-
Heizvorrichtung. Die Erfindung betrifft jene Klasse von Heizvorrichtungen,
in welchen ein in einem Zimmer aufstellbarer Heizkörper -Init einem Dampferzeuger
verbunden ist und die Anstellung und Abstellung ides Erze!-agers unter Züihilfenahme
von thermostatischen, elektrischen Schaltvorrichtungen erfolgt.
-
Wärme wird,dL%.-bei ider Heizvorrichtung so lange zugefühTt, bis ihre
Temperatur den Höchstwert erreicht. Dann wird die Heizung abgestellt, um so das
langsame Fallen Üer Temperatur auf einen gewünschten Mindestwert zu gestatten, worauf
wieder Wärme zugeführt wird, und diese abwechselnde 7Aif-üihrung und Abstellung
von Wärme wirid so lange, wie,die Heizung,des Raumes gewünscht wird, fortgesetzt.
-
Diskontinnierlich wirkende Beheizungsvorrichtungen sind bereits bekannt,
idoch steht der allgemeinen Anwendung iderselben :der Umstand entgegen, daß in (den
Heizpausen auch der Dampferzeuger abkühlt. Diesem Übelstand soll der Erfindungsgegenstand
abhelfen. Das Wesen der Erfindung besteht idarin, daß ein die Beheizung bei einer
unteren Temperatur ein-,und ]bei einer erheblich höheren Temperatur plötzlich ausschaltender
Thermostat mit einem gegen Wärmeverluste nach allen Seiten geschützten besonderen
Dampferzeuzer verbunden ist. Ein ferneres
Kennzeichen des Erfinidungsgegenstandes
besteht darin, daß der mit isolierenden Wänden versehene Dampferzeuger gegen den
Heizkörper durch ein Ventil abgeschlossen ist, das bei genügendein Dampfdruck selbsttätig
geöffnet wird, um, beim Sinken des Dampfdruckes sich von selbst zu schließen. Ein
anderes Kennzeichen der Erfindung ist darin zu sehen, daß der Gasbrenner innerhalb
der isolierenden Wände des Dampferzeugers liegt, und idaß die Venfile, welche die
Luiftzuführungsröhren absperren, durch den Thermostaten gleichzeitig mit dem Gashahn
geöffnet und geschlossen werden.
-
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
-
Abb. i ist ein Schnitt durch einen elektrischeu Heizkörper.
-
Abb.:2 ist eine ähnliche Ansicht einesdurch Gas geheizten Körpers,
und Abb. 3 ist ein Schaltungsschema der Stromkreise,des Wärmereglers.
-
Der Dampfkessel i bildet einen Teil des Körpers 2, der Heizvorrichtung.
DJ.ese Teile sind bei 3 abnehmbar miteinander verbunden. Die elektrischen
Heizelemente 4 stehen in Verbindung mit Drähten 5. Ein Schalter
6
beherrscht den durch die Drähte fließenden Strom und wird in die wirksame
oder unwirksame Stellung,durch -die Elektromagnete 7
und 8 gedreht.
Mittel sind vorgesehen, ulin den Stromkreis für jeden Magneten zu unterbrechen,
kurz nachdem dieser erregt worden ist. Da solche M-ittel wohlbekannt sind, ist eine
Darstellung derseIben als überflüssig unterblieben. Der Wärmeregler 9 beherrscht
die gtromkreise dieser Elektromagnete. Der Wärmeregler enthält die Kontakte io und
ii, von denen einer im Stromkreis jedes Magneten angeordnet ist, und der wärmeempfindliebe
Teil 1:2 steht in Verbindung mit einer Stromquelle. Wenn die Temperatur einen gewissen
Mindestwert erreicht, gerät der Teil j:2 in Berührung mit dem Kontakt io, um so
den Stroinkreis durch !den Magneten 7 zu schließen und,den Schalter
6 in Verschlußstellung zu bringen. Dadurch kann der Strom nach den Elementen
4 fließen, durch die Dampf in dem Kessel erzeugt und Hitze dem Heizkörper 2 zugeführt
wird. Sobald die Temperatur einen gewissen Höchstwert erreicht, gerät der Teil 12-
in Ei#ngriff mitdem Kontakt i i, wodurch der andere Magnet erregt wird, so daß der
Schalter 6 geöffnet und der Stromkreis der Elemente 4 unterbrochen wird.
Diese Arbeitsweise wird so lange aufrechteilhalten, wie der Hauptschalter
13 ge-
schlossen ist, so daß ;der Dampfkessel unterbrochen beheizt
wird. Auf diese Weise wird ,die Temperatur des Heizkörpers innerhalb zweier Grenzen
aufrechterhalten. Die Kon-t takte io und i i sind einstellbar, so daß die
Tempe-raturgrenzen verändert werden können.
-
Zu beachten ist, daß der Schalter 6 in geschlossener Stellung
verbleibt, nachdem. (der Stromkreis des Magneten igeöffnet worden ist. Irgendeiin
passendes Mittel mag für diesen Zweck vorgesehen #sein.
-
Vorzugsweise "verden die Tv#gneteund der Schalter in einem Gehäuse
14 angeordnet, das abnehmbar mit den Drähten verbunden ist. Der wärmeempfindEche
Teil wird in einem Gehäuse 15 vorgesehen, das am Heizkörper befestigt und ebenfalls
abnehmbar mit den Drähten beispielsweise durch Stöpsel 16 verbunden ist.
-
Der Kessel i wirid isoliert, um die Temperatur der in ihm ibefindlichen
Flüssigkeit so lange als möglich aufreohtzuerhalten. Der D#ampf.,des Kessels .geht
in den Heizkörper 2 durch die Öffnung 17 ihindurch, welche durch das Ventil
8 beherrscht wird. Dieses Ventil ist so angeordnet, daß der Druck in dem
Kessel es öffnet, um den Durchtritt des Dampfes in iden Körper 2 zu gestatten. Wenn
der Druck in dem Kessel sinkt, schließt das Ventil (die öffnrung 17 und verhütet
so den Verlust von Wärme. Der obere Teil des Kessels ist mit schrägen Wänden ig
ausgestattet, um,den Rückfluß des sich iliederschlagenden Wassers nach dem K#e#3#sel
zu erleichtern. Anstatt des Stöpselventils der Abb. i kann ein Kugelventil 18' (Albb.:2)
angewendet werden, wobei die K ugel im Sitz durch die geneigten Wände ig' gehalten.
wird.
-
Die Abb. 2 veranschaulicht einen I-1,eizlörper, dessen Dampfkessel
iduzch Gas erhitzt wird. Der Gasbrenner 2o erhält Gas durch ein ein Ventil 2,1 enthaltendes
Rohr. Der Wasserraum des Kessels Ist von (dem Brennerraum durch eine wellenförmig
gebogene Wand 2:2 getrennt; Luft wird dem Brenner dfurchdie Kanäle 23 zugeführt,
welche in Jen isolierten Wänden des Ratunes angeordnet si#nd. Diese Kanäle wer-den
für gewöblilich durch an Knichebeln :25 befestigte Stöpsel 24 abgeschlossen. Die
Kniehebel werden durch den Hebel 26 bewegt, mit dem auch (las Ventil 21 verbunden
ist. Wenn der Hebel --6 vom Magnet7', mit dessen Kern der Hebel verbunden
ilst, bewegt wird, so wird das Ventil geöffnet und die Stöpsel:24 aus den öffnungen
2-3 entfernt.
-
Irgendeine Zündvorrichtung 27 kann durch die Bewegung der Stöpsel
bewegt werden, um das Gas im Brenner zu entzünden. Auf diese '\#Te.ise wird das
Gas angedreht und entzündet, und die Laiftzufuhr freigegeben, wenn der Magnet
7' erregt wird. Die Teile werden in -dieser Stellung,durch den Riegel
28 gehalte-n"der am Kern des Magneten 8' angeordnet ist, und geeignete
Federn heben den Hebel:26,
um das Ventil und die Luftöffnungen
:23 zu schließen, wenn der Magnet 8' erregt wird, um den Riegel zurückzuziehen.
Die Magnete 7', 8' werden von idem Wärmeregler g' beherrscht, der nach Art
des obenbeschrieb,-nen Wärmeregglers ausgebildet ist.
-
Aus Vorstehendem erhellt, daß die Zaführung,des Gastes abwechselnd
durch den Wärmeregler wirksam und unwirksam wird, so (daß die Temperatur der gasgeheizten
Heizvorrichtung innerhalb zweier Grenzen aufrechterhalten wird, (genau so wie bei
dein elektrischen Heizkörper.
-
Wenn also der Hatiptschalter 13 geschlossen ist nind die Temperatur
unterhalb der tieferen Temperatur ist, für welche der Wärmeregler eingestellt worden
ist, wird letzterer iden Stromkreis für den Elektromagneten. schließen, so daß der
Schalter des elektrischen Heizkörpers geschlossen oder die Gaszuführung für den
mit Gas versorgten Heizkörper wirksam wird, wodurch Hitze dem Kesisel zugeführt
wird. Der so in demKessel erzeugte Dampf wird dann in (den Heizkörper eindringen,
um ,diesen izu erhitzen. Sowie die Temperatur des Heizkörpers auf j enen
oberen Wert steigt, auf den der Wärmereggler eingestellt ist, wird letztererden
Schalter öffnen unddie Heizung abstellen. Der Heizkörper wird',sichdann abkühlen,
sowie aberdie untere Temperaturgrenze erreicht wird, wird,der Wärmeregler wiederum
die Ztiführung von Wärme bewirken, um die Temperatur zu erhöhen, und diese Wirkung
wird ununtetbrochen stattfinden, bis der Hajuptschalter geöffnet wird.. Mit Rücksicht
auf - die vollstänIdige Isolation des Kessels durch die Ventile 18, 18' und,
Stöpsel 2,4, wird die.Flüssigkeit in dern Kessel während einer langen Zeit auf einer
hohen Temperatur erhalten, so daß sofort nach ider Herstellung,des Stromkreises
oder der Zu"führung von Gas idie Dampferzeugung stattfindet und die Tempetatur bei
einem geringen Verbrauch von Gas oder Strom aufrechterhalten wird. Um den Dampfkessel
wirksam t7ot isolieren, ist ein luftleerer RaUrn 30 vorgesehen, dessen Wände
versilbert sind, wobei passender Isolationsstoff in dem Raum zwischen (den Wänden
angeordnet ist. Da die Teile abnehmhar sind, kann die Vorrichtung leicht ausgebessert
oder gereinigt werden.
-
Jeder beliebige Wärmeregler kann verwendet werden. So kann anstatt
eines eInzelnen einstellbaren Wärmereglers eine Anzahl von Wärmereglern verwendet
werden, welche an verschiedenen Stellen des Heizkörpers angeordnet sein können.
Letztere Anordnung sicliert Gleichförrnigkeit der Temperaturverhältni,sse im Heizkörper;
fdadurch, daß mehrere Wärmeregler parallel geschaltet werden, wird ihre Wirksamkeit
sichergestellt; denn wenn, ein Wärmereoler versagt, so werden die anderen betriebsfähig
sein. Die Mittel eur Aufrechterhaltung der Temperatur zwischen zwei Grenzen können
von irgendeiner bewährten Bauart sein. Werden zeitlich beherrschte Mittel verwen(det,
um die Wärmezuführung abzustellen und wirksam -,verden zu lassen, so müssendiese
Mittel entsprechend der Zeitdauler eingestellt werden, welche notwendig ist, umden
Heizkörper zu erhitzen oder innerhalb welcher der Heizkörper sich auf die niedrige
Temperatur abkühlt. Solche Einstellunggen können in irgendeiner gewünschten Weise
gemacht werden, oder es kann bei der Herstellung der Heizvorrichtung eine solche
Vorrichtung vorgesehen werden, welche unter normalen Verhältnissen wirksam ist.
-
Es können auch Dampfdruckreggler verwendet werden, um die Heizvorrichtung
an- und abzustellen. Ein, Regler könnte dann bei einem gewissen niedrigen Druck
anstellen, während der andere bei einem gewissen höheren Druckabstellt. Die Anwendung
von Wärmereglern, welche von der Temperatur des Heizkörpers beeinflußt werden, wird
je-
doch vorgezogen, da diese sicher, sparsam und bequem» ist.