DE3431239A1 - Sicherheitsetikett zum nachweis des unbefugten oeffnens einer verpackung - Google Patents
Sicherheitsetikett zum nachweis des unbefugten oeffnens einer verpackungInfo
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Description
- Sicherheitsetikett zum Nachweis des unbefugten öffnens
- einer Verpackung Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsetikett nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Als Verpackungen kommen unter anderem in Betracht: Faltschachteln mit Steckverschluß, Faltschachteln mit Stülpdeckel, Schiebeschachteln, Flaschen und Tuben mit Schraubverschlüssen, Tablettenröhrchen mit Eindrückverschlüssen.
- Blisterpackungen mit Siegelfolien.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Sicherheitsetikett dieser Art anzugeben, das bei Entfernen die Verpackung an ihrer Oberfläche nachweisbar zerstört und/oder sich selbst irreversibel aufteilt und ein Wiederanhaften im ursprünglichen Zustand unmöglich macht und so einen Nachweis an Manipulationen quantitativer oder qualitativer Art am verpackten Frodukt erkennen läßt.
- Die Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegeben.
- Wird versucht, ein solches Etikett von der Verpackung zu entfernen, so wird, je nachdem, ob die Stärke der Klebkraft der ersten Klebstoffschicht gröBer oder kleiner ist als die Stärke der Klebkraft der zweiten Klebstoffschicht, die Oberfläche des Verpackungsmaterials beschädigt oder das zweite (obere) von dem ersten (unteren) Etikettenmaterial praktisch irreversibel getrennt.
- Um eine-Manipulation an den Klebstoffschichten entdecken zu können, sind die Klebstoffschichten bevorzugtgemäß Anspruch 2 ausgebildet.
- Eine Manipulation am Etikett wird auch erkennbar, wenn es entsprechend Anspruch 3 ausgebildet ist.
- Gleiches gilt, wenn gemäß Anspruch 4 vorgegangen wird.
- Die Lehren der Ansprüche 2 bis 4 gestatten auch, das Etikett weitgehend fälschungssicher zu machen.
- Besonders bevorzugte Materialien für die Etiekttenmaterialien und die Klebstoffschichten sind in den Ansprüchen 5 bis 8 angegeben.
- Ein maschinelles Aufbringen der Etiketten auf die Verpackungen wird durch Anspruch 9 erleichtert. Dabei hat sich besonders ein Träger gemäß Anspruch 10 bewährt.
- Die Erfindung wird im folgenden an Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
- Fig. 1 zeigt die Schichtfolge eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sicherheitsetiketts.
- Fig. 2 zeigt schematisch eine Anlage zum Aufbringen der erfindungsgemäß ausgebildeten Sicherheitsetiketten auf einen Träger.
- Fig. 3 zeigt das Verhalten eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sicherheitsetiketts beim Ablösen von einer Verpackung.
- Fig. 4 zeigt schematisch die Untersuchung eines erfindungsgemäß ausgebildeten Sicherheitsetiketts auf-Echtheit oder Beschädigung.
- Die Fig. 5 und 6 zeigen Schäden auf, die beim Ablösen eines erfindungsgemäB ausgebildeten Etiketts auftreten.
- Fig. 7 zeigt einen mit einem Sicherheitsetikett versehenen Schraubverschluß an einer Flasche.
- Fig. 8 zeigt einen mit einem Sicherheitsetikett versehenen Eindrückverschluß. (Verschlußstopfen) an einem Tablettenröhrchen.
- Fig. 9 und 10 zeigen das Nachstraffen einer Stecklasche an einer Faltschachtel mittels eines Sicherheitsetiketts.
- Das Sicherheitsetikett weist eine untere, von einem Träger 2 abzulösende und auf eine Verpackung aufzubringende erste Klebstoffschicht 4 auf der Unterseite eines ersten Etikettenmaterials 6 auf, auf dessen Oberseite über eine zweite Klebstoffschicht 8 ein zweites Etikettenmaterial 10 aufgebracht ist. Die Stärke der Klebkraft der ersten Klebstoffschicht 4 zwischen der Verpackung und dem ersten Etikettenmaterial ist verschieden von der Stärke der Klebkraft der zweiten Klebstoffschicht 8 zwischen dem ersten Etikettenmaterial 6 und dem zweiten Etikettenmaterial 1o gewählt.
- Wenigstens eine der Klebstoffschichten 4, 8 weist bereichsweise unterschiedliches Verhalten aegenüber Bestrahlung mit Licht, chemischen Reagenzien und/oder Lösungsmitteln auf, so daß sich bei einer solchen Behandlung ein Muster zeigt, daß mit einem Originalmuster zur Aufdeckung von Beschädigungen oder Fälschungen verglichen werden kann.
- Auf dem ersten Etikettenmaterial 6 befindet sich ein Druckbild 12, das ebenfalls und aus den gleichen Gründen bereichsweise unterschiedliches Verhalten gegenüber Bestrahlung mit Licht, chemischen Reagenzien und/oder Lösungsmitteln aufweist.
- Um zu erreichen, daß das erste Etikettenmaterial 6 beim unbefugten Ablösen des Etiketts in nicht wieder zusammensetzbare Teile zerfällt, ist das erste Etikettenmaterial 6 bis zur ersten Klebstoffschicht 4 mit einer musterförmigen Stanzung 14 versehen.
- Das erste Etikettenmaterial 6 besteht aus Zellulose-Azetat, EPVC, OPP, PE oder PETP geringer Weiterreißfestigkeitmit einer Stärke von 10ßm bis 80Um. Ist ein solches Etikettenmaterial erst einmal eingerissen, reißt es auch bei geringem Kraftaufwand weiter und ist nicht wieder zusammensetzbar.
- Damit das Etikett fest an der Verpackung klebt,besteht die erste Klebstoffschicht 4 aus einem Haftkleber hoher Anfangshaftung.
- Da im vorliegenden Beispiel ein Druckbild 12 vorliegt, das von außen betrachtet werden soll, besteht das zweite Etikettenmaterial 1o aus transparentem Zellulose-Azetat, OPP (orientiertem Polypropylen), HPVC oder PETP und die zweite Klebstoffschicht 8 aus Kaschierlack.
- Um ein Etikett leicht von dem Träger 2 lösen zu können, befindet sich auf der Oberseite des Trägers 2 eine Trennschicht 16 in Form einer Festsilikonschicht als Trennmittel für die erste Klebstoffschicht 4. Der Träger 2 besteht im vorliegenden Beispiel aus einer hochverdichteten Papierschicht 18 mit einer aufkaschierten oder aufextrudierten PE-Schicht oder auch aus einer transparenten Polyester-Folie.
- Schematisch ist eine Etikettenstanze 22 dargestellt, die zeigt, wie ein Etikett von dem umgebenden Etikettenmaterial bei der Herstellung getrennt wird.
- Fig. 2 zeigt das von einer Rolle 30 bei der Herstellung abgewickelte Grundmaterial, bestehend aus den Schichten 2 (18 und 20), 16, 4 und 6 nach Fig. 1. Dieses Grundmaterial läuft durch ein Druckwerk 34, in dem es mit den Druckbildern 12 nach Fig. 1 versehen wird. Anschließend läuft es durch ein Stanzwerk 36, in dem die Stanzungen 14 nach Fig. 1 vorgenommen werden. Daraufhin wird mit Auftragswalzen 38 eine Kaschierfolie 40 auf das Grundaterial 32 aufgebracht, die die Schichten 8 und 1o nach Fig.
- 1 aufweist. Die Kaschierfolie 40 wird hierzu von- einer Rolle 42 abgewickelt und läuft zwischen Führungsrollen 44 über eine Umlenkrolle 46 zu den Auftragrollen 38.
- Anschließend läuft das derart gebildete Verbundmaterial 32, 40 durch eine Etikettenstanze 48, in der die Stanzen 22 gemäß Fig. 1 wirksam werden.
- Das außerhalb der ausgestanzten Etiketten liegende gitterförmige Etikettenmateral 5o wird anschließend über eine Rolle 52 abgezogen und auf eine Rolle 54 aufgewickelt.
- Der Träger 2 mit den auf ihm befindlichen Etiketten 56 wird schlIeßlich auf eine Rolle 58 aufgewickelt.
- Fig. 3 zeigt, wie ein erfindungsgemäß ausgebildetes Etikett 56 beim Ablösen von einer Verpackung 58 teilweise zerstört wird. Da das erste Etikettenmaterial 6 stärker an dem zweiten Etikettenmaterial lo haftet als an der Verpackung 58, die Haftfähigheit des ersten Etikettenmaterials 6 durch die Klebkraft der Klebstoffschicht 4 auf der Verpackung 58 aber größer ist als die Festigkeit des Verpackungsmaterials, werden beim Ablösen Bereiche 60 aus der Oberfläche des Verpackungsmaterials 58 mitgenommen. Die derart versehrten Oberflächenbereiche 62 des Verpackungsmaterials sind ohne weiteres erkennbar.
- Fig. 4 zeigt ein um eine Kante 60 einer Verpackung 62 geklebtes Etikett 64, das mit einer Lampe 66 bestrahlt wird. Ein Muster "ABC", das normalerweise auf dem Etikett 64 unsichtbar ist, wird durch die Bestrahlung mit der Lampe 66 sichtbar, beispielsweise dadurch, daß das Etikett 64 mit einer Schicht unsichtbarer oder unterschiedlich reflektierender Farben versehen ist, unterschiedlich lumineszierender oder unterschiedlich polarisierender Bereiche.
- Fig. 5 zeigt ein um eine Kante 70 einer Verpackung 72 teilweise abgelöstes Etikett 74, das Bereiche 76 der Oberfläche der Verpackung 72 mitgenommen hat, so-daß die dort beschädigten Oberflächenbereiche 78 leicht erkennbar sind.
- Fig. 6 zeigt ein um eine Kante 80 einer Verpackung 82 geklebtes Etikett 84, das teilweise abgelöst ist und von dem einerseits ein Bereich 86 aus der Oberfläche der Verpackung 82 mitgenommen ist und von dem andererseits Klebstoffbereiche 88, 9o der ersten Klebstoffschicht (4 in Fig. 1) auf der Verpackung 82 haften geblieben sind. In dem Bereich 9o ist das Muster des Buchstabens "B" in der beschriebenen Weise identifizierbar.
- Die Fig. 7 bis 9 zeigen bevorzugte Anwendungen des Sicherheitsetiketts, wenn wenigstens eines der beiden Etikettenmaterialien, vorzugsweise aber beide Etikettenmaterialien aus einer schrumpfbaren, bevorzugt durch Wärmeeinwirkung schrumpfbaren Kunststoffolie bestehen. Fig. 7 zeigt eine Flasche mit einem Schraubverschluß, die teilrundum mit einem Sicherheitsetikett versehen ist. Statt dessen kann das Sicherheitsetikett auch vollSundun den Schraubverschluß umschließeff und/oder auch über die Deckwand des Schraubverschlusses gelegt und jeweils geschrumpft sein. Durch Einwirkung von Wärme ist das Sicherheitsetikett in Vertiefungen zwischen den Schraubverschluß und den Flaschenhals eingeschrumpft.
- Es kann aber auch unter den Schraubverschluß an das Glas angeschrumpft werden.
- Fig. 8 zeigt das Ende eines Tablettenröhrchens mit einem Eindrtckverschluß (einem Verschlußstopfen), über den das Sicherheitsetikett geschrumpft ist. Das Sicherheitsetikett kann auch zwischen einen überstehenden Deckel und das Tablettenröhrchen geschrumpft sein.
- Die Fig. 9 und 10 zeigen einen Teil einer Faltschachtel mit einer Stecklasche, über die ein Sicherheitsetikett geschrumpft ist. Aus dem Vergleich von Fig. 9 und 10 ist ersichtlich, wie die Stecklasche nachgestrafft wird. Eine etwa locker eingesteckte Stecklasche wird durch das Schrumpfen des Sicherheitsetiketts fest an seine Sollstelle gebracht.
- - - Leerseite - -
Claims (12)
- Patentansprüche Sicherheitsetikett zum Nachweis des unbefugten öffnens einer Verpackung, gekennzeichnet durch eine untere, von einem Träger (2) abzulösende und auf die Verpackung aufzubringende erste Klebstoffschicht (4) auf der Unterseite eines ersten Etikettenmaterials (6), auf dessen Oberseite über eine zweite Klebstoffschicht (8) ein zweites Etikettenmaterial (lo) aufgebracht ist, wobei die Stärke der Klebkraft der ersten Klebstoffschicht (4) zwischen der Verpackung und dem ersten Etikettenmaterial (6) verschieden ist von der Stärke der Klebkraft der zweiten Klebstoffschic-ht (8) zwischen dem ersten Etikettenmaterial (6) und dem zweiten Etikettenmaterial (wo).
- 2. Sicherheitsetikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Klebstoffschichten (4, 8) bereichsweise unterschiedliches Verhalten gegenüber Bestrahlung mit Licht, chemischen Reagenzien und/oder Lösungsmitteln aufweist.
- 3. Sicherheitsetikett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge-.kennzeichnet, daß sich auf dem ersten Etikettenmaterial (6) ein Druckbild (12) befindet, das bereichsweise unterschiedliches Verhalten gegenüber Bestrahlung mit Licht, chemischen Reagenzien, Lösungsmitteln und/oder Farbhaftung auf dem ersten Etikettenmaterial (6) aufweist.
- 4. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Etikettenmaterial (6) bis zur ersten Klebstoffschicht (4) musterförmig durchstanzt ist.
- 5. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Etikettenmaterial (6) aus Zelluloseazetat, HPVC, OPP, PE oder PETP geringer Weiterreibfestigkeit mit einer Stärke von 1oßm bis 80ßm besteht.
- 6. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Klebstoffschicht (4) aus einem Haftkleber hoher Anfangshaftung besteht.
- 7. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Etikettenmaterial (10) aus einer transparenten Kunststoff-Folie, insbesondere einer Kaschierfolie aus transparentem Zelluloseazetat, OPP, HPVC oder PETP, besteht.
- 8. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Klebstoffschicht (8) aus einem aushärtenden Ein- oder Zwei-Komponenten Kleber, insbesondere einem Kaschierlack, besteht.
- 9. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf der Oberseite des Trägers (2) eine Feststoffsilikonschicht (16) als Trennmittel für die erste Klebstoff schicht (4) befindet.
- 10. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus einer hochverdichteten Papierschicht (18) mit einer aufkaschierten oder aufextrudierten PE-Schicht (20) oder aus einer transparenten Polyesterfolie besteht.
- 1i. Sicherheitsetikett nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der beiden Etikettenmaterialien (6, 10) aus schrumpfbarer Kunststoffolie besteht.
- 12. Sicherheitsetikett nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie durch Wärmeeinwirkung schrumpfbar ist.
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