DE3434033A1 - Pneumatischer zylinder mit daempfungsmechanik und verfahren zum daempfen des pneumatischen zylinders - Google Patents
Pneumatischer zylinder mit daempfungsmechanik und verfahren zum daempfen des pneumatischen zylindersInfo
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Description
Pneumatischer Zylinder mit Dämpfungsmechanik und Verfahren zum Dämpfen des pneumatischen
Zylinders
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen pneumatischen Zylinder mit einer Dämpfungsmechanik und
^ ein Verfahren zum Dämpfen des pneumatischen Zylinders und speziell auf einen pneumatischen Zylinder mit einer
Dämpfungsmechanik, bei der Dämpfungskammern an entgegengesetzten Enden des Zylinders ausgebildet sind, in die
Druckluft zur Bewegung eines Kolbens in einer Richtung
*° gesteuert eingeleitet und jeweils in einer der Dämpfungskammern unter Druck gespeichert und dazu verwendet wird,
die Bewegung des Kolbens zu dämpfen, wenn dieser in entgegengesetzter Richtung bewegt wird. Weiterhin bezieht
sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Dämpfen des Kolbens in dem pneumatischen Zylinder.
Viele pneumatische* Zylinder weisen Dämpfungseinrichtungen auf, die gegen Belastungen mit großem Trägheitsmoment
eine Dämpfung hervorbringen, um unerwünschte Stoßbelastungen zu vermeiden, wenn der Kolben das Ende
seines Hubweges erreicht.
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt eine übliche Dämpfungsmechanik in einem pneumatischen Zylinder. Der pneumati-
sehe Zylinder 2 weist einen Kopfabschluß U mit einem Einlaß-/Auslaßkanal
6 darin auf. Der Kopfabschluß 4 enthält einen Hohlraum 8 mit einer in ein Ende eingepaßten
Dämpfungspackung 10. Ein einstellbares Nadelventil 12 ist im Kopfabschluß 4 diametral gegenüber dem Einlaß-/
Auslaßkanal 6 angeordnet und weist einen Nadelpunkt auf,
der in einem abgewinkelten Kanal 14 angeordnet ist, der sich von der Bohrung im Zylinder 2 zum Hohlraum 8 erstreckt.
Im Zylinder 2 erstreckt sich eine axial bewegliche Kolbenstange 16, die in ihrem einen Endbereich einen
Kolben 18 trägt, der verschiebbar im Zylinder 2 geführt ist. Der Kolben 18 und der Hohlraum 8 begrenzen zusammen
eine Dämpfungskammer 24 zwischen sich. Ein Dichtungsring 20 ist in eine ringförmige Nut eingepaßt, die
in der Mitte des Umfangs des Kolbens 18 ausgebildet ist. Ein Dämpfungsring 22 ist auf dem Ende der Kolbenstange
16 angeordnet.
Wenn die Kolbenstange 16 in Richtung des Pfeiles A axial in die mit gestrichelten Linien eingezeichnete
Position bewegt wird, dann wird die aus der Dämpfungskammer 24 ausströmende Luft durch das Nadelventil 12 gedrosselt,
um die Bewegungsgeschwindigkeit des Kolbens 18 am Hubende zu verringert. Dabei wird das stirnseitige
Ende des Dämpfungsringes 22 in Berührung mit der Dämpfungspackung 10 gebracht und das unter Druck stehende
Fluid aus der Dämpfungskammer 24 wird von dem Kanal 14 und dem darin befindlichen Nadelventil gedrosselt.
Als Folge davon wird der Druck in der Dämpfungskammer 24 erhöht, wenn sich der Kolben 18 bewegt, wodurch ein
Dämpfungseffekt hervorgerufen wird. Die erzielbare Dämpfungskraft läßt sich der Größe nach am Nadelventil
14, mit dem der freie Querschnitt im Kanal 1.4 veränder-
QQ bar ist, einstellen.
Die vorbeschriebene Dämpfungsmechanik weist jedoch folgende Probleme auf. Wie Fig. 2 zeigt, wird die Betriebsgeschwindigkeit
eines pneumatischen Zylinders, im og allgemeinen von der Differenz der Kräfte F und S bestimmt,
die als Antriebs- bzw. Bremskraft auf den Kolben in einan
der entgegengesetztem Sinn einwirken. In einem Ausmeßsystem ist es üblich, die Dämpfungskraft in der Weise
einzustellen,. daß die Antriebskraft F im wesentlichen
° konstant gehalten wird, während die Bremskraft S verändert wird. Wo der Kolben sich mit höherer Geschwindigkeit
bewegt, muß daher Luft mit einem niedrigeren Druck abgeführt werden. Während der konventionelle Dämpfungsmechanismus die Längsbewegung des Kolbens durch den
Einsatz des abgegebenen Luftdrucks, der die Bremskraft
S erzeugt, dämpft, wird der Druck der in der Dämpfungskammer 24 eingeschlossenen Luft allmählich geringer,
wenn die Bewegungsgeschwindigkeit des Kolbens 18 größer '. wird, was zur Folge hat, daß die Fähigkeit, die Bewegungsenergie,
die von der Kolbenbewegung erzeugt wird, aufzunehmen oder zu dämpfen, verringert wird, oder ein
gewünschtes Dämpfungsvermögen kann nicht erreicht werden.
Die Fig. 3(A) und 3(B) zeigen die Zusammenhänge zwischen dem Kolbenhub und dem Luftdruck, aufgetragen
für unterschiedliche Kolbengeschwindigkeiten. Wenn der Luftdruck, der dem Zylinder 2 zugeführt wird, allmählich
gesteigert wird, dann wird der Kolben 18 axial verschoben und der Druck der aus dem Einlaß-/Auslaßkanal
6 abgegebenen Luft wird allmählich verringert. Wenn der Dämpfungsring 22 in Berührung mit der Dämpfungspackung 10 gelangt, dann strömt die komprimierte Luft
aus der Dämpfungskammer 24 durch den Kanal 14 in den Hohlraum 8, aus dem sie über den Einlaß-/Auslaßkanal 6
nach außen entlassen wird. Die Geschwindigkeit, mit der der Druck der eingeschlossenen Luft abnimmt, wird vom
Zeitpunkt an, zu welchem der Dämpfungsring 22 mit der Dämpfungspackung 10 in Berührung tritt, nicht sehr, verringert.
Bei einer niedrigeren Geschwindigkeit der Kolben
bewegung, wie es in Fig. 3 (A) gezeigt ist, baut sich bei weiterer Steigerung des Kolbenhubes der Dämpfungsdruck schnell auf, wie durch den schraffierten Bereich
dargestellt ist. Dementsprechend entwickelt der pneumatische Zylinder ein ausreichendes Dämpfungsvermögen.
Wenn die Bewegungsgeschwindigkeit des Kolbens 18 gesteigert wird, wie es Fig. 3(B) zeigt, dann wird der
Druck der abgegebenen Luft im Vergleich zum Druck der zugeführten Luft sehr stark verringert. Der Druck der
in der Dämpfungskammer 24 eingeschlossenen Luft ist zum Zeitpunkt, zu dem der Dämpfungsrihg 22 mit der
Dämpfungspackung 10 in Berührung gelangt, ganz niedrig. Der Dämpfungsdruck ist daher im Vergleich zu dem Dämpfungsdruck
nach Fig. 3(A) sehr viel kleiner, so daß das gewünschte Dämpfungsvermögen nicht zur Verfügung gestellt
werden kann. Der Mangel an ausreichenden Dämpfungskräften erlaubt es dem Kolben, unter der
Wirkung großer Trägheitskräfte, gegen den Kopfab-Schluß
gedrückt zu werden, was eine B.eschädigμng des
Kopfabschlusses oder andere unerwünschte Erscheinungen zur Folge hat. In den Fig. 3(A) und 3(B) ist mit ΔΡ
die Differenz zwischen dem Druck der zugeführten Luft und dem Druck, der am Ende des Kolbenhubes abgegebenen
Luft eingezeichnet.
Angesichts der beschriebenen Nachteile der bekannten Einrichtung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen pneumatischen Zylinder anzugeben, der eine Dämpfungsmechanik hat, die auch bei hohen Bewegungsgeschwindigkeiten des Kolbens im Zylinder ausreichende
Dämpfungseigenschaften entwickelt und vermeidet, daß der Kolben gegen den Kopfabschluß schlägt.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Von der Erfindung wird auch ein Verfahren zum Dämpfen eines pneumatischen Zylinders angegeben.
Dies ist Gegenstand des Anspruchs 11. Ausgestaltungen sind Gegenstand zugehöriger Unteransprüche,
Die Erfindung und ihre Merkmale, Ausgestaltungen und Vorteil sollen nachfolgend unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine Teildarstellung im Längsschnitt einer konventionellen Dämpfungsvorrichtung in einem pneumatischen
Zylinder;
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Verhältnisse zwischen einer auf einen Kolben wirkenden Antriebskraft und einer Bremskraft, die von einer
Dämpfungsmechanik in einem Ausmeßsystem erzeugt wird;
Fig. 3(A) und 3(B) graphische Darstellungen des Zusammenhanges zwischen dem Kolbenhub und den.Luftdrücken
in einem System, in welchem der Druck abgegebener Luft für die Dämpfungsmechanik ausgenützt
wird, um eine Dämpfungswirkung hervorzurufen, wobei Fig. 3(A) sich auf eine niedrige Kolbengeschwindigkeit
und Fig. 3(B) auf eine hohe Kolbengeschwindigkeit bezieht;
* 1 Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen pneumatischen
Zylinder mit einer Dämpfungsmechanik nach der.vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 bis 7 im Schnitt Teildarstellungen der Dämpfungsmechanik in einem Abschlußkopf und die Art,
in der ein Kolben arbeitet;
Fig. 8 eine Teildarstellung im Schnitt eines ^O Doppelkolben-Zylinders, in dem ein Dämpfungselement
an-den Kolben anstößt und diesen bewegt;
Fig. 9 zu Vergleichszwecken eine graphische Darstellung der Kolbengeschwindigkeit und Zeit bei einem
Ig konventionellen pneumatischen Zylinder und einem nach
der vorligenden Erfindung zum Zeitpunkt des Betriebsbeginns des Zylinders;
Fig. 10 eine graphische Darstellung des Zusammenhanges zwischen dem Druck und dem Kolbenhub bei einer
konventionellen Dämpfungsmechanik;
Fig. 11 eine graphische Darstellung des Zusammenhanges zwischen ausgewählten Luftdrücken zugeführter
2g Luft und entsprechenden Dämpfungsdrücken bei Dämpfungsmechaniken nach der Erfindung, bei denen der zugeführte
Luftdruck zur Dämpfung des Kolbens herangezogen wird und
„0 Fig. 12 und 13 Teildarstellungen im Schnitt von
pneumatischen Zylindern mit Dämpfungsmechaniken nach anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
Fig. 4 zeigt einen pneumatischen Zylinder 30 nach der vorliegenden Erfindung, bestehend aus einem Zylindergehäuse
32, einem im Zylindergehäuse 32 verschiebbar angeordneten Kolben 3^, einer Kolbenstange 36, die am
einen Ende mit dem Kolben 3^ verbunden ist, der einen
Dichtungsring 37 trägt, der in einer Umfangsnut des
Kolbens 3^ angeordnet ist. Ein Abschlußkopf 38 ist am einen Ende des Zylindergehäuses 32 angebracht und ein von der Kolbenstange 36 durchdrungener Kopf 40 ist am anderen Ende des Zylindergehäuses 32 montiert. Zur
Unterscheidung wird dieser daher nachfolgend Stangenkopf 38 genannt. Das Zylindergehäuse 32 enthält eine erste Wand 42 an seinem einen Ende und eine zweite Wand 44 an seinem anderen Ende. Die erste Wand 42 weist ein Ende 36 auf, das sich axial in den Abschlußkopf 38 erstreckt. Die zweite Wand 44 weist ein Ende 48 auf,
das sich axial in den Stangenkopf 40 erstreckt. Der . Abschlußkopf 38 weist einen Innenraum auf, der die
erste Wand 42 umgibt, und der Stangenkopf 40 weist
Kolbens 3^ angeordnet ist. Ein Abschlußkopf 38 ist am einen Ende des Zylindergehäuses 32 angebracht und ein von der Kolbenstange 36 durchdrungener Kopf 40 ist am anderen Ende des Zylindergehäuses 32 montiert. Zur
Unterscheidung wird dieser daher nachfolgend Stangenkopf 38 genannt. Das Zylindergehäuse 32 enthält eine erste Wand 42 an seinem einen Ende und eine zweite Wand 44 an seinem anderen Ende. Die erste Wand 42 weist ein Ende 36 auf, das sich axial in den Abschlußkopf 38 erstreckt. Die zweite Wand 44 weist ein Ende 48 auf,
das sich axial in den Stangenkopf 40 erstreckt. Der . Abschlußkopf 38 weist einen Innenraum auf, der die
erste Wand 42 umgibt, und der Stangenkopf 40 weist
einen Innenraum auf, der die zweite Wand 44 umgibt.
Zwischen der ersten Wand 42 und einer Endwand 38a
des Abschlußkopfes 38 ist eine erste Kammer 50 ausgebildet, zwischen der zweiten Wand 44 und einer Endwand 40a des Stangenkopfes 40 ist eine zweite Kammer 52 ausgebildet.
Zwischen der ersten Wand 42 und einer Endwand 38a
des Abschlußkopfes 38 ist eine erste Kammer 50 ausgebildet, zwischen der zweiten Wand 44 und einer Endwand 40a des Stangenkopfes 40 ist eine zweite Kammer 52 ausgebildet.
Die erste Wand 42 weist eine zentrische, axial
verlaufende durchgehende Bohrung 42a auf. Ein erstes Dämpfungselement 54 ist axial verschiebbar in der Bohrung 42a angeordnet und erstreckt sich durch die Bohrung. Das erste Dämpfungselement 54 besteht aus einem Schaft 56 und einer Scheibe 58, die integral am einen Ende des Schaftes 56 ausgebildet ist. Eine Ringdichtung 60 ist in eine Rille eingepaßt, die in der die Bohrung 42a begrenzenden Wand ausgebildet ist und liegt ab-
verlaufende durchgehende Bohrung 42a auf. Ein erstes Dämpfungselement 54 ist axial verschiebbar in der Bohrung 42a angeordnet und erstreckt sich durch die Bohrung. Das erste Dämpfungselement 54 besteht aus einem Schaft 56 und einer Scheibe 58, die integral am einen Ende des Schaftes 56 ausgebildet ist. Eine Ringdichtung 60 ist in eine Rille eingepaßt, die in der die Bohrung 42a begrenzenden Wand ausgebildet ist und liegt ab-
Ι dichtend am Umfang des Schaftes 56 an. Eine Ringdichtung
62 ist in eine Umfangsnut der Scheibe 58 angeordnet und liegt an der Innen wand des Endes 46 und einer inneren
Umfangswand des Abschlußkopfes 38 an. Die Scheibe 58
weist in der Mitte eine kreisförmige Vertiefung 64 auf, in der eine erste Schraubenfeder 66 angeordnet
ist, deren Ende sich an der Endwand 38a des Abschlußkopfes 38 abstützt. .Die erste Dämpfungskammer 50
wird daher von der Scheibe 58 in eine Teilkammer 50a zwischen dem Abschlußkopf 38 und der Scheibe 58 und'
eine Teilkammer 50b zwischen der Scheibe 58 und der ersten Wand 42 geteilt.
Ein elastischer Ring 65 ist in einer Seitenwand der Scheibe 58 gegenüber der Teilkammer 50b angeordnet.
Ein Kanal 68 ist zwischen dem Schaft 56 und der Scheibe 58 ausgebildet und stellt eine Fluidverbindung
zwischen den Teilkammern 50a und 50b her. Der Kanal 68 ist nach außen durch einen Kanal 70 belüftet,
der zwischen dem Ende des Zylindergehäuses 32 und dem Abschlußkopf 38 ausgebildet ist, wenn sich
das erste Dämpfungselement 54 in einer vorgeschriebenen Stellung befindet.
Ein abgewinkelter Kanal 72 ist zwischen dem Ende 46 der ersten Wand 62 und einer Innenwand des Abschlußkopfes
38 ausgebildet und steht mit der ersten Dämpfungskammer 50 in Verbindung. Der Abschlußkopf 38
weist eine Ausnehmung 74 auf, in der ein erster Ventilkörper 76 (Differenzdruckventil) mit einer Druckregeleinrichtung
76a angeordnet ist. Der Abschlußkopf 38 w^ist weiterhin eine Vertiefung 78 auf, in der ein
zweiter Ventilkörper 80 (Ablaßventil) mit einer Druckregeleinrichtung
80a einstellbar angeordnet ist. Der erste Ventilkörper 76 und der zweite Ventilkörper 80
sind in unterschiedlichen Wirkungsrichtungen gegen einen Vorsprung 82 gerichtet, der im Abschlußkopf 38 ausgebildet
ist. Die Ventilkörper können auf diesem Vorsprung 82 aufsitzen. Ein Einlaß-/Auslaßkanal 84 ist
zwischen dem Abschlußkopf 38 und dem Zylindergehäuse
32 vorhanden.
Der Stangenkopf 40 ist im wesentlichen in der gleichen Weise ausgebildet wie der Abschlußkopf 38.
Die zweite Wand 44 weist eine Mittenbohrung 44a auf,
durch welche sich ein zweites Dämpfungselement 88 verschiebbar erstreckt. Das zweite Dämpfungselement
besteht aus einem zylindrischen Körper 90 und einer Scheibe 92, die am einen Ende des zylindrischen Körpers
90 in der zweiten Dämpfungskammer 52 angebracht ist. Die Kolbenstange 36 erstreckt sich durch eine
Mittenbohrung 86, die im zylindrischen Körper 90 ausgebildet ist , und durch die Endwand 40a des
Stangengkopfes 40nach außen. Eine Dichtung 94 ist in einer inneren Umfangswandung der Wand 44 in gleitendem
Kontakt mit dem Umfang des zylindrischen Körpers 90 angeordnet. Weiterhin ist eine Dichtung 96 in einer
Ringnut gelegen, die in der Umfangswand der Scheibe ausgebildet ist. Die Dichtung leitet an der Innenwand
des Endes 48 und einer inneren Umfangswand des Stangenkopfes 40 und stellt einen luftdichten Abschluß
dar. Die Scheibe 92 weist in der Mitte eine kreisförmige Vertiefung 98 auf. Ein elastischer Ring 100
ist an einer Seitenwand der Scheibe 92 gegenüber er Wand 44 angeordnet. Eine zweite Schraubenfeder
ist um die Kolbenstange 36 herum angeordnet und stützt sich in der mittleren ringförmigen Vertiefung
98 in der Scheibe 92 und an der gegenüberliegenden Wand des Stangenkopfes 40 ab. Die zweite
Dämpfungskammer 92 wird durch das zweite Dämpfungs-
element 88, genauer gesagt durch die Scheibe 92, in Teilkammern 52a und 52b unterteilt, die miteinander
über einen Kanal 104 in Verbindung stehen, der in der Scheibe 92 ausgebildet ist..Der Kanal 102
steht mit einem Kanal 106 in Verbindung, der zwischen dem Zylindergehäuse 32 und dem Stangenkopf 40 ausgebildet
ist und ist daher nach außen entlüftet, wenn das zweite Dämpfungselement 88 sich in einer vorbestimmten
Stellung befindet.
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Ein abgewinkelter Kanal 108 ist zwischen dem Ende 48 und der Innenwand des Stangenkopfes 40ausgebildet
und steht mit der zweiten Dämpfungskammer in Verbindung. Ein dritter einstellbarer Ventilkörper
112 (Differenzdruckventil) mit einer Druckregeleinrichtung 112a ist in einer Vertiefung 110 angeordnet,
die in dem Stangenkopf 40ausgebildet ist und ein vierter Ventilkörper 116 (Ablaßventil) mit einer
Druckregeleinrichtung 116 ist in einer Ausnehmung angeordnet, die in dem Stangenkopf 40 ausgebildet
ist. Der dritte Ventilkörper 112 und der vierte Ventilkörper 114 sitzen mit unterschiedlichen Wirkungsrichtungen an Ventilsitzen, die an einem Vorsprung 11.8
in dem Kanal 108 ausgebildet sind. Zwischen dem Zylindergehäuse 32 und dem Stangenkopf 40 ist ein
zweiter Einlaß-/Auslaßkanal 120 angeordnet, der über eine Leitung 122 und einen steuerbaren Durchflußbegrenzer
124 mit einem elektromagnetisch . betätigten Richtungsumschaltventil 126 verbunden ist.
.
Der Einlaß-/Auslaßkanal 84 ist ebenfalls mit dem Umschaltventil 126 verbunden, und zwar über eine
Leitung 128 und einen darin angeordneten Durchflußbegrenzer 180. Das Umschaltventil 126 ist mittels
einer Leitung 134 mit einer Druckluftquelle 132 ver-
. 1 bunden.
Der pneumatische Zylinder mit der Dämpfungsmechanik nach der vorliegenden Erfindung ist im wesentlichen in
der obenbeschriebenen Art aufgebaut und seine Wirkungsweise in Bezug auf ein.Dämpfungsverfahren soll nachfolgend
erläutert werden.
Die Wirkungsweise der Dämpfungsmechanik in dem · Abschlußkopf 38 wird nun unter Bezugnahme auf die Fig.5
bis 7 erläutert.
Von der Druckluftquelle 132 zugeführte Druckluft wird durch die Leitung 134 dem elektromagnetisch betätigten
Richtungsumschaltventil 126 zugeführt. Wenn dieses Ventil 126 so betätigt ist, daß die Druckluft
in die Leitung 128 gelangt, dann fließt sie dort durch den Strömungsbegrenzer 130 zum Einlaß-/Auslaßkanal 84,
durch den hindurch sie in das Zylindergehäuse 32 gelangt, wie durch den Pfeil B angedeutet ist, und dort
den Kolben 34 in Richtung des Pfeiles C verschiebt.
Von der durch den Einlaß-/Auslaßkanal 84 einströmenden Luft wird eine Teilmenge abgezweigt, die durch den
Kanal 72 in die erste Dämpfungskammer 50 einströmt, wie durch den Pfeil D verdeutlicht ist. Dabei sitzt
der zweite Ventilkörper 80 auf seinem Ventilsitz, der von dem Vorsprung 82 an dem Ende 46 ausgebildet ist,
während der erste Ventilkörper 76 unter der Wirkung der Druckluft von seinem Ventilsitz abgehoben wird,
wie Fig. 5 zeigt. Der erste Ventilkörper 76 erlaubt daher das Einströmen der Druckluft in die erste Dämpfungskammer
50 unter einem Druck, der von der Druckregeleinrichtung 76a (Fig. 4) bestimmt wird. Die
in die erste Dämpfungskammer 50 eingeströmte Luft
drückt auf die Scheibe 58, so daß das erste Dämpfungsglied
54 im ganzen in Richtung des Pfeiles E in Richtung auf en Kolben 34 verschoben wird. Ein Teil der
Druckluft fließt dabei durch den Kanal 68 in die Teilkammer
50b. Da diese Teilkammer 50b über den Kanal 70 Verbindung nach außen hat, entweicht ein Teil der in
die Teilkammer 50b eingetretenen Luft nach außen.
Wenn das erste Dämpfungsglied 54 so weit verschoben
worden ist, daß der elastische Ring 65 gegen die Seite der ersten Wand 42 gedruckt wird, dann unterbricht
dieser elastische Ring 65 die Verbindung zwischen dem Kanal 68 und dem Kanal. 70, so daß die
über die Leitung 128 zugeführte Druckluft in der Teilkammer 50a eingeschlossen wird. Während dieser Zeit
wird die Kolbenstange 36 zusammen mit dem Kolben 34 in Richtung des Pfeiles C verschoben, bis schließlich
der Kolben 34 an das zweite Dämpfungsglied 88 anstößt.
Wenn der Luftdruck in der zweiten Dämpfungskammer 52 von der Scheibe 92 um etwas über einen
Druck angehoben wird, der von dem Auslaßventil 116 bestimmt ist, dann entweicht die Luft aus der Dämpfungskammer 52 durch den Kanal 108 und den Einlaß-/Auslaßkanal
120. Die Betriebsweise der Dämpfungsmechanik im Stangenkopf 40 ist im wesentlichen die gleiche
wie die folgende Betriebsweise der Dämpfungsmechanik im Abschlußkopf 38 und es wird daher nur die Betriebsweise
der Dämpfungsmechanik im Abschlußkopf 38 im
Detail erläutert.
Wenn das elektromagnetisch betätigte Umschaltventil 126 umgeschaltet wird, um den Kolben 34 in einer
nächsten Stufe zu bewegen, dann gelangt Druckluft von der Druckluftquelle 132 durch die Leitung 134 in die
Leitung 122 und von dort durch den Durchflußbegrenzer
zum Einlaß-/Auslaßkanal 120. Ein Teil der durch diesen
Kanal 120 zuströmenden Luft wird in den Kanal 108 abgezweigt, während der größte Teil der Luft in das Zylindergehäuse
32 einströmt, um den Kolben 34. und die KoI-benstange
36 in Richtung des Pfeiles F zu verschieben, wie es in Fig. 6 dargestellt ist.
Das unter Druck stehende Fluid, das aus den Kolben 34 eingewirkt hat, wird dann in Richtung des Pfeiles G
durch den Einlaß-/Auslaßkanal 84 abgegeben, wobei das in dem Kanal 72 stehende Druckfluid teilweise
aus dem Einlaß-/Auslaßkanal 84, der offen ist, ausfließt. Das in der ersten Dämpfungskammer 50 eingeschlossene Druckfluid kann jedoch nicht ausströmen.
Der erste Ventilkörper 76 wird nämlich unter dem Druck der ausreichend komprimierten Luft in der ersten
Dämpfungskammer 50 fest gegen seinen Ventilsitz am Vorsprung 82 und einer Innenwand des Abschlußkopfes 38
gedrückt. Der zweite Ventilkörper 80, der von der Druckregeleinichtung 80a so voreingestellt ist, daß er
unter einem Druck arbeitet, der höher ist als der Druck des zugeführten Druckfluides, sitzt unter der
Wirkung der Druckregeleinrichtung 80a auf seinem Ventilsitz. Da das erste Dämpfungsglied 54 den elastisehen
Ring 65 gegen die erste Wand 42 drückt, kann der Kanal 68 nicht mit dem Kanal 70 in Verbindung
treten. Als Folge davon findet die in der ersten Dämpfungskammer 50 eingeschlossene Druckluft keinen
Weg nach außen. ■ -
Sodann werden der Kolben 34 und die Kolbenstange
36 weiter in Richtung des Pfeiles G verschoben, wie Fig. 7 zeigt, bis der Kolben 34 an das erste Dämpfungsglied
54 anstößt und dieses in Richtung des Pfeiles verschiebt. Als Folge davon wird der elastische Ring
von der ersten Wand 42 abgehoben, womit eine Verbindung zwischen den Kanälen 68 und 70 hergestellt wird.
Die in der ersten Dämpfungskammer SOeingeschlossene Druckluft kann nun teilweise durch die Kanäle 68 und 70 entweichen.
Gleichzeitig steigt jedoch der Luftdruck in der Teilkammer 50a durch die Verschiebung des aasten
Dämpfungsgliedes 54 in Richtung des Pfeiles I beachtlich
an. Wenn der in der Teilkammer 50a aufgebaute .' Luftdruck den am zweiten Ventilkörper 80eingestellten
Druck übersteigt, dann wird der zweite Ventilkörper 80 von seinem Ventilsitz abgehoben, so daß die komprimierte
Luft in Richtung des Pfeils J entweichen kann. Die Druckluft strömt dann durch den Kanal 72 und den
Einlaß-/Auslaßkanal 84 nach außen ab. Das erste Dämpfungselement 54 wird vom Kolben 34 kontinuierlich
in Richtung des Pfeiles I gegen die Rückstellkraft der
Schraubenfeder 66 verschoben. Wenn das erste Dämpfungseiement
54 eine vorbestimmte Stellung erreicht, steht die erste Dämpfungskammer 50 schließlich unter atmosphärischem
Druck, da die Teilkammern 50a und 50b über den Kanal 68 miteinander in Verbindung stehen und mittels
des Kanales 70 .eine Verbindung zur Atmosphäre besteht.
Wie festgestellt, wird das erste 54 von dem Kolben 34 gestoßen, um de
ersten Dämpfungskammer 50 eingeschlo steigern. Sobald die Kolbenverschieb stimmtes Ausmaß erreicht hat, entwei
dem Einlaß-/Auslaßkanal 84, während von der Druckregeleinrichtung 80a , Ventilkörper 80 wirkt, reguliert wir
Vorgangs wird die kinetische Energie sanft herabgesetzt. Im gleichen Umfa Dämpfungsglied 54 verschoben wird, w
Dämpfungsglied
Druck der in der senen Luft zu ' ng ein vorbeht Druckluft aus
er Luftdruck ie auf den zweiten
Während dieses des Kolbens 34 ge, wie das hrend die Luft
durch die Kanäle 68 und 70 ausströmt, und die komprimierte
Luft schnell unter der Ablaßwirkung des zweiten Ventilkörpers 80 nach außen strömt, wird das erste
Dämpfungselement 54 daran gehindert, auf den Kolben
einen harten Schlag auszuüben. An einem Hubende des Kolbens 34 kann dessen kinetische Energie im wesentlichen
auf Null herabgesetzt werden. Die Dämpfungsmechanik kann verschiedenartigste Dämpfungseigenschaften
bereitstellen, die verschiedenen Geschwindigkeiten einer hin- und hergehenden Bewegung des Kolbens
34 Rechnung tragen, indem die Druckregeleinrichtungen
76a und 80a der ersten und zweiten Ventilkörper 76 und 80 entsprechend der Bewegungsgeschwindigkeiten
• des Kolbens 34 eingestellt werden.
Nach Abschluß der Bewegung nach Fig. -7 wird das ' ·
Richtungsumschaltventil 126 umgeschaltet, um Druckluft durch die Leitung 128 und den Durchflußbegrenzer
130 dem Einlaß-/Auslaßkanal 84 zuzuführen. Die Druckluft schiebt dann den Kolben 34 wieder in Richtung
des Pfeiles C, wie in Fig. 5 gezeigt. Dabei wird ein Teil der Luft durch den Kanal 72 und über den ersten
Ventilkörper 76 in die erste Dämpfungskammer 50 abgezweigt. Das erste Dämpfungsglied 54 wird daher in
Richtung des Pfeiles E in die Position nach Fig. 5 unter der Wirkung des Luftdrucks und der Rückstellkraft
der Schraubenfeder 66 verschoben. Bei dieser Rückkehrbewegung drückt das erste Dämpfungsglied 54
auf den Kolben 34 und dieser wird davon in Richtung des Pfeiles K (Fig. 8) verschoben, bis der elastische
Ring 65 die Wand 42 erreicht. Gleiches spielt .sich während eines Dämpfungstaktes ab. Das erste Dämpfungsglied
54 und der Kolben 34 bilden somit zusammen einen Doppelkolben-Zylinder.
Es sei nun in Fig. 8 angenommen, daß das Zylindergehäuse 32 eine innere Querschnittsfläche 0D1 aufweist,
und daß die erste Dämpfungskammer 50 ebenfalls einen inneren Querschnitt von 0D. hat. Das erste Dämpfungsglied
54 habe eine Querschnittsfläche 0D2, der Kolben
34 sei einem Fluiddruck P1 unterworfen und die Scheibe
58 des ersten Dämpfungsgliedes 54 sei einem Fluiddruck
Pp unterworfen. Wenn der Kolben 34 und das
Dämpfungsglied 54 zusammen verschoben werden, dann ist die Querschnittsfläche des Kolbens 34, auf die
der Fluiddruck P1 wirkt, gleich der Q.uerschnittsfläche
0D. minus der Qurschnittsfläche 0D? des dagegengedrückten
Dämpfungsgliedes 54. Da jedoch die Scheibe 58 mit ihrer Querschnittsfläche 0D1 gleichzeitig dem
Druck P2 unterworfen ist, wje er von der Druckregeleinrichtung
76a des ersten Ventilkörpers 76 vorgegeben ist, erzeugt der Kolben 34 eine größere Kraft als
wenn nur der Druck P1 auf seinen Querschnitt 0D1 wirken
würde, sofern P? größer ist als P1 (D2ZD1) . Die
Dämpfungsmechanik nach der vorliegenden Erfindung kann daher einen Verstärkungseffekt zur Erzeugung einer
größeren Kraftabgabe im Beginnzeitpunkt im Vergleich zu dem konventionellen Einfachkolben-Zylinder nach
Fig. 1 hervorbringen. Es ist daher mit der Anordnung nach der Erfindung möglich zu verhindern, daß der
Kolben 34 mit Verzögerung anspricht. Dieser .Verstärkungseffekt
wird detaillierter unter Bezugnahme auf Fig. 9 erläutert.
Wie Fig. 9 zeigt, benötigt ein konventioneller Zylinder eine gewisse Zeit (T1 + T2), damit eine
Kolbengeschwindigkeit V. erreicht wird, wie mit gestrichelten Linien dargestellt ist. Ein Zylinder
mit einer Dämpfungsmechanik nach der vorliegenden Erfindung benötigt jedoch nur eine Zeit T2, bis der
-yr-
Kolben dieselbe Geschwindigkeit V- erreicht. Dementsprechend
kann der' Zylinder nach der vorliegenden Erfindung die Zeit, die benötigt wird, damit der Kolben
die Geschwindigkeit V. erreicht, um wenigstens T' im Vergleich zum herkömmlichen Zylinder verringern,
wenn man den Zylinder in Betrieb setzt.
Mit. der Anordnung nach der Erfindung, wie sie oben beschrieben wurde, erzeugt die Dämpfungsmechanik
einen Dämpfungsdruck zum Erzielen eines gewünschten Dämpfungsvermögens, der sich auf den Druck zugeführter
Luft gründet, der im allgemeinen größer ist als der der ausgelassenen Luft, anstelle hierzu den Druck abfg'elassener
Luft heranzuziehen. Das Dämpfungsvermögen ist in einem großen Bereich erzielbar, da die gewünschten
Dämpfungsdrücke durch Einstellung der Druckregeleinrichtung 76a des Differenzdruckventils 76 für
die Zuführluft eingestellt werden können. Aus diesem Grunde hat die Dämpfungsmechanik nach der Erfindung
den Vorteil, daß man das Dämpfungsvermögen viel einfacher entsprechend der kinetischen Energie des sich
hin- und herbewegenden Kolbens einstellen kann.
Bei der konventionellen Dämpfungsmechanik wird der Dämpfungsdruck, wie Fig. 10 zeigt, von dem Druck der
abgelassenen Luft bestimmt. Selbst wenn der maximale Druck P„ der abgelassenen Luft sehr hoch ist, wird
die Zeit, in der der Dämpfungsdruck erzeugt wird, vom Kolbenhub bestimmt, wobei der Dämpfungsdruck
bei PQ anzusteigen beginnt.
Bei der vorliegenden Erfindung kann durch Auswahl eines Drucks P. der zugeführten Luft auch dann, wenn
der Druck der abgelassenen Luft sich mit konstanter Geschwindigkeit verändert, ein Dämpfungsdruck P11 er-
zeugt werden. Ebenso kann ein Dämpfungsdruck Pp1 erzeugt
werden, wenn man den Druck der zugeführten Luft auf P? einstellt. Ein Dämpfungsdruck PSMav kann erzeugt werden,
indem man einen höchsten Druck P„ der zugeführten Luft wählt. Man sieht hieraus, daß ein großer Bereich von
Dämpfungsdrücken zur Verfugung steht. Da die Quelle der Dämpfungskräfte der Druck der zugeführten Luft anstelle
des Drucks der abgeleiteten Luft ist, kann ein beachtlich breiter Bereich von Betriebsgeschwindigkeiten
des Kolbens abgedeckt werden durch einen entsprechend eingestellten Druckpegel, während die mechanischen
Elemente der Dämpfungsmechanik mit ihren vorgegebenen Größen unverändert bleiben. Bislang war es üblich,
den verschiedenen Aufgaben durch Bereitstellung unterschiedlicher Dämpfungsmechaniken Rechnung zu tragen.
Die Dämpfungsmechanik nach der vorliegenden Erfindung ist in ihrem Anwendungsgebiet jedoch vielseitig und
universell, sie kann kompakt aufgebaut sein oder in Massenproduktion hergestellt werden.
Fig. 12 zeigt eine Dämpfungsmechanik gemäß einer
anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gleiche oder entsprechende Teile der Ausführungsform
nach Fig. 12 sind mit gleichen oder entsprechenden Bezugszeichen des vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiels
dargestellt.
Der erste Ventilkörper 76 der vorangehend beschriebenen Ausführungsform ist hier durch ein Rückschlagventil
200 ersetzt, dem keine Druckregeleinrichtung zugeordnet ist. Dieses Ventil wirkt daher
nicht als Differenzdruckventil. Der dritte Ventilkörper 112 des vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist ebenfalls durch ein Rückschlagventil
ersetzt, das keine Druckregeleigenschaften hat und
daher ebenfalls kein Differenzdruckventil ist. ■
Bei dieser Ausführungsform ergibt sich beim Einströmen der Druckluft in die Dämpfungskammern 50a und
52a (Fig. 4) an den Rückschlagventilen kein wesent- .· licher Druckverlust. Der tatsächlich auftretende
Druckverlust ist fest und gering. Die Dämpfungselemente 54 und 88 können daher allein unter dem Druck
der zugeführten Luft in die Position nach Fig. 5 zurückbewegt werden, mit der Folge, daß die Schraubenfedern
66-und.102 (Fig. 4) entbehrlich sind. Die
Druckregelung wird durch die Druckregeleinrichtungeh 80a und 116a der Ablaßventile 80 und 116 durchgeführt.
Der pneumatische Zylinder nach Fig. 12 kann in begrenzten Anwendungsfällen, bei denen-der Zylinder
in einem gewissen Bereich hoher Geschwindigkeiten betrieben wird, eingesetzt werden. Die Dämpfungsmechanik
ist viel einfacher und kann billiger hergestellt werden und die Druckregelung kann vereinfacht werden.
Fig. 13 zeigt eine Dämpfungsmechanik nach einer
dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Gleiche oder entsprechende Teile dieser Ausführungsform sind wiederum mit den entsprechenden Bezugszeichen
der vorangehenden Ausführungsformen bezeichnet.
Der Vorsprung 82 in den vorangehend beschriebenen Ausführungsformen ist hier durch einen abgewinkelten
Vorsprung 300 ersetzt, der zwischen dem Kanal 72 und der Kammer 50 angeordnet ist. Der zweite Ventilkörper
80 ist zwischen einem abgewinkelten Abschnitt des Vorsprungs 300 und dem Ende 46 gelegen. Ein Strömungsbegrenzungsventil
304 ist ebenfalls zwischen dem Vorsprung 300 und dem Ende 46 angeordnet. Der Spangenkopf 40 ist von gleicher Konstruktion.
Die Anordnung nach Fig. 13 ist für solche Anwendungsfälle
gedacht, bei denen der Kolben sich mit kleinen Geschwindigkeiten bewegt. Während die Dämpfungsmechanik
nach der Erfindung in der Hauptsache dafür gedacht ist, unter Bedingungen eingesetzt zu werden,
bei denen das Dämpfungsvermögen der konventionellen Dämpfungsmechaniken überschritten wird, soll doch die
Dämpfungsmechanik nach der Erfindung auch in solchen Gebieten eingesetzt werden können, denen die konventionellen
Dämpfungseinrichtungen gewachsen waren. In den zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist das
Ablaßventil 80 dazu bestimmt, die Druckluft aus der Kammer 50 abzulassen. Das Ablaßvermögen des einfachen
Strömungsbeßrenzungsventils 304 it bei geringer kinetischer
Energie des Kolbens .iedoch ausreichend.
Das Strömungsbegrenzungsventil 304 kann eine Druckablaßwirkung für niedrige kinetische Energie des Kolbens
hervorrufen, während das Ablaßventil 80 auf einen niedrigen Druckwert eingestellt wird, und es ist möglich,
die Ablaßwirkung auf niedrige kinetische Energie einzustellen.
Die Doppelanordnung durch das Ablaßventil 80 und das Strömungsbegrenzungsventil 304 nach Fig. 13
kann sowohl einen Bereich abdecken, dem auch die konventionelle Dämpfungsmechanik genügt, als auch einen
Bereich, der darüberhinausgeht und von den zuvor beschriebenen Anordnungen abgedeckt wird. Die Dämpfungsmechanik nach Fig. 13 kann daher einem breiteren
Betriebsbereich genügen.
Claims (12)
1. Pneumatischer Zylinder mit einer Dämpfungsmechanik, gekennzeichnet durch:
(a) ein Zylindergehäuse (32) mit einer ersten Dämpfungskammer (50) an seinem einen Ende und einer
zweiten Dämpfungskammer (52) an seinem gegenüberliegenden Ende und ersten und zweiten Einlaß-/Auslaßkanälen
(84,120) an seinen Enden, die jeweils mit der zugehörigen Dämpfungskammer (50,52) über erste und zweite
Luftkanäle (72,108) in Verbindung stehen,
(b) einen Kolben (34), der verschiebbar im Zylindergehäuse (32) angeordnet ist,
(c) ein erstes Dämpfungseleraent (54), das verschiebbar
in der ersten Dämpfungskammer (50) angeordnet ist und sich gegen den Kolben (34) erstreckt,
um von diesem gestoßen zu werden,
(d) ein zweites Dämpfungselement (88), das verschiebbar in der zweiten Dämpfungskammer (52) angeordnet
ist und sich gegen den Kolben (3*0 erstreckt,
um von diesem gestoßen zu werden,
(e) eine Druckluftquelle (132), die mit den ersten
und zweiten Einlaß-/Auslaßkanälen (84,120) über ein gemeinsames Richtungsumschaltventil (126) verbunden ist,
j5 (f) einen ersten Ventilkörper (76), der in dem
ersten Luftkanal (72) angeordnet ist, um einen Luftdruck von der Druckluftquelle (132) einzustellen
und den eingestellten Luftdruck in die erste Dämpfungskammer (50) einzuleiten, um das erste Dämpfungs-
elemnt (54) zu verschieben,
(g) einen zweiten Ventilkörper (80), der in dem ersten Luftkanal (72) angeordnet ist, um komprimierte
Luft aus der ersten Dämpfungskammer (50) zum ersten Einlaß-/Auslaßkanal (84)zu entlassen, wenn der Druck
der in der ersten Dämpfungskammer (50) von dem unter der Wirkung des Kolbens (34) verschobenen ersten
Dämpfungselement (54) komprimierten Luft einen vorbestimmten
Wert übersteigt,
(h) einen dritten Ventilkörper (112) in dem zweiten Luftkanal (108) zum Einstellen eines Luftdrucks
von der Druckluftquelle (132) und Zuführen des eingestellten Luftdrucks in die zweite Dämpfungskammer
(82), um das zweite Dämpfungselement (88) zu verschieben , und
(i) einen vierten Ventilkörper (116), der in dem zweiten Luftkanal (108) angeordnet ist, um komprimierte
Luft aus der zweiten Dämpfungskammer (92) zum zweiten Einlaß-/Auslaßkanal (120) zu entlassen, wenn der Druck
der in der zweiten Dämpfungskammer (52) von dem unter der Wirkung des Kolbens (3*0 verschobenen zweiten
Dämpfungselements (88) komprimierten Luft einen vorbestimmten Wert übersteigt.
2. Pneumatischer Zylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet , daß eine
Kolbenstange (36) mit einem Ende an dem Kolben (34)
befestigt ist, das erste Dämpfungselement (54)
einen Schaft (56) zur Berührung mit einer Endfläche des Kolbens (34) und eine Scheibe (58) aufweist, die in der ersten Dämpfungskammer (50) angeordnet ist und sich mit dem Schaft (56) bewegt, das erste
Dämpfungselement (54) durch ein in der ersten
Dämpfungskammer (50) angeordnetes Druckglied (66) normalerweise in Richtung auf den Kolben (34) gedrückt ist, daß das zweite Dämpfungsglied (88)
einen zylindrischen Körper (90) zur Anlage an die gegenüberliegende Endfläche des Kolbens (34) aufweist, wobei die Kolbenstange (36)' sich durch den Zylinder (90) erstreckt, daßsich eine Scheibe (92) innerhalb der zweiten Dämpfungskammer (52) zusammen mit dem zylindrischen Körper (90) bewegt, und daß das zweite Dämpfungselement (88) durch ein in der zweiten Dämpfungskammer (52) angeordnetes Druckglied
einen Schaft (56) zur Berührung mit einer Endfläche des Kolbens (34) und eine Scheibe (58) aufweist, die in der ersten Dämpfungskammer (50) angeordnet ist und sich mit dem Schaft (56) bewegt, das erste
Dämpfungselement (54) durch ein in der ersten
Dämpfungskammer (50) angeordnetes Druckglied (66) normalerweise in Richtung auf den Kolben (34) gedrückt ist, daß das zweite Dämpfungsglied (88)
einen zylindrischen Körper (90) zur Anlage an die gegenüberliegende Endfläche des Kolbens (34) aufweist, wobei die Kolbenstange (36)' sich durch den Zylinder (90) erstreckt, daßsich eine Scheibe (92) innerhalb der zweiten Dämpfungskammer (52) zusammen mit dem zylindrischen Körper (90) bewegt, und daß das zweite Dämpfungselement (88) durch ein in der zweiten Dämpfungskammer (52) angeordnetes Druckglied
(102) normalerweise gegen den Kolben (34) gedrückt ist.
3. Pneumatischer Zylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß er
einen Abschlußkopf (38) aufweist, der am einen Ende des Zylindergehäuses (32) befestigt ist, daß eine
erste Wand (42) in dem Zylindergehäuse (32) befestigt ist, die ein gegen den Abschlußkopf (38)gerichtetes
Ende hat, daß die erste Dämpfungskammer (50) von dem Abschlußkopf (38), der ersten Wand (42)
und dem genannten Ende an der ersten Wand (42)begrenzt ist, daß am anderen Ende des Zylindergehäuses
ein Stangenkopf (40) befestigt ist, daß eine zweite Wand (44) im Zylindergehäuse (32) angeordnet ist,
die ein gegen den Stangenkopf (40) gerichtetes Ende aufweist, und daß die zweite Dämpfungskammer (88)
von dem Stangenkopf (40), der zweiten Wand (44) und dem an dieser ausgebildeten Ende begrenzt ist.
4. Pneumatischer Zylinder nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,, daß die
Druckglieder, die auf die ersten und zweiten Dämpfungselemente (54,88) einwirken, Schraubenfedern (66,102)
sind .
5. Pneumatischer Zylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten und dritten Ventilkörper (76, 112) druckeinstellbare Differenzdruckventile sind
und daß die zweiten und vierten Ventilkörper (80,116) druckeinstellbare Ablaßventile sind.
6. Pneuamtischer Zylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten und dritten Ventilkörper (76, 112) Rückschlagventile sind.
*
7. Pneumatischer Zylinder nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die zweiten und vierten Ventilkörper (80, 116)
Begrenzungsventile sind.
5
5
8. Pneumatischer Zylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten und zweiten Dämpfungselemente (54, 88) Scheiben (58, 92) aufweisen, die die ersten
und zweiten Dämpfungskammern (50, 52) im wesentlichen
jeweils in zwei. Teilkammern (50a, 50b; 52a, 52b)
teilen, wobei jede Scheibe (58, 92) einen Kanal (68, 104) aufweist, der eine Verbindung zwischen den zwei Teilkammern (50a, 50b; 52a,52b) herstellt.
teilen, wobei jede Scheibe (58, 92) einen Kanal (68, 104) aufweist, der eine Verbindung zwischen den zwei Teilkammern (50a, 50b; 52a,52b) herstellt.
9. Pneumatischer Zylinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils
eine der zwei Teilkammern (50b,52b) einen ins Freie
führenden Kanal (70, 106) aufweist.
eine der zwei Teilkammern (50b,52b) einen ins Freie
führenden Kanal (70, 106) aufweist.
10. Pneumatischer Zylinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß auf den
Scheiben (58, 92) jeweils ein elastischer Ring (65,
100) angeordnet ist, der die Verbindung zwischen den die zwei Teilkammern (50a, 50b; 52a, 52b) verbindenden Kanal (68, 104) mit dem Entlüftungskanal (70, 106) unterbricht, wenn das betreffende Dämpfungselement
(54, 88) gegen den Kolben (34) verschoben ist.
Scheiben (58, 92) jeweils ein elastischer Ring (65,
100) angeordnet ist, der die Verbindung zwischen den die zwei Teilkammern (50a, 50b; 52a, 52b) verbindenden Kanal (68, 104) mit dem Entlüftungskanal (70, 106) unterbricht, wenn das betreffende Dämpfungselement
(54, 88) gegen den Kolben (34) verschoben ist.
11. Verfahren zum Dämpfen eines pneumatischen
Zylinders mit einem Zylindergehäuse, das einen
gleitbar darin geführten Kolben aufnimmt, an dem
eine Kolbenstange befestigt ist, wobei das Zylindergehäuse eine Dämpfungskammer aufweist, in der ein
Zylinders mit einem Zylindergehäuse, das einen
gleitbar darin geführten Kolben aufnimmt, an dem
eine Kolbenstange befestigt ist, wobei das Zylindergehäuse eine Dämpfungskammer aufweist, in der ein
Dämpfungselement verschiebbar angeordnet ist, das
mit dem Kolben in Berührung treten kann, und einem Ventilkörper, der mit der Dämpfungskammer in Verbindung
steht, gekennzeichnet durch:
(a) Zuführen von Druckluft von einer Druckluftquelle in den pneumatischen Zylinder und Hin- und Herbewegen des Kolbens und der Kolbenstange,
(b) Einführen einer von der Druckluft abgezweigten Luftströmung in die Dämpfungskammer und gleichzeitiges
Verschieben des Dämpfungselements,
(c) in stoßenden Eingriff-Bringen des Kolbens mit dem Dämpfungselement in Abhängigkeit der Hin-
und Herbewegung des Kolbens und der Kolbenstange, um in der Dämpfungskammer gespeicherte Luft zu komprimieren
und
(d) Ablassen der komprimierten Luft aus der Dämpfungskammer durch den Ventilkörper aus dem
Zylindergehäuse heraus, um dadurch den Kolben zu dämpfen.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch g e kennzeichnet, daß die in die Dämpfungskammer eingeführte Luftströmung dem Druck nach durch
einen druckeinstellbaren Ventilkörper eingestellt wird.
13- Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch g ekennzeichnet, daß das in Abhängigkeit
der Hin- und Herbewegung des Kolbens und der Kolbenstange verschobene Dämpfungselement einen Kanal
öffnet und schließt, der die Dämpfungskammer nach außen entlüftet.
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