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DE354488C - Verfahren und Einrichtungen zum Betrieb von Verbrennungsturbinen - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen zum Betrieb von Verbrennungsturbinen

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Publication number
DE354488C
DE354488C DEF37612D DEF0037612D DE354488C DE 354488 C DE354488 C DE 354488C DE F37612 D DEF37612 D DE F37612D DE F0037612 D DEF0037612 D DE F0037612D DE 354488 C DE354488 C DE 354488C
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DE
Germany
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combustion
liquid
turbine according
combustion turbine
auxiliary liquid
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Expired
Application number
DEF37612D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HERMANN FOETTINGER DR ING
Original Assignee
HERMANN FOETTINGER DR ING
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Publication date
Application filed by HERMANN FOETTINGER DR ING filed Critical HERMANN FOETTINGER DR ING
Priority to DEF37612D priority Critical patent/DE354488C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE354488C publication Critical patent/DE354488C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C1/00Gas-turbine plants characterised by the use of hot gases or unheated pressurised gases, as the working fluid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtungen zum Betrieb von Verbrennungsturbinen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betriebe von Verbrennungsturbinen und die zur Ausführung desselben dienenden Einrichtungen. Bei dieser Verbrennungsturbine in bekannter Weise ist eine Hilfsflüssigkeit angewendet, auf die die Verbrennungsgase ihre Energie übertragen und die in einem geschlossenen Kreislauf umgetrieben wird. Der Kreislauf setzt sich aus umlaufenden und stillstehenden Teilen mit Turbinenkanälen zusammen.
  • Die Erfindung wird durch den besonderen Arbeitsgang gekennzeichnet, bei dem die Verbrennung. des Treibmittels in einer mitumlaufenden Verbrennungskammer stattfindet, worauf die Gase in dem umlaufenden Teildes Kreislaufs unter hohem Druck und etwa mit derselben Geschwindigkeit in die in derselben Richtung strömende Hilfsflüssigkeit unmittelbar eingemischt werden. Gemäß der Erfindung übertragen sie dann auf die Flüssigkeit ihre Verdrängungs- und Expansionsarbeit, ohne ihr jedoch eine erhebliche Relativbeschleunigung zu erteilen. Die Flüssigkeit wirkt nun ihrerseits treibend auf die Turbinenkanäle.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, einer Hilfsflüssigkeit, die in einem mit turbinenartigen Kanälen ausgerüsteten Kreislauf dauernd umläuft, mit Hilfe von Dampf oder Gasen eine Beschleunigung zu erteilen, indem das Treibmittel in injektorartigen Vorrichtungen zunächst expandiert und darauf in die Hilfsflüssigkeit eingeleitet wird, so daß seine kinetische Energie unter starker Reibung und Wirbelbildung mit großen Verlusten auf die Hilfsflüssigkeit übertragen wird. Dies ist das Prinzip der vergeblich versuchten Reibungs- oder Mischungsturbinen. Man hat auch versucht, mittels Dampfdruckes Flüssigkeit zwischen Turbinenschaufeln unter absatzweiser Beschleunigung und Verzögerung in wechselnder Richtung hindurchzudrücken, jedoch wirkt in diesem Falle der Dampfdruck, ohne daß die Expansion des Dampfes zur Geltung kommt; außerdem ist die Hilfsflüssigkeit nicht in dauernder Bewegung. Ferner ist eine Einrichtung bekannt, in der zunächst Dampf- oder Gasblasen mit hohem Druck einer Hilfsflüssigkeit von gleichem Druck beigemischt werden, um dann das Gemisch gemeinsam in geeigneten feststehenden Expansionsdüsen expandieren zu lassen, wobei selbstverständlich die frei werdende Verdrängungs- und Expansionsarbeit der Gase zur Erzeugung einer sehr hohen, der vollen Druckentspannung entsprechenden Geschwindigkeit der Hilfsflüssigkeit dient. Der erzeugte Ausflußstrahl von sehr hoher Geschwindigkeit sollte alsdann Turbinenräder antreiben. Im Gegensatz hierzu soll durch die Erfindung die Erzeugung derartig hoher Ausflußgeschwindigkeiten vermieden, aber trotzdem die Verdrängungs- und Expansionsarbeit in nützlicher Weise auf ein Laufrad übertragen werden. Dies wird dadurch ermöglicht, daß das Einmischen der Gasblasen in die Hilfsflüssigkeit sowohl wie die Expansion des Gemisches in dem schnell umlaufenden Laufkörper von außen nach innen vorgenommen wird, während die Strömung gegen die Achse gerichtet ist. Bei diesem Vorgang müssen an jeder Stelle die im Läufer auftretenden sehr hohen Zentrifugalkräfte überwunden werden, wodurch gerade der Hauptteil der Arbeitsabgabe des Gemisches an den Läufer von statten geht.
  • Das neue Verfahren soll an Hand der schematischen Abb. Ia erläutert werden, welche einen durch die Achse gelegten Schnitt einer nach dem vorliegenden Verfahren arbeitenden Gasturbine beispielsweise darstellt. I-2-3-4 stellt einen auf der Welle 7 befestigten turbinenartigen Laufkörper dar, welcher einen festen Leitkörper 5-6, der mit dem Fundament oder einem das Ganze umgebenden Gehäuse fest verbunden sein kann, umschließt. Sowohl Laufkörper I-4 wie Leitapparat 5-6 sind mit turbinenartigen Kanälen versehen, welche beispielsweise in dieser schematischen Abbildung einen enggeschlossehen, hohlringartigen Kreislauf bilden, in welchem Flüssigkeit im Kreise über I-2-3-4-5-6-I in der Pfeilrichtung kreist. 8 bedeuten Verbrennungskammern, in die Gas oder Öl und Luft unter hohem Druck eingepreßt werden.
  • Es sei angenommen, Laufkörper I-4 und Leitapparat 5-6 seien mit Flüssigkeit, z. B. Öl oder Wasser, gefüllt, und der Läufer sei in schnelle Drehung versetzt worden, so wird die Flüssigkeit bei 2 und 3 unter sehr hohem Druck sich befinden, welcher sowohl in der Richtung 2-I wie 3-4 sehr stark abnimmt. Werden nun aus der Verbrennungskammer 8 die verbrannten, glühenden Gase an der Stelle 3 in den Strom der Hilfsflüssigkeit, z. B. in einzelnen Blasen, eingemischt, so wird die Flüssigkeit die Gasblasen nach 4 hin, d. h. in Gebiete niedrigen Druckes .mitführen, die Gasblasen werden sehr stark expandieren, und ihr Volumen auf ein Vielfaches vergrößern. Dies hat zur Folge, daß Idas in jeder Sekunde nach der Stelle 4 gelangende . Gesarntvolumen (Flüssigkeit + Brenngase) wesentlich größer ist ,als dass sekundlich vorbeikommende Volumen der Flüssigkeit allein, d. h. -die Geschwindigkeit .der Mischung (Flüssigkeit -f- eingeschlossene Gasblasen) wind um, so größer, je mehr Gase bei 3 eingemischt werden.
  • Diese Zunahme der Ström.ungsgeschivindigkeit nach 4 hin hängt (damit zusammen, daß die Brenngase durch ihre Expansion. an die Flüssigkeit Arbeit abgeben.. Nun, ist bekannt, daß eine in einem geeignetenTurbinenrad von außen nach innen strömende Flüssigkeit auf dieses Turbinenrad treibend wirkt, genau wie bei den Wasserturbinen.
  • Durch. .geeignete Formgebung der Kanäle kann man erreichen, daß idie expandierten Brenngase in der Nähe der Stelle 4 aus dem Flüssigkeitsstrome ausgetrieben. werden, z. B. durch Löcher to, und .dann z. B. durch Zwischenräume zwischen -den einzelnen Kanälen des Laufkörpers - in der Richtung des Pfeiles Io-II aus dem Laufkörper ins Freie oder in einen Auspuffraum oder sonstwohin; z. B. in eine zweite Gasturbine, entweichen.
  • Die Zuführung von Gas oder Öl und Luft kann nach vorheriger Kompression in einem Kompressor beliebiger Bauart direkt in die Verbrennungskammern 8 hinein erfolgen. Das vorliegende Verfahren kann jedochdahin erweitert werden, daß die Brenngase mit Hilfe der kreisenden Hilfsflüssigkeit selbst unter Druck gesetzt und in die Verbrennungskammern 8 befördert werden. Beispielsweise können die Gase, getrennt oder gemischt, in der Nähe der Stelle 6 des Leitapparates bei niederem Druck in die Hilfsflüssigkeit eingemischt werden, welche sie dann im Laufkörper von I mach 2 mitnimmt, dabei unter hohen Druck setzt und bei geeigneter Formgebung der Kanäle bei 2 in die Verbrennungskammern 8 ausstößt. Hier entzünden sich dieselben an den glühenden Wänden und Gasen der Kammer, um dann nach vollständiger Verbrennung bei 3 in die unterdessen weitergeflossene Hilfsflüssigkeit abermals eingemengt zu werden.
  • Dias Eigenartige des neuen Verfahrens besteht sonach darin, daß die unter ungefähr konstantem, hohem Druck in einer Verbrennungskammer verbrannten Gase in eine kontinuierlich in gleicher Richtung strömende Flüssigkeit mit mäßiger Geschwindigkeit eingemischt und darauf expandierend und arbeitsleistend von ihr durch die turbinenartigen Kanäle 3-4 eines Laufkörpers fortgetragen werden, um d ann aus der Flüssigkeit ausgepufft zu werden. Ein besonderer Kompressor kann dadurch erspart werden, daß die frischen Brenngase unter niedrigem Druck der in dem Laufkörper nach außen (I-2) strömenden Hilfsflüssigkeit beigemischt, von ihr unter hohen Druck gesetzt und dann aus der Flüssigkeit in die Verbrennungskammer ausgemischt werden. Nach vollständiger Verbrennung derselben werden sie darauf, wie oben beschrieben, zum zweitenmal in die Flüssigkeit eingemischt, expandieren und werden zuletzt aus ihr ausgepufft.
  • Dieses neue Arbeitsverfahren unterscheidet sich wesentlich von allen bisherigen Lösungen des Gasturbinenproblems.
  • Die Brenngase brauchen hier keine hohen Geschwindigkeiten anzunehmen, sie werden dem Strome der Hilfsflüssigkeit mit ungefähr gleicher Geschwindigkeit beigemengt. Jede Injektorwirkung, jedes Beschweren eines Gasstrahles durch einzelne in den Gasstrahl hineingemischte Flüssigkeitstropfen, wie bei Dampfturbinen vorgeschlagen, wird vermieden. Die Mischung ist vielmehr umgekehrt: Die Gase werden blasenförmig in die mäßig schnell strömende Flüssigkeit eingemischt. Durch dieses Verfahren wird es möglich, die Expansionskraft der Gase selbst bei Ioo Atm. Verbrennungsdruck mit verhältnismäßig geringen Umfangsgeschwindigkeiten (15o bis 16o m/sek.) in einem einzigen Turbintnlaufra-d auszunutzen.
  • Jede besondere Kühlung der Turbinenkanäle ist überflüssig, weil die glühenden Gase mit Iden Kanälen direkt nicht in Berührung kommen, sondern sofort nach ihrem Austreten aus der Verbrennungskammer in die Flüssigkeit eingebettet werden. Die V erbrennung:skammern erhalten wegen des hohen Gasdrucks und kleinen Gasvolumens nur eine sehr geringe Größe und ,ganz geringe ausstrahlende Oberfläche; sie können daher leicht mit Hilfe der Flüssigkeit gekühlt werden.
  • Vor Iden .bekannten Gaspumpen (Humphrey) mit langsam hin und her schwingenden Wassersäulen, Ventilen usw. hat das neue Verfahren ,den Vorzug, @d;aß die Flüssigkeit dauernd in gleicher Richtung strömt, und d@aß dadurch viel höhere Strömungsgeschwindigkeiten verwendet werden können; außerdem erfolgt die Kompression, Expansion und Arbeitsabgabe der Gase an die Hilfsflüssigkeit im Turbinenläufer selbst.
  • Die Schwierigkeiten der Kornpression, der hohen Temperaturen und Umfangsgeschwindigkeiten der Laufräder werden durch das vorliegende Verfahren in überraschend einfacher Weise überwunden. Die Abmessungen der zur Verwirklichung des Verfahrens dienenden Turbine werden auch bei mäßigen Drehzahlen sehr klein; mit mäßigen. Umfangsgeschwindigkeiten kann infolge der hohen Zentrifugalkraft der Flüssigkeit ein sehr hoher Druck in der Verbrennungskammer aufrechterhalten werden.
  • Der Wärmeübergang von den glühenden Brenngasen :auf die die einzelnen Blasen berührende Flüssigkeit ist deshalb sehr .gering (nicht größer als be-i Gaspumpen), weil -die glühenden Blasen infolge der immerhin beträchtlichen Geschwindigkeit der Flüssigkeitsströmung und infolge der sehr kleinen Abmessungen .der Einrichtung, nur eine außerordentlich kurze Zeit ihren hohen Druck und ihre hohe Temperatur innerhalb der Flüssigkeit behalten, und außerordentlich schnell unter starker Albkühlung expandieren. Die Expansion vom Verbrennungsdruck auf ungefähr ,den hal#benDruck geht hier zwanzig bis hundertmal schneller als bei Gaspumpen oder gewöhnlichen Gasmaschinen vor sich. Die Brenngase haben gewissermaßen keine Zeit, viel Wärme auszustrahlen.
  • Günstig für die Wärmeausnutzung ist auch der Umstand, daß infolge der Wärmeabgabe an die kreisende Flüssigkeit ein Teil derselben in die Gasblasen hinein verdampft und deren Volumen unter entsprechender Arbeitsleistung vergrößert. Diese weitere Expansionswirkung ist bei allen Gasmaschinen und -turbinen nicht vorhanden, wo die Brenngase an feste Wände Wärmte abgeben.
  • Selbstverständlich kann die Einrichtung zur Verwirklichung des beschriebenen Verfahrens in sehr verschiedener Weise gebaut sein. In der schematischen Anordnung der Abb. ia wird die Hilfsflüssigkeit, nachdem sie im Laufkörper I-2-3-4 unter dem Einfluß der Brenngase Arbeit abgegeben, sofort wieder einem Leitapparat 5-6 zugeführt, der sie unmittelbar nach Erteilung einer geeigneten Strömungsrichtung und geschwindigkeit wieder in den Laufkörper zurückführt.
  • Abb. 2 zeigt links die Beschaufelung des einwärts führenden Schenkels und rechts des auswärts führenden Schenkels des Laufrades im Schnitt senkrecht zur Achse, während in der Mitte oben der Querschnitt der Verbrennungskammer nach der Linie a-b der Abb. 3 und unten die Beschaufelung des Leitrads dargestellt ist. Abb. 3 zeigt die Laufradkanäle zwischen den Stellen 2 und 3 von außen gesehen. Es ist sonach ein ganz eng geschlossener Kreislauf I-2-3-4-5-6-i der Hilfsflüssigkeit in der Form eines Hohlringes oder Wirbelringes verwendet (Abb. Ia und Ib). Dies bietet den Vorteil der kleinsten Energieverluste und einer gedrungenen Bauart, ohne Zulauf- und Ablaufkrümmer für den Hauptstrom der Flüssigkeit. Zum Zwecke der Kühlung braucht dabei nur ein sehr kleiner Teil der kreisenden Flüssigkeit nach außen hin albgespalten und durch eine Pumpe, einen Hochbehälter oder durch die Saugwirkung der Kreisströmung wieder in gekühltem Zustand zugeführt zu werden. Die Zuführung erfolgt am besten in der Nähe der Achse des Lautkörpers oder beispielsweise in den Leitapparat hinein (Kanäle 3o-3I, Abb. Ib) und zur Abführung der heißen Flüssigkeit dient am besten die Abdichtung bei 6-I, aus der z. B. in den Ringkanal 29 eine gewisse Menge entlassen wird.
  • Statt der einfachen ovalen Form des Kreislaufes (Abb. Ia und Ib) kann dieselbe auch nach Abb. 5 gewählt werden, wobei die Hilfsflüssigkeit durch einen Eintrittskrümmer I5 von außen in den festen Leitapparat geführt wind, um darauf aus dem Laufkörper I-2-3-4 durch einen entsprechenden stillstehenden Ablaufkrümmer I6 wieder nach außen geleitet zu werden. I5 und I6 können entweder durch ein Rohr direkt miteinander verbunden oder an irgendwelche Zufluß- und Abflußleitungen, Pumpen oder Turbinen oder eine andere Einrichtung angeschlossen sein. Für das Wesen des vorliegenden Arbeitsverfahrens ist dies gleichgültig. Es können auch nach Abb. 6 mehrere Leitapparate 2I und Laufkörper 2o der beschriebenen Art hintereinander in Serie von der Hilfsflüssigkeit durchströmt werden. Die Flüssigkeit kann dabei wie in Abb. 5 und 6 ab- und zugeleitet werden, oder sie kann, wie in Abb. 7 angegeben, in der Nähe der Achse von einem Ende der Einrichtung unmittelbar in Form eines Hohlringes zum anderen Ende durch Rohr 28 zurückgeleitet werden. 25 sind drei Leitapparate; 26, 26, 27 sind drei Laufkörper.
  • Es ist auch möglich, den gesamten Kreislauf der Flüssigkeit mit Hilfe der genannten Pumpe oder des Hochbehälters unter einen gleichmäßig wirkenden erhöhten Druck zu setzen; in diesem Falle erfolgt auch die Zuführung der frischen Brenngase und die Abführung der Auspuffgase unter entsprechend erhöhtem Druck.
  • Die Brenngase können nach ihrer Arbeitsleistung im Turbinenlaufrad (3-4 in Abb. i) entweder unter Atmosphärendruck ins Freie aasgepufft werden, oder sie können, nachdem sie bis auf höheren Druck, z. B. 4 bis io Atm., in einer Gasturbine nach Abb. i gearbeitet halben, in eine zweite Gasturbine für größeres Volumen geführt werden. Diese zweite Turbine kann in gleicher Weise wie die erste arbeiten. Wegen des vielgrößeren Volumens der Gase und ihrer viel niedrigeren Temperatur kann diese Niedeudruckturbine jedoch vorteilhaft nach Art der bekannten Dampfturbinen mit einer oder mehreren Stufen nach irgendeinem System, Aktion oder Reaktion, Trommel- oder Räderturbine oder vereinigt, eingerichtet sein. Diese Arbeitsweise ist schematisch durch Abb. 8 veranschaulicht. Es bedeutet darin 99 eine beispielsweise nach dem Trommelsystem gebaute Abgasturbine normaler Bauart, d. h. ohne Hilfsflüssigkeit.
  • Dieses vereinigte Arbeitsverfahren nach Abb. 8 (nach dem SCompoundsystern) hat den großen Vorteil, daß man nach idemselben die größten überhaupt vorkommenden Maschinenleistungen in einfacher und wirtschaftlicher Weise bewältigen kann. Im Gebiete der kleinen Volumina, hohen Drücke und Temperaturen wird das neue Arbeitsverfahren gegebenenfalls unter Verwendung mehrerer parallel geschalteter Hochdruckturbinen (Abb. 6 und 7) benutzt, im Gebiete niederen Druckes und großer Vblum@ina dagegen die einfache Arbeitsweise und Bauart der Dampfturbinen. i Derselbe Gedanke kann auch für die frischen Brenngase sinngemäß angewendet «-erden. Ein umlaufender Verdichter gewöhnlicher Bauart verdichtet :die Gase auf einen: Druck ungefähr gleich demjenigen vor der Abgasturbine (in praxi etwas größerer bzw. etwas kleinerer Druck)' und. führt .dieselben dem Eintrittsleitapparat der Hochdruckgasturbine zu, worauf sie den beschriebenen Prozeß durchmachen und dann in der Niederdruckturbine Arbeit leisten und ausgepufft werden.
  • Die Zuführung von Gas und Luft kann durch die Saugwirkung der einströmenden Hilfsflüssigkeit, z. B. bei 6 oder I in Abb. Ib, mit Hilfe geeigneter Luft- und Gaskanäle I2 und I4 oder durch besondere Zubringerpumpen oder Gebläse irgendeiner Bauart erfolgen. Das Einmischen der Gase in den Flüssigkeitsstrom geschieht dann innerhalb des Leitapparates bei 5 oder 6 (Abb. I) oder an der Übergangsstelle vom Leitapparat zum Laufkörper 6-I (Abb. I), z. B. indem die Zwischenwände oder Schaufeln der Leitvorrichtung 5-6 hohl ausgeführt werden (I2 und I4, Abb. 4). In diesem Fälle treten Luft bzw. Gas in die Hohlräume dieser Schaufeln des Leitapparates ein und durch Schlitze oder Löcher an den Enden der Schaufeln in den Flüssigkeitsstrom aus (I7, Abb. 4). Dabei kann der Leitapparat so eingerichtet sein, daß abwechselnd eine Schaufel bzw. ihre Aushöhlung an den Gaskanal, eine an den Luftkanal (I4 bzw. I2) angeschlossen ist, um Gas und Luft getrennt zu halten.
  • Die Anzahl der Laufschaufeln in dem nach auswärts führenden Schenkel I-2 der Abb. I kann gleich oder doppelt oder dreimal so groß wie die Zahl der Leitapparatkanäle sein, damit Gas und Luft möglichst getrennt bleiben und gegebenenfalls in ganz getrennten Laufkanälen nach den Verbrennungskammern 8 geführt werden, um Vorzündungen zu vermeiden. Der Leitapparat 5-6 kann auch so eingerichtet sein, daß die Ausmündung der Gaskanäle mehr nach rechts, die der Luftkanäle mehr nach links liegt, um auf diese Weise Luft und Gas getrennt zuzuführen.
  • Die Formgebung der einzelnen Kanäle ist beispielsweise in Abb. 2 für den Laufkörper in der oberen Hälfte, für den Leitapparat in der unteren Hälfte dargestellt; die Schnitte sind beidemal von links in den Abb. Ia und Ib gesehen. Abb. 3 zeigt die Laufkörperkanäle von außen nach der Achse zugesehen. Die beispielsweise gezeichnete Formgebung der Kanäle eignet sich für besonders hohe Drehzahlen und Verbrennungsdrücke; zur Erzielung besonderer Wirkungen oder kleinerer Drücke können .die Kanäle auch mehr radial oder im Sinne der Drehung nach vorn gerichtet gekrümmt sein, ganz ähnlich wie bei Wasserturbinen und Pumpen. Die Abb. 2 und 3 zeigen auch, wie die bei Io in Abb. Ia und Ib ausgemischten Auspuffgase zwischen den verschiedenen Laufkanälen hindurch durch geeignete Zwischenräume oder Öffnungen in eine Auspuffkammer oder ins Freie geführt werden können.
  • Abb. 2 zeigt oben in der Mitte beispielsweise einen Schnitt a-b senkrecht zur Achse durch die Verbrennungskammer und den unmittelbar Barumliegenden Laufkörperkanal z-3. Die Verbrennungskammer kann selbstverständlich einen durch die umlaufende Hilfsflüssigkeit gespeisten Kühlmantel seitlich und nach der Achse zu erhalten. In dieser Darstellung sind die Verbrennungskammern getrennt voneinander angenommen; dieselben können jedoch auch einen zusammenhängenden in Richtung des Umfangs ringsum laufenden Ring bilden, damit der Verbrennungsdruck überall gleich ist. Bei getrennten Kammern kann dies auch durch einzelne kleinere Druckausgleichrohre, die zweckmäßig bogen förmig geführt werden, erzielt werden.
  • Die Durchbildung desTurbinenläufers kann entweder wie in Abb. I und 2 als glatter Hohlgußkörper geschehen, in welchem Wände zur Bildung von Kanälen eingegossen sind, oder es kann nur der .mittlere, innere Teil als glatter massiver Hohlgußkörper 72 (Abb. 14 und 15) gebaut sein, während idie äußeren strahlenförmigen Kanäle 73 und 74 gege-#benenfalls samt Iden in einem oder mehreren Körpern 75 vorgesehenen Verbrennungskammern 8 und. Vorkammern 44 einzeln oder paarweise oder zu dreien oder mehreren an den inneren vollen Körper angeschraubt oder mit Keilen o: dgl. befestigt sind. Damit kein zu starker Ventilationswiderstand entsteht, kann um die einzelnen frei stehenden Kanäle ein glatter dünner Mantel 76 mit ringsum laufendem Auspuffschlitz gelegt werden.
  • Statt des gezeichneten. viereckigen Querschnitts :der Laufkanäle können dieselben entweder ganz oder nur in ihrem mittleren Teil einen runden oder elliptischen Querschnitt zur Verminderung der Flüssigkeitsreibung erhalten. .
  • Der hohlringartige Kreislauf kann entweder an allen Stellen oder nur an gewissen Stellen (z. B. in dem einwärts führenden Teil 3-4, Abb. g) mit einer Zwischenwand 35 versehen werden, um dort, wo -die Gase ein sehr großes Volumen .haben, die Strömung zu ordnen und gegebenenfalls in der Nähe von ro für ,den Auspuff der Gase .den doppelten oder dreifachen Querschnitt der Auspufföffnungen zu erzielen. Genau entsprechende Zwischenwände, die als Hohlkörper mit nach außen führenden Kanälen durchgebildet sind, können auch für den Eintritt der Gase bei 6-i bzw. bei 3 (Abb. i) vorgesehen sein.
  • Die Unterteilung der einzelnen Kanäle in kleinere rechteckige 36 oder runde röhrenartige 37 Teilkanäle kann noch viel weiter getrieben werden, z. B. wie in Abb. io angedeutet. Dementsprechend kann auch der äußere Teil des Laufkörpers aus lauter einzelnen Rohren kleineren Durchmessers gebildet werden. Der Zweck dieser Maßnahme kann z. B. darin bestehen, den Durchmesser der Teilkanäle so klein zu machen, daß die einzelnen Gasblasen den jeweiligen Querschnitt voll ausfüllen und voneinander durch Wasserpfropfen oder Wasserkolben getrennt sind. Es entstehen dabei Gastblasen von bestimmter Größe, weil die Vereinigung zu größeren Blasen durch die Trennwände verhindert wird. Durch diese Unterteilung des Treibmittels in einzelne Blasen wird nicht nur eine unerwünschte Frühzündung vermieden, sondern überhaupt die Wirkung des Laufrades verbessert, weil dann ein Druckausgleich von außen nach innen aus der Zone hohen Druckes nach der Zone niedrigen Druckes unmöglich gemacht wird. Doch wird hierdurch die Flüssigkeitsreibung außerordentlich stark vermehrt.
  • Die Verbrennungskammer 8 der Abb. I oder 2 kann zweckmäßig mit einer besonderen Abteilung 44 bzw. 45 versehen werden (Abb. 9 und II), um die beim Austreten der Gase aus der Hilfsflüssigkeit bei 2 nach innen spritzende Flüssigkeitsmenge von der heißen Brennkammer fernzuhalten und durch geeignete Bohrungen in den Flüssigkeitskreislauf zurückzuführen oder sonstwie abzuführen (z. B. nach außen hin). Infolge der hohen Zentrifugalkräfte lassen sich die durch die Blasen mitgerissenen Flüssigkeitstropfen sehr leicht absondern. Es können Einrichtungen vorgesehen werden, die die Flamme nur auf die eigentliche größere Verbrennungskammer 8 beschränken (z. B. Siebe, Drahtnetze, kleine Bohrungen, hohe Gasgeschwindigkeit) und nicht in die genannte kleinere Nebenabteilung hinüberschlagen lassen, um eine Abkühlung der Brenngase durch hineinspritzende Flüssigkeit vollständig zu vermeiden. Zweckmäßig erhält hierfür jeder Kanal I-2 seine besondere kleine Nebenabteilung der Verbrennungskammer, so daß diese Vorkammer im allgemeinen nur mit Gas oder nur mit Luft gefüllt ist und die letzteren erst beim Eintritt in die eigentliche Brennkammer 8 zusammentreten.
  • Statt daß die Auspuffgase aus der Flüssigkeit bei Io (Abt. Ia und Ib) radial nach außen treten, können sie auch nach der Mitte zu geleitet werden, wie in Abb. II gezeigt. Die Gase werden dabei infolge der starken Drehung der von 4 nach dem Leitapparat 5 tretenden Hilfsflüssigkeit nach der Stelle kleinsten Druckes, d. h. nach der Mitte zu gedrängt und puffen entweder durch Bohrungen 32 in der Nabel des Laufkörpers nach links aus diesem aus, oder sie treten durch einen Kanal 33, der die Welle umgibt, durch die Mitte des Leitapparats ins Freie oder endlich durch 32 und 33 gleichzeitig. Um dieses Ausmischen nach der Mitte zu zu erreichen, ist es zweckmäßig, der bei 4 aus dem Laufkörper austretenden Strömung eine starke Wendung mit Hilfe geeigneter Kanalformen zu erteilen.
  • Dias Ausmischen der Auspuffgase aus der Hilfsflüssigkeit kann bei Anordnungen wie Abb. 5 und 6 auch außerhalb des Laufkörpers, beispielsweise in dem Ablaufkrümmer I6 oder dessen Fortsetzung auf irgendeine Weise geschehen; hierfür kann ein besonderer Auspufftopf zur Trennung der Hilfsflüssigkeit und der Gase durch ihr spezifisches Gewicht angeordnet sein. Hierbei nimmt also der durch den Krümmer I6 gehende Flüssigkeitsstrom die Brenngase nach außen hin mit.
  • Wie aus Abb. I2 ersichtlich ist, können zwei Gasturbinen nebeneinander auf derselben Welle angeordnet und an geeigneter Stelle, z. B. wie dargestellt, am auswärts führenden Schenkel I-2 des Laufkörpers, oder aber am einwärts führenden Schenkel 3-4 oder auch durch den Leitkörper 5-6 miteinander in Verbindung gebracht sein. Die Zufuhr von Gas und Luft kann dabei nur in den einen Kreislauf (Abt. I2) oder bei symmetrischer Anordnung in beide Leitkörper geschehen. Der eine Kreislauf kann mittels Verschlußorgane abschaltbar gemacht sein.
  • Erfolgt das Ausmischen der Auspuffgase innerhalb der Gasturbine selbst, so kann bei großen Leistungen der Querschnitt des Läufern und des Leitkörpers auf der Strecke 4-5 wie in Abb. I3 ausgebildet sein, wobei ein längerer entweder am Läufer oder Leitkörper befestigter, rohrähnlicher Auspuffhals 38 vorgesehen ist, der an seinem äußeren Umfang (wie gezeichnet) eine größere Anzahl geeignet gestalteter Auspufföffnungen Io enthält. Dabei ist es zweckmäßig, die Krümmung des Laufkörpers von Punkt 4 ab nach 5 hinschärfer zu gestalten. Statt dessen können die Gase jedoch auch, wie für Abb. ii beschrieben, nach der Mitte hin ausgepufft werden.
  • Das hier verwendete Verfahren zum Eir-und Ausmischen der Gasblasen gründet sich darauf, daß diese in irgendeiner Flüssigkeit immer nach der Stelle kleinsten Druckes gedrängt werden. Die Ein- und. Ausmischstelle wird daher -in dem. :betreffenden, senkrecht zur Strömungsrichtung gezogenen Querschnitt an solche Punkte gelegt, wo der relativ :kleinste Druckdes betreffenden Querschnitts herrscht. Diese Stellen liegen in den Meridianschnitten, wie Abb. i, nach den Kriimmungsauittelpunkten der Kanalwandbegrenzung hin; in Querschnitten senkrecht zur Achse, wie Aibb.2, liegen, die Stellen kleinsten Druckes bei jedem Strömungsquerschnitt an der voraneilenden Kanalseite, wenn der betreffende Kanal dort auf die Flüssigkeit treibend wirkt, auf der radheilenden Kanalseite, wenn der Kanal dort von der Flüssigkeit angetrieben wird. Umgekehrt liegen dementsprechend die Stellen höchsten Druckes in jedem Querschnitt. Man kann natürlich das Ein- und Ausmischen auch noch durch Anordnung irgendwelcher Vorsprünge oder Hohlräume an den betreffenden Wandstellen unterstützen.
  • Selbstverständlich können die einzelnen Elemente der vorbesehriebenen Verfahren und Einrichtungen in der verschiedensten Weise anders gestaltet sein.
  • Z. B. kann auch der Leitapparat für die Hilfsflüssigkeit nach Art der bekannten gegenläufigen Dampfturbinen eine Drehung entgegengesetzt der des Läufers I, 2, 3, 4 erhalten, wobei zweckmäßig dann, der Leitapparat und der Turbinenläufer auf gesonderten Wellen fliegend angeordnet sind. In diesem Fall nimmt auch der Leitapparat Arbeit auf.
  • Der Kreislauf der Hilfsflüssigkeit kann in der verschiedensten Weise gestaltet werden, doch ergibt die Anordnung Abb. I die größten Vorteile, auch ermöglicht sie viel höhere Flüssigkeitsgeschwindigkeiten, als wenn die Flüssigkeit aus einem Behälter angesaugt wird sowie eine verlustlose Ausnutzung ihrer Geschwindigkeit und ein sehr leichtes Unterdrucksetzer des gesamten Kreislaufes zwecks Vermeidung schädlicher Hohlraumbildung. An dem Leitapparat 5-6 oder an dem Laufkörper I-2-3-4 können Einrichtungen zur Verringerung oder Aufhebung des Achsialdruckes in ähnlicher Weisse wie bei Zentrifugalpumpen, Wasser- oder Dampfturbinen vorgesehen sein. Die Labyrinthdichtung beim Übergang vom Leitapparat zum Laufkörper kann an einer vom Laufkörper nach der Mitte zu gehenden Wand 96 zur Verringerung des Spaltdurchmessers angebracht sein. Das Auspuffgehäuse 98 kann ganz fehlen.
  • Um zu verhüten, daß das Wasser, das beim Auspuff der Abgase durch die Öffnungen Io mitgerissen wird, gegen die Brennhammer 8 spritzt, kann eine Wand 9o (Abb. Ia) im Innern des Hohlringes vorgesehen sein, die sdas Wasser auffängt unddurch Öffnungen dem Kreislauf wieder zuführt. Es können mehrere solcher Wände 9I mit verschiedenen Durchlässen für die Auspuffgase vorgesehen sein (Abb. I3), die das Wasser auffangen, das durch Rohre 92 in den Schenkel I-2 oder 93 in den Schenkel 3-4 wieder eingeführt wird.
  • Statt daß die Brenngase ununterbrochen in die Hilfsflüssigkeit bei 6 bzw. bei 3 eingemischt werden, können gemäß vorliegender Erfindung die einzumischenden Gasse absatzweise, d. h. mit zwischenliegenden Ruhepausen, eingemischt werden. Hierzu wird der Druck dieser Gase vor dem Einmischen rhythmisch verändert, und zwar z. B. durch außerhalb der Gasturbine liegende Vorrichtungen (z. B. für die frischen Brenngase oder für Gas und Luft allein) oder durch Einrichtungen in der Gasturbine selbst, beispielsweise durch Erzeugung von Resonanzschwingungen, ähnlich wie sie bei singenden Flammen, Pfeifen und sonstigen auf der Elastizität von Gasen beruhenden Einrichtungen auftreten.
  • In gleicher Weise können Pulsationen auch für den Austritt der Gase künstlich erzeugt werden, z. B., indem der Druck in der Auspuffkammer durch eine geeignete rotierende oder oszillierende Vorrichtung in bestimmtem Rhythmus, etwa in demjenigen der Schaufelzahlen oder eines Vielfachen davon verändert, z. B. etwa abgedrosselt wird.
  • Der Zweck solcher Pulsationen kann der sein, Gas und Luft in den einzelnen Kanälen in bestimmter Weise zu trennen bzw. getrennt zu halten oder eine geeignete Größe der Gasblasen herbeizuführen usw.
  • Als Hilfsflüssigkeit kommen außer Wasser und Seewasser insbesondere Flüssigkeiten mit möglichst hohem Siedepunkt, hohem speziischem Gewicht, möglichst geringem Wärmeabsorptionskoeffizienten und möglichst geringer innerer Reibung in Betracht. Hohes spezifisches Gewicht ergibt sehr hohe Zentrifu;galkräfte und daher sehr hohen Druck in der Verbrennungskammer (Salzlösungen, orgänischeFlüssigkeiten, wieTetrabromazetylen, Quecksilber). Der Wärmeübergang von den glühenden Blasen kann durch hochsiedende heiße Öle stark reduziert werden.
  • Zweckmäßig ist es, die Hilfsflüssigkeit in möglichst heißem Zustand zu verwenden, um den Wärmeübergang bei den hohen Temperaturen zu verringern. Liegt die Temperatur der Hilfsflüssigkeit .etwas über ihrem Siedepunkt, so verdampft ein Teil derselben mit den Auspuffgasen in den Auspuffraum hinein. Die verdampfte Hilfsflüssigkeit kann, falls notwendig, durch irgendeine Art Kondensator, der von den Auspuffgasen durchströmt wird, wiedergewonnen werden. Hierzu kann jedes Kondensationsverfahren Verwendung finden.
  • Bei Ölturbinen kann allenfalls das Heizöl selbst in heißem Zustand als-Hilfsflüssigkeit dienen, in welche dann einfach die erstsprechende Druckluft Ünter Verwendung irgendeiner Zündung eingemischt und zur Z'erbrennung gebracht wind. Es verbrennt dann gewissermaßen die Luft in 01. Dabei verdampfendes urverbranntes Öl muß .natürlich durch Kondensation wiedergewonnen werden. Eigenartig ist auch das Anlaßverfahren für die neue Gasturbine. Entweder wird durch Einlassen von Druckluft mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit im Sinn einer Bewegung I-2-3-4-5-6-I (Abb. I) ein anfängliches Kreisen der Flüssigkeit hergestellt, worauf sich durch die Strömung der Hilfsflüssigkeit der Laufkörper langsam in Bewegung setzt. Darauf werden Luft und Gas bzw. Öl in früher beschriebener Weise in die Verbrennungskammer geführt und durch irgendeine der bekannten Zündvorrichtungen gezündet, worauf die Arbeitsleistung der Brenngase beginnt.
  • Oder es wird der Laufkörper samt seiner Welle durch irgendeinen turbinenartig oder sonstwie gebauten, mit Preßwasser, Druckluft, Dampf, Elektrizität o.dgl. betriebenen Hilfsapparat auf eine gewisse Drehzahl gebracht, bis die Hilfsflüssigkeit, welche vorher in die Turbine einsgefüllt war, durch die äußere Drehung in einen Kreislauf I-z-3-4-5-6-I gerät, worauf Luft und Gas bzw. Öl in die Verbrennungskammer geleitet wenden und die Maschine zu arbeiten beginnt.
  • Statt dessen kann auch der Umlauf der Hilfsflüssigkeit dadurch eingeleitet werden, daß die Hilfsflüssigkeit selbst durch eine äußere Kraftwelle mit ziemlich hoher Geschwindigkeit in der Richtung 5-6 in den Leitapparat eingelassen wird, um durch eine Art Turbinenwirkung nach Entstehung des genannten Umlaufs den Laufkörper in Bewegung zu setzen.
  • Zwecks Anlassees kann ferner der Leitapparat in Drehung versetzt werden, der dann als Pumpe wirkt, wobei Regelungsvorrichtungen zur Erzielung einer bestimmten Strömungsrichtung angewendet werden können. Regelungsvorrichtungen, wie verstellbare Schaufeln o.dgl., können auch in den Kreislauf zur Änderung der Leistung oder für andere Zwecke eingebaut sein.
  • Bei Ölturbinen kann das Heizöl und allenfalls auch Preßluft den Verbrennungskammern durch Rohre zugeführt werden, welche nach einer oder, mehreren Bohrungen in der Achse 7 des Laufkörpers führen, welchen Bohrungen das Öl bzw. die Preßluft in bekannter Weise durch konzentrisch zur Achse liegende Stopfbüchsen, Labyrinthe u. dgl. zugeführt wird.
  • An denjenigen Stellen, an denen eine gegenseitige Einwirkung zwischen der Flüssigkeit und den bewegten oder stillstehenden Organen. abgesehen von der Führung, nicht auftritt. können Schaufeln oder Zwischenwände wegbleiben, jedoch muß an diesen Stellen der Körper geschlossen sein.
  • Bei Verwendung von Brenngasen, welche feste Bestandteile (Staub, Flugasche) oder klebrige Verunreinigungen (z. B. Teere oder Teerdämpfe u. dgl.) enthalten, kann der sonst bei Gasmaschinen oder -turbinen erforderliche Gasreiniger bei vorliegender Erfindung gänzlich gespart werden, wenn die frischen Gase einfach in den auswärts führenden Schenkel des Laufkörpers I-2 eingemischt werden. Die Verunreinigungen werden alsdann von der Hilfsflüssigkeit aufgenommen, und können aus ihr in einfacher, bekannter Weise, z. B. durch Zentrifugieren, entfernt werden (kontinuierlich oder absatzweise). Für den Fall, daß als Hilfsflüssigkeit dauernd Frischwasser oder Seewasser zugeführt wind, kann ein entsprechender Betrag dauernd ausgeblasen werden, der dann die Verunreinigungen mitnimmt.
  • Es kann vorteilhaft sein, 'die Umlaufsgeschwindigkeit der Hilfsflüssigkeit an den einzelnen Punkten des Kreislaufes verschieden zu wählen; z. B. kann die Geschwindigkeit nach den Stellen zum Ausmischen der Gasblasen hin (z und 4) verlangsamt werden, damit ,die Blasen leichter austreten; andererseits ist es vorteilhaft, die Strömungsgeschwindigkeit in dem einwärts führenden Schenkel, in der Nähe von 3 zu steigern, damit die heißen Blasen möglichst schnell aus der Zone höchsten Druckes unter Expansion herausgeführt und der Wärmeübergang verringert wird.
  • Die Expansion der Gase kann bis ins Vakuum hinein erfolgen, wobei dann irgendein Abgaskompressor in bekannter Weise verwendet wird.
  • In vielen Fällen ist es vorteilhaft, die Einmischungsstelle 3 für die heißen Gase, wie in Abb. 1 gezeichnet, ,auf etwas kleineren Radius 'zu legen ass ,die Stelle z, um von z nach 3 hin einen Überdruck zu haben.
  • Sollen die Gase mit einem gewissen überdruck entweichen (z. B. zur Verwendung in einer weiteren Niederdruckgasturbine), so kann die Gasauepuffstelle 1o' evtl. auf größeren Radius als die Eintrittsstelle 1 gelegt werden.
  • Es bann auch hie Gasturbine entweder dauernd oder vorübergehend für bestimmte Belastungsfälle, z. B. für kleine Last, Marschfahrt öder Überlastung, so betrieben werden, daß in. die Verbrennungskamnner Heizöl allein oder mit Druckluft zerstäubt eingeblasen wird, während außerdem in beschriebener Weise Gas zugeführt wird. Demgemäß kann der Betrieb abwechselnd oder gleichzeitig mit Gas und 01 erfolgen.

Claims (7)

  1. PATEN T-ANSpRÜciiE 1. Verfahren zum. Betrieb von Verbrennungsturbinen mit ständig in einem teils stillstehenden, teils umlaufenden Kreislauf strömender Hilfsflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß das Treibmittel dem Arbeit abgebenden Teil unter hoher Pressung zugeführt, dort verbrannt und danach in ihm der Hilfsflüssigkeit mit ungefähr gleicher Geschwindigkeit und Pressung beigemischt wird, worauf die Expansion des Gemisches unter Arbeitsabgabe nach außen erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenngase der Reihe nach (getrennt oder gemischt) in die ständig strömende Hilfsflüssigkeit eingemischt, von ihr verdichtet, aus ihr ausgemischt, in einem mitumlaufenden Verbrennungsraum verbrannt, an anderer Stelle abermals in die Hilfsflüssigkeit eingemischt und nach der Expansion und Arbeitsabgabe wieder aus ihr ausgemischt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennung unter einem konstanten Druck erfolgt, dessen Höhe durch den Zentrifugaldruck der Hilfsflüssigkeit an der Verbrennungsstelle bestimmt ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I für Ölturbinen, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsflüssigkeit das zur Verbrennung dienende Treiböl selbst verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Ein- und Ausmischen der Gasblasen möglichst an solchen Stellen des jeweiligen Strömungsquerschnittes erfolgt, wo relativ kleiner Druck herrscht (insbesondere nach dem Krümmungsmittelpunkt der Relativbahn hin).
  6. 6. Ausführungsform sdes Verfahrens nach Anspruch I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß den ein- oder auszumischenden Gasen in geeignetem Rhythmus Pulssationen erteilt werden, z. B. durch geeignete Änderungen des Druckes der einzumischenden oder ausgemischten Gasteile.
  7. 7. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I bis 6, gekennzeichnet durch Steigerung der Geschwindigkeit der Hilfsflüssigkeit nahe der Einmischungsstelle der heißen Verbrennungsgase (3). B. Verbrennungsturbine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, gekennzeichnet durch einen Läufer mit stern- oder strahlenförmig angeordneten Kanälen, Röhren o. dgl., in deren einem Schenkel eine Hilfsflüssigkeit von der Drehachse auswärts, in deren anderem Schenkel dieselbe einwärts strömt, während in der Nähe des äußeren Scheitels eine oder mehrere Verbrennungskammern für die dort in den Flüssigkeitsstrom einzumischenden Verbrennungsgase vorgesehen sind. 9. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Anordnung eines festen Leitapparates, welcher der Hilfsflüssigkeit ein Bewegungsmoment ungefähr gleich dem auf den drehbaren Teil ausgeübten Drehmoment erteilt. Io. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsflüssigkeit in einem enggeschlossenen Kreislauf geführt wird, wobei nur ein kleiner Teil derselben in flüssigem oder dampfförmigem Zustande zwecks Kühlung nach außen geleitet und wieder ersetzt wird. II. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsflüssigkeit in einem hohlringartigen Kreislauf geführt wird. I2. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer (Laufringkörper) den stillstehenden Teil (Leitvorrichtung) von außen umschließt. I3. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkörper die Strömung der Flüssigkeit in der Meridianebene um ungefähr I8o° oder mehr umlenkt. I4. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkörper an seinem äußeren (heißeren) Umfang in einzelne frei ausdehnbare Teile ;gespalten ist, adle auf kleinerem Radius zusammenrnünden. 15. VerbTennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungskammern innerhalb der äußersten Biegung des Laufkörpers angeordnet sind, derart, daß eine Entwässerung der Verbrennungskammern nach den nächstliegenden Kanälen für die Hilf sf3.üssigkeit möglich ist. 16. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch. Anordnung von besonderen Verbindungen zum Druckausgleich zwischen .den Verbrennungskammern. 17. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Flüssigkeit mit möglichst geringem Wärmeübergangskoeffizienten (z. B. ölen). 18. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Flüssigkeit mit möglichst hohem Siedepunkt (z. B. Salzlösungen, ülen). I9. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Flüssigkeit mit möglichst hohem spezifischem Gewicht (z. B. Salzlösungen, organische Flüssigkeiten, wie Tetrabromazetylen oder Quecksilber). 2o. Mehrstufige Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsflüssigkeit der Reihe nach je eine Anzahl gleichachsig liegender Leit-und Laufkörper (nach Anspruch 8 und 9) durchläuft, wobei die Zu- und Abführungen außerhalb der Turbinenachse liegen (Abb. 5 und 6). 2I. Mehrstufige Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsflüssigkeit der Reihe nach je eine Anzahl gleichachsig liegender Leit-und Laufkörper (nach Anspruch 8 und 9) durchläuft, wobei die Flüssigkeit vom letzten Laufrad zum ersten Leitapparat durch einen gleichachsig mit der Welle liegenden Kanal zurückkehrt (Abb. 7). 22. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, bei der die Hilfsflüssigkeit durch Krümmer von außen zu- und abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zu- oder albströmende Hilfsflüssigkeit durch irgendeine außerhalb liegende Pumpe oder Turbine geführt wird. 23. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8 bis Io, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreislauf der Flüssigkeit unter einen gleichmäßig wirkenden erhöhten Druck gesetzt wird, um die ein- oder austretenden Gase mit entsprechend erhöhtem Druck zu- bzw. abzuführen. 24. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8 mit mehrstufiger Expansion, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruckturbinen mit Hilfsflüssigkeit, die Niederdruckturbinen auf derselben oder einer anderen Welle ohne Hilfsflüssigkeit, also mit trockenen Schaufelrädern arbeiten (Abb. 8). 25. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Gas und Luft an getrennten Stellen der auswärts gehenden Kanäle des Laufkörpers eingemischt und verdichtet werden. 26. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch Unterteilung der Arbeitskanäle in einzelne Bündel rohrartiger so enger Kanäle, daß die Gasblasen den Querschnitt ganz oder annähernd ausfüllen. 27. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, ,dadurch gekennzeichnet, daß der Laufkörper aus einem mittleren vollen Teil besteht, an welchem nach. außen, hin getrennte, rohrartige Kanäle einzeln oder gruppenweise angeschlossen sind" welche außen in die Verbrennungskammern imünden. 28. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsflüssigkeit bei ihrem Austritt aus .dem Laufkörper eine gewisse Drehung erteilt wird, um die Auspuffgase nach der Mitte zu drängen. . 29. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine geeignet ausgebildete Kammer zum Abscheiden etwa mitgerissener Hilfsflüssigkeit aus den verdichteten Brenngasen vor ihrem Eintritt in die Verbrennungskammer. 30. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8 bis i o, gekennzeichnet durch symmetrische Anordnung der einwärts führenden Schenkel des Laufkörpers (Abb. 12,). 31. Verbrennungsturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Lauf- und Leitvorrichtung entgegengesetzt drehbar sind. 32. Verfahren zum Anlassen der Verbrennungsturbine nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, @daß durch Einleiten eines gasförmigen oder flüssigen Druckmitteln die Hilfsflüssigkeit in Umlauf versetzt wird, so daß der Läufer in Drehung versetzt wird, worauf durch Zündurng des Gemisches der Antrieb erfolgt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744042C (de) * 1939-01-05 1944-01-07 Hans Rohrbach Dipl Ing Brennkraftmaschine mit Fluessigkeitskolben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE744042C (de) * 1939-01-05 1944-01-07 Hans Rohrbach Dipl Ing Brennkraftmaschine mit Fluessigkeitskolben

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