DE3243549A1 - Regelvorrichtung fuer die volldigitalisierte drehzahlreglung einer naehmaschine bzw. eines naehautomaten - Google Patents
Regelvorrichtung fuer die volldigitalisierte drehzahlreglung einer naehmaschine bzw. eines naehautomatenInfo
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Description
J243549
P/N/006/DE 2/1
Regelvorrichtung für die volldigitalisierte Drehzahlregelung einer Nähmaschine bzw. eines Nähautomaten
Die Erfindung betrifft eine Regelvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Es ist eine Vorrichtung zum Stillsetzen der Armwelle einer Nähmaschine in vorbestimmter Winkellage gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1 bekannt (DE-OS 24 15 359), mit der die Istwertmessung
der Armwellendrehzahl auf analogem Wege durch einen fest mit der Armwelle verbundenen Tachogenerator durchgeführt, die analoge
Sollwertvorgabe durch kurzschließbare Einzelwiderstände ermöglicht und nach erfolgtem Soll-Ist-Vergleich die Stellgröße in digitaler
Form als Spannung mit variablem Tastverhältnis auf die Bremse/Kupplungskombination gegeben wird. Da die bekannte
Vorrichtung eine volldigitalisierte Drehzahlregelung nicht ermöglicht, ist ein zeitaufwendiger Abgleich mehrerer, im Steuergerät
befindlicher, Potentiometer nicht zu vermeiden.
Außerdem ist ein Positionierantrieb, der von mindestens einem 8-bit-Mikroprozessorsystem gesteuert wird, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 bekannt (DE-OS 29 38 040), bei dem die Istwertmessung der Armwellendrehzahl auf digitalem Wege mittels eines
fest mit der Armwelle verbundenen, optoelektronischen Inkrementalgebers durchgeführt, die Sollwertvorgabe in analoger Form durch
eine Widerstand/Kondensator-Beschaltung des spannungsgesteuerten Oszillators ermöglicht und nach erfolgtem Soll-Ist-Vergleich die
Stellgröße in digitaler Form als Spannung mit variablem Tastverhältnis
auf die Bremse/Kupplungskombination gegeben wird. Auch dieser bekannte Positionierantrieb ermöglicht keine volldigitalisierte
Drehzahlregelung und weist ebenfalls den Nachteil auf, daß Potentiometer-Abgleicharbeiten unumgänglich sind.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Regelvorrichtung für die volldigitalisierte Drehzahlregelung einer Nähmaschine bzw. eines Nähautomaten zu schaffen, mit der die
bisher üblichen Potentiometer-Abgleicharbeiten zur Anpassung besagter Regelvorrichtung an die jeweils vorliegenden Regelaufgaben
des Nähantriebes vermieden werden, mit der ferner die Regelabweichung
aus binären, den Kehrwerten der Soll- und der Istdrehzahl entsprechenden Größen gebildet wird und die so ausgelegt ist, daß
für jeden Sollwert ein Datenblock mit individuellen Parametern für
die Berechnung des die Stellgröße ausdrückenden Tastverhältnisses der Rechteck-Spannung im Programmspeicher abgelegt ist.
Mit der Regelvorrichtung nach der Erfindung ist es nun möglich:
1. eine volldigitalisierte Drehzahlregelung bei geringem Bauteileaufwand
und bei Verwendung nur eines 8-bit Mikrocomputers zu erreichen.
2 c, daß durch geeignete Schaltungsmaßnahmen für die digit?.] e
Istwertmessung und die Bildung der Stellgröße der Mikrocomputer zeitlich entlastet wird
3., daß Abgleich- und Einstellarbeiten entfallen, weil alle
Frequenzen für den Istwertzähler und die Stellgrößengeneratoren aus dem quarzstabilisierten Arbeitstakt des Mikrocomputers
abgeleitet werden
4. eine verzögerungsfreie Messung der Armwellendrehzahl durch das Zählen von Impulsen der Zählfrequeriz zu erreichen, wobei die
vom Inkrementalgeber für den Drehzahl-Istwert abgeleitete Frequenz sehr klein gegenüber besagter Zählfrequenz ist.
Zweckmäßige Weiterbildungen des Gegenstandes nach Anspruch 1 sind in den Unteransprüchen beschrieben. Bei der Ausgestaltung nach
Anspruch 3 wird erreicht, daß der Gegenstand nach Anspruch 1 als Integralregler ausgebildet ist. Bei der Ausgestaltung nach
Anspruch 4 wird die volldigitalisierte Drehzahlregelung eines Gleichstrommotors erreicht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Fig. 1 bis Fig. 12 erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Schaltbild, aus dem der prinzipielle Aufbau der
erfindungsgemäßen Regelvorrichtung zu ersehen ist;
Fig. 2 Spannung-Zeit-Diagramme für die Istwertmessung;
Fig. 3 ein Flußdiagramm für die Istwertmessung;
Fig. 4 Spannung-Zeit-Diagramme für die Bildung der Stellgröße;
BAD ORIGINAL'
Fig. 5 ein Blockschaltbild, aus dem die Wirkungsweise der
erfindungsgemäßen Regelvorrichtung zu ersehen ist;
Fig. 6 ein Flußdiagramm, aus dem die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen
Regelvorrichtung zu ersehen ist;
Fig. 7 ein Flußdiagramm für die Bildung des Proportionalanteiles
der Stellgröße
Fig. 8 ein Flußdiagramm für die PI-Regelung
Fig. 9 ein Drehzahl-Zeit-Diagramm für einen Beschleunigungsvorgang
Fig. 10 ein Drehzahl-Zeit-Diagramm für einen Bremsvorgang
Fig. 11 ein Drehzahl-Zeit-Diagramm für einen Beschleunigungsvorgang auf Maximal-Drehzahl
Fig. 12 ein Diagramm, das Auskunft über den Zusammenhang der
Istdrehzahl zur Regelabweichung gibt.
Mit der Bezugszahl 1 wird ein 8-bit Mikrocomputer bezeichnet, der
entweder mit einem Baustein 2 oder mit einem Baustein 6 in bekannter Weise zusammenarbeitet. Zwecks Datentransfer sind die Bausteine 2,6
über einen Steuerbus 3 und einen Datenbus 4 mit dem Mikrocomputer 1 verbunden. Nach entsprechender Programmierung enthält der Baustein 2
zwei Zähler Zl und Z2, während der Baustein 6 einen Bit-Raten -Generator Z3 und einen programmier- und retriggerbaren,
monostabilen Multivibrator Z4 aufweist. Gemäß Fig. 1 ist der Ausgang
CL des Mikrocomputers 1 mit den Zählereingängen CLKl und CLK2 der im Baustein 2 enthaltenen Zähler Zl und Z2 sowie mit dem Eingang
CLK3 des Bit-Raten-Generator Z3 und mit dem Eingang CLK4 des Multivibrators Z4 verbunden. Zwischen dem Toreingang Gl des Zählers
Zl und dem Toreingang G2 des Zählers Z2 ist ein Inverter 5 vorgesehen. Der Toreingang G2 ist mit dem Port P des Mikrocomputers
1 verbunden. Der Ausgang Q3 des Bit-Ratengenerators Z3 ist mit dem Toreingang G4 des Multivibrators Z4 verbunden. An dessen
Ausgang Q4 ist ein Treiber 7 und die Kupplung des Elektromotors angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Regelvorrichtung, die aus Fig. 5 und Fig. 6 deutlich zu ersehen ist, wird nachfolgend näher beschrieben.
Wesentlich ist, daß der Mikrocomputer 1 bei der Istwertmessung nur
mit dem Baustein 2, bei der Bildung der Stellgröße nur mit dem Baustein 6 zusammenarbeitet.
Der Mikrocomputer 1 liefert die an den Eingängen CLKl und CLK2 der Zähler Zl und Z2 anliegende Rechteckspannung Uc mit der quarzstabilisierten
Zählfrequenz fc. Ein an sich bekannter, fest mit der Armwelle der Nähmaschine verbundener Inkrementalgeber liefert
die Rechteck-Spannung U^ mit der Frequenz fj_. Der Inkrementalgeber
ist so beschaffen, daß die Impulsdauer der Rechteck-Spannung U^
gleich der Pause zwischen zwei Impulsen ist. Die Zählfrequenz fc
ist sehr groß gegenüber der Frequenz fj_. Der Toreingang Gl wird mit
der Rechteck-Spannung U^ beaufschlagt. Der Inverter 5 bewirkt, daß
am Toreingang G2 des Zählers Z2 das Komplement von U^ anliegt,
über das Port P kann der Mikrocomputer 1 zu einem beliebigen
©AD QRIG(NAL
Zeitpunkt feststellen, ob ein Impuls oder die Pause zwischen zwei
Impulsen von U^ vorliegt.
Fig. 2 zeigt die durch Programm vorgegebene Funktion der beiden Zähler Zl und Z2, dargestellt am Beispiel Zl. Die Zählfrequenz fc
liegt am Eingang CLKl. Durch eine steigende Flanke der am Toreingang Gl anliegenden Rechteck-Spannung Uj_ wird der Zähler Zl auf den
Wert "Null" gestellt und beginnt mit der Zählung der Impulse von Üc,
Bei einer fallenden Flanke an. Gl wird die Zählung angehalten. Solange der Toreingang Gl auf L-Pegel (niedrig) liegt, kann der
Zählerstand abgerufen werden.
Aus Fig. 3 ist die Funktion der Istwertmessung ersichtlich. In
diesem Flußdiagramm bedeuten: P = Port des Mikrocomputers 1 und H = Η-Pegel (hoch). Die Zähler Zl und Z2 zählen die Impulse von
Uc, wenn der entsprechende Toreingang Gl oder G2 auf Η-Pegel liegt.
Durch die Schaltung der Regelvorrichtung ist vorgegeben, daß der Zähler Zl während der Impulse von U ^ zählt und der Zähler Z2
während der Pause, die zwischen zwei Impulsen von U^ auftritt,
zählt. Außerdem bewirkt der Inverter 5Γ daß während der Zählphase
eines Zählers (G auf Η-Pegel) der andere Zähler gesperrt ist (G auf L-Pegel). über das Port P kann der Mikrocomputer zu jedem
beliebigen Zeitpunkt feststellen, welcher Zähler gerade gesperrt ist und daher ausgelesen werden kann. Liegt P auf Η-Pegel, kann
Zähler Zl, liegt P auf L-Pegel, kann Zähler Z2 gelesen werden.
Erhält der Mikrocomputer 1 zum Zeitpunkt TA (Fig. 2) den Befehl "Istwert lesen" (Fig. 3), wertet er den Zählerstand von Zl aus,
der sich in der Periode ZA (Fig. 2) ergeben hat. Dieser Zählerstand
stellt die Zeitdauer des letzten Impulses des Istwertgebers
in binärer Form dar. Wenn zum Zeitpunkt TA der Zähler Zl ausgelesen
wird, zählt der Zähler Z2 die während der gerade vorliegenden Pause, die zwischen zwei Impulsen von Uj[ liegt, auftretenden
Impulse von üc.
Erhält der Mikrocomputer 1 zum Zeitpunkt TB (Fig. 2) den Befehl "Istwert lesen" (Fig. 3), wertet er den Zählerstand von Z2 aus,
der sich in der Periode ZB (Fig. 2) ergeben hat. Der Zählerstand von Z2 stellt die Zeitdauer der letzten Pause zwischen zwei
Impulsen von U^ in binärer Form dar.
Aus Kostengründen werden für die Istwertmessung Inkrementalgeber eingesetzt, die je Umdrehung der Armwelle eine möglichst kleine
Anzahl von Impulsen liefern. Daher sind Verdopplerschaltungen für die Istwertfrequenz üblich, die wegen unvermeidbarer Abgleicharbeiten
nachteilig sind. Im Gegensatz hierzu wird bei der hier beschriebenen Regelvorrichtung ein Impuls bzw. die Pause zwischen
zwei Impulsen der zu messenden Frequenz ausgewertet, wodurch abzugleichende Verdopplerschaltungen nicht erforderlich sind.
Bei der zu jedem beliebigen Zeitpunkt möglichen Abfrage des Istwertes
der Armwellendrehzahl durch den Mikrocomputer 1 liegt immer der Meßwert in binärer Form vor, der dem letzten abgelaufenen
Impuls oder der letzten abgelaufenen Pause zwischen zwei Impulsen der Frequenz des Inkrementalgebers entspricht. Die Zeit, die
zwischen dem Vorliegen eines Meßwertes und dem Vorliegen des nächstfolgenden Meßwertes liegt, ist nur von der Teilung des Inkrementalgebers
abhängig. Dadurch wird gegenüber der bisher üblichen Mittelwertbildung des Istwertes durch die Summation der Impulse Zeit
eingespart, die für den Summationsvorgang benötigt wurde.
Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß der Mikrocomputer 1 - falls er den
Befehl "Istwert lesen" erhielt - den Zustand des Portes P überprüft.
Liegt P auf Η-Pegel, wird der Zähler Zl gelesen. Die Zeit für diesen Lesevorgang ist endlich. Eine während der Zeitdauer
des Lesevorganges an Gl gelangende ansteigende Flanke der Rechteck-Spannung U^ würde das Meßergebnis verfälschen, weil wegen
der besagten ansteigenden Flanke der Zähler Zl auf "Null" gestellt
und erneut gestartet wird. Um diese mögliche Meßwert-Verfälschung
auszuschließen, wird nach dem Lesen des Zählers Zl noch einmal der Zustand von P überprüft. Ergibt sich hierbei, daß P immer noch
auf Η-Pegel liegt, ist der ermittelte Meßwert gültig und kann
verwendet werden. Im anderen Falle wird gemäß Fig. 3 der Zähler Z2
ausgelesen.
Liegt Port P - nachdem der Mikrocomputer 1 den Befehl
"Istwert lesen" erhielt - auf L-Pegel, wird der Zähler Z2 gelesen.
Nach dem Lesen von Z2 wird ebenfalls der Zustand von Port P überprüft.
Liegt P auf L-Pegel, ist der ermittelte Meßwert nicht verfälscht und kann verwendet werden. Liegt dagegen P auf H-Pegel,
wird Zl gelesen. Durch diese erfindungswesentliche Maßnahme wird
gewährleistet, daß hinsichtlich des Istwertes selbst bei hohen Drehzahlen der Armwelle immer ein unverfälschter Meßwert
geliefert wird.
Die vom Mikrocomputer 1 gelieferte Rechteck-Spannung Uc liegt bei
der Bildung der Stellgröße am Eingang CLK3 des im Baustein 6 enthaltenen Bit-Raten-Generators Z3 sowie am Eingang CLK4 des
ebenfalls im Baustein 6 enthaltenen programmier- und retrigger-
Al
- ff -
baren, monostabilen Multivibrators Z4 an. Der Aufbau der Generator
-Schaltung für die Bildung der Stellgröße ist aus Fig. 1 zu ersehen.
Das Zusammenwirken des Mikrocomputers 1 mit dem Bit-Raten-Generator
Z3 und dem Multivibrator Z4 ist auch aus Fig. 4 ersichtlich. Die darin gezeigte Größe Tc ist die Zeitdauer eines Impulses der
Zählfrequenz fc. Die Zeitdauer eines Impulses der vom Bit-Raten-Generator
Z3 gebildeten Rechteck-Spannung U0 wird mit T0 bezeichnet.
Letztere ergibt sich aus dem ganzzahligen Vielfachen von Tc,
z.B. T0 — 1000 χ Tc . T0 wird in binärer Form einmal vom Mikrocomputer
1 in den Bit-Raten-Generator Z3 geladen. Die Summe T0 + Tc
stellt die Schwingungsdauer der Stellgröße dar. Da sie um 3 Zehnerpotenzen größer ist als Tc kann letztere bei den folgenden
Überlegungen vernachlässigt werden.
Da der Multivibrator Z4 retriggerbar ist, löst er bei jeder steigenden Flanke der an seinem Toreingang G4 anliegenden
Rechteck-Spannung U0 einen Impuls von der Zeitdauer T^ aus.
Letztere wird als ganzzahliges Vielfaches von Tc gebildet und vom
Mikrocomputer 1 einmal als binärer Zahlenwert in den Multivibrator Z4 geladen. Unter der zuvor erwähnten Voraussetzung
- T0 = 1000 χ Tc - kann T^ Werte von 1 χ Tc bis 999 χ Tc
annehmen.
Die vom Multivibrator Z4 gebildete Rechteck-Spannung U^ ist die
Stellgröße. Sie wird direkt auf den Treiber 7 der Kupplung 8 des Elektromotors gegeben. Da Tc - wie zuvor erwähnt - vernachlässigbar
ist, hat die Frequenz f^ der Rechteck-Spannung U^ die
Schwingungsdauer T0. Letztere wird - wie bereits erwähnt einmal
vom Mikrocomputer 1 vorgegeben. Andererseits kann T0
BAD ORIGINAL
jederzeit variiert werden, wenn dies vom Regelalgorithmus verlangt
wird. Unter Voraussetzung der Vernachlässigung von Tc ergibt sich
die in Fig. 4 gezeigte Zeitdauer Tp als Differenz aus T0 und T^.
Somit ergibt sich das Tastverhältnis V der Stellgröße
rn .
aus ν - 1 oder aus V =
Besagtes Tastverhältnis der Rechteck-Spannung U^ bewirkt einen
Strommittelwert in der Kupplung 8 und bestimmt somit deren
Übertragungsmoment und damit die Drehzahl der Armwelle. Durch einmalige Eingabe von T^ und/oder T0 in den Bit-Raten-Generator Z3
bzw. den Multivibrator Z4 erzeugt der Mikrocomputer 1 ein beliebiges Tastverhältnis V der Stellgröße. Da die beschriebene, in Fig. 1
gezeigte Generatorschaltung des Bausteines 6 das vorgegebene
Tastverhältnis V bis zu einer erneuten Eingabe eines anderen Wertes für T^ beliebig lange aufrechterhält, ist der Mikrocomputer 1
nunmehr frei für andere Aufgaben, z.B. "Istwert lesen", "Soll-Ist-Vergleich" usw..
Die Feinheit der Verstellung ist durch das Verhältnis Tc/To gegeben.
Entsprechend der oben erwähnten Voraussetzung liegt dieses Verhältnis bei 1/1000. Somit kann die Verstellung der Stellgröße
praktisch als stufenlos angesehen werden.
JA-
Bei der Istwertmessung in der hier beschriebenen Form fällt der
Meßwert als binärer Wert an, der jedoch der Armwellendrehzahl umgekehrt proportional ist. Bei Drehzahlregelungen wird üblicherweise
durch Soll-Ist-Vergleich die der Drehzahlabweichung proportionale Regelabweichung D gebildet und aus dieser die Stellgröße
ermittelt. Dieses Verfahren ist bei der hier vorliegenden Aufgabenstellung deshalb nicht geeignet, weil der vorgesehene
8-bit-Mikrocomputer 1 den Kehrwert der anfallenden Meßwerte in der verfügbaren Zeit nicht bilden kann. Die Verwendung eines
Mikrocomputers mit größerer Wortbreite verbietet sich aus wirtschaftlichen Gründen ebenso wie die Verwendung eines zusätzlichen
Arithmetikprozessors. Daher wird bei der hier vorgeschlagenen Lösung der Sollwert so vorgegeben, wie der Meßwert der Istdrehzahl
anfällt, nämlich als binärer, dem Kehrwert der Solldrehzahl entsprechender Wert. Auf diese Weise können beliebig viele Sollwerte als Konstanten im Programmspeicher des Mikrocomputers 1
abgelegt werden. Das Mikrocomputer-Programm entscheidet, welcher
Sollwert für die Regelung benutzt wird. Selbstverständlich kann die Vorwahl eines Sollwertes auch mittels eines Vorwahlschalters
oder eines bekannten Sollwertgebers für Nähantriebe ermöglicht werden. Die erfindungsgemäße Ablage beliebig vieler Sollwerte im
Programmspeicher ist erheblich vorteilhafter als die Vorgabe der
Sollwerte gemäß den eingangs beschriebenen beiden Lösungen, bei denen jeder einzelne Sollwert aus einer Widerstandskombination
oder aus einer Widerstand/Kondensator-Kombination gebildet wiru.
Bei den bekannten Lösungen müssen Abgleicharbeiten bei der
Inbetriebnahme ebenso wie Einschränkungen hinsichtlich der Flexibilität beim Einsatz solcher Nähantriebe für unterschiedliche
Nähmaschinen bzw. Nähautomaten in Kauf genommen werden.
Beim Soll-Ist-Vergleich wird die Differenz aus dem Kehrwert des vorgegebenen Sollwertes SW und dem Kehrwert des gemessenen
Istwertes IW gebildet. Diese Differenz ist der Drehzahlabweichung
proportional. Bei nur geringen Unterschieden von der Soll- zur Istdrehzahl - diese Voraussetzung wird durch den Regelvorgang
erfüllt - besteht praktisch ein linearer Zusammenhang (vgl. Fig. 12) zwischen der Istdrehzahl und der Regelabweichung D.
Das nachfolgende Beispiel beweist die Richtigkeit der zuvor aufgestellten Behauptung. Für das Beispiel gelten folgende Annahmen:
Zählfrequenz fc = 2 MHz
Vom Istwertgeber gelieferte Impulsanzahl = 50 Impulse/Umdrehung
der Armwelle
Istdrehzahl = 600 U/min .
Zeit für eine Umdrehung der Armwelle
1I 600
= 0,1s
= 0,1s
Impuls- bzw. Pausendauer von U^ (der im Nenner des Bruches auftretende
Wert 100 ergibt sich aus den vorgegebenen 50 Impulsen und den dazwischen liegenden 50 Pausen)
Ti
T2 " TÖÖ~
T2 " TÖÖ~
= OA = 1 ms
100
100
Istwert
IW
| ■ • |
fc 2 |
- |
/IC -
ι» - |
|
| T2 1 |
1000 | 000 | 000 | |
| 000 | ||||
| 2 | ||||
Bei einer Istdrehzahl der Armwelle von 600 U/min werden während
eines Impulses von O^ 2000 Impulse von Uc gezählt.
Ebenso können für die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Werte unterschiedlicher Istdrehzahlen die entsprechenden
Istwerte IW errechnet werden. Unter Zugrundelegung einer Solldrehzahl von 600 U/min, die einem Sollwert SW=2000 entspricht, ergibt
sich die Regelabweichung D zu:
| Istdrehzahl (U/min) | IW | D = SW - IW |
| 594 | 2020 | - 20 |
| 595 | 2017 | - 17 |
| 596 | 2013 | - 13 |
| 597 | 2010 | - 10 |
| 598 | 2007 | - 7 |
| 599 | 2003 | |
| 600 | 2000 | 0 |
| 601 | 1997 | 3 |
| 602 | 1993 | 7 |
| 603 | 1990 | 10 |
| 604 | 1987 | 13 |
| 605 | 1983 | 17 |
| 606 | 1980 | 20 |
BAD ORIGINAL
Die vorstehende Tabelle wie auch das Diagramm in Fig. 12 zeigen
sehr deutlich die praktisch lineare Abhängigkeit der Regelabweichung D, die aus den der Soll- bzw. der Istdrehzahl umgekehrt
proportionalen Werten SW bzw. IW gebildet wurde, von den Drehzahlunterschieden
(Solldrehzahl - Istdrehzahl).
Durch die zuvor beschriebene zeitliche Entlastung des Mikrocomputers
1 beim Lesen des Sollwertes, Messen des Istwertes, Bilden der Stellgröße steht für ihn genügend Zeit für die
Berechnung der Stellgröße zur Verfügung. Dabei können stetige und unstetige Regler sowie Mischformen beider Typen nachgebildet werden.
Der Regelalgorithmus ist durch das Programm des Mikrocomputers 1 festgelegt.
Nachfolgend wird die Nachbildung eines stetigen Reglers mit
PI-Charakteristik für die Drehzahlregelung durch die Kupplung 8 beschrieben. Der PI-Charakteristik sind unstetige Regeleigenschaften
überlagert. Dies wird durch drehzahlabhängiges Einschalten
der maximal möglichen Erregung der Kupplung 8 oder der Bremse oder durch drehzahlabhängiges Abschalten der Kupplung 8 oder der Bremse
ermöglicht. Dadurch werden Brems- und Beschleunigungsvorgänge optimiert und der Verschleiß der Kupplungs- und Bremsbeläge
vermindert.
Die Wirkungsweise der Regelvorrichtung, deren zusammenwirkende /i
Schaltungskomponenten bereits beschrieben wurden, ist aus Fig.5 und Fig. 6 zu ersehen. Der Mikrocomputer 1 ordnet der jeweiligen
λ*
Stellung des Sollwertgebers einen Drehzahl-Sollwert zu. Dieser wird mit dem momentanen Istwert der Armwellendrehzahl verglichen
und aus der Regelabweichung vom Soll- zum Istwert wird die Einschaltdauer für die Kupplung 8 und/oder die Bremse berechnet.
Wegen des bei Nähantrieben an sich bekannten Schlupfbetriebes sind die von der Kupplung 8 und der Bremse gelieferten Übertragungsmomente drehzahlabhängig. Um eine binäre Anwahl von beliebigen
Sollwerten im ganzen Drehzahlbereich ohne Abgleich zu ermöglichen, ist für jeden Sollwert im Programmspeicher des Mikrocomputers 1
ein Datenblock mit Konstanten abgelegt. Dieser Datenblock enthält neben dem binären Wert für die Größe des Sollwertes auch einen
Parametersatz für den Regelalgorithmus. Somit ist eine individuelle Berechnung der Stellgröße für jeden Sollwert möglich. Besagter
Datenblock enthält für einen definierten Sollwert SWA folgende Parameter:
A 1 entspricht Sollwert SWA (vgl. Fig. 9,10)
A 2 entspricht Konstantanteil der Stellgröße für SWA
A 3 entspricht Istwertmultiplikator für SWA
A 4 entspricht Drehzahlschwelle Ax )
A 5 entspricht Drehzahlschwelle Ay ) siehe Fig.9,10
A 6 entspricht Drehzahlschwelle A2 )
BAD ORIGINAL
-VG-
Parameter Al ist ein binärer Wert, der dem Kehrwert der Solldrehzahl
entspricht. Die Parameter A4, A5 und A6 stellen binäre Werte für Drehzahlschwellen dar. über- bzw. unterschreitet die Istdrehzahl
die erwähnten Drehzahlschwellen, werden - wie' nachfolgend beschrieben - bestimmte Schaltfunktionen der Kupplung 8 oder der
Bremse ausgeführt. Parameter A3 beeinflußt die Messung der Istdrehzahl. Bei niederen Sollwertdrehzahlen werden die Impulse der
Rechteck-Spannung Uc, die während eines Impulses bzw. während
einer Pause zwischen zwei Impulsen der Rechteck-Spannung Ui
gezählt werden, als Istwert ausgewertet. Bei hohen Sollwertdrehzahlen
werden die Impulse von üc während mehrerer Impulse bzw.
Pausen von U^ ausgezählt. Durch Parameter A3 wird die Zahl der
auszuwertenden Impulse bzw. Pausen von Ui vorgegeben.
Aus Fig.7 ist die Bildung der Stellgröße, die durch das Tastverhältnis
V ausgedrückt wird, für die Kupplung 8 ersichtlich. Wie bereits zuvor erwähnt, ergibt sich das Tastverhältnis aus
V = Ti/Tp oder aus V - T/
Die Drehzahlregelung wird anhand zweier, nachfolgender Zahlenbei spiele näher erläutert. Hierfür sind folgende Werte vorgegeben:
Solldrehzahl η = 600 U/min
Zählfrequenz fc = 2 MHz
Vom Istwertgeber gelieferte Impulsanzahl = 50 Impulse/Umdrehung
oik
to
ι* -
Der Datenblock enthält dafür folgende Werte:
2000 (entspr. dem Sollwert SWA = 600 U/min) 490 0
2400 (entspr. Drehzahlschwelle Ax = 500 U/min)
1900 (entspr. Drehzahlschwelle Ay = 630 U/min)
1000 (entspr. Drehzahlschwelle Az = 1200 U/min)
Ergibt die Istwertmessung z.B. einen Wert IW = 2300, der einer momentanen Drehzahl von 522 U/min der Armwelle entspricht, so
errechnet der Mikrocomputer 1 die Regelabweichung D aus den Werten
von Al und IW wie folgt:
D = Al - IW
= 2000 - 2300 = -
Damit ergibt sich der das Tastverhältnis V und die Rechteck -Spannung U^ beeinflussende Wert Tj^ (vgl. Fig. 4) aus:
Ti = A2 - D
= 490 - (-300) =
BAD ORIGINAL
■- IA-
Ergibt die Istwertmessung in einem weiteren Beispiel einen Wert IW = 1700, der einer momentanen Drehzahl von 706 ü/min entspricht,
so ergibt sich D aus:
D = 2000 - 1700 300
Damit ergibt sich
T1 = 490 =
Aus beiden Zahlenbeispielen ist erkennbar: Je weiter die Istdrehzahl unter der Solldrehzahl liegt, desto größer
wird der Wert für Ti·
Je weiter die Istdrehzahl über der Solldrehzahl liegt, desto kleiner wird der Wert für T^.
Der Wert für Ti wird in den Multivibrator Z4 geladen, der die
Rechteck-Spannung U^ für die Kupplung 8 erzeugt. Geht man davon aus, daß - wie zuvor erwähnt - T0 = 1000 ist,
so ergibt sich gemäß dem ersten Zahlenbeispiel (Solldrehzahl = 600 U/min, Istdrehzahl = 522 U/min) das Tastverhältnis
zu:
V = Ti/To - Ti 790/1000 - 790; d.h. Ti= 790 und Tp=
Im zweiten Beispiel ergibt sich (Solldrehzahl = 600 U/min, Istdrehzahl = 706 U/min):
V = 190/1000 - 190 ; d.h. Ti = 190 und Tp = 810
Tj[ ist die Ein-, Tp die Ausschaltzeit der Kupplung 8. Beide
Zahlenbeispiele zeigen deutlich, daß sich das Tastverhältnis V proportional mit der Abweichung der Istdrehzahl von der Solldrehzahl
ändert. Die Veränderung verläuft außerdem so, daß ein Drehzahlabfall längere, ein Drehzahlanstieg kürzere Einschaltzeiten Tj[
der Kupplung 8 bewirkt. Damit ist die Wirkungsweise eines Proportionalreglers nachgebildet.
Eine reine Proportionalregelung führt bekanntlich zu bleibenden Regelabweichungen D, die z.B. bei Laständerungen oder bei
Änderungen der Kupplungseigenschaften (Reibwerte, Luftspalt) auftreten. Um dieser Erscheinung entgegenzuwirken, wird bei der
erfindungsgemäßen Regelvorrichtung der proportional zur Regelabweichung
D gebildeten Impulszeit T^ ein integral wirkender Anteil I
überlagert. T^ wird dadurch um einen von der Zeitdauer der Regelabweichung
D abhängigen Wert korrigiert. Dieses Prinzip wird in der Regelungstechnik als PI-Regelung bezeichnet und führt zu einer
Drehzahlregelung ohne bleibende Regelabweichungen.
BAD ORIGINAL
SL3>
Aus dem Flußdiagramm nach Fig. 8 ist ersichtlich, wie bei der
erfindungsgemäßen Regelvorrichtung die Charakteristik eines
PI-Reglers realisiert wird. Der Wert für T^ wird - wie zuvor
beschrieben - gebildet. Zu T^ wird der Integr-alanteil I addiert,
der durch Summation der Konstanten E gebildet wird. Nach jeder Berechnung von Tj[ wird nach folgender Vorschrift addiert bzw.
subtrahiert:
I = I-1 ± E-
Hierin ist I , der Wert für I, der sich bei der vorangegangenen
Berechnung ergeben hat. Bei jeder Berechnung der Stellgröße wird daher der ermittelte Wert I für die nächste Berechnung gespeichert.
Die Konstante E wird zu I_, addiert, wenn die Istdrehzahl kleiner
als die Solldrehzahl ist bzw. subtrahiert, wenn die Istdrehzahl größer als die Solldrehzahl ist.
Das folgende Beispiel geht von der Annahme E=I aus. Bei der letzten
bereits abgeschlossenen Berechnung habe sich für I der Wert 10
ergeben. Für die jetzt laufende Berechnung ist daher I , =10. Falls die Istdrehzahl momentan kleiner als die Solldrehzahl ist,
ergibt sich also für die laufende Berechnung I = 10 +1. In den
Multivibrator Z4 wird der Wert " T^ + 11" geladen und der Wert
"11" für die nächste Berechnung gespeichert. Falls bei dieser die Istdrehzahl immer noch kleiner als die Solldrehzahl ist, ergibt
sich jetzt I = 11 + 1 und damit wird "T"i +12" in Z4 geladen
und der Wert "12" für die nächste Berechnung gespeichert. Solange die Istdrehzahl kleiner als die Solldrehzahl ist, wird
LH
T^ also um einen stetig anwachsenden Betrag vergrößert. Dadurch
wird das Tastverhältnis V für die Kupplung 8 größer. Da als Folge davon der Kupplungsstrom und damit das Übertragungsmoment der
Kupplung 8 steigen, erhöht sich auch die Drehzahl der Armwelle.
Falls bei der nun folgenden Berechnung die Istdrehzahl momentan größer als die Solldrehzahl ist, ergibt sich für die laufende
Berechnung I = 12 - 1. In den Multivibrator Z4 wird jetzt der Wert "Tj- + 11" geladen und der Wert "11" für die nächste
Berechnung gespeichert. Ist während der nun folgenden elf Berechnungen die Istdrehzahl größer als die Solldrehzahl, so wird
schließlich der Integralanteil der Stellgröße beseitigt (I = Null). Falls die Istdrehzahl weiterhin größer als die Solldrehzahl ist,
ergeben sich für den Integralanteil I negative Werte. Auch jetzt wächst I bei jeder Berechnung um den Betrag E=I. Nach weiteren
fünf Berechnungen beträgt der Wert für I=-5 und der Multivibrator Z4 wird mit dem Wert "Ti-5" geladen.
Die Zeitdauer zwischen zwei Berechnungen des Integralanteiles I wird in der Regelungstechnik als Integrationszeit Tn bezeichnet.
Diese entspricht bei der erfindungsgemäßen Regelvorrichtung der Zeit, die der Mikrocomputer 1 für die Durchführung der aus Fig.
ersichtlichen Programmteile benötigt. So ist es bei Verwendung nur eines Mikrocomputers 1 möglich, die Teilaufgaben
"Sollwertgeber einlesen", "Istwert einlesen", "Soll-Ist-Vergleich" und das Nachbilden eines PI-Reglers zu erledigen. Durch die
beschriebenen Schaltungsmaßnahmen für die zeitliche Entlastung des Mikrocomputers 1 können ausreichend kleine Werte für die
BAD ORIGINAL
Integrationszeit Tn selbst dann erreicht werden, wenn der Mikrocomputer
1 neben besagter Drehzahlregelung noch weitere Aufgaben übernimmt.
Aus Fig. 9 ist ersichtlich, wie ohne Benutzung der Bremse des Nähantriebes beim Beschleunigen auf einen neuen Sollwert ein
überschwingen der Drehzahl der Armwelle praktisch vermieden wird.
Während der Zeit T^ hält die Regelvorrichtung die Drehzahl bei n^
konstant. Anschließend wird auf eine, dem Sollwert SWA entsprechende Drehzahl beschleunigt. Bis zum Erreichen der Drehzahlschwelle Ax,
wofür die Zeit T2 benötigt wird, wird die Kupplung 8 voll erregt.
Während der Zeit T3 ist sie ausgeschaltet. Nach dem Erreichen der Drehzahlschwelle Ay wird durch die zuvor beschriebene
Rechteck-Spannung U^ die dem neuen Sollwert SWA entsprechende
Drehzahl der Armwelle geregelt.
Aus Fig. 10 ist das Bremsen auf einen neuen Sollwert zu ersehen. Während der Zeit Τχ hält die Regelvorrichtung die Drehzahl bei n\
konstant. Innerhalb der Zeitdauer T2 ist die Kupplung 8 aus- und
die Bremse eingeschaltet. Nach dem Erreichen der Drehzahlschwelle Az
wird die Bremse ausgeschaltet und durch die vom Multivibrator Z4 gebildete und der Kupplung 8 zugeführte Rechteck-Spannung U^
die dem neuen Sollwert SWA entsprechende Drehzahl geregelt.
Schließlich ist aus Fig. 11 der Betrieb einer Nähmaschine mit Maximaldrehzahl ersichtlich. Diese Betriebsweise liegt während der
überwiegenden Zeit eines Nähvorganges vor. Während der Zeit T]_
wird die Kupplung voll erregt. Durch Drehzahlüberwachung wird nach
dem Erreichen der Maximaldrehzahl die Kupplung 8 nur noch mit einem
konstantea Tastverhältnis V angesteuert. Dies ist ohne Drehzahlabfall
möglich, weil die Kupplung 8 des Nähantriebes auf kurze Hochlaufzeiten ausgelegt ist. Das volle Ubertragungsmoment wird
nur während der Zeit T^ des Hochlaufes benötigt.
Eine weitere Möglichkeit für die Anwendung der erfindungsgemäßen
Regelvorrichtung ist die volldigitalisierte Drehzahlregelung eines die Armwelle der Nähmaschine antreibenden Gleichstrommotors. Dessen
Drehzahl ist bekanntlich von der Höhe der Betriebsspannung abhängig. In diesem Fall wird die vom Multivibrator Z4 gebildete
Rechteck-Spannung U^ direkt an den Gleichstrommotor gelegt. Wie
bereits beschrieben, ändert sich das Tastverhältnis V der Rechteck-Spannung U^ je nach Abweichung der Istdrehzahl von der
Solldrehzahl. Jedes sich ergebende Tastverhältnis V führt zu einem
Mittelwert der Rechteck-Spannung U^. Dieser Mittelwert ist als
Betriebsspannung les Gleichstrommotors anzusehen. Wird er stärker
belastet, sinkt seine Drehzahl. Die Regelvorrichtung bewirkt durch ein neues Tastverhältnis V einen höheren Mittelwert von U^.
Dadurch steigt die Drehzahl des Gleichstrommotors wieder auf den
f Ursprungswert, ohne daß es bei dieser Drehzahlregelung einer
Bremse/Kupplungskombination bedarf.
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Leerseite
Claims (4)
- Patentansprüche: *'.iMFFELn P/N/006/DE 2/1( 1.)Regelvorrichtung für die Drehzahlregelung einer Nähmaschine, deren Armwelle von einem Elektromotor angetrieben wird, der vorzugsweise mit einer Bremse/Kupplungskombination zusammenarbeitet, wobei die Istwertmessung der Armwellendrehzahl entweder auf analogem Wege mittels eines fest mit der Armwelle verbundenen Tachogenerators oder auf digitalem Wege mittels eines fest mit der Armwelle verbundenen, optoelektronischen Inkrementalgebers durchgeführt wird und die analoge Sollwertvorgabe durch einen knie- oder fußbetätigten Sollwertgeber oder durch externe Sollwertvorwahl ermöglicht wird und nach erfolgtem Soll-Ist-Vergleich die Stellgröße in digitaler Form auf die Bremse/Kupplungskombination des Elektromotors gegeben wird, dadurch ■■ gekennzeichnet, daß die Regelvorrichtung aus einem Mikrocomputer (1) und den beiden Bausteinen (2,6) besteht, wobei die Bausteine (2,6) über einen Steuerbus (3) und einen Datenbus (4) zwecks Datentransfer mit dem Mikrocomputer (1) verbunden sind, daß für die Istwertmessung der Armwellendrehzahl eine vom Mikrocomputer (1) gebildete Rechteck-Spannung (Uc) mit der quarzstabilisierten Zählfrequenz (fc) an den Eingängen (CLKl, CLK2) der im Baustein (2) enthaltenen Zähler (Zl,Z2) und eine vom Inkrementalgeber gebildete Rechteck-Spannung (Uj-) mit der Frequenz (fj.) an einem Toreingang (Gl) des Zählers (Zl) und am Eingang eines Inverters (5) anliegen, daß der Ausgang des Inverters (5) mit einem Toreingang (G2) des Zählers (Z2)und der Toreingang (G2) mit einem Port (P) des Mikrocomputers (1) verbunden sind, daß beim Soll-Ist-Vergleich die Regelabweichung aus binären, den Kehrwerten der Soll- und Istdrehzahl ent-■jsprechenden Größen gebildet wird, daß/für jeden Sollwert ein Datenblock mit individuellen Parametern für die Berechnung des die Stellgröße ausdrückenden Tastverhältnisses (V) im Programmspeicher abgelegt ist,1 daß'für die Bildung der Stellgröße die Rechteck-Spannung (Uc) an einem Eingang (CLK 3) eines im Baustein (6) enthaltenen Bit-Raten-Generators (Z3) sowie an einem Eingang (CLK 4) eines im Baustein (6) enthaltenen programmier- und retriggerbaren, monostabilen Multivibrators (Z4) anliegt, daß eine vom Bit-Raten-Generator (Z3) erzeugte Rechteck-Spannung (U0) an dessen Ausgang (Q3) und an einem Toreingang (G4) des Multivibrators (Z4) anliegt und daß eine vom Multivibrator (Z4) gebildete, an dessen Ausgang (Q4) anliegende Rechteck-Spannung (U^) als Stellgröße für die Drehzahlregelung dient.
- 2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Zählfrequenz (fc) sehr groß gegenüber der Frequenz (fi) ist und daß die Rechteck -Spannung (U^) mit der Frequenz (f^) direkt auf einen Treiber (7) der Kupplung (8) des Elektromotors gegeben wird.
- 3. Regelvorrichtung nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Nachbildung eines Integralreglers die Integrationszeit (Tn) durch die Ausführungszeit des Mikrocomputer-Programms- gebildet wird.
- 4. Regelvorrichtung nach den vorangegangenen Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechteck-Spannung (U^) mit der Frequenz (fk) an einen die Armwelle antreibenden Gleichstrommotor gelegt wird.
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ID=6178959
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