DE3541244A1 - Verschlussstopfen - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verschlußstopfen für eine öffnung in einem Behälter, der gleichzeitig den Anschluß
eines Rohres an den Behälter zuläßt.
Es ist bekannt, einen Behälter mit einer Gewindeöffnung zu versehen, an welcher ein Rohr angeschlossen werden kann unter
Benutzung einer an dem Rohr angebrachten Mutter. Falls ein Fluid (entweder ein Gas oder eine Flüssigkeit) vor dem
Anschluß des Rohres in dem Behälter vorhanden ist, wird die Gewindeöffnung normalerweise durch einen aus Kunststoff bestehenden
Dichtverschluß-Gewindestopfen verschlossen. Um das Rohr an dem Behälter anzuschließen, muß der Dichtstopfen
entfernt werden, dann wird ein Gewindestutzen in die öffnung eingeschraubt, und die an dem Rohr befindliche Mutter
wird auf den Gewindestutzen aufgeschraubt, so daß sich eine abgedichtete Verbindung zwischen dem Rohr und dem Behälter
ergibt. Diese bekannte Anordnung besitzt den Nachteil, daß aus dem Behälter während der Zeit vom Entfernen
des Dichtstopfens bis zum dichten Anschluß des Rohres Fluid entweichen kann.
Ein erfindungsgemäßer Stopfen zum Verschließen einer öffnung
in einem Behälter, der den Anschluß eines Rohres an dem Behälter erlaubt., enthält ein Buchsenteil und ein Rohrteil,
wobei das Buchsenteil eine erste mit Gewinde versehene Oberfläche zum Eingriff mit einer mit einem entsprechenden Gewinde
versehenden Fläche an der Behälteröffnung, einen Betätigungskopf zum Anschrauben des Stopfens an dem Behälter,
eine sich in Längsrichtung erstreckende Durchgangsöffnung mit einer glatten Innenfläche, die sich mindestens längs eines
Teiles ihrer Länge von dem in die Behälteröffnung einzufügenden Ende des Buchsenteiles erstreckt und eine zweite
mit Gewinde versehene Fläche zum Eingriff mit der Gewindefläche einer an dem Rohr angebrachten Mutter enthält, wobei das rohrförmige
Teil in der Durchgangsöffnung im Buchsenteil angeordnet ist und ein geschlossenes Ende besitzt und eine glatte
Außenfläche längs mindestens eines Teils ihrer Länge, die
im wesentlichen in Form und Durchmesser der glatten Innenfläche
der Durchgangsöffnung des Buchsenteiles entspricht, mindestens eine öffnung in der glatten Außenfläche dem
geschlossenen Ende benachbart, die mit dem hohlen Innenraum des Rohrteiles in Verbindung steht und einen geformten Kopfabschnitt
an dem vom geschlossenen Ende abliegenden Ende zur Anlage an dem Rohr besitzt, wenn die Mutter an dem Buchsenteil angeschraubt
ist, um das Rohrteil relativ zum Buchsenteil von einer ersten (geschlossenen) Stellung, in der das geschlossene
Ende des rohrförmigen Teiles im wesentlichen bündig mit dem in den Behälter einzusetzenden Buchsenteil liegt, zu einer
zweiten (offenen) Stellung zu verschieben, in der die mindestens eine öffnung in dem rohrförmigen Teil sich außerhalb der
Durchgangsöffnung des Buchsenteiles befindet.
Wenn das rohrförmige Teil sich in seiner ersten Stellung befindet,
schließt es die Durchgangsöffnung im Buchsenteil ab. Wenn das rohrförmige Teil durch Anschließen eines Rohres in
seine zweite Stellung bewegt wird, wird die Durchgangsöffnung freigegeben, so daß sich ein Durchlaß zwischen Rohr und
Behälter bildet. Ein erfindungsgemäßer Stopfen wirkt deshalb als ein Verschlußmittel für eine öffnung in einem Behälter und
als Verbindungsmittel für ein Rohr mit dem Behälter. Da der Stopfen zum Anschließen des Rohres nicht entfernt werden muß,
ist die Gefahr eines Entweichens von Fluid wesentlich reduziert.
Die Durchgangsöffnung besitzt vorzugsweise einen Lippenabschnitt, und die glatte Innenfläche erstreckt sich von dem
an der Behälteröffnung anzubringenden Ende des Buchsenteiles bis zu dem Lippenabschnitt, und der geformte Kopfabschnitt
des rohrförmigen Teiles liegt an dem Lippenabschnitt an, wenn das rohrförmige Teil sich in seiner zweiten Stellung
befindet, um so eine Dichtung zwischen Buchsenteil und Rohr zu bilden.
Vorzugsweise ist der Kopf des Buchsenteiles sechseckförmig.
Die erste Gewindefläche an dem Buchsenteil befindet sich vorzugsweise an einer Außenfläche desselben. Die zweite
Gewindefläche an dem Buchsenteil ist vorzugsweise eine
Fläche der Durchgangsöffnung und liegt zwischen der glatten
Fläche und dem vom Behälter abliegenden Ende des Buchsenteiles.
Vorzugsweise besitzt das Rohrteil eine dichtende Beschichtung an seiner glatten Außenfläche benachbart dem geschlossenen
Ende, damit sichergestellt wird, daß eine Abdichtung zwischen dem rohrförmigen Teil und dem Buchsenteil gebildet ist,
wenn das Rohrteil in seiner ersten Stellung sitzt.
Vorzugsweise enthält der Stopfen noch einen Dichtring zum Abdichten zwischen dem Buchsenteil und dem Behälter.
Die Funktionsweise eines bekannten Rohranschlusses und Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigt:
Figur 1 eine Schnittansicht einer bekannten Anschlußanordnung für ein Rohr an einem Behälter,
Figur 2 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen, eine
Öffnung in einem Behälter abschließenden Stopfens,
Figur 3 eine Schnittdarstellung des Buchsenteiles des Stopfens aus Figur 2,
Figur 4 eine Schnittansicht des Rohrteiles des Stopfens aus Figur 2,
Figuren teilweise aufgeschnittene perspektivische Darstelun
lungen des Stopfens aus Figur 2, wobei das Rohrteil
jeweils in der ersten (geschlossenen) bzw. der zweiten (offenen) Stellung sitzt, und
Figur 7 eine Schnittansicht des Stopfens aus Figur 2 mit an einem Behälter angeschlossenen Rohr.
In Figur 1 ist bei der dort gezeigten Anordnung ein Rohr 1 an einer Gewindeöffnung 2 in einem Behälter 3 mittels einer
an dem Rohr angebrachten Mutter 4 und einer Gewindebuchse 5 angeschlossen. Im gezeigten Zustand ist die Gewindebuchse 5
mit der Mutter 4 nur teilweise verbunden.
In Figur 2 enthält ein erfindungsgemäßer Stopfen 10 ein
Buchsenteil 11, ein Rohrteil 12 und einen Dichtring 13. Der Stopfen 10 ist in die Gewindeöffnung 14 eines Behälters 15
eingeschraubt dargestellt, wobei das Rohrteil 12 in einer ersten Stellung sitzt, in der es die Öffnung abdichtet.
Das Buchsenteil 11 CLm einzelnen in Figur 3 dargestellt) enthält
eine erste Gewindefläche 16 zum Einschrauben in die Gewindeöffnung 14 des Behälters 15, eine sich in Längsrichtung
erstreckende Durchgangsöffnung 17 und einen sechseckförmigen Kopf 32. Die Durchgangsöffnung 17 besitzt einen Lippenabschnitt
18 von kegelstumpfförmiger Gestalt, eine glatte
Innenfläche 19, die vom Lippenabschnitt zu einem ersten Ende 20 des Buchsenteiles 11 reicht, das in die Öffnung 14 eingesetzt
wird, und eine zweite Gewindefläche 21, die vom Lippenabschnitt zum (anderen) Ende 22 des Buchsenteils reicht, dem
Ende, das dem Behälter 15 abgewendet sitzt.
Das Rohrteil 12 (im einzelnen in Figur 4 dargestellt) besitzt ein geschlossenes Ende 23, eine glatte Außenfläche 24, die in
Form und Durchmesser im wesentlichen der glatten Innenfläche 19 der Durchgangsöffnung 17 des Buchsenteiles 11 entspricht,
zwei öffnungen 25 in der glatten Außenfläche 24, dem geschlossenen
Ende 23 benachbart, die mit dem hohlen Innenraum 33
des rohrförmigen Teiles in Verbindung stehen, und einen kegelstumpfförmig ausgebildeten Kopfabschnitt 26 an dem
dem geschlossenen Ende 23 gegenüberliegenden Ende 27. Die Außenfläche 34 des rohrförmigen Teiles 12 ist dem geschlossenen
Ende 23 benachbart mit einer Dicht-Schicht 28 (z.B. einem aushärtbaren Dichtmittel, das unter dem Handelsnamen
LOCTITE erhältlich ist^ um die Abdichtwirkung zwischen dem
Rohrteil 12 und dem Buchsenteil 11 zu verbessern, wenn das Rohrteil in seiner ersten Stellung sitzt, jedoch ein Gleiten
des Rohrteiles von seiner ersten Stellung in seine zweite (später beschriebene) Stellung zuläßt. Alternativ kann die
Außenfläche 34 mit Dichtsitz in der Innenfläche 19 der Durchgangsöffnung 17 des Buchsenteiles sitzen.
Das Buchsenteil 11 und das Rohrteil 12 bestehen vorzugsweise aus zinkplattiertem Stahl, und der Dichtring 13 ist vorzugsweise
aus Kupfer gefertigt. Dabei können auch andere entsprechende Materialien Verwendung finden.
Der Stopfen 10 wird in die Öffnung 14 im Behälter 15 unter
Benutzung eines entsprechenden (nicht dargestellten) Werkzeuges, das an dem sechseckförmigen Kopf 32 angreift, eingeschraubt.
Wenn sich das rohrförmige Teil 12 in seiner ersten Stellung (s. Figuren 2 und 5) befindet, liegt das geschlossene Ende
23 im wesentlichen mit dem ersten Ende 20 des Buchsenteiles bündig, und der Stopfen 10 verschließt so die Öffnung 14 im
Behälter 15. Um eine Rohr 29 (s. Figur 7) an der öffnung 14 anzubringen, wird eine an dem Rohr angebrachte Mutter 30 einfach
in die zweite Gewindefläche 21 am Buchsenteil 11 eingeschraubt. Dadurch wird das Ende 31 des Rohres 29 so nach innen
gedrängt, daß es sich an den Kopfabschnitt 26 des rohrförmigen Teiles 12 anlegt und dadurch dieses Teil in die in
Figuren 6 und 7 dargestellte zweite Stellung verschiebt. In der zweiten Stellung befinden sich die Öffnungen oder Durch-
brüche 25 im rohrförmigen Teil 12 außerhalb der Durchgangsöffnung 17 im Buchsenteil 11 und dadurch wird ein Durchlaß
geschaffen (wie durch die Pfeile in Figur 6 angezeigt), der durch den Stopfen 10 zwischen dem Rohr 29 und dem Behälter
15 reicht. Der Kopfabschnitt 26 des rohrförmigen Teiles 12 legt sich an den Lippenabschnitt 18 der Durchgangsöffnung
17 des Buchsenteiles 11 an, und das Ende 31 des Rohres 29 bildet zusammen mit dem Kopfabschnitt 26 eine Dichtstelle
zur Abdichtung zwischen Rohr und Buchsenteil.
Ein erfindungsgemäßer Stopfen wird insbesondere zum Verschließen von Gewindeöffnungen in (ölgefüllten) Getriebegehäusen
von Kraftfahrzeugen verwendet, an welche nach der Montage Verbindungsrohre anzusetzen sind.
- Leerseite
Claims (8)
1. Stopfen (10) zum Verschließen einer öffnung (14) in einem
Behälter (15) und zum Ermöglichen eines Anschlusses eines Rohres (29) an dem Behälter, wobei der Stopfen ein Buchsenteil
(11) mit einer ersten Gewindefläche (16) zum Eingriff mit einer entsprechend mit Gewinde versehenen Fläche an der
Behälteröffnung besitzt, einen Kopf (32) zum Anlegen eines Einschraubwerkzeuges beim Einschrauben des Stopfens in den Behälter,
eine sich in Längsrichtung erstreckende Durchgangsöffnung (17) mit einer glatten Innenfläche (19) die sich
mindestens über einen Teil ihrer Länge von dem in die Behälteröffnung
einzusetzenden Ende (20) des Buchsenteiles erstreckt,und eine zweite Gewindefläche (21) zum Eingriff
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mit der Gewindefläche einer an dem Rohr angebrachten Mutter (30) gekennzeichnet durch ein in die
Durchgangsöffnung (17) im Buchsenteil (11) eingesetztes rohrförmiges Teil (12) mit einem geschlossenen Ende (23),
einer glatten Außenfläche (24) längs mindestens eines Teils seiner Länge, die im wesentlichen in Form und Durchmesser
der glatten Innenfläche (19) der Durchgangsöffnung (17)
des Buchsenteiles (11) entspricht, mindestens einer Durchgangsöffnung (25) in der glatten Außenfläche (24) benachbart
dem geschlossenen Ende (23) , die mit dem hohlen Innenraum (33) des rohrförmigen Teiles (11) in Verbindung steht und
einem geformten Kopfabschnitt (26) an dem dem geschlossenen Ende (23) abgelegenen Ende (27) zur Anlage des Rohres (29),
wenn die Mutter (30) an das Buchsenteil (11) angeschraubt wird, um das rohrförmige Teil (12) relativ zum Buchsenteil
(11) von einer ersten (geschlossenen) Stellung, in der das geschlossene Ende (23) des rohrförmigen Teiles (12) im wesentlichen
bündig mit dem in die Behälteröffnung (14) einzusetzenden Ende (20) des Buchsenteiles (11) liegt, zu
einer zweiten (geöffneten) Stellung zu bewegen, in der die mindestens eine öffnung (25) im rohrförmigen Teil (12) sich
außerhalb der Durchgangsöffnung (17) des Buchsenteiles (11) befindet und dadurch einen Durchlaß zwischen dem Rohr (29)
und dem Behälter (15) herstellt.
2. Stopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchgangsöffnung (17) des Buchsenteils (11) einen Lippenabschnitt (18) besitzt und die glatte Innenfläche
(19) sich von dem in die Behälteröffnung (14) einzusetzenden Ende (20) des Buchsenteiles bis zum Lippenabschnitt (18) erstreckt
und der geformte Kopfabschnitt (26) des rohrförmigen
Teiles (12) an dem Lippenabschnitt anliegt, wenn das rohrförmige Teil sich in seiner zweiten Stellung befindet, um
das Buchsenteil mit dem Rohr (29) abzudichten.
3. Stopfen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der geformte Kopfabschnitt (26) des rohrförmigen
Teiles (12) kegelstumpfförmig gestaltet ist, und daß der Lippenabschnitt (18) der Durchgangsöffnung (17)
des Buchsenteiles (11) entsprechende Kegelstumpfform besitzt.
4. Stopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß das rohrförmige Teil
(12) eine dichtende Beschichtung (28) an seiner glatten Außenfläche (24) dem geschlossenen Ende (23) benachbart
besitzt.
5. Stopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Stopfen (10) weiter
einen Dichtring (13) zum Abdichten des Buchsenteiles (11) mit dem Behälter (15) enthält.
6. Stopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die erste Gewindefläche
(16) des Buchsenteiles (11) eine Außenfläche des Buchsenteiles ist.
7. Stopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet , daß die zweite Gewindefläche (21) am Buchsenteil (11) sich an der Fläche der
Durchgangsöffnung (17) befindet und zwischen der glatten Innenfläche (19) und dem von dem Behälter (15) entfernt
liegenden Ende (22) des Buchsenteiles (11) angeordnet ist.
8. Stopfen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Kopf (32) des
Buchsenteiles (11) sechseckige Querschnittsform besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8331 | Complete revocation |