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DE3542566A1 - Verfahren zum einregulieren eines hoergeraets, ein hoergeraet und dessen verwendung - Google Patents

Verfahren zum einregulieren eines hoergeraets, ein hoergeraet und dessen verwendung

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Publication number
DE3542566A1
DE3542566A1 DE19853542566 DE3542566A DE3542566A1 DE 3542566 A1 DE3542566 A1 DE 3542566A1 DE 19853542566 DE19853542566 DE 19853542566 DE 3542566 A DE3542566 A DE 3542566A DE 3542566 A1 DE3542566 A1 DE 3542566A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hearing
hearing aid
frequency
high frequencies
control element
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19853542566
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Bergenstoff
Torsten Hilleroed Otto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GN Danavox AS
Original Assignee
Danavox AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DK621984A external-priority patent/DK150880C/da
Application filed by Danavox AS filed Critical Danavox AS
Publication of DE3542566A1 publication Critical patent/DE3542566A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R25/00Deaf-aid sets, i.e. electro-acoustic or electro-mechanical hearing aids; Electric tinnitus maskers providing an auditory perception
    • H04R25/50Customised settings for obtaining desired overall acoustical characteristics
    • H04R25/502Customised settings for obtaining desired overall acoustical characteristics using analog signal processing

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Neurosurgery (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)
  • Tone Control, Compression And Expansion, Limiting Amplitude (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einregulieren eines Hörgeräts, ein Hörgerät
  • und dessen Verwendung Beschreibung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einregulieren eines Hörgerätes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und auf ein für die Verwendung bei der Durchführung des Verfahrens geeignetes Hörgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 4.
  • Fast alle Leute leiden bereits in einem Alter von 30-60 Jahren an einem Verlust der Hörfähigkeit bei hohen Frequenzen.
  • Bei niedrigen Frequenzen ist ihre Hörfähigkeit normal oder fast normal, jedoch nimmt ihre Hörfähigkeit oberhalb von Frequenzen von 1000 Hz mit zunehmender Frequenz ab. Im täglichen Leben kommen sie normalerweise durch die übliche Praxis gut zurecht, eine Hand hinter das Ohr zu halten, um den Schalleindruck zu vergrößern und um andere Laute zu unterdrücken, die sie nicht wahrnehmen wollen. Viele Leute finden sich mit dieser Situation ab, da sie die Nachteile nicht in Kauf nehmen können, die mit der Verwendung eines Hörgeräts verbunden sind. Zeit und Geld müssen bereitgestellt werden für Gehörprüfungen, das Erwerben des Hörgeräts, die Anpassung des oder der Hörgeräte an den Hörverlust und die regelmäßige Uberprüfung, daß das oder die Hörgeräte entsprechend der Hörverminderung eingestellt werden, die im allgemeinen mit zunehmendem Alter ungünstiger wird.
  • Durch den hochfrequenten, frequenzabhängigen Hörverlust treten viele Nachteile auf, deren Grund nicht allein darin besteht, daß es schwierig ist, Musik zu hören sondern auch Sprache zu hören, da die hohen Töne der Konsonanten und die Formanten F3 und F4 der Vokale, die in dem Bereich der hohen Frequenzen liegen, sehr wichtig für das Verständnis der Sprache sind.
  • Auf der Grundlage von Messungen, die bei einer großen Anzahl von Hörgeschädigten mit einem Hörverlust bei hohen Frequenzen durchgeführt wurden, können Kurven des Hörverlustes als eine Funktion der Frequenz gezeichnet werden, bei denen das Alter der Leute ein Parameter ist und die stilisiert in Fig. 1 der Zeichnung gezeigt sind. Diese und andere entsprechende Kurven können vielen Lehrbüchern und Zeitschriften entnommen werden, die sich mit diesem Gegenstand befassen. Bei Frequenzen unterhalb etwa 1000 Hz ist der Hörverlust von der Frequenz unabhängig, während er bei höheren Frequenzen frequenzabhängig ist, wie der Fig. 1 ganz deutlich entnommen werden kann. Daraus kann man ersehen, daß eine große Anzahl von Leuten in der Altersgruppe von 30-60 Jahren oberhalb etwa 1000 Hz einen frequenzabhängigen Hörverlust haben, durch den Schwierigkeiten beim Hören auftreten können, während diese unter 1000 Hz eine fast normale Hörfähigkeit haben. Oberhalb von etwa 1000 Hz ist der Abfall um so größer, je höher das Alter der Person ist.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren und ein Hörgerät zum Beseitigen der Hörverluste bei hohen Frequenzen. Über viele Jahre hinweg konnte bei einem Hörverlust bei hohen Frequenzen dadurch geholfen werden, daß der Patient mit einem oder zwei Hörgeräten versehen wurde, die derart ausgebildet sind, daß ein Audiologe den Frequenzgang des Hörgeräts entsprechend den Daten des Patienten, einschließlich Audiogrammen, anpaßt, während der Patient selbst die Verstärkung über den gesamten Frequenzbereich mittels einer einstellbaren Lautstärkeregelung eingestellt. Viele Patienten halten es für schwierig, sich an diese Form der Anpassung zu gewöhnen, da sie nun plötzlich alle hochfrequenten Töne hören, die sie viele Jahre hinweg überhaupt nicht wahrnehmen konnten, so daß sie im Ergebnis oft beklagen, daß das Hörgerät "geräuschvoll" ist und daß die Laute sehr "scharf" werden. Deshalb muß in vielen Fällen der Audiologe die Einstellungen in mehreren Schritten und über mehrere Monate durchführen, so daß der Patient sich langsam daran gewöhnt, daß er wieder in der Lage ist, normal zu hören. Viele Leute haben nicht die Geduld, sich dieser Zeitdauer der Einstellung zu unterziehen und somit war in vielen Fällen die Anpassung der Hörgeräte nicht erfolgreich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein völlig neues Verfahren und ein völlig neues Hörgerät anzugeben, bei denen diese Nachteile nicht auftreten, aber bei denen die Benutzer des Hörgeräts selbst die Einregulierung für den Hörverlust bei hohen Frequenzen entsprechend ihren eigenen Erfordernissen und allmählich vornehmen können, dementsprechend, wie sie sich an das Hören der Laute aus ihrer Umgebung gewöhnen.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Verfahren der eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs angegebenen Merkmale gelöst, beispielsweise unter Verwendung eines Hörgerätes, wie es im Patentanspruch 4 dargestellt und gekennzeichnet ist.
  • Man erhält somit lediglich ein oder zwei Hörgeräte und stellt die Steilheit des Frequenzgangs des Verstärkers oberhalb der Grenzfrequenz ein. Unterhalb der Grenzfrequenz wird das Hörgerät der Fabrik auf eine feste, niedrige und frequenzunabhängige Verstärkung eingestellt, so daß sich der Benutzer nicht an die unbeabsichtigt hohe Lautstärke bei niedrigen Frequenzen gewöhnen muß. Durch die Verwendung der Hörgeräte gemäß der Erfindung an beiden Ohren kann das Hörgerät frei verändert werden, so daß es der Benutzer selbst ist, der die audiologische Einstellung durchführt. Somit ist das Hörgerät nicht notwendigerweise eine Prothese, für deren Bereitstellung eine Hilfe erforderlich ist, sondern ein Hörgerät, das man sich besorgen kann, wenn die Notwendigkeit hierfür vorhanden ist.
  • In Fällen eines ernsthafteren Hörverlustes ist in der Regel eine audiologische Unterstützung erforderlich, um festzustellen, welche Art von Hörverlust man hat. Eine häufige Klage ist ein altersbedingter Hörverlust oder Presbyacusis.
  • Die Presbyacusis wird normalerweise durch das Zeichnen eines Audiogramms durch zwei Kurven über den Hörverlust der Ohren festgestellt, nämlich den Hörverlust durch die Luftübertragung und die Knochenleitung. Wenn diese beiden Kurven für dasselbe Ohr im Wesentlichen übereinstimmen und den Verlauf haben, wie er in Fig. 1 gezeigt ist, gleichzeitig der Patient älter als 50 Jahre ist, ist normalerweise damit Presbyacusis verbunden.
  • Näherungsweise leiden 50% aller Leute mit einer Verminderung der Hörfähigkeit an Presbyacusis.
  • Auch hier wurde bewiesen, daß vielen Leuten mit solchen größeren Hörverlusten durch die vorliegende Erfindung geholfen werden kann. Wenn man vorgeht, wie es im Patentanspruch 2 gekennzeichnet ist, beispielsweise während gleichzeitig ein Hörgerät verwendet wird, wie es im Patentanspruch 5 dargestellt und gekennzeichnet ist, ist es möglich, sowohl den frequenzunabhängigen Hörverlust bei niedrigen Frequenzen als auch den frequenzabhängigen Hörverlust bei hohen Frequenzen ohne die üblichen Probleme der Gewöhnung in Verbindung mit üblichen Hörgeräten zu kompensieren.
  • Wenn der Audiologe auf der Grundlage der Daten des Patienten, einschließlich der Audiogramme, in der Lage war, festzustellen, daß der Patient an einem Hörverlust bei hohen Frequenzen leidet, beispielsweise Presbyacusis, wird der Patient mit einem oder zwei Hörgeräten gemäß der Erfindung versorgt, so daß dieser anschließend in der Lage ist, den frequenzabhänfiigen Einfügungsgewinn wie gewünscht einzuregulieren, wodurch die bekannten Probleme der Gewöhnung dadurch auf ein Minimum heruntergedrückt werden können, daß er Patient Tag für Tag oder Woche für Woche eine immer größere Verstärkung der hohen Frequenzen einführen kann.
  • Wenn man vorgeht, wie es in dem Patentanspruch 3 beschrieben und gekennzeichnet ist, beispielsweise unter gleichzeitiger Verwendung eines Hörgeräts, wie es im Patentanspruch 6 dargestellt und gekennzeichnet ist, kann man die Probleme dadurch vollständig vermeiden, daß die Patienten möglicherweise selbst die Einregulierung zur Grundverstärkung vornehmen. Man vermeidet ungenaues Einstellen des Hörgeräts dadurch, daß der Audiologe auf der Grundlage der Audiogramme die Grundverstärkung auf einen geeigneten Wert einstellt, und daß danach die Patienten selbst den frequenz abhängigen Teil des Einfügungsgewinns einstellen können. Es ist damit für den Patienten leichter, sich an das Hörgerät zu gewöhnen.
  • In diesem Zusammenhang hat sich gezeigt, daß es von großem Vorteil ist, daß es die Patienten selbst sind, die bestimmen, wie lange die Dauer der Gewöhnung sein soll.
  • Das Hörgerät gemäß der Erfindung ist somit frei von einer Lautstärkeregelung im herkömmlichen Sinn und aus der Sicht des Benutzers, aber viele Experimente haben bewiesen, daß dies für Benutzer mit Hörverlusten bei hohen Frequenzen, beispielsweise Patienten mit Presbyacusis völlig ohne Bedeutung ist, wenn sie die Steilheit der Frequenzkurve für den Einfügungsgewinn einregulieren können. Diese wirkt tatsächlich als eine Art von Lautstärkeregelung, jedoch genau in der frequenzabhängigen Weise, wie es für die Leute mit dieser Art von Hörverlust erforderlich ist.
  • Das Hörgerät gemäß der Erfindung kann beispielsweise ausgebildet sein, wie es im Patentanspruch 7 dargestellt und gekennzeichnet ist und dabei mit einem Versträrkungssystem versehen sein, das ein Tiefpaßfilter der dritten Ordnung in einem Rückkopplungskreis enthält, mit dem man den Einfügungsgewinn frequenzabhängig oberhalb einer vorgegebenen Grenzfrequenz einregulieren kann, so daß eine einstellbare Anhebund der hohen Frequenzen dadurch erreicht wird, daß die Steilheit des Frequenzgangs oberhalb der Grenzfrequenz des Filters veränderbar einstellbar ist.
  • Wenn das Hörgerät gemäß der Erfindung derart ausgebildet ist, wie es im Patentanspruch 8 dargestellt und gekennzeichnet ist, erhält man einen einfachen Schaltkreis, der beispielsweise aus einem oder mehreren integrierten Schaltkreisen leicht herstellbar ist, wobei die reine physikalische Ausdehnung auf ein Minimum herabgedrückt werden kann, was von großer Bedeutung in einem Hörgerät ist, bei dem der Raumbedarf in hohem Maße eingeschränkt ist.
  • Die vorwiegende Verwendung des Hörgeräts gemäß der Erfindung liegt in der Abhilfe bei einem Hörverlust bei hohen Frequenzen, wie er im Patentanspruch 9 dargestellt ist, jedoch können das Verfahren und das Hörgerät gemäß der Erfindung auch bei Patienten mit anderen Arten von größeren Hörverlusten oder Verminderungen der Hörfähigkeit verwendet werden, wie es im Patentanspuch 10 dargestellt ist.
  • Das Hörgerät gemäß der Erfindung kann vorzugsweise als ein vollständig im Ohr angeordnetes Hörgerät ausgebildet sein, aber selbstverständlich kann es auch als ein hinter dem Ohr angeordnetes Hörgerät oder als Hörbrille oder als ein Hörgerät ausgebildet sein, das am Körper getragen wird.
  • Einzelheiten der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben, bei der Fig. 1 eine stilisierte Gruppe von Kurven von altersbedingten Hörverlusten als eine Funktion der Frequenz zeigt; Fig. 2 den grundsätzlichen Aufbau eines Hörgeräts gemäß der Erfindung zeigt; Fig. 3 den grundsätzlichen Aufbau einer anderen Ausführungsform des Hörgeräts gemäß der Erfindung zeigt; Fig. 4 ein Beispiel des relativen Einfügungsgewinns bei verschiedenen Einstellungen einer durch den Patienten bedienten Steuereinheit zeigt; Fig. 5 ein Beispiel des relativen Einfügungsgewinns bei einer Kombination der Einstellungen der dureh den Patienten bedienten Steuereinheit und einer Steuereinheit für die Grundverstärkung zeigt, und Fig. 6 ein Schaltbild eines Regelteils in einer Ausführungsform des Hörgeräts gemäß der Erfindung zeigt.
  • Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt die oben erwähnten stilisierten Kurven, betreffend altersabhängige Hörverluste als eine Funktion der Frequenz. Die Kurven wurden nach einer großen Anzahl von Audiogrammen von Leuten gezeichnet, die an Presbyacusis und anderen Formen von hochfrequenten Gehörverlusten leiden. Es kann ganz klar erkannt werden, daß bei Frequenzen, die höher sind als etwa 1000 Hz ein frequenzabhängiger Verlust auftritt, der mit zunehmendem Alter stärker wird. Unterhalb von etwa 1000 Hz ist der Hörverlust geringer und, was sehr charakteristisch ist, unabhängig von der Frequenz.
  • Es kann klar erkannt werden, daß bis zu einem Alter von etwa 60 Jahren der Hörverlust in dem Bereich niedriger Frequenzen unterhalb von etwa 1000 Hz normalerweise 10 dB nicht überschreitet und bei Leuten unter 50 Jahren der Hörverlust in dem Bereich niedriger Frequenzen normalerweise 3-4 dB nicht überschreitet. Somit ist es für Leute in diesen Gruppen nicht erforderlich, das Tonbild in diesem Frequenzbereich sehr stark zu verstärken, jedoch oberhalb von etwa 1000 Hz ist der Hörverlust stärker ausgeprägt.
  • Auf der anderen Seite haben die Leute mit höherem Alter größere Hörverluste. Beispielsweise hat ein an Presbyacusis leidender Patient im Alter von 80 Jahren einen typischen Hörverlust von etwa 20 dB bei Frequenzen unterhalb von 1000 Hz und einen frequenzabhängigen Hörverlust, der von etwa 1000 Hz bis etwa 8000 Hz um etwa 50 dB zunimmt, so daß bei etwa 8000 Hz der Patient einen Hörverlust von etwa 70 dB hat, wie es in Fig. 1 dargestellt ist.
  • Gemäß der Erfindung ist das Hörgerät im Prinzip ausgebildet, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, wobei das Hörgerät in üblicher Weise einen Schalldetektor, beispielsweise ein Mikrofon 1 enthält, das mit einem Vorverstärker 2 verbunden ist. Es ist offensichtlich, daß der Vorverstärker 2 auch andere Signalquellen haben kann, beispielsweise eine Aufnahmespule usw.
  • Das Hörgerät hat auch einen üblichen Ausgangsverstärker 4 und eine Schallwiedergabeeinrichtung in der Form einer Hörkapsel oder eines Knochenleitungshörers 5.
  • o Das Regelteil 3 hat ein durch einen Benutzer bedienbares Regelelement P1, mit dem die Steilheit der Arbeitsfrequenz des Verstärkers oberhalb der Grenzfrequenz von etwa 1000 Hz verändert werden kann, so daß eine veränderbare Anhebung von hohen Frequenzen erreicht wird, die den Hörverlust kompensiert.
  • Der Benutzer besorgt sich nur ein oder zwei Hörgeräte, die so lange selbst eingestellt werden können, bis eine geeignete Kompensation erreicht wird.
  • In den Fällen von größeren Hörverlusten, bei denen der Benutzer auch einen Hörverlust bei Frequenzen unterhalb 1000 Hz kompensieren muß, wird ein Hörgerät verwendet, das im Prinzip derart ausgebildet ist, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, wo das Regelteil 3 erweitert ist. Zwischen dem Vorverstärker 2 und dem Ausgangsverstärker 4 ist ein Regelteil 3 mit wenigstens zwei Regelelementen P1 und P2 angeordnet. Das Regelteil 3 wird im einzelnen in Verbindung mit Fig. 6 der Zeichnung beschrieben. P1 ist das Einstellelement, das durch den Patienten oder Benutzer bedient wird, und P2 ist das Einstellelement, mit dem der Audiologe die Grundverstärung einstellt, wenn das Hörgerät dem Benutzer übergeben wird. Wie bereits in dem oben erwähnten Beispiel eines an Presbyacusis leidenden 80-Jahre alten Patienten mit einem Hörverlust bei niedrigen Frequenzen von 20 dB erwähnt wurde, stellt der Audiologe somit P2 auf einen geeigneten Wert im Verhältnis zu dem Hörverlust und anderen Daten des Patienten ein.
  • In Fig. 4 ist der relative Einfügungsgewinn zu erkennen, den die Benutzer selbst mittels des Regelelements P1 einführen können und zwar von einem absoluten Minimum, d.h. von der frequenz unabhängigen Kurve I zur Kurve II mit einem mittleren Einfügungsgewinn und zu Kurve III mit einem maximalen Einfügungsgewinn bei hohen Frequenzen. Die Kurven sind natürlicherweise nur ein Beispiel. Das Regelelement Pl ist im allgemeinen für eine kontinuierliche Einregelung in der Form eines veränderbaren Widerstandes (Rheostaten) ausgebildet, aber es kann natürlich auch in der Form eines Stufenschalters ausgebildet sein.
  • In den Figs. 4 und 5 ist der Frequenzbereich in zwei Bereiche L und H bei einer Frequenz f0 von etwa 1000 Hz eingeteilt, die eine Grenzfrequenz für den Regelschaltkreis 3 darstellt, der im einzelnen im Zusammenhang mit Fig. 6 der Zeichnung beschrieben wird.
  • Die Grenzfrequenz f0 wird derart dargestellt, als läge sie bei etwa 1000 Hz, aber es ist für die auf diesem Gebiet tätigen Fachleute offensichtlich, daB f0 im Bereich zwischen 500 Hz und 2000 Hz liegen kann, was auch aus den Figs. 4 und 5 hervorgeht. Die Grenzfrequenz bei etwa 1000 Hz ist somit nur ein Beispiel, das für die Erklärung der Erfindung verwendet wird.
  • Wenn man nun zu dem oben erwähnten Beispiel des 80-Jahre alten Patienten zurückkehrt, ist in Fig. 5 mit dem Doppelpfeil G gezeigt, wie das Kurvenbild in Fig. 4 nach oben und unten durch die Einstellung der Grundverstärkung mittels des Regelelementes P2 parallel verschoben werden kann. Beispielsweise ist das Kurvenbild, das durch die durchgezogenen Linien dargestellt ist, um 20 dB gegenüber dem gestrichelt dargestellten Kurvenbild angehoben, so daß die gesamte Anhebung bei hohen Frequenzen bei etwa 8000 Hz nun aus einer Grundverstärkung von 20 dB plus einem möglichen maximalen Anstieg des Einfügungsgewinns von etwa 40 dB ist, d.h. daß sie insgesamt etwa 60 dB ist. In diesem Beispiel kann der Patient somit soweit nach oben einregulieren, bis ein Hörpegel erreicht wird, der einer Gesamtverstärkung im Bereich hoher Frequenzen von 60 dB entspricht. Die Anhebung der Grundverstärkung um 20 dB, die dem Hörverlust bei Frequenzen unterhalb von 1000 Hz entspricht, ist in Fig. 5 nur als Beispiel gezeigt, um die Erfindung zu erklären. Wie groß die Grundverstärkung im Verhältnis zum Hörverlust bei niedrigen Frequenzen angehoben werden soll, wird von vielen Faktoren abhängen, einschließlich den Audiogrammen des Patienten, der Art der Verringerung der Hörfähigkeit und der übrigen Daten des Patienten.
  • Die in den Figs. 4 und 5 gezeigten Kurven sind nur Beispiele von getesteten Einstellungen der Verstärkung. Für auf diesem Gebiet tätige Fachleute ist es offensichtlich, daß jede andere Einstellung der Verstärkung benutzt werden kann und daß andere Frequenz gänge und Anhebungen bei hohen Frequenzen erreicht werden können, ohne von der Grundidee der Erfindung abzuweichen.
  • Die Kurve III für einen maximalen relativen Einfügungsgewinn ist in Fig. 4 mit einer Abflachung dargestellt, d.h.
  • mit einer maximalen relativen Anhebung von hohen Frequenzen um etwa 40 dB. Dies ist natürlich nur ein Beispiel, da der Frequenzgang auf viele Arten eingestellt werden kann, die alle von den momentanen Erfordernissen abhängen.
  • Fig. 6 der Zeichnung zeigt ein Beispiel, wie das Regelteil 3 ausgestaltet werden kann. Der Verstärker 6 ist ein invertierender Verstärker mit einer negativen Rückkopplung über zwei parallele Rückkopplungszweige, nämlich den Zweig, der R4 enthält, und den Rückkopplungszweig zwischen den Punkten A und B und der den Verstärker 7 enthält, der zusammen mit einem Netzwerk aus Widerständen R1, R2, R3 und P1 und Kondensatoren C1, C2 und C3 den Frequenz gang des Rückkopplungszweiges zwischen A und B bestimmt. Der Verstärker 7 ist ein nicht-invertierender Verstärker mit kleiner Ausgangsimpedanz und mit einer Rückkopplung, so daß die Gesamtverstärkung 1 ist. Die Verstärker 6 und 7 sind in anderer Hinsicht in üblicher Weise ausgebildet. Der Rückkopplungszweig zwischen A und(B bildet ein veränderbares Tiefpaßfilter der dritten Ordnung, wobei die Steilheit des Frequenzgangs oberhalb der Grenzfrequenz f0 des Filters über das Regelelement P1, das ein veränderbarer Widerstand ist, unterschiedlich einstellbar ist. In dem Gesamtsystem 3 besteht die sich ergebende Funktion des Regelelementes P1 darin, daß es die Steilheit des Frequenzgangs oberhalb der Grenzfrequenz f0 einreguliert, so daß eine einstellbare Anhebung der hohen Frequenzen erreicht wird. P2 ist ein frequenzunabhängiges Verstärkungssteuerglied in der Form eines einstellbaren Widerstands.
  • Falls der Benutzer nur Verwendung für eines oder zwei der Hörgeräte des in Fig. 2 Typs hat, ist der elektrische Schaltkreis für ein derartiges Hörgerät einfacher als der in Fig. 6 gezeigte, da die Funktion von P2 weggelassen werden kann und das Verstärkersystem einfacher und billiger hergestellt werden kann.

Claims (10)

  1. Verfahren zum Einregulieren eines Hörgeräts, ein Hörgerät und dessen Verwendung PatentansDrüche r W Verfahren zum Einregulieren eines Hörgeräts, das eine Schalleingangsöffnung, einen einstellbaren, analogen, elektrischen Verstärkerschaltkreis und eine Schallwiedergabeeinrichtung enthält, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der einstellbare Verstärkerschaltkreis (2, 3, 4) wenigstens ein Regelelement (P1) enthält, das zur Betätigung durch den Benutzer vorgesehen ist, der damit in der Lage ist, die Steilheit des Frequenzgangs bei Frequenzen oberhalb einer Grenzfrequenz von 500-2000 Hz zu verändern, so daß eine veränderbare Anhebung der hohen Frequenzen erreicht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h -n e t , daß der einstellbare Verstärkerschaltkreis (2,3,4) weiterhin ein zweites Regelelement (P2) enthält, das zum Einregulieren der Grundverstärkung in einer im Wesentlichen freuquenzunabhängigen Weise vorgesehen ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß das zweite Regelelement (P2) zur Einregulierung auf der Grundlage von Messungen des Hörverlustes des Benutzers und weiterer Daten vorgesehen ist.
  4. 4. Hörgerät zur Verwendung bei der Durchführung des Verfahrens nach einem der Patentansprüche 1, 2 oder 3, und das mit einer Schalleingangsöffnung mit einem Schalldetektor (1), einem einstellbaren, analogen, elektrischen Verstärkerschaltkreis (2,3,4) und einer Schallwiedergabeeinrichtung (5) versehen ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Regelteil (3) des Verstärkerschaltkreises (2,3,4) mit wenigstens einem Regelelement (P1) versehen ist, das für die Bedienung durch den Benutzer ausgebildet ist, der auf diese Weise in der Lage ist, die Steilheit des Frequenzgangs des Verstärkers bei Frequenzen (H) oberhalb einer Grenzfrequenz (fO) von etwa 500-2000 Hz zu verändern, so daß eine veränderbare Anhebung der hohen Frequenzen erreicht wird.
  5. 5. Hörgerät nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Regelteil (3) weiterhin ein zweites Regelelement (P2) enthält, das zum Einregulieren der Grundverstärkung des Verstärkerschaltkreises (2,3,4) in einer im Wesentlichen frequenzunabhängigen Weise vorgesehen ist.
  6. 6. Hörgerät nach Anspruch 5, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß das zweite Regelelement (P2) zur Einregulierung auf der Grundlage von Messungen des Hörverlustes des Benutzers und weiterer Daten vorgesehen ist.
  7. 7. Hörgerät nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, bei dem der Verstärkerschaltkreis (2,3,4) in einen Vorverstärker (2), ein Regelteil (3) und einen Ausgangsverstärker (4) eingeteilt ist, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß das Regelteil (3) einen Verstärkerschaltkreis (6) mit einem Rückkopplungszweig enthält, der mit einem weiteren Verstärker (7) versehen ist, welcher zusammen mit einem Netzwerk (Ci, C2, C3, R1, R2, R3 und P1) den Frequenzgang des Rückkopplungszweiges (A-B) festlegt und der dem Regelteil (3) eine veränderbare Anhebung der hohen Frequenzen verleiht.
  8. 8. Hörgerät nach Anspruch 7, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß das eine Regelelement (P1) einen Teil des Rückkopplungszweigs bildet, der den weiteren Verstärker (7) enthält und daß das Regelelement (P1) in Form eines veränderbaren Widerstands in dem Netzwerk für den Verstärker (7) ausgebildet ist.
  9. 9. Verwendung des Hörgeräts nach Anspruch 4 für die Hilfe bei Hörverlusten bei hohen Frequenzen, dadurch g e k e n nz e i c h n e t, daß die Benutzer selbst die Einstellung der Steilheit des Frequenzgangs des Verstärkerschaltkreises bei Frequenzen (H) oberhalb der Grenzfrequenz (fO) 0)von 500-2000 Hz einstellen, so daß eine Anhebung der hohen Frequenzen erreicht wird.
  10. 10. Verwendung des Hörgeräts nach Anspruch 5 oder 6 zur Kompensation von altersbedingten Hörverlusten oder anderer Hörverluste bei hohen Frequenzen, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Benutzer selbst die Einstellung des Verhältnisses zwischen der Verstärkung bei niedrigen und hohen Frequenzen einstellen, während ein Audiologe oder ähnlicher Helfer die Einstellung der Grundverstärkung auf der Grundlage von Daten des Benutzers durchführt.
DE19853542566 1984-12-21 1985-12-02 Verfahren zum einregulieren eines hoergeraets, ein hoergeraet und dessen verwendung Withdrawn DE3542566A1 (de)

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DK621984A DK150880C (da) 1984-09-28 1984-12-21 Fremgangsmaade til regulering af et hoereapparat og hoereapparat til brug ved udoevelse af fremgangsmaaden

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DE3542566A1 true DE3542566A1 (de) 1986-07-03

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DE19853542566 Withdrawn DE3542566A1 (de) 1984-12-21 1985-12-02 Verfahren zum einregulieren eines hoergeraets, ein hoergeraet und dessen verwendung

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DE102006019694B3 (de) * 2006-04-27 2007-10-18 Siemens Audiologische Technik Gmbh Verfahren zum Einstellen eines Hörgeräts mit Hochfrequenzverstärkung

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Also Published As

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CH672865A5 (de) 1989-12-29

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