DE3544967A1 - Geraet zur bestimmung des anteils von paramagnetischen stoffen in stoffgemischen - Google Patents
Geraet zur bestimmung des anteils von paramagnetischen stoffen in stoffgemischenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Bestimmung des An
teils von Stoffen mit paramagnetischen Eigenschaften, ins
besondere von Sauerstoff, in Stoffgemischen, bestehend aus
einer in mehrere Kammern unterteilten Küvettenanordnung,
die relativ zu einer Vorrichtung zur Erzeugung eines die
Küvettenanordnung durchdringenden Magnetfeldes drehbar an
geordnet ist, und einer dieser Vorrichtung zugeordneten
Spulenanordnung zur Umwandlung der in ihr vom paramagne
tischen Stoff erzeugten magnetischen Induktion in ein elek
trisches Signal.
Ein derartiges Gerät ist aus der DE-OS 19 24 228 bekannt.
Das bekannte Gerät besitzt eine drehbare Küvettenanordnung,
welche in mehrere Kammern unterteilt ist und sich in den
Luftspalten zweier Dauermagnete mit einer festen Umdrehungs
zahl bewegt. Um das Joch eines jeden Dauermagneten ist eine
elektrische Spulenwicklung angebracht. In Gegenwart von
Stoffen mit paramagnetischen Eigenschaften in den Meßkammern
der Küvettenanordnung richten sich die Stoffmoleküle inner
halb der von den Permanentmagneten erzeugten Magnetfelder
mehr oder weniger aus und induzieren in den Spulenanordnun
gen ein elektrisches Signal, dessen Größe dem Gehalt an pa
ramagnetischen Stoffen in der jeweiligen zu untersuchenden
Kammer der Küvettenanordnung entspricht. Das induzierte
Meßsignal hängt empfindlich von der Stärke des Magnetfel
des durch die Permanentmagnete ab. Jede Änderung oder
Störung dieses Magnetfeldes wirkt sich in einer meßbaren
und unerwünschten Verfälschung des Meßsignales aus. Stö
rungen können zum Beispiel dadurch auftreten, daß die Luft
spalte derMagnetjoche unterschiedliche Weiten aufweisen.
Diese Spaltweiten dürfen sich typischerweise um nicht mehr
als 10-8 mm während des Meßvorgangs verändern, wenn eine
Anderung des Meßsignals aufgrund unterschiedlicher Spalt
weiten kleiner als 1 Vol% O2 ausmachen soll. Äußere Stör
felder durchdringen die Küvettenanordnung und verfälschen
das Meßergebnis in unerwünschter Weise. Eine weitere Stör
möglichkeit besteht in der Übertragung von Schwingungen,
z.B. infolge der sich drehenden Küvettenanordnung oder auch
infolge Erschütterungen in der Umgebung auf die Permanent
magnete, so daß diese zusammen mit den elektrischen Signal
spulen zu Schwingungsbewegungen angeregt werden, durch
welche die Spaltweite der Permanentmagnete verändert
und somit in den Signalspulen ein Meßsignal erzeugt wird
(Mikrofonieeffekt).
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein
Gerät der genannten Art zur Bestimmung des Anteils von
paramagnetischen Stoffen so zu verbessern, daß die An
ordnung von magnetfelderzeugenden Vorrichtungen und der
dazugehörigen Spulenanordnung unempfindlich gegenüber
äußeren Störeinflüssen, wie z.B. Übertragung mechanischer
Schwingungen oder Einflüssen eines äußeren Magnetfeldes,
ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß mindestens vier oder
eine höhere geradzahlige Anzahl von magnetfelderzeugenden
Vorrichtungen mit den ihnen zugeordneten Meßfeldspulen je
weils beidseitig der Küvettenanordnung und symmetrisch zu
der Rotationsachse auf einem gemeinsamen Gehäuse angeord
net sind, und daß die Magnetisierungspolung der Vorrich
tungen mit der Magnetisierungspolung ihrer zu
geordneten Meßfeldspulen in abwechselnder Ausrichtung zu
einander kombiniert sind.
Der bedeutende Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen,
daß die abwechselnde Ausrichtung der Magnetisierungs
polung von magnetfelderzeugenden Vorrichtungen, wie z.B.
stromdurchflossene Spulen oder Permanentmagnete, und der
ihnen zugeordneten Meßfeldspulen zu einer Kompensation
störender Signaleinflüsse durch Streufelder oder Änderungen
der Spaltweiten des magnetischen Luftspaltes infolge
mechanischer Schwingungen führt. Schwingungen des Gehäuse
ober- und -unterteils werden, wenn man sie angenähert als
Membranschwingungen ansieht, bis zur dritten Ordnung kom
pensiert und führen somit nicht zu einem Mikrofonieeffekt.
In besonders vorteilhafter Weise sind die magnetfelder
zeugenden Vorrichtungen als elektrische Spulenkörper aus
gebildet. Es ist dann möglich, diese zusammen mit den Meß
feldspulen auf einen gemeinsamen Kern zu wickeln. Durch ge
eignete Synchronisation der Zeitpunkte für die Erzeugung
eines Magnetfeldes und die Messung der magnetischen In
duktion mit der Drehzahl der Küvettenanordnung kann dafür
gesorgt werden, daß zu einem Meßzeitpunkt ein und dasselbe
Stoffgemisch jeweils mit zwei Spulenpaaren mit unterschied
lichen Magnetisierungspolungen bestimmt wird. Je nach
Schaltung läßt sich damit die Störkompensation entweder
für eine Zweikammer- oder für eine Vierkammer-Küvette er
reichen.
Werden in bevorzugter Weise Permantentmagnete zur Erzeugung
des Magnetfeldes innerhalb der Kammern der Küvettenanordnung
benutzt, wird die unterschiedliche Magnetisierungspolung
durch die abwechselnde Anordnung von Nord- und Südpol der
Permanentmagnete erfüllt. Der Wicklungssinn der Meßspulen
wechselt dabei ebenfalls reihum ab.
Feldleitplatten zur Verbindung der Spulenkerne bewirken
bei Verwendung von Hochfrequenzströmen zur Erzeugung der
Magnetfelder eine zusätzliche Verstärkung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher er
läutert.
Es zeigen
Fig. 1 den Schnitt durch eine Küvettenanordnung
mit den dazugehörigen Magnetfeld- und
Meßspulen,
Fig. 2 die Anordnung von Magnetfeld- und Meß
spulen mit ihrem dazugehörigen Windungs
sinn,
Fig. 3 eine Darstellung des abwechselnden Win
dungssinnes von Magnetfeld und Meßspule,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine weitere Küvetten
anordnung mit Permanentmagneten und Meß
spulen,
Fig. 5 ein Schaltbild mit Angabe der Magnetpol
richtung und des Wicklungssinnes der
Meßspulen.
Das in Fig. 1 im Schnitt dargestellte Gerät zeigt die
äußere Kontur einer Küvettenanordnung 1, welche auf einer
Welle 2 aufgenommen ist, die über eine Laufbuchse 3 in
den Drehlagern 4, 4′ gehalten ist. Zum Antrieb der Kü
vette 1 dient ein nicht dargestellter Motor, dessen An
triebswelle mit der Welle 2 verbunden ist. Die Küvette 1
ist von einem Gehäuse 5 umgeben, in welchem jeweils auf
dessen Oberteil 51 und Unterteil 52 magnetfelderzeugen
de Spulenanordnungen 6 als Primärwicklung und Meßfeld
spulen 7 als Sekundärspule um einen gemeinsamen Kern 8
aus Ferritkeramik gewickelt sind. Jeweils vier
Paare 61, 62, 63, 64 von Magnetfeldspulen 6 und Meßfeld
spulen 7 sind auf dem Oberteil 51 und dem Unterteil 52
vorgesehen. Die Anord
nung der Spulen 6, 7 ist so ausgeführt, daß jeweils zwei
gegenüberliegende Spulenanordnungen 6, 7 ein die Küvette 1
durchdringendes Magnetfeld unterschiedlicher Polarisierungs
richtung erzeugen. Die Spulenkerne 8 sind mittels Feldleit
platten 9 aus Ferritkeramik miteinander verbunden. Ober
teil 51 und Unterteil 52 ruhen mittels Stegen 11 auf der
Grundplatte 12. Gehäuse 5 und Feldleitplatte 9 besitzen
Eintrittsöffnungen 13 für das zu untersuchende Stoffge
misch, welches über den Einlaß 14 in die nicht darge
stellten Meßkammern der in bekannter Weise zusammenge
setzten Küvettenanordnung 1 eindringen kann. Die Küvette
ist eine Vierkammer-Anordnung, bei der zwei durchströmte
Meßkammern und zwei mit einer Vergleichssubstanz gefüllte
geschlossene Vergleichskammern in abwechselnder Folge an
geordnet sind. Nach Verlassen der Meßkammern tritt das
Stoffgemisch durch entsprechende radial angeordnete
Austrittsöffnungen in die Umgebung aus.
In Fig. 2 ist die Ansicht auf die Unterseite des Ober
teils 51 dargestellt, in welcher die Anordnung von vier
Spulenkombinationen 61, 62, 63, 64 dargestellt ist. Hier
bei sind die Wicklungen für die magnetfelderzeugenden
Spulen 6 mit P (Primärwicklung) und die Wicklungen für die
Meßfeldspulen 7 mit S (Sekundärspule) symbolisiert worden.
Die dargestellten liegenden Kreuze zeigen die Richtung des
Magnetfeldes in die Zeichenebene hinein, die dargestellten
Punkte innerhalb der Kreise zeigen die Richtung des
Magnetfeldes aus der Zeichenebene heraus an. Die Richtung
des Magnetfeldes der einzelnen Spulen 6, 7 werden durch
das in Fig. 3 angegebene Diagramm näher erläutert. Hier
sind symbolhaft die Primärwicklung 6 und Sekundärwick
lung 7 der Spulenanordnungen 61, 62, 63, 64 angegeben. Der
in den jeweiligen Ecken der Darstellungssymbole ange
brachte Punkt zeigt den Verlauf des Wicklungssinnes der
jeweiligen Spulenanordnungen 61, 62, 63 und 64 an.
In Fig. 4 ist die Küvettenanordnung 1 innerhalb eines Ge
häuses 50 dargestellt. Die Küvettenanordnung 1 ist eben
falls über die Welle 2 und die Laufbuchse 3 in dem Dreh
lager 4 und dem nicht dargestellten Drehlager 4′ gelagert.
Das Oberteil 51 und das Unterteil 52 des Gehäuses 5 tragen
jeweils in gleicher Anordnung wie in Fig. 2 anstelle der
Kerne 8 Permanentmagnete 15, 16, 17, 18 und 15′, 16′, 17′,
18′. Diese sind von Meßfeldspulen 71, 72, 73, 74 bzw. 71′,
72′, 73′ und 74′ umgeben. Das der magnetischen Abschir
mung dienende geschlossene Gehäuse 50 aus weichmagnetischem
Material weist eine Eintrittsöffnung 13 zur Einleitung des
zu untersuchenden Stoffgemisches in die Küvettenanordnung 1
auf und besitzt in radialer Lage zur Küvettenanordnung 1
Austrittsspalte 10, durch die das aus den Austrittsöff
nungen der Küvettenanordnung 1 heraustretende Stoffge
misch in die Atmosphäre gelangen kann.
Die Anordnung der Permanentmagnete 15, 16, 17, 18 und der
zu ihnen gehörenden Meßfeldspulen 71, 72, 73, 74 auf der
Oberseite 51 ist gemäß Fig. 6 miteinander kombiniert.
Die Nord-Süd-Ausrichtung der Permanentmagnete 15, 16, 17,
18 ist mit dem Wicklungssinn der Meßfeldspulen 71, 72, 73,
74 derart gekoppelt, daß eine gleiche Magnetpolung mit
gleichem Wicklungssinn übereinstimmt. Die Anordnung der
entsprechenden Permanentmagnete 15′, 16′, 17′, 18′ mit den
dazugehörigen Meßfeldspulen 71′, 72′, 73′, 74′ auf der
Unterseite 52 ist analog ausgeführt, und zwar derart, daß
jeweils sich gegenüberliegende Permanentmagnete ein die
Küvettenanordnung 1 durchgreifendes Magnetfeld erzeugen.
Claims (4)
1. Gerät zur Bestimmung des Anteils von Stoffen mit para
magnetischen Eigenschaften, insbesondere von Sauerstoff,
in Stoffgemischen, bestehend aus einer in mehrere Kammern
unterteilten Küvettenanordnung, die relativ zu einer
Vorrichtung zur Erzeugung eines die Küvettenanordnung
durchdringenden Magnetfeldes drehbar angeordnet ist,
und einer dieser Vorrichtung zugeordneten Spulenanordnung
zur Umwandlung der in ihr vom paramagnetischen Stoff er
zeugten magnetischen Induktion in ein elektrisches Signal,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
vier oder eine höhere geradzahlige Anzahl von magnet
felderzeugenden Vorrichtungen (6, 15, 16, 17, 18) mit den
ihnen zugeordneten Meßfeldspulen (7, 71, 72, 73, 74) jeweils
beidseitig der Küvettenanordnung (1) und symmetrisch zu
der Rotationsachse auf einem gemeinsamen Gehäuse (5) an
geordnet sind, und daß die Magnetisierungspolung der
Vorrichtungen (6, 15, 16, 17, 18) mit der Magnetisierungs
polung ihrer zugeordneten Meßfeldspulen (7, 71, 72, 73, 74)
in abwechselnder Ausrichtung zueinander kombiniert sind.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die magnetfelderzeugenden Vor
richtungen als elektrische Spulenkörper (6) ausgebildet
sind, zusammen mit den Meßfeldspulen (7) um einen ge
meinsamen Kern (8) gewickelt sind, und daß die Kombi
nation der Magnetisierungspolung durch die abwechselnde
Ausführung von gleichsinniger und gegensinniger Wick
lungsrichtung von elektrischem Spulenkörper (6) und
Meßfeldspule (7) festgelegt ist.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die magnetfelderzeugenden Vor
richtungen als Permanentmagnete (15, 15′, 16, 16′, 17, 17′,
18, 18′) ausgebildet sind, um welche die Meßfeldspu
len (71, 71′, 72, 72′, 73, 73′, 74, 74′) mit abwechselndem
Wicklungssinn gewickelt sind, wobei Permanent
magnete (15, 15′, 16, 16′, 17, 17′, 18, 18′) gleicher Po
lungsrichtung mit Meßfeldspulen (71, 71′, 72, 72′, 73, 73′,
74, 74′) gleichen Wicklungssinnes kombiniert sind.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse (5) an seinem die
Spulenanordnungen (6) und Meßfeldspulen (7) enthalten
den Oberteil (51) und Unterteil (52) Feldleitplatten (9)
besitzt.
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