DE3543692A1 - Verfahren und einrichtung zum abbinden von bandringen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung
zum Abbinden von Bandringen, z.B. aus Stahlblech. Unter
"Abbinden" ist dabei sowohl das Umreifen, d.h. das Abbinden
in Umfangsrichtung, wie auch die Querabbindung, d.h. das
Abbinden in radialer Richtung, zu verstehen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren
und eine Einrichtung zu schaffen, die es ermöglichen, den
gesamten Vorgang von der Bildung der Bandringe bis hin zur
Fertigstellung versandfertig abgebundener Bandringe bzw.
Coils so zu vereinfachen und zu automatisieren, daß lediglich
noch eine die Durchführung der Arbeitsvorgänge von einem
Steuerstand aus überwachende Person erforderlich ist.
Hierzu sieht die Erfindung zunächst das im Patentanspruch 1
angegebene Verfahren vor, wozu vorteilhafte Weiterbildungen
in den Ansprüchen 2 und 3 angegeben sind.
Die weiter nach der Erfindung vorgesehene Einrichtung ist
im wesentlichen gekennzeichnet durch die im Patentanspruch 4
angegebenen Merkmale. Weitere vorteilhafte Einrichtungs-
bzw. Vorrichtungsmerkmale sind in den Unteransprüchen 5 bis 12
angeführt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe in optimaler Weise,
weil sie mit äußerst kurz bemessenen Taktzeiten auskommt.
Der Gegenstand der Erfindung wird nachstehend anhand
eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Aus
führungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Einrichtung
näher verdeutlicht; in der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht der erfindungsgemäßen Ein
richtung,
Fig. 2 eine Teil-Seitenansicht des in Fig. 1 mit II-II
bezeichneten Bereichs der Einrichtung,
Fig. 3 eine Einzelheit III-III aus Fig. 1 in Ansicht.
Wie zunächst aus Fig. 1 ersichtlich, umfaßt die Einrichtung
als erste Vorrichtung ein um eine vertikale Achse drehbares
und zumindest zwei, vorzugsweise jedoch, wie gezeichnet,
vier horizontale Arme aufweisendes Sammelkreuz 1, auf dem
die in einer (nicht dargestellten) Spaltanlage, Walzma
schine od.dgl. erzeugten und zu Bandringen verschiedener
oder gleicher Breite aufgewickelten Bandstreifen sukzessive
als Gruppe bzw. Bund koaxial angeordneter Bandringe 2
gesammelt werden. Zum Aufwickeln kann z.B. ein Coil- bzw.
Bund-Hubwagen (nicht dargestellt) mit Bandfang vorgesehen
sein, der als verfahrbare Haspel dient und von dem die
gebildeten Bandringe 2 einzeln oder als Gruppe bzw. Bund
dem Sammelkreuz 1 in Pfeilrichtung a zugeführt werden.
Dabei ist am Sammelkreuz 1 oberhalb jedes seiner Arme ein
durch Einzelantrieb in bezug auf die vertikale Drehachse
des Sammelkreuzes radial in Pfeilrichtung b wie auch
axial in Pfeilrichtung c beweglicher Bandfang 3 vorge
sehen (Fig. 2), der die Abtrennenden der aufgewickelten
Bandringe 2 jeweils einzeln niederhält, so daß es keiner
Befestigung, z.B. durch Abkleben, bedarf.
Liegt auf dem in Sammelposition (Pfeilrichtung a) be
findlichen einen Arm des Sammelkreuzes 1 eine komplette
Gruppe bzw. ein komplettes Bund von Bandringen 2 auf, so
wird das Sammelkreuz in Pfeilrichtung e um 90° (Fig. 1)
in eine Übergabeposition gedreht, in der sich eine in
Pfeilrichtung d horizontal hin- und herbewegliche und
in Pfeilrichtung f auch auf- und abbewegliche Abschiebe
vorrichtung 4 befindet, die die Gruppe bzw. das Bund
der auf dem Arm des Sammelkreuzes 1 befindlichen Band
ringe 2 für ein radiales Abschieben hinterfaßt. Ein an
der Abschiebevorrichtung 4 vorgesehener Bandfang-Mit
nehmer 3 a dient dazu, beim Vorrücken auch den Bandfang 3
in Pfeilrichtung b um ein entsprechendes Stück vorzube
wegen (Fig. 2).
Wie weiter aus Fig. 1 ersichtlich, umfaßt die Einrichtung
ferner als zweite Vorrichtung ein ebenfalls um eine
vertikale Achse in Pfeilrichtung g drehbares, taktweise
verschiedene Arbeitspositionen A, B, C u. D durchlaufen
des Drehkreuz 5. Das Drehkreuz 5 weist eine der Anzahl
der Arbeitspositionen A, B, C u. D entsprechende Zahl
von Armen 6 auf, im vorliegenden Fall also vier, die
jeweils als in Pfeilrichtung h horizontal vor- und zurück
bewegliche Schiebeschlitten ausgeführt sind. Das
Drehkreuz 5 mit seinen Armen 6 ist in Verbindung mit der
Anzahl der Arbeitspositionen so ausgelegt und in bezug
auf das Sammelkreuz 1 so angeordnet, daß dem in der
Übergabeposition befindlichen Arm des Sammelkreuzes mit
einem Bund bzw. einer Gruppe von Bandringen 2 nach jeder
Bewegung des Drehkreuzes ein freier Arm 6 desselben zur
unmittelbaren Übernahme eines vereinzelten Bandringes 2
gegenübersteht, wie dies insbesondere aus der die Über
gabeposition A veranschaulichenden Fig. 2 hervorgeht.
Jeder der längsverschieblichen Arme 6 des Drehkreuzes 5
weist am äußeren Ende ein Kippgelenk 7 mit einem von
diesem getragenen, von sternförmig zueinander angeordneten
Armen gebildeten und zweckmäßig mit Haltemagneten ver
sehenen Drehtisch 8 auf. Mittels des Kippgelenks 7 und
einer diesem zugeordneten Betätigung läßt sich der Dreh
tisch 8 in Pfeilrichtung i jeweils aus einer vertikalen
Stellung in eine horizontale Lage verschwenken und umge
kehrt. Ein am Kippgelenk 7 angebrachter und dessen Be
wegung folgender Motor 9 ist mit dem Drehtisch 8 an
triebsmäßig gekoppelt und ermöglicht dessen Drehbewegung
sowohl in vertikaler wie auch in horizontaler Lage. Der
Drehtisch 8 weist zentrisch einen axial vorstehenden
Haltedorn 10 auf, der zweckmäßig als Spreizdorn ausge
führt ist. Zumindest einer der Arme jedes Drehtisches 8
ist mit einem in Pfeilrichtung k radial verstellbaren
und aus der Tischebene nach außen bzw. vorne vor
stehenden Haltefinger 11 versehen.
Die Wirkungsweise im einzelnen ist wie folgt:
Ausgehend von der in Fig. 2 dargestellten Übergabe
position A wird der in vertikaler Stellung befindliche
Drehtisch 8 mittels des längsverschieblichen Armes 6
des Drehkreuzes 5 in koaxialer Ausrichtung des Halte
dorns 10 zum Arm des Sammelkreuzes 1 soweit gegen diesen
vorbewegt, daß mittels der Abschiebevorrichtung 4 der
vorderste der Bandringe 2 auf den Haltedorn 10 aufge
schoben werden kann und an den Armen des Drehtisches 8
zur Anlage kommt. Über eine entsprechende Sensoren
steuerung wird sichergestellt, daß jeweils nur der
vorderste auf dem Arm des Sammelkreuzes 1 befindliche
Bandring 2 mittels der Abschiebevorrichtung 4 auf den
Haltedorn 10 und damit auf den Drehtisch 8 des Dreh
kreuzes 5 gelangt. Während der Überführung des Band
ringes 2 vom Arm des Sammelkreuzes 1 auf den Drehtisch 8
des Drehkreuzes 5 bewegt sich der Haltefinger 11 in
Richtung auf den Bandfang 3 und übernimmt, nach ent
sprechender Justierung in Pfeilrichtung k, dessen
Funktion in bezug auf die Niederhaltung des Abtrenn
endes des vordersten Bandringes 2, während sich der
Bandfang 3 entsprechend der Vorbewegung der Abschiebe
vorrichtung 4 und des Bandfang-Mitnehmers 3 a um ein der
Breite des Bandringes 2 entsprechendes Maß radial nach
außen weg von der Achse des Sammelkreuzes 1 bewegt und
damit den vordersten Bandring freigibt. Auf diese Weise
wird eine vereinzelte Übergabe des jeweils vordersten
bzw. äußersten Bandringes 2 vom Arm des Sammelkreuzes 1
auf den Drehtisch 8 des Drehkreuzes 4 unter Beibehaltung
der Niederhaltung des Abtrennendes erreicht, ohne daß
es einer Befestigung desselben bedarf.
Nach der Übergabe eines Bandringes 2 auf den Drehtisch 8
wird dessen Schiebearm 6 etwas radial nach innen gefahren
und das Drehkreuz 5 um 90° verschwenkt, wodurch der
Drehtisch 8 mit dem darauf befindlichen, mittels des
Haltedorns 10 zentrierten und mittels des Haltefingers 11
bezüglich des Abtrennendes niedergehaltenen Bandring 2
in die Arbeitsposition B gelangt, in der in einer als
Ganzes mit 12 bezeichneten Vorrichtung das Umreifen des
Bandringes 2 erfolgt. Gleichzeitig hiermit findet in der
Arbeitsposition A mit dem nach dort gedrehten nächsten
Drehtisch des Drehkreuzes 5 eine erneute Vereinzelung
und Übergabe eines weiteren Bandringes 2 statt. Die
Umreifungsvorrichtung 12 besteht im wesentlichen, wie aus
Fig. 3 ersichtlich, aus einem zweckmäßig oktagonalen
Maschinenrahmen 13 mit einer entsprechend ausgebildeten
inneren Bandführung 14 und einem mittels eines Führungs
schlitzes 15 in Pfeilrichtung m verschieblichen Binde
kopf 16. In die insoweit bekannte und daher hier auch
keiner näheren Erläuterung mehr bedürfende Umreifungs
vorrichtung 12 wird der in Position B gebrachte Dreh
tisch 8 mit dem Bandring 2 mittels des längsverschieb
lichen Armes 6 des Drehkreuzes 5 eingefahren, und zwar so,
daß das Umreifen auch bei unterschiedlicher Breite des
jeweiligen Bandringes 2 jeweils über Umfangsmitte erfolgt.
Um bei diesem Umreifen zum einen ein Festhalten bzw.
Fixieren des Bandringes 2 zu erreichen, zum anderen sicher
zustellen, daß das durch die Bandführung 14 in Pfeil
richtung p geschobene Umreifungsband radial und mittig
auf den Bandring 2 eingewiesen wird, sind besondere Band
einweiser 17 vorgesehen, durch die das durchgeschobene
Bindeband beim Spannen eine Zwangsführung erhält. Die Band
einweiser 17 sind im Inneren des Maschinenrahmens 13 in
radialer Ausrichtung angeordnet und in Pfeilrichtung n be
weglich, und zwar unabhängig von der Bandführung 14, die
jeweils im Bereich der Bandeinweiser 17 unterbrochen
ist. Um diese Beweglichkeit der Bandeinweiser 17 zu er
zielen, können, wie in Fig. 3 dargestellt, außen am Ma
schinenrahmen 13 Führungsrohre 18 mit darin längsver
schieblich gelagerten Zahnstangen vorgesehen sein, die
jeweils über einen Hydromotor 19 betätigt werden und
damit den jeweiligen Bandeinweiser 17 als ein an den
Enden der Zahnstangen ausgebildetes und den Maschinen
rahmen durchsetzendes Teil in Pfeilrichtung n bewegen.
Zu erwähnen ist noch, daß nach dem Vorbewegen der Band
einweiser 17 gegen den Umfang des in der Umreifungs
vorrichtung 12 befindlichen Bandringes 2 dieser zwischen
den Bandeinweisern so festgehalten ist, daß der bislang
das Abtrennende niederhaltende Haltefinger 11 am Dreh
tisch 8 außer Funktion treten kann; er wird durch eine
radial nach außen gerichtete Bewegung vom Bandring
angehoben und mittels eines Schwenkzylinders nach außen
weggeklappt, so daß der Umreifungsvorgang durch Anziehen
des Bindekopfes 16 dann hiervon ungehindert erfolgen
kann.
Nach dem Umreifen und der radialen Rückbewegung des Dreh
tisches 8 aus der Umreifungsvorrichtung 12 wird das Drehkreuz 5
wiederum um 90° gedreht und gleichzeitig hiermit der Dreh
tisch 8 mittels des Kippgelenks 7 aus der bisher vertikalen
Stellung in die Horizontallage geschwenkt. Der Bandring 2
befindet sich nunmehr mit seinem Drehtisch 8 in horizontaler
Lage in der Arbeitsposition C. Hier wird er mittels einer
für sich bekannten und daher keiner näheren Erläuterung be
dürfenden Querbindevorrichtung 20 mit Bindekopf 21 ein-,
zwei- oder dreimal quergebunden, d.h. zusätzlich zur Um
reifung am Umfang auch noch radial abgebunden. Gleichzeitig
hiermit findet in der Arbeitsposition B ein Umreifen eines
weiteren Bandringes und in der Arbeitsposition A eine weitere
Vereinzelung und Übergabe eines Bandringes an einen Drehtisch
8 des Drehkreuzes 5 statt.
Nach erneuter Drehung des Drehkreuzes um 90° gelangt der um
reifte und quergebundene Bandring mit seinem Drehtisch - bei
weiterhin horizontaler Ausrichtung desselben - in die Arbeits
position D, in der der fertig abgebundene Bandring mittels
einer Magnet- oder Greifer-Hubvorrichtung 22 vom Drehtisch 8
abgehoben und in Richtung des Pfeils o seitlich verfahren
und auf Paletten 23 mit anderen fertigen Coils versandfertig
gestapelt wird. Statt der Paletten 23 können auch Kipp
tische zur stehenden Lagerung der fertigen Coils vorgesehen
sein.
Bei weiterer Drehung des Drehkreuzes 5 um wiederum 90° wandert
der Drehtisch aus der Entnahmeposition D wieder in die Über
gabeposition A, wobei er gleichzeitig aus seiner horizontalen
Lage wieder in die vertikale Stellung verschwenkt wird. Damit
ist der Drehtisch wiederum bereit für einen weiteren Vereinzelungs
und Übergabevorgang, und der Zyklus beginnt erneut.
In den Fällen, in denen eine Umreifung der Bandringe nicht er
forderlich ist, was von der Größe oder auch Materialbeschaffen
heit der Bandringe abhängt, wird die Umreifungsvorrichtung 12
ausgeschaltet, so daß der Bandring in Position B keine Ab
bindung erhält, sondern erstmals in der Querbindevor
richtung 20 in Arbeitsposition C eine ein- oder mehr
malige Querabbindung erfährt. In diesem Fall bleibt der
Haltefinger 11 am Drehtisch 8 solange in Andrückstellung,
bis die Querabbindung erfolgt ist.
Dadurch, daß die erfindungsgemäße Einrichtung über vier
Arbeitspositionen arbeitet, werden vier Arbeitsgänge
zugleich ausgeführt, nämlich in Position A das Vereinzeln
und Übernehmen der Bandringe, in Position B das Umreifen,
in Position C das Querabbinden und in Position D das Ent
nehmen und Stapeln, womit sich äußerst kurze Taktzeiten
ergeben. Die auf dem Sammelkreuz 1 befindlichen Bunde
von Bandringen 2 können damit so schnell "abgearbeitet"
werden, daß das Sammelkreuz, je nach Zahl und Breite
der Bandringe, eine Pufferfunktion erfüllen und damit
der Gesamtvorgang der Verarbeitung von aus einer Spalt
anlage, Walzmaschine od. dgl. kommenden Bandstreifen zu
versandfertigen Coils ohne Zwischenlagerung vollauto
matisch durchgeführt werden kann, wobei es nur noch der
Überwachung durch eine Person von einem Steuerstand
aus bedarf. Von besonderer Bedeutung ist dabei, daß es
keiner die Bandenden beschädigenden Befestigung der
Abtrennenden mehr bedarf, sondern die Bandringe einer
Gruppe bzw. eines Bundes jeweils unbefestigt vereinzelt
und dann abgebunden werden.
- Auflistung der Bezugszahlen
1 Sammelkreuz
2 Bandringe
3 Bandfang
4 Abschiebevorrichtung
5 Drehkreuz
6 Arme d. Drehkreuzes
7 Kippgelenk
8 Drehtisch bzw. Drehtischarme
9 Motor f. Drehtisch
10 Haltedorn
11 Haltefinger
12 Umreifungsvorrichtung
13 Maschinenrahmen
14 Bandführung
15 Führungsschlitten
16 Bindekopf
17 Bandeinweiser
18 Führungsrohr
19 Hydromotor
20 Querbindevorrichtung
21 Bindekopf
22 Hubvorrichtung
23 Palette
Claims (12)
1. Verfahren zum Abbinden von Bandringen, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die in einer Spaltanlage, Walzmaschine od. dgl. er zeugten Bänder nach dem Aufwickeln jeweils in koaxial ausgerichteten Gruppen bzw. Bunden unter Niederhaltung ihrer jeweils freien Abtrennenden gesammelt werden,
- - daß jeweils eine gesammelte Gruppe bzw. ein Bund von Bandringen (2) unter Beibehaltung ihrer koaxialen Aus richtung und Niederhaltung ihrer Abtrennenden in eine Übergabeposition (A) bewegt wird,
- - daß die Bandringe (2) aus der Übergabeposition (A) unter weiterer Niederhaltung des jeweiligen Abtrennendes takt weise jeweils einzeln in einen eine erste (B) und eine zweite Abbindeposition (C) sowie eine Entnahmeposition (D) durchlaufenden Arbeitszyklus überführt werden und
- - daß während des taktweisen Abarbeitens der Bandringe (2) weitere Bunde bzw. Gruppen von Bandringen gesammelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Bandring (2) nach dem Verlassen der ersten Ab
bindeposition (B) und vor Erreichen der zweiten Abbinde
position (C) aus seiner bisherigen vertikal aufrecht
stehenden Stellung in eine horizontale Flachlage ge
schwenkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Vereinzeln und Überführen von Band
ringen (2) in den Viertakt-Arbeitszyklus und das dort
erfolgende Abbinden und Entnehmen unter zentraler Über
wachung und Steuerung selbsttätig durchgeführt wird.
4. Einrichtung zum Abbinden von in einer Spaltanlage,
Walzmaschine od. dgl. erzeugten Bandringen, insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der die Bandringe erzeugenden Anlage, Maschine od.dgl. als erste Vorrichtung ein um eine vertikale Achse dreh bares und zumindest zwei horizontale Arme aufweisendes Sammelkreuz (1) für jeweils eine koaxial angeordnete Gruppe bzw. ein Bund von Bandringen (2) nachgeschaltet ist,
- - daß der ersten Vorrichtung eine zweite Vorrichtung nachgeschaltet ist, die aus einem ebenfalls um eine vertikale Achse drehbaren, taktweise verschiedene Ar beitspositionen (A, B, C u. D) durchlaufenden Dreh kreuz (5) besteht und
- - daß beide Vorrichtungen (1; 5) so zueinander angeordnet sind, daß jeweils dem einen, aus der Sammelposition in eine Übergabeposition (A) gedrehten Arm des Sammel kreuzes (1) mit einer Gruppe bzw. einem Bund von Bandringen (2) nach jeder Bewegung des Drehkreuzes (5) ein freier Arm (6) desselben zur unmittelbaren Übernahme eines ver einzelten Bandringes (2) gegenübersteht.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß dem Sammelkreuz (1) eine mit dessen in die Über
gabeposition (A) gedrehten Arm zusammenwirkende Abschiebe
vorrichtung (4) zugeordnet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß koaxial oberhalb jedes Armes des Sammel
kreuzes (1) ein gemeinsam mit dem Arm verdrehbarer, für
sich radial und axial verstellbarer Bandfang (3) zum
Niederhalten der Abtrennenden der aufgewickelten Band
ringe (2) vorgesehen ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß das Drehkreuz (5) mit sich
horizontal erstreckenden und in sich in Längsrichtung
verstellbaren Armen (6) versehen ist, die an ihrem
äußeren Ende jeweils einen antreibbaren Drehtisch (8)
mit vorstehendem Haltedorn (10) tragen, der im ganzen
aus einer vertikalen in eine horizontale Stellung und
umgekehrt verschwenkbar ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Drehtisch (8) zumindest
einen Haltefinger (11) aufweist, der radial zur Tischebene
verstellbar und aus dieser wegklappbar ist, derart, daß
jeder Bandring (2) während seiner Vereinzelung und Über
gabe an das Drehkreuz (8) und bis zum erfolgten Abbinden
unbefestigt zusammengehalten bleibt.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß in dem Drehtisch (8) ein oder
mehrere schaltbare Haltemagnete angebracht sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Drehkreuz (5) vier Arme (6)
mit je einem Drehtisch (8) aufweist und bei einem
360°-Umlauf vier jeweils mit 90° zueinander versetzte
Arbeitspositionen (A, B, C u. D) passiert, und zwar außer
der Übergabeposition (A) eine Umreifungsposition (B), eine
Querbindeposition (C) und eine Entnahmeposition (D).
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Drehtisch (8) nach
dem Verlassen der Umreifungsposition (B) und vor Er
reichen der Querbindeposition (C) eine Schwenkbewegung
aus der vertikalen Stellung in die horizontale Lage
ausführt, in dieser die Querbindeposition (C) und die
Entnahmeposition (D) passiert, und vor Erreichen der
Übergabeposition (A) wieder in die vertikale Stellung
zurückschwenkt.
12. Einrichtung nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche, mit einer Umreifungsvorrichtung, die
einen vertikal aufrechtstehenden Maschinenrahmen mit
einer innerhalb dessen Umriß befindlichen Bandführung
und einen der Bandführung zugeordneten, radial ver
schiebbaren Bindekopf umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere radial verstellbare Bandeinweiser (17) vor
gesehen sind, derart, daß der mit dem Drehtisch (8) in
die Umreifungsvorrichtung (12) eingeführte Bandring (2)
jeweils an mehreren Stellen seines Umfangs festgehalten
ist und nach dem Wegklappen des Haltefingers (11) eine
mittig verlaufende Abbindung erhält.
Priority Applications (5)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3543692A1 true DE3543692A1 (de) | 1987-06-19 |
Family
ID=6288142
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853543692 Withdrawn DE3543692A1 (de) | 1985-12-11 | 1985-12-11 | Verfahren und einrichtung zum abbinden von bandringen |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| JP (1) | JPS62193920A (de) |
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