DE3418279A1 - Motor-regel-schaltungsanordnung - Google Patents
Motor-regel-schaltungsanordnungInfo
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Description
• * τ A- — . ·
Die Erfindung bezieht sich auf eine Motor-Regel-Schaltungsanordnung
zur Verwendung mit Reihen-Kommutatormotoren, die in Kombination enthält eine Drehzahl-Meßanordnung,
die mit dem Motor verbunden ist und die Gewinnung einer (ersten) Spannung, die die Motordrehzahl anzeigt,
bewirkt, eine Motorsteuerungs-Anordnung, die die Regelung des Energiezufuhr-Anteiles an den Motor bewirkt entsprechend
zu Eingangs-SLteuersignalen an einer Eingangs-Steuerleitung
und einem Drehzahl-Vorwähler.
Bekannte Motor--Regler messen üblicherweise die Drehzahl
(z.B. Umdrehungen pro Minute) und den durch· den Motor fließenden Strom und regeln diesen dann durch geeignete
Steuermittel so, daß die Drehzahl konstant gehalten wird oder daß die Eingangsenergie so niedrig wie möglich gehalten
wird oder daß ein übermäßiger Stromanstieg vermindert wird oder daß irgendein anderes erwünschtes Ziel erreicht
wird. Das Problem bei dieser Methode ist, daß die Arbeitscharakteristik von Motoren derart ist, daß der Stromfluß
ziemlich schwankend, mit Rauschen behaftet ist und Unterbrechungen
aufweist. Infolgedessen muß von dem Stromfluß über ein gewisses minimales Zeitintervall ein Mittelwert
gebildet werden mit einem Filter od. dgl., um eine angemessen gleichmäßige Messung des Strommittelwertes zu
einer bestimmten Zeit zu gewinnen. Experimente haben gezeigt, daß plötzliche Belastungsschwankungen an dem Motor
oder momentane Abweichungen im Betrieb Stöße im Stromfluß hervorrufen können, die schneller sind als das Mindest-
»mm ^ ~ m
Zeitintervall, das für eine praktische Messung benötigt
wird. Diese Stromstöße können Zerstörungen im Motor hervorrufen oder bewirken, daß die Sicherung durchschlägt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Regelung so auszubilden, daß derartige, ggf. Zerstörungen
hervorrufende Stromstöße vermieden werden, wobei eine Messung des mit Rauschen behafteten und schwankenden Motorstroms
vermieden„wird.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß durch eine Vergleichsstufe, die mit dem Drehzahl-Vorwähler
und der Drehzahl-Meßanordnung verbunden ist, ein erstes Eingangs-Steuersignal geeigneter Größe
gebildet wird, das bewirkt, daß die Motorsteuerungs-Anordnung Energie richtigen Ausmaßes dem Motor zuführt, damit
dieser mit der durch den Drehzahl-Vorwähler gewählten Drehzahl läuft, und daß von einer Motor-Modellschaltung, die
ausgewählte Schaltungsteile, die den inneren Widerstand und die Charakteristik der gegenelektromotorischen Kraft
nachbilden, enthält, die so verbunden sind, daß ihnen die erste Spannung von dem Drehzahlmesser zugeführt und
in einer für den Motor charakteristischen Weise geteilt wird, so daß ein zweites Eingangs-Steuersignal für die
Motorsteuerungs-Anordnung geliefert wird, und daß eine
erste logische Schaltung, die mit der Modellschaltung und der Vergleichsstufe verbunden ist, in der Lage ist, von
dem ersten und dem zweiten Eingangs-Steuersignal die niedrigere Spannung an die Eingangssteuerleitung an der
Motorsteuerungs-Anordnung anzuschalten, so daß die Motorsteuerungs-Anordnung
gesteuert wird von dem niedrigsten Spannungs-Eingangs-Steuersignal entweder von der Modellschaltung
oder von der Vergleichsschaltung.
Die der Drehzahl proportionale Spannung, die von der Drehzahl-Meßanordnung (Tachometer) an dem Motor gewonnen
wird, dann direkt verwendet oder in Kombination mit Widerständen, die so gewühlt sind, daß die charakteristische
gegenelektromotorische Kraft (Gegen-EMK) nachgebildet und der innere Widerstand des Motors gesteuert wird. Geeignete
logische Schaltungen wählen dann entweder die direkt erhal-
tene Spannung oder die mit Hilfe eines Widerstandes geteilte Spannung (zu welcher eine feste Spannung hinzugefügt
ist) aus, um den Motor abhängig von seinem Drehzahlwert zu steuern. Diese Art von Steuerungssystem ist insbeson-
t dere geeignet für Reihen-Kollektormotoren entweder für
Wechselstrom- oder für Gleichstrom-Geräte.
Zusätzliche Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung sind der nachstehenden detaillierten Beschreibung
anhand der Zeichnung zu entnehmen.
Fig. 1 zeigt schematisch die typische bekannte Methode zur Motorregelung.
Fig. 2 ist ein schematisches Diagramm des
Steuersystems nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt die typische bekannte Methode zur Motorsteuerung. Energie von einer Speisequelle 10 wird geregelt
durch einen Regler 12, der z.B. einen Triac-Schalter od. dgl. enthalten kann. Ein Motor 14 erhält Strom durch einen
Reihenwiderstand 16. Die Spannung über dem Widerstand 16 wird abgenommen durch ein Filter 17, das den ungleichmäßigen,
den Motor 14 durchfließenden Stromfluß glättet. Das Filter 17 liefert eine repräsentative mittlere Spannung
an einen MaximalStromdetektor 15. Der Detektor 15 liefert ein Signal zu einer Motor-Steuereinheit 18, sobald der
Strom einen vorbestimmten Maximalwert erreicht. Infolgedessen wird die Steuereinheit 18 davor geschützt, daß sie
den Regler 12 veranlaßt, einen übermäßig großen Strom an den Motor 14 zu führen. Ein Differentialverstärker 23
liefert eine Anzeige der Drehzahlabweichung von«einem gewünschten
Wert, indem eine Spannung von einem Drehzahl-Vorwähler 19 mit einer Spannung verglichen wird, die von
einem Tachometer 20 über einen Frequenz-Spannungs-Umsetzer 22 geliefert wird. Die Steuereinheit 18 bewirkt die not-{
wendige Reduzierung der Spannungsdifferenz vom Verstärker 23 in Richtung auf den Nullwert und ist gleichzeitig
der Maximumbegrenzung unterworfen, die durch den Detektor 15 bewirkt wird. Die Steuereinheit 18 kann so einfach sein
wie eine analoge elektronische Schaltung oder mehr kompli-
ziert, wenn sie Gebrauch macht von einem Mikroprozessor, der einem Betriebsprogramm folgt, das für die vorgesehene
Anwendung geeignet ist.
Das Hauptproblem mit einem System der in Fig. 1 ge-2^
zeigten Type ist, daß plötzlich starke Stromstöße aus der Quelle 10 abgezogen werden, bevor das Filter 17 sie glätten
und der Steuereinheit 18 anzeigen kann, daß eine Änderung des mittleren Stromflusses stattgefunden hat. Diese vor-
übergehende, ggf. nadeiförmige, Stromspitze bewirkt, daß empfindliche Sicherungen in der Speiseleitung unnötigerweise
durchbrennen und sie verkürzen die Lebensdauer des Motors. Die Erfindung löst dieses Problem mit der in
Fig. 2 gezeigten Steuerschaltung.
Nach der Erfindung wird nicht der unregelmäßig schwankende Stromfluß durch den Motor selbst gemessen, sondern
durch ein stabilerem. Modell des Motors ersetzt, das entweder digitale Schaltungen, gesteuert durch geeignete
Software-Programme oder analoge Schaltungen, wie sie anhand Fig. 2 beschrieben werden, benutzt. "
In Fig. 2 dienen die Widerstände R, und R~ als analoge
Modelle des inneren Widerstandes und der Charakteristik der gegenelektromotorischen Kraft des speziellen Motors,
der gesteuert wird. Wie in Fig. 1, erhält der Motor 14 Strom von einer Speisequelle 10 über einen Regler 12,
wobei der Regler 12 gesteuert wird durch eine Steuereinheit 18. Der Ausgangswert eines Tachometers 20 ist ein
Signal, dessen Frequenz von der Motordrehzahl, z.B. in Umdrehungen je Minute gemessen, abhängt, welcher Ausgangswert
in eine Spannung umgesetzt wird durch einen Frequenz-Spannungs-Wandler 22. Wenn der Motor in der Nähe der gewünschten
voreingestellten Drehzahl läuft, wird die Spannung vom Wandler 22 einfach verglichen mit der gewünschten
Spannung von dem Drehzahlwähler 19. Ein Differenzialverstärker 23 liefert an eine Leitung 27 eine Ausgangsspannung
E_, die als Steuerspannung für die Steuereinheit 18 dient. Es sei angemerkt, daß diese Steuerspannung Eg aus-
gewählt wird durch einen logischen Schaltkreis 25, weil sie kleiner ist als eine andere Spannung E . Die logische
Schaltung 25 vergleicht die Spannungen E und E und schließt den passenden Schalter 24 oder 26, um von beiden
Spannungen die kleinere hindurchzulassen. In dem Fall, daß E„ kleiner ist als E„, ist der Schalter 24 geschlossen.
Wenn eine plötzliche Belastung bewirkt, daß der Motor 14 langsamer J.äuft, wobei gleichzeitig ein plötzliches
Ansteigen des Strombedarfes erfolgt, bewirkt die Verlangsamung des Tachometers 20 ein Abfallen der Spannung
vom Wandler 22. Eine entsprechende Verminderung der Spannung am Punkt 28 durchläuft die Verstärker 30 und 3 2 und
ruft dann die Spannung Ex, hervor. Bei einer ausreichenden
Verminderung wird die Spannung E niedriger als die Spannung E0, und die Logikschaltung 25 öffnet den Schalter
24 und schließt den Schalter 26, so daß die Spannung Ex,
t JA.
jetzt an der Leitung 27 vorhanden ist. Infolgedessen führt die Steuereinheit 18 die Spannung Ex, und begrenzt den Stromfluß
durch die Regleranordnung 12 gemäß der niedrigeren Spannung Ex, anstelle der schnell ansteigenden Spannung
E . Die Widerstände R, und R3 sind so gewählt, daß sie
eine Spannung Ex, auf der Leitung 27 liefern können, wobei
E die Summe der Spannungen E1 und E_ ist. Die Spannung
E_ ist proportional zur Drehzahl des Motors (und infolgedessen
proportional zur gegenelektromotorischen Kraft), und E1 repräsentiert den inneren Widerstand des Motors
derart, daß der Strom, der dem Motor 14 durch den Regler 12 zugeführt wird, auf einem konstanten Wert gehalten wird.
Erst, wenn der Motor Zeit gehabt hat, wieder näher an seine normale voreingestellte Drehzahl heran zu beschleunigen,
wobei die Spannung E a,uf einem gefahrloseren Wege unterhalb
der Spannung E vermindert wird, wird der Steuereinheit 18 wieder ermöglicht, das Signal E zu empfangen und
im normalen Drehzahlregel zustand zu arbeiten.
Wenn der Motor zum Stillstand kommen würde, würden die Spannungen E? und die Spannung E nach Null gehen,
und kein Strom würde zum Motor 14 fließen. Um dies zu vermeiden, wird ein Minimum-Anlaufstrom sichergestellt
mit Hilfe eines Widerstandes R,, der zwischen einer Referenzspannung 34 und Erde so eingeschaltet ist, daß er eine
feste Spannung E1 am Punkt 3 6 liefert. Ein Summierverstärker
32 addiert die Spannungen E1 und E_ so, daß die Spannung
E„ stets wenigstens gleich ist zur festen Spannung E1.
Das kann so betrachtet werden, daß der Widerstand R1
wirkt wie ein Modell des inneren Widerstandes des Motors 14, das immer eine Mindest-Steuerspannung E1 an der Leitung
27 zur Steuereinheit 18 sicherstellt. Der Widerstand R„ dient als ein Modell bzw. als eine Nachbildung der gegenelektromotorischen
Kraft EMK des Motors 14, und erhält den Motorstrom konstant unter einer Bedingung, bei der der Motor
14 sich mit einer solchen Drehzahl dreht, daß E_ plus E- niedriger ist als E„. Gegebenenfalls ergibt sich noch eine
gewisse Stromänderung, wenn E_ bei einer starken Abbremsung des Motors geringer wird, während E1 unabhängig von
äußeren Einflüssen am Punkt 36 des Widerstandes R1 konstant
bleibt und somit sicherstellt, daß auch bei sehr geringer Drehzahl ein bestimmter Strom den Motor durchfließt
und ihn beschleunigen kann, wenn nach einer starken Abbremsung die Belastung des Motors wieder auf einen normalen
Wert zurückgegangen ist.
-42-
- Leerseite -
Claims (2)
- ANMELDER: NATIONAL SEMICONDUCTOR CORPORATION,2900 Semiconductor Drive,
Santa Clara, Kalif. 95 051 (V.St.A.)BEZEICHNUNG: Motor-Regel-Schaltungsanordnung.Patentansprüche :( 1.J Motor-Regel-Schaltungsanordnung zur Verwendung mit Reihen-Kommutatormotoren,die in Kombination enthält: eine Drehzahl-Meßanordnung, die mit dem Motor verbunden ist und die Gewinnung einer (ersten) Spannung, die die
Motordrehzahl anzeigt, bewirkt,eine Motorsteuerungs-Anordnung, die die Regelung des Energiezufuhr-Anteiles an den Motor bewirkt entsprechend zu Eingangs-Steuersignalen an einer Eingangs-Steuerleitungund einen Drehzahl-Vorwähler,dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Vergleichsstufe (23) , die mit dem Drehzahl-Vorwähler (19) und der Drehzahl-Meßanordnung (20) verbunden ist, ein erstes Eingangs-Steuersignal (Eg)I geeigneter Größe gebildet wird, das bewirkt, daß die Motorsteuerungs-Anordnung (18, 12) Energie richtigen Ausmaßes dem Motor (14) zuführt, damit dieser mit der durch den Qxehzahl-Vorwähler (19) gewählten Drehzahl läuft,und daß von einer Motor-Modellschaltung (R,, R2), die ausgewählte Schaltungsteile, die den inneren Widerstand und die Charakteristik der gegenelektromotorischen Kraft nachbilden, enthält, die so verbunden sind, daß ihnen die erste Spannung von dem Drehzahlmesser (20) zugeführt und in einer für den Motor charakteristischen Weise (R~; 28) geteilt wird, so daß ein zweites Eingangs-Steuersignal (E_) für die Motorsteuerungs-Anordnung (18) geliefert wird, und daß eine erste logische Schaltung (25), die mit der Modellschaltung und der Vergleichsstufe (23) verbunden ist, in der Lage ist, von dem ersten und dem zweiten Eingangs-Steuersignal (E0, Ev) die niedrigere Spannung an die Eingangssteuerleitung (27) an der Motorsteuerungs-Anordnung (18) anzuschalten, so daß die Motorsteuerungs-Anordnung (18) gesteuert wird von dem niedrigsten Spannungs-Eingangs-Steuersignal entweder von der Modellschaltung oder von der Vergleichsschaltung. - 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Motor-Modellschaltung Widerstandskreise (R,, R-) enthält, die einen ersten Widerstand (R2) besitzen, der zwischen einer Bezugsspannung(Erde) und der Drehzahlmeßanordnung (22) angeordnet ist, so daß die gegenelektromotorische Kraft des Motors simuliert und eine Spannung erzeugt wird, die proportional ist zur Motordrehzahl, und daß die Widerstandskreise weiter einen zweiten Widerstand (R,) besitzen, der so geschaltet ist, daß er eine feste Minimalspannung (E1) liefert, um den inneren Widerstand des Motors nachzuahmen, wobei die Motor-Modellschaltung fähig ist, die Summe (32) der proportionalen Spannung (E3) und der festen Minimalspannung (E.) vom ersten und vom zweiten Widerstand (R1, R-) als zweites Eingängs-Steuersignal (E ) abzugeben.3, Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahlmeßanordnung einen Tachometer (20) enthält, der mit dem Motor verbunden ist und der mit einer Wandlerschaltung (22) zusammenschalten die das Ausgangssignal des Tachometers (20) in eine die Drehzahl des Motors (14) repräsentierende Spannung umwandelt, um die erste Spannung zu erhalten.
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