DE3540682A1 - Zick-zack-sichter - Google Patents
Zick-zack-sichterInfo
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- B07B7/086—Selective separation of solid materials carried by, or dispersed in, gas currents using centrifugal force generated by the winding course of the gas stream
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen von
partikelförmigem Schüttgut mit unterschiedlichen Fallge
schwindigkeiten der einzelnen Partikel in gasförmigen
Medien mit einem von zick-zack-förmigen Wänden begrenzten
Kanal für die Aufwärtsbewegung einer Gasströmung und
mindestens einer Zuführvorrichtung für das partikel
förmige Schüttgut im oberen Bereich des Kanals.
Durch die Firmendruckschrift "Multi-Plex Zickzacksichter
Typ MZF, MZM" der Firma Alpine AG in Augsburg, BRD, ist
eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung be
kannt, die für folgende Anwendungen vorgesehen ist:
- - Trennen von Gütern, die sich infolge ihrer Form schwer sieben lassen,
- - Trennen etwa gleichgroßer Teile nach spezifischem Gewicht,
- - Trennen von Teilen der gleichen Siebfraktion nach der Dicke und
- - Trennen von Massengütern, bei denen das Sieben Schwierigkeiten und Kosten verursacht.
Bei der bekannten Vorrichtung besteht der Kanal, in dem
der Trennvorgang stattfindet, aus einem Schacht mit
rechteckigen Querschnitten, wobei die durch die Schwer
punkte aller Querschnittsflächen gehende Schachtachse
im Zick-Zack verläuft. Im Prinzip handelt es sich dabei
um ein vielfach geknicktes Rohr mit rechteckigem
Querschnitt, wobei die Längsachsen der einzelnen Rohrab
schnitte in einem stumpfen Winkel zueinander verlaufen.
Es ist auch durchaus bekannt, eine Vielfachanordnung
derartiger Sichtrohre vorzusehen.
Derartige, bekannte Zick-Zack-Sichter haben sich als
Laborgeräte auch zur Abtrennung kleinerer Feinpulver
chargen bewährt. Bei der Behandlung von kugelförmigem
Metallpulver hat sich jedoch gezeigt, daß die übliche
Konfiguration der Zick-Zack-Kammer mit Rechteckquer
schnitt keine absolut befriedigende Trennschärfe mehr
gewährleistet.
Dies liegt offenbar daran, daß der Zick-Zack-Kanal
an zwei gegenüberliegenden Seiten durch im Zick-Zack
angeordnete ebene Flächen, an den beiden anderen
einander gegenüberliegenden Seiten jedoch durch vertikale
durchgehende ebene Flächen begrenzt ist, und daß
sich an den dadurch gebildeten vier Ecken Pulver
ansammelt und ungesichtet an den vertikalen Flächen,
von denen aus es nicht in den Gasstrom zurückge
worfen werden kann, nach unten fällt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art dahin
gehend zu verbessern, daß auch kugelförmiges Metall
pulver mit verbesserter Trennschärfe gesichtet
werden kann.
Die Bedeutung der Aufgabenstellung wird insbesondere
damit begründet, daß kugelförmiges Metallpulver mit
außerordentlich engem Durchmesser-Spektrum in großen
Mengen auf dem Gebiet der Pulvermetallurgie benötigt
wird. Es geht dabei darum, Bauteile mit komplizierten
Formen und/oder für hohe thermische, mechanische und
chemische Belastung aus Metallpulver zu pressen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei der ein
gangs beschriebenen Vorrichtung erfindungsgemäß da
durch, daß die Wände des Kanals von Kegelstumpf
flächen begrenzt sind, deren Erzeugende einen zick-zack
förmigen Verlauf aufweisen.
Unter "Kegelstumpfflächen" werden die Mantelflächen
von Kegelstümpfen verstanden.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Kanals
werden sowohl die störenden Ecken als auch die
vertikalen ebenen und durchgehenden Flächen ver
mieden, so daß sämtliche Pulverpartikel der
Wechselwirkung zwischen den Wandflächen des Kanals
und der Gasströmung ausgesetzt werden. Es hat sich
gezeigt, daß dadurch eine wesentlich höhere Trenn
schärfe speziell bei kugelförmigem Metallpulver
moglich ist, d.h. auch noch Partikel, die nur relativ
geringe Durchmesserunterschiede und ein hohes spezifisches Ge
wicht aufweisen, können noch sauber voneinander getrennt werden.
Im Prinzip bestehen sowohl die inneren als auch die
äußeren Wandflächen aus den Kegelflächen von
massiven oder hohlen Kegelstümpfen, wobei die Kegel
flächen entlang von konzentrischen bzw. koaxialen
Kreisen ohne Durchmessersprünge ineinander über
gehen.
Es ist dabei besonders vorteilhaft, wenn die Kegel
stumpfflächen einerseits ein rotationssymmetrisches
Innenteil, andererseits ein rotationssymmetrisches
Außenteil bilden, und wenn der maximale Durchmesser
des Innenteils kleiner ist als der minimale Durch
messer des Außenteils. Auf diese Weise läßt sich
das Innenteil zum Zwecke einer Demontage in axialer
Richtung leicht aus dem Außenteil herausnehmen, was
beispielsweise zu Reinigungs- und Wartungszwecken
gelegentlich erforderlich ist. Es ist alsdann nicht
erforderlich, die gesamte Vorrichtung in einzelne Ringe
oder Scheiben zu zerlegen. Dabei schafft die erfindungsgemäße
Rotationssymmetrie optimale Voraussetzungen für eine zuver
lässige Abdichtung der Vorrichtung, um diesen mit einem
Schutz- bzw. Inertgas betreiben zu können.
Es ist weiterhin von Vorteil, die Zuführvorrichtung
für die Partikel mit mehreren Auslaßöffnungen aus
zustatten, die äquidistant auf den Umfang des Kanals
verteilt sind.
Es ist weiterhin zweckmäßig, wenn die Radiusdifferenz
zwischen Außenteil und Innenteil im Bereich der Gas
einleitung im unteren Teil des Sichters von unten
nach oben zunächst zunimmt und zum oberen Ende wieder
abnimmt. Auf diese Weise wird das einströmende Gas
zunächst gleichförmig auf den Umfang verteilt und
alsdann vor dem Eintritt in den eigentlichen Sicht
kanal beschleunigt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird
nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 4 näher er
läutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine vollständige
Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach
Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie A-B in
Fig. 1 und
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie C-D in
Fig. 1.
In Fig. 1 ist eine Trennvorrichtung 1 mit einem
Kanal 2 dargestellt, der von einem Außenteil 3
und von einem Innenteil 4 begrenzt wird. Die auf
einander zugerichteten Wände des Kanals werden
von Kegelflächen 3 a/3 b bzw. 4 a/4 b gebildet. Dies
geschieht dadurch, daß das Innenteil 4 aus einer
Reihe von spindelförmigen Rotationskörpern 4 c
zusammengesetzt ist, während das Außenteil 3 aus
einer Reihe von ringförmigen Rotationskörpern 3 c
zusammengesetzt ist. Diese Rotationskörper 3 c und 4 c
werden dabei in Richtung auf den Kanal 2 durch die
besagten Kegelflächen 3 a/3 b bzw. 4 a/4 b begrenzt,
die gemäß den Ausführungen in der allgemeinen Be
schreibung angeordnet und ausgerichtet sind.
Gemäß Fig. 1 besitzt die Vorrichtung eine Zuführ
vorrichtung 5 für das partikelförmige Schüttgut, die
durch drei äquidistant auf den Umfang verteilte
Pulverleitungen gebildet wird, die an ihrer Durch
dringungsstelle durch das Außenteil 3 Auslaß
öffnungen 6 besitzen, von denen in Fig. 1 nur eine
sichtbar ist.
Zum Außenteil 3 gehören noch ein Kopfteil 3 d und
ein Fußteil 3 e, zwischen denen die einzelnen Rotations
körper 3 c unter Zwischenschaltung von Dichtungen mit
Hilfe von Zugankern 7 eingespannt sind.
In analoger Weise gehören zum Innenteil 4 ein Kopfteil 4 d
und ein Fußteil 4 e, welche die Rotationskörper 4 c
zusammenhalten, die auf einen Zuganker 8 aufgereiht
sind. Kopfteil 4 d und Fußteil 4 e sind dabei so ge
staltet, daß sie einen strömungsgünstigen Übergang
zwischen den unmittelbar angrenzenden Rotations
körpern 4 c und dem Zuganker 8 gewährleisten.
Das Fußteil 3 e ist mit einer tangential angeordneten
Gaszuleitung 9 verbunden, die in einen Bereich ein
mündet, in dem das Fußteil 3 e seinen größten Durch
messer aufweist. Im Zusammenwirken mit der Kegel
fläche 3 b des unmittelbar angrenzenden Rotations
körpers 3 c und der äußeren Kegelfläche 4 f des Fußteils 4 e
wird erreicht, daß die Radiusdifferenz zwischen dem
Außenteil 3 und dem Innenteil 4 von unten nach oben
zunächst zunimmt und zum oberen Ende hin wieder ab
nimmt. Dies dient - wie bereits beschrieben - zur
Vergleichmäßigung der Gasverteilung auf dem Umfang und
zur Beschleunigung der Strömung in Richtung auf eine
Gasableitung 10, die zugleich auch zum Austritt der
Feinpulveranteile dient. Die Gasableitung 10 ist als
Rohrkrümmer ausgebildet und mit einer konzentrischen
Öffnung 11 im Kopfteil 3 d verbunden. Der Zuganker 8
ist durch die Gasableitung 10 hindurchgeführt und
stützt sich auf ihr mittels eines Rohrstutzens 10 a
und einer Spannmutter 12 ab.
An das Fußteil 3 e schließt sich noch eine Boden
platte 13 an, die über einen Flansch 14 und einen
Rohrstutzen 15 mit einem Auffangbehälter 16 für
den Grobpulveranteil verbunden ist.
Wie insbesondere aus den Fig. 2, 3 und 4 hervor
geht, sind alle wesentlichen Bauteile Rotations
körper bzw. von Rotationsflächen begrenzt und kon
zentrisch bzw. koaxial zueinander angeordnet. Ledig
lich für die Gaszu- und -ableitungen gelten andere
Voraussetzungen, die jedoch auf die Rotationssymmetrie
der übrigen Bauteile ausgerichtet sind. Es versteht
sich, daß der Zuganker 8 und damit die Systemachse
A-A-senkrecht verlaufen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Trennen von partikelförmigem
Schüttgut mit unterschiedlichen Fallge
schwindigkeiten der einzelnen Partikel in gas
förmigen Medien mit einem von zick-zack-förmigen
Wänden begrenzten Kanal für die Aufwärtsbewegung
einer Gasströmung und mindestens einer Zuführ
vorrichtung für das partikelförmige Schüttgut
im oberen Bereich des Kanals, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wände des Kanals (2) von Kegel
stumpfflächen, (3 a, 3 b bzw. 4 a, 4 b) begrenzt sind,
deren Erzeugende einen zick-zack-förmigen Ver
lauf aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kegelstumpfflächen (4 a, 4 b) einer
seits ein rotationssymmetrisches Innenteil (4),
andererseits (3 a, 3 b) ein rotationssymmetrisches
Außenteil (3) bilden und daß der maximale
Durchmesser des Innenteils kleiner ist als der
minimale Durchmesser des Außenteils.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Vorrichtung zur Zuführung der
Partikel um 120 Grad auf den Umfang des Kanals (2)
verteilte Auslaßöffnungen (6) besitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Radiusdifferenz zwischen
Außenteil (3) und Innenteil (4) von unten nach
oben zunächst zunimmt und zum oberen Ende hin
wieder abnimmt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das rotationssymmetrische Außenteil (3) zu Be
obachtungszwecken mindestens teilweise aus durch
sichtigem Werkstoff besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540682 DE3540682A1 (de) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Zick-zack-sichter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853540682 DE3540682A1 (de) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Zick-zack-sichter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3540682A1 true DE3540682A1 (de) | 1987-05-21 |
Family
ID=6286155
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853540682 Withdrawn DE3540682A1 (de) | 1985-11-16 | 1985-11-16 | Zick-zack-sichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3540682A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5788083A (en) * | 1994-05-13 | 1998-08-04 | Zeppelin Schuettguttechnik Gmbh | Elbow/countercurrent classifier |
| EP0891820A3 (de) * | 1997-07-16 | 2000-01-12 | Mann + Hummel ProTec GmbH | Windsichter |
| WO2003074369A3 (en) * | 2002-02-28 | 2003-12-31 | Merck & Co Inc | Stopper debris separator |
| WO2005041700A3 (de) * | 2003-11-04 | 2005-06-23 | Focke & Co | Verfahren und einrichtung zum sichten von tabak |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB726480A (en) * | 1952-07-25 | 1955-03-16 | Ruhrchemie Ag | Apparatus for the de-dusting and classification of granular materials |
| DE2929672C2 (de) * | 1979-07-21 | 1982-09-02 | Bühler-Miag GmbH, 3300 Braunschweig | Sichter für rieselfähiges Gut |
-
1985
- 1985-11-16 DE DE19853540682 patent/DE3540682A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US6726021B2 (en) * | 2002-02-28 | 2004-04-27 | Merck & Co., Inc. | Stopper debris separator |
| WO2005041700A3 (de) * | 2003-11-04 | 2005-06-23 | Focke & Co | Verfahren und einrichtung zum sichten von tabak |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
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Owner name: LEYBOLD AG, 6450 HANAU, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |