eine elektrische
Bremsverbindung zur Anhängerbremseinrichtung besteht.
Ist bei pneumatisch steuerbarer Anhängerbremseinrichtung
die pneumatische Bremsleitung gerissen, so wird auch
bei Ausfall einer der beiden Steuerelektroniken bei
Bremspedalbetätigung eine Notbremsung des Anhängers
ausgelöst, und zwar dadurch, daß bei geschaltetem An
hängerbremsventil ein Druckabfall an der Drossel auf
tritt, der über die Druckluftversorgungsleitung in der
Anhängerbremseinrichtung die Notbremsung bewirkt. Ist
bei einer elektrisch ansteuerbaren Anhängerbremsein
richtung die elektrische Bremsleitung zum Anhänger ge
rissen, so wird - auch bei Ausfall einer der beiden
Steuerelektroniken - bei in seiner Durchlaßstellung
stehendem Einlaßventil das Auslaßventil auf Entlüf
tung geschaltet. Dadurch wird die Druckluftversorgungs
leitung schlagartig entlüftet und in der Anhängerbrems
einrichtung eine Notbremsung ausgelöst.
Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen jeweils in
schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer elektro-pneuma
tischen Bremsanlage eines Zugwagens zum
Ankoppeln eines Anhängers mit elektrisch
ansteuerbarer Anhängerbremseinrichtung,
Fig. 2 ein Funktionsschaltbild eines Notentlüf
tungsventils der Bremsanlage in Fig. 1,
Fig. 3 ein Blockschaltbild der Bremsanlage in
Fig. 1 gemäß einem weiteren Ausführungs
beispiel
Fig. 4 ein Funktionsschaltbild eines Notentlüftungsven
tils der Bremsanlage in Fig. 3,
Fig. 5 und 6 jeweils ein Blockschaltbild der Bremsan
lage in Fig. 1 gemäß zweier weiterer Aus
führungsbeispiele,
Fig. 7 ein Blockschaltbild einer elektro-pneuma
tischen Bremsanlage eines Zugwagens zum
Ankoppeln eines Anhängers mit pneumatisch
ansteuerbarer Anhängerbremseinrichtung,
Fig. 8 bis 10 jeweils ein Blockschaltbild einer elektro
pneumatischen Bremsanlage eines Zugwagens
zum wahlweisen Ankoppeln eines Anhängers mit
elektrisch oder pneumatisch ansteuerbarer
Anhängerbremseinrichtung gemäß dreier Aus
führungsbeispiele.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Mehrkreis-Brems
anlage für einen Zugwagen weist einen nicht dargestell
ten Kompressor mit Druckregler und ein diesen nachge
schaltetes Vierkreis-Schutzventil 10 auf. Über das Vier
kreis-Schutzventil 10 werden die Druckluftspeicher 11 -
13 vom Kompressor mit Druckluft auf Betriebsdruck auf
geladen. Druckluftspeicher 11 und 12 versorgen dabei
jeweils einen Bremskreis I bzw. II, während der Druck
luftspeicher 13 mit einer Druckluftversorgungsleitung
14 für eine Anhängerbremseinrichtung eines an den Zug
wagen angekoppelten Anhängers in Verbindung steht. Die
Druckluftversorgungsleitung 14 mündet in einem zugwagen
seitigen Vorrats-Kupplungskopf 15, an dem bei angekoppel
tem Anhänger ein entsprechender Kupplungskopf des
Anhängers angeschlossen wird, so daß ein Vorratsspei
cher der Anhängerbremseinrichtung über die Druckluft
versorgungsleitung 14 und den Vorrats- Kupplungskopf 15
mit Druckluft aus dem Druckluftspeicher 13 versorgt
wird. Ein möglicher Aufbau einer Anhängerbremsein
richtung ist in der DE-OS 33 44 252 beschrieben.
In jedem der beiden Bremskreise I,II sind zwei Rad
bremszylinder 16 angeordnet, die jeweils von einem
Drucksteuerventil 17 angesteuert werden. Ein Radbrems
zylinder 16 ist jeweils einem Rad des Zugwagens zuge
ordnet. Jeweils zwei Drucksteuerventile 17 sind über
ein Vorsteuerventil 18 mit dem dem Bremskreis I bzw.
II zugehörigen Druckluftspeicher 11 bzw. 12 verbunden.
Bei entsprechender Ansteuerung der Vorsteuerventile 18
und der Drucksteuerventile 17 werden die Radbremszy
linder 16 mit Druckluft aus den Druckluftspeichern 11,12
beaufschlagt. Zur Steuerung der Druckluftversorgung der
Radbremszylinder 16 in den beiden Bremskreisen I,II
sind zwei Betätigungskreise vorgesehen, von welchen
der eine ein elektrischer Betätigungskreis mit einer
an einer Spannungsquelle 19 angeschlossenen Steuerelek
tronik 20 und einem an die Steuerelektronik 20 angeschlos
senen elektrischen Bremswertgeber 21 ist. Der andere Be
tätigungskreis ist ein sog. pneumatischer Rückhaltekreis
24, der einen pneumatischen Bremswertgeber 22 in
Form eines Drucksteuerventils aufweist, das über das
Vorsteuerventil 18 bei geöffneten Drucksteuerventilen 17
einen vorgebbaren Bremsdruck in die Radbremszylinder 16
des Bremskreises I für die Vorderräder des Zugwagens ein
steuert. Der elektrische Bremswertgeber 21 und der pneu
matische Bremswertgeber 22 sind voneinander unabhängig
mit einem Bremspedal 23 verbunden und geben jeweils ein
dem vom Bremspedal 23 zurückgelegten Hub proportionales
Bremssignal aus. Die Wirkungsweise der Zugwagenbremse in
Verbindung mit der Steuerelektronik 20 des elektrischen
Betätigungskreises und in Verbindung mit dem pneumati
schen Rückhaltekreis ist bekannt und im übrigen auch
in der DE-OS 33 44 252 beschrieben. Mit der Steuerelek
tronik 20 ist noch eine elektrische Bremsleitung 25
verbunden, die in einem elektrischen Anschlußstecker
26 zum Anschließen einer anhängerseitigen Bremsleitung
endet. Bei Betätigung des Bremspedals 23 generiert die
Steuerelektronik 20 ein elektrisches Bremssignal, das über
die elektrische Bremsleitung 25 an die Anhängerbrems
einrichtung gelangt und dort eine Bremsung auslöst.
Zwischen dem Druckluftspeicher 13 und der Druckluftver
sorgungsleitung 14 für die Anhängerbremseinrichtung ist
ein Notentlüftungsventil 27 angeordnet, das zwei Steuer
eingänge, und zwar einen elektrischen und einen pneuma
tischen Steuereingang, aufweist und sowohl von dem
elektrischen Betätigungskreis als auch von dem pneuma
tischen Rückhaltekreis 24 geschaltet werden kann. Hier
zu ist der eine Steuereingang über eine elektrische Ver
bindungsleitung 28 mit der Steuerelektronik 20 und der
andere Steuereingang über eine pneumatische Steuerlei
tung 29 mit dem Ausgang des pneumatischen Bremswertge
bers 22 verbunden. Das Notentlüftungsventil 27 ist nunmehr der
art ausgebildet, daß es bei über die Bremsleitung 25 und
den Anschlußstecker 26 bestehender Bremsverbindung zu
der Anhängerbremseinrichtung den Druckluftspeicher 13 mit
der Druckluftversorgungsleitung 14 verbindet und bei un
terbrochener Bremsverbindung die Druckluftversorgungs
leitung 14 von dem Druckluftspeicher 13 trennt und ent
lüftet. Dabei ist sichergestellt, daß das Notentlüftungsven
til 27 seine Entlüftungsposition sowohl bei defekter
elektrischer Bremsverbindung zum Anhänger als auch bei
Ausfall der Steuerelektronik 20, aber erst dann, wenn der
Zugwagen durch Bremspedalbetätigung abgebremst wird,
einnimmt.
In Fig. 2 ist der Aufbau des Notentlüftungsventils 27
im Funktionsschaltbild dargestellt. Das Notentlüftungs
ventil 27 besteht hier aus einem pneumatisch gesteuer
ten 3/2-Wegeventil 30 mit Federrückstellung und einem
3/2-Wege-Magnetventil 31. Das 3/2-Wegeventil 30 ist
so ausgebildet, daß es in der ungesteuerten Grundstel
lung eine Verbindung zwischen dem Druckluftspeicher 13
und der Druckluftversorgungsleitung 14 herstellt und in
der gesteuerten Arbeitsstellung den Druckluftspeicher 13
absperrt und die Druckluftversorgungsleitung 14 mit sei
nem Entlüftungsausgang verbindet. Das 3/2-Wege-Magnet
ventil 31 mit Federrückstellung ist so ausgebildet, daß
es in seiner ungesteuerten Grundstellung den pneumati
schen Steuereingang des 3/2-Wegeventils 30 mit der
pneumatischen Steuerleitung 29 verbindet und in seiner
gesteuerten Arbeitsstellung diese Steuerleitung 29 ab
sperrt und den Steuereingang des 3/2-Wegeventils 30 ent
lüftet. Die Steuerelektronik 20 ist nunmehr so ausgebil
det, daß sie nur bei geschlossener Bremsverbindung zur
Anhängerbremseinrichtung ein Schaltsignal für das 3/2-
Wege-Magnetventil 31 generiert, das bei Aufreißen der
Bremsverbindung wieder verschwindet. Damit nimmt bei in
takter Bremsverbindung das 3/2-Wege-Magnetventil 31 sei
ne Arbeitsstellung ein und entlüftet den Steuereingang
des 3/2-Wegeventils 30. Dieses steht in seiner Grund
stellung, so daß Druckluftversorgungsleitung 14 und
Druckluftspeicher 13 miteinander verbunden sind und der
Vorratsspeicher der Anhängerbremseinrichtung ständig mit
Druckluft versorgt wird. Wird die Bremsverbindung hinge
gen unterbrochen oder fällt die Steuerelektronik 20 aus
oder reißt die elektrische Verbindungsleitung 28 zwi
schen Steuerelektronik 20 und Notsteuerventil 27 oder
die Verbindungsleitung der Steuerelektronik 20 zur Span
nungsquelle 19, so geht das 3/2-Wege-Magnetventil 31 we
gen fehlender Ansteuerung in seine Grundstellung
zurück und der Steuereingang des 3/2-Wegeventils 30
ist mit der pneumatischen Steuerleitung 29 zum Rück
haltekreis 24 verbunden. Wird nunmehr das Bremspedal
23 betätigt, so wird von dem pneumatischen Bremswert
geber 22 auch ein Bremsdruck in die Steuerleitung 29
zum Steuereingang des 3/2-Wegeventils 30 eingesteuert.
Dieses schaltet um und entlüftet die Druckluftversor
gungsleitung 14 solange, wie das Bremspedal 23 betätigt
bleibt. Durch das schlagartige Entlüften der Druckluft
versorgungsleitung wird - wie dies in der DE-OS 33 44 252
beschrieben ist - ein Notbremsventil im Zugwagen umge
schaltet, das eine Bremsung in der Anhängerbremseinrich
tung auslöst.
Bei der in Fig. 3 dargestellten elektro-pneumatischen
Bremsanlage ist lediglich das Notentlüftungsventil 127
modifiziert. Es weist nunmehr drei Steuereingänge, und
zwar zwei pneumatische Steuereingänge und einen elektri
schen Steuereingang, auf, wobei der elektrische Steuer
eingang nach wie vor über die elektrische Verbindungs
leitung 28 mit der Steuerelektronik 20 und der eine
pneumatische Steuereingang über die pneumatische Steuer
leitung 29 mit dem Ausgang des pneumatischen Bremswert
gebers 22 verbunden ist. Der zweite pneumatische Steuer
eingang des Notentlüftungsventils 127 ist über eine weitere
pneumatische Steuerleitung 32 mit dem zweiten Bremskreis
II der Bremsanlage verbunden. Wie strichpunktiert an
gedeutet ist, kann aber auch die pneumatische Steuerlei
tung 29 zum Rückhaltekreis anstelle mit dem pneumatischen
Bremswertgeber 22 mit dem Eingang eines Radbremszylinders
16 im ersten Bremskreis I, der von dem pneumatischen Rück
haltekreis 24 gesteuert wird, verbunden werden, während
die pneumatische Steuerleitung 32 nicht mit dem Ausgang
des Drucksteuerventils 18 im zweiten Bremskreis II, son
dern mit dem Eingang eines der Radbremszylinder 16
verbunden wird.
Das Notentlüftungsventil 127 ist im Detail in Fig. 4 darge
stellt. Es besteht - wie das Notentlüftungsventil 27 in
Fig. 2 - wiederum aus dem 3/2-Wegeventil 30, das hier
aber zwei gleichwirkende pneumatische Steuereingänge
hat, und ein 5/2-Wege-Magnetventil 33 mit Federrück
stellung. Das 5/2-Wege-Magnetventil 33 verbindet in
seiner unerregten Grundstellung die beiden pneumati
schen Steuereingänge des 3/2-Wegeventils 30 mit der
pneumatischen Steuerleitung 29 und der pneumatischen
Steuerleitung 32,während es in seiner erregten Arbeits
stellung die beiden Steuereingänge entlüftet. Die Wir
kungsweise der Bremsanlage ist identisch wie zu Bild 1
und 2 beschrieben. Es ist lediglich eine weitere Sicher
heitsmaßnahme eingebaut, so daß zusätzlich noch in einem
der pneumatischen Steuerleitungen 29 oder 32 oder in den
zugehörigen Betätigungskreisen eine Störung auftreten
kann, ohne daß die Funktion der Notentlüftung in Frage
gestellt ist.
In allen in den Fig. 5-10 dargestellten elektro-pneu
matischen Bremsanlagen ist die aus den beiden Bremskrei
sen I und II bestehende Betriebsbremse des Zugwagens
hinsichtlich der Druckluftversorgung durch die Druck
luftspeicher 11, 12 und der Bremsdruckeinsteuerung in
die Radbremszylinder 16 über die Drucksteuerventile 17
und die Vorsteuerventile 18 identisch aufgebaut. Inso
weit wird auf Funktion und Aufbau übereinstimmender Teile
der Bremsanlage nicht mehr Bezug genommen und nur noch
die Unterschiede der einzelnen Bremsanlagen gegenüber
der in Fig. 1 dargestellten und beschriebenen Bremsan
lage herausgestellt.
Bei allen Ausführungsbeispielen der elektro-pneumati
schen Bremsanlage gemäß Fig. 5-9 ist der zweite
Betätigungskreis zum Steuern der Bremskreise I, II
ebenfalls ein elektrischer Betätigungskreis. Dieser
weist ebenso wie der andere elektrische Betätigungs
kreis eine an einer Gleichspannungsquelle 34 angeschlos
sene Steuerelektronik 35 und einen an die Steuerelek
tronik 35 angeschlossenen elektrischen Bremswertgeber
36 auf. Die Steuerelektroniken 20, 35 sind entkoppelt
und die Gleichspannungsquellen 19, 34 unabhängig von
einander. Der elektrische Bremswertgeber 36 ist in
gleicher Weise wie der elektrische Bremswertgeber 21
mit dem Bremspedal 23 gekoppelt und wird bei Bremspe
dalbetätigung synchron zu dem Bremswertgeber 21 ver
stellt.
Die Bremsanlage des Zugwagens gemäß Fig. 5 ist ausschließ
lich geeignet für Anhänger mit elektrisch ansteuerbarer
Anhängerbremseinrichtung. Dabei ist die elektrische Brems
leitung 25, die von dem elektrischen Anschlußstecker 26
abgeschlossen wird, mit beiden Steuerelektroniken 20,35
verbunden. Das Notentlüftungsventil 227 ist wiederum
zwischen dem Druckluftspeicher 13 und der Druckluft
versorgungsleitung 14 für die Anhängerbremseinrichtung
angeordnet und ist als 3/2-Wege-Magnetventil mit
Federrückstellung ausgebildet. Das Magnetventil ver
bindet in seiner unerregten Grundstellung den Druck
luftspeicher 13 mit der Druckluftversorgungsleitung 14
und entlüftet in seiner erregten Arbeitsstellung die
Druckluftleitung 14 bei abgesperrtem Druckluftspeicher
13. Die Erregersignale für das Magnetventil 227 werden
von den Steuerelektroniken 20, 35 geliefert, wobei die
in gleicher Weise von jeder Steuerelektronik 20, 35
generierten Schaltsignale über eine ODER-Verknüpfung 37 und
über die elektrische Verbindungsleitung 28 an die Er
regerwicklung des Magnetventils 227 gelangen. Jeder
Steuerelektronik 20, 35 enthält nunmehr eine logische
Verknüpfung derart, daß ein Schaltsignal nur dann an
die ODER-Verknüpfung 37 ausgegeben wird, wenn die
über die elektrische Bremsleitung 25 bestehende Brems
verbindung zu der Anhängerbremseinrichtung aufreißt
oder nicht gesteckt ist und ein durch Bremspedalbe
tätigung ausgelöstes Bremssignal von dem zugeordne
ten Bremswertgeber 31 bzw. 36 ansteht. Eine solche
logische Verknüpfung kann in einfacher Weise durch
ein AND-Gatter erreicht werden, wenn an jeder Steuer
elektronik 20, 35 bei offener Bremsverbindung ein logisch
"1"-Signal und bei betätigtem Bremspedal 23 ebenfalls
ein logisch "1"-Signal anliegt. Sobald eine der Schalt
elektroniken 20, 35 ein Schaltsignal erzeugt, wird
das Notentlüftungsventil 227 erregt, schaltet in seine
Arbeitsstellung um und entlüftet die Druckluftversor
gungsleitung 14. Wie vorstehend bereits beschrieben, wird
in der Anhängerbremseinrichtung mittels eines Not
bremsventils eine Notbremsung ausgelöst.
Das Notentlüftungsventil 327 kann als 3/2-Wege-Magnet
ventil auch so ausgebildet werden, daß es in seiner
unerregten Grundstellung den Druckluftspeicher 13 ab
sperrt und die Druckluftversorgungsleitung 14 entlüf
tet und in seiner erregten Arbeitsstellung den Druck
luftspeicher 13 wieder mit der Druckluftversorgungslei
tung 14 verbindet. Dies ist in Fig. 5 strichliniert
dargestellt. In diesem Fall muß die logische Verknüp
fung in den beiden Steuerelektroniken 20, 35 derart ge
troffen werden, daß jede Steuerelektronik 20, 35 stets
ein Schaltsignal generiert und nur dann nicht, wenn bei
offener Bremsverbindung zur Anhängerbremseinrichtung ein
Bremssignal von dem zugeordneten Bremswertgeber 21, 36 an
steht. Dies läßt sich durch eine einfache NAND-Ver
knüpfung erreichen, wenn wiederum sowohl bei unter
brochener elektrischer Bremsverbindung als auch bei
Bremspedalbetätigung jeweils ein logisch "1"-Signal
an den beiden Steuerelektroniken 20, 35 ansteht. Der
Vorteil dieser Ausbildung des Notentlüftungsventils
327 liegt darin, daß bei einem weiteren Fehler, z.B.
bei Unterbrechung der elektrischen Verbindungsleitung
28 zu dem Notentlüftungsventil 327 ebenfalls eine
Notbremsung des Anhängers ausgelöst wird. Eine Not
bremsung würde auch dann ausgelöst werden, wenn beide
Steuerelektroniken 20, 35 ausfallen, was jedoch äußerst
unwahrscheinlich ist.
Bei der ebenfalls für Zugwagenbetrieb mit elektrisch
ansteuerbarer Anhängerbremseinrichtung konzipierten
Bremsanlage gemäß Fig. 6 weist das wiederum zwischen
Druckluftspeicher 13 und Druckluftversorgungsleitung 14
zur Anhängerbremseinrichtung angeordnete Notentlüftungs
ventil 427 zwei einander parallel geschaltete 3/2-Wege-
Magnetventile auf, deren erste Anschlüsse miteinander und
mit der Druckluftversorgungsleitung 14 und deren zweite
Anschlüsse miteinander und mit dem Druckluftspeicher 13
verbunden sind und deren dritte Anschlüsse jeweils einen
Entlüftungsausgang bilden. Die Magnetventile 38, 39 sind
derart ausgebildet, daß in der unerregten Grundstellung
die ersten Anschlüsse mit den zweiten Anschlüssen verbun
den sind und in der erregten Arbeitsstellung die ersten
Anschlüsse mit den entlüfteten dritten Anschlüssen ver
bunden sind. In der Verbindung zwischen dem ersten und
dem zweiten Anschluß eines jeden Magnetventils 38, 39
ist eine Drossel 40, 41 angeordnet. Anstelle der beiden
in den Ventilen integrierten Drosseln 40, 41 kann aber
auch eine einzige Drossel den beiden mit dem Druckluft
speicher 13 verbundenen zweiten Anschlüssen vorgeschal
tet sein. Die Magneterregerwicklungen der beiden
Magnetventile 38, 39 sind jeweils mit einer der beiden
Steuerelektroniken 20, 35 verbunden. Jede Steuerelektro
nik enthält eine logische Verknüpfung solcher Art, daß
ein Schaltsignal für die Magnetventile 38, 39 nur dann
generiert wird, wenn die über die elektrische Bremslei
tung 25 bestehende elektrische Bremsverbindung zur An
hängerbremseinrichtung unterbrochen ist und von dem zu
geordneten Bremswertgeber 21 bzw. 36 infolge Bremspedal
betätigung ein Bremssignal ansteht. Wie in Fig. 5 kann
diese logische Verknüpfung durch ein einfaches AND-
Gatter realisiert werden, wenn offene elektrische Brems
verbindung und Bremspedalbetätigung jeweils durch ein
logisch "1"-Signal charakterisiert sind. Sind beide
Steuerelektroniken 20, 35 intakt und ist die Bremsver
bindung zur Anhängerbremseinrichtung unterbrochen, so
generieren beide Steuerelektroniken 20, 35 bei Brems
pedalbetätigung ein Schaltsignal. Beide Magnetventile
38, 39 schalten um und entlüften die Druckluftversor
gungsleitung 14, was die Auslösung einer Notbremsung
in der Anhängerbremseinrichtung zur Folge hat. Ist eine
der Steuerelektroniken 20, 35 defekt und generiert bei
Störung der elektrischen Bremsverbindung kein Schalt
signal, so wird nur eines der beiden Magnetventile 38, 39
umgeschaltet. Über das umschaltende Magnetventil 38 bzw.
39 wird die Druckluftversorgungsleitung 14 über den
dritten Anschluß des umschaltenden Magnetventils 38 bzw.
39 mit Atmosphäre verbunden. Da die im nicht schaltenden
Magnetventil 38 bzw. 39 bestehen bleibende Verbindung
zwischen Druckluftspeicher 13 und Druckluftversorgungs
leitung 14 gedrosselt ist (Drossel 40 bzw. 41) kann über
den Entlüftungsausgang des geschalteten Magnetventils 38
bzw. 39 die Druckluftversorgungsleitung 14 entlüftet wer
den, was die Auslösung einer Notbremsung der Anhängerbrems
einrichtung zur Folge hat.
Bei der in Fig. 7 dargestellten elektro-pneumatischen
Bremsanlage, die für einen Zugwagenbetrieb mit pneu
matisch ansteuerbarer Anhängerbremseinrichtung konzi
piert ist, wird das Notentlüftungsventil von einem an
sich bekannten Anhängersteuerventil 42 gebildet. Das
Anhängersteuerventil 42 verbindet in bekannter Weise
je nach Schaltstellung eine pneumatische Anhänger
bremsleitung 43 mit dem Druckluftspeicher 13 oder ent
lüftet diese. Die pneumatische Anhängerbremsleitung 43
endet in einem pneumatischen Kupplungskopf 44, der mit
einem entsprechenden Kupplungskopf des Anhängers ver
bunden werden kann. Über die pneumatische Anhänger
bremsleitung 43 wird bei Bremspedalbetätigung ein
pneumatisches Bremssignal in Form eines eingesteuerten
Bremsdruckes an die Anhängerbremseinrichtung übertra
gen, die auf das Bremssignal hin eine Anhängerbremsung
durchführt. Über das Anhängerbremsventil 42 ist auch
die Druckluftversorgungsleitung 14 mit dem Druckluft
speicher 13 verbunden, und zwar in jedem Schaltzustand
des Anhängerbremsventils 42. Die Verbindung erfolgt da
bei über eine Drossel 45. Außerdem ist die Druckluft
versorgungsleitung 14 in Umschaltstellung des Anhänger
bremsventils 42, also dann, wenn ein Bremsdruck in die
Anhängerbremsleitung 43 eingesteuert wird, unter Umge
hung der Drossel 45 mit der Anhängerbremsleitung 43 ver
bunden.
Jede der beiden Steuerelektroniken 20, 35 generiert bei
Bremspedalbetätigung und für die Dauer der Bremspedalbe
tätigung ein Schaltsignal. Die Schaltsignale sind wiede
rum über die ODER-Verknüpfung 37 und die elektrische Ver
bindungsleitung 28 an das Anhängerbremsventil 42 gelegt.
Bei Auftreten eines Schaltsignals schaltet das Anhänger
bremsventil 42 um und steuert in die Anhängerbremsleitung
43 ein pneumatisches Bremssignal ein. Ist die pneumatische
Bremsverbindung zur Anhängerbremseinrichtung unterbro
chen, z.B. durch bei gekuppelten Kupplungsköpfen 44
gerissener Bremsleitung zur Anhängerbremseinrichtung,
so läßt das umgeschaltete Anhängerbremsventil 42 Luft
aus der Druckluftversorgungsleitung 14 in die defekte
Anhängerbremsleitung 43. An der Drossel 45 tritt ein
Druckabfall auf, und über die Druckluftversorgungs
leitung 14 wird eine Notbremsung in der Anhängerbrems
einrichtung ausgelöst. Das Anhängerbremsventil 42 kann
beispielsweise so ausgebildet sein, wie das in Fig. 8
dargestellte und im folgenden beschriebene Anhänger
bremsventil.
Die in Fig. 8 dargestellte elektro-pneumatische Brems
anlage mit zwei elektrischen Betätigungskreisen ist
für einen Zugwagen ausgelegt, an dem wahlweise Anhän
ger oder Auflieger mit elektrisch oder pneumatisch
auslösbarer Anhängerbremseinrichtung angekoppelt wer
den sollen. Wie in der Bremsanlage in Fig. 7 ist ein
Anhängerbremsventil 142 vorgesehen, das eine in einem
Kupplungskopf 44 mündende pneumatische Bremsleitung 43
zwecks Einsteuerung eines pneumatischen Bremssignals in
die Anhängerbremseinrichtung mit dem Druckluftspeicher 13
zu verbinden vermag. Im Fahrbetrieb werden Anhängerbrems
leitung 43 und Druckluftspeicher 13 voneinander getrennt.
Auch hier wird die Funktion des Notentlüftungsventils von
dem Anhängerbremsventil 142 mit übernommen. Nach wie vor
ist die Druckluftversorgungsleitung 14 für die Anhänger
bremseinrichtung mit dem Druckluftspeicher 13 verbunden,
und zwar unter Zwischenschaltung einer Drossel 45. Die
Drossel 45 ist dem Druckluftspeicher 13 unmittelbar nach
geschaltet, so daß die Druckluftzuführung sowohl zu der
Druckluftversorgungsleitung 14 als auch zu dem Anhänger
bremsventil 142 über die Drossel 45 erfolgt.
Das Anhängerbremsventil 142 weist zwei elektro-magne
tische Schaltventile, und zwar ein Einlaßventil 46
und ein Auslaßventil 47 auf. Die Schaltventile sind
über jeweils eine getrennte elektrische Verbindungs
leitung 281 bzw. 282 und über die ODER-Verknüpfung 37
mit jeder der beiden Steuerelektroniken 20, 35 verbun
den. Die Steuerelektroniken 20, 35 sind dabei so ausge
bildet, daß die beiden Schaltventile 46, 47 sowohl ein
zeln als auch gleichzeitig angesteuert werden können.
Jedes Schaltventil weist noch einen mit dem Ventilein
gang verbundenen pneumatischen Steuereingang auf, der
von dem elektrischen Steuereingang zur Umsteuerung der
Schaltventile freigegeben oder blockiert wird. Die als
2/2-Wegeventile ausgebildeten Schaltventile sind so
miteinander verbunden, daß von dem Einlaßventil 46 der
erste Anschluß mit dem Ventileingang, und damit mit dem
Ausgang der Drossel 45, und der zweite Anschluß mit
dem Ventilausgang, und damit mit der pneumatischen An
hängerbremsleitung 43, verbunden ist und daß von dem
Auslaßventil 47 der erste Anschluß mit dem Ventilaus
gang und damit mit der Anhängerbremsleitung 43 und der
zweite Anschluß entlüftet ist. Im Fahrbetrieb, wenn
keine Bremsung erfolgt, liegen Schaltsignale an den
elektrischen Steuereingängen der Schaltventile 46,47,
so daß diese ihre in Fig. 8 dargestellte Grundstellung
einnehmen, in welcher die Anhängerbremsleitung 43 vom
Druckluftspeicher 13 getrennt und entlüftet ist.
Zum Ankoppeln eines Anhängers mit elektrisch auslösbarer
Anhängerbremseinrichtung ist - wie bei den Bremsanlagen
gemäß Fig. 5 und 6 - mit jeder der beiden Steuerelektro
niken 20, 35 eine mit einem Anschlußstecker 26 abgeschlos
sene elektrische Bremsleitung 25 verbunden. Bei elektrisch
auslösbarer Anhängerbremseinrichtung wird im Zugwagenbe
trieb der Anschlußstecker 26 in eine anhängerseitige Steck
dose eingesteckt, so daß ein über die elektrische Brems
leitung 25 übertragenes elektrisches Bremssignal an
die Anhängerbremseinrichtung gelangt. Bei angekoppel
tem Anhänger mit einer pneumatisch auslösbaren Anhän
gerbremseinrichtung wird neben dem Versorgungs-Kupp
lungskopf 15 auch der Bremsleitungs-Kupplungskopf 44
mit entsprechenden, anhängerseitigen Kupplungsköpfen
verbunden. Wird das Bremspedal 23 betätigt, so generieren
die beiden Steuerelektroniken 20, 35 ein Abschaltsignal
für das Anhängerbremsventil 42. Jedes dieser Abschalt
signale gelangt sowohl über die Verbindungsleitung 281
zu dem Einlaßventil 46 als auch über die elektrische
Verbindungsleitung 282 zu dem Auslaßventil 47. Beide
Schaltventile werden über ihren pneumatischen Steuer
eingang umgeschaltet, wobei die Anhängerbremsleitung
43 mit dem Druckluftspeicher 13 verbunden und gegen
über dem Entlüftungsausgang des Auslaßventils 47 abge
sperrt wird. In die Anhängerbremsleitung 43 wird
damit ein Bremsdruck zur Auslösung einer Anhängerbrem
sung eingesteuert. Ist die pneumatische Bremsverbin
dung über die Bremsleitung 43 zu der Anhängerbremsein
richtung defekt, so wird die Druckluftversorgungslei
tung 14 über die defekte Bremsleitung 43 entlüftet. In
gleicher Weise wie zu Fig. 7 beschrieben, löst der Druckab
fall in der Druckluftversorgungsleitung 14 eine Notbrem
sung der Anhängerbremseinrichtung aus. Ist eine Steuer
elektronik 20 bzw. 35 ausgefallen, so wird die Anhänger
bremsfunktion von der intakten Steuerelektronik 35 bzw.
20 durchgeführt. Sollten beide Steuerelektroniken 20, 35
ausgefallen sein, so wird bei intakter Bremsleitung 43
eine Bremsung im Anhänger und bei defekter Bremsleitung
43 eine Notbremsung im Anhänger ausgelöst, und zwar unab
hängig davon, ob das Bremspedal 23 betätigt ist oder
nicht.
Wird an dem Zugwagen ein Anhänger oder Sattelauflie
ger mit einer elektrisch auslösbaren Anhängereinrich
tung angekoppelt, so ist neben dem Vorsorgungs-Kupp
lungskopf 15 auch der Anschlußstecker 26 der elektri
schen Bremsleitung 25 mit dem Anhänger zu verbinden.
Jede Steuerelektronik 20, 35 ist nunmehr so ausgebildet,
daß bei Betätigung des Bremspedals 23 ein elektrisches
Bremssignal generiert wird, das in die Anhängerbrems
leitung 25 eingespeist wird. Die Abschaltsignale für
das Anhängerbremsventil 142 bei Bremspedalbetätigung
werden unterdrückt, so daß das Anhängerbremsventil 42
stets seine in Fig. 8 dargestellte Grundstellung ein
nimmt. Ist die elektrische Bremsverbindung zu der An
hängerbremseinrichtung unterbrochen, und wird jeder
Steuerelektronik 20, 35 infolge Bremspedalbetätigung
ein Bremssignal von den Bremswertgebern 21, 36 zuge
führt, so generieren diese jeweils ein Abschaltsignal,
das über die ODER-Verknüpfung auf die elektrische Ver
bindungsleitung 281 gelangt und ausschließlich das
Einlaßventil 46 des Anhängerbremsventils 42 abschaltet.
Unter Wirkung seines pneumatischen Steuereingangs
geht das Einlaßventil 46 in die Arbeitsstellung über,
in welcher der erste und der zweite Anschluß verbunden
sind. Das Auslaßventil 47 verbleibt in seiner in Fig. 8
gezeigten Grundstellung. Damit wird die Druckluftversor
gungsleitung 14 schlagartig entlüftet und der auftretende
Druckabfall löst in der Anhängerbremseinrichtung wie be
reits mehrfach erwähnt, eine Notbremsung aus.
In Fig. 9 ist wiederum eine elektro-pneumatische Brems
anlage mit zwei elektrischen Betätigungskreisen für
einen Zugwagen dargestellt, der wahlweise mit Anhänger
oder Sattelauflieger mit elektrisch oder pneumatisch aus
lösbarer Anhängerbremseinrichtung verbunden werden soll.
Diese Bremsanlage unterscheidet sich von der in Fig. 8
dargestellten Bremsanlage lediglich dadurch, daß die
Drossel 45 durch ein Magnetventil 48 ersetzt ist, das
entweder als 2/2-Wege-Magnetventil, das als Sperrven
til wirkt, oder als 3/2-Wege-Magnetventil, das als Ent
lüftungsventil wirkt, ausgebildet ist. Das Magnetventil
48 nimmt ungesteuert eine Schaltstellung ein, in welcher
die Druckluftversorgungsleitung 14 mit dem Druckluft
speicher 13 verbunden ist. Bei gekuppelter pneumatisch
oder elektrisch ansteuerbarer Anhängerbremseinrichtung
wird das Magnetventil 48 dann angesteuert, wenn eine
der Steuerelektroniken bei Bremspedalbetätigung auf
grund der unterbrochenen Bremsverbindung zur Anhänger
bremseinrichtung ein Schaltsignal generiert. Wie in
Fig. 8 beschrieben, wird mit diesem Schaltsignal auch
bewirkt, daß das Einlaßventil 46 des Anhängerbrems
ventils 142 in seine Durchlaßstellung umschaltet. Bei
gesperrtem Druckluftspeicher 13 wird die Druckluftver
sorgungsleitung 14 über das Anhängerbremsventil 142 ent
lüftet und in bekannter Weise die Notbremsung in der
Anhängerbremseinrichtung ausgelöst. Ist das Magnetven
til 48 als Entlüftungsventil ausgebildet, so kann die
Ansteuerung des Einlaßventils 46 des Anhängerbremsven
tils 142 entfallen. Bei unterbrochener elektrischer
Bremsverbindung zur Anhängerbremseinrichtung genügt dann
bei Bremspedalbetätigung die Ansteuerung des Entlüftungs
ventils 48. Dieses schaltet um und entlüftet zur Auslö
sung der Notbremsung in der Anhängerbremseinrichtung
die Druckluftversorgungsleitung 14. Die Funktion des
Notentlüftungsventils wird in diesem Fall dann von dem
Magnetventil 48 übernommen.
Fig. 10 zeigt wiederum eine elektro-pneumatische
Bremsanlage mit einem elektrischen und pneumatischen
Betätigungskreis für den wahlweisen Anhängerbetrieb
mit einer pneumatisch oder elektrisch auslösbarer
Anhängerbremseinrichtung. Diese Bremsanlage ist weit
gehend identisch mit der in Fig. 1 dargestellten Brems
anlage. Zum Unterschied hierzu ist in die Verbindung
zwischen Druckluftspeicher 13 und Notentlüftungsventil
27 ein an sich bekanntes Anhängerbremsventil 242 mit
drei pneumatischen Steuereingängen eingeschaltet. Einer
der Steuereingänge ist mit dem Ausgang des pneumatischen
Bremswertgebers 22 im Rückhaltekreis 24 und ein Steuerein
gang mit dem Eingang eines Radbremszylinders 16 im zwei
ten Bremskreis II verbunden. Das Anhängerbremsventil 242 ver
bindet sowohl den Druckluftspeicher 13 als auch den Ein
gang des Notentlüftungsventils 27 mit einer pneumatischen
Anhängerbremsleitung 43, die wiederum mit einem Kupp
lungskopf 44 zum Ankuppeln der anhängerseitigen Brems
leitung abgeschlossen ist. Die Verbindung zwischen Druck
luftspeicher 13 und pneumatischer Anhängerbremsleitung
43 erfolgt durch eine im Anhängerbremsventil 242 inte
grierte Drossel 40. Bei an die Kupplungsköpfe 15 und 44
angeschlossener pneumatisch auslösbarer Anhängerbremsein
richtung wird zumindest während jeder Bremspedalbetäti
gung das Notentlüftungsventil 27 von der Steuerelektro
nik 20 angesteuert, wodurch die Verbindung zwischen Druck
luftspeicher 13 und Druckluftversorgungsleitung 14 stets
erhalten bleibt (vergl. hierzu auch die Beschreibung zu
Fig. 1 und 2). Bei defekter pneumatischer Bremsleitung
43 wird wie bei den Bremsanlagen in Fig. 7, 8 und 9 die
Druckluftversorgungsleitung 14 bei im Durchlaß befind
lichem Notentlüftungsventil 27 über das Anhängerbrems
ventil 242 entlüftet. Durch den Druckabfall wird wie zu
Fig. 7 beschrieben, die Notbremsung in der Anhängerbrems
einrichtung ausgelöst.
Im Falle der Ankopplung einer elektrisch auslösbaren
Anhängerbremseinrichtung mittels des Kupplungskopfes
15 und des Anschlußsteckers 26 wirkt die Bremsanlage
identisch wie zu Fig. 1 beschrieben ist. Insoweit wird
auf die dortigen Ausführungen verwiesen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektro-pneumati
sche Bremsanlage. Das Arbeitsmittel Druckluft der
Bremsanlage kann in bekannter Weise aber auch durch
eine Flüssigkeit, wie Öl, ersetzt werden, ohne daß
die Erfindung verändert oder verlassen wird. Die Ent
lüftung der Bremsanlage in die Atmosphäre wird dann
durch Anschluß an eine Entlastungsleitung ersetzt, die
zu einem unter Atmosphärendruck stehenden Hydraulik-
Vorratsbehälter führt. Die an die Stelle der Druckluft
speicher tretenden Hydraulikspeicher werden mittels
einer Förderpumpe aus dem Hydraulik-Vorratsbehälter
aufgefüllt und dabei auf den Betriebsdruck der Brems
anlage vorgespannt. Der Begriff elektro-pneumatische
Bremsanlage steht damit stellvertretend auch für eine
elektro-hydraulische Bremsanlage. In diesem Sinne sind
auch die Begriffe pneumatisch und hydraulisch als Syno
nyme anzusehen.
Claims (15)
1. Elektro-pneumatische Bremsanlage für mit Anhänger
koppelbare Zugfahrzeuge, mit zwei voneinander unab
hängig wirkenden, mittels eines Bremspedals ansteuer
baren Betätigungskreisen zum Steuern wenigstens ei
nes Druckluftversorgungskreises zu mehreren Radbrems
zylindern, wobei mindestens ein Betätigungskreis ein
elektrischer ist und eine an einer Spannungsquelle an
geschlossene Steuerelektronik und einen mit dem Brems
pedal gekoppelten Bremswertgeber aufweist, mit einer
in einem pneumatischen Kupplungskopf zum Anschließen
einer anhängerseitigen Versorgungsleitung für eine
Anhängerbremseinrichtung endenden Druckluftversor
gungsleitung, die mit einem Druckluftspeicher in Ver
bindung steht, und mit einem von dem elektrischen Be
tätigungskreis steuerbaren Notentlüftungsventil zum
Entlüften der Druckluft-Versorgungsleitung, da
durch gekennzeichnet, daß das Not
entlüftungsventil (27; 127; 227; 327; 427; 42; 142; 242) steu
erseitig zusätzlich mit dem zweiten Betätigungskreis
verbunden ist.
2. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zweite Betäti
gungskreis ein pneumatischer Rückhaltekreis (24)
mit einem mit dem Bremspedal (23) verbundenen
pneumatischen Bremswertgeber (22) ist, der in
mindestens einen Druckluftversorgungskreis (I)
einen pneumatischen Bremsdruck zu mehreren Rad
bremszylindern (16) einsteuert.
3. Bremsanlage nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Notentlüftungs
ventil (27;127) ein den Druckluftspeicher (13) und
die Druckluftversorgungsleitung (14) in seiner Grund
stellung miteinander verbindendes pneumatisch ge
steuertes 3/2-Wegeventil (30) mit Federrückstellung
und ein von der Steuerelektronik (20) geschaltetes
Magnetventil (31; 33) aufweist, das den Steuereingang
des 3/2-Wegeventils (30) in der unbestromten Grund
stellung mit dem pneumatischen Rückhaltekreis (24)
verbindet und in der bestromten Arbeitsstellung ent
lüftet, daß eine elektrische Bremsleitung (25) zum
Übertragen eines von der Steuerelektronik (20) gener
ierten Bremssignals an die Anhängerbremseinrichtung
vorgesehen ist und daß die Steuerelektronik (20) nur
bei über die elektrische Bremsleitung (25) geschlos
sener Bremsverbindung zur Anhängerbremseinrichtung
ein Schaltsignal für das Magnetventil (31; 33) gene
riert (Fig. 1-4).
4. Bremsanlage nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Magnetventil als
3/2-Wege-Magnetventil (31) mit Federrückstellung
ausgebildet ist, dessen vom zweiten auf den dritten
Anschluß umschaltbarer erster Anschluß mit dem pneu
matischen Steuereingang des 3/2-Wegeventils (30) ver
bunden ist, dessen zweiter Anschluß mit dem Aus
gang des pneumatischen Bremswertgebers (22) verbunden und
dessen dritter Anschluß entlüftet ist (Fig. 1 und 2).
5. Bremsanlage nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das 3/2-Wegeventil (30)
zwei getrennte, gleichwirkende Steuereingänge auf
weist, daß das Magnetventil als 5/2-Wege-Magnetven
til (33) mit Federrückstellung ausgebildet ist, des
sen erster und zweiter Anschluß mit je einem der bei
den Steuereingänge des 3/2-Wegeventils (30) verbunden
sind, dessen dritter Anschluß mit dem Ausgang des pneu
matischen Bremswertgebers (22) oder dem Eingang eines
in dem von diesem gesteuerten Druckluftversorgungs
kreis (I) liegenden Radbremszylinders (16) und der
vierte Anschluß mit dem Eingang eines weiteren, in
einem Druckluftversorgungskreis (II) liegenden Rad
bremszylinders (16) verbunden ist und dessen fünfter
Anschluß entlüftet ist, und daß das 5/2-Wege-Magnet
ventil (33) derart ausgebildet ist, daß in seiner un
bestromten Grundstellung der erste mit dem dritten und
der zweite mit dem vierten Anschluß verbunden ist
und daß in seiner bestromten Arbeitsstellung der
erste und der zweite Anschluß mit dem fünften Anschluß
verbunden sind (Fig. 3 und 4).
6. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der zweite Betätigungs
kreis ebenfalls ein elektrischer ist, der in gleicher
Weise eine an eine Spannungsquelle (34) angeschlosse
ne Steuerelektronik (35) und einen mit dem Bremspe
dal (23) gekoppelten elektrischen Bremswertgeber (36)
aufweist, und daß die beiden Spannungsquellen (19, 34)
unabhängig voneinander und die beiden Steuerelektro
niken (20, 35) und Bremswertgeber (21, 36) entkoppelt
sind (Fig. 5-9).
7. Bremsanlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Notentlüftungs
ventil (227) als 3/2-Wege-Magnetventil mit Feder
rückstellung ausgebildet ist, das die Druckluft
versorgungsleitung (14) in der unerregten Grund
stellung mit dem Druckluftspeicher (13) verbindet
und in der erregten Arbeitsstellung entlüftet, daß
das Erregersignal für das Notentlüftungsventil (227)
aus einer ODER-Verknüpfung (37) der Schaltsignale
beider Steuerelektroniken (20, 35) abgeleitet ist,
daß eine mit beiden Steuerelektroniken (20, 35) ver
bundene elektrische Bremsleitung (25) zum Übertragen
eines von den Steuerelektroniken (20, 35) jeweils
getrennt generierten elektrischen Bremssignals an
die Anhängerbremseinrichtung vorgesehen ist und daß
jede Steuerelektronik (20, 35) nur dann ein Schalt
signal ausgibt, wenn bei über die elektrische Brems
leitung (25) offener Bremsverbindung zu der Anhän
gerbremseinrichtung ein Bremssignal von dem zugeord
neten Bremswertgeber (21, 36) ansteht (Fig. 5).
8. Bremsanlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Notentlüftungs
ventil (327) als 3/2-Wege-Magnetventil (31) mit
Federrückstellung ausgebildet ist, das die Druck
luftversorgungsleitung (14) in seiner unerregten
Grundstellung entlüftet und in seiner erregten
Arbeitsstellung mit dem Druckluftspeicher (13)
verbindet, daß das Erregersignal für das Notent
lüftungsventil (327) aus einer ODER-Verknüpfung (37)
der Schaltsignale beider Steuerelektroniken (20, 35)
abgeleitet ist, daß eine mit beiden Steuerelektro
niken (20, 35) verbundene elektrische Bremsleitung
(25) zum Übertragen eines von den Steuerelektroni
ken (20, 35) jeweils getrennt generierten elektri
schen Bremssignals an die Anhängerbremseinrich
tung vorgesehen ist und daß jede Steuerelektronik
(20, 35) nur dann kein Schaltsignal ausgibt, wenn
bei über die elektrische Bremsleitung offener Brems
verbindung zur Anhängerbremseinrichtung ein Brems
signal von dem zugeordneten Bremswertgeber (21, 36)
ansteht (Fig. 5 strichliniert).
9. Bremsanlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Notsteuerventil
(427) zwei einander parallel geschaltete 3/2-Wege-
Magnetventile (38, 39) mit Federrückstellung auf
weist, deren jeweils bei Erregung vom zweiten auf
den dritten Anschluß umschaltbare erste Anschlüs
se mit der Druckluftversorgungsleitung (14) ver
bunden sind, deren zweite Anschlüsse mit dem Druck
luftspeicher (13) verbunden sind, deren dritte An
schlüsse entlüftet sind und deren Erregerwicklungen
jeweils mit einem Schaltsignalausgang der beiden
Steuerelektroniken (20, 35) verbunden sind, daß eine
mit beiden Steuerelektroniken (20, 35) verbundene elek
trische Bremsleitung (25) zum Übertragen eines von den
Steuerelektroniken (20, 35) jeweils getrennt generier
ten elektrischen Bremssignals an die Anhängerbrems
einrichtung vorgesehen ist und daß jede Steuerelek
tronik (20, 35) nur dann ein Signal an ihren Schaltsig
nalausgang gibt, wenn bei über die elektrische Brems
leitung (25) offener Bremsverbindung zur Anhänger
bremseinrichtung ein Bremssignal von dem zugeordneten
Bremswertgeber (21, 36) ansteht (Fig. 6).
10. Bremsanlage nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß in jedem 3/2-Wege-
Magnetventil (38, 39) in der Verbindung zwischen
erstem und zweitem Anschluß eine Drossel (39, 40)
angeordnet ist.
11. Bremsanlage nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Notentlüftungs
ventil von einem Anhängerbremsventil (42; 142) ge
bildet ist, das zum Einsteuern eines pneumatischen
Bremssignals in die Anhängerbremseinrichtung den
Druckluftspeicher (13) mit einer Anhängerbremslei
tung (43) verbindet, die in einem Bremskupplungs
kopf (44) zum Anschließen der Anhängerbremseinrich
tung mündet, daß die Schaltsignale für das Anhänger
bremsventil (42; 142) aus einer ODER-Verknüpfung der
von beiden Steuerelektroniken (20, 35) generierten
Bremssignale abgeleitet sind, daß die Druckluftversorgungs
leitung (14) so mit dem Anhängerbremsventil (42; 142) verbun
den ist, daß sie mindestens während der Dauer der
Bremssignaleinsteuerung in die Anhängerbremsleitung
(43) mit dieser in Verbindung steht, und daß in der
Verbindung von Druckluftspeicher (13) und Anhänger
bremsventil (42) eine mindestens während der Brems
signaleinsteuerung wirksame Drossel (45) angeordnet
ist (Fig. 7 und 8).
12. Bremsanlage nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drossel als Dros
selventil (45) dem Druckluftspeicher (13) unmittel
bar nachgeschaltet ist und sowohl das Anhängerbrems
ventil (142) als auch die Druckluftversorgungslei
tung (14) am Ausgang des Drosselventils (45) ange
schlossen sind, daß das Anhängerbremsventil (142)
ein jeweils als 2/2-Wege-Magnetventil ausgebil
detes Einlaßventil (46) und Auslaßventil (47)
aufweist, daß das Einlaßventil (46) mit dem
ersten Anschluß mit dem Ventileingang und mit dem
zweiten Anschluß mit dem Ventilausgang verbunden
ist, daß das Auslaßventil (47) mit seinem ersten
Anschluß mit dem Ventilausgang verbunden ist und
an seinem zweiten Anschluß entlüftet ist und daß
die Schaltsignale wahlweise an das Ein- und/oder
Auslaßventil (46, 47) anlegbar sind (Fig. 8).
13. Bremsanlage nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine mit beiden
Steuerelektroniken (20, 35) verbundene elektrische
Bremsleitung (25) zum Übertragen eines von den
Steuerelektroniken (20, 35) jeweils getrennt gene
rierten elektrischen Bremssignals an die Anhänger
bremseinrichtung vorgesehen ist, daß die Steuer
elektroniken (20, 35) jeweils dann ein Ausgangssig
nal generieren, wenn bei über die elektrische Brems
leitung (25) offener Bremsverbindung zur Anhänger
bremseinrichtung ein Bremssignal von dem zugeord
neten Bremswertgeber (21, 36) ansteht und daß die
Ausgangssignale über eine ODER-Verknüpfung als
Schaltsignal an dem Einlaßventil (46) anliegen,
derart, daß dessen erster und zweiter Anschluß mit
einander verbunden sind (Fig. 8).
14. Bremsanlage nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß anstelle des Dros
selventils (45) ein elektrisch gesteuertes Sperr-
oder Entlüftungsventil (48) vorgesehen ist.
15. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 3-5, da
durch gekennzeichnet, daß zwi
schen dem Druckluftspeicher (13) und dem Notent
lüftungsventil (27) ein pneumatisch gesteuertes
Anhängerbremsventil (242) zum Einsteuern eines
pneumatischen Bremssignals in eine zu der Anhänger
bremseinrichtung führende Anhängerbremsleitung (43)
eingeschaltet ist, wobei in der Verbindung zwischen
Druckluftspeicher (13) und Anhängerbremsleitung (43)
eine mindestens während der Bremssignaleinsteuerung
wirksame Drossel (40) angeordnet ist und während der
Bremssignalansteuerung der Eingang des Notentlüftungs
ventils (27) mit der Anhängerbremsleitung (43) ver
bunden ist, und daß bei gekuppelter pneumatischer
Bremsleitung (43) und nicht gekuppelter elektrischer
Bremsleitung (25) zur Anhängerbremseinrichtung die
Steuerelektronik (20) ein Schaltsignal an das Notent
lüftungsventil (27) legt (Fig. 10).
Priority Applications (4)
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