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Titel: Gerbt L zum Entfernen von Steinen auf
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landwirtschalftilichen Nutzflächen
Gerät zum Entfernen
von Steinen auf landwirtschaftlicherl Nutzflächen Die Erfindung bezieht sich auf
ein von einem landwirtschaftlichen Fahrzeug (z.B. Schlepper) nachziehbares Gerät
zum Entfernen von Steinen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen.
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In vielen Gegenden, in denen Landwirtschaft betrieben wird, besteht
das Problem, daß nach dem Uinpflügen und nach der Vorbereitung einer landwirtschaf-tlicherl
Nutzfläche für die Aussaat auf der Oberfläche dieser Nutzfläche zahlreiche Steine
auch mit größeren Abmessungen liegen, die nicht nur die erzielten Erträge schmälern,
sondern vor allem aLle t b e j m E rn t in eingesetzte Maschinen, wie beispielsweise
Mährescher usw.
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beschädigen können. Es ist daher notwendig, diese Steine zu entfernen,
wobei es sich allerdings gezeigt hat, daß nur Steine ab einer bestimmten Größenordnung
entfernt werden müssen, währen andere kleinere Steine auf der landwirtschaftlichen
Nutzfläche verbleiben sollten, da diese Steine einer ev. Erosion entgegenwirken
sowie auch dazu beitragen, den Boden der landwirtschaftlichen Nutzfläche feucht
zu halten.
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Bisher sind keine geeigneten Geräte auf dem markt, die insbesondere
auch bei preiswerter Ausgestaltung ein maschinelles Entfernen von Steinen auf einer
laridwirtscliaft liciicri Nutz fläciie gestatten.
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Der Erfindung liegt die Aufyabe zugrunde, ein Gerät aufzuzeigen, mit
welchem auf einer landwirtschaftlichen Fläche liegende Steine, die entweder durch
das Umpflügen oder aber durch Frosteinflüsse an die Oberfläche dieser Nutzfläche
gelangen, maschinell entfernt werden können, und zwar bei einer einfachen und daher
auch kostengünstigen <onstruktion für das Gerät.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Gerät der eingangs geschilderten
Art erfindungsqemäß gekennzeichnet durch einen am Ende eines landwirtscilaftlicilen
Fahrzeugs befestigbaren Rahmen, der an seinem anderen Ende wenigstens ein Laufrad
aufweist und
zische seinen beiden Enden einen an beiden Längsseiten
sowie zu dem anderen Ende hin geschlossenen Kasten zur Aufnahme von Steinen trägt,
dessen Bodenfläche von einer Vielzahl von rotierenden Walzen gebildet ist und der
an seiner zu dem einen Ende des Rahmens hin offenen Seite eine schaufelartige, schräg
nach unten verlaufende Fläche aufweist.
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Beim Nachziehen des Gerätes mit Hilfe eines landwirtschaftlichen Fahrzeugs,
beispielsweise mit Hilfe eines Schleppers werden die auf ei ioer 1 ardw i rtscia
ftl i ehen Nutz fläche liegenden Steine zunächst von der schaufelartigen Fläche
ins Innere des Kastens geschoben und dann von den umlaufenden Walzen in Richtung
zum anderen Ende des kastens n hin gefördert, wobei die im Kasten vorharluenen Steine
in eirie Bewegung derart versetzt werden, daß sich diese Steine zumindest an der
Umfangsfläche der Walzen reiben, aber auch aneinanderreiben, so daß an den Steinen
ev.
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haftendes Erdreich gelöst und durch den zwischen den Walzen gebildeten
Zwischenraum aus dem Kasten nach unten auf die Nutzfläche zurückfällt.
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Das erfindungsgemäße Gerät gestattet bei einer relativ einfachen uiod
daher preiswertell Koiostruktion ein maschinelles Entfernen ven Steinen auf einer
landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Abstand, den die eiriz'lnen Walzen voncinander
aufweisen ist dabei so gewählt, daß solche Steine, die auf der landwirtschaft-1
eichen Nutzfläche verbleiben können, durch die zwischen den Walzen gebildeten Zwischenräume
zusammen mit dem Erdreich auf die landwirtschaftliche Nutzfläche zurückfallen.
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Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die Erfindung wird ii folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigen: Fig. l in schematischer Darstellung und in Seitenansicht
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes; Fig. 2 eine Draufsicht auf den
zur Aufnahme von Steinen dienennen Kasten des Gerätes gemäß Fig. 1;
Fig.
3 in Einzeldarstellung und im Qucrschnitt zwei benachbarte Walzen, die den Boden
des Kastens zur Aufnahme von Steinen bilden.
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In den Figuren ist 1 ein Schlepper, von welchem der einfacheren Darstellung
wegen nur der hintere Teil bzw. das Heck gezeigt ist. Der Schlepper 1 ist mit dem
bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen dieser Art üblichen Geräteträgereinrichtung
versehen, die im wesentlichen aus zwei an einem Ende am Schlepper 1 jeweils um eine
horizontale Achse schwenkbaren Armen 2 besteht, die bei der für die Fig. 1 gewählten
Darstellung in der Zeichenebene hintereinander angeordnet sind, so daß lediglich
einer der beiden Arme 2 sichtbar ist. Beide Arme sind durch einen Hydraulik-Zylinder
oder einen anderen Antrieb entsprechend dem Doppelpfeil A schwenkbar. Am Schlepper
1 ist weiterhin ein stangenförmiges Verbindungsgl ied 3 o)erlfalls um eine holizontaJe
Achse schwenkbar angeordnet. Mit ihren anderen Enden sind die beiden Arme 2 sowie
das Verbindungsglied 3 jeweils an einem plattenartigen Geräteträger 4 gehalten,
wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß die Verbindungspunkte zwischen den
Armen 2 und dem Verbindungsglied 3 mit dem Geräteträger 4 eine Drei-Punkt-Aufhängung
bilden. Das Verbindungsglied 3 ist in seiner Länge verstellbar, wie dies mit dem
Doppelpfeil B angedeutet ist. Das Verbiiidungsgl ied 3 besteht zu diesem Zweck beispielsweise
aus zwei teleskopartig ineinander verschiebhareto Rohrstücken, die mit einer Vielzahl
von Löchern versehen sind und zur änderung der effektiven Länge des Verbinciungsgliedes
3 in einer mehr oder weniger überlappenden Stellung miteinander verbunden werden
können. Am Geräteträyer 4 ist diesem in der durch den Pfeil C angedeuteten Fahrtrichtung
des Schleppers 1 folgend ein Rahmen 5 befestigt, der zwei parallel zueinander und
im Abstand voneinander angeordnete Längsholme 6 aufweist, die mit ihrer Längserstreckung
in etwa in Fahrtrichtung des Schleppers 1 liegen und durch Querholme 7 zu dem Rahmen
5 miteinander verbunden sind. An dem sich unmittelbar an den Geräte träger 4 anschließenden
Teilbereich des Rahmens 5 ist an diesem Rahmen nach unten hängend ein Kasten 8 befestiyt,
der zum Aufnehmen derjenigen Steine 9 dient, die mit dem dargestellten Gerät von
einer landwirtschaftlichen Nutzfläche 10 entfernt werden sollten.
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Der Kasten 8 besteht im wesentlichen aus drei Wenden 11, 12 und
13,
die den nach oben sowie zum Schlepper 1 hin offenen Kasten zu den bei den Längsseiten
des Gerätes, d.h. in Richtung senkrecht zu den Längsholmen 6, sowie zur Rückseite,
d.h. zu dem dem Schlepper 1 abgewendeten Ende des Rahmens 5 hin abschließen. Der
Boden des Kastens 8 wird von mehreren Walzen 14 bzw. 15 gebildet, die mit ihren
horizontalen Achsen quer zur Längsrichtung des Gerätes bzw. quer zur Fahrtrichtung
(Pfeil C) des Schleppers 1 liegen und beideridi in den beiden Wänden 11 und 12 des
Kastens 8 bzw. in dort vorgesehenen Lagern 16 gelagert sind.
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Die Anordnung der Walzen 14 und 15 ist so gewählt, daß die Umfangsflächen
zweier benachbarter Walzen einen Abstand voneinander aufweisen, der kleiner ist
als der Durchmesser solcher Steine 9, die von dem Gerät vorl der Nutzfläche 10 entfernt
werden sollen. Um mit Oeni Gerät auch großflächige plattenförmige Steine 9 von der
Nutz fläche 10 entfernen zu könnten, die (Steine) zwei in einer Querschnittsrichtung
eine Abmessung aufweisen, die kleiner ist als der Abstand zweier benachbarter Walzen
14 bzw.
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15, in den anderen Querscilnittsrichtungen jedoch wesentlich gröBere
Abmessungen besitzen, sind am Umfang jeder Walze 14 bzw.
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15 bei der dargestellten Ausführungsform zwei Bereiche 17 vorgesehen,
an denen die ansonsten zylinderförmigen Walzen einen ovalen oder elliptischen Querschnitt
aufweisen, und zwar in der Form, daß der kleinere Durchmesser der Abschnitte 17
gleich dem Durchmesser der Walze 14 außerhalb der Absciini tte 17 ist, wa"hrend
der gröbere Durchmesser der Abschnitte 17 so gewählt ist, daß sich die Abschnitte
17 zweier benachbarter Walzen 14 gerade nicht berühren können. Die der Wand 13 benachbarte
Walze 15 weist Abschnitte 17 nicht auf und ist so angeordnet, daß die Abseinitte
17 der benacnbarteti Walze 14 die Umfangsfläche der Walze 15 gerade nicht berühren
können. Weiterhin sind die Walzen 14 und 15 an ihrer Umfangsfläche mit leistenförmigen
Erhebungen 18 versehen, die sich in Längsrichtung der Walzen erstrecken.
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Diese Erhebungen sino im einfachsten Fall dadurch gebildet, daß auf
die Umfangs fläche der Walzen 14 und 15 eine Schweißnaht aufgebracht ist.
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An der der Wand 13 abgewendeten Vorderseite des Kastens 8 ist ein
sich über die gesamte Breite dieses Kastens erstreckendes 13 leck 19 vuryesellerl,
welches ein schaufelartiges Au fnameelemen t
bildet und zur Vorderseite
des Gerätes nin, d.h. in Richtung zu Schnäpper 1 hin schräg nach unten auf die Nutzfläche
lü verläuf und mit der anderen quer zum Gerât verlaufenden Längsseite mit Abstand
von der ersten, auf dieses Blech folgenden Walze 14 endet, und zwar in etwa auf
einem niveau, welches oem jeweils oberen Umfangsbereich dieser Walze entspricht.
Das Blech 15 dient zum ersten Aufnehmen der auf der Nutzfläche 10 liegenden Steine
i, wenn das Gerät von dem sich in Richtung des Pfeiles C bewegenden Schlepper 1
nachgezogen wird.
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Sämtliche Walzen 14 und 15 sind an einer über die Waiod 12 vorstehenden
Seite mit Kettenrädern 22 versehen, über die eine gemeinsame, in sich gescl-lossene
Kette 21 läuft, welche auch über ein antreibendes Kettenrad 22 St)Wie if über ein
5pannrad 23 geführt ist. Das kettenrad 22 wird durch inen nicht nächer dargestellten
antriebsmotor, z B. durch einen von der Hydraulikeinrichtung des Schleppers 1 angetriebenen
Hydraulikmotor betätigt. Die Kette 21 ist über die Kettenräder 20 so geführt daß
sämtliche Walzen 14 und 15 in gleichem Sinne rotierend angetrieben werden, und zwar
beispielsweise bei der für die Fic.
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3 gewählten Darstellung im Uhrzeigersinn ozw. in Richtung der Pfeile
D. Dieser gleichsinnige Antrieb der Walzen 14 und 15 lat den Vorteil, daß auf dem
von den Walzen gebildeten Boden des Kastens 8 liegende Steine 9 nicht in den zwischen
zwei Walzen gebildeten Zwischenraum hineingedrückt, sondern aus diesem Zwischenraum
stets nach oben herausgehoben werden.
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An dem dem Schlepper 1 entfernt liegeneden hinteren leil des Rahmens
5 sind an den beiden Längsholmen 6 jeweils eine Stütze 24 mit einer Ende angelenkt.
die beiden Stützen 24 sind in ihr rnittleren Teil durch eine Querholm 25 zu einer
H-förmigen Rahmenstruktur miteinander verbunden. An dem unteren runde jeder schräg
nach unten zum hinteren Ende des Gerätes verlaufenden Stütze 24 ist eine Walze 26
Init einem Ende drehbar gelagert.
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Diese Walze, die das hintere Laufrad des Gerätes bildet, ist ei ihrer
Umfangsfläche mit einer Vielzahl von radial wegstehenden Stegen 27 versehen, die
sich in Längsrichtung der Walze 2D erstrecken.
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Im hinteren Querholm des Rahmens 5 ist in einem dort vorgeseltenen
Gewinde eine Gewindespindel 28 angeordnet, die an ihrem oberen Ende eine Handkurbel
29 aufweist und sich mit ihrem unteren Ende gegen eine Fläche des Querholmes 25
abstützt. Mit dieser Gewindespindel 28 kann die Winkelstellung der beiden Stützen
24 und damit ie l-iöhelllaue des Gerätes bzw. des Kastens 8 bezüglich der Nutzfläche
10 eingestellt werden.
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Die hintere Wand 13 ist vorzugsweise als aufklappbare Wand ausgebildet,
d.h. diese Wand ist an ihren beiden äußeren Seiten in Bereich der Oberkante bei
313 sciiwenkbar gelagert, so daß die Wand 13 entsprechend dem p Pfeil E aufgeklappt
werden kann. Eir, Verriegelungsmechanismus hält die Wand 13 in ihrer verriegelten
bzw. geschlossenen Stellung mit Hilfe eines Seilzuges 31 kann dieser Verriegelungsmechanismus
zum offenen der Wand 3G entriegelt werden.
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Die Arbeitsweise des Gerätes läßt sich, wie folgt, beschreiben: Zu.
Entfernen Ger Steine 9 von der Nutzfläche 113 wird das am Schlepper 1 befestigte
Gerät mit Hilfe der Arme 2 und der Stätzen 24 deart eingeslellt, daß die von den
Walzen 14 und 15 gebildete Bodenfläche des Kastens 8 ausgehend von dem Blech 19
zur Rückseite des Gerätes hin schräg nach oben verläuft wobei die freie, quer zum
Geräte verlaufende vordere Länyskante des Bleches 19 die Oberfläche der Nutzfläche
113 gerade berührt. Die Walzen 14 und 15 werden dann rotierend anyetrieben und der
Schlepper 1 wird in Richtung des Pfeiles C entlany der Nutz-Fläche 10 bewegt. Alle
auf dieser Nutzfläche liegenden Steine9 werden Ober das Blech 19 auf die nachfolgende
erste Walze 14 geschoben und durch die umlaufenden Walzen innerhalb des kastens
8 in Richtung auf die Wand 13 gefördert. Für dieen Zweck sind die Walzen 14 und
15 derart angetricben, daß an dem j eueils oberen Umfsngsbereich $dieser Walzen
die drehrichtung der Walzen in Richtung zur Wand 1 13 hin gerichtet ist. Durch die
Walzen 14 und 15 werden die Steine 9 innerhalb aes Kastens 8 in eine ständige Bewegung
versetzt, so daß sich die Steine 9 aneinander, aber auch an den Walzen 14 und 15
bzw. deren Abschnitte 17 und grhebungen 13 reiben, wodurch das an den Steinen 9
ev. haftende rdreich durch den zuischen bennachbarten Walzen 14 bzw. 15
gebildeten
Spalt nach unten aus dem Kasten 8 herausfällt, und zwar zusammen mit kleineren Steinen
9, die auf der Nutzfläche 10 verbleiben können. Sobald sich der Kasten 8 mit Steinen
9 gefüllt hat, wird das Gerät mit Hilfe der Arme 2 und dem Verbindungsglied 3 angehoben
und an einen Platz verbracht, Ü dem die im Kasten 8 vorhandenen Steine 9 gelagert
werden könnten.
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Durch Verlängerung des Verbindungsgliedes 3 wird dafür gesorgt, daß
die von den Walzen 14 und 15 gebildete Bodenfläche des Kastens 8 zum hinteren Ende
des Gerätes schräg nach unten geneigt ist, und zwar bei angehobenen Gerät bzw. bei
angehobener Walze 26. Nun wird die Wand 13 geöffnet, so daß die im Kasten 8 vorhandenen
Steine 9 nach hinten herausrutschen können, wobei das Entfernen der Steine 9 aus
dem Kasten 8 durch die umlaufenden Walzen 14 und 15 noch unterstützt werden kann.
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Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
Es versteht sich, daß Anderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch
der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke verlassen wird.
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