DE354299C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE354299C DE354299C DENDAT354299D DE354299DA DE354299C DE 354299 C DE354299 C DE 354299C DE NDAT354299 D DENDAT354299 D DE NDAT354299D DE 354299D A DE354299D A DE 354299DA DE 354299 C DE354299 C DE 354299C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sleeve
- filling
- opening
- neck
- air ducts
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000011049 filling Methods 0.000 claims description 17
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 14
- 238000012859 sterile filling Methods 0.000 claims description 3
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 2
- 230000002070 germicidal effect Effects 0.000 claims 1
- 244000052616 bacterial pathogen Species 0.000 description 3
- 239000011324 bead Substances 0.000 description 3
- 238000004321 preservation Methods 0.000 description 2
- 229920000742 Cotton Polymers 0.000 description 1
- 235000009161 Espostoa lanata Nutrition 0.000 description 1
- 240000001624 Espostoa lanata Species 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000002421 anti-septic effect Effects 0.000 description 1
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 1
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 1
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 210000002966 serum Anatomy 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67C—CLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
- B67C3/00—Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
- B67C3/02—Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus
- B67C3/22—Details
- B67C3/26—Filling-heads; Means for engaging filling-heads with bottle necks
Landscapes
- Medical Preparation Storing Or Oral Administration Devices (AREA)
- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 7. JUNI 1922
PATENTSCHRIFT
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Belgien vom 24. Juli 1916 beansprucht.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum keimfreien Einfüllen, Verschließen,
Konservieren und Abfüllen von der Einwirkung von Fermenten ausgesetzten Flüssigkeiten,
wie Milch, künstlichem Serum o. dgl. Diese Vorrichtung ist so angeordnet, daß sie
leicht gehandliabt werden kann und in ganz sicherer Weise sowohl beim Füllen wie beim
Verschließen und beim Abfüllen jede Einführung von in der Außenluft enthaltenen Keimen
oder die Berührung mit solchen Keimen verhindert, welche die zu konservierende oder
abzufüllende Flüssigkeit verändern könnten. Die bekannten Vorrichtungen zum Konser-
vieren und Abfüllen von Flüssigkeiten sind im allgemeinen mit zwei getrennten öffnungen
versehen, deren eine zur Einführung der Flüssigkeit, der andere zum Durchtritt der Luft dient. Diese Öffnungen sind zum
Teil so angeordnet, daß die erste im unteren Teil und die andere im oberen Teil des Behälters
angeordnet ist, aber alle diese Vorrichtungen zeigen den Mißstand, daß sie nach
ίο einem teilweisen Abfüllen die sichere Konservierung
des verb'eibenden Teils der sterilisierten oder aseptischen Flüssigkeit nicht mehr gestatten infolge der Einführung- von
mit Keimen geladener Luft. Und selbst nach vollständiger Anfüllung kann eine Sicherheit
nicht erzielt werden infolge des septischen Zustandes, in welchem sich die verschiedenen
zur Einführung von Luft oder Flüssigkeit dienenden Teile befinden.
Diese Mißstände sind bei dem Erfindungsgegenstand vermieden, bei welchem auf dem
Hals des Behälters eine bewegliche Muffe verschiebbar ist, deren eines Ende zum Durchtritt
der Flüssigkeit, das andere zum Durchtritt der aseptischen Luft durch ein Filter
dient; dieser Hals und diese Muffe sind mit Öffnungen und Absperrvorrichtungen versehen,
welche gestatten, durch die Verschiebung der Muffe nach Bedarf drei verschiedene
Stellungen einzunehmen:
i. Die Füllstellung mit nach oben gekehrtem Behälterhals, bei welcher man durch \rerinittlung
desjenigen Teils der Muffe, welcher zum Durchtritt der Flüssigkeit dient, eine Verbindung zwischen einem äußeren Zuführungskanal
und dem Innern des Behälters herstellt, wobei der Behälter außerdem durch das Filter hindurch mit der Außenluft in
Verbindung steht.
2. Die Aufbewahrungsstellung, bei welcher die beiden unter 1 aufgezeigten Verbindungswege
geschlossen sind.
3. Die Abfüllstellung mit nach unten gekehrtem Flaschenhals, bei welcher die Verbindungen
im wesentlichen die gleichen sind wie unter 1, jedoch durch eine Verbindung
mit dem Filter des Teiles der Muffe > ervollständigt, welcher zum Durchtritt der Flüssigkeit
dient.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
es zeigen
Abb. ι den Erfindungsgegenstand in Ansicht von der Seite,
Abb. 2 einen Schnitt nach A-B in Abb. 1 in geschlossener Stellung,
Abb. 3 einen Schnitt nach C-D in Abb. 2, Abb. 4 und 5 den gleichen Schnitt wie in
Abb. 2, aber in Füllstellung und in Abfüll-Stellung.
Die Vorrichtung umfaßt zwei wesentliche Teile, einen festen und einen beweglichen.
Der feste Teil wird von dem Hals 2 des Behälters gebildet, in welchem ein Röhrenstück 1
befestigt ist, welches durch seine Bohrung 3 fi,·;
die Verlängerung des Flaschenhalses 2 darstellt.
An seinem Ende von großem Durchmesser, welches in dem Hals 2 befestigt ist, trägt das
Stück ι an seinem Umfang Rinnen, welche zusammen mit der Wand des Halses 2 kleine
Kanäle 6 (Abb. 2 und 3) bilden. Jm mittleren Teil besitzt der Stutzen 1 eine Ringwulst
12. Am entgegengesetzten Ende des Stutzens ist die Bohrung 3 dauernd abgesperrt
durch einen Gummipfropfen 4, während die Wand des Stutzens radiale Bohrungen 5 besitzt. Der bewegliche Teil wird
von einer Muffe7 gebildet, welche auf dem Hals 2 verschiebbar ist. Das dem Behälter
benachbarte Ende der Muffe 7 ist verlängert und ausgebaucht, um eine Ringkammer 11
zu bilden. In dieser Kammer befindet sich Watte, welche ein Filter nach Pasteur
bildet. Am anderen Ende besitzt die Muffe eine Bohrung 8 in dem Boden 9. Im Innern
der Muffe ist eine ringförmige Scheibe 10 in einer Ringnut eingesetzt.
In der Abschlußstellung gemäß Abb. 2 wird der vollkommene Abschluß aller Kanäle durch
den Pfropfen 4 einerseits, der die Öffnung 8 versperrt, und durch den Gummiring 10 anderseits
bewirkt, welcher die kleinen Kanäle 6 und den Ringraum 11' zwischen dem Hals 2
und der Muffe 7 absperrt.
Die Verschiebung der Muffe 7 auf dem Hals und seiner Verlängerung 1 wird mittels
eines Hebels 13 (Abb. 1) aus Stahldraht bewirkt, der auf Drehzapfen 14 des Behälters
angelenkt ist; dieser Hebel 13 bildet zwei kleine Kurbeln 15, an deren Enden ein Doppelhebel
16 angelenkt ist, der um Drehpunkte 17 der Muffe 7 schw enkbar ist. Die Muffe
ist außerdem mit einem Deckel 18 versehen, der bei 19 angelenkt ist. Dieser Deckel soll
eine A^erunreinigung· der Öffnung 8 verhindern und kann gegebenenfalls einen Wattebausch
enthalten, der mit einem antiseptischen Mittel getränkt ist.
Bei der Verschiebung der Muffe zum Zweck der Füllung oder der Abfüllung wird
der Deckel 18 bei Beginn der Handhabung angehoben, welche durch das Niederdrücken
des Hebels 13 durch Vermittlung einer Stange 22 bewirkt wird, die den Deckel mit
dem Bügel 23 verbindet. Dadurch, daß die Kurbeln 15 sich jenseits des Totpunktes beim
Anfang des öffnens befinden, erhält der Doppelhebel 16 in diesem Augenblick eine Drehbewegung
um die Drehpunkte 17, welche genügend groß ist, ohne eine Einstellung hervorzurufen;
diese Drehung wird auf den
Deckel 18 übertragen und durch geeignete
Wahl des Hebelarms entsprechend vergrößert. Sie gestattet, die Öffnung 8 der Muffe vor dem Beginn des Ausfließens vollkommen
abzudecken.
In Abb. 4 und 5 ist der Deckel nicht gezeigt.
Abb. 4 zeigt die mittels des Hebels 13 verstellte Muffe. In dieser Lage, welche die
Nullstellung darstellt, wobei der Hals nach oben zeigt, hat der Pfropfen 5 die Öffnung 8
der Muffe 7 freigegeben, und diese hat sich so weit verschoben, wie es die Ringwulst 12
gestattet, die sich in den Gummiring 10 einschiebt. In diesem Augenblick ist die erste
der drei charakteristischen Stellungen gemäß der Erfindung erreicht. Die Flüssigkeit wird
bei 8 zugelassen, verteilt sich in der Muffe und tritt in den Behälter durch die Öff-
ao nungen 5 des Kanals 3 des Stutzens 1 ein.
Die Luft des Behälters geht durch die kleinen Kanäle 6, um in den Ringraumii' zwischen
der Muffe 7 und dem Hals 2 zu gelangen und durch das Filter auszuströmen.
as Es ist zu bemerken, daß vor dem Füllen
das Innere des Behälters durch einen Strom von Dampf oder heißer Luft sterilisiert werden
kann, der in diesem Falle den gleichen Weg verfolgt, also durch die Öffnungen 8, 5
in den Behälter einströmt und durch die Öffnungen 6 ausströmt und schließlich den Filter
sterilisiert, bevor er in die Umgebung entweicht.
Die zweite der drei kennzeichnenden Stellungen, d. h. die Abschluß- oder Aufbewahrungsstellung,
ist in Abb. 2 gezeigt.
Die dritte Stellung, nämlich die Abfüllstellung, ist in Abb. 5 gezeigt. In diesem
Fall wird die Muffe nicht soweit verschoben wie bei der Stellung gemäß Abb. 4; man kann
nach dem Füllen den Hub der Hebel durch ein Band oder einen plombierten Draht begrenzen,
welcher die Punkte 24, 25 verbindet.
Unter diesen Umständen ist es unmöglich, den Behälter zu füllen oder nach einem teilweisen
Entleeren eine Flüssigkeit nachzufüllen. Da hier die Ringwulst 12 nicht in den
Gummiring 10 eindringt infolge des begrenzten Hubes der Muffe, würde die Flüssigkeit
in die Kammer 11 eindringen; die Flüssigkeit läßt sich also hier nur gut abfüllen, und
eine Neufüllung würde die Entfernung des plombierten Drahts zwischen den Punkten
24 und 25 erfordern.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur keimfreien Aufbewahrung und zum keimfreien Abfüllen
von Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß der Gefäßhals (2) und der darin befestigte Einsatz (1) von einer einstellbaren
Muffe (7) umhüllt sind, deren Verschiebung mit einer einzigen Bewegung zwei nach dem Gefäßinnern führende Leitungen
öffnet, deren eine (11, 11', 6) keim-'
freie Luft zuführt, die andere (8, 5) den Gefäßinhall ausströmen läßt.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine von der Muffe (7) getragene Dichtung(io), die in der Gebrauchsstellung des
Behälters die Absperrung der Luftkanäle (6) bewirkt und beim Füllen durch einen von dem Einsatz (1) getragenen
Ring (12) jede Verbindung zwischen den Luftkanälen (6) und der Füllöffnung (8)
unterbricht.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Muffe (7) jenseits der Luftkanäle (6) verlängert ist, um eine Filterkammer
(11) zu bilden.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Teil der Muffe (7) mit einer mittleren Auslauföffnung (8) versehen
ist, die durch die Abschlußbewegung der Muffe gegen einen auf der Verlängerung (1) des Halses (2) befestigten
Pfropfen (4) gedrückt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (7)
unten einen Deckel (18) trägt, der in seiner Höhlung einen mit einem keimtötenden
Mittel getränkten Schwamm aufnehmen kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung
des Deckels (18) von dem Gestänge des zur Verschiebung der Muffe (7) be- too
stimmten Hebels (13) abgeleitet wird.
7. A^orrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der an der Muffe (7) angelenkte Deckel (18) von dem
die Muffe (7) verschiebenden Hebel (13) durch ein Gestänge (15, 16, 23) und einen
Lenker (22) bedient wird, derart, daß die Öffnung des Deckels (18) erfolgt, ehe die
Muffe (7) so weit verschoben ist, daß sie die Hauptöffnung (8) absperrt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE354299C true DE354299C (de) |
Family
ID=574464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT354299D Active DE354299C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE354299C (de) |
-
0
- DE DENDAT354299D patent/DE354299C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE823263C (de) | Steuerkopf fuer Vorrichtungen zum Abfuellen gashaltiger oder nicht gashaltiger Fluessigkeiten | |
| DE2250887A1 (de) | Weinende puppe | |
| EP2915772A1 (de) | Vorrichtung zum Befüllen eines Behälters mit einem Füllprodukt | |
| DE354299C (de) | ||
| DE2802210A1 (de) | Dosier-vorrichtung fuer fluessigkeiten | |
| DE19603604C1 (de) | Getränkefüllorgan mit höhenverstellbarem Rückgasrohr | |
| DE102014117859B4 (de) | Vorrichtung zum Anheben und Absenken eines Behälters in einer Getränkeabfüllanlage | |
| DE253112C (de) | ||
| DE527920C (de) | Flaschenfuellmaschine | |
| DE673782C (de) | Fuelleinrichtung | |
| DE681035C (de) | Fuelleinrichtung | |
| DE4422540B4 (de) | Gasablaßventil für mit Biomasse füllbare Silos | |
| DE397077C (de) | Sicherheitsanlage zum Einfuellen, Lagern und Abfuellen von feuergefaehrlichen Fluessigkeiten | |
| DE1432396A1 (de) | Behaelter-Fuellmaschine | |
| DE875005C (de) | OElmessgeraet | |
| DE274561C (de) | ||
| EP0473841B1 (de) | Einfülltrichter | |
| DE738513C (de) | Ventilanordnung fuer Selbsttraenkebecken | |
| DE686747C (de) | Abfuellvorrichtung fuer Fluessigkeiten | |
| DE589064C (de) | Fuellfederhalter | |
| DE243825C (de) | ||
| DE359191C (de) | Als Messgefaess verwendbarer Trichter | |
| DE336385C (de) | Trichter mit selbsttaetigem Verschluss | |
| DE2201671C3 (de) | Dosierventil | |
| DE293937C (de) |