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DE3418307A1 - Verfahren zum herstellen einer duennwandigen, ringkanalfoermigen schale und vorrichtung zum durchfuehren des verfahrens - Google Patents

Verfahren zum herstellen einer duennwandigen, ringkanalfoermigen schale und vorrichtung zum durchfuehren des verfahrens

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DE3418307A1
DE3418307A1 DE19843418307 DE3418307A DE3418307A1 DE 3418307 A1 DE3418307 A1 DE 3418307A1 DE 19843418307 DE19843418307 DE 19843418307 DE 3418307 A DE3418307 A DE 3418307A DE 3418307 A1 DE3418307 A1 DE 3418307A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
semi
toroidal
cylindrical
shell
shaped
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Ceased
Application number
DE19843418307
Other languages
English (en)
Inventor
William Klay Pontiac Mich. Good
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KOPPY CORP
Original Assignee
KOPPY CORP
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Publication date
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Publication of DE3418307A1 publication Critical patent/DE3418307A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/16Making other particular articles rings, e.g. barrel hoops
    • B21D53/18Making other particular articles rings, e.g. barrel hoops of hollow or C-shaped cross-section, e.g. for curtains, for eyelets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einen
  • dünnwandigen, ringkanalförmigen, insbesondere halbtoroidalen, Schale mit im wesentlichen U-förmigem Querschnitt aus einer zu einem zylindrischen Ring zusammengebogenen, ebenen rechteckigen Platte. Sie betrifft ferner eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
  • Die Erfindung befaßt sich mit dem Herstellen dünnwandiger, ringförmiger Kanäle, im allgemeinen mit U-förmigem Querschnitt, wobei die Schenkel des U auch unterschiedlich sein können. Vorzugsweise betrifft die Erfindung die Herstellung halbtoroidaler Schalen. Solche Schalen werden derzeit in hydraulischen Kupplungen oder Wandlern eingesetzt und bilden darin die Räder bzw. Rotoren. Die Rotoren enthalten in Schlitzen der Rotorfläche befestigte, radial abstehende Schaufeln oder Rippen. In einem Kraftfahrzeug-Drehmomentwandler werden zwei Rotoren mit einander zugewendeten Öffnungen benötigt, so daß sich ein mit Rippen versehenes Toroid ergibt. Für eine einwandfreie Funktion des Drehmomentwandlers ist die Form der Außenflächen der halbtoroidalen Schalen wichtig. Beispielsweise müssen die Toleranzen der Materialdicke der halbtoroidalen Schale für den Fall der Anwendung in einem Kraftfahrzeug-Drehmomentwandler in einem Bereich zwischen +- 5 % gehalten werden. Für den Fall einer toroidalen Schale mit einer Wandstärke von etwa 1 mm dürfen also Abweichungen den Wert von + 0,05 mm nicht überschreiten. Toroidale Schalen werden industriell durch Schneiden oder Stanzen eines unterlagscheibenförmigen Rohlings aus einer ebenen Platte hergestellt. Dazu ist zunächst ein erheblicher Materialabfall mit entsprechender Kostensteigerung in Kauf zu nehmen. Der Rohling wird dann durch Pressen in eine halbtoroidale Schale umgeformt.
  • In der US-PS 38 51 517 wird ein Verfahren zum Herstellen halbtoroidaler Schalen aus ebenem Bandmaterial beschrieben, bei dem Abfall vermieden werden könnte; das Verfahren hat sich in der Praxis aber als unbrauchbar erwiesen. Bei ihm war vorgesehen, einen rechteckigen Blechrohling zu einem Zylinder zusammenzurollen und an der Naht zu verschweißen.
  • Das eine Ende des Zylinders sollte dann in ein Vorform-Gesenk gepreßt werden, um zunächst den Rand des Zylinders nach außen zu biegen bzw. aufzuweiten. Das aufgeweitete Ende des Zylinders sollte dann in ein zweites Gesenk, ein Bördel-Gesenk, mit einander gegenüberstehenden konkaven und konvexen, nach außen gekrümmten Formflächen gebracht werden, um den Zylinder unter Zug nach außen zu bördeln und damit eine halbtoroidale Schale zu bilden. Schließlich erhielt die Schale ihre endgültige Konfiguration im dritten Gesenk, einem Nachformgesenk.
  • Bei dem Verfahren nach der US-PS 38 51 517 muß die Schweißung sorgfältig kontrolliert, planiert und geglättet werden, bevor die Schweißnaht der extremen Zugspannung beim Bördeln ausgesetzt werden kann. Trotzdem hat das bekannte Verfahren oft versagt, weil die Schweißung nicht gut genug war oder unter der Zugspannung beim Bördeln bzw. Rollen des Zylinders nach außen brach. Ein weiterer Nachteil des bekannten Verfahrens besteht auch darin, daß das Werkstück beim Bördeln von der konkaven Außenfläche des Gesenks weggezogen wird, so daß es schwierig ist, die kritischen äußeren Toleranzen der Schale einzustellen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen einer dünnwandigen, ringkanalförmigen Schale mit im wesentlichen U-förmigem Querschnitt zu schaffen, bei dem ähnlich wie bei dem Verfahren nach der US-PS 38 51 517 von einer zu einem zylindrischen Ring zusammengebogenen, ebenen rechteckigen Platte ausgegangen wird, bei dem aber eine Zugbelastung der Verbindungslinie bzw. -naht des zylindrischen Rings vermieden wird und bei dem die äußeren Toleranzen der herzustellenden Schale mit der erforderlichen Genauigkeit einzustellen und zu kontrollieren sind. Die erfindungsgemäße Lösung besteht im wesentlichen darin, daß der zylindrische Ring durch Pressen in seiner Zylinderachsrichtung in eine halbtoroidale Ringhohlform radial nach innen umgebördelt bzw. gerollt wird. Eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens zeichnet sich durch eine an ihrem äußeren Umfang geöffnete Hohlform bestehend aus einem konkaven Mutterformteil, einem entsprechend konvexen Kernformteil mit im wesentlichen überall gleichem Abstand zum Mutterformteil und einem Preßstempel mit einer Ringschulter aus, die den gleichen Umfang wie das zylindrische Band und die Öffnung der Hohlform aufweist.
  • Durch das Rollen bzw. Bördeln des zylindrischen Bandes in Richtung radial nach innen werden die der Erfindung zugrundeliegenden Probleme überwunden. Diese Verfahrensweise hat nämlich zunächst den Erfolg, daß die Verbindung, insbesondere Schweißnaht, beim Pressen nicht auf Zug sondern vielmehr auf Druck beansprucht wird. Es ist daher sogar möglich, eine halbtoroidale Schale erfindungsgemäß herzustellen, ohne die stoßenden Enden des Bandes vorher zu verschweißen. Die Längsnaht des Bandes kann vielmehr auf andere Weise als durch Schweißen verbunden oder sogar offenbleiben. Unerwartet stellte sich bei dem Verfahren heraus, daß in der Regel ein einziger Preßhub genügt, um die Schale fertigzustellen. Auf jeden Fall kann das früher erforderliche Vorformen zum Aufweiten eines Endes des Zylinders entfallen.
  • Bei dem Verfahren zum Herstellen einer dünnwandigen, halbtoroidalen Schale wird zunächst eine ebene, rechteckige Platte in ein zylindrisches Band, vorzugsweise mit aneinanderstoßenden freien Enden der Platte, umgeformt. Ein Ende des zylindrischen Bandes wird dann in ein Gesenk gepreßt, das eine glatt in einen nach innen gekrümmten halbtoroidalen Raum übergehende zylindrische Öffnung aufweist. Der halbtoroidale Raum wird zwischen einander gegenüberstehenden, konkaven und konvexen Formflächen aufgespannt. Der Durchmesser des zylindrischen Bandes wird gleich dem Nenndurchmesser der sich an der radial äußeren Peripherie der Formflächen befindlichen Einführöffnung des Gesenks gewählt. Beim Einpressen des zylindrischen Bandes in den toroidalen Raum zwischen den konkaven und konvexen Formflächen wird das Band progressiv unter Kompression in Umfangsrichtung gebördelt und paßt sich dadurch der Form des halbtoroidalen Hohlraums an. Da der Zylinder beim Formen nicht unter Zugkraft sondern unter Druckkraft in Umfangsrichtung steht, wird die kritische äußere Toroid-Fläche des Werkstücks selbsttätig exakt bzw. mit sehr enger Toleranz an die äußere konkave Formfläche angepaßt.
  • In einem bevorzugten Verfahren zum Herstellen einer toroidalen Schale, die für die Produktion hydraulischer Kupplungen oder Wandler, z.B. Kraftfahrzeug-Drehmomentwandler, geeignet ist, werden die aneinander stoßenden freien Enden des Bandes miteinander verschweißt. Die Schweißung wird bei dem progressiven Bördeln des Bandes in Richtung radial nach innen an der konkaven Umfangsfläche der Form entlanggeschleift und in Umfangsrichtung zusammengepreßt. Dadurch wird auch die äußere geschweißte Oberfläche exakt an die konkave äußere Formfläche angepaßt.
  • Bei dem erfindungsgernäßen Verfahren bzw. in der Vorrictuturllr zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Naht, insbesondere Schweißnaht, keiner Zugspannung, sondern vielmehr einer Druckspannung ausgesetzt. Da eine Schweißnaht allgemein nicht ebenso fest bzw. rein ist wie das sie umgebende Metall, treten in der Praxis Brüche auf, wenn die Schweißstelle um mehr als etwa 20 % gedehnt wird. Eine Grenze für die Widerstandsfähigkeit einer Schweißnaht gegenüber kompressiven Kräften ist jedoch nicht bekannt.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die halbtoroidale Schale in einem einzigen Hub der Presse hergestellt werden.
  • Es kann sich jedoch ein Nachform-Schritt in einem entsprechenden Gesenk anschließen, wenn komplizierte Konfigurationen gewünscht werden.
  • Anhand der schematischen Darstellung von Ausführungsbeispielen werden weitere Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer halbtoroidalen Schale; Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines zylindrischen Bandes; Fig. 3 eine Seitenansicht eines Gesenks zu Beginn des Umformens des zylindrischen Bandes, teilweise im Schnitt, nach Fig. 2; Fig. 4 eine Seitenansicht eines Gesenks mit fast fertiggepreßter halbtoroidaler Schale, teilweise im Schnitt; Fig. 5 eine nachgeformte, haibtoroidale Schale; Fig. 6 eine Seitenansicht eines Nachform-Gesenks zum Herstellen der halbtorcidalen Schale nach Fig. 5, teilweise im Schnitt; Fig. 7 den Querschnitt der halbtoroidalen Schale nach Fig.
  • 1; und Fig. 8 den Querschnitt der halbtoroidalen Schale nach Fig.
  • 5.
  • In Fig. 1 wird ein erfindungsgemäß herzustellender dünnwandiger Ringkanal bzw. eine halbtoroidale Schale 20 dargestellt. Die Schale besteht aus einer im wesentlichen zylindrischen Außenwand 22, einem U-förmigen Mittelteil 24 und einer Innenwand 26; sie wird aus einem in Fig. 2 dargestellten zylindrischen Band 30 hergestellt. Das zylindrische Band 30 kann aus einem ebenen, rechteckigen Streifen durch Rollen und Schweißen bei 28 gebildet werden. Die Schweißnaht 28 wird auch in Fig. 1 dargestellt. Ein Verfahren zum Herstellen des zylindrischen Bandes 30 nach Fig. 2 wird in der US-PS 38 51 517 beschrieben.
  • Die halbtoroidale Schale 20 nach Fig. 1 kann mit Hilfe der Gesenkanordnung 34 nach Fig. 3 und 4 hergestellt werden.
  • Zu der Gesenkanordnung 34 gehört ein ringförmiger, zylindrischer Preßstempel 36, der in einer zylindrischen Bohrung 40 eines Futters 38 aufgenommen wird. Das Futter 38 enthält eine konische Senkbohrung 42, die das zylindrische Band 30 aufnimmt, wenn der Preßstempel 36 über die Position nach Fig. 3 angehoben wird. Der Preßstempel 36 besitzt eine ringförmige Schulter 44 und einen Ansatz 46, die bei Betrieb mit einem Ende des durch das Band 30 gebildeten Zylinders in Eingriff kommen.
  • Das zylindrische Band 30 wird von einem zur Gesenkanordnung ;34 getlörigen Bördelwerkzeug 50 aufgenommen. Das Bördelwerkzeug 50 besteht aus einem als zylindrische Umfangsfläche 52 ausgebildeten Einlaufteil. Das Einlaufteil besitzt denselben Umfang wie der aus dem Band 30 gebildete Zylinder und nimmt das Band zunächst auf. Die zylindrische Umfangsfläche 52 geht innerhalb des Bördelwerkzeugs 50 in eine konkave Umfangsfläche 54 über, die schließlich an einer zylindrischen Bohrung 56 endet. Von dem Mutterformteil des Bördelwerkzeugs 50 wird eine ringförmige Formsäule 60 als Kernformteil aufgenommen. Die Formsäule 60 besitzt eine der zylindrischen Umfangsfläche 52 des Mutterformteils entsprechende zylindrische Außenfläche 62 sowie eine konvexe Außenfläche 64, die der konkaven Umfangsfläche 54 des Bördelwerkzeugs 50 zugeordnet ist. Zwischen dem Mutterformteil bzw. dem Bördelwerkzeug 50 und dem Kernformteil bzw. der Formsäule 60 wird ein U-förmiger Ringraum aufgespannt, in den das zu der Zylinderform zusammengebogene Band 30 wie unten beschrieben eingeführt wird.
  • Zu der Gesenkanordnung 34 gehören auch eine statische, zylindrische Mittelsäule 66, eine Federunterlagen 68 und mehrere Spiralfedern 70, die gegen einen zylindrischen Einsatz 58 der Formsäule 60 vorgespannt werden. Der ringförmige Preßstempel 36 wird teleskopisch auf einer zylindrischen Außenfläche einer zentralen Führungssäule 72 geführt. Der Preßstempel 36 besitzt einen konischen Bund 74, gegen den Gesenkbolzen 76 abgestützt werden. Die Gesenkbolzen 76 werden mit der oberen Gesenkbacke verschraubt oder auf andere Weise verbunden (nicht gezeichnet). Im gezeichneten Ausführungsbeispiel werden vier Gesenkbolzen 76 und vier Spiralfedern 70 vorgesehen. In der Zeichnung wird allerdings nur die Hälfte der Gesenkanordnung dargestellt. Zur Gesenkanordnung 34 gehören außerdem eine untere Gesenkbacke, die das Bördelwerkzeug 50 auf einer üblichen Aufspannplatte trägt (nicht gezeichnet). Wegen der Einzelheiten wird z.B. auf die oben genannte US-PS 38 51 517 verwiesen.
  • Zum erfindungsgemäßen Verfahren gehören somit das Herstellen eines Zylinders nach Fig. 2 aus einem ebenen, streifenförmigen Ausgansmaterial und gegebenenfalls das Schweißen der freien Längsenden des Streifens bei 28. Wie gesagt, können die freien Enden aber auch auf andere Weise als durch eine Schweißnaht, z.B. durch WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgas-Schweißen), durch Punktschweißen, verbunden werden. Tatsächlich kann das Band auch ohne Verbindung der freien Stoßenden in einen U-förmigen Ringkanal umgeformt werden, weil beim erfindungsgemäßen Verfahren die Längsenden des Bandes während des Pressens gegeneinander gedrückt werden.
  • Nach dem Zusammenbiegen des Bandes 30 zu einem zylindrischen Ring wird dieser mit einem Ende voran, d.h. in seiner Zylinderachsrichtung, in den zwischen dem als Mutterform dienenden Bördelwerkzeug 50 und der als Kernform dienenden Formsäule 60 gebildeten halbtoroidalen Raum gedrückt. Vorzugsweise wird eine zwischen den zylindrischen Flächen 52 und 62 definierte zylindrische Eingangsöffnung des halbtoroidalen Hohlraums vorgesehen. Gemäß der Zeichnung kann der zylindrische Eingangsteil glatt in den zwischen den konkaven und konvexen Flächen 54 und 64 gebildeten halbtoroidalen Raum übergehen. Der Nenndurchmesser des aus dem Band 30 gebildeten Zylinders wird gleich dem Nenndurchmesser der zylindrischen Öffnung zwischen Bördelwerkzeug 50 und Formsaule 60 gewählt.
  • Mit dem rückwärtigen Ende des Zylinders kommt die ringförmige Schulter 44 des Preßstempels 46 in Eingriff. Durch Absenken des Preßstempels 36 wird das zylindrische Band gemäß Fig. 3 nach unten gepreßt. Beim Vorschub wird das Band 30 zwischen der konkaven Umfangsfläche 54 und der konkaven Außenfläche 64 progressiv radial nach innen gebördelt; zugleich werden das zylindrische Band und dessen Schweißnaht 28 zunehmend in Umfangsrichtung zusammengepreßt. Fig. 4 zeigt die Stellung der Gesenkanordnung 34 kurz vor Abschluß des Preßvorgangs. Ersichtlich wird die halbtoroidale Schale 20 mit einem einzigen Hub der Presse fertiggeformt. Ein Vorformen oder dergleichen, z.B. gemäß US-PS 38 51 517, ist nicht erforderlich.
  • Die Materialkosten beim erfindungsgemäßen Verfahren liegen um etwa 50 % niedriger als bei dem Verfahren zum Herstellen einer halbtoroidalen Schale, das von einem die Form einer Unterlagscheibe aufweisenden Rohling ausgeht. Die äußere Oberfläche der halbtoroidalen Schale stimmt genau mit der konkaven Umfangsfläche 54 des Bördelwerkzeugs 50 überein, da das Band 30 in radialer Richtung nach innen gebördelt wird. Wichtig ist auch, daß beim erfindungsgemäßen Verfahren die Schweißnaht 58 komprimiert wird, so daß durch Zugkräfte bedingte Brüche nicht auftreten. Die äußere Oberfläche der Schweißnaht 58 wird auch an der konkaven Oberfläche 54 entlanggestreift und damit deren Form exakt angepaßt. Weil das Band bei dem Umform-Vorgang unter Druck und nicht unter Zug steht, hat es - anders als bei bekannten Verfahren - nicht das Bestreben, sich von den äußeren Formflächen abzuheben; die kritische äußere Oberfläche der herzustellenden Schale kann daher innerhalb der gewiinscEI-ten Toleranz eingestellt werden.
  • Je nach vorgesehener Anwendung kann die halbtoroidale Schale in einem nachfolgenden Verfahrensschritt weiter umgeformt werden. Beispielsweise ein Laufrad einer Flüssigkeitskupplung bzw. eines Wandlers für ein Kraftfahrzeug benötigt eine innere zylindrische Oberfläche zur Aufnahme einer Achse. Eine solche ringförmige Schale 80 gemäß Fig. 5 kann mit Hilfe des Nachformgesenks gemäß Fig. 6 hergestellt werden. Die ringförmige Schale 80 nach Fig. 5 besitzt eine innere Zylinderwand 82 und einen äußeren halbtoroidalen Rand 84.
  • Zu dem Nachformgesenk nach Fig. 6 gehört eine dem Bördelwerkzeug 50 gemäß Fig. 3 und 4 entsprechende Mutterform 86.
  • Diese besitzt eine konkave Umfläche 88 mit darin aufgenommener, statischer zylindrischer Mittelsäule 92. Die zugehörige Formsäule 94 besitzt eine konvexe Ringfläche 96 und eine Zylinderfläche 98. Wie oben in Verbindung mit den Fig.
  • 3 und 4 angegeben, werden die Mutterform 86 und die Formssiule 94 so .c;c, auf Abstand gesetzt, daß sie zwischen sich einerl halbLoroidalen Hohl raum begrenzen. Die ringförmige Schale 80 wird mit Hilfe der Formwerkzeuge und Preßteile des Gesenks nach Fig. 6 hergestellt.
  • Im beschriebenen Ausführungsbeispiel des Nachformgesenks nach Fig. 6 wird die Schale 80 mit Hilfe eines äußeren Halterings 100 am Kopf von dessen ringförmiger Schulter 102 und eines inneren Halterings 104 am Kopf von dessen ringförmiger Schulter 106 festgehalten. Zum Herstellen der endgültigen Konfiguration der halbtoroidalen Schale 80 nach Fig. 5 wird eine halbtoroidale Schale 20 nach Fig. 1 in die Mutterform 86 von Fig. 6 eingesetzt, und die Formsäule 94 sowie die Halteringe 100 und 104 werden in Richtung auf die Mutterorm abgesenkt. Die dabei eintretende Formänderung der Schale wird am besten am Vergleich der Fig. 7 und 8 deutlich. Fig. 7 zeigt eine Querschnittdarstellung der halbtoroidalen Schale 20 nach Fig. 1, Fig. 8 einen Querschnitt der halbtoroidalen Schale 80 nach Fig. 5. Durch die Wirkung des Nachformgesenks wird die Schale an der äußeren Peripherie in radialer Richtung zum Herstellen einer kontinuierlichen äußeren halbtoroidalen Form 84 gemäß Fig.8 aufgeweitet. Zugleich wird die Innenwand 26 gemäß Fig. 1 in eine zylinderförmige Wand 82 gemäß Fig. 8 umgeformt.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. in der erfindungsgemäßen Vorrichtung können ringförmige Schalen mit U-förmigem Querschnitt je nach den Erfordernissen der Anwendung aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Beispielsweise kann ein Laufrad für einen Kraftfahrzeug-Drehmomentwandler aus 1010 oder 1018 Stahlblech mit einer Dicke von beispielsweise 1 mm geformt werden. Beim Pressen der Grundform nach Fig. 3 und 4 wird die Schweißnaht 28 - wie gesagt - zusammengepreßt. In dem Nachformgesenk nach Fig. 6 wird die Außenwand 22 der Schale 20 jedoch gedehnt. Dic entsprechende Expansion beträgt aber weniger als 10 %, so daß ein Bruch der Schweißnaht ausgeschlossen ist. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden also auf das zu einem Zylinder geformte Band bzw. die Wandungen der daraus hergestellten Schale auch beim eventuellen Nachformen keine Zugspannungen ausgeübt, die im Herstellungsgang zu einem Bruch der Schweißnaht führen könnten.
  • - Leerseite -

Claims (8)

  1. "Verfahren zum Herstellen einer dünnwandigen, ringkanalförmigen Schale und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens" Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen einer dünnwandigen, ringkanalförmigen, insbesondere halbtoroidalen, Schale (20) mit im wesentlichen U-förmigem Querschnitt aus einer zu einem zylindrischen Ring (30) zusammengebogenen, ebenen, rechteckigen Platte, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (30) durch Pressen in Zylinderachsrichtung in einer halbtoroidalen Ringhohlform (34) radial nach innen umgebördelt bzw. gerollt wird.
  2. 2. Verfahren zum Herstellen einer dünnwandigen, ringkanalförmigen, insbesondere halbtoroidalen, Schale (20) im wesentlichen U-förmigen Querschnitts aus einer ebenen, rechteckigen Platte mit freien Längsenden und freien Längsrändern, bei dem ein zylindrisches Band (30) mit oberem und unterem Rand entsprechend dem oberen und unteren Längsrand der Platte durch Zusammenlegen auf Stoß, insbesondere Verbinden, der freien Plattenlängsenden gebildet wird, gekennzeichnet durch Pressen des einen Randes des Bandes (30) durch Druckbeaufschlagung vom anderen Bandrand her in einen halbtoroidalen Raum zwischen Formteilen (50, 60) miteinander gegenüberliegenden konkaven bzw. konvexen, festen Formflächen (54, 64) im wesentlichen überall gleichen Abstands und einer Einführöffnung mit einem dem Nenndurchrnesser des zylindrischen Bandes (30) gleichen Durchmesser am radial äußeren Umfang des halbtoroidalen Raums; und durch progressives Bördeln bzw. Rollen des Bandes (30) in Richtung radial nach innen zwischen der konkaven und der konvexen Fläche (54, 64) sowie Komprimieren des Bandes und der Stoßverbindung (28) durch Einpressen des Bandes in den halbtoroidalen Raum.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die stoßenden Längsenden des zylindrischen Bandes (30) miteinander verschweißt werden, und daß die Schweißnaht (28) durch Abstreifen oder dergleichen und Stauchen an der konkaven Umfläche (54) des halbtoroidalen Raums an die konkave Form angepaßt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Band (30) in eine mit einem zylindrischen Teil (52) des Durchmessers des zylindrischen Bandes (30) beginnenden und stetig in den halbtoroidalen Raum übergehenden Hohlform gepreßt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ringkanalförmige, insbesondere halbtoroidale, Schale (80) zwischen einander gegenüberliegenden Formteilen (86, 94) auf ihrem Außenumfang um weniger als 10 % innerhalb des Zugtoleranzbereichs der Stoßverbindung (28) aufgeweitet und auf dem Innenumfang in eine Zylinderwand umgeformt wird (Fig. 6).
  6. 6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Hohlform (34) mit ringförmiger Öffnung an der äußeren Peripherie, bestehend aus einem konkaven Mutterformteil (so), einem entsprechend konvexen Kernformteil (60) mit im wesentlichen überall gleichem Abstand zum Mutterformteil und einem eine Ringschulter (44) mit dem Umfang des zylindrischen Bandes (30) sowie der Öffnung der Hohlform (34) aufweisenden Preßstempel (36).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlform (34) einen sich an die Einlaßöffnung anschließenden, stetig in den halbtoroidalen Bereich übergehenden zylindrischen Bereich (52) enthält.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der halbtoroidale Bereich an der inneren Peripherie der Hohlform stetig in eine Zylinderform übergeht.
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