DE3438133C2 - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H4/00—Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
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Description
Die Erfindung betrifft eine Auflösewalze für Offenend-
Spinnmaschinen gemäß dem Oberbegriff von An
spruch 1 bzw. Anspruch 4.
Derartige Auflösewalzen werden in der Textilindustrie
in großem Umfang eingesetzt. Sie dienen unter anderem
dazu, das ihnen zugeführte Faserband in Einzelfasern
aufzulösen. Dementsprechend sind sie von wesentlicher
Bedeutung für das zu erzeugende Endprodukt. Dabei
ist es wichtig, daß die Garnitur derartiger Auflöse
walzen möglichst kontinuierlich und gleichmäßig im
Faserfluß läuft.
Grundsätzlich sind als Garnitur für derartige Walzen
einzelne Nadeln bzw. Nadelleisten oder Sägezahndrähte
bekannt. Letztere lassen sich zwar kostengünstig herstel
len und aufziehen, gewährleisten aber nicht eine opti
male Kämmqualität. Demgegenüber sind Nadelgarnituren
sehr vorteilhaft, erfordern aber in der Regel einen
höheren Aufwand bei der Erstgarnierung bzw. bei der
in regelmäßigen Abständen erforderlich werdenden Er
neuerung.
Aus der DE-OS 19 07 007 ist eine gattungsgemäße Nadelwalze bekannt, welche
parallel zu ihrer Längsachse verlaufende Hinterschneidungen
aufweist, in die der aus Metall hergestellte Fuß von Nadel
leisten zur Festlegung eingeschoben werden kann. Dort wird
auch eine Ausführungsform beschrieben, bei welcher der Fuß der
Nadelleisten an seiner Unterseite eine längsverlaufende Aus
nehmung aufweist, so daß zwei nach innen elastisch deformierbare
Schenkel entstehen. Ein derart gebildetes Profil weist jedoch
eine große Verwindungssteifigkeit auf. Die Spitzen der Nadeln
einer derart garnierten Walze liegen notwendigerweise auf
zur Längsachse der Walze parallelen Linien, so daß die Spitzen
verteilung nicht optimal ist.
Aus der DE-OS 31 48 089 ist es an sich bekannt, eine Walze so mit
Nadeln zu garnieren, daß die Nadelspitzen einer geraden Reihe
von Nadeln mit der Längsachse einen spitzen Winkel von ca.
17° einschließen und schraubenlinienförmig verlaufen.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Auflösewalze zu schaffen, welche bei
kontinuierlichem, gleichmäßigem Eingriff in das Faserband
die Verwendung leichter und damit unwucht-unempfindlicher
Walzenkörper ermöglicht, wobei zudem Neugarnierungen
im Betrieb des Anwenders problemlos und schnell vorgenom
men werden können.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Auflösewalze
mit den Merkmalen der An
sprüche 1 und 4. Das Vorsehen einer schraubenförmig umlaufenden
Ausnehmung mit Hinterschneidungen ermöglicht es, Nadel
streifen mit einer gewissen Eigenelastizität des Fußes
einzusetzen, wobei die Nadelstreifen durch die schrauben
förmige Verwindung bereits ohne zusätzliche Festlegungs
mittel parallel zur Nutlängsachse gehalten werden,
und wobei in radialer Richtung ein der Hinterschneidung
entsprechender korrespondierender Vorsprung am Fuß
der Nadelstreifen für Halt sorgen kann. Diese Nadelstrei
fen lassen sich also einsetzen, ohne daß Erwärmungen
für das Lösen von Leim- oder Lötverbindungen durchgeführt
werden müssen, welche dazu führen können, daß die
so behandelten Walzen neu ausgewuchtet werden müssen,
was einen entsprechenden technischen Aufwand erfordert.
Zudem lassen sich Walzenkörper mit einer schraubenför
mig umlaufenden Nut, welche entsprechend der Erfindung
in spitzem Winkel zur Längsachse des Grundkörpers
verläuft, durch die Verwendung einer Spiralfräseinrichtung
kostengünstig und mit der erforderlichen Präzision
aus leichten Aluminiumteilen herstellen. Letztlich
wird noch durch die erfindungsgemäße Anordnung der
Nadelstreifen eine optimale Nadelverteilung über die
Führungsbreite erzielt.
Eine besonders vorteilhafte Dimensionierung für den
Winkel zwischen den Nuten und der Längsachse gibt
Anspruch 2 an. Die gemäß Anspruch 3 vorgesehene Ausbil
dung der Hinterschneidung als Schwalbenschwanzprofil
ermöglicht einen besonders zuverlässigen Sitz der
Nadelstreifen.
Anspruch 4 gibt ein Verfahren für die Dimensionierung
von Nuten-Steigung und Zylinderlängsachse an, durch
welches eine weitere sehr günstige Nadelverteilung erreicht
wird.
In der folgenden Beschreibung wird eine
bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematisierte perspektivische Ansicht
einer erfindungsgemäßen Auflösewalze ohne Garni
tur,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende stirnseitige Ansicht,
Fig. 3 eine Seitenansicht, und
Fig. 4 eine vergrößerte Teilansicht von der Stirnseite
mit Nadelgarnierung.
Eine erfindungsgemäße Auflösewalze umfaßt einen Grundkör
per 1. In diesen Grundkörper 1 sind mittels einer
Spiralfräseinrichtung um den Umfang verteilt zueinander
parallelverlaufende Nuten 2 eingebracht. Diese Nuten
2 weisen im Querschnitt (vgl. Fig. 2) ein Schwalben
schwanzprofil auf. Sie verlaufen relativ zum zylinder
förmigen Grundkörper 1 schraubenlinienförmig.
Jede einzelne Nut 2 weist gegenüber der Längsachse
3 des Grundkörpers 1 in der Projektion eine Steigung α
zwischen 5° und 30° auf. Im Ausführungsbeispiel wurde
eine Steigung von α = 13° gewählt.
Die Steigung α ist bezogen auf die Länge l des Grundkör
pers bzw. die Breite d der Nuten 2 so gewählt, daß
in einer Richtung parallel zur Längsachse 3 der Mittel
punkt 4 des Endes einer Nut 2 an einer Stirnseite
5 des Grundkörpers 1 in gleicher Höhe liegt wie der
Mittelpunkt 6 einer benachbarten Nut 2 an der jeweils
anderen Stirnseite 7 des Grundkörpers 1.
In Fig. 2 ist beispielsweise anhand einer Nut die
Garnierung mittels eines Nadelstreifens 8 veranschau
licht. Ein derartiger Nadelstreifen besteht aus einer
Mehrzahl in Reihe angeordneter Nadeln, welche untereinan
der durch einen Fuß 9 verbunden sind, welcher aus
Kunststoff gespritzt ist. Hierfür wird ein Kunststoff
gewählt, welcher einerseits eine formbeständige, strapa
zierfähige Oberfläche aufweist und andererseits über
eine solche Eigenelastizität verfügt, daß er problemlos
beim Einschieben in eine Nut 2 deren schraubenlinienför
migem Verlauf folgen kann. Hierdurch wird bereits
ohne zusätzliche Festlegungsmittel eine fester, definierter
Sitz des Nadelstreifens 8 erreicht. Zusätzlich können
auf die Nadelansätze 10 Haltescheiben zur Festlegung
der Nadelstreifen aufgebracht werden.
Claims (4)
1. Auflösewalze für Offenend-Spinnmaschinen umfassend einen
zylinderförmigen Grundkörper mit einer Mehrzahl von Nuten,
welche zur Aufnahme des elastisch deformierbaren Fußes
einer Nadelleiste eine Hinterschneidung aufweisen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nuten (2) schraubenlinienförmig in
spitzem Winkel (α) zur Längsachse (3) des zylinderförmigen
Grundkörpers (1) verlaufen, wobei der Winkel (α) zwischen
5° und 30° beträgt und die Nadelleiste (8) einen eine Reihe
von Nadeln untereinander verbindenden, aus Kunststoff ge
spritzten, die Nut (2) ausfüllenden Fuß umfaßt.
2. Auflösewalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Winkel (α) 13° beträgt.
3. Auflösewalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nuten (2) als Schwalbenschwanzprofil ausgebildet sind.
4. Auflösewalze für Offenend-Spinnmaschinen umfassend einen
zylinderförmigen Grundkörper mit einer Mehrzahl von Nuten,
welche zur Aufnahme des elastisch deformierbaren Fußes einer
Nadelleiste eine Hinterschneidung aufweisen, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nuten (2) schraubenlinienförmig in spitzem
Winkel (α) zur Längsachse (3) des zylinderförmigen Grund
körpers (1) verlaufen, wobei der Winkel (α) derart
dimensioniert ist, daß projiziert auf die Längsachse (3)
des zylinderförmigen Grundkörpers (1) die Nutmitte (4) am
Ende einer Nut (2) an der einen Stirnseite (5) fluchtet
mit der Mitte (6) am Ende einer benachbarten Nut (2) an der
anderen Stirnseite (7) des zylinderförmigen Grundkörpers (1)
und die Nadelleiste (8) einen eine Reihe von Nadeln
untereinander verbindenden, aus Kunststoff gespritzten,
die Nut (2) ausfüllenden Fuß umfaßt.
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