DE3541219A1 - Verfahren und vorrichtung zum verspinnen von fasern - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum verspinnen von fasernInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verspinnen von Fasermaterial,
das in einem Streckwerk einem Vorverzug und einem Hauptverzug
unterworfen und anschließend in einer pneumatischen Drallvorrichtung zu
einem Faden versponnen wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
Gemäß einer bekannten Vorrichtung wird das zu verspinnende Faserband mit
Hilfe eines Streckwerkes auf die gewünschte Stärke verzogen und sodann mit
Hilfe eines pneumatischen Drallorganes zu Garn versponnen (DE-OS 27 22 319,
EP-PS 01 31 170). Die mit einer solchen Vorrichtung gesponnenen
Garne haben eine geringe Voluminosität und erreichen auch nicht die
Reißfestigkeit und Gleichmäßigkeit von Ringgarnen. Sie sind aus diesem
Grunde nur für einen beschränkten Anwendungsbereich geeignet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der genannten Art zu schaffen, mit denen auf einfache Weise
voluminöse, weiche Garne mit ringgarnähnlichem Charakter erzeugt werden
können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß während des Verzuges
das Faserband auf eine minimale Breite zusammengefaßt wird, die
wenigstens etwa das 1,5-fache des Durchmessers der Drallvorrichtung beträgt,
und daß das Faserband nach dieser Zusammenfassung keiner weiteren
Zusammenfassung unterliegt, bevor die Drallerteilung unter Beibehaltung
dieses Durchmessers erfolgt. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise ein
kontrolliertes Abspreizen der Randfasern erreicht wird, die sich bei dem
anschließenden Drallprozeß um den Garnkern herumschlingen, so daß bei der
Rückdrehung des falschgedrehten Garnkernes diese Randfasern einerseits in
den Garnkern eingebunden werden, andererseits doch nicht alle gleich dicht
den Garnkern umgeben. Auf diese Weise entsteht ein haariges und voluminöses
Garn mit Ringgarncharakter. Bevorzugt erfolgt das Zusammenfassen auf
die minimale Breite während des Vorverzuges unmittelbar vor dem Hauptverzug.
Die minimale Breite sollte nicht größer als etwa das 2,5-fache des
Durchmessers der Drallorganes betragen. Damit können hohe Spinngeschwindigkeiten
erreicht werden. Es hat sich gezeigt, daß für das Faserumwindespinnen
der Grad der Zusammenfassung des Faserbandes beim Einlauf in das
pneumatische Drallorgan entscheidend ist. Um die hier geforderte Relation
kontrolliert einhalten zu können, wird das Faserband vor dem Einlauf in
den Vorverzug nur auf eine solche Breite zusammengefaßt, die größer als
die Breite ist, auf welcher das Faserband vor dem Einlaufen in den
Hauptverzug als Vorbereitung für den Einlauf in das pneumatische Drallorgan
zusammengefaßt wird. Besonders wirkungsvoll hat sich ein Zusammenfassen
des Faserbandes vor dem Einlauf in den Vorverzug auf etwa die
1,3-fache Breite der Breite vor dem Hauptverzug erwiesen. Der Verzug
während der Zusammenfassung auf die gewünschte minimale Breite sollte zur
besseren Kontrolle dieses Vorganges gering sein. Um dennoch hohe Gesamtverzüge
zu erreichen, wird der Vorverzug aufgeteilt, wobei der erste
Vorverzug größer als der zweite Vorverzug ist. Für den zweiten Vorverzug
hat sich ein Verzug zwischen 1 : 1,1 und 1 : 1,5 als besonders vorteilhaft
erwiesen.
Die Fasern, die von dem das Streckwerk verlassenden Fasermaterial abgespreizt
sind, haben die Tendenz, durch Adhäsion an der üblicherweise mit
einem Gummibelag versehenen Oberwalze des Ausgangszylinders des Streckwerks
hängenzubleiben. Es hat sich gezeigt, daß auch diese Fasern dem
Drallorgan gut zugeführt werden können, wenn das das Streckwerk verlassende
Fasermaterial aus der bisherigen Transportebene in Richtung auf die
Oberwalze abgelenkt wird.
Zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens wird eine Vorrichtung verwendet,
bei der erfindungsgemäß die Breite des Verdichters vor dem Hauptverzugsfeld
mindestens etwa dem 1,5-fachen Durchmesser der pneumatischen
Drallvorrichtung entspricht, die sowohl im Injektorteil als auch im Drallteil
von ihrer Eintrittsöffnung bis zur Austrittsöffnung den gleichen
Durchmesser aufweist. Durch diese Ausgestaltung wird eine einfache Vorrichtung
erreicht, die zudem das gewünschte voluminöse ringgarnähnliche Garn
erzeugt. Für das Spinnergebnis ist es auch wesentlich, daß die pneumatische
Drallvorrichtung einen bestimmten Abstand zur Klemmlinie des Lieferzylinders
des Streckwerkes aufweist. Die Eintrittsöffnung der Drallvorrichtung
befindet sich deshalb im Zwickelbereich des Lieferzylinderspaares
des Streckwerkes. Vorzugsweise liegt die Eintrittsöffnung in der die
Lieferzylinder berührenden Tangentialebene.
Zum Einbinden der Fasern, die durch Adhäsion an der eine Gummibeschichtung
aufweisenden Oberwalze des Ausgangswalzenpaares des Streckwerkes haften
bleiben, ist vorteilhafterweise die Eintrittsöffnung der Drallvorrichtung
gegenüber der Transportebene des Fasermaterials in Richtung zur Oberwalze
versetzt.
Es hat sich gezeigt, daß die Festigkeit des Garnes dadurch günstig
beeinflußt wird, daß am Einlauf der Drallvorrichtung Kerben vorgesehen
werden, wobei diese gemäß einer bevorzugten Ausbildung des Erfindungsgegenstandes
als Zahnlücken eines Innenzahnkranzes ausgebildet werden.
Es hat sich gezeigt, daß durch Anpassung des Neigungwinkels der Druckluftkanäle
des Injektorteils gegenüber der Achse der Drallvorrichtung die
Haarigkeit beeinflußt werden kann. Erfindungsgemäß kann deshalb vorgesehen
werden, daß dieser Neigungswinkel desto größer ist, je kleiner die Breite
des Verdichters vor dem Hauptverzugsfeld ist.
Zur Herstellung von weichen und haarigen Garnen hat es sich ferner als
vorteilhaft erwiesen, wenn der an den Druckkanälen des Injektorteils
anlegbare Druck in Abhängigkeit von der Spinngeschwindigkeit steuerbar ist
in der Weise, daß er bei höherer Spinngeschwindigkeit niedriger als bei
niedrigerer Spinngeschwindigkeit ist.
Es hat sich gezeigt, daß ein optimales Spinnergebnis bei einem Abstand der
Druckluftkanäle des Injektorteils von den Druckluftkanälen des Drallteils
zwischen 30 bis 40 mm erzielt wird. Außerdem ist es zweckmäßig, die
pneumatische Drallvorrichtung so auszuwählen, daß je niedriger die Spinngeschwindigkeit
ist, desto kleiner der durch den Abstand der Druckluftkanäle
des Injektorteils von dem Zwischenraum zwischen dem Injektorteil
und dem Drallteil definierte Injektordüsenauslaufteil im Vergleich zu dem
durch den Abstand der Druckluftkanäle des Drallteils von diesem Zwischenraum
definierte Dralldüseneinlaufteil ist. Dabei liegt das Verhältnis der
Längen von Injektordüsenauslaufteil zu Dralldüseneinlaufteil in Abhängigkeit
von den Spinngeschwindigkeiten vorteilhafterweise zwischen 1 : 4 und
3 : 1.
Um auch bei niedrigem, an die pneumatische Drallvorrichtung angelegtem
Überdruck eine optimale Wirkung zu erzielen, schließt sich gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung die dem Streckwerk abgewandte Stirnseite der
Drallvorrichtung scharfkantig und rechtwinkelig an deren Bohrung an.
In der Praxis sind ringgarnähnliche Garne erwünscht, die sich durch einen
weichen Griff und ein haariges Aussehen auszeichnen. Derartige Garne
konnten bisher mit Spinnvorrichtungen, mit denen das Garn mit Hilfe einer
pneumatischen Drallvorrichtung erzeugt wird, nicht hergestellt werden. Mit
Hilfe des Verfahrens und der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
wird diesem Mangel Abhilfe geschaffen. Dabei kann die Voluminosität in
vielfältiger Weise beeinflußt werden, ohne daß die Garnfestigkeit und die
Wirtschaftlichkeit hierunter leiden.
Ausführungsbeispiele werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 die Spinnvorrichtung gemäß der Erfindung in der Draufsicht;
Fig. 2 im Längsschnitt die Drallvorrichtung in der erfindungsgemäßen Ausbildung;
Fig. 3 in abgewandelter Form einen Teil der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung
in der Draufsicht;
Fig. 4 eine Vorderansicht eines mit einer Nase ausgestatteten Verdichters
in dem Vorverzugsfeld unmittelbar vor dem Hauptverzugsfeld;
Fig. 5 einen anderen Verdichter in Vorderansicht;
Fig. 6 einen Längsschnitt durch das in Fig. 1 gezeigte Streckwerk gemäß
der Erfindung;
Fig. 7 einen Längsschnitt durch die Eintrittsöffnung einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Drallvorrichtung; und
Fig. 8 in schematischer Draufsicht das Fasermaterial von der Vorlage als
Faserband bis zum gesponnenen Garn.
Die zunächst anhand der Fig. 1 beschriebene Spinnvorrichtung besitzt als
wesentlichste Elemente ein Streckwerk 2, eine pneumatische Drallvorrichtung
9, eine Abzugsvorrichtung 5 sowie eine Spulvorrichtung 6.
Das Streckwerk 2 besitzt gemäß Fig. 1 vier Walzenpaare mit den Walzen 20
und 200, 21 und 210, 22 und 220 sowie mit den Lieferzylindern 23 und 230,
wobei den Walzen 22 und 220 am Anfang des Hauptverzugsfeldes III jeweils
Riemchen 221 und 222 zugeordnet sind (siehe auch Fig. 6). Vor den Walzen
20 und 200 sowie 21 und 210 der Vorverzugsfelder I und II befindet sich jeweils
ein Verdichter 201 bzw. 211 sowie eine Luntenklemmvorrichtung 202
bzw. 212, um bei Fadenbruch das Fasermaterial vor den Walzen 21, 210
stillsetzen zu können. In dem Vorverzugsfeld II zwischen den Walzen 21,
210 und 22, 220 befindet sich ein Verdichter 24 mit C-förmigem Querschnitt,
wie Fig. 5 in vergrössertem Maßstab zeigt.
Aus den Fig. 2 und 3 geht hervor, daß die Drallvorrichtung 9 ein
Injektorteil 3 und ein Drallteil 4 besitzt. Sowohl das Injektorteil 3 als
auch das Drallteil 4 besitzen je eine Spinnbohrung 33 bzw. 43 mit gleich
großen durchgehend zylindrischen Innendurchmessern d I und d D . Das Injektorteil
3 und das Drallteil 4 sind in an sich bekannter Weise mit tangentialen,
in Abzugsrichtung geneigten Druckluftkanälen 30 bzw. 40 ausgestattet.
Gemäß Fig. 2 sind das Injektorteil 3 und das Drallteil 4 in einem
gemeinsamen Halter 7 angeordnet, der Ringkanäle 70 und 71 aufweist, von
denen Ringkanal 70 mit den Druckluftkanälen 30 und Ringkanal 71 mit den
Druckluftkanälen 40 in Verbindung stehen. Die Ringkanäle 70 und 71 stehen
über Leitungen 700 und 710 mit einer nicht gezeigten Unterdruckquelle in
Verbindung.
Die Abzugsvorrichtung 5 weist, wie Fig. 1 zeigt, in üblicher Weise eine
angetriebene Abzugswalze 50 sowie einen elastisch an der Abzugswalze 50
anliegenden Druckroller 51 auf.
Die Spulvorrichtung 6 besitzt eine angetriebene Spulwalze 60, von welcher
die in bekannter Weise gelagerte Spule 61 angetrieben wird.
Weitere übliche Mittel wie Changiervorrichtungen, Fadenspannungsausgleichsbügel,
Fadenwächter etc. wurden der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
Während des ungestörten Spinnvorganges wird dem Streckwerk 2 ein Faserband
1 zugeführt. Dieses bandartige Fasermaterial wird während des Verzugs
durch den Druck, den die Walzen 200 und 210 auf dieses Material ausüben,
zwischen den Walzen 20 und 200 sowie 21 und 210 ausgebreitet. Dies ist
schematisch auch in Fig. 8 dargestellt, wobei die Klemmlinie der Walzen
20, 200 und K 20, die Klemmlinie der Walzen 21, 210 mit K 21, die Klemmlinie
der Walzen 22, 220 mit K 22 und die Klemmlinie der Lieferzylinder 23, 230
mit K 23 und die Klemmlinie der Abzugsvorrichtung mit K 5 bezeichnet ist.
Durch die Verdichter 201 und 211 wird das Faserband 1 auf eine Breite B 1
zusammengefaßt, die größer ist als jene Breite B 2, auf welche das Fasermaterial
10 im Vorverzugsfeld II unmittelbar vor dem Hauptverzugsfeld III
zusammengefaßt wird. Dabei werden die Breiten B 1 und B 2 so gewählt, daß
das Faserband durch den Verdichter 211 lediglich auf eine solche Breite B 1
zusammengefaßt wird, die 1,3-mal so groß wie die Breite B 2 ist.
Wenn das im Verzug befindliche Fasermaterial 10 den Verdichter 24 erreicht,
ist seine Breite größer als die lichte Weite W des Verdichters 24.
Das Fasermaterial 10 versucht somit, dem durch den Verdichter 24 in
Richtung zur Bandmitte ausgeübten Druck auszuweichen. Dabei wandert es in
Richtung der Pfeile 240 und 241 die Innenwand des Verdichters 24 entlang
und stülpt sich nach innen in Art eines Saumes um. Das Fasermaterial 10
erhält auf diese Weise zwei im Querschnitt gegenüber der Mittenpartie 100
verstärkte Randbereiche 101 und 102.
Nach Verlassen des Verdichters 24 wird das Fasermaterial 10 im Hauptverzugsfeld
III zwischen den Walzen 22, 220 und den Lieferzylindern 23, 230
dem Hauptverzug unterworfen, wobei das Fasermaterial 10 durch die Riemchen
221 und 222 an einer größeren Ausbreitung gehindert wird. Das verzogene
Fasermaterial 10 verläßt somit das durch die Walzen 23, 230 gebildete Austrittswalzenpaar
des Streckenwerkes 2 mit einer minimalen Breite B 3 (Fig. 3),
die im wesentlichen durch die lichte Weite (Breite B 2 - siehe Fig. 4
und 5) des Verdichters 24 bestimmt wird.
Nach Verlassen des Streckenwerkes 2 wird das Fasermaterial der Eintrittsöffnung
300 der Drallvorrichtung 9 zugeführt. Durch die Umlenkung der Randbereiche
101 und 102 des verzogenen Fasermaterials 10 zwischen den Lieferzylindern
23, 230 des Streckwerks 2 und der Eintrittsöffnung 300 spreizen
sich die Enden der Außenfasern vom bandartigen Fasermaterial 10 ab. Diese
abstehenden Faserenden 12 sind es, die später durch Einbinden dem gesponnenen
Garn 11 seine Festigkeit verleihen, während ihre Lage zum fertigen
Garn 11 die Haarigkeit desselben bestimmt.
Durch die pneumatische Drallvorrichtung 9 erhält der Garnkern 110 eine
gewisse Falschdrehung, die anschließend weitgehend wieder aufgehoben wird.
Bei der Falschdrahterteilung und bei dessen Aufhebung binden sich die
Faserenden 12 unter Bildung von Schlingen 121 in den Garnkern 110 ein und
bewirken auf diese Weise, daß das gesponnene Garn 11 die gewünschte
Festigkeit erhält (Fig. 8). Diese Schlingen 121 liegen verschieden eng um
den Garnkern 110 herum. Dies ist darauf zurückzuführen, daß in der
Drallvorrichtung 9 die Drallerteilung unter Beibehaltung des Durchmessers
d I = d D erfolgt, so daß die Schlingen 121 keiner Einwirkung einer
Einschnürung, Kante etc. unterworfen werden, die sonst die Faserenden 12
gegen den Garnkern 110 pressen und somit ihre enge Einbindung bewirken würde.
Durch diese unterschiedlich großen Schlingen 121 und die freien Faserenden
120 entsteht ein voluminöses und haariges Garn 11 mit weichem Griff.
Aus darstellerischen Gründen sind in dem Schema gemäß Fig. 8 die Ballons
13, Faserenden 120 und Schlingen 121 etc. in übertriebenen Weise
dargestellt.
Um dem Fasermaterial während der Zusammenfassung genügend Zeit zu geben,
so daß diese kontrolliert durchgeführt werden kann, werden die Walzen 22,
220 mit weniger als der fünffachen Geschwindigkeit der Walzen 21, 210
angetrieben.
Gemäß Fig. 1 wird das Fasermaterial 10 darüber hinaus vor Erreichen des
Vorverzugsfeldes zwischen den Walzen 21, 210 und 22, 220 mit dem Verdichter
24 zwischen den Walzen 20, 200 und 21, 210 einem weiteren Vorverzug
unterworfen. Durch diesen zweifachen Vorverzug kann der Vorverzug im
Bereich des Verdichters 24 bei gleichem Hauptverzug zwischen den Walzen
22, 220 und 23, 230 weiter reduziert werden. Dabei ist der erste Vorverzug
niedriger als der zweite Vorverzug gewählt, für welchen beispielsweise ein
Wert zwischen 1 : 1,1 und 1 : 1,5 gewählt wird.
Das erläuterte Verfahren und die beschriebene Vorrichtung können im Rahmen
der vorliegenden Erfindung auf vielfältige Weise abgewandelt werden, indem
beispielsweise einzelne Merkmale durch Äquivalente ersetzt oder in anderen
Kombinationen Anwendung finden. So ist es nicht zwangsläufig notwendig,
daß der Verdichter 24 einen C-förmigen Querschnitt aufweist. Je nach Art
und Stärke des Fasermaterials, Material für den Verdichter 24, Höhe seiner
Durchlaßöffnung etc. können auch andere Querschnittsformen für den Verdichter
24 vorgesehen werden. So kann dieser beispielsweise durchaus auch
einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Die Außenwände des bandartigen
Fasermaterials werden auch in diesem Fall zusammengeschoben, jedoch durch
die Verzugsspannung daran gehindert, bis zur Mitte des bandartigen Fasermaterials
auszuweichen, so daß ebenfalls gegenüber der Mittenpartie 100
stärkere Randbereiche 101 und 102 entstehen. Auch ist es nicht notwendig,
daß der Verdichter 24 auf seiner Oberseite offen ausgebildet ist. Es ist
ferner möglich, die ungleiche Verteilung des Fasermaterials in der Querschnittsfläche
dadurch zu erreichen, daß der Verdichter 24 das im Verzug
befindliche Fasermaterial 10 in mehrere miteinander verbundene Teilstränge
unterteilt.
Auch hierbei entstehen wiederum Randbereiche 101 und 102, die
gegenüber der Mittenpartie 100 verstärkt sind.
Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses beschriebenen Verfahrens ist in
den Fig. 3 und 4 gezeigt. Der Verdichter 24 besitzt zu diesem Zweck eine
Nase 242, mit deren Hilfe das im Verzug befindliche Fasermaterial 10 in
zwei verstärkte Randbereiche 101 und 102 und eine schwächere Mittenpartie
100 unterteilt wird, ohne daß jedoch die verstärkten Randbereiche 101 und
102 den Kontakt mit der Mittenpartie 100 und somit auch mittelbar miteinander
verlieren. Falls gewünscht, kann der Verdichter 24 auch mehr als nur
eine Nase 242 aufweisen, so daß das im Verzug befindliche Fasermaterial 10
außer den beiden verstärkten Randbereichen 101 und 102 mindestens eine
weitere verstärkte Bandpartie erhält, die durch schwächere Bandpartien von
weiteren verstärkten Bandpartien, z. B. den Randbereichen 101 und 102, getrennt
sind.
Wie Fig. 3 zeigt, kann im Hauptverzugsfeld III, d. h. zwischen den Riemchen
221 und 222 sowie den Lieferzylindern 23, 230, ein weiterer Verdichter 231
vorgesehen sein, um die gewünschte minimale Breite B 2 des Fasermaterials
10 zu gewährleisten.
Einerseits ist eine relativ große Umlenkung der Randbereiche 101 und 102
des das Streckwerk 2 verlassenden Fasermaterials 2 auf dem Weg zur Injektordüse
3 erwünscht, damit möglichst viele Faserenden 12 abgespreizt
werden. Andererseits führt eine zu breite Zuführung des Fasermaterials
beim Eintritt in die Injektordüse 3 zu Schwierigkeiten. Als vorteilhafte
Lösung, die das Abspreizen einer ausreichenden Anzahl von Faserenden 12
sicherstellt, ohne die Spinnsicherheit zu gefährden, hat sich eine minimale
Breite B 3 des Fasermaterials 10 aus dem Streckwerk 2 erwiesen, die
nicht kleiner als das 1,5-fache, aber auch nicht größer als das 2,5-fache
des Innendurchmessers d I des Injektorteils 3 - und damit auch des gleich
großen Innendurchmessers d D des Drallteils 4 - der Drallvorrichtung 9 ist.
Aus diesem Grunde beträgt die lichte Weite des Verdichters 231 ebenfalls
wie die des Verdichters 24 das 2,5-fache des Innendurchmessers d I . Die
Zusammenfassung des Fasermaterials 10 auf die minimale Breite B 3 erfolgt
somit im Vorverzugsfeld II unmittelbar vor dem Hauptverzugsfeld III.
Um nicht nur ein ausreichendes Abspreizen von Faserenden 12 zu erzielen,
sondern um darüber hinaus sicherzustellen, daß das erzeugte Garn 11 auch
eine hohe Festigkeit aufweist, hat sich für die Spinnbohrungen 33 und 43
ein Innendurchmesser d I = d D zwischen 2,3 und 2,8 mm als besonders
zweckdienlich erwiesen, wobei optimale Ergebnisse bei einem Durchmesser D
= d I = d D erzielt werden.
Wie ein Vergleich der Fig. 1 und 3 zeigt, ist es nicht unbedingt für die
Durchführung des Verfahrens erforderlich, vier Paare von Walzen 20 und
200, 21 und 210, 22 und 220 sowie 23 und 230 hintereinander anzuordnen,
sondern es genügen je nach Art der Vorlage u. U. auch drei derartige Paare
21 und 210, 22 und 220 sowie 23 und 230. Streckwerke 2 mit mehr als drei
Walzenpaaren sind jedoch besonders geeignet, wenn dem Streckwerk 2 ein
starkes Faserband 1 zugeführt wird oder wenn dem Streckwerk 2 mehr als nur
ein Faserband 1 zugeführt wird. Je nach Fasermaterial, Spinngeschwindigkeit
etc. kann u. U. auch auf die Riemchen 221, 222 verzichtet werden.
Es hat sich gezeigt, daß bei den üblicherweise mit einem Gummibelag
versehenen abhebbaren Walzen 230 (Oberwalzen) des Austrittswalzenpaares
des Streckwerkes 2 die Fasern oftmals aufgrund von Adhäsion an den
Walzen 230 haften bleiben. Dies führt zu unerwünschtem Faserverlust. Um
diesen zu vermeiden, ist gemäß Fig. 6 vorgesehen, daß das das Streckwerk 2
verlassende Fasermaterial 10 in Richtung zum Lieferzylinder 230 aus der
bisherigen Transportebene E abgelenkt wird, die durch die Klemmlinien der
Walzen (20 und 200,) 21 und 210, 22 und 220 sowie 23 und 230 gelegt ist.
Zu diesem Zweck ist gemäß Fig. 3 das Injektorteil 3 mit seiner Eintrittsöffnung
300 in Richtung zum Lieferzylinder 230 (Oberwalze) gegenüber der
Transportebene E des Fasermaterials 10 versetzt, wobei sich für den Versatz V eine Größenordnung von mehr als 1 mm als zweckdienlich erwiesen
hat.
Demselben Zweck sowie dem Abspreizen einer großen Anzahl von freien
Faserenden 101 dient die Maßnahme, die Eintrittsöffnung 300 der Drallvorrichtung
9 im Zwickelbereich der Lieferzylinder 23, 230 des Streckwerks 2
anzuordnen. Gemäß Fig. 6 ist die Anordnung dabei so getroffen, daß die
Eintrittsöffnung 300 der Drallvorrichtung 9 im wesentlichen in der die
Lieferzylinder 23, 230 berührenden Tangentialebene T liegt.
Es hat sich ferner gezeigt, daß eine gleichmäßige Fortpflanzung der
Drehung aus der Drallvorrichtung 9 in Richtung zum Streckwerk 2 die
Garnfestigkeit beeinträchtigt. Zur Beeinflussung der Drehungsfortpflanzung
aus der Drallvorrichtung 9 zum Streckwerk 2 sind gemäß den Fig. 2 und 3 an
der Eintrittsöffnung 300 des Injektorteils 3 mehrere Kerben 310 vorgesehen.
Durch diese Kerben 310 wird der Drall auf dem Umfangsbereich der
Eintrittsöffnung 300 ungleichmäßig in Richtung Streckwerk 2 fortgepflanzt.
Die Kerben 310 können auf verschiedene Weise gebildet werden. Gemäß Fig. 7
werden die Kerben 310 durch die Zahnlücken einen Innenzahnkranzes 31
gebildet. Dabei entspricht auch der Innendurchmesser des Innenzahnkranzes
31 dem Innendurchmesser d I des Injektorteils 3, so daß auch in diesem
Fall ein gleichbleibender Innendurchmesser D I der Drallvorrichtung 9 vorhanden
ist.
Die Druckluftkanäle 30 im Injektorteil 3 sind in einem an sich üblichen
Neigungswinkel α (üblicherweise im Bereich zwischen 30° und 60°) gegenüber
der Achse A des Injektorteils 3 geneigt. Es hat sich jedoch gezeigt,
daß durch Anpassung des Neigungswinkels α zwischen den Druckluftkanälen
30 und der Achse A an die Breite B 3 des das Streckwerk 2 verlassenden
Fasermaterials 10 die Spinnergebnisse hinsichtlich Haarigkeit und Festigkeit
optimiert werden. Dabei ist bei größerer Breite B 3 ein kleinerer
Neigungswinkel α zu wählen, während der Neigungswinkel α bei kleinerer
Breite B 3 größer ausfallen soll. Da die Breite B 3 durch die Wahl der
Breite B 2 des Verdichters 24 vor dem Hauptverzugsfeld III bestimmt wird,
läßt sich durch Austausch des Injektorteils 3 eine solche Anpassung des
Neigungswinkels α erreichen.
Nicht nur der Neigungswinkel α der Druckluftkanäle 30 gegenüber der
Achse A spielt für das Spinnergebnis eine große Rolle, sondern ebenfalls
der an das Injektorteil 3 anlegbare Druck. Dieser liegt üblicherweise im
Bereich zwischen 3 und 6 bar. Mit zunehmender Spinngeschwindigkeit nimmt
entsprechend auch die Spinnspannung in dem in der Bildung befindlichen
Garn 11 zu. Dadurch erhöht sich auch die Reibung des in das Injektorteil 3
einlaufenden Fasermaterials. Um diese zu kompensieren, wird deshalb für
das Injektorteil 3 bei höherer Spinngeschwindigkeit ein niedrigerer Überdruck
in den Druckluftkanälen 30 gewählt als bei niedrigerer Spinngeschwindigkeit.
Aus diesem Grunde ist gemäß Fig. 1 ein Drosselventil 80 für das
Injektorteil 3 vorgesehen, wobei das Drosselventil 80 steuermäßig mit
einer Steuervorrichtung 8 in Verbindung steht, welche den Antrieb 25 für
die Walzen 20, 21, 22 und 23 und damit deren Geschwindigkeit steuert.
Darüber hinaus stehen die Druckluftkanäle 30 über das Drosselventil 80 und
eine Leitung 800 und das Drallteil 4 über die Leitung 710 mit einem
Absperrventil 81 in Verbindung, das von einer weiteren Steuervorrichtung
82 aus geöffnet oder geschlossen wird und damit die Druckluftkanäle 30 und
40 mit jenem Überdruck beaufschlagt oder nicht, der in einer Zuführleitung
810 herrscht, an welche das Absperrventil 81 angeschlossen ist.
Das erzeugte Garn 11 soll nicht nur haarig und voluminös ausfallen,
sondern darüber hinaus auch wirtschaftlich hergestellt werden. Es hat sich
gezeigt, daß durch Einhaltung bestimmter Abmessungen und Relationen ein
besonders niedriger Luftverbrauch bei optimalem Garnausfall erzielt wird.
Für das Spinnen hat sich für den gegenseitigen Abstand a der Druckluftkanäle
30 und 40 ein Maß zwischen 30 und 40 mm als besonders vorteilhaft
erwiesen.
Bezeichnet man den Abschnitt des Injektorteils 3 zwischen den Druckluftkanälen
30 und dem Zwischenraum 72 zwischen dem Injektorteil 3 und dem
Drallteil 4 als Injektorauslaufteil 32 und seine Länge als l I und den
Abschnitt der Dralldüse 4 zwischen den Druckluftkanälen 40 und dem erwähnten
Zwischenraum 72 als Drallteileinlaufteil 41 und seine Länge als l D , so
soll das Verhältnis l I : l D zwischen 1 : 4 und 3 : 1 liegen. Es hat sich
gezeigt, daß bei niedrigen Spinngeschwindigkeiten das Injektorteilauslaufteil
32 kleiner als der Drallteileinlaufteil 41 sein soll, während bei
höheren Spinngeschwindigkeiten das Drallteileinlaufteil 41 kleiner als das
Injektorteilauslaufteil 32 sein soll. Bei mittleren Spinngeschwindigkeiten
werden dann das Injektorteilauslaufteil 32 und das Drallteileinlaufteil 41
gleich groß gewählt. Die Anpassung an die Spinngeschwindigkeit erfolgt
durch Austausch des Injektorteils 3 und/oder des Drallteils 4 bzw. des
gesamten Drallorgans 9. So hat sich gezeigt, daß bei einer Garnabzugsgeschwindigkeit
von 130 m/min ein Verhältnis l I : l D von 1 : 2 besonders
vorteilhaft ist, während sich bei einer Geschwindigkeit von 140 m/min oder
mehr das Verhältnis l I : l D in 2 : 1 umkehrt.
Zur Erzielung einer optimalen Injektorwirkung der Dralldüse 3 hat es sich
als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die dem Streckwerk 2 abgewandte
Stirnseite 42 des Drallteils 4 scharfkantig und rechtwinklig an die Spinnbohrung
43 anschließt. Auf diese Weise kann die gewünschte Drallwirkung
bereits mit relativ niedrigem Luft-Überdruck erzielt werden.
Obwohl vorstehend verschiedene Möglichkeiten der Optimierung durch entsprechende Wahl des Injektorteils 3, des Drallteils 4 oder der gesamten
pneumatischen Drallvorrichtung 9 aufgezeigt wurden, werden auch bei Wahl
geeigneter Mittelwerte für die genannten Dimensionen gute Garnergebnisse
erzielt, wobei es für die Erzeugung von Garnen bestimmter Stärke und aus
bestimmten Material in der Regel vollauf ausreichend ist, die Drehzahlen
der Walzenpaare des Streckwerks 2 sowie die an der Drallvorrichtung
angelegten Überdrücke zu steuern.
Nachstehend werden zur besseren Erläuterung der Erfindung zwei Ausführungsbeispiele
mit ihren Werten beschrieben:
a) 4-Zylinder-Streckwerk gemäß den Fig. 1 und 6:
Umfangsgeschwindigkeit Walze 20: ca. 1,2 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Walze 21: 4,8 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Walze 22: 6 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Lieferzylinder 23: 150 m/min
Verzug Vorverzugsfeld I: 1 : 4,224
Verzug Vorverzugsfeld II: 1: 1,25
Verzug Hauptverzugsfeld III: 1 : 25
Gesamtverzug: 1: 132
Breite B 1: 7 mm
Breite B 2: 5 mm
Injektorteil 3: 2 tangentiale Druckluftkanäle 30
Neigung α: 40°
Drallteil 4: 3 tangentiale Druckluftkanäle 40
Neigung a = 55°
Durchmesser D: 2,5 mm
Überdruck Druckluftkanäle 30: 3,5 bar
Überdruck Druckluftkanäle 40: 4 bar
Material: Mischung Polyester/Baumwolle 65/35
Bandgewicht 3,3 g/m = 3,3 ktex
Faden: Nm 40
b) 3-Zylinder-Streckwerk gemäß Fig. 3:
Umfangsgeschwindigkeit Walze 21: ca. 0,9 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Walze 22: ca. 5,3 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Lieferzylinder 23: 160 m/min
Verzug Vorverzugsfeld II: 1 : 1,583
Verzug Hauptverzugsfeld III: 1 : 30
Gesamtverzug: 1 : 175
Breite B 2: 5 mm
Injektorteil 3: 2 tangentiale Druckluftkanäle 30
Neigungswinkel α: 40°
Drallteil 4: 3 tangentiale Druckluftkanäle 40
Neigung α: 55°
Durchmesser D: 2,5 mm
Überdruck Druckluftkanäle 30: 3 bar
Überdruck Druckluftkanäle 40: 4 bar
Material: Baumwolle 3,5 g/m = 3,5 ktex
Faden: Nm 50
a) 4-Zylinder-Streckwerk gemäß den Fig. 1 und 6:
Umfangsgeschwindigkeit Walze 20: ca. 1,2 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Walze 21: 4,8 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Walze 22: 6 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Lieferzylinder 23: 150 m/min
Verzug Vorverzugsfeld I: 1 : 4,224
Verzug Vorverzugsfeld II: 1: 1,25
Verzug Hauptverzugsfeld III: 1 : 25
Gesamtverzug: 1: 132
Breite B 1: 7 mm
Breite B 2: 5 mm
Injektorteil 3: 2 tangentiale Druckluftkanäle 30
Neigung α: 40°
Drallteil 4: 3 tangentiale Druckluftkanäle 40
Neigung a = 55°
Durchmesser D: 2,5 mm
Überdruck Druckluftkanäle 30: 3,5 bar
Überdruck Druckluftkanäle 40: 4 bar
Material: Mischung Polyester/Baumwolle 65/35
Bandgewicht 3,3 g/m = 3,3 ktex
Faden: Nm 40
b) 3-Zylinder-Streckwerk gemäß Fig. 3:
Umfangsgeschwindigkeit Walze 21: ca. 0,9 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Walze 22: ca. 5,3 m/min
Umfangsgeschwindigkeit Lieferzylinder 23: 160 m/min
Verzug Vorverzugsfeld II: 1 : 1,583
Verzug Hauptverzugsfeld III: 1 : 30
Gesamtverzug: 1 : 175
Breite B 2: 5 mm
Injektorteil 3: 2 tangentiale Druckluftkanäle 30
Neigungswinkel α: 40°
Drallteil 4: 3 tangentiale Druckluftkanäle 40
Neigung α: 55°
Durchmesser D: 2,5 mm
Überdruck Druckluftkanäle 30: 3 bar
Überdruck Druckluftkanäle 40: 4 bar
Material: Baumwolle 3,5 g/m = 3,5 ktex
Faden: Nm 50
Claims (22)
1. Verfahren zum Verspinnen von Faserband, das in einem Streckwerk
einem Vorverzug und einem Hauptverzug unterworfen und
anschließend in einer pneumatischen Drallvorrichtung zu einem
Faden versponnen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Faserband während des Verzuges auf
eine minimale Breite (B 2) zusammengefaßt wird, die wenigstens
etwa das 1,5-fache des Durchmessers (D) der Drallvorrichtung
beträgt, und daß das Faserband nach dieser Zusammenfassung
keiner weiteren Zusammenfassung unterliegt, bevor die Drallerteilung
unter Beibehaltung dieses Durchmessers (D) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zusammenfassung auf die minimale
Breite (B 2) während des Vorverzuges unmittelbar vor dem Hauptverzug
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die minimale Breite (B 2) nicht
größer als das 2,5-fache des Durchmessers (D) ist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Faserband
vor dem Einlauf in den Vorverzug auf eine größere Breite
(B 1) zusammengefaßt wird als vor dem Hauptverzug.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Faserband vor dem Einlauf in den
Vorverzug auf etwa die 1,3-fache Breite (B 1) zusammengefaßt
wird als vor dem Hauptverzug.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Faserband
einem zweimaligen Vorverzug unterworfen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Vorverzug größer als der
zweite Vorverzug ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Vorverzug zwischen 1 : 1,1
und 1 : 1,5 beträgt.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Streckwerk
verlassende Faserband aus der bisherigen Transportebene
abgelenkt wird.
10. Vorrichtung zum Verspinnen eines Faserbandes mit einem Streckwerk,
das ein Vorverzugsfeld und ein Hauptverzugsfeld aufweist,
wobei vor dem Hauptverzugsfeld ein Verdichter angeordnet
ist, ferner mit einer unmittelbar dem Streckwerk nachgeordneten
pneumatischen Drallvorrichtung, die aus einem Injektorteil
und einem Drallteil besteht, insbesondere zur Durchführung
nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
(B 2) des Verdichters (24) vor dem Hauptverzugsfeld (III) mindestens
etwa dem 1,5-fachen Durchmesser (D) der pneumatischen
Drallvorrichtung (9) entspricht, die sowohl im Injektorteil
(3) als auch im Drallteil (4) von ihrer Eintrittsöffnung
(300) bis zur Austrittsöffnung (400) den gleichen Durchmesser
(D) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eintrittsöffnung (300) der Drallvorrichtung
(9) im Zwickelbereich der Lieferzylinder (23,
230) des Streckwerkes (2) liegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eintrittsöffnung (300) der Drallvorrichtung
(9) etwa in der die Lieferzylinder (23, 230) berührenden
Tangentialebene (T) liegt.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis
12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eintrittsöffnung (300) der Drallvorrichtung (9) in Richtung
Oberwalze (230) gegenüber der Transportebene (E) des Fasermaterials
(10) versetzt ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß am Einlauf
der Drallvorrichtung (9) Kerben (310) vorgesehen sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kerben (310) durch die Zahnlücken
eines Innenzahnkranzes (31) gebildet werden.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis
15, dadurch gekennzeichnet, daß der
Neigungswinkel (α) zwischen den Druckluftkanälen (30) des
Injektorteils (3) und der Achse (A) der Drallvorrichtung
(9) desto größer ist, je kleiner die Breite des Verdichters
(24) vor dem Hauptverzugsfeld (III) ist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der an
den Druckluftkanälen (30) des Injektorteils (3) anlegbare
Druck bei höherer Spinngeschwindigkeit niedriger als bei niedrigerer
Spinngeschwindigkeit ist.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
(D) der Drallvorrichtung (9) zwischen 2,3 und 2,8 mm,
vorzugsweise bei 2,5 mm, liegt.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis
18, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand (a) der Druckluftkanäle (30) des Injektorteils (3)
von den Druckluftkanälen (40) des Drallteils (4) 30 bis 40 mm
beträgt.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 19,
mit einem mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Zwischenraum
zwischen dem Injektorteil und dem Drallteil, dadurch
gekennzeichnet, daß der durch den
Abstand der Druckluftkanäle (30) des Injektorteils (3) von
dem Zwischenraum (72) definierte Injektorteilauslaufteil (32)
desto kleiner im Verhältnis zu dem durch den Abstand der
Druckluftkanäle (40) des Drallteils (4) von diesem Zwischenraum
(72) definierte Drallteileinlaufteil (41) ist, je niedriger
die Spinngeschwindigkeit ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Längen (l I , l D )
von Injektorteilauslaufteil (32) und Drallteileinlaufteil
(41) in Abhängigkeit von der Spinngeschwindigkeit zwischen
1 : 4 und 3 : 1 beträgt.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis
21, dadurch gekennzeichnet, daß die
dem Streckwerk (2) abgewandte Stirnseite (42) der Drallvorrichtung
(9) scharfkantig und rechtwinklig an deren Bohrung
(43) anschließt.
Priority Applications (11)
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| DE19853541219 DE3541219A1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Verfahren und vorrichtung zum verspinnen von fasern |
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| DE3541219C2 DE3541219C2 (de) | 1988-07-07 |
Family
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| DE19853541219 Granted DE3541219A1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Verfahren und vorrichtung zum verspinnen von fasern |
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| DE8686110903T Expired DE3665889D1 (en) | 1985-11-21 | 1986-08-07 | Method and apparatus for spinning fibres |
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| EP (1) | EP0222981B1 (de) |
| JP (1) | JPS63503394A (de) |
| CN (1) | CN1006471B (de) |
| BR (1) | BR8606942A (de) |
| CZ (1) | CZ277735B6 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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